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Jüdische Rundschau · 1934-03-02 · Heft 18 (2.3.1934) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 18 (2.3.1934)
Date
1934-03-02
Page
– (sequence 6)
Language
German
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jüdische Rundschau Mit Flugzeug und Tonfilm ״Kamera in Ercz Israel *1 ri ״»-« f 1 f!!; <ן י' .«■״•׳ f'«ך״ nT- •*- j; £» wli fewi *«■ Im (Li :mU Wrtjf# ' tu ״*J &«! ^׳J 4 1*<W •tJlftlt ך״ךן ןןיק SIE1 HHfcIholzcr« l7lu|j nach Palästina Von C. Z. Klötzel, Jerusalem. Der Kaiser von Abessinien will fliegen ... Kaiser Ras Tafari von Abessinien will fließen. I r hnt sich In der Schweiz ein Flugzeug gekauft, eine drcituotnri^c I'okki'f-Masdiinc, die im Dienste der ״Swisäair“ erprobt ist. Natürlich stand von vornherein fest, wer sie voll Zürich nach Adis Abeba bringen winde: M i 11 c I ho 1/ c r! Und selbstverständlich wäre es schade gewesen, die grölte Maschine leer nach Abessinien zu fliegen. Also entschlossen sich Mittel* hoi/ers rilni-Alliierte, die ״Praesens Film (iesellsclmfl“ in Zürich, ihre Ap!>aratc ein/.upackeii 11ml iiiitzufliegen. Weil es nur ein ganz kleiner Umweg ist, wenn man von der Schweiz nach Abessinien über Palästina fliegt, und weil Palästina ein so interessantes Land ist, stellte man sechs Tage und 30U0 in Film für Palästina-Aufnahmen zur Verfügung. Und so werden wir es dem Kaiser von Abessinien zu danken haben, wenn es in Miticlholzcrs Abessinien-Film eine Ouvertüre schöner und interessanter Aufnahmen von 1:1 ez. Israel geben wird. Ercz Israel aas der Luft Nicht, 11:iß man mir Jüdisches hier im Lande filmte. Aber es ergab sich ganz von selbst, daß das Hauptthema der Aufnahmen der j ü d i s c 11 e Aufbau war. Lr allein gibt dem!.eben Palästinas Farbe und Aktualität. Das lebende Bild erhalt seinen Reiz vom Kontrast. Und aller Kontrast in.Palästina stammt von dem vielen Neuen, das das jüdische Siedhmgswerk geschaffen hat. Unser Filmflug begann in Gaza, auf dem Flugplatz der ,,Imperial Airways1‘. Es ist der einzige Acradrom des Landes, dessen I langnr groß genug ist, tim ein Flugzeug von der Größe des Fokkers aufzunchinen. Mitteihoi/cr, klein und drahtig, kletterte in den Führersitz. I ierr Bema, der Operatour, baute seine schwere Kamera zwischen den beiden 1 iireu auf, bereit, jeden Augenblick nach jeder Seite hin zu kurbeln. Und von den sechs Passagieren wurden Photoapparnte jeder Größe und Art gezückt, Einer der Teilnehmer am Fing, Professor Mort von der Handelshochschule in Zürich, wissenschaftlicher Berater der Expedition, machte allein etwa 200 Aufnahmen aus dem Flugzeug. Ich war der einzige, der sieb Palästina ans der Höbe init dem Gefühl besah, in» wahrsten Sinne lies Wortes...einen ״Ucbcrhlick“ zu gewinnen über eine neue Heimat. Für die andern war es interessant, ״fihugcrecht", ergiebig — für mich war cs mehr. Auf meinem Schoß lag die vom Keren Ilajes.sod heraiisgegehenc Reliefkarte, die• den jüdischen Boden, das, was in Wahrheit bis jetzt ״Ercz: Israel“ geworden ist, als größere und kleinere rote Flächen zeigt, und es war erregend für mich zu beobachten, wie genau die