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Jüdische Rundschau · 1933-12-19 · Heft 101 (19.12.1933) · p. Seite 992

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 101 (19.12.1933)
Date
1933-12-19
Page
Seite 992 (sequence 6)
Language
German
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Seite 982 7WOTSCTTE "lafWtfffVirAV Nr. 101, 19. XU. 1933 Der Weg der religiösen Chaluziuth O/ieg Sdmbbat Der Sabbat ist der große Einschnitt im Leben der Gruppe- Er befreit für «inen Tag von der schweren Arbeit der Woche und gibt der Seele einen neuen Auftrieb. Der Oneg Schabbat, den ich in Rüdnitz mit erlebte, war ein Zeugnis dafür, welche wichtige Funktion der Ruhetag im Leben einer Gemeinschaft hat'. Schon die feierlichen Vorbereitungen. Trotz ungünstiger Wasscrvcrhältnisse nimmt jeder irn Laufe des Nachmittags ein Bad, die Küche bereitet etwas Besonderes vor, und nach und nach erscheinen die Chawerim in Feicrtagskleidung, d. 11. in saubr-cit Blusen, und die Mädchen in einfachen, aber schmucken Kleidern. Zu den zwei Pctroieumlampen gesellen sich mm zwei Sabbatlichter in einem schlichten Holzleuchter. Das Feiertagsessen wird auf getragen; und nach dem Essen wird gesungen, ln straffen Rhythmen ziehen hebräische und jiddische Lieder am Ohr vorbei. Dann Werdern Barches und Schokolade herumgcreicht; wieder wird gesungen, und die Oberkörper schaukeln und wie”«! sich im Takte der Melodien. Dann nimmt einer Scholem Alcichetn vor und liest eine lustige Geschichte von Tewje, und alle haben ihre Freude an der tragikomischen Redseligkeit dieser köstlich gezeichneten Figur. Und weil es so schön ist, liest er auch noch ein heiteres Kapitel aus dem ״König der Schnorrer“. Und wieder wird gesungen, schier unerschöpflieh ist die Sangeslust, nicht freilich so der Liedervorrat. Und vom Liede führt der Weg geradaus zum Tanz. Platzlieh hält es keinen mehr auf seinem Platze, alle springen auf, bilden einen Kreis, fassen sich bei den Händen unu tanzen Horra. Langsam fängt es an, sie summen eine eintönige Melodie dazu; dann steigert sich das Tempo, immer wilder Word das Gestampfe der Füße und das Klatschen der Hände..,. Epilog Nur einen Ausschnitt aus der Fülle der Beobachtungen konnte dieser Bericht geben Eine eingehendere Betrachtung der Haehscharnh-firuppeii würde noch viele Einzelheiten aus ihrem Leben zu bringe•״ haben. Audi das Waidmannsluster würdigt werden, weil es seinem Aufbau und seiner Zahl nach nicht mit den anderen (kuppen verglichen werden kann. Wir sahen die Vielfalt und die Einheit der Gruppen, Schwierigkeiten der Arbeit, Begeisterung und Idealismus, Wille und Zuversicht; wir heiatischten sie bei ihren kleinen Sorgen und Freuden, hei der Gestaltung ihrer Freizeit, bei der Ausftillung ihrer Abende, bei ihren Diskussionen, bei ihren Liedern und bei ihren Tänzen; wir sahen die Menschen hineingestcllt in zwei Sphären: in primitivste Arbeit und in die komplizierteste Problematik. Aus all diesen Gemeinschafts/ellen wird sich einst die grolle jüdische (iemcinschaft Erez Israel zusammensetzeii: ein Mosaik von einprägsamer Bildhaftigkeit und schillernden Farben. (Einen fit’rieht über Lehen und Ausbildung der Chaluzim in Gut 1 Vinkel bei Erkner f Simon Schockensche Stiftung) veröffentlichten wir in Sr. Sb vom 27. November 1933.) ״Hechalufc״ in Deutschland Wir erhalten folgende Darstellung: 14 000 junge Menschen.... Heute können wir mit großen Zahlen aufwarten. Gestern waren sie klein. Einzelne holten Einzelne in harter Arbeit zu harter Arbeit. Gestern sammelten wir die wenigen willigen Hände, nachten sie tauglich und eroberten mit ihnen Stück um Stück des Rodens Frcz Israels. Geste r 11 formulierten wir; Nur die Erde in Erez Israel ceheirt uns, die von