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Jüdische Rundschau · 1933-05-05 · Heft 36 (5.5.1933) · p. Seite 182

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 36 (5.5.1933)
Date
1933-05-05
Page
Seite 182 (sequence 4)
Language
German
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Seite 182 JÜDISCHE RUNDSCHAU ' Nr. 36, 5. V. 1933 Die Aktion an den Hochschulen ln den letzten Tagen sind wieder eine große Zahl von Beurlaubungen von Hochschullehrern erfolgt. Unter den Be- Urlaubten sind viele Juden, die sich politisch nicht betätigt haben. Die Verhältnisse sind noch nicht an allen Hochschulen einheitlich geregelt, und an manchen Universitäten ist auch ein besonders energisches Eingreifen der S t u d e n - ten festzustellcn, was bekanntlich auch in nationalen deutscher! Kreisen Kritik hervorgerufen hat. (Man denke z. B. an die Rücktrittserklärung Prof. Sprnngers u. a.) Die Reorganisation ist aber noch keineswegs beendet. Die Stellung der jüdischen Student e n nach dem Schulgesetz ist in manchen Punkten noch ebenso ungeklärt wie die Stellung der jüdischeu Dozenten. Einige jüdische Dozenten, die bisher noch nicht beurlaubt sind, wurden von ihrem Dekan gebeten, im Somit!ersemester keine Vorlesungen abzuhalten. Der Führer der ״Deutschen Studentenschaft‘‘ hat einen Aufruf an die Einzel-Studentenschaften erlassen, in dem folgende Anweisungen gegeben werden: ״Zur Beschleunigung der von der Reichsregierung beschlosserten Maßnahmen zur Säuberung des Berufsbeamtentu ras sind von den Studentenschaften an den Führer der DSt. möglichst umgehend folgende Angaben zu machen: a) Aufzählung der Hochschullehrer, die unter das Gesetz vom 7. April 1933 fallen, das heißt Hochschullehrer, die Juden sind oder kommunistischen Organisationen bzw׳. dem Reichsbanner u. ä. angehört haben; ebenso die Hochschullehrer, die nationale Führer, die Bewegung der nationalen Erhebung oder das Frontsoldatentum beschimpft haben, ilieritir sind genaue Zeugenangaben notwendig (eidesstattliche Versicherung). b) Aufstellung sämtlicher Iloriischullelirer. deren wissen- «schriftliche Methode ihrer liberalen bzw. insbesondere pa/iti׳ ti-. heil I instelhmg entspricht, die daher für die Erziehung des deutschen Studenten im nationalen Staate nicht in Frage kommen. Auch hier ist eine genaue Qtiellenangahe (Schriften, Aeulierungen in Kollegs oder Hebungen tisw.) erforderlich. c) Angabe der IloehschuSlehrer und Assistenten (Be/eichming der Größe und Art des i.ehrbereiches) mit politisch einwandfreier Haltung int Sinne der nationalsozialistisehen Revolution Und einer dieser Haltung entsprechenden wissenschaftlichen ,Methode. Auf ,Mitteilung von f lochschulh lirern, die bei einwandfreier Haltung nur e ine mittelmäßige wissenschaftliche Begabung aufw .‘isen, legen wir keinen Wert. d) In jeder Hochschule ist ein der unter Absatz c) zu nenrtentlen Hochschullehrer vom Führer der örtlichen Studentmsdiaft dem Führer der DSt, als Vertrauensdozent zu benennen, c) Die Studentenschaften haben alle Vorbereitungen zu treffen, um auf Anordnung des Führers der DSt. einen wirksamen Boykott der Vorlesungen und Hebungen von Hochschullehrern durchzuführen, deren Entfernung aus dem Amt durch den Staat nicht sofort möglich ist. f) Es wird verwiesen auf Anlage 2, betr. Aktion wider den undeutschen Geist.