Flächen der Kart« sich wiederholten auf dem Bilde, das sich dort unten vor mir abrollte. Nur daß die Flächen dort nicht rot waren, sondern dunkelgrün und hellgrün, je nachdem wir über den Orapgen- Wäldern des Scharon flogen oder über der jungen Saat des l 111 ck. Ich glaube, daß nichts die Verwandlung des Landes durch den jüdischen Aulbau besser und überzeugender zeigen könnte, als eine gute Luftkarte. Leider fehlt uns auch noch das jüdische Flugzeug, das Touristen in drei Stunden über ganz Ercz Israel tragen Und ihnen nicht nur das instruktivstc, sondern auch das begeisterndste Reiseerlebnis vermilfeln konnte. Es ist schwer zu schildern, was mau empfindet, wenn man über Haifa kreist und seiner wundervollen Bucht, wenn man in mir fünfzig Meter Höhe über Meilen und Meilen von Oraiigengärteu bin wegrast, ans deren! tiefgrünen Laub die reifen Früchte wie sprühende Funken blitzen — und dann wieder über einer einsamen Kwuzah schwebt, deren winzige Baracken sich um den mächtigen Wnsscrturin scharen und wo die Menschen lierausgelaufen kommen und dem großen fremden Vogel zuwinken. Aber noch tieferen Eindruck als die Schönheit all dessen, inaciit auf den Jude!» die Tatsache, daß er aus der Höhe mit eigenen Augen sehen kann, was er bei allen Reisen auf dem Hoden nur zu schließen vermag: das die Grenze zwischen jüdischem und nichtjüdischem Boden in Palästina gleichzeitig eine messerscharfe Grenze ist zwischen intensiver Bodenkultur nebst moderner Siedlung und jener primitiven Wirtschaft»• art, die sich seit Jahrhunderten kaum gewandelt hat. Als wir nach tinscrin Rundflug in Ramlch landeten, kam der liebenswürdige Schweizer Expeditions-Arzt zu mir und sagte: ״Ich habe die ganze Zeit über nichts getan, als in Gedanken Ihr Volk gepriesen. Was habt Ihr Juden aus diesem Land gemacht!“ Im schönsten Schwyzerdütsch gesprochen, klang cs weniger pathetisch, aber ebenso herzlich. ״Es wird gefilmt!** Die Filmkamera ist 111 Palästina längst kein unbekannter Zauberkasten mehr und in diesen Breiten nicht weniger belieht, als in Europa. Selbst in abgelegenen kleinen Araberdßrfern strömte alles zusammen, statt wegzulaufen, und spielte mit viel Temperament und angeborenem Schauspielerischen Geschick vor dem Objektiv, sobald nur die Frage des Bakschisch zur Zufriedenheit geregelt war. Immerhin sind die ״Stars“ hier noch billig, eine wunderschöne junge Araberin hob mit graziöser Bewegung viele Male den TrUhkif-d0mteuiag>1/. 9-1S UUt> U>. ־fuäaf trttläufity 9-15 UUt> Anteilen י Schluß 1 Für die Dienstag-Ausgabe Montag io Uhr für Jede Art von Anzeigen Fflr die Freitag-Ausgabe Mittwoch 13 Uhr für allgemeine Anzeigen Donnerstag 10 Uhr für Familien •Anzeigen Aaselgea *Verwaltung 1 Butin \t) 15, fHeinekesUupe 10 Zweite Annahme *Stellet Bettin SW6B, ScUüicsendUiße Z? Brief Polen (Von unserem Korrespondenten.) י—d, Warschau, 22. Februar W3t. Organisation und Bewegung, dieses Problem, das eigentlich nie von der Tagesordnung im Zionismus verschwand, war niemals so akut, wie gegenwärtig in Polen. Der erdrückt!ule Teil der polnischen Judenhcit ist 7 i o nistisch g e s t i m ni t. Die Richtigkeit der zionistischen