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Jüdische Rundschau · 1937-07-02 · Heft 52 (2.7.1937) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 52 (2.7.1937)
Date
1937-07-02
Page
– (sequence 14)
Language
German
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4 ו י׳*:י>5 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr, 52, 2. VII. 1937 Briefe an die Redaktion Schach Bearbeitet von J. Mieses Die Frau im Zionismus Berlin-Wilmersdorf, 29. Juni Sehr geehrte Redaktion! Man behauptet zwar, daß es ätc hc»ten Frauen sind, von denen man nicht spricht — aber ich finde doch, dal! die ,,Rundschau'‘ in ihrer f.ialantciic zu weit geht, wenn sie bei ihrem Rtiekbliek aut 40 lahre zio- 11 isti,eher Atlieit in Dcuuchlind mit keinem Wette die zionistiselten!'tauen erwähnt! Das ist um so et staunheber, als gerade der Zioni anus, m. W. zum eisten ,Male in der jüdischen Deschichte, die I'rau ab git. ichbeicihtiglcn Partner anerkannt hat, lange bevor von ihrer CI ieiehberecht igung auf anderen Gebieten des üifentlieiien Feltens die Rede war. I)ic Flauen m:1!*l)tcn von diefc!' M ugD hh'i! vc: an! w ort li lief MhniBei: von Anfang an (iebrauri; und!)(‘;׳,innen s<-11 r bald mit der (Jr'gam-m r 11!1g il׳ier zionioibrlien Aibcit. In ]Berlin gi inule •׳)! I ona W a 11״( r ־ T;1 u 1z ( r 1 l־״!i eeh-N a' :onairii 1׳ •duenvere' in. 30: a ad י י n: hoitc. V\;! ■ 01! z nr /in nnne-o In n Lkv! wka 'Hl! \. ־01(1 .0 : ame von Lina ' 'Van -Tai! '■er 1 cs \ or a! k-:n, Ho! Ui, tri 1 h n ca sen \ i;!S Liinpa nrn ■ ,in- Lee ׳ e!.;ü!H. ' d na ::!li V.'CI!; 1 m uß Sn r-: ז t. LO'IU!! 1! }־' A m.ta W.u iu;!G L ׳ r ‘! i I ,esvn י־ iv v. Sitnia U1 o ne; nann deU ,,Will a rid :er Li ■men iur Kn; ' Ui - :11!n it in I׳, i 1.1 0: : na". der a Heil 111 :רז:z: ttiil- Sr l; laue!! S a r die LnL-!i n;1 - A, lull ver pdi ht r׳ e, unn-i VV1-|> ■h Ig:z׳ ereil Krne i n 1C lörliö •1׳.n! ■er e, l׳e ״:, 'er י־ \vn1 in!. (.־׳! z <׳e und wciIh׳ ■:::<■ Mita! l>u;u 11:1־ 3V, Vw < in!■' alle der L *■:-TU ־ n, י i ie dir -er ״h i\1\- liü vcrl MHV.l S i d . ' 1 aeh! e. ■ aal hier nur ein. ־■ Sp i! /ei) >; TisTn in Saldi UM! ' L:ru~ ■ a lern mv.'; hni, die (! io Jim! -e! - ־־׳ 1 a ■ 1 a ■ ah 1׳ crlm :um — je!. ZI!1 h Rn. G■;!- himh Ol Pälii- •irr! e, un: 1 die erste M ־13: Tenn irm Knie reih unter der 1. eifnnr von <Ta nna McKel -Srhot 1!at!1. Der Yerh;md v; 11 r<;0 dann im lahre 1027 der I/O;1! seid(')' ■־־•en, (k.en uni* faxende und aus Pal.U! ina nicht ui-elir zu lenke!He . Arlu-it -lei- &U1n£ wohl bei Ihrem Femmkreis als bekannt vorausgesetzt werden dar!. Meine pcrTnlirlicn Erinncrungen G,; T.en!>is zum fahre 190.3/4 imiii k. , wo ich als iunne■ 5anf;s!ud1eren׳ de in Berlin, wenn auch nur a 1< sel1i!c!ufu־ne >T1schaue: rin, zi. 1 drni e n '4 f e n —• hruie w li 1 * Ie man > -n .,Aktiv״an ki t־iv* der ׳»״ >1t ”:11!״ Zuiritt. liaMe. י. I m Aman :יי v. ar (!;!, (.':ie■■• —- <1. n uar dir 1.0-imbei in \s;;■ I : ei ••׳> 'ei! len;uv.'