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Jüdische Rundschau · 1938-10-04 · Heft 79 (4.10.1938) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 79 (4.10.1938)
Date
1938-10-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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— BERLINER RUNDSCHAU Nr.79, 4. OKTOBER 1938 } Verdi-Matinee Als man die sterblichen Ueberreste Verdis zu Cirabe trug» stieg absichtslos und spontan ein Gesang aus jigr Menge aut. Es war der Chor der Hebräer aus dem Frühwerk ״Nabueco“, mit dem sechzig Jahre zuvor der Ruhm seines Schöpfers begann. ״Va pcnsiero...“ klang es über die Straßen und Plätze hin; es war die durch Verdi musikgewordene Klage der Juden an den Wassern Babylons nach den Worten des Psalms, den König David schrieb. — Dieser Hebräerchor war der Auftakt der Mattmee, die der Kultur bund am Sonntag anläßlich seiner Rigoletto-Inszcnicrung veranstaltete. Der Opernchor unter der Leitung Bertfiold Sanders sang dann noch ein Stück aus diesem Rigolctto-Werk. Die Reihe der solistischcn Darbietungen eröffnete Paula Salomon (Lindberg) mit der großen Arie der Eboli aus dem ,,Don Carlos“, — es war eine meisterliche Leistung gesanglicher Gestaltungskunst. Käthe Outhtnann- Kalimann sang mit schöner Stimme, aber im ganzen etwas unbeseelt, die Leonoren-Arie aus der ,,Macht des Schicksals“. Von dem vielbegabten Siegfred Urias hörte man das gewaltige Credo aus dem Spätwerk ,,Othello" ,aus dem noch!go Outtmann vollkommen schön und alle Tiefen des Schmerzes offenbarend der! Tod des dunklen Helden sang. Schließlich hörte man das Quartett aus dem Rigoletto (Mascha B e n j a k*0 n s k i, Else Horwitz, Ernö Oaray, Walter Olitzki), aber es war nicht ganz so gelungen wie am Pretnieren-Abcnd zuvor. Das Kernstück der Matinee war ein Vortrag Dr. Anneliese Landaus ״Verdi, der Musiker“. Mit em paar sicheren und markanten Stricnen waren ein• Umrisse dieser großen Gestalt gezeichnet, und nach wenigen _ Minuten schon stand der Meister in der Fülle seines lebendigen Daseins vor dem erstaunten Hörer. M. Intime Musik. Intime Musik, über die Dr. Anneliese Landau m einigen Vorträgen berichtet, ist Musik, die in intimer Zwiesprache mit dein Hörer steht und auch in der Abstimmung des äußeren Rahmens mit ilun innigeren Kontakt anbahnt. Der erste Vortrag, den Anneliese Landau diesem Thema widmete» betrachtete eine frühe Phase dieser Musik. Die Tatsache, daß sich die •Musik in den Zeitläuften immer wieder nach den Bedürfnissen der Menschen ausriclitet und damit ihren inneren Guhalt abwandelt, wird itn Falle der e 11 g! 1 s c h e 11 V 1 r g i 11 a 1 i s t e n zum bezeichnenden Zeitdokument der e!isnhethanisdien Regierungsära. Der englische Stil prägt viele Figen/uge, besonders in der instrumentalmusik: Variation, Spielwerk, den ,.