Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 99 (12.12.1933)
- Date
- 1933-12-12
- Page
- Seite 951 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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L933 Nr. 99, 12 XII. 1933 jüdische Rundschau Seite 949 הב ND * ELD Inberg למען ו 11 Uhr lighcim), eiert am vHag^ge: yna^o״c: Mr, : I>. me\v;ikl: :1nstralic: Synagoge ׳. Prinz; L-nsf ra i'e: ,cznmbcr, Uhr. Ur Cha- ״g. den t r?1! 1 it h» r Ka.,1 ell.m Uhr, in Ii-Gottes- .(1 abmuk Dr. Ko- .:hr 01U־r Erklärung ALOOE UNOEN CK 1:1 » W 1 9 str. 5-e!«DRUCK taHsta m\ «Hart I 6 * 1*03״ X •Her»* »eich«? Var» eruog׳** Jach• »hm*- ikasu» HSHK« IÜF 1/s.) Ring Backstube, H 104 an (?straße 10. den;eaadit, )0 an die traße 10 apparatur <on*irukiion, tan aasueni . R. 3079 •0 lendorff, 1 1. rige ■»ranls »MnaRSMn. r 7366׳ Jüdisches Lehen im Reich (Von umern Berichterstattern) All enstein Auch liier macht sich seit längerer Zeit ein reges Interesse für die hebräische Sprache geltend. Fünf Kurse für Erwachsene und Kinder mit insgesamt etwa 60 Teilnehmern werden von Rabbiner Dr. Apt, Lehrer Siiberpfermlg und von Frau Jenny Apt abgehalten. — Im ״Israelitischen Frauenverein" sprach vor sehr großer Zuhörerschaft Frau Edith Lewin über ,,Das Jordantal hinab“ mit Lichtbildern. Frau Erna Ladendorff brachte jüdisch-musikalische Darbietungen. Forst Der am 27. November vom Jugendbund veranstaltete Vortrag von Dr. Ernst Marcus war gut besucht. Der Redner sprach über den ״Weg des deutschen Judentums 7um Zionismus". Anschließend wurde ein ״Zionistischer Arbeitskreis“ ins Leben gerufen, dem bereits ca. 20 Personen angehören. Gelsenkirchen Erst jetzt konnte der Etat der Synagogengemeinde für 1033/34 von der Reprüsentantenversammiung verabschiedet werden. Er schließt mit rund 40000 RM. auf der Ausgabenseife und nach Erhebung von Kultussteuem in Höhe von 16 0״ von der Rcichscinkommen- und 45 °0׳ von der Vermögenssteuer sowie einer von 4 bis 30 RM. gestaffelten von allen über 21 Jahre alten Gcmeindemitglicdcrn zu zahlenden Synagogenabgabe mit rund 32 000 RM. auf der Einnahmeseite ab. Der Fehlbetrag soll aus Ersparnissen früherer Jahre gedeckt werden. Die gegenüber den Vorjahren weit geringeren Ausgaben sind darauf zuriiekzuführen, daß die Subventionen für alle Vereine der Gemeinde gestrichen ■worden sind und der Rabbiner um seine Pensionierung eingekommen ist — Die zionistischen Repräsentanten haben gegen die Ausgabenseite des Etats gestimmt, weil für Wohlfahrtszwecke statt 5000 RM. nur 3600 RM. eingesetzt worden sind, während ein Betrag von 1300 RM., also ungefähr der für Wohlfahrtszwecke gekürzte Betrag für bauliche Veränderung des Turnsaales, der bisher nur dem RJF., nicht aber der übrigen Jugend zur Verfügung stand, Verwendung finden soll. — Die turnusmäßig im Herbst dieses Jahres stattfindenden Repräsentanten wählen sind auf Antrag der liberalen Mehrheit bis zum April 1934 vertagt worden. In der Zwischenzeit soll ein neues Statut ausgearbeitet werden. Heidelbegg Hier sprach fm Rahmen eines Oemeindeabends der Vor• sitzende der Zion. Ortsgruppe Mannheim, Dr. f. St e i n f e 1 d, über ״Das jüdische Kind“. Vortrag׳ und Aussprache forderten ein geschlossenes jüdisches Milieu für unsere Jugend in- und außerhalb der Schule. Wenige Tage später wurde hier eine Gruppe des Hechaluz gegründet. Auch der Jüdische Jugendbund zeigt neue Aktivität und wählte zu seinem Vorsitzenden den 2. Vorsitzenden der hiesigen Zion. Ortsgruppe, Rechtsanwalt Marschall. Der Leiter des Landschulheims Herrlingen; Hugo Rosenfhai, referierte über einige Ergebnisse seiner Arbeiten zur Psychologie des jüdischen Kindes sowie über das von ihm geleitete jüdische Landschulheim. In Wicsloch sprach auf Einladung des dortigen Synagogenrats der 1. Vorsitzende unserer Ortsgruppe, Dr. Großberger. Dr. L. Karlsruhe In der Zionistischen Ortsgruppe hat ein reges Leben eingesetzt. Die vierzehntägig