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Jüdische Rundschau · 1937-06-15 · Heft 47 (15.6.1937) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 47 (15.6.1937)
Date
1937-06-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 47, 15. JUNI 1937 AUS DEM REICH Kölner Chronik Von unseren Berichterstattern Gemeindeleben. Knr/lieh fand eine gemeinsame Besprcchung /wischen den Lehrern der jüdischen Schulen und den Luiirern sämtlicher jüdischer Jupendbinule statt. Der Ortsausschuß jüdischer Jugendbunde hatte da/11 Ungeladen. Kurt (io Id mann referierte über ״Schule und Bund“. Er nagte die Vcr.1mlc״w״gcn, die sich in der Struktur der jüdischen Jugcndbunde m den Ict/tcn Jahren vollzogen haben. Die Bunde verbinde mit der Schule eine׳ gemeinsame Ver* autwortung für die jüdische Jugend. Die Zeit der (legensiit/iichkeit sei überwunden, und man müsse /u einer gemeinsaim-11 Arbeit kommen. Dafür seien folgende Voraussetzungen notwendig: 1. Die jiddische Schule erkennt die Existenz der Bunde an und bringt die Schule durch Verjungung der Inhnite und der Methodik der Jugend nahe; 2. Der Bund bcwertet die Arbeit der Schule positiv und bemüht sich in seiner Erziehung diese I laitung /um .Ausdruck /u bringen; 3. Eine Auflockerung de! weltanschaulichen Verschiedenheiten durch gemeinsame Aussprachen. An das Referat schloß stell eine Aussprache an. Direktor K I i b a n s k v (Jawnchschule) betonte, daß er zu einem grollen Teil dem Referenten /!!stimmen könne. Er und auch manche anderen I chrcr wurden /u einer Mitarbeit in den Bunden bereit se!n. Er erwarte von den Bünden, daß sie der Schule hei der I )urehfuhnmg ihrer Aufgaben behilflich seien. Rabbiner!iariebach behandelte die weltanschauliehe l’i'ojdeniatik iler I rageste'hing. Der Eindruck des Abends war deart. daß bade I'ede freudig bereit waren, aus einer so|, heu Ih w ertuug die notwendigen Konsequenzeit /11 ziehen. In ><11 in 1 e 1!:enden Besprechungen waren noch im Kreise der! 1!!1;rr d! , r .!ueeinHiimdc Wl'ltu' re F ra::■ en besprochen word vn. I'iich 1. 11 k a > aprael! uhur: ., f ) K ■ innere Situation der i1!1i:.-.ehen! 11: ’ 1 mlhiiinh1 ■״ r /e;erte die \ö •rnnderung des H! h 1 n n 11 i v 1 >׳ -, d;ts heute nielit mehr ahsn ׳:!kt bestehe, son- 1iv rn Von de!■ ad mit dran realen Leben 111 Verbindung ״vhr; Hellt wird- A! ißvntem n-le vierte Har, s 1 Id e i n e in a n n u!n:r : ,.Die 1 ra ,.;Ul indi.'.. her liiiiitin^s■ a r heit in den Bunden“. B. Zionistisches Leben. Am rb Mai veranstaltete der Heehaiii/ eine I ag baomer-N'aehfeier. Der ncugegriindeTO Chor, der sah au- Mitgliedern der verschiedensten Jugendblinde /usannne'iMrt/i und unter der Leitung von Julius (i o 1 d b c r g steht, -ang mehrere Lieder. Ooidberg erfreute die Zuhörer durch Kbiviervortragc. Kurt (i o I d m a n n sprach über die Bedeutung des Lag baomer und des Chag Habikuvim. - Dr. ( icriurd Buetow gedachte 711 Beginn der Leier des verstorbenen <jesinnungsgenosseri Abraham Reinhardt. •- Am 2h Mai fand im I)avid-Wolffsohn- Heim eine Mitgliederversammlung statt, in der Assessor Georg (1 11 111 111 a!1 n, Düsseldorf, über das Thema ״Der Schekel als Baustein der jüdischen Zukunft“ referierte. Unter starker Anteilnahme fanden die Vorführungen des Films ״Hatikwah“ statt. Assessor Georg Ci 111 h nt a n n, Düsseldorf, sprach eingangs über die Bilder