Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 66 (17.8.1934)
- Date
- 1934-08-17
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU BERLINER RUNDSCHAU Nr.66. 17. AUGUST 1934 gladcnburgGedcnktclern der Berliner Jüdischen Gemeinde Am 12• August veranstaltete tlic Berliner Jüdische Cie «rinde drei (j c u v 11 k 1c 1 c r 11 fiir den verstorbenen Reichs- ■!(ei! von Hindcnburg. in der Synagoge Fasanenstraße Cibcr die Gestalt Hindenf—ך ־-«*r c.m4 k.3 f~ ' r 11«-. ח 41— 4 ׳ L ן«,.y ו' ^4 Iw■** I מ h ייי* '׳""*ץ ז״יי״ן!; W i~Jk4l pr *M \ r ff Qi Leo B neck Ih schloß sich als geschichtliche. Persönlichkeit. An die Gedenkein LI niolc rachatuim sprach Rabbiner Dr. b״rgs a)s gcsc rede Dr. Baecks ... -.״״.v. ,«״״״״,״, 1״r den Dabiiigcgniigencii und cm Gebet. An der Leier nahmen Koriinn 11 ge 11 der verschiedenen jüdischen Organisationen mul ׳ Verbände teil. Gletvlinnüg fanden Trauerteiern in der Neuen! tvnagnge׳ wo Rabbiner l)r. Snhmonski eine lebendige , [)״Stellung von Persönlichkeit und Leistung des verstorbenen I ßcichprasidenten gab, und m der Synagoge Rykestralie statt, | »0 Rabbiner Dr. I m 11 Cohn die Bedeutung Hindenburgs | [Uf das Vaterland, das deutsche Volk und die Juden Deutsch- I ijnds schilderte. Orgel- und Chor-Vorträge gaben sämtlichen 5 jraucrvcranstaltunßcn einen weihevollen Rahmen. igt (orJ. Kuiturbunäkouzerte im August An Stelle eines heiteren Soiuiucrprogranuns spielte das Knlturbnndorchester Beethovens erste und dritte Sinfonie. Lin litbs Erlebnis — wie itnmer, aber doch heute besonders. Es pb ti״c Zeit, vor einigen Jahren, da liebte man doch mehr Moiarts Lächeln -- das auch noch unter Tränen eins war —■ jl! wilde Genialität, mehr Lösung und ״Gelostes“ als Probiemafischcs. Jetzt, wo wir uns besonders ernst nehmen müssen angesichts der Aufgaben, die die Gemeinschaft an "|5ן stellt, verstehen wir wieder Beethovens Pathos und großes,!:ishdcndes Sprechen. Michael Taube dirigierte. Mansoll sieht glauben, daß er nur der Musikant ist, dem motorische Dinge am besten gelingen. Für die männliche Geistigkeit pd Monumentalität Beethovens bringt er tiefes Verständnis inf. Er ist dem menschlichen Kern dieser Musik nab, und das läßt kleine Unexaktheiten bei Einsätzen usw. (die Horner, vor allem das zweite Horn, müssen natürlich reiner blasen!) vergessen. Es ist neben der Taubes auch eine Interpretation denkbar, die kühler, gefühlmäßig geklärter ist, und des- »egen /!!gespitzter, ״aggressiver“ wirken muß. Für das Kulturhwdorchester bedeuten diese Beethovensinfonien, in denen‘ rohl keine Note ohne Notwendigkeit steht, eine herrliche Schulung. Dr. Hans Nathan. Familien ־ Nachrichten Herr JamH Siilkc, SW 68, Oranknslr. 