Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 79-80 (10.10.1930)
- Date
- 1930-10-10
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 ,79/80־. X. 1930 JÜEDrSCHl RÜWDSCHÄli Seite 523 iiitzer, Grünwald, Kantorowski, Herbst je 5, 21/5 =40 ־, ras. 234. Herzl-Wald: Berlin: S. Kromolowski a. d. N. v. Adolf Kromolowski 30, L. S. Berlin dkl Frau Lina Wagner-Tauber, Frau Dr. W. u. Salo Translateur 6. Beuthen: Frau San.-Rat Dr. Pick anl. i. 50. Geburtstages 6, Hugo tu Räte Atierbacher anL d. Geb. i. Sohnes Ernst 6. Danzig: S. Feldblum erat. S. Diamaatsteiii x. Verlobg. mit Frl. Beresin 6, Köln: Frieda Schenkolewski anl. d. Abreise v. Frau Winter n. Erez-Israel 6. Einstein-Wald: Breslau: Die Hörerschaft d. Jud. Theolog. Seminars grat. Dr. Laupheimer z. Geb. d. Sohnes 6, Jetty u. Ernst Cohn a. d. N, v. Sigismund Cohn s. A. anl. d. ersten Jahrzeit 6, Sammlg. anl. d. Brith Milah b. Dr. Laupheimer: Prof. Dr. Heinemann 6, Rabb. Dr. Simonsohn u. Frau, Dr. Rabin u. Frau, Prof. Guttmann, Calwary, Wiener, Dr. Freund je 3, 8/3 9, ztis. 33. BÜCHSEN Inr Ersparnis der Dmcktpeten werden tton ww «n —r mehr die Büchsen■Ergebnis»* von f An f Mark aufwärts aasgewiemn Berlin: Expedition d. Jüdischen Rundschau 16, Bertha Berg, 1. Kurzberg je 14, Prof. Dr. 1. Citron 12, L. Gottesmann 11, Dipl.-Ing. D. Bauchwitz, D. Hasenfuß & Co., Schragenheim, Dr. Steinitz, Dr. Sultan je 10, Dr. Orbach 8, Dr. Foerder, Dr. E. Moses je 7, Dr. Bileski, Dr. Ephraim, Jos. Hirsch, Dr. Mühsam, Kalmann Sy mann je 6, Sabbath L. Alcalay, R.-A. Aron, Dr. A. Barth, Dr. Baruch, Frau Dr. Chone, N. Conitzer, R.-A. Gronemann, Dipl.-Ing. Haber Schaim, Dr. R. Hirsch, Dr. Lachmann, Dr. Levy Lewithal, Frau Dr. Mosczytz, John Moser, L. Nagler, Dr. Rosenberg, Dr. Scherek, Fedor Schweitzer, Frau R. Struck, Dr. Unna, Prof. O. Warburg, Frau Dr. Weinberg je 5. 224/5 665,30. Beuthen: Rest d. Leerg. 29. Breslau: 70. Buchau: Dr. Schlesinger21, Peppi Dreyfuß 5, Siegfr. Einstein 4. Dierdorf: 3/5 — 2. Dresden: Hermann Schocken 15, Karl Bochner 10, A. Ciesiclski, Dr. A. Strauß, I. Geliert, Ch. Kleinmann je 5, 46/5 82. Düsseldorf: Flörsheim 12. Essen: Stein 11, div. unt. 5 15. Freudenberg: Wwe. Elias Samuel 16, div. unt. 5 7. Gotha: Fr. Dr. Falkenstein f. Büchse Dr. Noack 15. Greiz: Leo Cohn, Ch. Wiesenthal je 5. Guttstadt: 1/5 — 3. Halgerloch: 1/5 2. Halle: Lifschitz 20. Hamburg: 2/5 5. Hannover: Averbuch, Lorbeerbaum je 6, 160/5 207. Köln: Büchsen aus Trauerhäusern 4, 2/5 4 =־. Königsberg: Salli Wolff 12, David Kuppermann-Labiau 11, Frau Kanan 8, Jordan 7, H. Segall 6, R.-A. Sandler, Frau Peritz je 5, 45/5 73. Leipzig: Jacob Brodcr 8, Windwehr, E. Broaer je 7, Einhorn, Fa. Abr. Bromberg je 5, Lübeck: Dr. Rothschild, Dr. Meyer, Schermann je 5, 19/5 30. Mannheim: dch. Frau Dr. Hildesheimer: J.-R. Mann 16. München: 4/5 4. Narmlau: Siedner 12. Goldschmidt 5, 5/5 — 5. Nörenberg: 65~f~. Nürnberg: 3/5 4; Neumarkt: Kom.