-r, u n lt״v ( nnn;w■ n. Den Se.m- ,kt i:, (!1! ׳Be . 1 iMcie das C a 1 0 M 0 n ״ p 1 ״. in dem man am Sonnabend Abend alle Größcn des Zionismus antreffen konnte, Die Frauen spielten bei diesen /u-ammenkünUen eine benächl Folie Rolle. Da saßen Hulda Tornaszcwski und ihre Schweden die sp;iier die Frauen von ZlorLti und Trictsch wur* den, daneben Ina Schimmer, jetzt Frau Dr. Brik.rhgi-Sehimnter, die ebenso wie die junge, schone Fi -beth Feil eiberg ihre 1e\ oln 11(:nitre Gc-in nung in inalen scher Re 1 e »rm F11 i!ung ausdrückte, und noch viele andere begtb.de tc und — begeisternde 1 le! e״uircu im Kampf. Die ganze Av anlga.de der Bewegung war ver! roten, berichtete von ih’en Frfalmingen in «1er Arbeit und holte sich Anregung und neuen Klan irn KuD der Mitstreit ci innen. Da tauchten sie alle auf, Auerbach, (dtron, Friede mann, (Föne,manu. ] lantke, I ungmann, Klee, Simon-ohn, Sinu'k, 'Frietseh, Xüocisti und v;e!c andere. Bis tief in die Nasht wun’e debattiert, wtirden Plane ge־*!!miedet, und ein eifr:grr He׳ rieb herrs״hte zu isehen den kleinen Martnort i vlnbcn. Die Frauen übernahmen (schon damabb linuptsli!!11 A h die Wer• bur!g für den KKL. und die Yh-11 iehclien und Weiten, die zwTTen den jungen Leuten ausget tagen wurden, konnte man dann, ebenso wie alle gesellsch :!M heben un<l Famibrncreig* ת ' - ec, im K K LTprndcnnnchwcis der R.“ nae!1!(con, eine hie h!nterc"־ante Lektüre fiir alle Lmgewrih'en. Immer neue Mög. li׳ hke;U ן־ fiir KK! .-S וסרן!den wur• den entdeckt, und als Fr:1t1 Margate'c Tool Stanniol >ammeltc — sie erhielt drdudb den Namen!׳bau ,.Stan-loch‘ — wurde sogar das Selmkoladecxscn zur na! ionalcn Pflic ht . . ״ Dbvc Dinge klinget! uns honte recht unernst — aber es ist. nicht einer unter all den Namen, der nicht dem Zionismus die 'Freue bewahrt hat — gewiß ein Beweis tiir die Tiefe der Ycrbundenheit mit: der Idee, trotz dieser so bohemehnften Anfänge. Manchmal zeigen solche Harm• lobgkeilen mehr von der Ab mosphäve einer verklungenen Zeit als die Chronik der großen Kreignisse. Vielleicht wird die ,.J. R.“ zum 50. Jubiläum die Gesehichte dieser Tage erziihlen und dann auch die Bedeuuing der Frauenarbeit nicht vergessen? Fiir. H ergcl-Gronemann . * Die Redaktion betrachtet d;e I'uiihi als selhdvcrsD ndlohen 1 eil des Volke«, der kei-!:er speziellen V, r Widmung b׳,׳- Ha! t, licgiiüü alter die Ergan- Zungen der Fin.-endeiin. — Red. nung des Autors, ״daß wieder geistige Energien frei worden, wenn wir mit diesem Leben (gemeint ist: dem Folien einer ,unerhörten Komplizierung des Exi-itemkampfeb) vertraut geworden sind. Aber soweit sind wir heute noch nicht.