Diagnose 11ml die jüdischen Leistungen in Palästina haben für die zionistische Idee auch Kreise gewonnen, die noch unlängst unsere schärfsten Gegner waren. Auch die im Lager der Ag 11 da 11 stehenden orthodoxen Kreise und die Arbeitergruppen denken real genug, um über die Köpfe der Partei- Iuiner ihre Bereitschaft für Palästina zu bekunden. Die letzte I amicstagung der Agudalt im Januar bewies übrigens, dnß ihre Parteiführer klug genug sind, um diesen Gefühlen Reell- »11111!׳ zu tragen. Und die jüdischen Arbeiter legen im Palästiiiaamt täglich für ihre wirkliche Stimmung Zeugnis ab. Fin deutlicher Umschwung ist zu bemerken ln den Kreisen der A s s i m i I a n t e n, die nufhorchen, was in der Welt vor sich geht, und viele von ihnen scheuen sich nicht, die Konscqitenzcii daraus zu ziehen. Natürlich kann die ältere Generaiion (und mir uni diese handelt es sich in diesem Falle), nur sehr schwer eine solche innere Wandlung vollziehen. Die jüdische Jugend aber befindet sich in den zionlstisehen Reihen. Die zionistische Jugendbewegung sämtlicher Schattierungen ist in den letzten Jahren kolossal angewaehsen. Gerade jetzt feiert der ״Hase ho in er Hazair“ das Jubiläum seines 20jährigen, der Brith Trump c Ul o r“ und die ״O o r d 0 n i a h“ ihres lOjälif, Bestehens. Schon diese drei Verbände zählen sicherticl» über 60(XX) Mitglioder. Der ״Hanoar Hazioni“ (nllg. zionistisch), der sich sehr verstärkt hat, die ״Z c lr c M Israeli!“ und die kleineren Jugcmignippen bilden zusammen mindestens eine ebenso starke Kraft. Und diese gesamte Jugend wird heute bereits durchweg clialuzisch erzogen. Der Umfang ihrer Hachschnrah 11ml Alijali ist lediglich von finanziellen und teclilöschen Mitteln, sowie politischen Umständen abhängig. schweren Wasserkrug auf das Haupt, bis die Aufnahme Tichtig war, und lachte über das ganze Gesicht, als sie dafür — zwei Piaster bekam. Wir arbeiteten wie die Neger, um in der kurzen Zelt möglichst viele mul Interessante jüdische Aufnahmen zustande zu bringen. Das war leicht in Tel-Awiw, wo Bürgermeister Dicscngoff nicht nur für <1011 Film einen Gruß dieser jtidlscheu Stadt an das Kinoptiblikum der ganzen Welt in Hebräiseli um! Französisch sprach, sondern auch auf einer Orammophonplatte eine Einladung an die Kaiserin von Abbcssinicn sandte, Tel-Awiw recht bald wieder die Ehre Ihres Besueltcs nngedeihen zu lassen. Aber cs wurde schlimm, als wir ins Knick kamen. Das Einek ist zurzeit ein Sumpf, soviel bat es ln den letzten Worben geregnet, und Orte wie Ein Charod 7. B. sind vielleicht auf Stelzen, sicher aber nicht mit einem Auto zu erreichen. Die schwere Aufnahmekamera versank jedesmal bis zur Mitte Ihrer liingcu Beine im Dreck. Trotzdem sind ein paar hübsche und charakteristische Aufnahmen zusiauile gekommen: auf dem festen Boden des Kuhstalls und des Kiinlerhauses. Herausgerissen aber haben uns die ״Nahalal-Girls“, die hübschen und lustigen Schule• rinnen der Mädebenfartn. Ihnen machte das Filmen außerordentlichen Spaß, und gern stiegen sie in ihre ״Langsebüfter“, um der Welt zu zeigen, wie sie Spinnt pflanzen, Unkraut jäten lind zwei Wochen alte