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Jüdische Rundschau · 1933-11-10 · Heft 90 (10.11.1933) · p. Seite 795

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 90 (10.11.1933)
Date
1933-11-10
Page
Seite 795 (sequence 15)
Language
German
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1933 .. <+■ Nr. 90, 10 XI. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 793 ikt der r Aus-!}׳thmus Samm- Rosch- ר Land- :ah und wochenalischen ein von nheiten, hkcit zu niäli die das Aheite her nterricht :11 über- 1 odern en jlichkeit, reh eine Deutsch der Zu■ die jüet jedem t erhebt, ingestelit er Lehrfür das odifiziert כ kommt Beispiel d darauf «schichte licht nur;idungen, :che Oe- :hte der und ein :nart des wartsaufmögiiciif, e Kinder!sicht aut . Dieses Me allge- :r in der 1d Fähig- Arbeit ist! Realität igsheimet! sich darnwelt ist, rend umite Leben tat dieser 1hl seines der sollen fwachsen, :schehens, deutschen;ngen der e keinesmächtigen mit autogelungen, s AußSneinzelnen en Nach- ,itarbciten itaatcs in issen, daß eßen, erst lurch ver- :inschaftsist, wird ׳. 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Aktuelle Fragen jüdischer Erziehung (Arbcitsgcnieinschaft): Dr. Klibanskv, St. Apernstr. 29. Zeitptuikt nach Ucbereiiikunft; ö. Alltag, Sabbat, Festtag im Ritual des Juden: Rabbiner Dr. Dünner, Beginn 29. Nov., im Sitzungsaal 2 der Synagoge, Roonstraße (Beginn abends 7 Uhr). Lin/elvortrüge sind vorgesellen: von Herrn Rabbiner, Dr. Eschelbacher (Düsseldorf), Rabbiner Dr. Iiaim (Essen), Dr. Saiomon (Köln), Relkdonslehrer Dr. L«vi (Köln), Rabb. Dr. Caro (Köln). Peiskretscham. Am 29. Okt. fand in der hiesigen Svnagoge ein Oemeindeabend statt. Nach deru Vortrag des Miii'chah- und Mariw-Oebetes durch Kantor Schiiftan hielt Bezirksrabbiner Dr. F ein b erg aus Groß-Strehlitz im Anschlul) an den Wochenabschnitt eine Predigt. Die Gemeinde Peiskretscham, wie viele andere oberschlesische Kleingeincinden, hofft, daß eine engere Verbindung mit den größeren jüdischen Zentren durch!läufige Gastveranstaltungen alsbald in die Wege geleitet wird. Rnfibor. Hier fand das Wittenberg-Konzert am 6. Nov. statt. Wie iri Gleiwitz, wurden sie auch in Ratibor überaus herzlich aufgcnoinmen. Die Gemeinde war in der festlich geschmückten Synagoge vollzählig versammelt. Oberkantor Cohn mußte als Zugabe die Arie Raphaels aus Haydns ,,Schöpfung“ Ringen. Stadtlohn i. W- Auf besondere Anregung des Bezirksrabbiners l)r. Köhler in Borken i. W., Sowie der Herren Jonas Haas!11 Borken und Oskar Löwenstein in Gemen wurde hier am 5. Nov. die ״Jüdische Wirtschaftshilfe des Bezirksrabbinats Borken“ gegründet. Die Synagogengemeinden Ahaus, Borken, Epe, Gemen, Gescher, Gronau, Großreken, Raesfeld, Stadtlohn und Vreden schlossen sich zu dieser Selbsthilfe zusammen. Bezirksrabbiner Dr. Köhler begrüßte die zahlreich Erschienenen und besprach Zweck und Ziel der Wirtschaftshilfe. Es wurde von jeder Gemeinde ein Vertrauensmann gewählt, der die Spenden in jedem Monat innerhalb seiner Gemeinde sammelt und auch die Anträge von Unterstützungen dem Vorstand der Wirtschaftshilfe weiterleitet. In den engeren Arbeitsausschuß wurdet! gewählt als Vorsitzender Leo Moses in Stadtlohn, als 2. Vorsitzender Jonas Haas in Borken, sowie Daniel Lebenstein in Stadtlohn als Kassierer und Frau Alfred Löwenstein in Ahaus. Bezirksrabbiner Dr. Köhler wird im Vorstand in allen Wohlfahrtsangelegenheiten als Anreger und Berater mitwirken. Ortsgruppen Dresden. Unser Gesinnungsgenosse, Vorsitzender der