“ Mer mitten in dem Existenzkampf steht, von dem in Pa- Hi-tina kaum einer von uns Olim der letzten Jahre — und heute auch nur der kleinste Teil der ft über Gekommenen — ve. schont bleibt, wird nicht in den \ erdacht, weltfremder Schulmeistere! geraten, wenn er meint, daß gerade (He unglaubliche Erschwe-!ung der wirtschaftlichen Febensumstände in unserer Zeit nur von dein bewältigt werden kann, der ihr eine im gleichen Maße ,,angereichcrtc“, bewußt mißgebildete innere Substanz entgegenstellt, <!a> eben, was inan seit Goethe ,.Bildung“ zu nennen pflegt, und was übrigens auch R. lierz darunter versteht. Wurden wir, wie er schreibt, davon al»ehen. bis wir uns die Technik zugclegt haben, mit der man der Sorge*!! unseres Kampfcs um diesen Alltag Herr wird, wäre cs zu spät. Und nicht nur, weil jene ..Bildung“ keine licringsware bt, die sich einpökclu läßt, bis die wieder arrivierten Kinder oder Enkel sich erneut den Luxus lebten können, ihr I.ebcn geruhsam mit ihr zu deko; iercu. Fs gellt, vor allein, auch deshalb nicht an, zu sagen, daß ,,wir heute noch nicht so Gederah, den 20. Juni Sehr gec h r 1 e Re d a k t io n 1 Der Artikel ,.Musikleben in einem Kibbuz“ in der ,.Jüdi* sehen Rundschau“ vom 1. Juni 1937 rief in einigen Kreist'!! Palästinas ein ungewollt es Miß- Verständnis hervor, indem man die Tatsache, daß Menschen des Kibbuz zur Au>bil lung auf ausländischen Konservatorien studierten, als eine Negierung der Altona-Blankenese, 28. Juni Sehr geehrte Redaktion! Falls die Teilung kommt — ich lasse unerörtert, ob sie erwünscht ist oder nicht, ob sie vermeidbar ist oder nicht —, verringert sieh der Raum zur Aut nähme, jüdischer Mas.-en auf ein Minimum. Dann ist der Kernpunkt der kommenden Verhanrllungeu: die wirtschaftliche Autonomie zu sichern; — weit wichtiger als die Frage, oh etwa mehr oder weniger Land zugeteilt wir•!; denn die agrikultiirelle Basis ist hei einer Tcb lung ohnehin nicht: zu haken. Bekommt Erez I.siael als britisehes Dominion Zölle und Handelsvertihge nach englischen oder Empire• Gebebt.-,punkten, dann ist es nicht: lebensfähig. Es wird dann ein künstliches Museums* stück wie der Völkerbund, um kommenden Geschlechtern zu zeigen, wie das 20. Jahrhundert weit sind“, weil jene Bildung ihren Sinn nicht in der Wissensanhiiu!ung erfüllt, sondern in der F e s t i g u n g d e s C 11 a - rakters, zu der der Mensch ohne das Wissen darum, in web dien ge>(.‘hich! liehen, geistigen und ge>clbehältlichen Zusammenhängen er stellt, allerdings in der Regel nicht vordringt. Und wann wäre Charakterbildung nötiger als in Zeiten erschwerten und erbitterten Da«ein.>kamp!cs mit all den Versuchungen, vor die er -schwache. ungebildete Charaktere stellt? Wo wäre sie nötig, wenn nicht auch hier, in dieser *Wirklichkeit eines Fandes, das ein Kolonialland mit allen seinen unerbittlichen Harten und Unausgeglichenheiten bt? Uni manche Schattenseiten wäre es hier, in Erez Fsrael. besser bestellt, verlügten die, die für sie verantwortlich sind, über die ״gcDtigcn Energien“, von denen Reinhold Heiz spricht. Zu glauben, daß der harte Exi- .s!en/.kan!p! honte sozti-agen m i t Fug und Recht, nämlich zwangslhirig alles