Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 16 (22.2.1935)
- Date
- 1935-02-22
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ip* JÜDISCHE RUNDSCHAU Sport - Rundschau NR. 16, 22, FEBRUAR 1935 Zwei Makkabi-Meisterschaften pas große Makkabi - SchWl'mmfeSt (HK. Leipzig); Kunin I-Giatt Hannover). — Ski Die Skimeisterschaften am Keilberg wiesen in allen Konlurrcnzen außergewöhnlich gute Beteiligungen auf. Bei schönstem Winterwetter und einer Schneeiage von etwa zwei Metern konnten die Kennen in allen Klassen programmgemäß erledigt werden. Die Hauptrennstrecke über 18 km für die Senioren wies nur kurze und steile Abfahrten und schwierige und lange Aufstiege auf. Hammer (Dresden) wurde in der Zeit von 1 Std. 2ft Min. 10 Sek. Ueberraschungssieger. Zweiter wurde Granat (Berlin), der 1.31,58 brauchte. Weil-Frymer (Frankfurt im Main), der bisherige Makkabi-Meister, konnte nur als Dritter in 1.41 das Rennen beenden. In der Seniorenklasse II gelang es Heymann (Tennis- Club Bar Kochba), Berlin, seinen vorjahrigen Makkabi-Mcistertliel wieder zu gewinnen. Er benötigte für die gleiche Strecke 1.43,35. Bei den Damen wurde die außer Konkurrenz startende Wally Abeles (Karlsbad) Erste. Die Makkabi-Mcisterschaft holte sich Lotte Einhorn (BK. Berlin), Zweite Gerda Dahl (Tennis-BK. Berlin), Dritte Anna He mp-Weih ermann |BK. Frankfurt a. M.). Junioren I. 6 km, Sieger: M. Einhorn, 46,55 Min. Junioren II, 6 km, Sieger: Goldstein, 50,04 Min. Junioren III, 6 km, Sieger: Ernst Kahn (Bamberg), 60,04 Min. Der Abfahrtslauf führte über eine Strecke von 1,7 km IHid einen Höhenunterschied von etwa 303 m. Die Brüder Walter und Ernst Kahn (Bamberg, jetzt Tennis-Club Bar Kochba) zeigten klare Ueberlegenheit. Es folgten der Junior Max Einhorn (BK. Berlin), Granat (Berlin), Weil- Frymer (Frankfurt a. M.) und H e y m a n n (Berlin). Makkabi-Meister wurden in der Klasse Sen. I W. Kahn und in der Klasse Sen. II K. Hey mann, der somit die Doppelmeisterschaft im Abfahrts- und Langlauf erlangt. Die Damen hatten im Abfahrtslauf die gleiche Strecke Zu laufen. Die Makkabi-Mcisterschaft errang Frau H c m p (Frankfurt a. M.) in der Zeit von 2,13 Min. vor Lotte Einhorn (Berlin), 2,17 Min., und Jetty Salomon (Chemnitz), 2,51 Min. Den goldenen Ski gewann in der Hauptklasse I für die beste Note in der Kombination — Langlauf- und Abfahrtslauf — Sigm. Granat (Berlin) und in der Hauptklasse II Kurt Heynun n (Berlin). Tischtennis In Frankfurt a. M. führte Bar Kochba Frankfurt die diesjährigen Makkabi-Tischtennismcisterschaftcn durch. Ergebnisse: Herrcneinüel: Meister Scherek (Hrigilfür Berlin); 2. Eliasscwitr (Hakoah Köln); 3. Sehwar/.sehild (BK. Frankfurt) und Briegcr (HK.-Ilakoah Berlin). — Herrendoppel: Meister Fachlcr-Seherek (Hagilxir Berlin); 2. Schul-Üstrowska (HK." Hannover); 3. Langsum- Woitf (llagibor Berlin) und Kekstein-Schimrncl (BK. Frankfurt). — Ucutisehtes Doppel: Meister Frau Batim-Schinerler 2. Frl. Ruth Schul-Schut (BK. Hannover); 3. Frl. (BK. Leipzig) und Frl. Resi Schnl-Ostrowka (BK. Senioren ICinzel: Meister Henry SchwarwcWM (BK. Frankfurt):?.-Ludwig Priectaftrwr (BK.