J. V. und stellvertretender Vorsitzender der Z.O. Dresden, Herr Oberrabbiner a. D. Dr. Max Schornstein, ist durch plötzliches Ableben seiner treuen Gattin in schwere Trauer versetzt worden. Wir sprechen ihm aus diesem Anlaß unser herzlichstes Beileid aus. Karlsruhe. Am 28. Okt. sprach Herr Eugen Neumetzger in der Zionistischen Ortsgruppe über die Eindrücke seiner soeben beendeten Palästinareise. Seine Ausführungen waren rein sachlicher Natur und brachten vor allem greifbare Vorschläge für Aüjahinteressenten. Wie bei all ■unseren Veranstaltungen war der Saal bis auf den letzten .Platz gefüllt. Der reiche Beifall zeigte die grpjle Anteilnähme an der palästinensischen.,Wirklichkeit. . Wesel. Am 2. Okt. sprach hier Herr Dr. Löwenstein aus Grevenbroich über ״Palästina und die deutschen Juden“ in einer von ca. 60 Gemeinden!!'!gliedern besuchten Veranstaltung. An das Referat schloß sich eine rege Diskussion und die Gründung einer Zionistischen Ortsgruppe, der bisher 17 Mitglieder beigetreten sind. — 111 einer zweiten Veranstaltung am 16. Okt. wurde ein Vorstand, bestehend aus den Herren Julius Frankfurter, Vorsitzender, Wolf Lewi, Schriftführer, und Werner Rosenbaum, Kassierer, gewählt. Aus der Jugend' und Chaluzbewegung Der Hechaluz (Berlin W15, Meinekestr. 10) hat folgende Broschüren auf Lager, die für die zionistische und chaluzischc Bildungsarbeit geeignet sind; 1. Arbeitsprog r a m m für Gruppen f ü 11 r e r des Hecli al u z. Diese Broschüre enthält ausführliche Angaben über die Gestaltung der kulturellen Arbeit innerhalb der Gruppen und Arbeitsgenieinschafteri und für Heimabende. Preis: RM. 0,10. ־— 2. Baawodah und B am aal eh, zwei Samnielschriften, die verschiedene Artikel über Fragen des Aufbaus und des Lebens in Erez Israel enthalten. Preis: je RM. 0,25; u. a. ein Artikel von M. Beilinson zur Situation und ein Artikel von Arlosoroff. 3. Kibbuz, Kultur und Wirtschaff, ein Protokoll der Tagung des Kibbuz Hameuciiad in Jagur, Juli 1933. Diese Broschüre beleuchtet die Fragen der wirtschaftlichen Planung und der kolonisatorischen Tendenzen, sowie das Problem der kulturellen Situation im Kibbuz. Preis: RM. 0,30. — 4. Li t er a t ur verz e i c h - nis (für Ortsgruppen und Hachscharahgruppen des Hechaluz), eine Aufstellung der wichtigsten Bibliographie zu den Themen: Palästinakunde, Geschichte der Alijoth und des zionistischen Siedlungswerkes, Institutionen und Werk der Histadruth, Kibbuzbewegting, Grundfragen der zionistischen Ideologie, Wirtschaftslage des jüdischen Volkes in der Ga- Iuth. Preis: RM. 0,10. —< 5. Von Kibbuz und Kwu* za h. Preis: RM, 0,10. 6. Was Ist de? Hechaluz? Preis: RM. 0,10. — 7. Zionismus am Seheidewege, Bericht einer Rede, die Berl Kaznelson in der ״Brith Rischonim“ (Bund der zionistischen Veteranen) in Tel-Awiw gehalten hat. Diese Rede behandelt die heutige Situation im Zionismus im Lichte der letzten Ereignisse in der Galuth und im Lande und sucht die Aufgaben zu zeigen, die einem konstruktiven Zionismus aus der politischen und geistigen Differenzierung erwachsen. Preis: RM. 0,10. w» 8. Außerdem ist auch im Verlag des Hechaluz das Lehr- und Lesebuch ״N ativ“ erschienen, das in weiten Kreisen des deutschen Judentums, aber auch außerhalb Deutschlands, großen An klang gefunden hat. Das Buch, das für Fortgoschrittene berechnet ist, kann von Leuten benutzt werden, die drei bis vier Monate Hebräisch getrieben haben. Es kostet RM. 1,50 und ist durch jede Buchhandlung oder direkt bei K e d e m, Charlotten bürg 4, Dahimannstr. 