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Jüdische Rundschau · 1938-09-13 · Heft 73 (13.9.1938) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 73 (13.9.1938)
Date
1938-09-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 73. 13. IX 1938 Jüdische Kunst in London Von unseren] Berichterstatter J. M. London, Anfang September Viel Bewunderung in der jüdischen wie in der nichtjüdischen ()Öffentlichkeit erregt das jet׳״t im Londoner Vaudeviile-Theatre auftretende ״Palästinensische Singende Ballett" unter der künstlerischen Leitung kina Nikowa s. Die Kritik hebt einstimmig die hervorragende Qualität der l.eistun* gen sowie das hohe kunstlerisehe Niveau dieses eigenartigen Balletts hervor, das uns in so unmittelbarer Weise Palästina und damit den Orient erleben lallt. Rina Nikowa. die sich auf einer Tournee durch Europa befindet, hat überall, wo ihr Ballett aufgetreten ist, große Erfolge gefeiert. In Paris hat das Ballett dreizehn Voislcllungen in den Salons von Rothschild gegeben, zu denen viele prominente Persönlichkeiten erschienen waren, ln einer Reihe künstlerisch prachtvoll gezeichneter Bilder, in I än/en voll Ausdruck, Farbigkeit und (jra/ie versucht die Künstlerin uns jene eigenartige Stimmung und den Rhythmus des Orients zu vermitteln, der uns ergreift und fasziniert. Das alte wie das neue Palästina ersteht in der Interirretation der Kunstlerin lebendig vor unseren Augen. Erwähnen wollen wir hier nur einige starke Schöpfungen dieses singenden Balletts, die sieh dureil ihr besonderes Kolorit und die Kraft des Ausdruckes auszeichnen. ״An der Arbeit", ״Der Wusteugesang", ..Al 1 laeum oder der Schwertertanz", die ekstatische Szene in ״Die I’!oplutenjunger“, der Gang zur Quelle ״Ktikie" und dw großartige Interpretation in der Szene ״An den Was-err! B.ilu kmv\ I )er Schmerz des Volkes, seine Sehn-ucht nach 1 11! .-.ting und die llrfullting der Hoffnung bekommen hier ihn huii'tieri'ch-rlnthmische Formung. ln einem der lx׳k;mnu׳Me!1 Kino-■ ml Londoner VC ostend wird jetzt ein iiddoch!•!׳] ׳'ihn mit dem bekannten anterikanischeu Scienopieler Mauiiee Schwurt/ in der Titelrolle gezeigt. I )er Film i't nach der hr/ahlung S c 11 a I o nt A schs ״Onkel Mose'" gedreht und seluldert da-. Milieu der jüdischen Finwamie'-uiu: 1111 י Men New York' Neben zahlreichen dramatischen Momenten 11 eien u11-, in diesem ihm, der im übrigen der erste jiddische Film Schwart/s ist, eine Reihe feiu-gezeichneten Tvpcn entsiegelt. Zionismus in Frankreich Von unserem Berichterstatter K. Pari s, im September Der Kongreß des Iran/.-siseheii K ereil Kajemeth wird mit einem l.hruiaheiid für 1' s 1 י s 0 h k i!1 cingeieiiet werden, der zur Zeit in Baris weilt. Die /.״nwtisehcn Persönlichkeiten Frankreichs werden hei dieser Gelegenheit den 75. (ieburtstag des Prä-identen de- Zioni-ti-iheu Aktions-Comites und des Keren Kajemeth feiern. Die Winterarbeit dis frn!1/ü'ischen Keren Hajeßod wird durch eine öffentliche Versammlung eröffnet werden, ווו der Joseph Baratz und Dr. .Alexander (ioldsteiii iiher die Antwerpener Keren [lajeßod-Konfcreiiz heriehten werden. . Die ״Föderation der zionistischen und palästinensischen Jugend‘‘ in Frankreich hat in der zweiten Hälfte des Juli ein Sommerlager in dem Schloß Maule ,•!!