“ Als eine Antwort hierauf kann man es wohl auffassen, wenn Kultusminister Rust in einem Erlaß vom 2. Mai an die Studentenschaft folgendes sagt: ״Die deutsche Studentenschaft hat vor aller Welt den Beweis zu mutigem und opferbereitem Einsatz für ihre nationalen Hochziele in den Jahren der Unterdrückung und Entrechtung gebracht. Jetzt liegt auf ihr die Pflicht, vor Deutschland und der Welt durch Disziplin und Leistung den Ruf eines freien und hochstehenden deutscheu Hoclischulwcsens wiederherzustcllen und zu befestigen. Laßt euch 'in der Erfüllung dieser großen und ehrenvollen Aufgabe nicht durch Entgleisungen einzelner Hoch- Schullehrer beirren, die in diesen Tagen eines deutschen Arbeiterfrühlings in völliger Verkennung der Lage durch beleidigende Erklärungen das junge Deutschland herausfordern. Ich werde den Störungsversuchen eines Arbeitsfriedens an den preußischen Hix'hschuien auf beiden Seiten entgegen/utreten wissen. Ich werde Studenten, die sich 71! störenden Aktionen an den Hochschulen mißbrauchen lassen, ebenso vom Hochschulstudium ausschlicHen, wie ich Lehrer, die unser deutsches Hochschulwesen und damit das neue Deutschland vor der Weit durch unzeitgemäße und imbercchtigte Erklärungen denunzieren, nach den Be^iimmungen des Gesetzes zum Schutze des deutschen Berufsbenmtentuins von den Lehrstühlen der preußischen Hochschule zu entfernen wissen werd׳.״‘ Die S t 11 d e n t e n s e h a f t d e r U n iversität B e r 1 i n veröffentlicht folgenden Aufruf: ״Die Führung der jetzt wieder staatlich anerkannten Studentenschaft der Universität Berlin hält es für eine ihrer wesentlichsten Aufgaben, dafür zu sorgen, daß im kommenden Semester die Universität von Zwischenfällen irgendwo!- eher Art unter allen Umstanden verschont bleibt. Es werden zwar i m n a c!1 s t e n S e in e s t e r noch eine Anzahl jüdischer Professoren, die nicht unter die Bestimmungen des Reamtengesetzes fallen, an der Universitiit Berlin ihre Vorlesungen abhalten, Träger der geistigen Erneuerung der Hochschulen sollen nicht nur die Studenten, sondern müssen die Hochschullehrer als die berufenen geistigen Führer sein. Die Studenten wollen ihren Lehrern wieder Gefolgschaft leisten können. Juden können a b e r nicht Führer der Studenten sein. Der deutsche Student wehrt sich deshalb dagegen, die Grundlagen seines Denkens und Wissens von Juden übermittelt zu erhalten. Im kommenden Sommerseinester ist cs Pflicht jedes deutschen Studenten, w e d c r bei jüdischen Dozenten Vorlesungen zu belegen noch zu hören. Wer diese Verpflichtung nicht erkennt, stellt sich bewußt außerhalb der Reihen der deutschen Studentenschaft.“ Unter den beurlaubten Berliner Professoren befindet sich auch der Ordinarius für orientalische Philologie und Direktor des Seminars für orientalische Sprachen Professor Eugen Mittwoch, der nach dem Tode Professor Sobernheims auch zmn Referenten für Orientfragen im deutschen Außenministeritim bestellt worden war. Professor Mittwoch ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, des geschäftsführenden Ausschusses des Hilfs- Vereins der deutschen Juden und des deutschen Pro-Palästina- Komitees. Wie die ״Frankfurter Zeitung“ berichtet, kam es in der Frankfurter medizinischen