überschatte, liieße nicht nur, der Tendenz allgemeiner Bavbarisierung Vorschuh leisten, die sich seit dem Kriege weithin bemerkbar macht; cs hieße auch, sich die Waffe zu einer wirklichen Bewiilt igung dieses!Existenzkampfes aus der Hand zu schlagen: die Krad geiziger Beharrung. Schalom! Dr. Alfred Kupferberg in Pakbtiua bestehenden Konservil? orien betrachtete. Zur Be* richtigung sei gesagt, daß die Menschen, an die der Verlas^cr dachte, bereits vor der Frrichiung palästinensischer Musikhofh-chuien im Audandc verweihen, während heule seihstverständlich der Kibbuz seine Menschen in Palästina ausbilden lä ßt. Werner L e 5, Plugat Gederah alte Schnsuehtdrüumc der Menschheit zum Zerrbild verhunzte. Fr- I ui 11 L rcz i s rae 1 w i rt .יי« ha f11 i0he Autonomie, besonders Selbst;!!!- digkeit in der Außenhandelspolitik, so ist cs lebensfähig und kreditwürdig: es bekommt die Anleihen, deren es bedarf, um die kominei'zielle und industrielle Basis zu schalten. Mit jüdischer Zähigkeit und Intelligenz läßt sich am Schnittpunkr <lre:er Kontinente, am öo liehen Haupt schiff ahrtsweg der Welt, ein Hamlcls- und Indastriezen ז rurn .schallen, das breite Massen von Juden aus Polen und Deutschland aut’nehmen kann. Zugegeben: die wichtige Fandbeschäftigung wird fehlen. Aber: besser Industriearbeiter in Erez Israel, als in Polen verhungern. Die Parole für die Vorhandlungen hautet: wenn Teilung, dann wlrt schalt liehe Autonomie. Dr. W a 11 h c r B a e r \ erengung unseres Dd Aviv, 11, Juni Wc!to Redaktion! Dct Aui'.oz, den Rdnledd heiz untir drm T;te! ,,Wandh1״g“n u־!-en- Denken-־־• um 25. M.t; in dn■■ ,,kund-chuu“ vrKÖocnt':iv'ht Len, verdient, da Biltlungsbegriffs er einen viel zu selten bedachton Berlik der Problematik unse* ics Lobenza umreißen surht die e!n-te Bea־T;ung auch von Mcn־d,cn. die sich äußerlich und mnc!lh'L hi׳.r im Lande cinleben wollen. Gestatten Sic mir die folgende Hemctkung zu der Holt* Musikleben im Kibbuz Parole: Wirtschaftliche Autonomie Ein Salomo-Roman Martha Wertheimer: Dienst auf den Höhen. — Berlin, Jüd. Buclivercinipung 1037. König Schelomo, der Weise, der Geheiinniskundige, der vom Leben Enttäuschte, ist nicht der eigentliche Heid des Buches von Martha Wertheimer. Heldin und Opfer zugleich ist eine von den stolzen und unglücklichen Frauen des David- 11 aus es, deren unseliges Schicksal die Bibel ins Dimke! verrinnen läßt: Tamar, die Tochter Davids, die als blutjunges Mädchen von ihrem Bruder Amnon geschändet und deren Ehre hernach von einem andern ihrer Brüder, dem Volksliebling Abschaloin, blutig gerächt wurde. Hier ist ein symboihaft tragisches Frauenbild, dessen Züge vom biblischen Text nur knapp skizziert wurden; Martha W'ertheimer, dc'ren raschem Griff wir schon die dramatische Neubelebung einer andern biblischen Fraucngestalt, der Channa, verdanken, unternahm es, das düster blasse Bild mit Blut und Leben zu erfüllen. Mancher von uns mag