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Jüdische Rundschau · 1933-01-06 · Heft 2 (6.1.1933) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 2 (6.1.1933)
Date
1933-01-06
Page
Seite 10 (sequence 6)
Language
German
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Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Kr. 2, 6.1. 1933 HECHAIUZ Al if oh! Pegisehah der Olim! Am 3. Januar verließen 20 Mitglieder des Deutschen I andesverbnndes Hechaluz Deutschland und siedelten nach Palästina über. IS Chawerim und 11 Chawcroth bilden die erste Gruppe des Heehaluz, die in diesem Jahre ihre Alijah vollzieht. Von den Olim haben bis zuletzt 6 im Uachscharjh-Kibbtiz 1.11 d \v i g s 11 o r s t gearbeitet, 3 kommen aus dem Zentrum, das der Heehaluz in Dänemark hat, 4 aus dem Zentrum Erfurt, 6 aus den städtischen Bathe Chaluz, während die übrigen von Einzelstellen kommen. 0 Jungens gehören!andwirtschaftlichen und ebensoviel handwerklieben Berufen an. Von den Mädchen sind 6 in landwirtschaftlichen und 5 in hauswirtschaftlichen Zweiget! ausgebildet. Keiner von den Olim hat eine kürzere Hachscharah als mindestens zwei Jahre. Doch sind mehrere vorzüglich ausgebildcte Menschen mit 6■ und "jähriger Hachscharah unter den Olim. Von den 21) Olim gehören 14 Chawerim und 7 Chaweroth dem ßrith Haolint an. Je 1 Chawer kommt aus der Kadimah und dem Arbeitskreis. -1 Chawerim und 2 Chaweroth sind nicht durch Jugendbiinde gegangen. Am 2. Januar abends verließen 17 Chawerim und Chaweroth Berlin, nachdem sie vom 30. Dezember 1032 bis 1. Januar 1033 in Bel/ig — der sich immer mehr erweiterndem ersten Eigenwirtschaft des Heehaluz — an einer Pegisehah des Aliiah-Kibbtiz. ״Vt'aw“ teilgenomrnen hatten, an der sich außer diesen Olim etwa 23 noch zurückbleibende Chawerim des Kihhiiz-Aliiah ״Waw“ beteiligt haben. Die anderen 12 Chaverim dieser Gruppe haben sich dem Transport am 3. Januar früh in München angeschlossen. Nach ausführlichen Besprechungen über die Fortsetzung der Arbeit ries Kibbuz-Alijah ״Waw“ in Deutschland (der sich auf dieser Pegisehah den Namen ״Adiduth" gab) referierte Fritz 1 i c 11 t e n s t e i ״ (Jagur-Berlin) vom Merkas Heehaluz über den VT׳!; des Kibbuz im Lande und die Probleme der Einfügung in den Kibbuz. Er streifte ■־ wie es in dem Rahmen eines Refeiates nicht anders möglich ist — alle Schwierigkeiten der Cmsteiliing und sHiiklerte das Wesen rlcs Kibbuz, die Aufgaben, die er sich gestellt hat, und den Weg, auf dem er die "praktische Verwirklichung des Zionismus zu erreichen strebt. Er versuchte zu zeigen, daß parallel 11er chaluzischen Aufgabe, die die Arbeiterbewegung innerhalb des Zionismus erfüllt, der Kibbuz den Vortrupp der Arbeiterbewegung bildet, daß der Kibbuz am konstruktiven Aufbau des Landes den größten und stärksten Anteil nimmt, und daß er den stärksten wirtschaftlichen Rückhalt der Arbeiterbewegung und ihre schärfste Waffe im Kampf um ihre soziale Befreiung darstellt. Josef K a 1 c 11 h 0 i m (Giwath-Brenner, Leipzig) unterstrich in seinem Referat ebenfalls die Schwierigkeiten der Einfügung und zeigte, daß es keinen besseren Weg zur Verwirklichung des Zionismus gibt. Die Aussprachen nach den beiden Refe• raten zeigten, daß die Chawerim mit bester Zuversicht und klarem Bewußtsein ihre Alijah autreten und die Zurückbleibenden ihre Hachscharah planmäßig fortsetzen werden, bis die nächste oder übernächste Alijah auch sic ins Land schicken kann. Die Pegisehah war beherrscht von einer freudigen Stirntnung und dem Gefühl der absoluten Zusammengehörigkeit aller Chawerim. Dies fand seinen Niederschlag irn Oncg Schabbath und in den Nescliafira der späteren Abendstunden. In einer kurzen hebräischen Schlußrede faßte Fritz Lieht ensteirr das zusammen, was in der Stunde einer vorläufigen Trennung von 29 der besten Chawerim unseres Landesverbandes zu sagen war, und gab den Olim ein Geleitwort auf ihren weiteren Weg mit. להיות חלוצים במלא מובן המלה weltVe@5qand Reise Lord Melchetts. Lord Molche» hat »eine Makkabiroiso mit Dr. L e Iie \v e r in Sofia beendet und ist über Konstantinopel Makkabi Antwerpen. Die Kork-llall-Abtoilung des Makkabi, AnKw-ipcn, siegle beim Wettspiel gc״pn den jüdischen Sportverein T.O.P. im Ihm!