- Frankfurt); >3. -Albert Mayer. („Uns" -N.knberg) und Ferdinand Meyer (BK, Frankfurt). — Hatnen-Finzel: Mieterin Frl. Ruth Schul (BK. Hannover); 2. Frau C. Baum (B1C Leipzig); 3. Frl. Ktmir, I. (BK. Leipzig) und Frl. Resi Schul (BK. Hannover). — Herreneinzel, Klasse B: Meister Artur Ilalbersu<k (BK. Frankfurt); 2. Rabinowitz (BK.-Hakoah Berlin); 3. Keßler und Deutsch (beide BK. Frankfurt). — Herren-Doppel, Klasse Ii: .Meister Deutseh-l!allx*rstadt (BK. Frankfurt); 2. Schnl-Radomysler (HK. Hannover); 3. Albert Mayer-Rosenfelder („Itus" Nürnberg) und llirschberg-Diamant (BK. Hannover). — Gemischtes Doppel, Klas«e B: Meister Frl. Ruth Katz-Keßlcr (BK. Frankfurt); 2. Frl. R. Hcuberp,er-\Vohlfarth (BK. Frankfurt); 3. Frl. R. Introligator-Adlcr und FrL Friedmann-Halbcrstadt (BK. Frankfurt). — Damen-Einzel, Klasse Ii: Meisterin Frl. Ruth Katz (BK. Frankfurt); 2. Frl. Kunin II. (ÜK, Leipzig); 3. Frl. R. lleubergcr und Frl. H. Mayer (beide BK. Frankfurt). — Mannschafts-MeL-terschaft: Meister llagibor Berlin; 2. Bar Kochba-Hakoah Berlin; 3. Bar Kochba Frankfurt und Bar Kochba Leipzig. Ergebnisse vom 17. Februar Makkablah - Fußballmannschaft In Barlin Das Spiel der Makkabiah-Mannschaft gegen die Auswahlmannschaft des Bezirkes Berlin-Brandenburg litt unter der ungünstigen Witterung, die es unmöglich machte, ein klares Bild über die richtige Stärke der einzelnen Spieler zu erhalten. Trotzdem war zu erkennen, daß z. B. Hcrsch, Würzburg, als Mittelläufer sehr gut war, wenn er auch zu einseitig die linke Seite bediente. Hervorragendes zeigte C i s i n s k i> der wohl der beste Läufer auf dem Platz, war. Im Sturm konnte einzig F a l i k den Ansprüchen voll genügen. Allerdings muß man hier den starken Sturm in Betracht ziehen, der eine Kombination fast unmöglich machte. Als endgültige Teilnehmer der Fußballmannschaft dürften nunmehr folgende Spieler gelten: Torwächter: Schau! (Berlin), Ball (Breslau); Verteidiger: Sperber (Berlin), Kohn (Mannheim), Schwarz (Düsseldorf); Läufer: Neumann (Berlin), Hersch (Würzburg), Cisinski (Leipzig), Sieratzki (Leipzig), Weiß (Berlin), Grünebaum (Frankfurt); Stürmer: Sattler (Berlin), Falik (Dresden), Raffe (Leipzig), Zwickler (Mannheim), Kleinmann (Würzburg), Attermann (Duisburg), Weinstock (Leipzig). Sonstige Spiele: Hakoah II gegen llagibor III, llagibor nicht angetreten; BK.- Hakoah Alte Herren gegen BSG. Alte Herren 9:1; BSG. IV gegen llagibor V 0:8; BSG. Tugend B gegen Hagibor Jugend B 3:5. Handball Bar Kochba-Hakoah II gegen BSG. II 6:2; Bar Korhba-Hak^ih III gegen Iwria 7:0: Bar Kochba-Hakoah V gegen JTSC, 05 V 1:8; JSK. 1 gegen JTSC. 05 I. Jugend 12:0. Frauen Bar Kochba-Hakoah III gegen Damen-Ruderklub I 8:0. Frankfurter FuBball BK. Frankfurt II gegen BK. Idar-Oberstein 6:2 (1:1). FuBball In Mitteldeutichland Makkabi Zwickau gegen Makkabi Chemnitz II 0:3; Makkabi Zwickau gegen Makkabi Chemnitz II 3:3; Makkabi Zwickau gegen Schild ChemniU I 6:2. Rugby In Glelwltz BK. Reuthen gegen BK. Gkiwiti 2:0. Erste Internationale Klasse am Start Dem jüdischen Schwimmsport in Deutschland wird vom Deutschen Makkabikreis am kommenden Sonntag ein Schwimmfest beschert, das von internationaler Bedeutung ist. Treffen doch eine Reihe von Makkabi-Sch wimmern aufeinander, die schon bei den großen internationalen