(jround“, eine ununtcrbrochen wiederkehrende Baßtonlolge, Vorliebe für das eng-!!sehe Volkslied und die damit sich vollziehende Vorherrschuft des modernen Dur und Moll, überhaupt wuchert eine Ideenvielfalt, die eine reiche Programmusik (״Glocken von Westminster“ von William Byrd) über romantische Stirnmungsbilder hiimeg bis zu den Höhen abstrakter Musik des ״I're'u :liums“ eines Orlando Gibbons und späterhin der Meisterwerke eines Henry Pure eis entwickelt. Viel Geschick und Spit/engciühl sind nötig, diesen spröden Stoff dem allgemeinen Verständnis des Publikums in so fesselnder Weise nahezubringen, wie cs Anneliese Landau gelingt. Ihre Ausführungen fanden deshalb großen Beifall ebenso wie die sie illustrierenden Vorträge Gertrud Wertheimers am Cembalo, in denen sie ihre hochentwickelte Spiel- und Registricrungskunst zeigen konnte. Dr. Jakob Schön berg Ankündigungen Jüdisches Lehrhaua Berlin (Fiele Jti׳li'pl1e Volkshochschule «. V.). Hchr-Hisehe Lehranstalt der Jüd. Gemeinde. l';u׳־rrp'ht m der ru'Ut:n 111; lei.: 24 55 87. Kulturbund-Spielplan der Woche. The.De' in der Kominand.intenstr. 57: kj K , « ־ -* II Mt**, 2) Uhr, Vortrag Dr. Au1ehe,e Land.i״ :״Ir.lime Mu,1k" II; 12, Okt., 20 Uhr, \< , I)r \ 1 1 ׳ .u , 1 .! ׳ M 1 k 11, 13. Oktober: W;crie1ero!:nu!1^ ci er KU.׳;nkun>thn:n1e, 20.15 Uhr: ״Gemischtes Kompeilt־־ (,Rev’h15;('׳. Okt., 20.15 Uhr, Kleinkunst: ,,Gemischtes Kom* (Revue). Konzert Alexander Kipnis. Diejenigen Besucher des Liede!♦ und Anen-Ahends von AlcxantJer Kipnis (am Flügel: Erna Klein) am 8. Oktober im Briiderverein^a.a!, die an der Abendkasse neue, für die Zeit vorn 1. Oktober 1938 bis 30. September 1939 gültige R-Ausweisc losen wollen, werden um sehr rechtzeitige• Erscheinen gebeten. Familien - Nachrichten Herr Lesser J a c 0 b u s, Berlin-A’eukölln, Bergstr. 59,1׳, begeht am 13. Oktober den 85. Geburtstag. Professor Dr. Abraham Buschke beging am 27. September den 70. Geburtstag. Barmizua-Termin. Am 8. Okt.01>er (13. TLchri): Fred! B a c h n e r, Sohn von AbiaUam Bachner, Berlin, Landsberger Str. 32. DU ftäcU&U lliHcU1~]luHd&cUa14, trsche tnl arn kommenden Freitag. Sie bringt u. a.! Die ■chöne Woche vor Sukkoth Slmchat Torrn in der Moschawa Hahonimlager ln Amerika In einer Kabeliahrik in der Ralfs ■Bay Warum will ich nach Palästina? (Eine Umfrage) ״Rigoletto“ im Kulturbund Im Zuge einer neuen fruchtbaren Schaffensperiode greift Verdi mit der ihm eigenen Besessenheit nach Victor Hugos ״Le roi s'aniuse“, einem an wechsdvollcm Geschehen reichen Stoff. Die im Charakter überspitzt und kontrastisch gereichncten Träger der Handlung reizen ihn, er durchblutet sie in der Oper mit gefühlsstarker Musik, leiht ihnen die Eindringlichkeit und Natürlichkeit seiner Sprache, die Schönheit seines Meios und den sicheren Instinkt für die dramatische Wirkung. l>ie heutige Generation, die das Erbe des modernen Musikdramas angetreten hat, verurteilt manche Plattituder! in dieser Musik, oder hat etwas gegen die scheinbar simplen Chöre einzuwenden. Sie wird aber die Spuren des Genius, die in diesem Werk zu augenfällig und unmittelbar vorhanden sind, nicht übersehen können. Was Verdi an diesem Stoff am meisten fesselte, waren rein menschliche Prob I e m e. Mit großer Liebe und Sorgfalt wandte er sich der Charakterisierung der einzelnen handelnden Personen zu. 1111 Mittelpunkt stellt für ihn Rigoletto, ein von Natur mißgebildetes Wesen, das, abgefeimtester Schurkereien fähig,, die zartesten Gefühle eines Vaters an seine über alles geliebte Tochter verschwendet. Den Charakter des Hugoschen Schurken Tribtilet, Vorlage des Rigoletto, mildert die Schönheit der