■)gehalten. Die Idee des Lagers wurde durch das Motto ״ßaderech“ (Auf dem Wege) definiert. Neben körperlichen tJebungen wurden in dem Lager ca. 'JO Vortrage über jüdische und zionistische Geschichte, über Palastinakunde, über hebräische Literatur usw. gehalten. _ Der Libanon zwischen zwei Feuern. Fine Zeitung in Beirut fuhrt folgende Ki'ige: Die Regierung des Libanon!hat die Nachricht dciiieiitiert, diß ihr der Besuch von Pfadfinden! aus dein Irak nie.hl willkommen wart.׳. Trotzdem greift die sviisehe Presse unseren Staat wegen s! hier Haltung in dieser Sache an. Wir haben sciio!! oft erklärt, dali der Libanon ein Land des Fremdenverkehrs ist, und daß solche Nachrii 11 teil ihm Wirts,ItafEieln n!schaden zufugen. Linerseits besuilieii!111' die Juden mellt in ihr, und wenn jetzt auch die Araber des Irak sieh zuruckhaltui, סי ist der Libanon zum Tode verurteilt. IS mag sein, daß vielen die Politik des Libanon nicht gel.dit, aber man sollte doch ra׳.h Möglichkeit vermeiden, ihm 1 inen wiitschaitliehen Schaden zu/ufugen. Das Juii-August-Heft der Monatsschrift für Ge chichtc und Wissenschaft des Judentums bringt einen iutei essanteti Aufsatz von Dr. K 11! t S! :Ilse lim e׳g über ״D.e natioualita! enreehtheile Stellung der Jinh.n;11 den russischen und österreichischen Nach fo!g!'s!aal im w.iiireiid der \\ cltknegseporhe". Der .Aufsatz behandelt e־n Gebiet, das von der Forschung bisher kaum beachtet worden war, da dm Aufmerksamkeit meist der!׳poche galt, m der d e natumalit .item eelitliehe Stellung der Juden durch die M:!ui erbe־tenselmt/vu trage charakterisiert war, d. h. durch z w i s c 11 e 11 s t a a t I 1c 11 e Rechtssetzungen. Zum l 'nterschied davon zeig! dm \\'cdkrm״M.׳1׳o,dn־ Aiwat/e zu einer ״nationalen Eman/ipatum" mit den Mitteln de- S t a a t s r e c h t e s. Ausführlich erörtert werden die das Judentum als Gruppe betreffenden Anordnungen 1111 Recht der deutsehen mul osterreich-ungarischen militärischen () f< k u p a I i <> n s b c h ö r d e n in Polen, Litauen und dem Baltikum, daneben auch die Versuche der dort wohnenden Völker, die während des Krieges zur Staatsfähigkeit heranwuchsen, die Judenheiten als nationale.Gruppen ihrem künftigen Staatsbau einzuorditeii. Die einschlägigen Jahrgänge der ,Jüdischen Rundschau" sind häufig als Quelle herangezogen. ~ Dr. B. Weinryb liefert Beiträge zur Finanzgeschichte der jüdischen Gemeinden in Polen; über eine chronologische Frage hei Maimonides gibt Dr. Edgar Frank Aufklärung. Verschiedene Neuerscheinungen zur Philo-Literatur werden von Dr. Hans Joachim Schoeps und Prof. J. H e i n e in a n n gewürdigt, ״Protokolle der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums und Buchbesprechungen schließen das Heft. ״Philo-Atlas, Handbuch für die jüdische Auswanderung“, nennt sich ein Nachschlagewerk, das die mannigfachen Tat- Sachen und Fragen, die den jüdischen Auswanderer hier und vor allem draußen beschäftigen, erstmalig in einem Bande gemeinverständlich darstellt und demnächst in der Reihe der Philo-Lexika erscheint (Philo