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Jüdische Rundschau · 1937-11-19 · Heft 92 (19.11.1937) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 92 (19.11.1937)
Date
1937-11-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 92, 19. XI. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 15 Betofttatpi U* det-Wett Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen (Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Anfragen aus unserem Leser• kreise betreffend den Verbleib vermißter Freunde. Jeder Anfrage sind zwei Briefmarken (bzv, aus dem Auslande zwei internationale Antwortscheine) beizulegen. Diejenigen Leser, die über den Verbleib der 0esucl1t.cn Auskunft geben können, werden um Mitteilung ersucht.; Nr. 7 (Nachtrag). Nicht Frau Benny Juhl, wie irrtümlich ZU lesen war, sondern Herr Erwin Juhl, Köln, sucht seine Verwandten in USA. Nr. 10. Frau Fanny Adler, Berlin W15, Lietzcnburger Straße 34 (bei Dr. Daffis), sucht Louis Adler, geb. 14. April 1855, verheiratet mit Jenny, geb. Rubel, sowie deren Kinder, zuletzt ansässig in C h i Ü a g o. Buchausstellung in London. Die alljährliche Buchausstel- Inug der ״S u n d a y Time s“ ist in London von Mr. Winston Churchill eröffnet worden. Die Ausstellung, an der über 1D0 Verleger aus ganz England teilnelimen, repräsentiert die Gesamtproduktion des britischen Verlages. Autor, Papierfabrikant, Drucker, Verleger und Sortimenter arbeiten zu- Samruen und geben ihr Bestes. Alle Sparten der Literatur sind vertreten; wir sehen alte und neue Ausgaben, kostbare und einfache, Bücher über Kunst und Wissenschaft, Romane, Kiuderbücher. Viel Sorgfalt wird den Uebersetzungen aus fremden Sprachen gewidmet, von denen besonders Stefan Zweigs Werke auffielen, die der Verlag Cassel!, London, herausgibt. ״Marie Antoinette“, ״Fouche“, ״Heilung durch den Geist“ sind bereits erschienen, und zu ihnen wird sich dieser Tage die ״Geschichte des begrabenen Leuchters“ geseilen. — Der jüdische Stand der Ausstellung, von der Firma Edward Goldston, London, arrangiert, bringt in erster Linie Bücher, die das englische Judentum behandeln, aber trotz dieses Spezialgebietes den politischen, sozialen und ökonomischen Problemen der Welt nicht gleichgültig gegenüberstehen. Fenier sind Bibel- und Talmudausgaben vertreten, Geschichtswerke, Lexika, Die Oxford University Press (in London, von Humphrey Milford repräsentiert) hat das neueste Werk des Historikers Cecil Roth, ״Noble Families among the Sephardic Jews“ in einer vornehm ausgestatteten Folio-Ausgabe veröffentlicht, wie. überhaupt die Bücber dieses Autors einen weiten Platz einnehmen (״Menasse ben Israel“, ״History of the Jews in Vcnice“, u, a,). Ilse Cohueu, London Die zwischenstaatliche Regicrungskonlerenz zur Diskussion eines Abkommens über den rechtlichen und sozialen Status der Emigranten ans Deutschland soll in der ersten Februar-Woche 1938 in Genf abgehalten werden. Der Redakteur der New-Yorker jiddischen Zeitung ״T 0 g“, Dr. Samuel Margoshes, hat sein Amt niedergelegt. Du bist mir Zeuge Du bist mir Zeuge, dafe