-Rat Reichltnger 8, Rindsberg 7, Hauptlehrer Nußbaum 6, Dr. Godlewsky 5, 3/5 6; Co■ bürg: 29+; Neustadt u. Ochlfeld: Wollenreich 7, 14/5 14; Fürth: 9/5 22; Dr. Stephan Löwengart-Neuhaus 5; Ansbach: 4/5 3; Forth: Schnaidacher 9, Schoen 6, Ehrlich 3. Plauen: I. Milewsky, Kuczinski, Bendersky je 10, A. Lutzki, Klipstein je 5, 18/5 35. Ratibor: 95 -(-. Regensbürg: 33 +. Kosenberg: Amalie Böhm 5, 7/5 17. Spangenberg: div. B. unt. 5=18. Stuttgart: Dr. J30nem, Rosenfeld^ R.-A. Singer, Friedrich, Heilios, Januar je 5, 55/5 113; Cannstatt; 12/5 =32 ־. I* SsStsSx iiiiiiniiiiiiniiiiiiuiiiiiiiiiiiHHiiiiiniiiiiiiiiiinuHiiiiiiiuiiitiiititniiiiiiniHiuiisiiiiiiuiKiiiininitiiiiniitmnmiitiiintitKiKiiir Abkürzungen, die im Ausweis verwendet werden: a) Pfennigbetrage fallen «, sffid äB’e־rT«1 'Geli־WW«tfltar»l«M«i1; b) Ziffern bedeuten Markbeträge, c) 8/5 ==> 14 bedeutet 8״ Spenden oder Büchsen unter 5 Mark zusammen 14,—״. d) -fheißt ״ohne Spezifikation überwiesen“. Ausweis Nr. 47 24.-30. September 1930: M. 14.997,94 * Keren Kajemeth Lejlsraei Berlin uns. MBinikastf.io mscheeH 2821/ Vermischtes Jubiläum. Der in weiten jüdischen Kreisen bekannte Kapellmeister für Privatfestlichkeifen Max Schmerl, Berlin, konnte in diesem Jahre an den Hohen Festtagen aut eine 25jährige Tätigkeit als Chordirigent zurückblicken. Aas diesem Anlaß wurde er vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde und der Kommission für festgottesdienstliche Angelegenheiten in einem Schreiben mit einer Ehrengabe bedacht. Frau Professor Dr. Rahel Hirsch, die Leiterin der Poliklinik an der Zweiten Medizinischen Universitätsklinik in Berlin, vollendete am 15. September ihr 60. Lebensjahr. Frau Professor Hirsch ist eine Enkelin des hervorragenden Frankfurter Rabbiners Samson Raphael Hirsch. Dr. Ellas Fink feierte am 25. September seinen 70. Geburtstag. Ueber 40 Dienstjahre war er Direktor der Samson Raphael Hirsch-Schule in Frankfurt a. M. Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend veranstaltet am Sonnabend, dem 11. Oktober, abends um 8 Uhr im Gemeindehaus (Rosenstr. 2—4) einen hebräischen Abend mit folgendem Programm: 1. Kongreß für das arbeitende Palästina. Einleitung von Dr. Kaie ko. 2. Skizzen von E. Ettlnger. 3. Gesang. Gäste willkommen. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Ein regelmäßiger Verkauf palästinensischer Handarbeiten (Kinderkleider, Blusen und Kleider für Damen, Teegedecke, Buntstickereien, Barchesdecken, Mazzothtaschen), sowie Silbersachen findet jeden Donnerstag von 3 bis 6 Uhr, in der Wohnung von Frau Rechtsanwalt Cohn, Potsdamer Str. 99 (zwischen Kurfürsten- und Bülowstraße), statt. jüdische Sozialdemokratische Arbeiterorganisation ״Poale Zion“. Am Donnerstag, dem 16. Oktober, findet im Gemeindehaus, Rosenstr. 2—4, abends 8(4 Uhr, eine Mitgliederversammlung statt, in der wichtige interne Partei fragen erörtert werden. Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten. Eintritt nur für Mitglieder. Die ״Jüdische Wochenpost“. Mitte Oktober d. J. beginnt in Wien eine Wochenschrift in jiddischer Sprache zu erscheinen, die den Interessen der Judenschaft Oesterreichs, Ungarns und der Tschechoslowakei gewidmet sein wird. Abonneinents auf die ״Jüdische Wochenpost3,50) ״ Schill, vierteijährij werden bereits jetzt entgegengenommen. Redaktion und A<* ministration: Wien II, Taborstr. 20a (Tel. R41-0-38). Tanz-Gymnastik. Am Freitag, dem 10. Oktober, abends 8 Uhr, spricht Professor Dr. Fritz Giese im Rahmen der Freien Hochschulabteilung im Vortragssaai der Jutta-Klamt- Schule, Berlin-Grunewald. Gillstr. 10, über *Körpericattur und MaschinenzeJtalter״. BERLINER KALENDER Oer teftfäif#« Ctfrremrrin neronftaltef am ©onniaa, bei! 12. Dftobtr, 81/* 0!|t obmbö, im ®tolmanfh. 3«, einen ®ertrag 00« ßerm Dr. SRaj Watjet übet ba® Sterna: ״©ege beS bebrftifsfien Unterricht® im ffiejten.״ ®äffe miHfommen, אגודח הסורים העבריים עורכת ביום הראשון 12. לאוקטובר, בשעה 8 וחצי בבית־העם הרצאה של הד״ר סקס מאיר על הנושא: ■#דרב' לסוד הלשון העברית במערב". אורחים רצויים. 3<0niftt;$e Bereinigung für Oeutt<htan6, :Berliner 3ionPf®eBe«i1dgu«g.2Rittro0(h, ben 15, DFSo&er, abenb88l/all|t,ln ben ®pidjernfälen, ©pidhern* ftra&e 8: DeffeittKdje ®erfammlung. «Oer neue Heitbeiag unb tm benH4e 3ubentnm". SRtbner: SUfrtb Beiger, ®eorg ftareöfl, ®t. fUfreb Älee. freie jüWföe 90(f«$o4f4t1fe, Oerim. ®töffnung»* feiet ®onnetälag, ben 16. Oltober, 8 utjt, ®nnaaoge ® rin *regen ten* Str, 89/70. fRflibb. Dr. ©a: fflienet: 3״übif^e ®Übung״/ Seo ® 011 a n i n: ®efang / 3üb. Or^efter* oereinigung unler Sritung oon flopeUmtifler Seo Äoof / ffiiDt) Steg: Btollne. 0* wirb ein Unloflen&ettrag oon 0.20 erhoben. Öd/ufe ber 3Wifd)en Jugenb. Botxnaienb, ben 18. Oltober, abenbö 8 Uhr: ®!Öffnung®* oeranfialtung in ber Hula bet fIRSbajen* ftfjule, Saiferftr. 29/30. ®r, ®uftao Rrofanlet: ״®ine Weife burtf) baS jübtfcfje ®ölen." Berlin. Die Matinee von Ernst Toller mußte vom Theater am Schiffbauerdamm verschoben werden und findet erst am 12. Oktober, 111/8 Uhr vorm., statt. Ernst Toller wird die Vorgeschichte des Reichs pietsch-Köbis-Prozesses lesen, ferner aus seinem demnächst erscheinenden Buch ״Quer durch“ zwei Kapitel über Sowjetrußland und Amerika und schließlich die nicht aufgeführten Schlußszenen seines Schauspiels ״Fetter aus den Kesseln“. Ludwig Hardt hält eine zweite Jubiläumsvorlesung am Sonntag, dem 12. Oktober, vormittags 1/212 Uhr, im Nelson- Theater (Kurfürstendamm 193), unter dem Titel ״Welthumor“ (Humor der Nationen). Er wird u. a. von Schoiem Al ec hem die umfangreiche Humoreske ״Tewje, der Milchhändler“ sprechen. Karten bei Bote & Bock und im Nelson- Theater. Der ״Kaftan“, erste und einzige jüdische Kleinkunstbühne Deutschlands, der die vorige Saison in der Lutherstr. 