ümbH., Jüdischer ßuehveriag und Buchvertrieb, Berlin W 15, Pariser Str. 44). Neunzehn vielfarbige, zu diesem Zweck eigens hergestellte Landkarten vorwiegend der überseeischen Lander bilden die Grundlage des Buches. An dem handlichen Nachschlagewerk, herausgegeben von Dr. Ernst G. Löwenthal, arbeiteten Fachleute namentlich aus dem Mitarhcitcrstab des Hilfsvereins der Juden in Deutschland und des Jüdischen Ccntral-Vercins mit, so u. a Dr. Berthold Altmann, Max Goldstein, Rudolf Gräupner, Dr. Alexander Gutfeld, Dr. Arnold Horwitz, Dr. Eugen Ludwig Loewe, Hans Oppenheimer, Dr. Arthur Prinz, Dr. Eva Reichtnann-Junginann, Gretel Wiesenthal und Herbert Wiesenthal. Hiorths Bewässerungsplan Ein Besuch bet dem Erfinder Es war vor vier Jahren, genau gesagt vor dein Zionisten- Kongreß des Jahres lOil, als wir zum ersten Male miteinander in Verbindung kamen, freilich eine Verbindung besonderer Art. Das kam so: Eine angesehene Zeitschrift ließ sich von mir über den Zionismus berichten und brachte das Interview unter dem Titel: ״Im kommenden Jahr in Jerusalem!“ Mein realpolitischer Sinn ließ mich erklären, das Judenproblcrn und die Judennot könnten in Palästina allein nicht gelöst werden. Da meldete sich der norwegische Ingenieur Albert H i o r t h zu Worte und verteidigte mit wumletbaren und ergreifenden Worten die Heilkraft des Heiltgen Landes. Der Name Hiorth war mir kein fremder. Ich kannte ihn als Verfasser von zahlreichen Artikeln in der Tagespresse, ich hatte von ihm a's einem glänzenden Versanimlungsredner gehört, kannte ihn aber nicht persönlich. — Da kam der ziouisfische Film ״Das Land der Verheißung" nach Norwegen, und dieser führte uns zusammen. Der bekannte Palästinafreund hatte das Recht erlangt, eien Film vor Nichtjndeu zu zeigen, und viele Zehntauseiule Norweger danken ihm für das Erlebnis dieses Films. Als ich ihn zum erstenmal traf, in einem der größten Säle Oslos, wo er soeben zu IU00 Menschen durch Wort JisracI gewesen. Er hat sonst mit seinem Vater die weite Welt bereist und kam auch bis nach Aegypten. Hier sahen die beiden Ingenieure den gewaltigen Damm von Assuan. Hier waren ungeheure Kräfte aufgespeichert, aber nicht nutzbar gemacht. Da zeichnete Albert Hiorth in einer durchwachten Nacht den Plan für eine Kraftstation, die zwölf Millionen Aegypten! sozusagen gratis elektrisches Licht schaffen kann. Seine Ingenieurpläne für Palästina dankt der geniale Träumer der Inspiration zweier Lehrmeister: der Bibel und seinem Lehrer Professor Volrath Vogt, dessen Buch ״Das heilige Land" noch immer eine reiche und zuverlässige Informationsquelle ist. Bei aller kritischen Zurückhaltung des modernen Menschen in uns sind wir doch über die Tat- Sache nicht im unklaren, daß Hiorths Pian für ״Irrigation und Elektrification of Palestine" ebenso wie sein Plan ״Har- Messing of the Asswan Dam" auf der ganzen Welt Aufsehen erregt haben, besonders aber in England, wo Hiorth einen besonders guten Resonanzboden besitzt. Fr hat in der hochoffiziellen Geographischen Gesellschaft mehrere Vorträge gehalten, ist Mitglied der ״Laraday Society", des ״Vidoria-institute“ und des ״Palestine Exploration Fund" und ein sehr geschätzter Mitarbeiter in der britischen Presse. Zu den intercssierten Kennern seiner kühnen Pläne gehören der norwegisclie König Flaakon, Winston Churchill, Lord Samuel, ''St/irirf-m m/tiB ■T - "* 0A. «•י• KAR - -1'1 "1Pli'l“ OBBANE dam «ד!.:*5 ■**fl :***fAlNTAB זיוי-3(f;, '־ *■ haar t ־»w•־- , ■ ׳ ,,! y ww׳.. .. — — _״« O .MF I/O ' ' י ־*״ IllBV■«•*’' ־— 0. »acr-jssiart ״iiiiStS*״ "SQ*־ ,«*. « *t ׳D#». ׳i nt , ־״ ___.