Schwimmfesten, bei den Europa-Meisterschaften und bei den Studenten-Weltmeisterschaften ihre Kräfte gemessen haben. Hagibor- P r a g und VA C. - Budapest haben ihre besten Leute entsandt. Die führende Rolle Hagibors-Prag im Schwimmsport seines Heimatlandes erhellt am besten die Tatsache, daß dieser Klub seit mehreren Jahren ununterbrochen die Staats- Meisterschaftder Tschechoslowakei für Schwimmen innehat. Eine seiner besten Waffen hat er in Dr. Steiner (Bar Kochba Preßburg), dem diesjährigen tschechischen Meister im 100-m-Freistil. Steiner ist auch schon bei den Europa-Meisterschaften wiederholt hervorgetreten, so wurde er 1932 im 100-m-Crawl-Schwimmen Dritter. Auch die Studenten-Weltmeisterschaft über diese Strecke hat er schon an sich gebracht. Er dürfte für eine Zeit von 1,01 Minuten gut sein. Auch Getreuer, der bei den Europa-Meist erschaffen 1932 hinter Steiner Vierter wurde und im Endlauf des 403-m-Crawl-Schwimmens war, wird für Hagibor an den Start gehen. Er konnte in diesem Jahre bei den tschechischen Meisterschaften den zweiten Platz im 100- und 200-m-FreistiI belegen und die Meisterschaft über 1500 m an sich bringen. Der Studenten-Weltmeister von 1933 in Turin, Abeles, tschechischer über 200 m Brustschwimmen, wird ebenfalls eine Rolle spielen. Im ganzen sind sieben Meldungen vom tschechischen Makkabikreis eingegangen, unter denen sich auch der bekannte Schwimmer Po 11 a k o f befindet. Auf das Zusammentreffen der tschechischen Schwimmer mit den Makkabi-Schwimmern aus Budapest, die auch erste internationale Klasse darstellen, darf man sehr gespannt sein. In S z 6 k c I y der nach Baranvi Ungarns bester Schwimmer ist, bringen die Budapester Makkabiletrte einen Mann mit, der sich bei allen internationalen Kämpfen behauptet hat. Er ist Mitglied der bekannten ungarischen 4x200-m-Europa-Rekord Staffel und hat sein Land schon zweimal auf der Olympiade vertreten. Auch die Studenten-Weltmeisterschaft im 100-m-Crawl konnte er gewinnen. In seiner besten Zeit ist er 1,01 geschwommen und man darf, nachdem in letzter Zeit ein gewisser Leistungsrückgang bei ihm zu bemerken war, neugierig sein, ob er sich der Berliner Schwimmgemeinde in Hochform zeigen wird. Der ungarische Strommcister S z a b o ist noch unter der vierköpfigen Mannschaft, die VA.-Budapest entsendet, zu nennen. Die jüdischen Schwimmer Deutschlands werden einen schwcrei: Stand haben. Vielleicht kann Qoldschmidt (Bar Kochba Frankfurt), der bis vor kurzer Zeit noch für „Schild" Frankfurt startete, im 20Ü-m-Brustschwimmen auf Erfolg hoffen. Um den Schwimmern des RJF. Gelegenheit zu geben, gegen internationale Klasse zu starten, hat der Deutsch« Makkabikreis den Sportbtmd des RJF. zu diesem Schwimmfest eingeladen. Der RJF. ist dieser Einladung mit seinen besten Schwimmern gefolgt. Das Abschneiden des veranlagten Bernd Meisel (BSG.) interessiert. Großes Interesse beansprucht auch das Zusammentreffen der RJF.-Schwimmerm Lolo Bär mit den österreichischen Makkabi-Schwimmerinnen Hcdi Biencnfeld-Wertheimer um! Fritzi Deutsch, die bekanntlich mehrere österreichische Rekorde halten und Oesterreich schon verschiedentlich auf internationalem Forum vertreten haben. Leider liegt eine endgültige Zusage für den Start der österreichischen Makkabi-Schwimmerinnen noch nicht vor. Das Schwimmfest, das im Stadtbad Wedding, Gerichtstr. 