Ich ringe. Und wieder qualvoll midi verlange — Angstbebend zerre an der Schlinge, Und wiederum zu mir gelange. Wenn Ich zu ellertietsf mich beuge — Du btit mir Zeuge, daft ich Hebe, Du bist mir Zeuge, dafe ich leide — Nur, wenn ich aus dem feinsten Siebe Den Satz der Eigenliebe scheide Liebkosung werden Rutenhiebe - Wenn ich von mir zu D I r mich beuge Bist D u mir Zeuge 1 Margarete Eloessei 1111H1!1111u11111111111111111i1111!1111111H1um11m11u1m1111111!1111!111111u11111!1!M1111111uH!um111!11111!u1111111!11u111111H!11H1!H111111 Offene Auslandsstellen (genehmigt durch das Landesarbeitsam! Brandenburg). Es werden gesucht: 1. Für Dänemark für die Herstellung von Kohlenhadeöfen ein jüdischer Spengler. — 2. Für Bulgarien für einen •)jährigen Jungen eine jüdische Erzieherin im Alter von 20—25 Jahren, Gute Schulbildung, engl., franz. Sprachkenntnisse erwünscht. Das junge Mädchen muß auch im Haushalt helfen (keine groben Arbeiten). Das Gehalt beträgt 1400 Lewa (ca, 45 RM.). Freie Hinreise, nach 2jähriger Tätigkeit auch freie Rückreise. — 3. Für Lettland eine jüdische Ej,n׳ieheri11 zu zwei Mädchen im Alter von 9 und 11 Jahren. Die Dame muß Erfahrung in englischer und hebräischer Sprache haben und musikalisch sein. Der Haushalt ist rituell. In Frage kommen nur Bcwerherinnen mit Erfahrung. Gehalt angemessen. — 4. Für Palästina ein erstklassiger jüdischer Fachmann für eine chemische Reinigung und Färberei. Der Betreffende muß selbständig färben, entfleckcn, eulanisieren und alle Vorkommenden Arbeiten erledigen können. Bewerber dürfen nicht zu alt sein. — 5. Nach Griechenland für eine maschinell betriebene Färberei ein perfekter jüdischer Färber mit langjähriger Praxis im Färben von tramaseidenen und kunstseidenen Strümpfen. — Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünnpapier, Zeugnisabschriften, Lebenslauf und Paßphoto werden weitergeleitet durch die Jüdische Gemeinde Berlin, SW 19, Lindenstr. 48/50. Ein Rüchernachtrag. Zu unserer Bücher!iste in Nr. 90, die naturgemäß nicht vollständig sein konnte, ist aus den Veröffentlichungen der Gesellschaft zur Förderung des Judentums hervorzuheben: Hermann Cohens ״Religion der Vernunft nach den Quellen des Judentums“; Ismar El bo ge ns Standardwerk ״Der jüdische Gottesdienst“ und C. Tassilo Hoff man ns ״Jac Abraharn und Abraham Abramsohn, 55 Jahre Berliner Medaillenkunst“. Die ״Germania Judaica“, für den Geschichtsforscher unentbehrlich, ist hereits mit einem Band erschienen, während der zweite in Vorbereitung ist. In diesem Zusammenhang darf auch auf die ״Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ hiagewiesen werden, die jetzt im 81. Jahrgang erscheint und als einzige wissenschaftliche Zeitschrift im jüdischen Leben in Deutschland von besonderer Bedeutung ist, Briefe an die Redaktion Nochmals: ״Botschaft aus Granada“ Berlin, 12. )November 1937 Sehr geehrte Redaktion! Die Erwiderung des Herrn Ernst Sommer in Nr. 60 au! meine Besprechung seines Romans ״Botschaft a u s G r a - n a d a“ kann Hi nicht uncrividert!a ssen: 1. Ich glaub«, daß außer Herrn Summer kaum ein Leser meiner Besprechung auf die Verinutung gekommen ist. ich hätte den ״gleich als fromme Legende erfundenen Rima Imord'1 an dem ״gar nicht existierenden‘• Knal)cn als Erfindung des Dichters br.