31 so erfolgreich begonnen hat, eröffnet seine diesjährige Winter- Spielzeit im ״Orienta“, Witten bergplatz 5, am Sonnabend, dem 11. Oktober, 9 Uhr abends, unter Leitung von Maxim Sakaschansky, Ruth Klinger und Oskar Ebelsbacher. Zur Aufführang gelangt u. a.: ״schascha, der Rebbe geht“, ״Die jüdischen Wofgaschlepper“, ״Der letzte Goi“ (von Almi), inszenierte Volkslieder. arabische und chassidische Tänze, Vorträge aus Meh* ÄrfpÄiiria״Alfref K»9* Werkl1r״*‘'C0rifereÄÜT' rn!gb tWBHfl, - Maxim Sakaschansky. ״Jud Süß“ von Paul Kornfeld, Theater am Schiffbauerdämm, Regie Leopold Jessner. Dieser Jud Süß, ob er nun dem historischen Jud Süß nachgebildet, Lion Feuchtwangers Roman nachgezeichnet oder von Kornfeld selbst ersonnen ist — bleibt auf der Bühne eine unmögliche Figur. Er wirkt wenig glaubhaft und läßt vollständig kalt. Man hat für diese Figur weder Antinoch Sympathie. Wobei festzustellen wäre, daß Ernst Deutsch , dieser große Könner, vielleicht aus eigenem Antriebe, vielleicht auch auf den Rat von Autor und Regisseur, sich in der Darstellung vollständig vergriffen hat und sein großes schauspielerisches Können in dieser Figur nutzlos verzettelt. Dieser geschwätzige, schlaue aber nicht kluge, dummdreiste aber nicht zielklare Jud Süß steigt vor unseren Augen von Stufe zu Stufe und man kann sich dieses Wachstum nicht erklären, denn es geht von ihm nicht die geringste Wirkung aus. Wie konnte er also den Herzog, vorher den Minister Remchingen und dann, abgesehen von den vielen Bittstellerinnen, die reiche unabhängige Fürstin Lichtenstein betören? Wie konnte er mit seinem nervösen, übereifrigen, geschwätzigen Gestammel beim ersten Zusammentreffen in der Herzogin die Ahnung hervorrufen, daß hinter dem Kaftanträger ein ganzer Mann stecke? Nein, weder hinter dem Kaftanträger, noch hinter der Exzellenz Jud Süß steckt auf der Bühne ein richtiger Mann, der weiß, was er will, der suggestiv wirkt und sei es im Bösen oder Guten, Großes zu schaffen vermag. Einige andere Figuren im Stücke sind gut, insbesondere der Herzog. Professor Hilprecht ist aus einem Schillerschen Drama entsprungen und rollt als Reminiszenz unserer Frühschulzeit pathetische Tiraden herunter. Schauspielerisch ist der Abend ein Genuß. Man muß mit immer gleichbleibendem Vergnügen feststellen, was für gutes Theater in Berlin gemacht wird. Deutsch, Wernicke, Ponto, Sax, Ginsberg, Eleonora Mendelsohn boten erstklassige Leistungen. Die anderen Darsteller fügten sich, von der Regie glänzend gemodelt, in das Gesamtspiel. K. K. Der hebräische Lehrerverein veranstaltet am Sonntag, dem 12. Oktober, 8 Vs Uhr abends, im Beth-Am, Grolmanstr. 