׳. — Am 3. Januar fand in Brüssel eine Ver- P׳'n,'r \Ekkal)i Va'lei'l'ie!('. '1י ’’ Makkabi-Presse. Wir verweisen auf NT. 4 des ״Ilniriakkabi“, die anlaßlieh der Heise von Lord Melchett erschienen ist und einen »ehr interessanten Aufsatz von Lord Melchett bringt. — NT. 5 des ״Maccabi" in Kairo ist erschienen und bringt außer verschiedenen interessanten Bildern und Aufsätzen auch einen Artikel von Dr. Felix Teilhaber. Die Zeitung erscheint in französischer Sprache. Deutscher Makkabikrels Berlin. Der Fußhall-Klub im Bar Kochba-Hakoah veranstaltet am 21. Januar einen Gesellschaftsbau im Hotel Esplanade. Näheres siche Vermischtes. Frankfurt. Das glanzend besetzte Internationale Tisch-Tennislurnier in Darmsladt wurde zu einem großen Erfolge für Bar- Kochha, Frankfurt am Main, Nicht weniger als 15 Preise war die Auslese, ferner wurde dem Bar Kocliba der Sonderpreis für die beste Vereinswertung zuerkannt. Alltort Schimmel unterlag in» Meistrrschnflscirizel dem Hamburger Deißlor, nachdem ~er vorher den Favoriten Nickclsburg in einem wunderbaren Kampf glatt 3:0 ausgcsclialtot hatte. Großen Erfolg hatte auch der Nachwuchsspieler Leo Heyda, der, zum ersten Male an einem Turnier teilnehmend, gleich zwei erste, einen zweiten und einen dritten Preis erringen konnte. Bekannte Spitzenspieler wie «len Darmsüidlor Ploch und Schwarzschild konnte er glatt besiegen. EVI. Fanny Bindefeld belegte in der A- und B-Klassc zwei ehrenvolle Platze, während Frl. Lina Bindefeld mit Hovda das Mixed B sich sicherte. Erwähnt sei noch, daß die ersten vier der llerren-A-Klassc im Einzel Bar Kochbaner waren. Norbert Bimier gewann gegen seinen Klubkameraden Joskowitz den ersten Preis, während er mit Nat Bindefeld als Partner zweiter in der Doppelkinne A wurde. — Tischtennis. Das fällige 5 erhandsspiel gegen die spielstarke Mannschaft des ,,Blau- Weiß“, Darmstadt, gewann die Bar Korhha-Vertretunp: Norbert Biener, lloyda, Joskowitz, Bindefold, Deutsch und Willner in Darmstadt eindrucksvoll mit 10:5, wobei zu berücksichtigen ist, daß tatsächlich nur ein Einzelspiel verloren wurde, während die restliehen vier Punkte dem Gegner ohne Kampf zufielen, da der Bar Kochha wogen vorgerückter Stunde, um den Zug nicht zu versäumen« diese vier Spiele streichen mußte. Geschäftliche Mitteilungen Unseren Lesern wird das Cafö Kutächera, Charlottenburg, Bismarckstraße 109, am Schillerfheater, bestens empfohlen; sämtliche in- und ausländischen Zeitungen. Konzerte erster Künstler. UND BLUMENSPENDEN löst man ab durch Natfcmalforuti * Telegramm« und Baum- 1f»«nd«n für Palästina׳ Telegramm« »u 50 Pf g. bei alten VtrtrauemUuten. Ein Baum kostet 6 Mark, unr senden KEREN KAJEMETH LEJISRAEL BERLIN W 15. Meineke91r.fi® 10. Telefon! I 1 Bi.m.rck 7165■ Poilicbeck ■ Konto 1 Berlin 25247 G Lea Wiesel solo Sctiarf Dr. med. Ferdinand Agulnik Dr. med. Mira Agulnik *eb. WarsöiowzlK Offeobach a. M., Rieberrrtlr. ־W. 3■ Januar 1 STEUERN / BILANZEN Dr. SCHNURMACHER D I P L O M K A IJ F M A N N Telefon : H 7 Wilmersdorf 2856 Nassauische Straöe 21 Geuierbeoberietirerin für Fachschulen, Landwirtscfjaftl. H.-Lehrerin, erfahren in a •en Zweigen des Berufs, im Unterricht, in der Emrichtun? von Frauenschulen, in Her praktischen Führung größerer Wirtachaftabetncbe, *acht ycr.ynefe Betatig-un? 1 an Schule oder Internat oder in der Fühlung eines Sanatoriums oder sozialen Unternehmens. Sehr gute Zeugnisse und Referenzen stehen zur Verfügung־. Zuschriften u. E;34 an die J״d. Runschau, Berlin W15, Meinekestr. 