Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 27-28 (3.4.1936)
- Date
- 1936-04-03
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 27/28, 3. IV. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Salt® 25 yn a■^ ®ף■ 22^ ן BERLIN WM MBINEKESTIUISSB10 J 1 BISMARCK 710S BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG DEN 5.April 1936 Tsch/Garf פסח תרניו An alle Berliner Zionisten Sehr geehrte Gesinnungsgenos s en צ eine Minderheit von Juden trägt seit Jahrzehnten die materielle Last des Palastina-Aufbaus•Zehntausende wandern alljährlich in Palästina ein, Hunderttausende warten ungeduldig auf ihre Uebersiedlung, aber nur wenige Tausende ermöglichen durch ihre materiellen Opfer den Aufbau des Landes. Dieses Missverhältnis muss beendet werden. Das grosse Werk braucht die Kraft des ganzen jüdischen Volkes. Es braucht jetzt dringend weite Bodenflächen, auf denen neue, aufnahmefähige Siedlungen errichtet werden können• Hierzu aber müssen alle Juden ihren gerechten Teil beitragen. Wir haben daher beschlossen, das System unserer Arbeit für den Keren Kajemeth Lejisrael, den Bodenfonds unseres Aufbauwerkes ,zu ändern. Ichon bei der diesjährigen Pessach-Aktion des KKL in der Zeit zwischen dem 5•und 26.April werden sich KKL-Vertrauensleute an alle jüdischen Fa - railien in Berlin wenden. Wir appellieren an alle Zionisten,in der Pessachzeit überall unter den Berliner Juden als Propagandisten des KKL zu wirken und sich den KKL - Vertrauensleuten als freiwillige Helfer zur Verfügung zu stellen. Weite Bodenflächen kann der KKL heute in Palästina erwerben. Durch ihn kann Raum geschaffen werden für Hundert tausende. Es muss uns Zionisten möglich sein, die Juden davon zu überzeugen, dass die Schaffung eines neuen Lebensraumes in erster Linie von ihnen selbst, von ihrer Einsicht und ihrer Opferbereitschaft abhängt• Die Zeit, in der die Mehrheit der Juden in Deutschland den Anstrengungen, einer idealistischen Minderheit gleichgültig zusah, ist vorbei. Jeder Jude,und erst recht jeder Zionist, weiss heute, dass wir, wie schon einmal vor Jahrtausenden, keine Zeit zu verlieren haben, dass jeder Tag, an dem an unserem Werke nicht weiter gebaut wird, einen schweren Verlust für alle Juden bedeutet.? אם < א עכמייו איסתיי 3 c h a 1 0 m BERLINER ZIONISTISCHE Der Hauptvorstandj IGUNG POSTSCHECK: BERLIN 37830; BANK: VOLKSBANK IWRIA E.0.M.B.H., Berlin C 25