36, einen Vortrag von Herrn Dr. Max Mayer über das Thema: ״Wege des hebräischen Unterrichts im Westen“. Gäste willkommen. Vom Hebräischen Lehrerverein. Die Notwendigkeit, die hebräische Arbeit in Berlin zu organisieren, führte im vergangenen Sommer zur Gründung des Hebräischen Lehrer Vereins. Schon längst hatte sich der Mangel eines engeren Kontaktes unter denen, die auf dem Gebiete des hebräisenen Unterrichts in Berlin tätig sind, fühlbar gemacht. Die neu geschaffene Organisation, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, alle hebräischen Lehrer zu vereinigen, ermöglicht den Austausch gegenseitiger Erfahrungen und fördert ihre Mitglieder durch die Abhaltung pädagogischer Kurse, durch Vorlesungen und Aussprachen. Eine noch wesentlichere Aufgabe sieht der Verein in der Gewinnung und Interessierung weiter jüdischer Kreise für die hebräische Kulturarbeit. Die initiative für diese hebräische Kulturarbeit ging bisher vielfach von privater Seite aus und war nicht selten vom Zufall abhängig. Eine systematisehe Werbearbeit durch den Lehrerverein als fachmännische und dazu berufene Organisation wird sich nicht nur aut den Umfang, sondern auch auf den Geist der Arbeit auswirken. Die von dem Lehrerverein gemeinsam mit der Zionistischen Verdnigung für Deutschland eingerichtete Unterrichtsberatungsstelle steht allen am hebräischen Unterricht Interessierten zur Verfügung. (Die regelmäßigen Sprechstunden der Beratung«- stelle finden an jedem Mittwoch von 11—12 Uhr vormittags im Büro der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Gartenhaus hochpart. statt. Die Unterrichtsberatungsstelle weist geeignete und geprüfte Lehrer für Privat- und Kursunterricht sowohl für Berlin als auch für die Provinz nach. Alle Interessenten werden g*ebeten, sich bei Bedarf m (bese Steile zu wenden.) ORT-VeranstaMung In Kassel. Ende September d. J. hielt Dr. Michael Traub, Berlin, in einer gut besuchten Versarnmhing einen Vortrag über ״Aufgaben und Ziele der ORT-Beweung“. Nach einer kurzen historischen Einleitung umriß der edner die wichtigsten Tätigkeitsgebiete des ORT-Verbandes und hob besonders die Bedeutung der in den letzten Jahren neben dem Fachschulwesen und der Landwirtschaft vom ORT jeförderten Industrialisierungsarbeit hervor. Sowohl in Rußand, wo die industrielle Ausbildung und Unterbringung von Juden in den genossenschaftlichen Werkstätten und Fabriken besonders fiir die vielen Deklassierten von größter Bedeutung ist, wie auch in Polen hat dieses jüngste Arbeitsgebiet des ORT- Verbandes bereits bedeutende Erfolge zu verzeichnen. Dem unter Vorsitz, von R.-A. Dr, Goldschmidt gebildeten Aktionsausschuß für Kassel gehören an: Frau Adele Rosenzweig, Frau Eugenie W e r t heim, sowie die Herren Rudolf Ballin, Dr. Ernst Bauma nn , R.-A. Dr. Theodor Dellevie, Ludwig Katzenstein, R.-A. Dr. Hermann Kugelmann, Leo Lazarus, Rudolf NuBbaum und l.andrabbiner Dr. Gotthild Walter. Der Verein der Tarnower veranstaltet am 19. Oktober im Logenhaus, Kleiststr. 