sich vielleicht daran erinnern, wie einst die Habimah in ihrer Aufführung der .,Keter David“ (Krone Davids) gerade die Gestalt der Tamar in der Wiedergäbe der Rowina als ein stolzes herbes Frauenbild mit festgeschlossenem Munde und roten Zöpfen einen unvergeßliehen Augenblick lang erscheinen ließ; die Verfasserin dieses Buches bekannte einmal, daß sie von diesem Augenblicke an die Tamar vor sicli sah. Hier nur! ist die einsame Frau, der bitteres Unrecht ungesiilint geschehen, zur Vertreterin aller Erniedrigten und Beleidigten im glanzvollen Reiche Schelomos geworden. Mit dein Bruder zerfallen, der ihr das Recht verweigerte und mit Gott selbst hadernd, der den Frevel geschoben ließ, sucht sie die fremden Kulte, den ״Dienst auf den Höhen“, der in Schclomos weitem Reiche von Höf- Iingcti und fremdbürtigen Königinnen gepflegt wird. Aber sie findet mählich den Weg zurück, vom Königspalast in die Enge des Schusterhauses, wo sie bei Abner dem Alten den Brauch der Väter wieder kennen und lieben lernt; sie findet den Weg zur Jugend des Volkes, die in Schclomos Reich bitter und aufruhrbegehrend bei Natan dem Künder und seinen Schülern steht. Und endlich findet auch die Schwester den Weg zu dem königlichen Bruder, zu Schelomo, der iri ihr, die er nicht kannte, die Frau entdeckt, die ihm gewachsen ist. Ihr, der ״Schwester-Braut“, widmet der königliehe Philosoph und Menschenverächter dann jenes Hohe Lied, dessen frühlingsfrische Liebcsworte noch über die Jahrtausende herüber zu uns her duften, als stünden wir im blühenden Garten mit den Liebesleutcn. Vielleicht ist dies die einzige Stelle des sehr tief schauenden Buches, wo wir der Verfasserin die Gefolgschaft versagen: dieser Schelomo mit seinen müden Augen und blassen Händen kann nicht der Dichter des Hohen Liedes gewesen sein ... Den Kolieletb würden wir ihm eher Zutrauen. Mitten in einer Welt der Farbenfreude entrollt sich das Schicksal der Königsscliwestcr, die im Kleide der Magd Bilha das Schicksal des Volkes kennenlerntc. Ein schwerer Weg, unter wachsender Spannung des Lesers nachgezeiehnet, bis er endlich die Schwester, den Bru-der und den jungen Schüler des Propheten zur Erkenntnis führt, daß nicht Schclomos Pracht und Rechahams Kühnheit die ewige Dauer des alten Volkes verbürgt, sondern das einfache und gottnahe Leben der Menschenkinder, die ״den Namen Gottes heiligen und seine Gebote auf sich nehmen...“ Martha Wertheimer, die dies Buch vor mehr als fünl Jahren schrieb, schöpfte hier aus einem mit jüdischen Inhalten gesättigten Leben und hat uns ein dramatisch bewegtes und starkes Buch geschenkt, für das ihr viele Dank zollen werden. Bertha Badt-Strauss Aus der Sihadiwelt In Jurata — in der Nähe von Gdingen gelegen — hat kürzlich ein Meixtci'turnicr stattgefunden, woran 16 polnische und sechs internationale Spieler tcilnahmen. Den ersten Preis gexv a n n mit 17 Zählern (ohne eine Partie za verlieren) Tartak o w c r. Zweiter PrcUt.