indischen Händen erarbeitet worden ist. lind wir arbeiteten. Wir redeten nicht. Wir hatten keine Zeit dazu. Heute brauchen wir nicht viel zu reden. Wir zeigen riur mit dem Ei 11ger tut bestimmte Stellen der Karte von J'alasli״״ und sagen; ״Jüdische Erde“. Fleute - , fragt!na!1 uns nach dem Wie? — antworten wir: ,,Muhe und Le! len, Ausdauer und Zähigkeit, Kraft Heute - , fragt nnn uns sorgenvoll nach der Zukunft -- antwortet! vor: ״Her?Uchuw hat heute die Kraft, jede Krise 711 iiberstehen. Aber nicht durch Resolutionen! Nicht damit, daß wir 1i;1s indische Volk du/u erziehen, zu warten, bis man ihm ein vorhercretes f and mit Wirtschaften, mit Kultur Heute arbeiten wir mit 14 00!) Menschen Morgen mit der ganzen jungen Generation des dcutscheu Judentums! ' - Sch. Kronberg־. Hachschara aus einem von Tiberlas aus uni 1790 an seine Freunde in Europa gerichteten Sendschreiben des Rabbi Abraham Kalisker Im A t m a nach d es S c 11 0 c k e n - V e r l a g s auf das Jahr Ö694 ist ein Sendschreiben Rabbi Abraham Ka■ liskers aus Tiberias veröffentlicht, das trotz seines Alters von fast /lg Jahrhunderten den Sinn der Hachschara für Ercz-lsrael in treffender U'r/.se formuliert. Wir sehen daraus, daß die Beziehung der Besten im jüdischen Volke daß diese menschliche Haltung heute in der ’ modernen chaluzischen Bewegung ihren zeitgemäßen Ausdruck gefanden hat. Dieses scheint mir geziemend denen zu antworten, die mich anfragen, weil sie wünschen, irn Fleiligen Lande zu wohnen. Hierzu ist nötig zu wissen und bekanntzugeben, was denn eigentlich das Fand sei. Unsere Lehrer haben im Midrasch Schocher tob zu Psalm 85, 2: ״an Deinem Land hast Du, Gott, Gefallen“ gesagt: Gott wandett es immer wieder um und um und betrachtet es und richtet seine Augen darauf, bis es seine Werke von ihm wohlgefällig macht. Viele und viele Wandlungen, Fügungen, Ereignisse und Schicksale gehen über jeden Einzelnen hin, der ins Land kommt, bis er sich ihm cinfügt und er an seinen Steinen Freude hat und seinen Staub liebt und die Ruinen des Landes Israel ihm lieber sind als ein Palast im Ausland, und trockenes Brot hier ihm lieber ist als alle Leckerbissen draußen. Aber nicht in einem Tag und nicht in zweien, nicht in einem Monat und nicht in einem Jahre; sondern manches Jahr geht hin, bis die Tage der Aufnahme vorüber sind, seiner Aufnahme ins wahre Leben, Dann aber wohnt er in der Heimat, ständig vor Gott, vric es heißt: ״ein jeglicher wird dort geboren“, das heißt, ein jeder, der zum Heiligtum kommen will, braucht eine neue Empfängnis tmd Sauglings/cit, Kindheit, Jugend tisw., bis er unmittelbar das Antlitz des Landes schaut, und *eine Seele der des Landes verbunden ist. Und so ist es: Wer herkommt und bringt sein Wissen mit, jeder, was er sich nach seinen Graden erworben, der fügt sich anfangs nicht ein, sein Sinn wird geradezu ver* Wir entnehmen der Presse eine Meldung, daß die Agudahjugend und der ״Esra“ gemeinsam einen Cha• luzimbund ״Noa r Agudati1' gegründet haben. Zunächst eine Berichtigung hierzu: Wenn man von einem Zusammenschluß des ,,!Ara" mit der Agudahjugend spricht, so kann dies mir zu einem Teil richtig sein. Wie bereits früher hier ausgeführt wurde, ist der Kreis, der sich heute ״Esra“ nennt, etwas ganz anderes als die frühere allgemeine gesetzestreue Jugendbewegung des ״Esra“. Er besteht nur aus dem Teil des früheren ,,Esra“, der sich eindeutig politisch festgelegt hat und jede nichtagudistische Anschauung, insbesondere die des Misrachi, ablehnt. Ein Anlaß, zu dem Programm dieses Bundes Stellung zu nehmen, besteht insofern, als wesentliche Teile dieses Programms zu den! Ideenkreis des Brüll Chaluziin Dathiim gehören. Gemeinsam sind nur die Unzufriedenheit mit einer