Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 94 (24.11.1936)
- Date
- 1936-11-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 94. 24. XI. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Selten tafeln heigcsteuert hat, in denen das Resultat familiengeschicht• lieber Forschung zur Anschauung gelangt. Bei der Knappheit des Raums ist es nicht möglich, jede Einzelheit, die sich dem interessierten Betrachter darbictet, zu erwähnen; aber der Besucher sei nochmals auf den von Frau Dr. Rahet Wischnitzer-Bernstein arrangierten Raum der Rabbinerbildnisse hingewiesen. Die Foyer-Ausstellung Im Kulturbund-Theater zeigt diesmal unter dein Motto: ״Palästina von heute“ anstatt der sonst gewohnten Gemälde eine Photo-Ausstellung. Diese Photos sind allerdings besonderer Art. Acnne Moshach er ״knipst“ nicht hut, sie ist eine Künstlerin ihres Faches. Ihre Photographien wollen als Bilder gewertet sein. Ein Teil von ihnen ist aus dem ״Palästina-Kalender“ bekannt. Von über 500 Aufnahmen, die Aenne Mosbachcr von ihren beiden Studienreisen mitgebracht hat, zeigt sie hier 50 Bilder. Bei ihren Bildern bemerkt man sofort den sicheren Blick für malerisch-plastische Wirkungen und ebenso für architektonische Gliederung «der auch Gliederung des Landschaftsbildes. Von ihrer hier gezeigten Auswahl aus ihren acht Serien von Paiäsfinabildcrn sehen wir Proben von ״Siedlung und Wüste“, ״Juden und Araber“, ״Stadt und Land“. Die ״Stadt“ mit erst frisch gebauten Straßen — eine steht erst seit ein und einem halben Jahr — oder Häuser in den verschiedenen Phasen des Baus, eben angefangen mit der Zemeiitniisehniaschiiie oder etwas weiter, und hier besonders reizvoll eine werdende Fassade im Schatten. Wir sehen als besonders eindrucksvoll gestaltetes Bild ein großes Karree, ausgefüllt :•:'.l nichts als lauter Zementröhren für die Wasser• lcitung eines neuen Stadtviertels, und an diesem Bildrand führt die Chaussee vorbei, mit einer Reihe feiner zarter Zypressen. Viel Schönes sieht man in ihren Darstellungen der vielgcstalfigcn Völker- und Judeiitvpcn in Jerusalem, Jaffa und besonders in den Siedlungen. Eins der schönsten Bilder und ein wahres Geschenk der Photo-Kunst ist das Bildnis des alten Jemeniten mit seinem Sohn. Der Junge hält den Vater mit einem reizenden Lächeln am Arm fest. Reizend sind die jungen Mütter mit ihren gesunden, gut genährten Kindern auf dem Arm. Eine junge Siedlerin in Nahalal half gerade eine gefangene Henne an den F'iißen fest im Arm. Das Gefieder, weich, in allen Einzelheiten malerisch vollkommen, läßt fast vergessen, daß die photographische Platte immerhin Technik ist. Auch eine Frühlingswiese mit zartem Gras und die Bilder mit den seltenen Wolken zeigen, daß es sich hier um Photokunst handelt. Sehr interessant sind die Aufnahmen aus den alten Araberstädten: Ein Schildermaler sitzt an der Straße mit seinen Bildern, die diesmal zum Wandschmuck dienen sollen, nicht weit davon kommt ein europäisch gckleidetcr arabischer Kaufmann des Weges und man zweifelt, ob er nicht vielleicht ein russischer Jude ist. Auf einem andern Bild sicht man den gewebten Turban des bucharischen Juden. R• M. Eine