112, begeht am 14. Sep- Irob« den 65. r,rhurtst.1g. יוימיויי d*r BZV und dos Misraohi an don Hohen Feiertagen P»OSti\10 1,80 bis 5,— im Büro der BZV, Tel.: Jl Bismarck 7t65, App. 44 Karten von RM Miinekestrnße IO Eine Veranstaltung der B.Z.V. Als erste einer Reihe von Veranstaltungen, die die Neu* j a h r s k ,ר in p a g n e des Keren K a j e m c t h in Berlin cinleilen, fand jm ühcrfiilltcit großen Saal der Loge, Kleist• straße, am Dienstag eine Versammlung von drei Berirksgruppen der B. Z. V. statt, hei welcher zwei kürzlich aus Palästina zurückgckchrte Referenten ein eindrucksvolles Bild von der Einordnung der deutschen Alijah in Palästina entw׳arfen. Dr. Ernst Mechncr, der Leiter des KKL, sprach über die Einordnung In der Stadt. Die Alijah 10T1 ist nicht geringer als die des Vorjahres. Die legale Linwnndcrung wird voraussichtlich sogar stärker sein. Sie ist weiter durch die Eigentümlichkeit charakterisiert, daß die Zahl der Mittelst;uidler die der ehaluzischcn Ein• Wanderer übersteigt. Die Einwnndcrimgswdle konnte infolge der ungewöhnlich guten Wirtschaftslage des Landes ver• haltnir,mäßig leicht absorbiert werden. Diese l'/j Jahre deui* scher Ljuwamlerting haben das Bild der Ocschäftsstraflcri von Tel-Awixv durch gute Aufmachung der Läden und Leistungsfähigkeit zum Vorteil verändert, freilich aber den von früher her ansässigen kleinen Kauflcutcn gewisse Schvvic• rigkeiteu bereitet. Die lebendige Reportage Dr. Mcclmcrs legte den stärksten Akzent auf die Entwicklung von Haifa, wo auf den Beiden des KKL eben die erste deutsche Vor• stadtsiedlung errichtet wird und eine ganze Anzahl von ge• werblichen Unternehmungen und Fabriken schon im Betrieb oder no-dr im flau ist. Der Referent fand scharfe Worte der Kritik für jenen Typus deutscher Juden, der sich in Palästina nicht als Einwanderer, sondern wie ein Emigrant benimmt. Im allgemeinen aber sieht man ein wirklich starkes Bewußtsein der Mitverantwortung fürs Ganze, die jeder Einzdne neben den Sorgen utn sich selbst an den Tag legt. Die Notwendigkeit, sich der Autorität des Volkes unterzuordncri, die bei Zionisten selbstverständlich ist, wird auch von eite• maligen Nichtzionisten im steigenden Maße klar erkannt, doch fehlen freilich für den großen Kreis derjenigen, die die hebräische Sprache noch nicht beherrschen, Organe, die eine öffentliche zionistische Meinung bilden und durchsetzen. Das überwiegende Wachstum der Städte ist bedenklieh, aber hoffentlich nur eine vorübergehende Etappe, denn der wahre Weg auch für die Hauptmasse der deutschen An- Siedlung xvird zwangsläufig zur ländlichen Umschichtung füh• ren müssen. Als zweiter Redner des Abends schilderte S e w O ז * b a c h die Probleme der Einordnungsformen der deutschen Alijah auf dem Lande. Der Zionismus, der sich nicht mit dem Willen zur Imroigration begnügt, fordert von seinen Anhängern eine innere Umschichtung. Die uns gesetzte Aufgabe, ein Jahrhundertelang vernachlässigtes, rückständiges Land der modernen Ent- Wicklung niiruschließcn, setzt einen Einwanderertyp mit P i o n i e r g e s i 1111 u n g und