-»■- HARJ *AÄ1, a#*■ ■r* CLHAHAA ״־*#* ANTIOCH 'isWBirJ W/igS'(!§» Akra llgpuioi/? ALSXANOKirrA Skizze zu Hiorths Bavasserungsplänen und Bild von Erez Jisrael gesprochen hatte, da wünschte ich mir im stillen solche Begeisterung bei unserem jüdischen Publikum. Seit jenem Tage Ende des vorigen jaiires folge ich seinen! Wirken auf Schritt und Tritt. In diesem Sommer war ich in seinen! Heim um! am letzten Sonntag /.um zweiten Male dort und mit mir der Vorsitzende des Zionistischen Verbandes für Norwegen und der Sekretär des Verbandes. Von diesem zionistischen ״Ausflug"' will ich berichten. Es ist ein Heim von ganz besonderer Art, das 1\11s gastlich empfing. Der Sohn des Liiiaii/inaiines und W'asserfall-lngenicurs Frcdrik Hiorth kaufte vor einigen Jahren einen prachtvollen alt-kultivierten Bauernhof und schuf sich darin eine Wirkungsstätte für seine zioiisfreiimllichen Bestrebungen. I me altestamcntliche Stimmung erfüllt dieses Heim. Der Sollt! eines Industriemagnaten mul Enkel eines Bischofs nannte seine Kinder Ester und Mirjam. Fs ist ein religiöses Heim, mit frommen Tafelsitteii. Mau Betet vor und nach Tisch, nicht zuletzt für die jüdischen Gaste, deren rituellen Wimscheu man mit Verständnis und Takt Rechnung trägt. Der Mittelpunkt des Gespräches ist das Buch, dem Hiorth, wie er sagt, alles verdankt, unsere Bibel. — Aber es herrscht keine köpf! ängcrische Stimmung, sondern ein feiner warmer Humor, de! nicht zuletzt von der Wirtin des Hauses ausgellt, der Tochter eines hohen norwegischen Offiziers. Es ist der Mann mit den genialen konstruktiven Plänen zur Kanalisierung und Be w ä s s e r u n g des Vorderen Orients, den wir hier schildern wollen. Albert Hiorth, heute ein Mann von zirka 60 Jahren, ist nie in Erez £in (fCstUcnk zu den feievtaqen Die alte Sitte, zu den Feiertagen Sähestehenden durch Geschenke Freude zu bereiten, wird auch in diesem Jahre eingehalten werden, Je nach der Vermögenslage werden kleinere Auftnerhsamkeiten oder auch wertvollere Gegenstände geschenkt. Aber: IVas schenken Wo kaufen 7 Haben Sie sich und Ihre H aren den Käufern schon in Erinnerung gebracht? Jetzt ist es Zeit, sich in den Wettbewerb einzutchnllen. HV/m Sie jetzt in der ,,Jüdischen Hu ndschau״ inserieren, so erfassen Sie die Menschen, auf die es Ihnen ankommt. Geben Sie uns lieschcid, und wir werden Sie unt erbindlick und fachkundig beraten/ Jüdische Rundschau / Anzeigenabteiluna Berlin W 18 / Meinekestraße 10 ׳׳ Ruf 919031 mit dessen Bruder, Sir Stuart Samuel, ihn warme Freundschaft verband. Es ist also nicht zu leugnen, daß in leitenden englischen Kreisen lebhaftes Interesse für diese Dinge besteht, das :nit der Zuspitzung des Judenproblems und des Palästina-Problems