und die geistige Idee, durch die diese Dokumente einer Hoffnung geschaut werden müssen. Vierzig Jahre habe die Zionistische Organisation um die Zukunft des Landes gekämpft, nun Läge es an jedtm einzelnen Juden, den Weiterbau von Erez Israel zu ermöglichen. Mir Geschick hatte Julius Goldberg am Flügel die musikalische Untermalung der Bilder übernommen. Künstlerische Ereignisse. Als Anziehungspunkt bot der Jüdische Kulturbund Rhein-Ruhr eine Neubesetzung der Titelrolle des Jean aus der fröhlich-geistvollen Komödie von Bus-Fekete. Walter Herz (Hertner) als Gast gibt seinem Jean eine ganz andere, schwerere Note, als sie Heinz Friedeberg in der Premiere brachte. Würdevoll und beherrscht, ohne dabei die Leichtigkeit und vornehme Haitung zu vernachlässigen, spielt Herz mit starkem Elan und nie versagender Selbstsicherheit. Im Zusammensein mit seiner Herrin bleibt er stets der Gebende, so daß der Schluß, die Liebe der jungen Gräfin zu ihrem Diener, glaubwürdig una überzeugend erscheint. Im übrigen war diese zweite Vorstellung unter der subtil abgetönten Regie Ben Spaniers von einer bezaubernden Leichtflüssigkeit und (irazie, einem Eingespieltsein in Stil und Stimmung, das um so überraschender und erfreulicher auffiel, als dieses Ensemble Zionistische Vereinigung für Deutschland Gruppenvcrband Rheinland - Westfalen Gruppenverbandstag Sonntag, 20. Juni 1937 Essen,Jugendheim, Saarbrücker Straße 2 10,00 Uhr: Eröffnung und Begrüßungen Referat Dr. Franz Meyer: Der Zionismus vor dem XX. Kongreß und die zionistische Bewegung in Deutschland AusspracM 14.30 Uhr: Kommissionssitzungen 16.30 Uhr: Referat Dr. Georg Josephthal; Die Lage in Erez Jsrael und der Stand der Palästinapolitik Auasprach« doch noch nicht lange zusammensteht. Friedl Münzer bildet als feste Stütze dieses Spielkörpers eine ganz besonders liebenswürdige Erscheinung, voll Charme und Gelöstsein. Ruth Festersen weiß sich als fesche Gräfin mit kultiviertem Geschmack zu behaupten. Julius Köhler trägt als Grat einen lebendig und geistreich hingesetzten Typ in das Spiel. Auch Willibald Frankel (Froon) charakterisiert den mokanten Grafen Georg ausgezeichnet. Berechtigten Anteil am Erfolge des Abends haben weiter: Erna Cohn (Lorenz) als schnippisches Kammermädchen und Kurt Schindler als komischer Nachfolger Jeans. —- Als nächste Theatervorstellung bereitet der Kulturbund die Komödic ״Die Häuser des Herrn Sartorius“ von Bernard Shaw vor. Ein Cello- und Klavier-Duo-Abend, ebenfalls vom Kulturbund Rhein-Ruhr veranstaltet, brachte uns die erfreuliehe Bekanntschaft mit Nikolai G r a u d a n (Violoncello) und Hansi Grand an (Freudberg), Klavier. Zwei Künstler, die wie wenige zu einer Einheit des Musizierens zusamincngewachsen sind. Professor Graudans Name hat bereits Klang gewonnen. Graudans Ton ist blühend und weich und vor! einer erstaunlichen Einfühlung in den Geist der Werke. Männlich straff und groß itn Format setzt er den Rhythmus ein, und seine hochentwickelte Technik läßt keine Schwierigkeifen aufkommen. Eine ideale Begleiterin ist Hansi Graudan (Freudberg), schmiegsam und vornehm, tritt sie nie in den Vordergrund, auch in ihrem stilistischen Spiel: in Chopins Fis-dur-lmpromptu,. den zwei Mazurken (Nr. 4 und 2) und der Polonaise-Fantasie Op. 61 bleibt sie die feine Kammermusikerin. Den Höhepunkt des Abends bildeten