Kollcktivbcwußtscin voraus. Wer nach Palästina geht, um dort in der jüdischen Gemein• schaft zu leben und nicht hemmend auf ihre Entwicklung verschiedene wohklurchdachte Projekte zur Realisierung gelangen werden. In vielen Kwu/oth konnte die Zentralstelle durch I läuserbau helfend cingrcifrn. Besonders erfreulich sind die Ergebnisse der Jugend,־ilijah. Mit dem Eintreten in Arbeit und Verdienst sind die jungen Einwanderer auch vor die f rage gestellt, wie sie ihren im Gallith zurückgebliebenen Eltern helfen können, Ls kann die bemerkenswerte Tatsache fcstgcstdlt werden, daß heute bereits eine Gesamtsumme von ungewöhnlicher Höhe an Untcrstiitzungsgeldcrn allmonatlieh nach Deutschland fließt. Ls ist klar, daß nicht nur der Weg der Jugend weiterhin zur ländlichen Umschichtung führen muß. Die Zeiten der städtischen Konjunktur können einmal Vorbeigehen, aber die Siedlung auf dem Lande bietet dauernde Sicherheit. Der Ernst und das Verantwortungsbewußt sein, die aus den Ausführungen beider Redner sprachen, machten einen tiefen Eindruck auf die Zuhörerschaft. T. R. Nochmalige Erweiterung der Polikliniken der Israclitlsehen Union. Am 9. August fand im großen Sitzungszimmer der Israelitischen Union eine Vorst,mdssitnmg statt. Geheimrat Dr. Stern berichtet über die Kinder Verschickung in diesem Jahre. Die Gebefreudigkeit ermöglichte es, 63 Kinder zu verschicken. Auch die Poliklinik hat eine durchaus erfreuliche Entwicklung genommen. Die Zahl der Patienten hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Infolge des Anwachsens der I'atientcnzahl und der Sprcchstunden ist eine Vergrößerung der Räume dringend notwendig geworden. Es wurde daher einstimmig beschlossen, die warte- und Behandlungsräume erheblich zu vergrößern und das Büro in andere Räume des eigenen Hauses zu verlegen. Bar Mizwah •Termine Am 18. April — 7. Elul: Siegbert Markowicz, Sohn von T.lttmann Markowi«, Wrangelstr. 98. Palflsllna-Amt. Für juristische Beratung findet Infolge Arbeitsüberlastung ln der nächsten Woche keine Spree!»■ atunde statt. l/MjHlUitHdigUHQ׳} t Dr. Ernst Mectiner Mit neuesten Lichtbildern Mittwoch, den 29. August 1934, 20 H (Ihr, Kammorsfilo, Ceclllensaal, Teltower Str.t BERLINER ZIONISTISCHE VERElNlQUNO Beslrkegruppe Kreuzberg - Tempelhot rי r~» *1״ r״* p p r־^ pv«! n L3 U L L~J ■1,3 L ׳ tu W. ..i L vj KkJ Ü Lm 1« Im Hohon FalortAßon ».,1.11.1.״״ von d.r 1 BERLIN ER ZIONISTISCHEN VEREINIGUNG Bcdingmigi’it eines Koloiiisationsiaiulcs annassen. Das zb- I nistisclie Ziel ist ein normal geschichtetes Volk, in dem die 1 Zweige der Urproduktion genügend vertreten sind. Von 1 diesem Aspekt her gesellen, braucht die bisherige Bilanz I der deutschen Alijah uns nicht zu enttäuschen. Mehr als I 25 ״/״ der deutschen Alijah' gingen zur Landwirtschaft. Die 1 Erkenntnis, daß landwirtschaftliche Unternehmungen nicht nur durch jüdisches Geld aufgehaut werden