8, zu beziehen — Alle diese Broschüren und Bücher sind besonders wichtig für die Arbeit aller Ortsgruppen des Hechaluz. Makhelat Hanoar Hachaluzi. Unter der Leitung־ von Ben- Uri findet jeden Schabbath ein hebräisches ChorsUigen statt. Die chaluzische Jugend wird aufgefordert, sich zu beteiligen. Nächste Chorprobe am 11. Nov., abends 8.30 Uhr, in den Parterreräumen der Schule Klopstockstr. 58. Alles Nähere bei Mirjam Weitzmann, Nestorstr. 4, J 7, 2757. Der Habonhn Noar C-haluzi veranstaltet In Gemeinschaft mit dem Snif Hechaluz Berlin am 3» Dezember 1933, vor• mittags 11 Uhr, in den Kammersälen, Teltower Str. 30, einen Nesc 11 et Alijah. Luxemburg. Vor kurzem wurde in Altwies, einem Orte an der luxemburgisch-französischen Grenze, ein Heim für die gärtnerische Ausbildung von Chaluzim eröffnet. Das sehr geräumige Gutsgebäude und ein Teil der Ländereien wurde von Herrn Kieffer-Berchem unentgeltlich zur Verfügung gestellt, weitere Ländereien wurden gepachtet. Die Initiative zur Gründung d.ieser Gartenbauschule ging von Herrn Dr. Franz Mayer-Luxemburg aus, unter dessen Mitwirkung sich auch ein Komitee aus zionistischen Kreisen der Städte Metz, Diedenliofen und Luxemburg gebildet hat, das die Aufbringung der zur Einrichtung und Aufrechterhaltung erforderliehen Mittel zu seiner Aufgabe gemacht hat Gegenwärtig befinden sich bereits über 40 Chaluzim zur Ausbildung auf dem Gute. Aus Kunst und Wissenschaft Bunter Abend. Es wäre ungerecht, den ״Bunten Abend“ im Logenhaus, Kleiststraße, von den Ansprüchen eines Konzerfbcsuchers aus zu beurteilen. Hier gilt allein die Frage: Sind die stillen Forderungen des Publikums erfüllt worden? Und dafür ist als Antwort ein Kopfnicken zu wenig. Die Liebenswürdigkeit Frida Weber-Fleßburgs (mit der u. a. ein Wafzer E. Cleves, von üblichem Wiener Format, zur Uraufführung gebracht wurde), die gute Laune Wilhelm Guttmanns taten ihre Wirkung. Außerdem hörte mail den routinierten Geiger Werner Lyxven und den mit Stimmmittein begabten, sehr jugendlichen Joachim Julius Lieban. Am Flügel saß, wachsam sich anpassend, die gute Spielerin Erna Klein. Joseph Plaut und Heide Sachs, der eine von drastischem, die andere von mehr geruhsamem Humor, schoben den kabarettistischen Charakter der Gesamtveranstaitung in den Vordergrund. H.N. ״Freunde schöngeistiger Musik“ haben sich zusammengefunden, u. a.: Senta Pinette, Violine; Toni Bloch, Sopran; Thea Giesen, Klavier; Karl Giesen, Violine; Max Vellin, Cello; Landori, Klavier; Wollenberg, Klavier: Joe Olaf), Bratsche und Musikliferatur. Dieser Kreis hat sich zur Aufgäbe gemacht, ausschließlich im Rahmen der Hausmusik ein gepflegtes Programm zu bieten. Musikfreunde, die ihre Wobnungen zur Verfügung stellen, werden gebeten, sich schriftlich an Karl Giesen, NW 21, Oldenburger Str. 49111, zu wenden. Jüdische Chor-Vereinigung. Die Chorproben zu dem Oratorium ״Elias“ von Mendelssohn haben unter der Leitung von Leo Kopf begonnen. Sie finden statt: Herrenprobe Dicnstag, abends 8—10 Uhr, Synagoge Prinzregentenstraße; Damenprobe Donnerstag, abends 8—10 Uhr, Synagoge Prinzregentenstraße. Anmeldung stimmbegabter und musikalischer Damen und Herren eine halbe Stunde vor Beginn der Probe in der Synagoge Prinzregentenstraße oder schriftlich bei Leo Kopf, Wilmersdorf, Giintzelstr. 