Verdischen Musik. In der Kulturbundaufführung des ״Rigo* letto“, ein wagemutiges, doch mit Erfolg gekröntes Beginnen, zog Walter Olitzki die doppelseitigen Gefühlsregister dieses schverbekümmerten Vaters mit der Inbrunst eines fanatischen Darstellers. Wir glaubten ihm den inneren Kampf, das Zwiespäliige, die Seelenqual, wenn seine Stimme von Schmelz und Wärme getragen wurde und die Spannkraft anhielt. Das Gefühl zärtlichster Liebe wächst im Zwiegesang mit der Gilda Mascha B e n j a k o n s k i s, in jenen Augenblicken schönster Verdischer Eingebungen, im Alla brevc pochender Herzschläge, in der Beseeltheit verträumten Sinnens. Olitzki offenhart die tiefsten Qualen, wenn ihn die Niedertracht der Höflinge trifft, und schlägt einen betörenden Singsang des Lachens an; wahre Ucberredungskunst Verdischcr Theater- Wirkung. Dieser akzentuierten Dramatik, diesem Uebermaß leidenschaftlich geballter Kraft zittert das milde reine Licht Gildas entgegen, den verderblichen Einflüssen der bösen umweit durch Rigoletto vorenthalten. Mascha Benjakonski, von Flöten präludiert und begleitet, wird in die Süße der Verdisehen Melodie verstrickt, sie singt die Arie ״Teurer Name schlicht, voll Gefühl, ihre schöne, warme Stimme, ihre sauber perlenden Koloraturen begeistern das Publikum, und wir erleben das letzte verführerische Aufblinken der Giklascheti Tugend im Hereinbreehen unheildrohender Düsternis, hn Gewinke! enger Gassen fängt sie Heinz Condell ein, stülpt über sie den Himmel mit unheimlich hinfegenden Wolken. Im Schlußbild wird das Grausen des Dunkels zum Symbol der Rache an Rigoletto, Kurt Singer, der einfallsreiche'; Spielleiter, stapelt in erregter Atmosphäre die Last der Schuld l auf ihn, Verdi kündet das nahende Verderben mit den : Blitzen der Flötenstaccati, dem Schlurfen der Bässe, dem; Spektakel des großen Orchesters. Ein grausiges Ende, das schon zu Beginn der Oper am Opfer zu nagen beginnt, im; lasterhaften Treiben am Hofe des Herzogs von Mantua, in den Brokatfarben Condellsclier Kulissen und Kostüme, dem ‘׳ lockeren, von Singer inspirierten Bewcgiingsspiel auf dem Wirbel Verdischcr Rhythmen. Die Leichtfertigkeit des Herzogs treibt in skrupellosem Ueb-ermut zu neuem Abenteuer. Igo Outtmann, ein routinierter Sänger und Darsteller, spielt ihn glaubhaft, schon mit der ersten Arie ״Freundlich blick ich auf diese" erwirbt er sich die Gunst des Publikums, und in der Gemeinschaft mit Mascha Benjakonski steigert er sich zu überraschenden Leistungen. Igo Outtmann ist ein Gewinn des Kulturbundes. Das Abenteuer des Herzogs mit Gräfin Ccprano, von Hilda Lind kokett, mit stimmlichem Charme angelegt, entzündet den Konflikt, an dem Rigoletto durch den Fluch des Grafen von Monterone, eine ergreifende Darstellung Siegfried Urias’, zerbricht. Ein verwegener Bandit, Sparafucile, wird von Walter Ries, wie immer, theaterwirksam gestellt, ein wackerer Mime, dem das unselige Handwerk zu glauben ist. In der Rolle der Maddalena konnte Else Horwitz nach anfänglicher Unsicherheit ihr schönes Stimmmaterial zeigen. Von der übrigen Besetzung ist neben Richard Dresdner, Morduch Lexandrowitsch, Toni Goldschlag, Georg K a t z, Hedi Siegemann der Marulio Gerhard Pechners hervorzuheben, ein