Generalversammlung des Verbands polnischer Juden fand am 3. November in den Musiker-F'csfsälen statt. Der stellvertretende Vorsitzende, David Fisch, eröffnete die Versammlung. Nach Erteilung des allgemeinen Berichts durch Herrn Fisch und des Kassenberichts durch Herrn Zucker wurde die Entlastung einstimmig erteilt. Hierauf wurde die Walilkomnmsion gebildet, in deren Namen Dr. Traub folgende Kandidatenliste verlesen hat. Gewählt wurden folgende Herren, die jetzt den Vorstand bilden: Isaak Kornteid, Vorsitzender; Naftali Rosenfeld, 1. stcllvertr. Vorsitzende? und Generalsekretär; Bernhard Florenz, 2. stcllvertr. Vorsitzender und Schatzmeister, ln den weiteren Vorstand wurden gewählt die Herren: Max Grebler und Gr. Leo Merk in. ln die Kontrollkommission wurden gewählt: Michael Drimnier, Markus Isler, Abraham Stur m. Von der Jüdischen Winterhilfe Die Jüdische Winterhilfe benötigt dringend weitere Sammler für den Westen. Meldungen erbeten unter Dl 6711, App. 50, Abt. Flaussammlung. Die Ausgabe der Pfundspendenpakete für Dezember 1036 erfolgt ab 2. Dezember. Ausgabeorte und -Zeiten sind im Gemeindeblatt veröffentlicht. ITie Jüdische Winterhilfe hat in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Wohlfahrtsamt Berlin 11 Wärmestubeu eröffnet. Die Abteilung Angestclltenspende der Jüdischen Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin bittet die Vertraucnsicute der Angestclltenspende in Betrieben bei Ein- Sendung der gesammelten Beträge die Bezeichnung ״Angestelltcnbciträge“ nebst Firma auf den Zahlkarten zu vermerken. Die Sammlungen der Jüdischen Winterhilfe werden nur an den in den Jüdischen Zeitungen vorher angekündigten Sonntagen durchgeführt. Jeder Sammler ist mit einem roten Lichtbildauswcis versehen. Postscheckkonto der Jüdischen Winterhilfe: Berlin 934 46. Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen Frauen-Arbeitsgemeinschaft fflr Palästina: Im Rahmen des Propaganda-Monats: Wizo-Nachmittage im Heim, Wittenbergplatz 3 a: Am 26. November, 16.30 Uhr, Dr. Eva Lübeck: Unsere Wizo-Alijah. *— Die Gruppen Nord und Ost. treffen sich jeden Dienstag, 20.30 Uhr, im Heini, Ro^ nthaler Sir. 44, zum Tee. Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Lilly Glaser: ZionistLrho Ge-a׳hirlm־, — Gruppe Nordwest: 30. November, 16.30 Uhr, bei Frau Singer, Lessingsfr. 50: Das Araherproblcnn Leitung: Frau Schmierer. Gaste willkommen. —■ 28. November, 20 Uhr. im Heim Wittenbcrgplatz 3 a: Dr. Eva Lü* herk: Unsere Wizo-Alijah; unsere Wizo-lnstiiutionen; Eindrücke aus Palästina. (Nur Kir geladene Gäste.) Hebräische Seminare der 8ZV. Jeden Sonnabend, 17.30 Uhr, Kant- Straße 54. Piolite der modernen bcbrHisrhcn Literatur (!Wendeln. Rialik, FtLchmunn, Tsd1er11irho\v>ki, Schneur, Sehlonsky, Rachei u. a.). Dr. S. Kalcko. —■ Uni einem gröberen Kreis das Verständnis der Bibel zu erleichtern, wird im BibcUeminar von Dr. BorodianT! (jeden Sonnabend. 19 Uhr) ein historischer Abschnitt gelegen, und zwar Samuel II. — Jeden Sonnabend. 19.30 Uhr, Kantstr. 54, Etymologie der hebräisehen Sprache. Dr. M. Broser. Hebräische Kurse der BZV. In nächster Zeit beginnen neue Anfangerkurse iin Heim. Kantslr. 