ügcr wurde mit 16 Zählern, gleichfalls ohne Verlustpartie, der Schwede Vahlberg. Den dritten Preis errang mit 15 Zählern Najdarf (Warschau). In K e m er i in Lettland ist gegenwärtig ein außerordentlich ssatk besetztes, internationales Turnier im Gange. Folgende 18 Meister nehmen daran teil: Aleehin, Fine, l'iohr, Keit-s, Roshevsky, Landau, A. Steiner, Feigin. Berg, Apschenek, .Mikenas. Petro((, Reilstab, Iiaxenfus, Punk, Tartakower, Siahlherg, Onohs. Bereits die zweite, am 17. Juni gespielte Runde brachte das Zusammc-ntieTipn zweder Favoriten, nämlich von Ker cs und Reshev.skv. Wir geben n;!rlisiehend den Ver lauf dieser wichtigc'11 Partie, deren ausführlirhcrc Glojoierung wir un s aus räumlichen Kücik-bichten versagen müssen. Damenbauernspiel Keres Reshevsky darin besteht, daß der Führer der weißen Steine nicht mehr Weiß Schwarz in cler Lage ist, irgendeinen 1. d2—114 dT—<15 plausiblen l’lan ins Auge zu 2. S gl—1'3 s gs-ie ia-ssen. ,,Das Gesetz des Ilan- 3. Tel—14 c7—05 de Ins“ wird vom Gegner aus- 4. c2—e3 S b8—06 geübt. 5. c2—c3 L 08—g4 23. D 06—b8 6. S bl—d2 c7—08' 24. <14X<‘5 16X05 7. D dl—a4 L g4X'f3 25. 1)2—b3 c5—04! 8. S <12x13 D <18—116 26. D 02—<12 T h8—<18 9. T al—-bl L (8-07 27. Kgl —hl c4Xb3 10. I, fl—d3 0—0 28. L 02Xb3 1) b6—a5 11. 0—0 T f8—<18 29. T el—cl ..... 12. L [4—k3 T 3 8—08 Ke-hevskv meinte nach der Partie, 13. S f3—c5 S f6—115 daß Weiß hie r lieber T el—dl 14. 1) a4—c2 R1-R6 hätte spielen £ sollen. 15. S c5Xe6 16. L g3—c-5 D b6—Xc6 (7—16 29. <15—■d4! 17. L c5—g3 S 115Xg3 Der entscheidende Durchbruch. 18. h2XR3 K f7״-8׳ 30. <3־X<14 e5Xd4 19. R3-g4 e6—05 31. T fl—dl d4Xc3 20. D 02—02 D 06—e6 32. D <12—e3 T dBXdlf 21. Tbl—cl T 08—07 33. TclXdl D a5—b5 22. £2—13 . 34. I) c3—<l4f Kg7—!16 Statt dessen empfehlen. düifte sich d4Xc5 35. I) <14 — 12 36. D f2>(c5 37. IC hl—h2 D b5—05 L e7X05 L 05—e3 22. T d8—!18 38. L 1)3—«2 T 07—07 23. Ld3—02 . 39. T dl—<13 L e3—<12 Dieser Zu״ erweist sich als nicht 40. K 1'2—3״ T 07—c2 befriedigend. Weiß steht unter Weiß gal! liier das hoffnungslose einem latenten, poxitioneilcn Druck, und dazu kommt noch ein psychologischer Druck, der Endspiel auf. — Eine Partie im modernen Positionsstil, aber nichts ״für die Galerie“. Aus jüdisdien Sdiachvereinen Frankfurt am Main. Am 4. Juli. 9 Uhr, irn Cafe Falk, Schachturnier, Jüdische Schachvcreinigung im Deutschen Makkabikreis gegen Schild, Frankfurt am Main. Ankündigungen aus dem Reich Bochum: ZOG. Am 5. Juli in der Svnagoge llerzl - Gedenkfeier. Gedenkrede: Rabbiner Dr. Philipp, W.-Elberfeld. Chor der Jagend. — Breslau: Wizo. Am 5. Juli, 20.30 Uhr, G arten st r. 25, Vortrag Dr. Vera Mahler, Berlin: ,.Alllag in Palästina“. Gäste willkommen. — Düsseldorf: ZOG. 6. Juli, 20,45 T'lir, Intensivkreis, Teilung: Dr. Ikcnborg. — Frankfurt-Main: Ge-ellsehatt für jiid. Volksbildung. Ara 11. Juli, 10 Flu־, Besichtigung des alten Israelitischen Friedhofes, DomiiükanetplaU (Hörncplatz), unter Führung von Prof. Dr. Moritz Werner. — Kiiln: /se,:-t!!,c Vereinigung. Geher die Veranslaltungen im Juli werden die -Mitglieder durch ein Kundsehreiben unterrichtet. Die Schekclsaminler werden gebeten, bis *,pütesiens 5. Juli auf dem Büro, Cäcilienstr. 