Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 25-26 (28.3.1934)
- Date
- 1934-03-28
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25/26, 28.11.1934 jüdische Rundschau *;“ CD 6 oי־ 3 (D־'־״« ״ויי *■?»1 J2 n£5 ׳ tr d ו־׳י ns 7'c ,g מ g. 6 * ä 3 * . <׳t> a *־• O ~ •ר׳ ד E O d צ CU c. p •סי* thj!-י 2.&M R! 3 ’ ß Q. H5 g 3 d f»4K Seite 2t BERICHTE au (V, on unstrn Beri chterstattern) Bcrnkastcl-Cucs Am 1. April begeht Herr Hugo Fried mann ■ein 25j,ihriges Jubiläum ab Lehrer und Kantor. Frankfurt n. M. Der unter Leitung von Dr. Nathan Flirenrcich stehemte lüdisclic Kammerchor hot in seinem letzten, von der Gesell- «riiaft liir jüdische Volksbildung veranstalteten Konzert ti. a. Drei fKilii-tincnsisclie Hirten weisen״ des jungen PalästinenjCts Israel Hramliiiaint, und von Herbert Fromm gesetzte ü-nrtelosc Niggunim. Bramlmanns bisher in Deutschlaiul selten Köln Die Kölner Jüdische Kunstgcnicliiscliaft veranstaltete, um auch den Musik- und Ovmnnstiklclirerlimen, die nicht die Möglichkeit haben, durch eigene Abende hervorzutreten, Gelegenheit zu gehen, die Oetfciitlichkcit an ihrem Wirken tcihiehtncn 711 lassen, eint Sch ti l e r v o r f ü 11 r u n g mit viel Erfolg. Der erste Teil (Musik) brachte Schülerinnen der Damen Wilhelm in e Berlin, Dora I. o c b, Margot Münzer una Hilde S i I h c r b a c h. Viel Beifall fand die Kindergymnnstik der Schule Hilde H i r sc h - S t e r 11. Von den Lehrerinnen selbst traten Grete Klein und Grclcl Fcitl! Linier liherrnsclilni durch erfinderischen Reichtum stuillen Anfhriu des C.horsatzcs. Der Chor trügt als 1inner Klangkörper die Baß-Solostimme (Jnnko Kauf tunt kiihm «dir polvf iiiamü, welcher die von I lit ten übernommenen Lieder tu der tirsimiM glichen Form übertragen sind. Brnndmanus Kompojjljnii niträt glm'IJich den beiden polaren (jefahren derartiger Barheitinigen’: Primitivität oder Extravaganz, denen konzer- (,ulte Fassungen gerade jüdischer Volksmusik so häufig veriallen. ik'dnnerlich’timl bei dem Stilgefühl des Chorleiters nicht recht begreiflich ist es nur, dali die Texte in einer — übrigens rocht banalen — deutschen Ucbcrsct/ung gesungen wurden; ein immögliches Verfahren, wo Melodie und Modulation so stark von! Wort bestimmt sind. Die Frommsche Bearbeitung der Niggunim und ihre Darbietung standen nicht auf der gleichen ןInjic, sind aber als Experiment und Anfang dankenswert. Theo Rainer (Bratsche) und Alice Roscnbauni (Klavier) spielten Händel und Weprik. S. Der Bezirk Rhein-Main wird nun auch einen Kultur bim d haben mit der (irs-ehiiftsstclle in Frankfurt a. M. Die propagandistische Leitung hat l׳'r.11t I cvi-Mfcliel (derzeitige Vt'izo-Vorsilzciitle), die künstlerische führt der frühere erste Kapellmeister des Frankfurter Opernhauses, Hans Wilhelm S11' i 111! e r g. 111 einer Besprechung vor Vertretern der jii• (lischi'ii l’resse gab er bekannt, daß Frankfurt der Sitz eines Orchesters werden solle, das für den südwestdeutschen Bezirk bestimmt sei, während die Tlieatcr• cnsemblt's von Berlin und Köln die Gastspiele bestreiten sollen. Vorträge werden in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Lchrhaus