54, im Heim, Goltzstr. 21, in Steg, liu sowie in Neukölln. Anmeldung und Auskunft: Kuiturabtcibmg der BZV., Mcinrkcsfr. 10 (J 1 9031). Lehrstätte Cb- N. Bialik der BZV. ,,Der Chassidismus“ (Dr. Max Nußbaum), am 24. November, 20.30 Uhr, Aula, Joachime Haler Straße 13; 1- Abend: ,,Die chassidLche Bewegung“. — ״Gaiuth- Zentren — Schick-at und Gesicht“ (Dr. Joachim Prinz), am 25. Novemher, 20.30 Uhr, Loge, Klciststraße; 2. Abend: ״Cordoba“. —י ״Bilanz der jüdischen Gegenwart“, am 30. November, 20.30 Uhr, Kantstraße 54; 3. Abend: Boris Ki.-enstadt: ״Die kulturelle Sitnation“. — ״Die Frau in der jüdischen Literatur“ (Dr. t h. Borodianski), am 30. November, 20.30 I Mir, Mcinekestr. 10; 1. Abend: ״Die Frau in der Bibel“- —־ Kurs XI: ״Grundlagen der enghVhen Weltmacht“ wird wegen Erkrankung des Referenten verlegt. Neuer Termin wird noch bekanntgegeben. — Auskunft: Kulturabtcilung der BZV., Meinekestr. 10 (J 1 9031, Apparat 79). Ergänzungskurse >יTalmud-Thora welaschon“ (Nachmittagskurse für schulpflichtige Jugend). Seit etwa zwei Jahren besteht beim Bezirk Zentrum der BZV. ein ״Minjan Iwri“, das sieh zur Aufgabe gemacht hat, die Gebete in sephardischer Aussprache vorzutragen und den Beteiligten jüdisches Wissen in der Ursprache zu übermitteln. Einen wichtigen Teil beim Minjan Iwri nimmt das Tenachiernen im An- Schluß an das Schabbat-Mnrgrngebet ein. Der Beginn mit dem He״ brhischlcrnen im 13. Lcben-iahr kann za keinem vollen Erfolg führen- Mit der Gründung der Krganzungskurse erfüllen wir den Wunsch jener Kreise, die ihre Kinder mit der Urquelle jüdischen Wissens vertraut machen und glciHizei!ig das Hebräische als lebendige Sprache pflegen wollen. Die ->v0en!;1!i-׳■■he Lelirweisc ist durch pädagogische Lehrkräfte gewährleistet. Wir hoffen, hei genügender Frequenz die K11r>e autbauen zu können. Anmeldung jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr im Heim K o.-emhaler Str. 44 1, Misrachi. Am 25. Nnveuihcr, 20.15 Uhr. Restaurant Gabel, Neue Promenade 3, Vortrag׳ RaM>. Dr, Harn* Lcvy über: ״Franz Rosenzweig, der Denker einer neuen Generation“. Voranzeigen Jüdisches Lehrhaus (W 50, Marburg«־ Str. 5 III; R4 5587). I>onner.«tag-Rcihe ״Autfni1.it“, 26. November. 20.30 Uhr, Brüdervereinshaus; Bruno Straub s!״:rht über: ״Eltern und Kinder“. —- Montag-Reihe ״Geualtrn der Bilrel‘*, 30. November, 20.30 Uhr, Aula. JoseLimohaler Str, 33; M.<x Nu ljb.m!n: ״Saul und David**• ־— Arbeitskreis für svnu0Mg.ee Mudk. 1. Dezember, 19 Uhr. Marburg«׳ Straße 5111; Referat Hann-, John Jacobsohn: ,.Der Alltags- Gottesdi(־n-,t und die primidxon Elemente der synagoga’en Melodik“. •— Tcnninverlegung: Arhmt.gemcmschaft, Epp.stei &: (Achad Ilaam) beginnt erst am 13. Januar, Die Kollektiv-Ausstellung von Julius Rosenbaum findet: im K, C.- ] leim, Tauentzieiuir. 11 2 ׳Ir״ bis zum 6. Dezember statt. Täglich geöffnet von 11—15 Uhr. Fimiitt frei. Dela Upinskaja: 3. Gastspiel am 6. Dezember im Bachsaal■ Vereine Selbsthilfegruppe jüd. Körperbehinderter in Deutschland. Mitglieder- Versammlung 1- Demnhc119.30 ,׳ Uln, jMlnr!r!U*t.r. 16. Dr* Ocihard NIamlok spricht liHer ״JüdUehr Männer und Frauen der Tat“. Sprechzeit für alle pld. Kotj)f־rbchind‘־־rtrn und de!en Angehörige, auch INichtmitglicdcr, koOenhci Mmdag vnn!1 .