Situation, in der die Thora nur eine vom Alltag gesonderte Sphäre erfaßt und der Wille, eine Gemeinschaft zu bilden, in der die Thora unser gesamtes geistiges und berufliches Leben gestalten soll. Auch was in diesem Programm über die Ncuformung des sozialen Lebens — allerdings nicht in einer sehr klaren Weise — gesagt wird, nämlich der Wille, zur Gemeinschaft und zum Arbeiter zu erziehen, also die Verbindung von Thora und Arbeit, die hier verlangt wird, stellen entscheidende Elemente des Programms unserer Bewegung dar. Und doch sind tiefe Unterschiede zu diesem neuen Bunde nicht zu verkennen. Der Brith Chaluzim Dathiim, der eine ähnliche Verbindung von Thora und sozialer Neugestalfung verwirklichen möchte hält diese Aufgabe für so wesentlich, daß er zunächst einmal in dem von ihm erfaßbaren Kreise seine Idee verwirklichen will. Dem Noar Agudati scheint dieses Ziel zu eng zu sein. Er erhebt den Anspruch, einen neuen, den ״dritten Jischuw“, zu gründen! Man will sich nicht in den neuen Jischuw hindnstcllen, weil große Teile dieses Jischuw dem Judentum entfremdet sind, man erkennt aber' auch die tiefe Kluft in Anschauung und Lebensform zum alten Jischuw. Daher will dieser Kreis etwas ganz Neues schaffen. fSabei entsteht aber eine große Gefahr. Ein Jugendbund setzt sich eine Aufgabe, die, außerhalb der Ebene, auf der er sich naturgemäß nur bewegen kann, stehen muß, denn ein Jischuw entsteht nicht auf Grund einer Willcnscntschcidung, sonelern durch allmähliche historische Entwicklung. Ein Jugendbund hat seine Aufgabe erfüllt, wenn es ihm gelingt, Gemeinschaftszellen in einer bestehenden Gesellschaft zu schaffen, die das von ihm Gewollte verwirklichen und auf diese Weise allmählich die Gesellschaft, in die man sich ganz liineinstellt, von _ unten auf umgestalten. Dieses Schlagwort vom dritten. Jischuw deutet darauf hin, daß man glaubt, das letzte Ziel, die.Durchdringung der gesamten jüdischen Gemeinschaft mit dem eigenen Ideal, die Gleichsct/img der gesamten Lehenssphäre mit der eigenen Bewegung, vorwegnehmen zu können. Das Schwergewicht wird auf die Verkündung dieses letzten, doch erst in weiter Ferne befindlichen Zieles gelegt. Sie geschieht mit einem Elan, der zunächst einmal dem ersten Schritt gelten sollte, nämlich dem Bruch mit unserer bisherigen jüdischcn Lcbcnsgestaltung und der Schaffung einer das Gesetz verwirklichenden Arbeiterschaft. Dabei kann es leicht dazu kommen, daß die innere Umstellung, die zu diesem Bruch gehört, nicht genügend ernst genommen wird und statt dessen bisherige Ideologien vielleicht unbewußt in eine für heute gangbare Münze umgeprägt werden. Dieses zu weit gesteckte Ziel zeugt zugleich davon, daß hier ein Kreis besteht, der auch heute noch nicht ernsthaft genug der Wirklichkeit gegenüber steht, um die vorhandene Situation und seine eigenen Kräfte richtig einschätzen zu können. Es wäre schade, wenn eipe auf sich allein gestellte Jugend mit solchen Schlagwarten einen Weg beschreitet, der zur Isolierung gegenüber allem heute in Palästina Geschaffenen und zur Wirkungslosig־• keit führen muß. Die gesetzestreue Jugend hat lange genug draußen gestanden, und besitzt nicht so viele Kräfte, um einen solchen Weg auch heute gehen zu können. Wir begnügen uns nicht mit dem Nebeneinander der Gesetzeserfüllung und einer davon unberührt bleibenden öffentliehen und sozialen Lebenssphäre, auch nicht mit der rein beruflichen Umschichtung jüdischer Menschen und ihrer Ver- Pflanzung nach Palästina. Vielmehr stellen wir an uns Forderungen, die in die Tiefe des Menschen dringen und aus der ganzen Breite der jüdischen Geschichte und dem Trabitionsgut stammen. Aber perade deswegen sollten wir bei unserer praktischen Zielsetzung bescheidener