ebenso guter Sänger wie Darsteller. Was wäre aber eine ״R1goletto״-Auffül1ru11g Der Herzog (Igo Gattmann) und Rigoletto (Walter Olitzki) Fotos: J. Abraham ohne den gewiegten Dirigenten Rudolf Schwarz, der um« sichtig und temperamentvoll die Aufführung leitete, ohne die Musizierfrische des Kulturbundorchesters, ohne den unent* wegt stimmsicheren Kultiirbundchor unter Leitung Berthold Sandres! Ein großer Erfolg und ein vielversprechender Auftakt. Dr. Jakob Schön berg Gilda (Mascha Benjakonski) Gottesdienst am Jom Kippur Gerne! ndesynagogen Dienstag, den 4. Oktober, abends: m allen Synagogen und Betsalen 17.45 Uhr; Svn. Fa-aneastraiie 2. Gottesdienst 20 Uhr. Mittwoch, den 5. Oktober, morgens: Synagogen und Betsäle mit altem Ri:us 7.30 Uhr, Synagogen und Betsäle mit neuem Kims: 9 Uhr (Syn. Faiancnstraiie Frühgottesdienst 7,30 Uhr); Fe.-iau-. ׳ang 1B.17' Uhr. Predigten! Alte Synagoge 4 Freier 5. Freier / Neue Synagoge 4. Nußbaum 5. Jospe t Kaiseratr. 4. Levy 5• Sineermann f Undenstr. 4, Salomonski 5. Warschauer / Latiowstr. 4. Baeclc 5. Wiener / Rykeatr. 4. Swarsenski 5. Weyl / Fasanenstr. 4. Gailinrr 5. Swarsonsk! / Levetiowstr. 4. Lewkowitr 5. Maybaum / Pestalozzi- ■tr. 4. u. 5. Berkovit* / Ahawas Reim 4. u. 5. JakoboviU / Münchener Str. 4. Nobel 5. Broch / Friedenatempel 4, Zyl 5. Nußbaum / Gnmewald 4, Wolf 5. Ksiimki / Prinzregentenatr. 4. Wieoer $. Baeck / Köpenick 4. u. 5. SuSmann / Oranienburg 4. 5 .״ Kempner / Schmargendorf 4_Hirsch j>• Winter^/ . , .... unaryendorf 4. Hirsch 5. Winter / Brüder• verein 4 Maybnum 5. Lcwkovitz / Joachlmathaler Str. 4. Graf 5. Zyl / Halen• see 4. Goetz 5. Silbersfein / Kulturbund-Theater 4. Jospe 5. Sober / Muaiker- 88. le I 4. Sober 5. Hirsch / BeroHna-FeaUÄle II, Schönh. Allee 28, 4. Ptncus 5. jaffe / Schönhauser Allee 161 a 4. u. 5. Ludwig, HI. Etage 4. Neumark 5. Lewinski / Klubsaat d. Brüderreralna 4. Lowenstein 5, Nobel / Aula Wibnackeritr 3 4. Czoüack 5. Löwenstein / Muaikcrafile, ptr. 4. Gescheit 5־ Foerder / Kulturbund-Saal 4. Burg5 ־. Loewenthal / Syn. Gip»»tr. 4• Zion 5. Carlehach / Saal Linlenatr. 4. Stetn 5. Bloch /Turnhalle weinberjprwef 4.Gelles S.Nathan / Turnhalle Kaiseratr« 4. Jacobsohn 5. Neuhaus. Jugendgottesdienste: Alter Ritus: Plenarsaal Ro»ea$traÜe 2/4: DictiMag. den 4. Okt., 17.45 Uhr; Mittwoch, den 5. Okt., 8-30 Uhr. — Xeuer Ritus: Aula Gr. Hamburger Str. 27. Wochentagssynagoge Lindenstraße, Turnhalle Wihnacker Str. 3, Beginn: Mittwoch, den 5. Okt., 10.00 und 16.00 Uhr. Der Mangel an geeigneten Betsälen in d^n westlichen Bezirken zwingt uns, in der Synagoge Fa>anenstraße auch am Jom Kippur zwei Gottesölienste zu veranstalten, und zwar am Kol Nid re: iür die Inhaber der Jahreskarten um 17.45 Uhr, für die Innaber der Karten für die FrühgotteMienste um 20.00 Uhr; am Jom Kippur (am Tage): für die Inhaber der Karten für die Frühgotti'.sdicnste um 7.30 Uhr, für die Inhaber der Jahreskarten um 11.00 Uhr. Der Frühgottcsdien^t findet ebenfalls mit Predigt und See lenieier statt. Nach der Seelenfeier des 2. Gottesdienstes, zu Beginn de״ Mussaf, wird den Besuchern des 1. Gottesdienstes in den zur Verfügung stehenden Nehenraumlichkeiten, und soweit ang.ingig, auf Stehplätzen zur Hauptvvnagoge Zutritt gewährt. V er eins-Synago gen Adass Jakob, Holzmarktsbr. 