-13 Uhr oder nach telcphon. Ycreinham ng (( 9 'lilo W.iidmiberg-Sir. löptr. (Heymann), — Synagogenverband Berlin, Gruppe Lindenstraßc. 24. No- \embcr, 20 Uhr, ] io'rl K׳m:g ^־יי! Portugal, Burgar■ 16• Vortrag Dr. War-cbaurr: .,Jen! *:dem F i:׳;' ,y Seid־'׳. — Jüd. Religion»- ,verein Friedenau Sieglitz und jüd. Frauengruppe der stidwestl* Vororte. Am 30. Novt-mU2 ,!־c 1!: r, 1 ■tr. 21, Vottrag Rabbiner Dr. Winter: ״Pan Rund^ang dm, u dm OynjgMgen Berliiu1־« Familien-Nachrichten Hw Max Mannheim, V<״_;m 1, LeribarhitraiSe 10, beging am 22. Neyfrnher den HO. <ir0urt,3־n. Zur Erleichterung für unsere Anzeigen - Kunden haben wir noch eine weitere Annahme-Stelle für Fa m il I en-Na ehr 1 chten und onatige Gelegen heitaanzeig•׳» Im Zentrum Berlins •Ingerichtet Qeschäftsatunden täglich 9—18 Uhr Schützenstr. 52 STELLENMARKT UNTERRICHT UND ERZIEHUNG ANGEBOTE Junges Mädchen mH höherer Schulbildung, Kir 2 Kmhen, die mich Hausarbeit übernimmt, gesucht. Familienanschluß zugesichert. Bewerbungen, mogl. m. Bild u. Gchalts-mipr. nach Liegnilz, Schließfach 30. Für Mittlerem - Hachschara - Kibbuz in der Nahe Berlin# (ca. 50 Jugendliche) wird geeignete Wirtschafterin feftUCht. Ausfuhr!. Bewerbungen m. ild, Zeugnisfsbechr. u. Gchsltswispr. u. P 421 o. d. Anz.-Aht. d. jüd. Runrkch. Gesucht;?ä,..wenen über 20 Jahre zu 2 Kindern von 6 und B Jahren, die gewillt ist, auch im Haushalt mitsubclfen. Hausmädchen vorhanden. Frau L »cle Meyer, KPftfSltt« Am hoben Haus 3 Hausbaitshiiie kinderlieb, per sofort verlangt. llebereohn, Zwickau i. Sa., Bahnhofs tr. 2t Hausgehiinn ar־ Ruthe für 4-7immcr-Komfort-I־Uushalt, 3 Personen. Angemessene* Gehnit. l»aoc, Bln.-Chartottenburg, Reichsatr. 103 Hausgehilfin jüngere, mit Kochen (nicht rituell), die bereits in besseren Hausern in Steilung war, per 1. JitmJsr oder früher gesucht. Wendelsohn, Brückenallee 4. Tel. C S 406$ JOnoere stotzs die gut kochen kann, und HaaimXdcheti möglichst mit Nähkenntnissen in kleine* Einfamilienheim gesucht. 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Spanlich Englisch Saragosas, Oxford• Staatl. geprüft, preijw, (auch Schnellkurse). Mas1«• Itsinhtrg, J 1 Bismarck 5425 rrhiai - scnmiaeruiiierrictit Nähen, Schn! ttselchnen» Zaschneiden, A*»abcss®r»׳ Toni woiff. Msßntannstr. 7, G2 49f^e E N G LI S H 8 4 8450 8. Enjllali Callas Stud. KüPiüfsiendamm Kinderheim miciiendor! D.Banin Telefon: Michendorl 304 — Oliva 5354 Eltern, di© für ihr© Kinder da» g « ©ig rietst© l© h ri n 11!tu» *udt©n, btH©n wir be* einer Anford »rung von Prospekten au »drOcklich auf di© in dar Jüdischen Rundschau v©röff*nfli*N» Anzeig• &©- zog zu nehmen Kartidirift, •uds fremdapr. Maschinentchreiben. Buchführ.. Sprachen, Handel»־!cchrerin Friediinti, ioadümathaler Str. J2 Tel. 1 J 1 Bis». 5817. Irtftfc «p J9*r ©epllelt l©ftd©n,prakt. Convezi. *ehe Heu* J 6 0570 Engländer j 1 Bismarck 064J Anzeigen - Annahme - Schluß für die Di• n st g-Nt!mm e r Montag, 10 Uhr lür die Freitag-Nummer Mittwoch, 13 Uhr für Familien-Nachrichten bis zum Tage vor Ertcheitea 13 Uh-