noch bedeutsam gewachsen ist. Für das brennende Alexandrette-Problcm ist gleichfalls die Zukunft der Ffiorthschen Kanalisierungspläne von schicksalhaftem interesse. In Hiorths Arbeitszimmer hängt eine mächtige plastische Karte von Palästina. Hiorth träumt davon, durch einen 70 km langen Kanal das Wasser des Mittelländischen Meeres iri das Tote Meer zu leiten, dieses zu beleben, das Klima zu verbessern und die ganze Jordansenke in einer Läng« voit 200 km zu bewässern und fruchtbar zu machen. Die Wasserkraft dieses Kanal'untuTs könnte gewaltige Pumpwerke treiben, die das Wasser destillieren und in die trockene Sandwüste treiben. Nach Hiorths Berechnung wird dieser ״jerusaleni-Timnel“ zirka '520 Millionen Kronen kosten. Das ist viel Geld, aber verschwindend im Verhältnis zu den Summen, die heute von den Völkern für viele andere Zwecke aufgebracht werden. Die F'o'gen wären unübersehbar. Vor allem könnte die Bevö'keru'iR Pa'iistiuas verfünffacht werden. Und diesen Riesenplan dankt Hiorth einer intuitiven Insniration durch die Bibel, genau gesprochen durch das 17. Kapitel des Buches Jecheskel. Es war diese Vision, der er nachging, und im Jahre 1910 war der Plan fertiggestellt und wurde der Welt vorgelegt. Hiorth ist ein moderner Ingenieur, WasserkraftaüSbau- Expert, der beste Turbinenkonstrukteur des Landes. Er machte eine Erfindung zur Herstellung des feinsten Stahls der Welt, er ist also kein Tagträumer. Harmonie prägt den Mann, sein nein!; Schönheit liegt über Haus und Hof. Wir finden eine große religionswissenschädliche Bibliothek bei ihm. Wir finden eine Flasche Wasser vorn Toten Meer, das den Mann an seinen genialen Traum tagtäglich erinnert. Der Ingenieur, der Qualitätsstahl fabriziert, Wasserfälle ausbaut, findet in der Bibel, was er zu tun hat. Mathematik und Mystik, Skepsis und Glaube, Traum und Werktag sind zu einer Einheit verwoben. Rabb. J. Samuel, Oslo Landschulheim Västraby (Südschwetkn). Das Landschul- .heim — ein ehemaliger Gutshof — liegt in der fruchtbaren Ebene Südschwedens nahe dem Meer. Die Anstalt besitzt ungefähr zwei Morgen große Gärtnereien mit vierzig Mistbeetfenstern (alles Gemüse und Obst für den Haushalt, und die Blumen zur Ausschmückung des Hauses werden hier gezogen), eine kleine Hühnerfarm, eine gut ausgestattete Schreinerei und Reparaturwerkstätte und Nähmaschinen für die Schneiderei. So wird hier nicht gebastelt, sondern notwendige Arbeit für die eigene Wirtschaft geleistet. Der Unterricht in allen Hauptfächern — Mittelschul ziel — ist vormittags für die kleinen, nachmittags für die großen Kinder. Im Sprachunterricht kann nach Wunsch fiebräisch oder Englisch betont, freiwillig auch Französisch, Spanisch, Italienisch oder Schwedisch gelernt werden. Gymnastik und Sport stählen die jungen Körper. — Kameradschaftsgruppen, altersmäßig, nicht hündisch gesondert, spielen bei den Kindern eine große Rolle. Fahrten und Aufführungen werden veranstaltet. In regelmäß:gen Abständen wird eine Schulzcitung mit eigenen Beiträgen der Kinder hcrausgcgc'r.cn, von ihnen selbst gezeichnet, gedruckt, geheftet und versandt.

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