Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 57 (18.7.1933)
- Date
- 1933-07-18
- Page
- Seite 352 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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#%■־•״■־»1*1 fpl»•«־'־“ % ■mDL•*: ״• * <*&+~**1 ': &w¥' Die Utopie wird Wirklichkeit Am Gedenktag Herzls greifen wir wieder zu dem Buch, in welchem er die große Utopie gezeichnet hat, die in unseren Tagen Wirk■ lichheil wird, zum Roman ״Altneuland", zins den leichten Sülzen der Erzählung steigt groß und schön eine Vision . . . Hs war eines Frülilingsmorgens nach einer der in diesen Meere•!, so weichen Nächte, 01s die Küste Palästinas in Sicht kam. Du beiden standen auf der Kommandobrücke und lugten seit /,ein, Minuten unverwandt durch ihre Ferngläser nach derselben Himinek■ gegend aus. ,,Man möchte schwören, daß dort, die Bucht von Akka ist,“ sagt! Friedrich. ,,Man könnte auch das Gegenteil schwören,“ meinte Kingscouit ״Ich habe noch das Bild dieser Bucht in der Krinnerung. W! zwanzig Jahren war sie leer und öde. Aber da rechts, das ist de!, der Karmel, und da drüben links ist Akka,“ ״Wie verändert!“ rief Friedrich. ״Da ist ein Wunder geschehen Sie kamen näher. Nun konnten sie schon durch ihre guten Gläser die Kinzelheiten etwas besser sehen. Auf der Heede zwischen Ak’״! und dem Fuße des Karmel ankerten riesige Schiffe. Hinter dien■! Flotte sah man die anmutige Linie der Bucht. An der Nords)!!!/,■ Akka in alter orientalischer Bauschönheit, graue I'estungsinauoni. dicke Kuppeln und schlanke Minaretts, die sich vom Morgenhin״: reizend abhohen. An diesen Umrissen war nicht viel anders c! worden. .Aber südwärts unterhalb der ruhmreich schwergeprüft!1׳ Stadt, am Bogen des Ufcrbandcs, war eine Pracht entstanden Tausende weißer Villen tauchten, leuchteten aus dem Grün üppi_,n Gärten heraus. Von Akka bis an den Karmel schien da e i n grok! Garten angelegt zu sein, und der Berg selbst war auch gekrönt ״!,: schimmernden Bauten. Da sie vom Süden kamen, verdeckte ihnen der Bergvorsprung /!! erst den Anblick des Hafens und der Stadt Haifa. Nun aber D: auch diese vor ihnen . . . Fine herrliche Stadt war an das tiefblaue Meer gelagert. (i!-.-i״ artige Steindämme ruhten im Wasser und ließen den weiten Ha in dem Blicke der Fremden sogleich als das erscheinen, was er wirk!ich war: der bequemste und sicherste Hafen des Mittelländisch»•! Meeres. Schiffe aller Größen, aller Arten, aller Nationen hicl sich in dieser Geborgenheit auf. Kingscourl und Friedrich waren wie betäubt. Auf ihrer zwun/1. Jahre alten Seekarte fand siel! nichts von dieser Hafenstadt, 1!!r nun war sie wie hergezaubert. Die Welt war also während ihre Abwesenheit nicht stillgestanden. Die Jacht ging vor Anker. Dann fuhren sie im bandungsli!,!!!׳ durch das verblüffende Gewühl der Schiffe hindurch nach!!»•!; Quai. Sie tauschten in kurzen abgerissenen Sätzen ihre hin drücke aus. An den steinernen ,Stufen des Uferdammes legte ihr Boot an. S: stiegen aus, . . . H a i E a Oben; Blich vom Karmel. Milte: Die deutsche Kolonie. Im Hintergrund eine der großen Molen. ,,Allneuland“ ist 1902 geschrieben. Der Hufen von Haifa, durch den Palästina zu einem '/.entralpunht des Weltverkehrs wird, ist nahezu vollendet und wird im Oktober 1933 eröffnet. Die große Petroleum - Leitung Mossul — Haifa ist im Bau. .Ausgedehnte Reserve/Pichen von 35 000 Dunum, die vom Keren Kafemeth Lejisrael vor vier Jahren erworben wurden, sichern hodenreformerisch eine gesunde Grundlage für die hereits eingetrelene sprunghafte Entwicklung dieser Stadt. Redakiinn dioner BiKJhoilaee äs :i%i Vi'.Ä»י,! «׳'׳■ y; ‘ ״ "י ' '־ «?xi־ : Dr Krnst Mfwhnrr / Voran! worlich: Dt. G. Landauer, Berlin W15 / Druck von Siegfried Scholem. Berliti-behöncberg 344