veranstaltet. A. N-M. Hamburg Am 23. März starb Alter lndmann (Ajali), 25 Jahre alt. Vor zwei Jahren wurde lndmann aus Palästina nach Deutsch- ]and entsandt. Im Mai 1032 kam er nach Hamburg, um an der hebräischen Sprachschule ״Ivriah" zu unterrichten und im Hcchaluz T arbuth-Arbeit zu leisten. Nach kaum ciniälirigcm Wirken erkrankte er und war fast ein Jahr, bis zu seinem Tode, au das Krankenhctt gefesselt. Doch bis /ulct/t widmete er sich der Jugendarbeit. Seine Beerdigung wurde zu einer grollen Kundgebung der Dankbarkeit. Dr. Salzburg; (im Namen der tlanitmrgcf Zionistischen Verfimgiing und der ״Ivriali") sowie Duwschani (im Namen des llcchaln/) dankten Alter lndmann in hebräischen Ansprachen nochmals für seine Arbeit an der jüdischen Jugend, cumi. Hannover Hie zionistische Jugend, die etwa zwei Drittel der organlsicrlcn jüdischen Jugend Hannovers umfaßt, hat sich zu einer Arbeitsgemeinschaft ziisammengcsclilosscn. — Zahnarzt Dr. Perlmutter, ein verdienter Zionist, hat Hannover verlassen und ist nach Palästina übergesiedclt, Jülich Die Veisaiiiiiilmigstätigkeit in den letzten Monaten war sehr rege. Am 25. Febr. wurde in der Synagoge eine (jel.dknciigcdächtnisfcier abgehoben, bei der Mittclsdiullchrcr I:ina 1111'c I die Gedenkrede hielt, Der jüdische Jugendbund veranstaltete eine Puriinfeicr, bei der Lehrer Emanucl auf die Bedeutung des Purimfcstes hinwics. Alfred Mendel. hervor. _— In den beiden Konzerten, die einige Kuustfrcnn• diimcn in ihren Privathausern für die Jiigcndlielicn vcranstalteteii, spielten und saugen die Kiiiisl leriniien Betty Markus, Mimi Gaii e n, Margot M iinzer (Klav.), Prämie Schmuck- 1er, Lilly Man! lock (Geige), Lotte Meier und Hanna Loeweu (ac«.wr), Frl. K rypka (Rezitation) und Erich Tocplitz (Flöte). Ernste und heitere, klassische und morienie Werke brachten den Kindern einige schöne Stunden. Fänc Kunsffrcimdin veranstaltete ln ihrem Hause ein größeres Konzert, das von Prof. Wittels, dem Opernsänger Siegiried Urias und dem Geiger Eugen Brunei 1 bestritten wurde. j, Der Kulturbund Rhein-Ruhr gab einen Rezitations-Abend. Elly Reicher las aus der Bibel, Heine, Storm und Morgenstein mit vollendeter Kunst. O.S. Leipzig Die Wizo-Oruppe hat zu Chamlscha asssr bcschwat ein wohlgcUmgcnc.s Kinderfest veranstaltet, das von über 20(1 Kindern besucht war. Neben Märchenvorlesungcn und Tanzd.irbietiingcn wurde ein Theaterstück nufgeführt, und an die Kinder wurden Früchte verteilt. — Am 6. Mürz fand ein Vortrag von Fräulein Lilly H alberstim über Ihre Reiseci ml rücke in Palästina statt, der sich vor allein mit der Tätigkeit und den Aufgaben der Frauen hefaflte. Fräulein I talberstam zeigte auch einen selbst aufgenommenen Film. Die Veranstaltung fand reges Interesse. Magdcbu r׳g liier besteht seit 1032 ein jüdisches Erziehung*• II c i m, das insbesondere für die Ausbildung von Haushalts- Schülerinnen sehr geeignet ist. Das Heim ist in der Lage, eine Anzahl auswärtiger Kinder auf/.imchmcn, die neben Schulunterricht insbesondere auch im Gartenbau aiisgebildct werden können. Falls eine genügende Zahl vorhanden ist, käme die Errichtung einer jüdischen Volksschule in