10, abends 7 Uhr, einen Simchas-Thora- Ball. Der Verein bittet um zahlreichen Besuch. Kein Weinzwang. Hiliaverein der Deutschen Juden. Am 18. September fand unter Vorsitz von Dr. James Simon eine Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses des Hiltsvereins der Deutschen Juden statt, in der die Ereignisse in Rumänien im Sommer dieses Jahres, die Schritte, die vom Hilfsverein, der Alliance israelite Universelle und dem Joint Foreign Committee unternommen wurden, und die weitere Arbeit im Interesse der rumänischen Juden besprochen wurden. Der Geschäftsführende Ausschuß beschloß, das rumänische Kulturwerk fortzufiihren und bewilligte einen größeren Betrag für das Schuljahr 1930/31. Der General- Sekretär Dr. M. Wischnitzer berichtete über Besprechungen, die er vor kurzem in Genf wegen der Lage der rumänischen Juden hatte, ferner über die Tagung der Permanenten Internationalen Konferenz für Wandererschutz, die am 11. und 12. September in Genf stattgefunden hat. Der Geschäftsführende Ausschuß besprach Maßnahmen zur intensiveren Ausgestaltung der Propagandaarbeit. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 10. Oktober 1930, abends: in allen Synagogen und Altersversorgungsanstalten: 5.30 Uhr. Syn. Prinzregentenstraße: 2. Gottesdienst 7.15 Uhr. In den Synagogen mit neuem Ritus: Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, den 11. Oktober 1930, morgens: Alte Syn.: 8.30 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus und Altersversorgungsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst Syn. Rykestr. und Kottbuser Ufer; 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Syn. Frieaenstempel) 7.30 Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr; Syn. Friedenstempel: 9.30 Uhr. Schrifterklärung: Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn. Jugendgotte*• dienst: 4 Uhr: Syn. Kaiserstr.: Dr. W. Levy; Syn. Kottbuser Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy. Sabbat- Ausgang: 6.02 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: am 12. Okt, 5.30 Uhr, vom 16. Oktober ab: 5 Uhr; morgens: Synagogen mit altem Ritus: am 12. Okt. 6.30 Uhr, am 13. Okt. (Hoscnana rabba) 6 Uhr, vom 16. Okt. ab: 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: bis 13. Okt. 7 Uhr, vom 16. Okt. ab: 7.30 Uhr. Gottesdienst am Schindlest und Simchath Thora: Montag, den 13., und Dienstag, den 14. Okt., abends: in allen Synagogen und Altersversorgungsanstalten: 5.30 Uhr. Dienstag, den 14. Okt., morgens: Syn. Pestalozzistr., Kottbuser Ufer und Grunewald: 8.30 Uhr. In allen anderen Synagogen: 1. Gottesdienst mit Seelenfeier: 7.30 Uhr; Syn. Friedenstempel: 7 Uhr; 2. Gottesdienst mit Seelenfeier: 10 Uhr, Die Einnahme der Sitzplätze ist den Karteninhahern vorBehalten; sonstiger Zutritt nur, soweit Plätze verfügbar sind. — In der Alten Syn.: Bis zum Beginn des Gottesdienstes Zutritt nur gegen Vorzeigung der Eintrittskarten. — Predigten: Alte Synagoge: Dr. Freier; Syn. Kaiserstr.: Dr. Freimann; Syn. Ryke- Straße: Dr. W. Lewy; Syn. Pestalozzistr.: Dr. E. Levy; Syn. Kottbuser Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener tSr.: Dr. A. Levy; Gyn. Grunewald: Dr. Cohn; Neue Syn.: Dr. Weyl; Syn. Lindenstr.: