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Jüdische Rundschau · 1929-08-29 · Sonder-Ausgabe (29.8.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIV (1929)
Issue
Sonder-Ausgabe (29.8.1929)
Date
1929-08-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Sonder-A11sg£ JUEDISCHE RUNDSCHAU 20. vm. 1929 Weitere Telegramme Maßnahmen der Z. V. f. D. Die Leitung der Zionistischen Vereinigung für Deutsch-!and hat vorläufig folgende Maßnahmen beschlossen: 1. Für Sonntag» den 1. September, ist der Landesvorstand der Z.V. f. D. zu einer außerordentlichen Sitzung nach Berlin einberufen worden. 2. Am Dienstag, dem 3. September, finden anläßlich der Vorfälle in Palästina zwei öffentliche Kundgebungen und zwar in der Stadthalle, Klosterstraße, und in den Musikerfestsälen, Kaiser-Wilhelm-Straße 31, statt. 3. Für die Ortsgruppen ist ein Sonderdienst der Ita eingerichtet worden, so daß alle größeren Ortsgruppen die Ita regelmäßig täglich erhalten. 4. Für die in Berlin wohnenden Zionisten werden die neuesten Telegramme sofort nach Eintreffen am schwarzen Brett im Büro der Zionistischen Vereinigung, Meinekestr. 10, angeschlagen. Pressesfimmen Me Berliner Tagespresse, die die telegraphischen Nachrichten aus Palästina im großen Umfange bringt, beschäftigt sich zum Teil auch in größeren Artikeln mit den Ursachen und Folgen der Zusammenstöße. In der ״Vossischen Zeitung“ vom 27. August schreibt Dr. Edwards aus London u. a.: ״Während die jüdische Einwanderung nach Palästina ״zeitweise völlig inhibiert“ und seit einiger Zeit nach einem Quotensystem ziffernmäßig beschränkt wird,, drückte die Qrenzgendarmerie an der Süd- und Ostgrenze des Landes beide Augen zu,, wenn Araberhorden mit Empfehlungsschreiben sogenannter ״politischer Offiziere“ aus Transjordanien, dem Irak und anderen noch entlegeneren Gegenden nach Palästina hineinströmten. Diese niemals in Palästina seßhaft gewesenen Araber machten den Juden die fruchtbaren Gegenden des Landes, die zur Ansiedlung geeignet waren, strittig. Sie trugen in die einigermaßen ,über die jüdische Einwanderung beruhigten lokalen arabischen Eiemente den Geist eines aggressiven arabischen Nationalismus, und sie bildeten die Kerntruppe für die Mobilisierung der Araber gegen die Juden, der Mohammedaner gegen die Andersgläubigen. Nicht die Klagemauer und andere immerhin lokal begrenzte Stätten, sondern die arabische Zuwanderung bildet nach Ansicht aller unbefangenen Orientkenner den Ausgangspunkt und die fast unvermeidliche Ursache der gegenwärtigen Kämpfe. Vor der Aggressivität dieser Araber ist die Mandatsregierung schrittweise zurückgewichen. Ein liberaler englischer Orientsachverständiger, der von März bis Mai im Aufträge Lord Oreys Aegypten und Pa- Iistina bereiste und den Zusammenhang zwischen der Politik Lloyds und Chancellors feststellte, machte nicht nur hiesige Amtsstellen, sondern auch ausländische Journalisten darauf aufmerksam, daß man mit Bestimmtheit auf Araberpogrome «ater der jüdischen Bevölkerung für den August oder September dieses Jahres rechnen ,.müsse.;:|fi!!e״:.Wrt־»pjfpJ,■w«fwie .,-seine »gewanderten Araber von der jetzt bei den Unruhen völlig ״neutral“ gebliebenen arabischen Gendarmerie mit englischen Waffen und Munition versorgt worden seien. Die englischen Journalisten in Jerusalem sind jetzt über die vorzügliche Bewaffnung der Araber überrascht. England steht nunmehr vor der schwierigen Aufgabe, entweder die nationalen Selbstschutzorganisationen der Juden zu bewaffnen und es ihnen zu überlassen, in einem Bürgerkrieg gegen ansässige und zugewanderte Araber ihre Ansiedlungen und ihre intensive Kulturarbeit zu schützen, oder die engfische Regierung muß sich bereit finden, 10000 bis 20000 Mann auszurüsten, um die leicht beweglichen