13. Das erste Konzert de? Berliner Kammeitnusikverelniffung ״Neues Streichquartett" (bestehend aus den Herren Frev, Prager, Meyer, Weil) findet nicht am 13. Nov., sondern erst am 26. Nov., abends 84,י Uhr, im Logenhaus, Kleistsiraße, statt. jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr. Die zweite Veranstaltung des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr bringt Ludwig Hardt am 13. Nov. in Krefeld, am 14. Nov. in Aachen, am 15, Nov. in Essen, am 16. Nov. in Duisburg, am 18._N0v. in Bochum, am 19. Nov. in Wuppertal, am 20. Nov. in Köln. Im Rahmen der dritten Veranstaltung wird Herr Rabbiner Dr. Leo B a e c k einen Vortrag halten mit dem Titel ״Der jndisehe Weg“. Berichtigung. In Nr. 88 der ״Jüdischen Rundschau“ ist in der Besprechung des Buches von Michael Fraenkel über Jacob Bernays insofern ein Irrtum unterlaufen, als es sieh bei den erwähnten Briefen nicht um solche an Georg von Bimsen handelt, sondern an dessen Vater, K. J o s i a s von Bunsen. Von den Unterrichtsanstalten Von der Rabbinischen Lehranstalt ״Jeschiwa“ zu Frankfurt a. M. Am 29. Oktober fand die Eröffnung des Winter- Semesters statt, zu der sich im großen Lernsaal der Jeschiwa der Lehrkörper, Vertreter des Kuratoriums sowie sämtliche Hörer versammelt hatten. In einer Ansprache vergegenwärtigte der Leiter der Anstalt. Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoff mann, den neueingetretenen Hörern die Ziele der Jeschiwa. Besonders sei es als eine erfreuliche Tatsache zu verzeichnen, daß viele junge Menschen, die später nach Erez- Israel gehen weilen, den Weg zur Thora gefunden und sich entschlossen haben, hier ihre Hachschara-Ruchanith (geistige Vorbereitung) durchzumachen. Diesem Umstande hat die Leitung der Jeschiwa Rechnung getragen und wird noch mehr als bisher neben dem seitherigen Le!1rplank Neuhebräisch, T’nach und Palästinakunde pflegen. Ausbildung für Textil- und Bekleidungsindustrie. Wie uns geschrieben wird, ist der Besuch der Höheren Fachschule für Textil -und Bekleidungsindustrie für jüdische Kaufleute nicht mehr gestattet. Im Interesse der facnlichen Ausbildung, insbesondere des kaufmännischen Nachwuchses, ist die Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft geplant, die als Ausgleich hierfür die notwendige theoretische und praktische Grundlage vermitteln will. Für den Aufbau dieser Gemeinschaft haben sich bereits einige Fachleute zur Verfiigung gestellt. Interessenten werden gebeten, sich an Fritz Litthauer, Berlin-Schöneberg, Varbergstr. 10, b. Frank, zu wenden. Höhere Privatschule Prediger Hirsch In Coburg, Man 9chreibt uns! Das Institut ist erstklassig eingerichtet, steht 8ut positiv jüdischer Grundlage, die Schute umfaßt im Neuaufbau des Lehrplanes hauptsächlich Vorbereitungsfächer für das praktische Leben, u. a. Englisch, Französisch, Neuhebräisch, Wirtschaftskunde, Kulturkunde der Länder, Kulturkünde der Geschichte, Handelslehre, Handelsrechnen, Sport, Gartenbau, Werkkunde bzw. praktische Anleitung zu Handwerken usw. Vor allem Ist wichtig, daß sich die Zöglinge völlig frei und ungestört fühlen und in gleichgearteter Gemeinschaft eine jugendlich unbeschwerte Zeit verleben. Die Internatspreise sind je nach den *Verhältnissen gestaffelt. Aus der hebräischen Arbeit Marienwerder, Seit einigen Wochen hält Herr Prediger und Lehrer Rosenberg einen hebräischen Sprachkursus ab. Während man aus fast allen größeren und kleineren Orten von einer überaus regen Beteiligung an solchen Kursen und einem lebhaften Bedürfnis danach hört, hat das fnteresse in unserer Stadt an diesem Unterricht bedauerlicherweise nachgelassen. Es ist leider noch in vielen Kreisen zu sehr die Meinung vertreten, Hebräisch lerne man einzig und allein für Palästina. Der hebräische