stattfindende Zusammenkunft der Mitglieder ist bisher sehr gut besucht gewesen. Am 6. Dez. wurde ein großer Teil des Buches von Kittel ״Die Judenfrage“ vorgelesen und eifrig diskutiert. — Nach Chanukkah wird ein zionistischer Schulungskursus abgehalten werden, der eine wertvolle Ergänzung der von der Karlsruher Gemeinde veranstalteten Lehrhauskurse bilden wird. Unter diesen Kursen finden wir bis jetzt nur einen Palästinakundekursus, der leider noch nicht so besucht ist, wie es der Stoff verdient. — Auch sonst beginnt sich in Karlsruhe ein regeres jüdisch-kulturelles Leben zu entfalten. Die Konzerte des Vereins für jüdische {jeschichte und Literatur sind bisher immer glänzend besucht gewesen. Die von Kapellmeister Schwarz veranstalteten Konzerte seien hier auch erwähnt. Mergentheim Vor einem halben Jahre schloß sich die hiesige Jugend in der ,,Jüdischen Arbeitsgemeinschaft“ zusammen. Die Mitgiieder, etwa 25 Personen im Alter von 20—30 Jahren, kommen mehrmals in der Woche in dem von der Jüdischen Gemeinde zur Verfügung gesteiiten Schulzimnicr zusammen. Sonntag-Abend sind Heimstunden. Zurzeit werden unter der Leitung des Herrn Robert Strauß die ״Pirkei-Owaus“ behandelt. Zwischendurch finden Vorträge statt, ln den letzten Monaten sprachen über: ״Jüdischen Humor und Witz.“ Leb• rer Kaufmann (Tauberbischofslictin); ״Schicksalsstunde des deutschen Judentums“ Rabbiner Schwab (Ichenhauscn); ״Ueber den Propheten Jeremia und Jesaia“ Rabbiner Dr. Kahn (Mergentheim); ״Die Juden zur Zeit der Kreuzzüge“ Hans Hirschberg (Mergentheim); ״Die Frau im Judentum“ Rabbiner Dr. Auerbach (Wtirzburg); ״Religiöse und soziale Merkmale der Zehn Gebote“ Hugo Fröhlich (Mergentheim); ״Jüdische Kulturbewegungen im letzten Jahrhundert“ cand. phil. Sonn (Berlin); ״Gedanken zu Koheletli“ Studienrat Naftali Eldod (Hamburg); ״Judentum und Rasse“ Dr. Hirnheimer (Mergentheim). — In den letzten vier Wochen wandte sich das Interesse der ״Jüdischen Arbeitsgemeinschaft׳‘ besonders palästinensischen Fragen zu. — Sehr anschaulich behandelte Julius Ullmann!.Würzburg) als Fortsetzung zu einem Vortrag im Sommer ״Die historische Entwicklung des Palüstinarnandats“. Herr Siegfried Fröhlich (Defaeh Tikwali, früher Mergentheim) weilte vorübergehend hier und bericlitete über Eindrücke, Land und Leute in Erez Israel. Herr Fröhlich hob besonders hervor, daß das Land den gesetzestreuen Juden benötigt, um den Aufbau im Sinne der Ucberlieferung gewährleisten zu können. — Walter Selz (Weikcrsheim) referierte über den ״Keren Kajeineth“. — Unter Leitung des Herrn Lehrer Frankfurt besteht ein hebräischer Sprachkursus. München Ausstellung jüdischer Kunstgewerblerinnen. Eine Anzahl jüdischer Kunstgewcrblerinnen haben sich in den Räumen Herzog-Rudolf-Straße 1 zu einer kleinen Verkaufsausstellung zusammengefunden. Die Ausstellung dauert bis zum 21. Dezember. Unter den bemerkenswerten und oft hervorragend gelungenen Ausstellungsgegenständen finden wir W01I- und andere Handarbeiten, Holzkinderspielzeug, besonders feine Wandbehänge u. v. a. m. In der Tat bewundert man den Ideenreichtum, der hier zutage tritt. An der Ausstellung sind beteiligt die Damen Linerl Ambrimn, Annj׳ und Alice Rosenfhal, Dannheiser, Rita Honigsmann und G. Samuel. Nordtausen Anfang November sprach in einer gut besuchten Ver- Sammlung der Zionistischen Ortsgruppe Ad. Po Hack (Berlin) über das Thema ״Was ist Zionismus?