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Jüdische Rundschau · 1936-09-30 · Heft 78-79 (30.9.1936) · page 32

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 78-79 (30.9.1936)
Date
1936-09-30
Page
– (sequence 32)
Language
German
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/׳>!/׳/. f\o.sltii, irl .\t’U> Zum Neuen Jahr T n diesen Tagen geben sich Juden allüberall in der Weit Rechenschaft und richten ihre Herzen auf die Hoffnungen und Aufgaben jüdischen Lebens. Im Mittelpunkt steht, stärker als je zuvor, das Aufbau-Werk in Erez Jisrael. Viele hatten sich fast gewöhnt, es als fertige Tatsache hinzunehmen, als mühelos aufnahmebereites Einwanderungsland. Nun ist eine große Erschütterung über Paläslina hinweggegangen, und die politischen und ökonomischen Probleme dieses einzigartigen Koionisationswerkes sind in ihrem vollsten Ausmaß neu aufgerollt worden. Keinem Volk noch ist sein Land ohne Kampf und ohne Opfer zugefallen; unserer Generation sind vom Schicksal die ersten Kämpfe und Opfer des Palästina-Aufbaus zugeteilt worden, denen sicherlich noch viele, viele folgen werden. Wer die harte Voraussicht Theodor Herzls und den Ernst der Reden von Weizmann und Ussischkin nicht verstanden hat, ist jetzt durch einen Anschauungs-Unterricht von vielen Monaten belehrt worden, was jüdischer Aufbau heißt. Uns wird nichts geschenkt, nichts bleibt erspart, alles ist auf unseren Willen, unsere Gläubigkeit und Kraft gestellt. Die Mehrzahl der Juden in Deutschland ist spät und in einer ihrer Schicksalssturiden in die Sphäre des Aufbauwerkes getreten. Fast Vierzigtausend sind in den letzten drei, vier Jahren von Erez Jisrael aufgenommen worden. Sie kämpfen und dulden heute drüben mit wie der übrige Jischuw, sie machen das Land der Väter nun zu ihrem Vaterland. Wie sie nicht mehr bloß Nutznießer, sondern wahre 1 räger des Aufbaus geworden sind, müssen wir alie das Volksfundament verstärken, das Palästina trägt. Nicht aus Opportunismus oder Anstand, weil heute jede Familie drüben Angehörige hat und auch wir einmal den Weg ins Land gehen werden; sondern aus der Erkenntnis, daß Palästina die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes ist, und die große sittliche Aufgabe des Juden unserer Zeit. Der Keren Kajemeth Lejisrael ruft zu Rosch-Haschanahdie Juden in Deutschland auf, das Aufbau-Werk in dieser Stunde mit verstärkten! Kräfteeinsatz weiterzutreiben. Es wird nicht zu einer Hilfsaktion im üblichen Sinne aufgefordert. Gewiß — die Wirtschaft des Landes hat durch die lange Dauer des arabischen Streiks gelitten, und natürlich ist auch der jüdische Sektor an vielen Stellen stark betroffen worden. Aber der Jischuw hat einerseits auch wichtige Positionen und Arbeitsplätze erobert und geschaffen, und er hat andererseits kundgegeben, daß eine Wohltätigkeits-Aktion nicht erwünscht ist. Notig sei hingegen eine intensive Förderung der Grundlagen für neuen Aufbau. Das ist ein würdiger und wichtiger Hinweis. Diese Bilder nun wollen ein Bild von Palästina in diesen Tagen geben, ein Bild von den positiven Kräften, die unbeirrt am Werke sind. Der Keren Kajemeth Lejisrael und der Keren Hajessod, der Boden-Fonds und der Aufbau-Fonds vor allem haben ihre 1 ätigkeit in diesen Monaten verdoppelt, und die folgenden Bilder sollen Zeugnis davon ablegen. Unbeugsam im Gefühl unseres Rechtes dürfen wir alle wie der Jischuw nur eine Antwort auf die Ereignisse des Jahres 1936 geben — konstruktiven Aufbau. Die Ereignisse werden Episoden in unserer Geschichte bleiben. Der Aufbau ist unsere Geschichte. J)r, Juse/H ei/: Englisch und jü Agitato! Die jüi das A

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