Küken füttern. Wenigor erfreut war die Leiterin, der unser Erscheinen den ganzen Lehr- und Arbeitspinn eines Nachmittags umwarf. Aber, sie gönnte den Mädels das Vergnügen und allen zukünftigen jüdischen Besuchern unseres rilms die Freude, sie auf der Leinwand zu sehen. Achtung Tonaufnahmel** Die Tnchkcinoni-Schulc 111 Jerusalem hatte einen denkwürdigen Tag. Zuerst erschienen dreißig Mädchen aus der benachbarten Lämiiielschtile und wurden von den rcchtmäßigen Eigentümern des Spielplatzes solangemit feinem Kies beworfen, bis sie sich auf eine Treppe retteten. Daun kamen Autos vorgefahren und brachten eine Reihe seltsamer, nie gesehener Maschinen und Apparate. Und dann klang die große Halle der Schule wider von hebräischen Liedern. . . . Denn der Palästina-Teil des Mittelholzcr-Films soll von jüdischer Musik begleitet sein. Und darum saugen die Jungen der Taehkcinoni-Sclinlc und eile Mädels der Lümmel• schule, und sie machten ihre Sache ausgezeichnet. Diese Aulnnhnicti wurden auf Platten gemacht, um später auf den Film übertragen zu werden. Deshalb konnte man den Kindern unmittelbar, nachdem sic gesungen haben, Ihre eigene Tonaubuilime Vorspielen. Und wenn mich die Lehrer über die ״Störung des Unterrichtes“ den Kopf schüttelten, 80 waren sie nicht weniger interessiert an diesem ״Anschaiuingsuntcrrieht“ über moderne Technik als ihre Schüler. Der ״Star“ war liier ein dreizehnjähriger kleiner Chaseii mit einer wunderbaren Stimme, der hei einer Synagogen- Aufnahme vorbetete, während der Chor der Taebkemoni• Schule sang. Außerdem wurden Aufnahmen von einem jungen Singer gemacht, der In vollendeter Weise jemenitische Lieder singt. Und mm warten wir darauf, daß ״Mittelholzers Abessinteiifilm“ in den Kinos von Jerusalem, Tcl-Awlw und Haifa läuft. ... Die Ansiedlung der Assyrier. Wie die ״Times“ meldet, iiat die Delegation, die zur Prüfung eines Projektes der An- Siedlung der aus den! Irak vertriebenen Assyrier nach Brasilien entsandt wurde, ihre Arbeit daselbst uufgenommen. Brasilien hat bekanntlich im Völkerbund sich bereit erklärt, monatlich. 500 assyrische Familien aufztmelimen, vorausgesetzt, daß sie für ländliche Kolonisation geeignet sind und unter der Bedingung, daß von irgendeiner Seite die Transportkusten aus dem Irak nach Brasilien, die pro Kopf 32 Pfund betragen, gedeckt wverden. Die ״Times" teilt mit, daß die britische Regierung sich bcrcltcrklärt hat, einen Teil dieser Ges amt kos teil zu tra* gen. Die Angelegenheit gewinnt für uns an Interesse, wenn man bedenkt, daß auch für jüdische Emigranten, die an ihrem gegenwärtigen Wohnsitz, nicht bleiben können, ein großes Bedürfnis nach Umsiedlung bestellt, daß aber die britische Regierung z. B. auch im britischen Mandatsiaud Palästina nicht nur keinen Teil der Transportkosten trägt, sondern noch beträchtliche Gebühren einhebt. Auch das Amt dys Fliichtlingskommissars MacDonald hat bisher keinerlei Gelder für die Zwecke der jüdischen Emigrantenhilfe aufgetrieben, dagegen hat es beträchtliche Geldforderungen für seine Bilrokostcn an die jüdischen Organisationen gestellt. Wenn richtig zugegriffen wird, dringt der Keren 1 