Kindergarten Bayerischer Platz, fnnsbrucker Straße, nimmt noch einige Kinder auf. Anmeldungen täglich, außer Sabbat, von 2 bis 31/2 Uhr bei der Leiterin E. Wesel, Rosenheimer Str. 21, b.!Wallach! B 6, Cornelius 5205. Palästina ״ Hinweise ״Alijah", die amtliche Informafionsbroschüre des Paiästina-Amtes Berlin, enthalt alles Wissenswerte für den Palästina-Wanderer. Besonders hervorgehoben seien die Beiträge über: Einwanderiingsbestimmungcn, Paßvorschriften, Zollfragen, Kapital-Transfer-Möglichkeiten, Lebens- und Arbeitsbedingungen in Palästina, Gesundheitsfragen, Haushaltungskosten, Boden- und Wolinungspreise und vieles andere. Da die meisten aller verkommenden Fragen in dieser Broschüre eingehend beantwortet sind, bitten wir, diese Broschüre zu lesen, bevor man sich zwecks Auskunft an das Palästina-Amt oder andere Aiisiratidcrcrberafungsstellen wendet. Die Broschüre ist gegen Voreinsendung von 0,75 M. zuzüglich 0,10 Al Portokosten zu beziehen beiin Palästina-Amt, Berlin W15, Meinekestr. 10. Der Zolltarif Palästinas in deutscher Sprache ist soeben neu erschienen. Um einem bestellenden dringenden Bedürfius abzuIielfen, hat sich das Palästina-Amt der [ewish Agency, Berlin, veranlaßt gesehen, diesen Zolltarif herauszugeben. Er enthält sämtliche Positionen in alphabetischer Reihenfolge,• sowie Ein- und Ausfuhrbeschränkungen und Verbote und ist auf Grund des im Juli 1933 veröffentlichten neuen Zolltarifs zusammengestellt. Der Zolltarif ist zum Preise von 1 M. zuzüglich Porto 0,10 M. zu beziehen durch das Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Das Merkblatt für Lehranstalten in Palästina, ״Chinuch“, informiert eingehend über Aufnahmebedingungen und Lehr- Lieber an der Universität und an den Schulen. Diese Broschüre ist zum Preise von 0,50 M. zuzüglich Porto in Höhe von 0,10 M. ebenfalls zu beziehen beim Palästina-Amt, Berlin W 13, Mcinekc-tr. 10. Vom Stellen-Markt Gesucht werden für Berlin: KiiiT.eDnckerin für Frottestich; gelernte Blumentvindem 1; perfekte Regciischirniliäherintien; Kürsehnermamselis für Hand und .Maschine: erstklassige Direktrice für Konfektions-Weißwaren: perfekte Oberhemdnäherinnen; jüngere!schürzen/!!Schneiderin mit guten Zeugnissen; perfekte Zuschneiderin f.;r 1 ierrenpyj.imas, aus Eugros- Betrieb; Direktrice für elegante Maßkleider, aus ersten Hausern; geübte Heimarbeiterinnen für Herrenkonfektion (Maschiitenahen, spez. Hosen und Westen). Gesucht werden für Ausland: Perfekte reiclisiieiitsche Zuschneiderinnen für Damen- und Itackfischklciiler (Holland), mit guten Zeugnissen; perfekte Konfektionsnülieriiineii für Kleider, aus guten Firmen (Holland); selbständige rcichsdeulsclie Mäntelnäheriiinen (Holland); erfahrene Korsettdircktriec fur Belgrad; jüngere Pnt/niachcrmeisterin fur Ostpreußen. Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin C2, Roscnstr. 2/4; Tel. Norden 6711. — Wir teilen mit, daß die Westen- Spreeh stunde der Berufsberatung von jetzt an nicht mehr Fasanenstr. 79, sonder» Bleibtreustr. 2 stattfindet, und zwar sind die Sprechstunden am Donnerstag nachmittag von 4 bis 7 Uhr. Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland E. V. Bei der Arbeitsgemeinschaft jüdischer Arbcitsnachweise, Abtig. Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland, Berlin SW 19, Lindenstr. 