641 Kol Nidr« 17.45, 5. X. 7.00 Abiwalh Zion, Schönhauser Allee Ko^ Nidre 17.20, morgens 7.00 Pr Levy Syn. Beth Zion, Brunnenstr. 33: Kol Nidre 17.45 morg. 7 Pr Landsu Syn. Agudath Achim, Pankow, Mühlen• tr. 771 Kol Nidre 17.30, 5. X 8/0 Pr Ohrenstein — 2. (liberaler) Gottnsd• Waisenhaus Pankow, Berliner Str. Kol Nid.e 17.30, 5. X, 9 Pr Hanff Ahawas Scholaum und Mögen Dowid, Berlin N, Kleine Augustatr. 10» Kol Nidre 17.45, Jom Kippur 7 Pr Rebhun Betb Scholaum, Markgraf-Albrecht5־tr, 11*12: 4 Kol Nidre 17.45, morg. 7.00 Synag. Gesundbrunnen, Prinrenslle* 871 Kol Nidns 17 45 morg. 7.W Pr Alf *an- M inj an Iwri, Rosenthaler Str. 44! Kol Nidre 17.40, *morg. 8.00 jüd. Religionaverein Friedenau*StegHtx, Stieratr. 21! Kol Nidre 17.45 Pr Winter, morg. 9.00 (Winter) Jüd- Religionsgem. Charlottenbnrg! Kol Nidre 17.45, morg. 9.00 Pr Adler Syn. Passauer St*־.! Kol Nidre 17.45 Pr Broch, morg- 7 (Wolff; Syn. Herrasdorf: Kol Nidre 17.45, morg. 9. Pr Klein Todesfall. Mit Eugen Wölbe ist ein Mann dahingegan« gen, der, ein treuer Jude, dem Zionismus schon Wohlwollen entgegenbrachte, als viele seiner Generation dem jüdischen Volk gleichgültig oder der jüdischen Jugend, die das jüdische Volkstum erneuern wollte, mit Ablehnung gegenüberstanden. Das Bedürfnis nach jüdischer Jugendliteratur versuchte er durch seine Schriften über Mono Burg, Moses Montefiore, L. A. Frank! u. a. zu erfüllen. In liebevoller Treue fügte er hier die menschlichen und jüdischen Züge der Personen, die er behandelte, zusammen, um durch sie den Leser zu erfreuen und aufzurichten. Seine literarischen Arbeiten über bemerkenswerte Persönlichkeiten der modernen rumänischen Geschichte verschafften ihm Anerkennung und Ehrung. In den letzten Jahren war ihm die Bedeutung von Palästina für das jüdische Volk auch persönlich bewußt geworden. Die Eindrücke, die er durch seinen Aufenthalt im Lande ge- Wonnen hatte, war er bemüht, durch seine Vorträge weiterzutragen, um durch sie die Teilnahme am Palästina-Aufbau zu •wecken und zu stärken. L, P. Der erfolgreiche Tonfilm des K.K.L. der NEUE MC Aufführung in Berlin-Westen Mittwoch 11a.I Oktober 19.30 und 21.15 Uhr Ansprachen : 19.30 Dr. Schlotsberg, 21.1a Dr. Max Nusabayrn Donnerst. 113.1 Oktober 19.30 und 21.15 Uhr Grober Saal der Josef Lehmann - schule Berlin W IS, Joachlmathaler Straße 13 Karlsn: (19.30 —,80 u. 1,-; 21.15 1,- u. 1,20 RAA) ab Donnerstag Jüd. Rundschau, Meinekeitrafte 10 ן Kedem, DahlmannVtaße ן Rubin /‘.03!s, Pe1«3loz1i»traßo; Hanio-Kondilorei) Fuchs, Wormser Straße 6oj Mitgl.- ftüro des Kulturbünde•, Kommandontenstraße 57! Zahlstelle Aschoffenburger Straße 18; Philo-Verlag, Pariser Straße. Eintritt nur gegen gültige KB.-, ZOV,-, R.-Karte oder gegen besonderen Filmauswei» (20 Rpf.) KOl-NOA, INSTITUT FÜR JÜDISCHE FILMARBEIT Mitteilungen der BZV. Gottesdienst der BZV. und des Mistachi. Meine!1«״r. 10. Dien*(lag, 4. Oktober, Beginn 17.45 Uhr, Mittwoch, 5• Oktober, 7.30 tp.r. Hebräische Kurse: Der Intensivkurs iür Foilgc«■bi 1' u־ne (Kjurs Gimmel) findet in dieser Woche von 19—21 Uhr im Heim «kr Vizo, Regensburger Str. 26, statt

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