65, nachmittags 4 Uli r, zur Abwicklung gelangt, ist die erste internationale jüdische Schwirnmsportveranstaltnng in Deutschland und wird die jüdischen Schwimmer Deutschlands vor schwere Aufgaben stellen. Spectator Was bringt der Sonntag? Berlin Handball Sportplatz Grunewald: 9.30 Uhr: Bar Kochba-Hakoah IV Regen JTSC. 05 II. Frauen; 10.45 Uhr: Bar Kochba-Hakoah II gegen* Iwria I; 1.15 Uhr: Bar Kochba-Hakoah II gegen Damen-Ruderclub 1. Frauen; 2.30 Uhr: Bar Kochba-Hakoah III gegen JTSC. 05 I. Knaben. Sportplatz Schönholz: 11.45 Uhr: BSC I. Jugend gegen Bar Kochba-Hakoah III. Jugend; 1 Uhr: BSG. II gegen Bar Kochba-Hakoah III. Fußball Nach der Unterbrechung des letzten Sonntags werden die Rtmdenspiele. der I. Klasse »mit den Spielen Bar Kochba-Hakoah iB — JSK. und Hagibor IB — B S. G. fortgesetzt. Die Spiele finden im Rahmen einer Doppelvcranstaltung um 12.50 Uhr bzw. 2.30 Uhr auf dem Sportplatz am Schäfersee statt. Weitere Spiele: Sportplatz am Schäfersee, Platz 1: 9.30 Uhr: Hagilmr IV gegen Bar Kochba-Hakoah Alte Herren; 11.10 Uhr: Hagibor II gegen JSK. II. Sportplatz Niederschön hausen: 11.10 Uhr: BSG. Alte Herren gegen Bar Kochba - Hakoah IV; 12.50 Uhr: BSG. Jugend A gegen BSG. Jugend B; 2.30 Uhr: BSG. II gegen Hagibor III, Turnen für die II. Makka- Kochba-Hakoah, Halensce. Ausscheidungsturncn bläh in der Turnhalle des Bar Beginn vormittags 10 Uhr. Waldlauf Dritter Lauf der Waldlaufscrie des Bar Kochba-Hakoah: 11 Uhr: Frauen, Mädchen. Knaben, 1 km; 11.15 Uhr: Alte Herren, Jugend, 3 km; 11.45 Uhr: Nclxwfmrt (Boxer, Ringer, Ruderer, Ballspielcr, Turner), 3 km; 12.15 Uhr: Ilauptlauf, Manncr, 7 km. Meldungen zu den Einzelklassen eine halbe Stunde vor dem Start auf dem Grunewaldsportplatz. Boxen In Breslau Im großen Saale der Gesellschaft der Freunde, Neue Oraupenstr. 3/4, findet um 20.15 Uhr ein Klubkampf des Makkabi Berlin gegen eine Auswahlmannschaft des Bar Kochba Breslau statt. Den Hauptkampf des Abends bestreitet Max Hochhäuser gegen den Berliner Stadt« 1 ä n d e r. Fußball in Westdeutschland Makkabi Düsseldorf — Hakoah Essen in Düsseldorf. Hakoah Dortmund — Itus Duisburg in Dortmund. Maccabl boxt am 27. Februar, Mtisiker-FestsSle, C25, Kaiser-Wilhelm-Str. 31, 20 Uhr, gegen Kölner, Leipziger, Dresdener gute Klasse. Vier Stunden in Spannung Becker, Kurland, Rosenberg als Ringkampf-Sieger im Internationalen Vierer-Turnier Dänische Meister, tschechoslowakische Meister, Europa- Meister, Meister aus Ungarn (von Makkabaea Bratislava und Hakoah Kopenhagen) waren die schweren Gegner für Maccabi Berlin, dessen Ringer bisher wenig Gelegenheit hatten, über lange Distanz zu gehen und sich an tüchtigen Leuten heranzubilden. Die emsigen Aktiven in Berlin können um so zufriedener mit dem Resultat des Abends sein, als sie in Becker den Sieger im Federgewicht stellen konnten. Das Kampfglück wollte es, daß auch die beiden Gast-Vereine mit verdienten Erfolgen in ihre Heimat reisen konnten, da Abraham Kurland den Kampf der Leichtgewichte gewann und Kopenhagen eindrucksvoll zu vertreten wußte. Die Tschechen holten