zugewanderten, inzwischen gut bewaffneten Araberhorden aus dem Lande zu entfernen, und mindestens auf Jahre hinaus einen wirksamen Grenzschutz im Süden und Osten des Landes gegen neue mohammedanische ״Kreuzzüge“ zu errichten. England steht am Scheidewege seiner schwächlichen Zwitterpolitik der letzten fünfzehn Jahre. Entweder nimmt es seine Pflichten als Mandatsmacht ernst, oder es findet sich bereit, die jüdische Einwanderung nach Palästina ohne Be- Schränkung freizugeben und es den Juden zu überlassen, aus eigener Kraft die nationale Heimstätte nicht nur Wirtschaftfich und agrikulturtechnisch zu schaffen, sondern auch zu verteidigen.“ * Der ״V 0 r w ä r t s“ vom 28. August schreibt u. a., nachdem er die tieferen Ursachen der arabisch-jüdischen Gegen- Sätze skizziert, am Schluß wie folgt: ״Die arabischen Fanatiker möchten das Land weiterhin lieber wüst lassen als es von Juden bevölkert zu sehen. Sie haben Sorge, daß das Judentum mit der Zeit Gesamtpalästina an sich reißen wird. Die wilden Ausschreitungen der Araber sind teilweise damit zu erklären. Palästina kann jedoch die Heimat beider Völker sein. Die Araber, denen ein großer TC1 der vorderasiatischen Länder gehört, sind im Unrecht, wenn sie dem Judentum das Recht auf Siedelung in seiner historisehen Heimat Palästina absprechen wollen. Andererseits sind die jüdischen Chauvinisten im Unrecht, wenn sie den reellen Tatbestand verkennen und etwa glauben, daß Palästina mit der Zeit zur ausschließlichen Heimat des Judentums verwandelt werden kann.“ Im ״Berliner Tageblatt“ vom 28. August erschien ein Artikel von Adolf Reiffenberg aus Jerusalem, worin in objektiver Weise die Entwicklung des Klagemauer- Konfliktes vor Ausbruch der Unruhen dargestellt wird. Naihan Strauß *endet 25000 Dollar Nathan Strauß (New York) hat als erste Hilfe für Jerusalem 25000 Dollar für Lebensmittel und Medikamente zur Verfügung gestellt. H 0 o v e r empfing eine zionistische Delegation im weißen Haus, wobei er erklärte, daß die Vereinigten Staaten im Rahmen der internationalen Möglichkeiten alles getan hätten und tun würden, um den Schutz des Lebens der amerikanischen Staatsbürger in Palästina zu sichern. Mohammedanische M&tienvert&mmtang London, 28. August, 1 Uhr. (J. T. A.) Nachdem einige Führer der mohammedanischen Araber In Palästina, unter ihnen der Großmufti (religiöses Oberhaupt der palästinensischen Moslems) Hadsch Amin el Hussein! und der Bürgermeister *ob Jerusalem, Naschaschibl, eine Proklamation beruhigenden Inhalts an die palästinensischen Moslems gerichtet hatten, fand auf dem Platze vor der Omar-Moschee gestern eine Massenver- Sammlung der mohammedanischen Araber unter Vorsitz des Großmufti statt. Der Gouverneur von Jerusalem, Kelth-Roach, erschien in Begleitung von 25 englischen Polizisten. Die Moslems erklärten, daß sie nicht ruhen würden, solange die Juda! nicht vollständig entwaffnet seien. Keith-Roach versprach Entwaffnung der gesamten Zivilbevölkerung der Hauptstadt einschließlich der britischen Staatsangehörigen. Be irut, 28. August. (J.T. A.) In den letzten Tagen kam es in Damaskus und Beirut zu Sympathiedemonstrationen der palästinensischen Araber. In Damaskus erelgneten sich hierbei Zusammenstöße mit der Polizei, bei denen zwei Demonstranten und ein Polizist verwundet wurden. Die jüdischen Viertel und die Niederlassungen der Anglo Paiestine Company werden von patrouillierenden Truppen und Tanks geschützt. Wegen der für den heutigen Tag vorbereiteten Manifestation wird in Beirut der Zuzug in die Stadt von außerhalb verhindert. Lord Melchett bei Patsfield Londo n, 27. August 12,54. Lord Melchett wurde heute von Lord Passfield empfangen, der versprach, für eine sofortige und gute Verbindung zwischen der Jewish Agency in London und der Zionistischen