Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 91 (14.11.1933)
- Date
- 1933-11-14
- Page
- Seite 808 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 806 jüdische Rundschau Nf. 91. 14. XI. 1933 Au« der Jugend״ und Chaiuzhewegung Der Brith Chaluzim Dathiim übersendet uns folgende Mitteilung: Um Mißdeutungen zu vermeiden, geben wir hiermit bekannt, daß die gesetzestreuen Clialuzim schon seit Jahren ihre selbständige vom Hechaluz unabhängige Orgaatsation im Brith Chaluzim Dathiim (Bund gesetzestreuer Chaluzim) geschaffen haben. Diese Gruppe stellt die Nach- Wuchsbewegung der organisierten gesetzestreuen Arbeiter* Schaft in Erez Israel, des Hapoel Hamisrachi, dar. Näheres über diese Organisation ist in dem grundsätzlichen Artikel über den Brith Chaluzim Dathiim zu ersehen, der in Nr. 86 der ״Jüdischen Rundschau“ erschienen ist. Die Zentrale dieses Bundes befindet sich in Berlin N 54, Rosenthaler Str. 55 (Tel. Norden 1150). Der ״Darkenu“ stellt unsere regelmäßig erscheinende Zeitschrift dar, die über die Ideologie unserer Bewegung und die Arbeit fortlaufend berichtet. Preis 15 Pf. Aus Kunst und Wissenschaft Frankfurt a. M. Theaterabend der ,Gesellschaft für Jiidische Volksbildung. Atn 17. Dezember •veranstaltet die de- Seilschaft für jüdische Volksbildung ihren ersten Theaterabend. Dieser erste Neuversuch wird dialogisierte Kern- Szenen aus der erzählenden Literatur geben. Als Rahmen für den Abend ist die altbretonische Legende vom ewigen Juden und der Not gewählt. In diesen Rahmen sind jüdische Szenen hineingestellt, die Juden aus allen Gegenden zeichnen. An dem ersten Abend sind unter anderen Kräften, die Mitlieder des neuen Theaters: H. Massarek und M. Wittmann eteiligt. Alfred A u e r b a c h. Frankfurt a. M. Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Montag, den 20. Nov., 8*4 Uhr, im kleinen Saal der Frankfurt-Loge, Vertrag von Frau Dr. Dora E di n g er: ״Der neue Josephsroman V-on Thomas Mann“. Eintritt frei. Frankfurt a. M. Synagogal-Kon zert. Max Neumann gibt am 3. Dez. in der Frankfurt-Loge ein Konzert, das ausschließlich synagogaler Musik gewidmet ist. Mitwirkende sind: Benno Ziegler, ehemal. Mitglied der Frankfurter Oper (Bariton), Lazar Finkeistein, Kantor (Tenor), Heinrich Bornstein (Baß), Dr. Willy Salomon, ehemal. Lehrer an Dr. Hochs Konservatorium (am Flügel), ein ״gemischter Chor“ (Knaben und Herren), Max Neumann (künstlerische Leitung). Karten zu M. 1,75, 1,25 und 0,75 bei Drogerie Schnee/nann, Schillerstraße, Buchhandlg. Strauß, Biebergasse, Delikatessengeschäft Cierlich, Grüneburgweg, und Konditorei Freiwark, Sandweg, erhältlich. Vom Stellen-Markt Gesucht werden für Berlin: Perfekte Regenschirmnäherinnen; Kürschnermamsells für Hand und Maschine: erstklassige Direktrice für Konfektions-Weißwaren; perfekte Herren-Oberhemdnäherinnen: jüngere Schürzenzusclmeiderm mit grnten Zeugnissen: Direktrice für elegante Maßkleider, aus ersten Häusern; geübte Heimarbeiterinnen für Herrenkonfektion (Maschinenähen, spez. Hosen und Westen). Gärtner zur Leitung für Gartenbetrieb für 8 Morgen großen Gemüse- und Blumengarten und zum Elevenausbilden; Zuschneider und Schneider für Lederbekleidung. Gesucht werden für