“ — Im Rahmen der Vortragsgemeinschaft jüdischer Vereine wurde eine Aus- Stellung jüdischer Bücher veranstaltet, bei der Frau Sibylle Ahlfeld und Frau Käthe Mieses Proben aus Jugendbüchern vorlasen, Herr Jaffe über die Bedeutung des jüdischen Buches und Herr Emanuel über ״Wir Juden“ von Prinz kurze Referate hielten. — In der Vortragsgemeinschaft der jüdischen Vereine sprach Mittelschullehrer A. Jaffö über die Geschichte des Synagogengesanges. Der Redner, der die Gestalt des Baal Tefilla vor seinen Zuhörern lebendig werden ließ, erntete mit seinen Ausführungen reichen Beifall. Recklinghausen Der Jüdische Liieraturverein hatte mit seiner ersten Veranstalfung, einem ״Bunten Abend“, am 6■ Dezember, guten Erfolg. Die Essener Künstlerhilfe brachte in hervorragender Weise ihr Können zum Ausdruck. Lerti S c h e f f e r. Ankündigungen An (fieser Stelle werden Vorankündigungen für Jüdische Veranstaltungen an den einzelnen Orten gebracht. Wir bitten die Organisationen, uns die erforderlichen Unterlagen hierfür zugehen zu lassen. Insbesondere sollen die zionistischen Veranstaltungen hier angekündigt werden; die Zionistischen Ortsgruppen werden daher gebeten, uns alle Veranstalfungsankündigungen rechtzeitig zu übersenden. Bocholt Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Lehrer am Niederrhein tagt nicht »rn 17. Dezember, sondern erst am 14. Januar 1934 in Mülheim (Ruhr). Mischnahtraktat Chagigelj, Besondere Einladungen ergehen nicht. Bremen Zionistische Ortsgruppe: Makkabäerl‘Vi>r, 19. Dezember, abends 8.45 l iir. (Pestspiel: ״MakkabHur ein-t und jetzt“, Kaffectafelg Tombola.) Frankfurt a. Main Gesellschaft für jüdische Volksbildung. 18. und 19. Dezember, hbends 17 l'hr, 1111 großen Saal der i''ranlT!1rt-I.oge Kasperl-’!!u ater: Lier^l SifiK'11, David und Goliath. hi'rniH: Die einsame Insel. Numerierte Karnn 50 Pi״, bei fol:.01!׳d-11־ Vorwikaufidellen: StiaufNrhe Puchhandhimp Biber^as-d' 13, Delik.-GtsdutU M. Gedieh, Griinoburgv.־cg 8, nr!3p'ne Schneemann, Srhillcrstr. 2, Drocroriu Herrn. Lcx.-1>, Goethestr. 4, Konditorei Freimnrk, Haumweg 1, 'VGiöchehaus FuM, Schäfergasse 52, beim K a^tellan der Frankfurt.Loge und an der Kas*(‘. Tnnzauffülirungc-n beGinni׳:•! Frankutri-r Tänzerinnen am 30. Dezember im großen Saal der Frankfurt-Loge. Göttingen Charuikknh-Feler. Am 16. Dezem!>or, 20.30 Uhr, in der Svnagogc, im Rahmen des ersten Gemedndcabends, veranstaltet vorn KKL. Festpr־-d:gt, Tfdchhahiges Pro״ ramm mit hebrai -du-n, deutschen und jiddbrlien Liedern (Frau Trude Hahn) sowie Kinderchor, Chanukkah״ Hücherf isch. Hamburg Zionistische Vereinigung. Rabbiner Dr. Prinz, Berlin, spricht am Sonntag, dem 17. Dezember, abends 20.30 l'hr (Großer Saal des Curio.Hauses), im Rahmet! einer gemeinsamen Chanuhkah-Fcier der Il.Z.V., des Bar Kochba und der Wizo. Heidelberg Zionistische Ortsgruppe. Chanukkahfcier am 14. Dezember in der Loge. Karlsruhe Zionistische Ortegruppe. 16. Dezember, 20.30 Ubr, Chanukkah feier im Munzsaal. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. 14. Dezember Klavierabend von Professor Kreutzer im Munzsaal. — 18. Dezember Vortragsahend von Joseph Plaut. Plauen Chanukkah-Feier: Sonntag, den 17. Dezember, narhmittngs, tm Gemeintlcsaa'e für Jug! mlliche. Veranstalter: ״Wcikleute“ und ,.Misrachi“, Alle Kinder sind eingeladen. Am selben Tage, abends 8 Uhr, im selben Raume <'hanukkahreier der Zionisti-chen Oifsgruppc. ״Jüdische Bücher zu Chanukkah“. Zu diesem Artikel der vorigen Nummer werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß einige Preisangaben falsch waren._ Boi Martin Bttlter ״Kampf um Israel“ soll es richtig heißen M. 4,— (statt M. 3,50), Auerbach ״Wüste und Gelobtes!.and“ M. 14,— (statt M. 13,—), K'ohn ״Geschichte der nationalen Bewegung im Orient“ M. 12,— (statt M. 15,—), Die Preise, die wir in unseren Büeherbesprechungen auf vielfachen Wunsch aus unserem Leserkreis liinntfiigen, verstehen sich in der Regel für broschierte, bzw. kartonierte Exemplare. GAST- UND ERHOLUNGSSTÄTTEN Magdeburg muner’s Hotel Kantstraße 9 / Dicht am Hauptbahnhof Altbekannte* Haus I. Ranges, von GejchiftsreUenden bevorzug-t / Reichstfle'on in den Zimmern j Mäßige Preis« K*io Bedienunjs^ald / Erstklassig* besonders preisw. Kucha Besitzer: F. Marxbaeh / R. J. F. 1i11!!!!M11i1M1[m1111[1nffiii11111i[fl FreldßnkBnses Äritapaar nimmt Pensionärs .־״ Mäßige Preise. 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