48/50, sind folgende Vakanzen gemeldet: A. Chemiker: 1. Fachmann für Her- Stellung pharmazeutischer Produkte; 2. Fachmann für Her- Stellung kosmetischer Bedarfsartikel (mit Beteiligung); 3. Fachmann für Herstellung technischer Ocle und Fette für die Textilindustrie (Netzrnittel, Appreturen, Schlichtung usw.), mit guten Kenntnissen auf dem Patenfgebict; 4. Fachmann für Herstellung von Milchsäure und verwandten Produkten aus Zuckersirup; 5. Fachmann für Herstellung von Essigsäure; 6. Fachmann für Herstellung von Natrium; 7. Fachmann für Herstellung von Harnstoff; 8. mehrere Photocheiniker für Herstellung von Emulsionen fiir Rollfilme lind Platten, Einriclitung einer Piattent'alirik usw. R. Ingenieure: 9. Betriebsleiter für eine Strickiiadelfabrik (für die Strumpf- und Trikotagenindustric); 10. dsgi für eine neu zu errichtende Spinnerei für Mohär-Angorawolle, der die erforderlichen Fach- und ma'-chinentechnisehen Kenntnisse zum Aufbau eines derartigen Unternehmens naclnveisc-n kann. C. Diverse: 11. Erfahrencr Werk/eugmacher für Schnitte und Stanzen; 12. Meister für Herstellung (Deher/iehcn) von Photoglasphtten und evtl. Rollfilmen. Anfragen sind unter Beifügen eines kurzen Lebenslaufes, Zetignisabschrifien und Rückportos an obige Adresse zu richten. Telephonische Auskunft unter Dönhoff;307 303. Sprechstunde Montags von 17 19 Uhr. Für alle Stellen!vollen sich!1111׳ erste Fachkräfte mit langjährigen Erfahrungcn meiden. Musiker gesucht. Ls werden hei der Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde erstklassige Musiker fur Kaffeehaus-Betrieb verlangt. Schriftliche Meldungen mit Zeugnissen nur erstklassiger Unternehmungen und Kapellen sind cin/ureichen an die Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde, Berlin N 24, Oranienburger Str. 31. Die Jüdische Buch-Vereinigung, Berlin W 50, Schaperstraße 8, sucht für Berlin sofort!50 bis 200 Werber, mögliehst Herren und Damen aus akademischen Berufen. Ferner in jeder Stadt über 50 000 Einwohner Herren, die die Werbestelle für diese Stadt »ihernehmen und organisieren wollen. Anfragen sind zu richten an die J.B. V., Berlin W 50, Schaperstr. 8. Lübeck. Hier besteht die Möglichkeit, eine kleine Zahl von Handwerkerstellen (Tischler, Maurer, Klempner) zu besetzen. Die Kosten, einschließlich Unterkunft und Verpfleung in unserm streng Tituell geführten Beth Chaluz, den oziallasten und Lehrgeld betragen 6(1 RM. monatlich. Be- Werber nicht unter 18 Jahren, die sofort antreten können, wollen sich umgehend mit Lehenslauf und Angaben von Referenzen an Dr. Rothschild, Lübeck, ßreitestr. 81, wenden, Für alle Stellen ist Sabbatruhe zugesagt. Vermischtes Die Rekhsveriretun;* der deutschen Juden bittet um Aufnähme folgender Notiz: Wir weisen darauf hin, daß die Reichsvertretung lediglich grundsätzliche Fragen bearbeitet und die Interessen der jüdischen Gesamtheit gegenüber amtliehen Stellen vertritt, Dagegen erfolgt die Beratung in Einzeifällen nach wie vor ausschließlich durch diejenigen Organisationen, die bisher dafür zuständig gewesen sind: also in Fragen der Wirtschaftshilfe durch die Wirtschaftsstellen, in Fragen der Wirtschaftspolitik durch Central-Vcrein und Reichsbund jüd. Frontsoldaten, in Rechtsfragen durch den Central-Verein, in allen mit Palästina zusammenhängenden Fragen durch das Palästina-Amt und Ralästina-Wirtschaftsberatungssteile, in Fragen der Auswanderung nach anderen Ländern durch den Hilfsverein der deutschen Juden. Der Verein für Jüdische Geschichte und Literatur veranstaltet am 13. Nov., abends 8י/( Uhr, im Friedensternpel, Haiensee, einen Vortrag. Rabbiner Dr. Max Wiener spricht? übe« das Thema ״Was ist jüdischer Geist?“ Anfragen sind zu

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