10 Gemeindeabend der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Montag, den 9. Januar 1933, abends 814 Uhr im Marmorsaal des Zoologischen Gartens, Eing-anjj Budaoester Str. 9 Judentum in der Großstadt Dr.Wilhelm Kleemann; Gemeinde und Umwelt Dr.Walter Breslauer: Wilhelm Graetz: Dir. Heinrich Stahl: Moritz Rosenthal: JOSet Schmidt: Tenor Eintritt frei! Der Weg zur Gemeinde Jugend und Gemeinde Wohltun ist Gerechtigkeit Jüdischer Geist-jüdische Solidarität Michael Taube: Klavier Charlotte Rosen: Violine Hermann Weil: Cello Lotte Schälte: Sopran Pension Käle Pan, Tel-j&wiw ab 15. Februar 1933 im Neubau mit allem Komfort Direkt am Meeresstrand. JedesZimmer mit eigenem Duschraum Restauration. Mäßige },reise. Konditorei Lehrer ln Berlin Zwei jüd. Schulen in der Nähe. An7ebo!e unter E 233 an Bcrl in W15, Meinekestraße1! 0 Iyqns׳ RM 148,- 5 Zimmer-Wahn. Raikoo und Erker. Junkers Warmwasser, per 1. April Von-der-Heydt-Straße 9 (Telefon: J1 Bismarck 8061) '-־׳: •STETS :••■־ /T'T?׳T7 ־ DER'.־BESTE.•X £j£Lf dauerndes inserieren bringt dauernd Gewinn x Georg Wedell X Kohlengroßhandlung Berlin NW 87 Propaganda-Sekretäre oder Sekretärinnen von großer jüdischer Organisation gesucht. Offerten von nur qualifizierten Bewerbern unter Beifügung• von Lebenslauf und Zeugnissen unter E 231 an d.Jüd.Rundschau, BerlinWlS, Meinekestr. 10 erbeten 1 Wer wirklich ernsthaft und nach guter wissenschaftlicher Methode Hebräisch erlernen will, der lerne nach David Josef Bornstein Einführung in das Hebräisch der Gegenwart Preis: Brosch. RM. 7.50, in Ganzleinen geh. RM. 9.— (abzüglich 10°/o Notverordnungsrabatt) und RM.0.50 für Porto und Verpackung; Ausland RM. 0.70, Lieferung erfolgt gegen Vorauszahlung oder per Nachnahme Alleinvertrieb: Jüdische Rundschau o.m.b.H. Berlin W 15, Melnekestrafce 10 Postscheck• Konto 17392 Hitachduth 0181 Germania die Organisation der aus Deutschland und Deutsch-Oesterreich nach Palästina eingewanderten Juden, stellt sich für Palästina-Auskünfte aller Art zur Verfügung Anfragen lokaler natur dir. an die Ortsgruppen Hitachduth Olej Germania Tel-Awlw Haifa Jerusalem P.0.B.22« P.O.B.288 e.o. Dr.Smoira Anfragen allgemeiner natur an das Sekr. der Hitachduth Oie] Germania Tel -Awiw, P, O. B. 226, Allenby-Str. 106 Jeder Anfrage sind zwei ״internationale Rückantwortscheine“ u. womöglich einige Kopien m Schreibmaschinenschr. beizufüg. Ver!. Morsestraße — Fernsprecher: C9 540“», H 4 3379 Berich! flher die Tätigkeit der Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1930-1932 erstattet dem XXIV. Deleglertenteg in Frankfurt a. Vf. im September 1982 Voreinsendung• von 0.30 M. zu beziehen durch die ZtffD-, Berlin 15, MemekestraBe 10. ZBitungsausschnitte! Konkurrcniios •chnillo und reidi* haltig••־ Bedienung־; ni#drlge Gebühren. SchnelldienstÜ^iM",',“.“״״ PALÄSTINA-WIRTSCHAFT Stellengesuche / Stellenangebote Bezugsquellen / Absatzgebiete In Palästina durch eine Anzeige In dieser Rubrik zu besonders ermäßigten Preisen, f'ewerbungen, Anfragen und Informationen befördert die Expedition der Jüdischen Rundschau, Berlin W IS, MeinekestraBe 10, an Interessenten weiter und stellt direkte Verbindungen mit interessierten Stellen im Lande kostenlos her, Deutscher Fachmann, MelStOf ClOT Auto*« MotOT-8 und landwlrtschaftl« Maschinen - Branche, VERT«XllENS$TELUINd R. Todt, B p I i n N, I n v a I i d n s t r a fi U4 111 Eine Anreise in dieser Große kostet in dieser Rubrik 4.— N'k. Eine Anzeige in dieser Größe kostet in dieser Rubrik 2.50 Mk. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Geor, Laudauer, Bertia -WilmersdorL Verlag: Jüdische Rundschau G.m. b. H., Berlin W 15 Verantwortlich für den Inserntcnteil: R. Segel, Berlin-Wilmeradorl. An*.-Verw.: Jüdische Rundachau G,nu LH. Berlin W 15, Meinekestr. 1 ■ Druck von Sicvfried Scholcm, Berlin - Schöneberg.

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