Fakultät anläßlich der Eröffnung des Sommersemesters zu Eingriffen der SA. Die jüdischen Studenten, die auf dem Gelände der Uni* versifätsklinikcn erschienen waren, wurden von uniformierten Kollegen aufgefordert, ihren Ausweis abzuliefern. Ucber die Abgabe wurde ihnen eine Quittung ausgestellt, und außerdem die Weisung gegeben, das Gelände bis auf weiteres nicht zu betreten. Drnrch Anschlag in der Universität werden die jiidischen Studenten aufgefordert, ilire Ausweise zur Durchführung des Numerus clausus abzugeben. Verbrennung der Bacher indischer Anloren Wie Kreis 10 der Deutschen Studentenschaft mitteilt, werden von der Deutschen Studentenschaft Unternehmungen veranstaltet, die der Entfernung eines möglichst großen Teils der Bücher jüdischer Autoren aus öffentlichen und privaten Bibliotheken dienen sollen. An die Berliner Bevölkerung wird appelliert, am Sonnabend, dem 6., und am Montag, dem 8. Mai, Lastwagen und Personenwagen zur Sammlung des erfaßten Schrifttums zur Verfügung zu stellen. Alle Deutschdenkenden werden aufgefordert, aus ihren privaten Bücher- Sammlungen alles marxistische und jüdische Schrifttum auszusondern und mit der Bezeichnung ״Wider den undcutschen Geist“ an das Deutsche Studenten haus zu senden. Weitere Möglichkeiten zur Ablieferung von Werken jüdischer Autoren sollen noch bekanntgegeben werden. Der Aufruf der Studentcnschaft schließt mit den Worten: ״Nach dem 10. Mai darf es keine deutsche Hausbücherei, keine Studentenbibliothek mehr geben, in der sich ein undeutsches Buch befindet. Kleine Nachrichten Der Londoner ״Times“ zufolge hat die ägyptische Regierung beschlossen, zweihundert jüdischen A e r z t e n und Rechtsanwälten, die Deutschland wegen der letzten Ereignisse verlassen haben, die Ermächiigiing zu erteilen, in Aegypten ihren Wohnsitz zu nehmen und ihren Beruf auszuüben. Wie dem J.T.A.-Vertreter mitgeteilt wird, beabsichtigt die türkische Regierung, eine Anzahl jüdischer Gelehrter aus Deutschland, insbesondere Mediziner, in die Türkei zu berufen. Den jüdischen Gelehrten sollen weitgelieiulc Vergünstigungen zwecks Erleichterung der Fort- Setzung ihrer Arbeiten gewährt werden. Der weltberühmte Krebsforscbcr Professor Ferdinand Rlumentlial hat den preußischen Kultusminister ersucht, ihn der Leitung des Universitätsinstituts für Krcbsiorschling an der Berliner Charite zu entliehen. Professor Bluinentiial war am Berliner Krebsinstitut seit 1903 tätig. Aut Wunsch des Kommissars für das Gesundheitswesen der Stadt Berlin hat der berühmte Chirurg Geheimer Aiedizinalrat Dr. Moritz. Borchardt die Leitung der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Moabit niedergolegt. Auch der Leiter der nervenärztliehen Abteilung, Professor K. G o 1 d s t e i n, früher Ordinarius in Frankfurt a. M., mußte aus dem Amte scheiden. Prof. Goldstein hat sich insbesondere durch seine Arbeiten über Hirnverletzungen einen Namen gemacht. Im Auftrag der Universität Jerusalem bat Prof. Martin Buber als deren Vertreter an den soeben stattgefundenen Feierlichkeiten anläßlich des hundertjährigen Jubiläums der Universität Zürich teilgenommen. Aufruf! An alle jüdischen Turner und Sportler in Deutschland! Der Ausschluß der jüdischen Turner und Sportler aus den deutschen Verbänden und Vereinen