lapssix! der Keren K.ijcmelh bis in die weitesten Kreise ein. An 0 willen mangelt es nicht, die materiellen t.eisttmgsini'mlirliUs'’' werden nur leider immer kleiner. * 11 Demgi geiniber ist ein trauriges Bild der . Zionistischen Organisation. I sic Zer«|>|it|c1״m,', י nach dem I*rager Kongreß noch mehr zugerioiiifncn, die kl'■' zwischen den einzelnen Parteien hat sieh vergrößert. ’־ i >ie A 11 g e m e i 11 c 11 Zionisten simf nocli Immer vereinigt, alle drei Landesteile bilden organisatorisch יון״ f dige Körperschaften. Die Mehrheit in Kougreflpole» unterst, 1'’ die gegenwärtige Exekutive, Ostgali/icn steht zu ihr |n rw7‘, sitioii. Prof. Brodel sky weilte einige Tage in OaÜ/icn ' wichtige Aufklärungen, die Situation hat sich aber grurikV lieh nicht geändert. M 1v״lm a r b e i t s z 1 o n i s t i s c h c n L ה g e r ist eine w,.it״, l Differenzierung zu verzeichnen. Die Landeskonferenz (|cr ' M sehen H i t a c I» et 11111 in Warschau hat endgültig ihr f״!'' bleiben von der in Danzig proklamierte״ Vereinig״,״, schlossen. Noch vor dieser Konferenz hat eine Minderheit <4' abgespalten. Diese Gruppe ist prinzipiell für den iehud ״i . D'e Revisionisten halten ihren Besitzstand und F.« ginnen ihre Propaganda für die ״Petition״. Mit Ausnahme Misrachi leimen sämtliche zionistischen Parteien diese AU, entschieden ab, . ' , Der ״Misrachi“ hat auf seiner Landestagung öffcmiu seine Stellung bekundet: schärfste Opposition gegen die IV kutive, Absage gegenüber aktiver Mitarbeit für’ die Fo••! m Austrittsdroimngcn.!111 polnischen Misrachi sind zwei v, f!Illingen bemerkbar. Die Oberhand gewann die unter Führ-,-• * Rabb. Brodts stellende intransigente Richtung, R.ibb, Rnj! blnstcin blieb mit seiner Gruppe in der Minderheit, 'יי Kein Wunder also, daß bei vielen Zionisten ein Gef,!* der Empörung..entstellt und der Ruf nach Einheit im׳s< stärker wird. Einen sehr beredten Ausdruck fand diese <4'. iming hei der soeben in Krakau abgebaltencn LaiuLskonlerc•״ der Allgemeinen Zionisten Westgalizicns. Abg. Thon n,Venergisch. Stellung gegen die Revisionisten und den Misrachi' tadglte die Zersplitteruiigstcndenzen und gab die Parole w Einigung aus. Ansiedlung deutscher Juden hei Ilaila | Unter dein Namen ״S c h c c 11 u n a t h Olej Cm■ m a n i a he M i f r a z. Half a“ ist auf einer Versammln! von 230 Sicdlungsinteressenten eine Kooperative gcgrumL. worden, die sieb die vorstädtisclie Ansiedlung von drutsclut luden auf KKL-Hndeu in der Haifa-Bav zum Ziele genuu!! hat. Die Registrierung dieser Kooperative bei der Rcgierim; ist beantragt. Bei der Gründum’sversnmmlung sind ■10 Mitglk• der der Kooperative beigelreten und haben den provisorisch« Waad, .bestehend aus Dr. Erich Deutsch, Dr. Walter Fisch:: und Kurt Ruppin, beauftragt, bis zur Eintragung de: Kooperative und der Wahl einer endgültigen Leitung dunii die Generalversammlung die Geschäfte für sie zu [!ihren. Die Verhandlung mit der Deutschen Abteilung der Jcwidi Agency und dem KKi. haben zu dem Resultat geführt,!116 den ersten 100 vorstädtiselieu Siedlern aus Deutschland eine Fläche von einem Dnuam netto leichten Sandbodens in der Haifa Bav