Exekutive in Jerusalem zu sorgen. Auch hat er die palästinensische Regierung veranlaßt, für Verteilung von Lebensmitteln. in den vereinzelt Hegenden Kolonien und Städten zu sorgen. Heute Nacht versammelt sich die Exekutive. Weizmann wird dabei die Forderungen, die er morgen nachmittag Lord Passfield vorlegen wird, formulieren, u. a. vollständige Entschädigung für jeden Schaden. Jerusalem, 27. August (J.T.A.) ln Palästina weilen heute bereits 1500 britische Soldaten. Weitere Detachements verließen Cairo mittels Eisenbahn. Ferner werden Panzerautomobile und Artillerie aus Aegypten erwartet Eine Flottille von neun Zerstörern ist auf dem Wege von Malta nach Palästina. Die Lage in den Kolonien Berlin, 28. August. Aus heute Mer eingelaufenen Telegrammen geht hervor, daß in Rechowoth und Ben ja* mina Ruhe herrscht. ::vJjeTtMLtfi; fT.*Augu»;!‘׳%׳B^:' י* '§|§|»HU •וון Äfe'ÄSmuiig eine g*. '15le;'te»Ä«»*Ä'Ä gewisse Sicherheit; die Kolonie ist von den Arabern nicht wieder angegriffen worden. Mehrere jüdische Familien der Jerusalemer Vorstadt Rechawja wurden in den Häusern der benachbarten christlichen Missionen untergebracht Alle Juden der Jerusalemer Altstadt haben rieh in einem Stadtviertel konzentriert, um besser Angriffen standhalten zu können. Die zahlreichen Verwundeten in Hebron wurden nach Jerusalem gebracht, wo besser für ihren Schutz gesorgt werden kann. Am Dienstag trafen die Verwundeten-Transporte in Jerusalem ein. Die ganze aufrührerische arabische Bewegung beschränkt sich auf moslemitische Araber; die christlichen Araber nehmen diesmal an den Angriffen auf die Juden nicht teil. L o n d o n, 27. August 10,15. Ben Zwi meldet, daß er aus seriöser Quelle erfahren habe, daß die Araber in Haifa einen Angriff auf Bath Ga lim organisieren. Rabbi Kook, Jerusalem, sendet durch die J. T. A. folgenden Appell an alle prominenten jüdischen Rabbiner der Welt: ״Die palästinensische Judenheit in großer Gefahr, rettet uns »o rasch als möglich, Gott helfe uns.“ Unter den vier toten Juden in Kastinie befindet sieh der Arzt der Hadassah, Dr. Israeli. In Hulda unter den Toten Ephraim Tchizak. In der Umgebung der Kolonie wurden 14 tote Araber gefunden. London, 27. August, 21,20. (J.T.A.) Der polnische Konsul in Jerusalem besuchte das Spital der Hadassah und drückte im Namen des ganzen Konsulat-Korps seine tiefste Entrüstung über die Ereignisse und seine wärmste Sympathie für die Opfer aus. Britische Polizei, die in einem großen Auto Verwundete aus Kastinie abtransportierte, wurde von Arabern aas den umliegenden Dörfern beschossen. Die Polizei belegte diese Dörfer mit Bomben. Cairo, 27. August. (J.T.A.) Nach telephonischen Meldüngen aus Jerusalem und den übrigen Teilen Palästinas war die Lage am Dienstag morgen unverändert Die Araber erneuern ihre Angriffe an verschiedenen Punkten. In jeder Stunde erfährt man über neue arabische Angriffe. Die neue jüdische Kolonie Kastinie, die isoliert liegt, wurde von Arabern angegriffen. Bei der Abwehr des Angriffes wurden fünf Mitglieder der Kolonie getötet. Angriffe von Arabern auf Juden in Haifa haben sich heute wiederholt. Vier Juden wurden getötet, 57 Juden verwundet. Die Araber griffen die Kolonie Mischar Haemek an und wurden zurückgeschiagen. Die Kolonie Chulda in Judäa Ist von den Bewohnern geräumt worden. Aus verschiedenen Teilen des Landes treffen Nachrichten ein, daß die Araber jüdische Synagogen zerstören und niederbrennen. In mehreren Fällen hat arabische Polizei an diesem Zerstörungswerk teilgenommen. Die Toten von Tel-Awiw Jerusalem, 26. August (J.T.A.) Bei den Angriffen der Araber auf Tel-Awiw am Sonntag nachmittag wurden sechs Juden getötet und eine größere Zahl Juden verletzt Die getöteten sind: Rozen, Benjamin Goldberg, Feingold, Harrari, der englische