Aus-!and: Perfekte reichsdeutsche Zuschneiderinnen für Konfektion für Damenkleider (Holland) mif guten Zeugnissen; perfekte Kohfektionsriäherinnen für Kleider, aus guten Firmen (Holland); selbständige reichsdeutsche Mäntelnäherin (Holland); erfahrene Korsdttdirektrice für Belgrad; jüngere Putzmachermeisterin für Ostpreußen. Glasbläser Tür Tel-Awiw; Pauser für Rotterdam; Wurstmacher für Barcelona; Damenmäntelstepper für Amsterdam; Kürschner für Lyk (Ostpr.); Chemigraph, mit Strich und Auto Vertraut, für Jugoslawien; Arbeiter zur Herstellung von Puppen für Jugoslawien; Geflügelausschlachter für Amsterdam. Meldungen können nur von Erwerbslosen berücksichtigt werden, Männliche gevverbliehe Abteilung; Heidereutergasse 5. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin C 2, Rosenstr. 2 4; Tel. Norden 6711. Hebräischer Lehrer gesucht. Für süddeutsche Universitätsstadt wird hebräischer Lehrer (n u r deutscher Staatsangehöriger) gesucht. Bedingung ist vollständige Beherrschung des Neuhebräischen in Wort und Schrift. Honorar für Kurse beträgt monatlich 250 RM., außerdem Privatunterricht. Ausführliche schriftliche Bewerbungen, möglichst auch in hebräisch erwünscht, zur Weiterleitung an die Z.V. f. D., Berlin W 15, Mcinekestr. 10, erbeten. Wirtschaft« - Notizen Der Arbeitsnachweis Jüdischer Organisationen Schlesiens bittet uns um Aufnahme folgender Notiz: Jüdische Mitbürger, nehmt den Jüdischen Arbeitsnachweis in Anspruch! Wir bitten unsere jüdischen Mitbürger, die offene Stellen in ihren Betrieben zu vergeben haben, sich intensiv unseres Arbeitsnachweises zu bedienen. Es erübrigt sich wohl, nähere Ausführungen über die Notwendigkeit der Unterbringung jüdischer Arbeitnehmer zu machen, es erscheint aber notwendig, die jüdische Oeffentlichkeit immer wieder auf diese Pflicht aufmerksam zu machen. Wir sind in der Lage, Arbeitnehmer aus allen Branchen und Bemfsgruppen nachzuweisen, vor allem auch Lehrlinge für Handel und Handwerk, auch besonders für die Landwirtschaft. Wir erwarten, daß sich alle interessierten Kreise bei in Frage kommenden Vakanzen mit uns in Verbindung setzen, um auf diese Weise uns auf diesem so überaus wichtigen Gebiet der gegenseifigen Hilfe bei der Beschaffung vewi Arbeitsstellen nachdrücklichst zu unterstützen. Wir rechnen auf Ihre Mitarbeit! Arbeitsnachweis Jüdischer Organisationen Schlesiens, Breslau 2, Schweidnitzer Stadtgr. 28; Tel. 268 63. Postscheckkonto Breslau 263 09. Vermischtes Di« Frauen-Arbeltsgemelnschaft für Palästina wiederholt ihre Veranstaltung, nämlich die Vorführung der Lichtbildserie der Wizo-Einrichturigen und Nahalals, wegen des großen Interesses noch einmal am Dienstag, 21. Nov., abends 81/2 Uhr, im Hackeschen Hof, Rosenthaler Str. 40/41. Einladungen, die als Legitimation gellen, sind in der Geschäftsstelle. Meinekestr.. 10, erhältlich. Vereinigung jüdischer Frauen Groß-Berlins. Mittwoch, 15. Nov., 20 Uhr, bei Cohn, Wallstr. 3/4 (Spittelmarkt), Vortrag Dr. med. Fritz Joelsohn ״Aktuelle Zeitfragen“. Gäste willkommen. Eintritt frei. Mädchenhelm des Jüdischen Frauenbundes (Studentinnenheim). Junge Mädchen, die zur Berufsumschichtung und Ausbildung nach Berlin kommen, finden eine angenehme, gemütliehe Unterkunft mif voller Pension bei billigstem Preis. Weitere Auskunft erteilt die Leiterin des Heims: Frau Abrahamsohn, Berlin N 24, Auguststr. 