Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 78-79 (30.9.1936)
- Date
- 1936-09-30
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2653996--29599-2691134- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
hrung und Fortschritt in schwerer Zeit Das jüdische Dorf istein Hauptträger der Lebensmittelversorgung des Jischuw geworden. Die mit Gemüse bebauten Flächen wurden seit April 1936 verdoppelt. E^ine städtisch« Massensiedlung von Juden, *׳-־ ohne eigene Landwirtschaft im Rücken, hätte die schwieligen Monate der Unruhen nicht überstanden. Es ist unseren Gegnern nicht gelungen, die jüdischen Städte durch des Streik auszuhungern; die jüdische Landwirtschaft hat sich bewährt. Wenn sie auch in vielen Zweigen noch nicht imstande ist, den vollen Bedarf des Jischuw zu decken, so hat sie doch in bezug auf Frischgemüse u. a. eine entscheidende Rolle gespielt. So waren diese Monate in sich eine große Aufklärungsaktion für die Stadtbevölkerung. ln dem raschen Wachstum der letzten Jahre hatte sie nicht sofort den unlöslichen Zusammenhang der jüdischen Stadt mit dem jüdischen Dorf erkannt und nicht durch regelmäßigen Absatz eine raschere Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft gefördert. Heute aber versteht man, daß die Verkaufspredukte der jüdischen Absatz- Genossenschaft ,,Tnuvah“, in der die meisten Kolonien organisiert sind, ein nationales Programm bedeuten, Und daß der von Juden bearbeitete Boden des KKL die Existenzgrundlage des Aufbaus ist. Phot. Z. Kluger, Tel Aviv