die Sonate F-dtir für Cello und Klavier von Tessarini und Mendelssohns Sonate D-dur, Op. 58, für Cello und Klavier. Im zweiten Teil spielte das Ktinstlerpaar: Aehrons ״Hebräiscltes Wiegenlied“, eine Canzonetta" von Aehron, von Moskowsky die ״Guitarre“ und ״Am Springbrunnen“ von Davidoff. Herzlichster Beifall überschütteten den Cellisten und seine Partnerin. Eine Gründling soll nicht unerwähnt bleiben, die weit über Köln hinaus als ein Werk sozialer Arbeit von großer Bedeutung ist: die bisher mit viel künstlerischem Erfolg gekrönte, aut sozialer Basis aufgebaute ״Verkaufsstelle der J ü d i s c h e 11 K u n s t g e m c i n s c 11 a f t K ö I n", der ersteh ständigen Einrichtung in dieser Art in Deutschland. Diese Verkaufsstelle wird nicht nur aus Köln und dem weiteren Rheinland, sondern aus Frankfurt lind sogar aus Berlin beschickt. Den Kunstgewerblerinnen und Künstlern für angewandte Kunst ist hier Gelegenheit geboten, ihre kleitteren und größeren Arbeiten ah/uset/en. Dadurch wird ihnen neben der geldlichen Hilfe auch Anregung zu neuen Taten geboten. Der sehr hübsch ausgestattete kleine Laden am Domhof 2 enthält praktische und Geschenk-Dinge aus den verschiedensten Gebieten: Textil, wie Stickereien, Wandbehänge, Westen, Handschuhe 11. dg!., ferner Keramik, Schmuck, Silber- und andere Metallarbeiten, Buchbinder-! Lederarbeiten usw. F. J. Ankündigungen Bochum. ZOG.: -\m 17. Juni. 20.30 rhr. Vorir;!״ F'r. Fritz Ikon* berg. l)1F>el׳.lnrf: ״Vor Hem XX. /.ioni-u-nkong; cd“. .— Chemnitz. ZOG. 17. bmi, 20.30 Fhr, Svn, Vortng i)r. ''VMoi:,.. borg, Berlin: ״Vor dom XX. Zinni״■teakon״! Hi". ־־ Nürnberg. Gruppenverb.m(!-,!ag 20. Juni, Sitzungsma! Her Gemeinde, 10.15 l'hr. Familien-Nachrichten Herr Gott schall; Herz und Frau F׳ic1;!׳, gtb. Food Vallendar a. Rh., begehen am 16. Juni die Silberhochzeit. Herr '1 heo J m: n i!, G1<׳he1\ a. Lahn, Stephan--!!28 .׳, begebt am 22. Juni den 50. Gehirn-tag, Jlerr Ahried ]..1111111:111 n, Breslau 21, Schweriner. 46/11, begeht am 2. Juli den 75. Geburtstag. Iler! Abraham Satonower, Fmni. z. 7a. München, Reitmorst!0 53, begeht, am 25. Juni den 80. Gelnnt-tag. Bar Mizwah-Termine Am 19. Juni (10. Tamm!!־,): Sjegtried Zucker. Sohn von Wolf Zucker, Bochum, Brürk-tr. 00, Am 20. Juni (17. Tammu-.): A '01! Gold borg. Sohn von Sa'omon GoMberg, Hamburg. Rauch, bahn 31. •— Munin N 11 11 'n;1 11 n!, Sohn von Berthold Xuhbaum, Nürnberg.\V, 11 i rt onga^-c <). lleiher! Zimmer, Sohn von Sigmund Zi nmer, I'tinh i. Bavern, Johanni ■Ar. 7. Chemnitz Donnerstag, 17. Juni, 20.15 Uhr in der Synagoge Dr. David Schloßberg vor dem MX. Zionisienkongreo Das Fazit der Unruhen / Die Königl. Kommission / Teilung Palästinas? Palästina und Ubersee / Die Aniwort des jüdischen Volkes Zionistische Ortsgruppe FRANKFURT a H. S. 6UTTMANN ir-Sahrr- ROBERT HIRSCH Frankfurt a. M., Zeil!15 >׳ V׳יr11 הKt“,־ der H;!uptpoU Das Fachgnschätl für Sardinen Teppiche Dekorationen *0* .00 *'4, Alles tür die Haustrau Äuswamrerer und Brautpaare ITIßRßARETE ACKERIWStttl-mfllllZER ' 1 arh״r.M־haft für Haueu, Kur hcn״rrHt(‘ ZEH 68, I, Konsfabi. Wache, Tel. 28 368; Anzeigen- Annahme Frankfurt a. m. Groß« Bockenheimtp Straße 29, I Fernruf 23977 IhrPhota-Reisebegleiter 1 Leicaoger conlax Ehrenfeld Frankfurt a. Main, Zell 104 ■ Kronprinzenstr. 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