können, sondern auch jüdischer Sclbstarbeit bedürfen, ist nicht nur in ehaluzischcn Kreisen, sondern auch unter den älteren Ein- Wanderern im Wachsen, Nach monatclangcn Vorarbeiten ist die Zentralstelle für Ansicdlung deutscher Juden unter der Leitung von Dr. Georg Landauer soweit, daß eine Reihe 1 von Siedluntrskerncn geschaffen Ist und daß letzt nacheinander 1 Sprechstunden 1 der Juristischen und wirtschaftllchsn Baratungs- I stell■ dar ״ Jüdischen Rundschau" 1 Montag und Donnerstag von 17 bis 18.30 Uhr 1 In unserem BOro, Berlin W18, Molnekoslr. 10. 1 Bel Besuchen sind Abonnements-Quittungen mit- I zubringen. Bel allen schriftlichen Anfragen sind I die Istzts Quittung und ■In frslgemachtsr Brief- 1 Umschlag od. ausreichendes Rückporto beizufügen 1 ן llfldlbergor Str. •7 Vorverkauf Droocrip Snlinver, Neun Künhstr« 73 % Preisn der f’lät/e RM 1«50 bis 4f— ,j IfBekinitriBt a Vorverkauf im Heim, hei Hepner, Inaelstrafie 8s und bei Silber, Lothrtn(f®r Straße 69 3 Preiae der Platze RM 1!—• bis 3f— ׳’.׳ *»atitraöa 34 Vorverkauf Im Helm und im Büro der B.Z V., Meinekeatraße IO Preise der Piätzo RM f!SO bia 5!—• Vorverkauf hat bereit» bagonsen Ludwig־ Hardt spricht fottaaheiul, «m 35. \ug1aat, atiend■ 8^ Uhr» »••thoven-Saal» Kötliener Strtfle 32 Ernste und heitere Dichtung ויסי Heine bis Morgenstern <1*19 Uul Wunsch) 10 S(h«a1p19i«r •Portrttt* zu fUmsten der Mdlunen iUlerstiiltc «res»-Berlin E-V.?.1].,•מיי* י Freite von H/M 2,50, 1,50 und I,— Im Büro der J oitchcii AttemhiUc Grad-Berlin E. V., W 50, Antfdmrätr 39 י&יז. Tel. 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Salami Pta. wn 1.20 1 a mstuw'drst.1,20 ן a Jagte«! ...... 1.00 t& Hcmturcor o.Krahauor. .1.00 la Würstchenu.Kocnuiurst. . 0.80 ן a Lcteruurst.0.80 a Raucnnaisch.1.30 a aussoifissones Fall. .. .0.60 Gleichzeitig Hlnd-, Kalb- und Hammelileinch Ria bllllgou Preilnnis moift marnoimer. FiaiscMrmstr. unosuERS (W.1, rranz-seimo-sir. 51 a Eicrzontraie Focus AuB*0ura®r 8tr. 4S b 4 1743 Täglich frlscho Elngüngo van In El»rn und Bullor iCurt Clevres Bittere Schokoladen 1. GochtlU Janchlraitbnlfr Sir. 21. 2. Gvicbilli Nür»b«rS«r Str. 141־׳•, c cktTnuraliimilr. Tnl. B 4 Bav. 1661 ♦ ^-1״Undt-Är: ❖ bllttr« Sp«»l«lit81nn Kgl, fri.rli I Sonnabend TANZ Eintritt RM. 0,SO Sonntag Nachm. TEE « Freier Eintritt Abends Eintritt RM. 0,80 tiü npn! wik Fornapraohort J 7 ttoohmolator 6110 S8ls für Varanataltungsn jsdar Art! 40-000 3־ Personen Zu den Feiertagen 3v־;f ״״״ 13j£lllnSa|J b.'.7"|MU3..'n. י ״־.־" Teo / Kakao ׳ Schokolade dirclctcr Bezug von Carl Max Josephs 11EHEH Vertreter worden noch •Ingaatsltt. 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W־ ' m v; : Af< ( 1״״«j\:־ ■ v fe\, El« W.S.V*« Oykt^llm »a« r*t*r!•f.uch«« / Ein M.tra-Goldwfn-Miyu^nin 2■ VJochel Tägl^7, 9.18 Uhr, Sonntag auch 8 Uhr eru/ Vorvarkauf 12-2 BB Barbarossa 7088 I ' i I *!>! I י׳! I; 1 I «pj