sein. Wir wissen, daß wir unabhängig von unserem Wollen in den neuen Jischuw hineingehören, einfach als naturgegebene Tat- Sache, weil wir durch unsere ganze Erziehung und Lehens- Haltung nicht anders können. Das bedeutet nicht, daß wir ihn hinnehmen, wie er ist, mit der mangelnden Bereitschaft vieler seiner Menschen zur sozialen Neugestaltung, mit seinem kulturellen Lcvantinismus und der Bequemlichkeit, mit der man gerade im eigenen Lande glaubt, eine tiefere und ernste Auswirrt, er wird umhergeworfen, ohne Ruhe und Sicherheit zu finden, steigt himmelhoch auf, versinkt in Abgründe, wie ein Schiff, das auf dem Meere umhergeworfen wird, und «r schafft anderen Mühe durch seine Angelegenheiten und Handhingen. Und von seiner Lebenshaltung in Thora und Geboten gilt: was war, ist nicht mehr — bis Gott ihm das Antlitz des Landes zeigt, dam! kommt er zu Ruhe und Frieden. Aber dies ist eine Sache, die kein festes Maß hat: Länge der Zeit, wie, wieviel und wann, all das richtet sich bei einem jeden nach seinen Angelegenheiten und Taten und der Urwurzel seiner Seele. Und darum halte sich jeder, der ganz in das Heilige Land hineinkomnien will, dies alles vor Augen lind prüfe sich, ob er Kraft hat, all das zu bestehen, damit er nicht auch, was er bisher noch hatte, verliere. Hechalui In Hamburg. — Pegtschah 23. 12., 20.30 Uhr, Cunoiiismus am Scheidewege". —■ 24. Dczemhcr. vorm. 9—1 Uhr. Gabriel Ricsscr-Saal, Referat von Georg Pape: ״Prägen der Kibbuzbewcgung“; nachm. 3—7 Uhr, Gabriel Ricscrr-Saal, Referat von Schau! Weinberg: ,Tragen der llachscharn 11“; abends 8.30—-31 Uhr, Gabriel Rics-cr-Saal, Reh rar von Georg Pape: ״Kibbuz als erziehe rische Bewegung‘•. — 25. Dezember, vorm. 9—1 Uhr, Heim Die nächste ״Kinder ־ Rundschau“ erscheint am Freitag, dem 29. Dezember. Redaktionsschluß für alle Einsendungen hierfür iat am Freitag, dem 22. Dtiember. einandersetzung mit der jüdisch ett GeschicFite und der Tra• dition sich ersparen zu Können. Hier erkennen wir unsere Aufgabe, oesetzestreue Gemeinschaften von Arbeitern zu schaffen, die durch iFire Existenz die Vorstellung 2erstören, als ob Arbeiter sein zugleich mit einer Entfremdung vom jüdischen Gesetz und von religiös-geschichtlichen Werten verbunden sein muß, und als oh Thora nur der geistige Ausdruck eines bürgerlichen Lebens sein kann. Wir •wissen, daß die Entfremdung weiter Massen von jüdischer Tradition nicht von heute auf morgen überwunden werden kann; sie stellt eine Tatsache dar, mit der wir rechnen müssen. Unsere Aufgabe ist es aber, in unserem eigenen Leben der jüdischen Tradition zu neuer Ursprünglichkeit zu verhelfen und den vielen haltlos suchenden Menschen des neuen Jischuw zu zeigen, daß jüdische Tradition auch heute die von vielen begehrte Vertiefung ihres Lebens abgeben kann. Wir wollen uns zunächst als einen eigenen Kreis innerhalb dieses Jischuw, an dessen Aufbau wir teilnehmen, gruppieren, denn nur so haben wir die Möglichkeit, das uns Eigene bei uns selber zu verwirklichen. Durch unsere Mitarbeit am zionistisehen Aufbau Erez-Israels verhindern wir, daß diese notwendige Sammlung und Konzentrierung des eigenen Kreises zur Isolierung und Beziehungslosigkeit zu den anderen führt. Wir können uns nicht auf einen kleinen Kreis ״begnadeter“ Menschen beschränken. Vielmehr haben wir uns _ zu bemühen, die ganze gesetzestreue Jugend zu erfassen, die bereit ist, ernsthaft den weg der sozialen Neugestaltung zu gehen und aus dem geschichtlichen Judentum her alle Fragen ihres Lebens zu begreifen. Wir glauben, daß wir auf diesem Wege dem neuen Jischuw und besonders der gesamten Arbeiter- Schaft viel zu sagen haben werden. Dr. Erich Rosenbl&th. Religiöse Jugend bereitet sich vor ln der Nähe 1:011 Hamburg wird