stellt uns vor neue Aufgaben. Seit über dreißig Jahren kämpfen die Vereine des Deutschen Kreises im Makkabi-Weltverband für den Oedanken der physischen Regeneration des jüdischen Volkes. In unaufhaltsamem Vormarsch ist der Makkabi-Weltverband gewachsen und hat in allen Ländern der Welt die sporttreibende jüdische Jugend unter seiner Fahne gesammelt. Im März. 1932 legten wir auf der ״Makkabiah“, der ersten jüdischen Olympiade in Palästina, von unserer Arbeit Zeugnis ab. Die Verbindung mit der nationalen Renaissance unseres Volkes und dem Aufbau Palästinas hat unserer Arbeit ihren Sinn gegeben und aus unseren Turnern und Sportlern aufrechte jüdische Menschen gemacht. Heute gilt es, allen jüdischen Turnern und Sportlern, die heimatlos geworden sind, unsere Reihen zu öffnen. Der Deutsche Makkabikreis fordert alle diejenigen, welche sich heute auf ihr Judentum besonnen haben, auf, in die Makkabi- und Bar Kochba-Vereine Deutschlands einzutreten und mit uns zusammen für eine schönere und hoffnungsvollere jüdische Zukunft zu kämpfen. Das Präsidium des deutschen Makkabikrefse Vermischtes Elternversammlung der Jüdischen Schule Klopstockstraße. Die Jüdische Schule Klopstockstr. 58 (1 Min. vom Bahnhof Tiergarten) ladet ihre gesamte Elternschaft zu einer Ver- Sammlung ein, die Montag, den 8. Mai, 8.30 Uhr abends pünktlich, im großen Saal des Cafe Leon, Kurfürstendämm 155/56 (am Lchniner Platz), stattfindet. Tagesordnung: 1. Dr. Elias Auerbach: ״Die jüdische Schule in Deutschlarul im gegenwärtigen Augenblick“, — 2. Frau Nathan: ״Unsere Schule“. — 3. Aussprache. Jüdische Schule Klopstockstr. 58 (1 Min. v. Bhf. Tiergarten). Das neue Schuljahr begann am 2. Mai. Die Leiterin der Schule Frau Nathan ist täglich, außer am Sehabbath lind Sonntag, in der Schule von 12—13 Uhr zu sprechen und nimmt auch weiterhin Anmeldungen von Knaben und Mädchen für sämtliche Klassen und iür den hebr. Kindergarten entgegen. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Wir geben folgendes bekannt: Die Jüdische H a u s h a 11 u 11 g s ־ schule Frankfurt a. M., Königswarter Str. 20, teilt uns mit, daß sie bereit wäre, einen Lehrgang einzurichten, der für solche Mädchen bestimmt ist, die nach Palästina geben wollen. Die Kursusdauer soll 4 Monate betragen. Folgende Fächer sollen gelehrt werden: Kochen (mit besonderer Beriicksichtigung der fleischlosen Küche); Bügeln, Hausarbeit, Ausbessern. Nähen, Gartenbau. Ferner folgende theoretische Fächer: Nahrungsmittel!ehre (mit besonderer Berücksichtigung der Diätetik), kranken- und Säuglingspflege, Hebräisch, hauswirtschaftliche Buchführung׳, Wohnungspflegc. — Wir bitten Interessenten, sich möglichst schnell bei uns zu melden (Büro des Verbandes Jüd. Frauen für Palästina-Arbeit, Ber- ז Beachten Sie I unseren I Inseratenteil 8 lin W, Meinekestr. 10), da der Kursus nur dann durchgeführt werden kann, wenn sich mindestens 8 Teilnehmerinnen rinden. Der Lehrgang müßte spätestens am 25. Mai beginnen, um vor den Herbstfeiertagen beendet zu sein. — Preis für Pension und Schulgeld 100 M. monatlich. Psychotherapeutische Einführungen für Mediziner und Pädagogen hält kostenlos San.-Rat Dr. Otto Julitisburger, Meinekestr. 