Dr. Warschauer; Syn. Lützowstr.: Dr. Weiße; Syn. Fasanenstr.: Dr. Bergmann; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz; Syn. Friedenstempel: Dr. Freund; Syn. Prinzregentenstraße: Dr. Galliner. Mittwoch, den 15. Okt., morgens: Alte Synagoge, Syn. Pestalozzistr. und Kottbuser Ufer: 8.30 Uhr; Syn. Kaiserstr., Rykestr., Münchener Str., Grunewald und Alters- Versorgungsanstalten: 9 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus: Früngottesdienst (außer Syn. Friedenstempel): 7.30 Uhr, Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Syn. Friedenstempel: 9.30 Uhr. Festausgang: 5.53 Uhr. Arbeitsnachweis. Wir machen erneut auf die Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung der Jüdischen Gemeinde aufmerksam. Es ist zweckmäßig, sich rechtzeitig vor der Schulentlassung zu melden. Beim ersten Besuch unserer Beratungsstelle sind die letzten Schulzeugnisse sowie Handfertigkeits- und Bastelarbeiten mitzubringen. Unsere Sprechstunden: Für Knaben: Dienstag und Freitag von 10—1 Uhr; für Mädchen: Montag und Donnerstag von 10—1 Uhr. Für die Bewohner des Westens und der westlichen Vororte Berlins: Knaben und Mädchen: Donnerstag von 3—6 Uhr nachm., im Synagogengebäude, Charlottenburg, Fasanenstr. 79. Wir suchen noch Handwerker- Lehrstellen! Jüdische Arbeitgeber: meldet jede freiwerdende Lehrstelle der Jüdischen Berufsberatung. Arbeitsgemeinschaft jüdischer Arbeitsnachweise, Abt. Berufsberatung, Berlin N 24, Auguststr. 17; Tel.: Weidendamm 5936. המועצה?עבודה עברית ביו הנער עורכת במוצאי שבת׳ 11. לאוקטובר, בשעה 8 בערב בבית הקהלה (2-4 Rosenatraße) נשי* עברי. בתכנית: א. קונגרס לעבודה. הפותח ד״ר קלהא־ ב. "טפוסים" מאת א. אטינגר. ג. שירה. אורחים רצויים. Siegfried Lewy, Danzig, gestorben. Das älteste Mitglied der Danziger Zionistischen Organisation, Herr Siegfried Lewy, ist am 1. Oktober nach kurzer schwerer Krankheit verschieden. Seit 20 Jahren war Lewy einer der aktivsten Mitarbeiter, Mitglied des Vorstandes, jahrelang zionistischer Repräsentant in der Jüdischen Gemeinde, bis ihn zunehmende Kränklichkeit zwang, dieses Amt niederzulegen. Mit jugendlichem Eifer, mit scharfem Geist und starken! Wort kämpfte er überall für das zionistische Ideal. Wenn die Ortsgruppe Danzig in den nächsten Tagen in der Hauptversammlung einen Rückblick auf das vergangene Jahr und eine Vorschau auf die kommende Zeit halten wird, wird sie ihren Alterspräsiden der letzten Jahre, schwer vermissen. Daß der Sohn des Verstorbenen, unser Gg. R.-A. Dr. Lew y in seines Vaters Fußtapfen trat, war fiir den Verewigten eine Genugtuung. Geschäftliche Mitteilungen Unseren Lesern wird das Caf€ Kutschera, Charlottenburg, Bismarckstraße t09, am Schillertheater, bestens empfohlen; sämtliche in- und ausländische Zeitungen. Klavierunterricht nach Leonhard Deutsch's individuaipsychologischer, leicht faßlicher Methode erteilt Mathilde Toretyner, Bamberger Straße 07. Näheres s. Inserat.