sich im Mittelgewicht (und im gemischten Gewicht) mit Rosenberg ihren Sjeg. Ein außerordentlich guter Zweiter war Lichtenfeld (Tschechoslowakei) und die beiden Zweiten hinter den Siegern sind Reichenberg (Tschechoslowakei) und Paikin (Dänemark). Die von Herrn Luft gut überwachten Kämpfe wurden mit Temperament und Sauberkeit geführt. Wertvoll waren die sportlich geführten Kampfe und die gerechten Entscheidungen. Becker und Reichenberg brachten sich in gefährliche Situationen, verlanden aber geschickt aus ihnen sich zu lösen, und Becker wäre es beinahe gelungen, bis zum gewünschten Endresultat sich durchzuringen. Bei Studinski und Leiserowitsch gab es in der zweiten Kampfhälfte recht leere Augenblicke, was Studinski eine Verwarnung wegen passiven Kämpfens eintrug. Da dieser aber noch im Laufe des Abends stark beansprucht wurde, war diese Einteilung seiner Kraft immerhin verstandlich. Sein Sieg erfolgte mit Stimmen 2 : 1. Steingießer II erlag dem überraschenden Zugriff von Lichtenteid bereits in 45 Sekunden. An dem Sieger war zu bemerken, daß er während seiner ganzen Kämpfe nicht einen Tropfen Schweiß verlor. Steingießer I verlor gegen den geradezu ideal gebauten Kurland, der eine edle Waffe für den Ringkampfsport bedeutet, trotz seiner mächtigen Arme und Beine keine kontrahierten Muskeln hat und sich und seinen Gegner recht mühelos beherrschte. Im gemischten Gewicht hatte Kosenberg (170 Pfund) den ihm um 23 Pfund benachteiligten Grischmann schon in 2 Min. 30 Sek. am Boden und in 5 Minuten hatte Paikin (105 Pfund) den leichteren Goldstein (115 Pfund) unten. In der zweiten Runde hielt sich Leiserowitsch gegen Becker bemerkenswert gut, aber beim Kampf im Stand holte sich nach 12 Min. 13 Sek. Becker einen schließlich schnellen Sieg. Michael Kurland erhielt einen einstimmigen Sieg und zeigte, wie man guten Griffen noch hesser zu entgehen hat. Dann machte Lichten feld mit Punktsieg seinen Gegner Steingießer vollkommen fertig, und dessen Vetter, der sich ausgezeichnet hielt, hatte das Pech, seinen Kampf nicht bis zum Ablaut der letzten Sekunde der 15 Minuten durchzuführen: In 14 Min. und 49 Sek. war Steingießer II entscheidend besiegt. Es war eine ehrenvolle Niederlage! Rosenberg holte sich seinen Sieg einstimmig gegen Paikin, und mit gleichem Resultat war Reichenberg gegen Studinski erfolgreich. Sehr stürmisch war der erste Gang zwischen Michael Kurland und Becker, aber Aktivität und Schnelligkeit retteten Becker das einstimmige Plus. Wenn dessen Bruder Abraham Kurland dann gegen Lichtenfeld (einstimmig) siegte, so darf sich der jüdische Sport freuen, daß man zwei so vortreffliche Leute zur Verfügung hat wie Sieger und Besiegten, der übrigeng auch ein erfolgreicher Boxer war. Schließlich brachte Reichen berg im letzten Kampf des Abends Michael Kurland mit 2 : 1 um den Sieg, Der Spruch der Punktrichter entsprach dem knappen Vorsprung von Reichenberg. Die Kämpfe werden die Berliner gefördert haben. Training und Kämpfe gegen Klub-Kameraden, die man ja zu genau kennt, sind nur Vorstudien für das kommende große Ereignis — die Mak kabiah --, denen dieser große Kampt-Abend gegen die Danen und Tschechen ein höchst erziehlicher Vorläufer war, E, , \ t