18-22, abzurechnen. — München: Am 6. Juli, 20.30 Uhr, im Sitzungssaal der Gemeinde, Palästina-Monatsschau. Beglciivortrag: Dr. Leopold Künstler. Ansprache: Manfred ■Sturmann: ״Theodor llerzl und die Zionistische 01 ganisai 1011“. Bildstreifen: ״Träger des Aufbau;־“. Familien - Nachrichten Frau Sara S u ö p e k, Heidelberg, Rohrbacher Sfr. 51, begeht am 14. Juli den 70. Geburtstag. Dr. Max Adler gestorben. Im Alter von 65 Jahren ist in Wien der bekannte Soziologe, Prof. Dr. Max Adler, gestorben. Bis zum vergangenen Jahr hielt Adler an der Wiener Universität Vorträge, die besonders \on ausländischen Stndenten stark besucht waren. Von seinen Werken hat insbesondere das!92-1 erschienene Buch ״Neue Menschen“ starke Verbreitung gefunden, in dem Adler eine soziale Staatserziehung der Jugend zur Verantwortung für die ganze Gesellschaft im Sinne Platos fordert, ln den letzten Jahren hat sich Adler, der früher an der Judenfrage uninteressiert war, stark der zionistischen Ideologie genähert. Er trug sich mit dem Gedanken, die ihm von der Universität in Jerusalem angebotene Professur für soziale Wissenschaften anzunehnien. Abonnement der Kongreßzeitung. Auf mehrere Anfragen von Lesern aus Deutschland bezüglich der Möglichkeiten eines Abonnements der Kongreßzeitung und der übrigen Publikationen des Zionistenkongresses machen wir darauf aufmerksam, daß hierfür selbstverständlich die deutsehen Devisenbestimmungen maßgebend sind, d. h. die Ueberweisimg von Geld aus Deutschland ins Ausland zum Zwecke der Bezahlung solcher Publikationen ist nur mit Genehmigung der Devisenstelle zulässig. Die Veroffentlichungcn der Verlautbarungen des Kongrelihüros, die auch Mitteilungen über die Preise der Plätze, der Publikationen usw. enthalten, werden in der ״Jüdischen Rundschau“ mit Rücksicht aut unsere Leser in Palästina und anderen Ländern veröffentlicht; es ist selbstverständlich, daß jeder, der eine solche Bestellung zu machen wünscht, sich dabei nach den Devisenbestimmungen seines Wohnlandes richten muß. Offene Auslandsstellen (zur Besetzung genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg). 1. Jüdische Röntgen- Assistentin und Laborantin mit Vollausbildung (Staatliches Diplom) nach Dar-es-Salain (Afrika) gesucht. Anfangsgehalt sh 160 monatlich bei freier Verpflegung ohne W011nung. — 2. Für Lima (Peru) wird jüdischer Hefe-Chemiker gesucht. — Meldungen an die Jüdische Gemeinde, Berlin N 4, Oranienburger Straße 29. TEPPICHHAUS ZENTRUM Aeußerste Preise für Teppiche - Gardinen - Lüufer Berlin,C2, Spandauer Straße 28 an der KönigstraBe

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