-tcirhnen wollen. Ich habe natüilich das den erfundenen ]■'all -orrlcich lcgcndi-irrende Verfallreu der ft>q״Li' ion. r: .׳!:[cro des hier als Ankläger aufiretenden Alonso de Guevara, kennzeichnen wollen, das jenes angeWichc Opfer als ,,El -aiito nifin de La Guardia“ (La Guardia sollte der tielmrtsort dies Knaben sein) proklamiert lief. 2. Herr Sommer meint, zur Zeit der Austreibung der luden aus Spanien sei nicht ״der Schatten eines (jüdischen) Volkes“ dagewesen. Ich dahingegen glaube und halte daran fest, daß der Verzicht mehrerer hunderttau-end Menschen auf ihre Ileiin,ai unter Vcrschmähung der Taufe als G c m ein sc h a f t s - a k t, als Glaubenstat eines 5' 0 1 k e s zu werten ist, wenn e.s am li nicht als solches fortnulicrt und deklariert war. Diese liefraclitung,.weise legt den dainahgcn Vorgängen nicht etwas Heutiges unter, wie Herr Sommer glauben machen will, sondorn legt sic nach heutigen Ansi hanungen aus. Dies aber ist das kon-aruktive Erfordernis einer heutigen Darstellung, die damit nicht Geschichte fälscht, sondern sie in das ihr gemäße Licht nickt. Mit vorzüglicher Hochachtung Hermann Sinsheimer A n m. der Redaktion! * , * Wir Mieden hiermit die Aussprache über dieses Thema. Eine Richtigstellung ew York r:־!־, 3. X ehr goehru• Red lukti״״! In dem New ■Yorker Ik-ricin in tim Arnimbe -vom 19. Oktober 1.י! ein amüoanrcr Irnmii m!lh;d’<׳'n. AI- Ik'vm’s für v/.mhsende antisemitische Strömungen und einer! Antno'oni.-.niu-., der nn^vhlirh zwisclpm der St 1<!1 Yen־ York und d׳m! f,.־tn׳ie brstehen soll, weil d.u I.md New York als .,unnmcrikuGt'Gh‘• emp־ iinde, lührt der Hei 1« hterstat׳>׳r an, einer der Neu־ Ymker ^״י׳. der habe־ mit. viel Hetonnn״ vorkündet: .,liier ist die Station X, die Staiion des;1 merikanis c h e n Neu־- Yorker.'.“ Hier irrte Hu fiewühr^nutnn. Kr wußte wohl nicht, daß eine der ältesten New-Yorker Mork'enzci:ungen den Namen ״New Yoik Amc-rium“ trägt (kürzlich i>! ml ii!>!ige!n mit dem Mittagsidm! ,J0i1rn.1l'* zu-wnmengefegt v• ordv n. hf'fir־ peisören zum i 1( ,11 '• Kn!;70;־;j!. 1»1r-e /׳.׳innig 101' mי< )׳,;■> ח(., k ,tdi׳)■ Programm an '־wem der New■ Yn!ker Sender gepahn!. da-, stet .י mit den Jolgenden Worten .!!!gekündigt v'׳!1 ־j: ..!1.1- P Sm!;<m X, the V'nVe o!!:.(• \ c w V o r k A sn (* r 1 g a n", inid hedentet ,.Diu Sdaiim־ <\c- New York Amerir.nr, nichr;aber die ״,Station des amm’kiiiUchen Newweder der Zeitungsti’d 1-0 0׳ die Anlage beabairh• tig1׳n, am die l'Aisfenz eines angebüMi ..unamenkanischeiV‘ New York hinzuweisen. Ergebenst Edwin C. loevenfchal HOTELS PENS10NEN UND SANATORIEN RAD AACHEN BERLIN SGhloB-Hotei / Bad Aachen Kleines Wochenend Pension pro Tag von RM 5.-“ an. Zimmer mit fl-Wasser und Heizung von RM 2.50 an Pension Rosenberg Lletxenbtar#er Str, 16,1. Tel. 91 29 65 Komfort Zi mmer. 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