in Erbpacht zur Verfügung gestellt wird. Fw weitere Siedler sind Parzellen im Ausmaße von Uunm netto vorgesehen. Das Terrain liegt direkt an der Haupt• Chaussee nach Akko ca. 7—S km von der Stadt Haifa ent* lernt und hat gute Eisenbahn- und Autolnisvcrbindunra, Der Par/cllicningsplan ist in Bearbeitung; es ist zu hon«, daß im Laufe• dieses Mounts unter der ersten Gruppe die Parzellen ausgolost werden. Der Siedlerversammliing Ing reichliches Material betreffs PI äne für tlaustvpen vor, das zur Begutachtung an zwei Sachverständige für Siedlnngsbaii weitcrgcleitet wurde. So■ bald von diesen Sachverständigen eine Expertise über die vorgelegten Pläne vorliegt, wird der Waad zwei verschiedene Typen für Hiinscrbnu Auswahlen und diese den Siedlern zur Entscheidung verlegen. Die ungefähren Kosten für das Haus werden be׳ tragen: Grundpreis für ein Z.wei/iumierhaus mit Küche, Bad. W. C., großer Terrasse, zwei Eingängen für ein Drcizintmerhaus Zu diesem Grundpreis kommen: Anteil an Nivcllicrungskostcn, Architektenhonornr, Zaun usw. Anteil an Wasserversorgung, elektrisch. Lieht mul Wegebau Die' gesamten Investitionen werden also betragen: bei einem Zweizimmcrhaiis ca. H’ äf bei einem Dreizimmerhaus ca. CP 3w. Es ist gelungen, grundsätzlich Zusagen fiir Ilypothekes int Betrage bis zu 60 «0־ der reinen I!ausbaukosten xu kommen, und zwar zu günstigen Bedingungen mit tristiger Amortisienmgsmöglicbkcit. . Die Kooperative, die mit Architekten und. Bammtcm* rnern Rahmenverträge abzuscliließeu beabsichtigt, wird?‘י ca. CP 250 ca. CP 310 ca. CP 35 ea, CP 30-K reit sein, Bauaufträge von solchen Interesseulcn, die w) II « ו *I;; V V Uli PUitlllll |||1uvaavm>1״ . , # zurzeit noch in Deutschland befinden und bei ihrer D1״' j Siedlung ein bezugsfertiges Häuschen vorfinden wollen, ן vermitteln. , j Die vorstädtische Siedlung löst nicht *l] ־: stenz probl ent, aber sie löst das brennende *®1j 11 u 11 g s p r o b 1 e m und ermäßigt die Wohukosten ״,H’f :‘j.J Hälfte gegenüber <1011 Stadtmietcn. Außerdem bietet der j Dunam Land die Möglichkeit, sich in manueller 4״ ,! versuchen und durch intensive Ausnutzung des üw 1 ״ und Hühnerhaltung die Kosten für den Lebensmut•' ן ־־ zu verbilligen. _ v I Ucber die Aufnahmebedingungen in die Kooperativ iL'! Auskunft das Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. ■ oder das Büro der Schechunath Olej Germania, 1 י Mcrkas Miscliari, Misrachistraße, Ecke Jaffastraße• . Kurt Ruppi׳״ Gegen Jadenlielze in Litauen Kowno, 26. Februar. (J.T.A.) Eine Abortlnunff Rnbbinerverbaiides besuchte den Innenminister Ul)Cv v״, stajko und forderte von ihm Abhilfe gegen die t;f, scliiedciien Ocgemlen Litauens betriebene Judc״ ,ejUl- Als Beispiel führte die Abordnung an, daß in iia« 11 j;i. der Ortsschulc die Schulkinder an einem. Markttag ״ disclte Geschäfte postierte, damit sie die den a'a. suchenden Bauern daran hindern, bei J,l״lcn *u uj|tUn; Der Innenminister versprach Einleitung einer Ume und Bestrafung der Sc h u 1 d i g c n. ,Zunaclw die Versetzung des Lehrers, von dem die &0)K° * ganda ausging, veranlaßt.

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