3, Fernspr. Bismarck 4301. Dresden, ln der Generalversammlung■ am 29. April wurde nach Anhörung des Jahresberichtes ein neuer Vorstand gewählt. Aus dem Bericht ging hervor, daß der Keren Hajcssod im letzten Berichtsjahre verhältnismäßig gut abgeschnitten hat, dagegen ließ die KKL-Arbeit sehr zu wünschen übrig. Zum Schluß erstattete Herr Führer einen kurzen Bericht über seine Eindrücke aus Palästina. Königsberg. Die Königsberger Zionistische Vereinigung hat, wie bereits mitgeteilt, eine Beratungsstelle zur Auskunft*• erteilung für Auswanderer nach Palästina errichtet. Die Sprechstunde findet von nun an jeden Sonntag vorm, von 11 bis 1 Uhr im Büro der Zionistischen Ortsgruppe, Gluck- Straße 10/12, statt. Nürnberg, ln einer gemeinsam vom Zionistischen Jugendkreis und der Jung-Wizo einberufenen Versammlung sprach Herr Dr. Alex Bein (Berlin) über: ״Die Juden und das 10. Jahrhundert“. Der gedanklich auf bedeutender Höhe stellende Vortrag erntete den Beifall einer zahlreichen Hörerschaft. Das jüdische Säuglings- und Kleinkinderheim In Nieder- Schönhausen bei Berlin, Moltkestr. 8/11, nimmt in seinen beiden Häusern Kinder von der Geburt bis zum schulpflichtigen Alter für kürzere und längere Zeit in Pflege. Das Heim liegt in gesunder, ruhiger Umgebung, verfügt über eigene Gärten, Liegehallen, Planschbecken, Höhensonnen und sonstige hygienische Einrichtungen. Regelmäßige kinderärztliche Ücbcrwachiing, sehr zuverlässiges Pflegepersonal. Anmeldungen an das Heim. Ein Legat für den KKL. Durch die VersicherungsgeselL Schaft ״Phönix“ wurde nach dem Hinscheiden unseres Gesinnungsgenossen Dr. Isaak Strauß (München) dem KKL der Betrag von 1000 M. überwiesen. Statutengemäß wird diese Legatsversichertingssumme zu einer Eintragung unseres verblichenen Freundes in das Goldene Buch verwendet. Gottesdienste. Freitag, den 5. Mai, abends: In den Synagogen mit altem Ritus und Altrrversorgungsnnst alten: 7.30 Uhr; in den Svnagogon mit nettem Ritus (außer Svn. Prinzregentenstraße) und Syn. Schmargendorf (Altersheim): 7 Uhr; Syn. Prinzregcntenstraße: 7.15 Uhr. Predigten: Syn. Liilzowstiaße: I)r. Prinz; Syn. Friedens״ teinpel: Dr. Lewkowilz; Syn. Prinzregentenstraße: Dr. Callincr. Tu den übrigen Orgelsynngogen: Ansprache des Rabbiners. —■ Sonnabend, den 6. Mai. morgens: Alle Synagoge und Syn, Postalozzistrnßc: 8.30 Uhr; alle anderen ■Syn. mit altem Ritus und Altervcrsorgungsanstalten: 9 l'hr; F'rühgottcsdicnst: Syn. Rykeslraße und Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: 6.45 Uhr. Svn. mit neuem Ritus: Ifauptgottesdienst: 10 Uhr, Svn. Köpenick: 9.45 Uhr; Syn. Schnur* gendorf (Altersheim): 10 Uhr; Frühgottesdienst: Syn. Lindonstraße, I.cvetzowstraßc und Prinzregcntonstraße! 7,30 Uhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. Cului; Syn. Kaiserstraße: Dr. Freimann; Syn. Rykc• Straße: Dr. Freier; Syn. IVstalozz.idraße: Dr. E. Levy; Syn. Kottbusscr Ufer-Ahawas Reim: Dr. Frankfurter; Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Pcstaloztistraße: Dr. E. Levy; 4.30 Uhr: Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy. Sabbat-Ausgang: 8.27 Uhr; morgens: Alte Syn., Svn. Kaiserstraße und in allen Svn.: 7.30 Uhr; morgens: Alte Syn., Syn. Kaiserstraße und Rvkestraße: 6.30 Uhr; übrige Syn. mit altem Ritus: 7 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: 7.30 Uhr. ln den Syn. mit