14/15; Tel. Weidendamm D 2 9171. Synagogenvereinigung Pestalozzistraße. Donnerstag, den 23. d. M., abends 8 Uhr, spricht Herr Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee in unserer Synagoge, Pesfalozzistr. 14/15, über ״Judentum heute“. Gäste willkommen. Eintritt frei, Synagogenverein Kaiserstraße veranstaltet Dienstag, den 21. Nov., abends präzise 8 Uhr, in der Aula der Jüdischen Knabenschule, Berlin, Kaiserstr. 29/30, einen Vortrag. Herr Rabbiner Dr. Wilhelm Levvy spricht über ״Eindrücke aus dem neuen Palästina“ (mit Lichtbildern). Anfragen werden beantwortet. Mitglieder und Freunde sind herzlichst einladen; um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Stettin — Pommern. Das Zionistische Sekretariat für Stettin und Pommern befindet sich ab jetzt: Stettin, Klosterhoi 3, 1 Treppe (Bar Kochba-Heim), Tel. 2 17 27. Alle Anfragen sind fortan an diese Adresse zu richten. Leiter des Büros ist der Sekretär der Stettiner Zionistischen Vereinigung, Herr Georg Kopydlowski. Die Sprechstunde ist täglich von 11—1 Uhr vormittags und von 4 1.6 Lfhr nachmittags, außer Sonnabend und Sonntag. Gesinnungsgenossen aus der Provinz steht das Büro jederzeit nach vorheriger Vereinbarung zur Verfügung. Wichtig für Auswanderer. Das vom Hilfsverein der Deutscheu Juden, Berlin W 30, Martin-Luther-Str. 91, soeben herausgegebene ״Korrespondenzblatt über Auswan• derungs - und Siedlungswesen“ bringt außerordentlieh viel Informationsmaterial über die Verhältnisse in zahlreichen Ländern des europäischen Kontinents sowie in überseeischen Staaten. Ueber 60 Länder werden behandelt, ausführlicher u. a. England, Frankreich, Jugoslawien, Spanien, Palästina, China, Persien, Canada, die Vereinigten Staaten, Argentinien, Brasilien, Chile und die Süd-Afrikanische Union! Das Korrespondenzblatt bringt Mitteilungen über klimatische Verhältnisse, die Währung der Länder und die Einwohnerzahl; bei der jüdischen Bevölkerung sind meist die großen Gemeinden in den betreffenden Ländern aufgeführt. Sodann wird über die wirtschaftliche Lage, die Situation auf den Arbeitsmärkten, die Berufsau!sichten, Vorschriften über die Annahme van Arbeit usw. berichtet. Es werden eingehende Angaben über die Einreisebedlngungeת und Visagebühren gemacht. Interessant sind Berichte, die Auswanderer und Personen, die zur Einziehung von Erkundigungen nach verschiedenen Ländern gereist sind, dem Hilfsverein übermittelt haben. Das Blatt bringt u. a. eine kurze Zusammenfassung von Vorschriften über abzulegende Examina für Aerzte, die im Auslande praktizieren wollen, eine Liste ausländischer Konsulate in Berlin und deutscher Interessenverbände im Auslande. Das Korrespondenzblatt enthält in Quartform 36 Seiten (72 Kolumnen). Es ist zum Preise von 1 RM. erhältlich im Büro des Hilfsvereins der Deutschen Juden, Berlin W 30, Martin-Luther-Str. 91. SCHIEDE Avis Ihrem Stoff lieftre ich Ihnen «inen eleganten Aozuf kv bekannt billig•«! Preis, Da* Hetren* Atelier rrledrichttrafte 240 41 (HalUicle! 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