Mägdeburg in Frage. Mainz. Der Jüdische Jugcmlbiiud Mainz hatte die jüdische Jugend des Rhcingaiics am 11. Februar zu sich ciugcladen. Wie sehr diese Aufforderung die Wünsche der jungen Menschen traf, bewies die unerwartet große Teilnahme. Ocher hundert 10—23jährige aus etwa 35 Orten Rhcinhessens fanden sich mit <10111 Mainzer Jngcndbund zusammen. Eine rege Ausspräche förderte den gemeinsamen Entschluß, in regelmäßiger Folge künftig wieder zusammcimikommcn, um in der Be- Schädigung mit jüdischen Dingen auch menschlich zueinander zu finden. — Wie im Landesverband Hessen, 80 legt der Verband der Jüdischen Jugendvcreinc Deutschlands i!n ganzen Reich das Schwergewicht seiner Tätigkeit auf die Landarbeit, um so dem jüdischen Leben in der Klcingcmeinde Antrieb und Stärkung zu sein. Malsch bei Ettlingen Der hiesige Jtigemlbund veranstaltete am 1. März eine Puriinfeicr, 711 der auch eine stattliche Anzahl Mitglieder der Bünde ans der Umgehung• erschienen waren. Nach einem Prolog führten die Kinder ein von Lehrer Gabel elnstudiertrs Theaterstück auf. Lebhaftes Interesse fand auch der von den Herren Kopilowitz und □süßer aus Karlsruhe gezeigte Filmstreifen 3״ el-Awiw und die Orarigenküstc“. Ga. im letzten Konzert der ,Instrumental gen! einseh,ו ft“ de* J Jeder kr.nu“ Wirte man als Solistin Lotte Leonard (Betlin), von Max Sin /heim er am Flügel begleitet. -nn Die Gemeindevertretung erledigte den Voranschlag für das Striierialir 1031. Dabei mußte infolge des Rückganges der Steiierkapltalien Und der Abgänge eine Erhöhung des Steuersätze•» um drei Pfennige erfolgen, Hei einer Nachwahl In die Gemcimleorg.inc wurde unter anderen auch der Vorsitzende der Zion. Ortsgruppe Dr. S t c 111 f e I d, in die Gcmeimle-Vertrctung gewühlt. Die außerordentlich fruchtbare Tätigkeit von Rabb, Dr, Orüncwald in dem Gcmcindeicben fand dankbare Anerkennung. Dr. O. S. Marienwerder Das jüdische Lehen In unserer Gemeinde steht Im Zeichen der Jugend, die sieh zu regen beginnt. Als letzte größere Gemcindcvcrsammluiig ist das Chamikkah-Kcst für die Kleinen zu nennen. — Am 3. Februar fand eine Jugcnd-Pegischab statt, zu der aus unserer Gemeinde zirka 50 Jugendliche, aus Elbing, Marienburg und Stuhrn zirka 10 Gaste erschienen waren. Aus Königsberg war Fricdcl Rubiustein gekommen, der unserer Jugend die Ziele der jüdischen Jugendbewegung erläuterte und durch seine Ausführungen und seine musikalischcn Darbietungen starken Eindruck machte. Walter Rowelski gelang es, eine Ortsgruppe des Maccabi-Iiazair zu gründen. Die Treffabende der zionistisch interessierten Jugend, die schon seit längerer Zeit bei Frau Dr. Schloßberg stattfanden, werden fortgesetzt Und erfreuen sich besonders seit der Gründung des Bundes lebhaftester Beteiligung, M. S. Mosbach (Baden) Vor einer großen Zuhörerschaft sprach Dr. Bruno Kaufmann (Mannheim) über seine Palästina-Erlebnisse. München Der ״Jüdische Kulturbund in Ravern‘׳ hat seine Tätigkeit mit einem Eröffmingskouzert am 4. März in der Münchner I lanptsynagogc nufgenommen. Die musikalischen Darhietungen wurden vom Kulturbund-Orchester München unter Kapeilnicistcr Erich Erc k bestritten. In Irma