altem Ritus linden während der Scphirazcit Lehrverträge eine halbe Stunde vor Eintritt der Nacht statt. Gottesdienst des Beth Hamidrasch, Rosenthaler Str. 55, begründet vom Misrachi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Israelitische Vereinigung Lichtenberg. Syn. Frankfurter Allee 85. Beginn der Gottesdienste wie in Syn. nach altem Ritus. Sonnabend vormittags Ansprache von Rabbiner Dr. Arthur Roscnlhnl. Nach* mittags, 45 Minuten vor Sabbatausgang, Mincha mit Lehrvortrag von Rabbiner Dr. Arthur Rasenthal, Berliner Kalender Berliner Zionist. Vereinigung. Bayerischer Platz: 8. Mai, 201/5 Uhr, Syn. Münchener Sir. 37: Palästina. — Fragekasten. .— Reinickendorf: 8. Mai, 20:/» Uhr, bei Kochanowski, Sansibar- Straße 64, Franz Brüll: ״Deutsches Judentum und Zionismus“. — Westend: 8, Mai, 20'/« Uhr, bei Dr. Hirsch, Stormstr. 7, Dr. S. Hirsch: ״Deutsches Judentum und Zionismus“. — Wilmersdorf: 8. Mai, 20'/« Uhr, Meinekestr. 10, Dr. Heinrich Strauß: ״Deutsches Judentum und Zionismus“. — Wittenberg *Platz: 8. Mai, 20'/« Uhr, Restaurant Kaufmann, Kleiststr. 14, Dr. Georg Herlitz: ״Jüdische Schulfragen“. — Süd: 9. Mai, 20'/« Uhr, bei Gundermann, Oranknstr. 10/11: Palästinafragekasten. — Tempelhof: 9. Mai, 20'« Uhr, bei Feibusch, Jlohcnzollcrnkorso 12, R.-A. Benno Cohn: ״Deutsches Judentum und Zionismus“. — Zen tnim: 10. Mai, 20'/1 Uhr, Gemeinde, Rosonstr. 2/4: Palästina. — Fragekästen. — Grunewald: 11. Mai, 20'« Uhr, bei R.-A. Böhm, Humboldt str. 6b, Kurt Blumenfeld: ״Zionistische Informationen''. —■ Jannowitzbriickc: 11. Mai, 20l׳j Uhr, Restaurant Gerecht, Am Königsgraben 2: Palästina - Frag,kästen. Fraucn-Arbcitsgemeinschaft für Palästina. Studienzirkel Charlottenburg: 9. Mai, nachm. 4•/» Uhr, bei. Frau Loewen- Ural, Na -auH. hr Str. 20. Gäste willkommen. Klub Junger Zionisten. 9. Mai, 205/4 Uhr, Meinekestr. 10, Dr. Alex Bein: ״Die Juden im 19. Jahrhundert“. Deutscher Makkabikreis Berlin. Am vergangenen Sonntag fand das Eröffnungssportfest des Bar Kochba Berlin aut dem Sportplatz im Grunewald statt, zu dem sich eine große Anzahl von Zuschauern cingefunden hatte. Nach Abwicklung der sportlichen Wettkämpfe — neben internen leichtathletischen Konkurrenzen wurden Fußballspiele gegen den VES.- Berlin ausgetragen, aus denen der Bar Kochba siegreich hervorging — versammelten sich Teilnehmer und Zuschauer zur Makkabistunde. In einer Ansprache forderte der Vorsitzende des Bar Kochba-Hakoah Berlin, Hans Frledemlial, zu intensiver, disziplinierter Weiterarbeit in der zionistischen und in der Makkabi.Bewegung auf. Anschließend wurde in neuartiger Form ״Autoemanzipation“ von Pinsker vorgt•- tragen. Die Worte Pinskers wirkten, als ob sie aus der augenblickliehen Situation heraus ntedergeschrieben worden wären, und hinterließen bei allen Zuhörern einen tiefen Eindruck. Wir wünschen, daß der vom Bar Kochba mit dieser Veranstaltung Ungeschlagene Weg weiterbegangen wird. —־ Tennis In Berlin. Per Jüdische Tennisclub Bar Kochba hat die Saison eröffnet und spielt auf den Tennisplätzen Karlsruher Straße, in der Nahe des Kurtürstendamms (zwei Minuten vom Stadtbahn!!«! Halensee), Anträgen werden an das Sekretariat (J1 Bismarck 1418 oder E 1 Berolina 2161) erbeten.

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