augenblicklich ein Vor• bereit ungslagcr der ״Jüdischen Jugendhilfe“ durchgejührl, das diu erste Gruppe religiöser Jugendlicher umfaßt, die für die Vebcrführimg nach Palästina ausersehen sind. Nachstehender Bericht schildert das Leben dieser Gruppe, (Red.) Unsere Gruppe umfaßt 23 Jungen und Mädchen. In der Lüneburger Heide leben wir zusammen und beginnen, unsere Gemeinschaft aufzubauen. Von 8--2 Uhr wird unter der Leitung eines Arbeiters gearbeitet. Es werden Bäume gefällt, geputzt, vermessen, transportiert und aufgeladen. Von nächster Woche an, wenn die Stämme als Bretter wieder vom Sägewerk zurück sind soll daraus ein Holzhaus errichtet werden. Holz wird gesägt und gehackt, Baumwurzeln werden ausgegraben, um Platz für das Fundament des Hauses zu schaffen, ein Weg wurde durch den Wald gebahnt, eine Tischlereiwerkstatt ist in Betrieb. Die Wohnhiluschen müssen in Ordnung gehalter werden, die Küche braucht Hillakrilfte und große Menge! von Brennholz, — Geistiger Weiterbildung is! der Nachmittag Vorbehalten, dem Hebräisch das Gepräge gibt Neben regelmäßigen Sprechstunden wird auch alles andeii ״li’hvritli“ gelernt und gelehrt, ob es nun Raschi zum Thora abschnitt der Woche, ob es '!',nach oder Mischna ist, Jü dische Geschichte, Kenntnis des heutigen Palästina wir( täglich in kleinen Referaten gelehrt. Mit den Fragen unsere! nächsten Zukunft beschäftigt sich die große Ssichah nach den Abendessen. Hier werden alle Fragen unseres Gemeinschafts lebens besprochen. Es handelt sich bei dieser Jugendalijah nicht um dii Versorgung jüdischer Kinder aus Deutschland, sondern un Chaluziuth. Auch hier stellen sich junge Menschen au Berufe körperlicher Arbeit um, um als Chaluzim am Auflmi des Landes mitziihelfcn. Was an dieser Jugendalijah neu ist ist der Plan, die 15- bis 17jährigen nicht w׳ie bisher i! Europa zur ilachseharah zu schicken, sondern sie gemeinsm! als geschlossene Gruppe in Palästina vorzubereiten. Und da mit ist die Möglichkeit gegeben, in mehrjähriger Vorbereitun! nicht nur die Arbeit zu erlernen, sondern sich gleichzeiti! in die Gemeinschaft einzulcben, mit der zusammen man späte eine Kvvuznh bilden wird. Und von liier aus gesehen, ergib sich — neben der allgemeinen Aufgabe eines jeden Chaluz - die besondere Aufgabe unserer religiösen Gruppt die aus den Bünden Esra und Brilh-ilanoar zusammen gestellt ist. Zwei Dinge geben demnach unserem Vorbereitungslage das Gepräge: Das eine ist der Aufbau einer Gemeinschaft das andere ist der mit Leidenschaft durchgeführte Versucf das Judentum der Thora in uns neu zu erleben. Hierau ergibt sich der große Raum, der Bibel und Talmud in vtnserct geistigen Programm eingerälu, nt ist und besonders die übet ragende Bedeutung des Schabbath für unser Leben. Dr. L. F eilchenfeld. Schau! Weinberg; Iiihait und Organisation der Snii-Aibcit; 8bc״< Referat^wm״" Edgar' M 1r*:' ״Geschichte der Emanzipation“; nachn Kundgebung ist " öffentlich. Zu der F '1!!״! ׳-! ׳ am 24." und zu! Schlullkonzcrt sind die gesamte Hamburger jüdische Jugend un Gäste geladen. י׳ . Gesellschafts-Abend des J. T, S. C. Bar Kodiba - Hakoah anläßlich des 35 Jähr. Bestehens am Montag, den 35. Deiember {1. Weihnachtsleier tag) ln den QetamfrKumen de* Lotfe&hauiet, Klelststr. 10 Erstklassige Kapellen Beginn 8 Uhr Eintritt inkl. Steuer Mk. 3,—, tflr Mitglieder Im Vorverkauf 1,50 Der Ueberidrat des Abends wird tflr die Errldiiung einer Turnhalle rerwendt Wir bitten daher um starke Beteiligung. Vorverkauf: Festbüro: Alte SdiönhausersfT. 2 *, Weidendamin 0905 Bar Kodhba-Hakaah Büro, Meinekesfr, 10, Bismonk 1956 Z.lg*rrenhaus Epstein: Jerusalemer Strafte 9, Dönhoff 53? Tlschbestellung: im Featbftro

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