Stern lernte das Publikum eine feinsinnige Künstlerin kennen. — In der Hauntsynagoge fand eine Hckicngedcnkfcicr statt, bei der Rabb. Dr. R. R. Uei 3 die Trau eransprachc hielt. Stralsund Am 13. März wurde auf Initiative von Herrn Paul Eckdisch die Gründung einer Untergruppe der Stettiner Zionistischen _ Vereinigung vorgcnommeii, der sich fast die Hälfte der hiesigen (icmcindrmitglicdcr anschloß. Es soll ein Kursus für Ncuhcbräisch abgehalten werden. Am 17. Mürz trat die Gruppe mit ihrer ersten Veranstaltung vor die Oeffentlichkeit, und zwar wurden die Liehtbildstreifen ״Tel-Awiw und die Orangenkiistc“ und ״Neue Wälder in F.rez Israel“ gezeigt, zu denen Herr Georg Kopydlowski (Stettin) den Begleitvortrag hielt. Wiesbaden Am 3. März lud die Wlzo zu einer Purimfeier im Oemeimksaal ein. Nach Begrüßung durch die Vorsitzende Dr. Licsel Harry rezitierte Frieda Weis mann aus eigenen Werken. Frau Stcinlauf sang Mendelssohn. Rosi Geiger- Kullmann und Schubert, begleitet von Freu Uoldich midt- Metzger. Frl. Alice Trief spielte die C-dur-Polonaisc von Chopin und fünf moderne Klavierstücke. Chemnltxi Zion. Ortsgruppe. 4. April, 20.30 Uhr, im Heim, Aeußere Kknterntr. 13, ״AdIoj«<Ja", Bildstreifen von Purim in Tel. Awiw. Brglritvoflrug: M. Hermann. — Hamburg! J. P, D. Nord-We«t. Tagung «m 2. April in Osnalmirk, Heim ries J. P. I). in der Kolanriitraße. Anmeldungen «n II.in י Flataurr, 11 orford, Komluntr. 21. - KSIm KZV. I ,ifhiliiktcfvortrag ״Adlnjada“, ein Volksfest in Tel- Awiw, Bildbericht von den Purimtngen. Kern« ״Neue Wtilder in Frei I<1*cl- Im Großen Saal der Rbcmlandloge, am 4. April, abend* 8,30 Uhr. Ct> Unsere groß angelegten Abteilungen Damenkonlekilon, Seiden« und Kleiderstoffe bringen für das Frühjahr eine besondere Auswahl letzter Neuheiten Wir bitten um Ihren zwanglosen Besuch ״•יי* U>^)Cc Groß(! örschenstraße 1 Ecke Hauptstraße מ ca (חד•"* r! ח Lii h L48׳ i \4slü' U <*״ Sfaafeteflcrle <!!״<* Stscllidi« | Utlcrlo EianelimoliyS ' KCoöion, Maliclsiralie 4/! — Pott«<heck*Kon(o 7735 — Qcwtexw und Frfimlrti in 3 IUocmci *uwtnmen Ober KM, W w 1W '\J 'vl׳ GewinnmOplldikeU RN. /ו p oo t'i } iitij rj!! I : t(j * %lJ w kJ _ AÖ 11 »J V, ך־ h 1 k f ׳:i-t'Lv'j1׳ ׳'M!hoppello• KM. 40-״• AmtL Splelplao koitei^losS Hiiraiinsü zi —%,״ ^niltor Silbtehtr, Berlin C, Ortltestr. 10 fisditiUl, UeliördÜch prämiiert ־ 1 ־0 , וזג - "i. (‘יי־'׳ s^fli Q 4 0. und 21. 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April ollarlarl und vrriandal lUtlllekar Lotlaria-Einnakaar f »VV BERLIN Wl«, Oll*«•» Fiats ü*zlz? * Poittchack-Knnlo Batlln 3S5J1 Ttlalnm J 2 Oliva 970 i® וח li « ן Doscha ^»ra«[■ 2־n1*11»4a>klnilji I;!kdchenjjngel!! Dein treuer He fer! der 1ER1,tt=3!!2aL• der eleklr.Koch־ßrat• Back-' ' Apparat der Zukunft * . »11 0« * K«ne B-j. ״חייי" , י:ןו;0י. v E*P«rf9t1״ralv»rtrt(!r. E.1 Heffnstadt-Bh-Wilmmd. > Bgrlincr5k1Sl-MMIm.H,056d * Zander & Lablsch w, leipziaerstr. 118-210. A2 0681 PortrÜh, Innen-Archit«ktur־hoto• in vor* 1üj|Uch*r Auiluhrvng za billigen Preiiea« ßroßmasctierei u. Heißmangel C.F, ßoldmaHB. 017, «oiHnioiMt. 1a Tal. E 8 Andraai 1034 üajr. 1905 Atll Anruf hoj«n und bringen wir