Jude Berkowitz und Frau Massnada Misrachi. Die mohammedanischen und christlichen Läden in der Altstadt von Jerusalem sind wieder eröffnet Eine Deputation Jerusalemer Kaufleute verlangte von der Regierung Schutz bei der Wiedereröffnung der Läden. Die Regierung hat diesen Schutz zugesichert. Das Regierungs-Bulletin teilt mit, daß es in Gaza unter den Juden zwei Tote gab. Der Rest der jüdischen Bevölkerung wurde nach Tel-Awiw gebracht. Araber aus den umliegenden Dörfern versuchten in Haifa einzudringen. Die Versuche sind mißlungen. Die Regierung hat die Räumung von Schfeja angeordnet. Athlit ist bedroht Jerusalem, 26. August. (J.T.A.) Am Montag morgen und dann wiederholt im Verlauf des Tages wurden im Zentrum und in der Peripherie von Haifa Juden von Arabern angegriffen. Gegen Mittag zählte man drei jüdische Tote und mehrere jüdische Verwundete. Ein Versuch der Araber, die Villenvorstadt Hadar Hakarmel anzugreifen, wurde zurückgewiesen. Aus den Kolonien des Emek Jesreel treffen immerwährend Notrufe ein. Der Emek fühlt sich schwer bedroht und schutzlos. Jerusalem, 26. August. (J.T. A.) Im Verlauf des Montag kam es an der Peripherie von Tel-Awiw wiederholt zu schweren Kämpfen, in dem Arabertrupps immer wieder versuchten, In die Stadt einzudringen. Die jüdische Selbstwehr erscheint rechtzeitig an den gefährdeten Stellen und schlägt die Angreifenden zurück. Aus Jerusalem wurden britische Truppen für Tel-Awiw avisiert. Me Bewohnerschaft von Tel-Awiw hofft, daß, wenn die angekündigten britischen Kriegsschiffe rechtzeitig am Menstag oder spätestens Mittwoch früh eintreffen, die jüdische Seibstwehr die Stadt ohne große Verluste selbst wird halten können. J erusalem, 26. August. (J.T.A.) Im Verlauf des Montag nachmittag sind 200 britische Soldaten in Tel-Awiw eingetroffen. Sofort wurde der Kriegszustand proklamiert, 70 Zivi» listen aus Tel-Awiw wurden für den Polizeidienst mobilisiert. Ans den Vorstädten von Tel-Awiw rieht die Einwohnerschaft In die innere Stadt Das Zentrum der S&dt zeigt ein außer- 0rdrapA״feesregtes:.p14־ ,,,,, •£<>«* «Btt» ^Ämp4e‘iiÄ’Til’1Äwi»r am Sonntag haben sich in folgender Weise abgespielt: Eine Trauerprozession von Moslemiten marsfehierte aus Jaffa an die Grenze von Tel-Awiw, uin einen in den Kämpfen mit der Polizei getöteten Moslem auf dem zwischen Jaffa und Tel-Awiw gelegenen mohammedanisehen Friedhof zu bestatten. Mötzlich, wie auf ein Signal Mn, brachen die Moslems in die Straßen von Tel-Awiw ein. Me Polizei feuerte auf die Angreifer, von denen sechs getötet und mehrere verletzt wurden. In dem Tel-Awiw unmittelbar benachbarten Viertel von Jaffa entbrannten schwere Kämpfe. Von den Bürgern Tel-Awiws, die hier auf Vorposten, um Angriffe auf Tel-Awiw abzuwehren, standen, wurden einige getötet und mehrere verletzt. Unter den ersten Toten von Tel-Awiw befindet sich Benjamin Goldberg, ein Sohn des bekannten Führers der russischen Zionisten Jizchak Goldberg. Araber versuchten die Polizeikaseme in Jaffa zu stürmen; sie wurden zurückgeschlagen, wobei fünf Araber getötet und mehr als 30 verwundet wurden. Jerusalem, 26. August. (J.T.A.) Das offizielle Pratokoll des Hospitals meldet, daß bisher in den Kämpfen in Jerusalem 80 Personen, unter ihnen 59 Juden, getötet und insgesamt 233 Juden und Araber verwundet worden sind. Cairo, 26. August. (J.T.A.) Am Montag, dem 26. August, 3 Uhr nachmittags, hat der Jerusalemer Waad Hair folgendes telephonisch nach Cairo gemeldet: In diesem Augenbück greifen die Araber die Jerusalemer jüdischen Viertel ״Machne Jehuda“ und ״Schaarej Chessed“ an. Um sieben Uhr abends kam eine zweite telephonische Mitteilung vom Jerusalemer Waad Hair, in der es hieß, die Araber greifen immer wieder verschiedene jüdische Viertel Jerusalems an; an verschiedenen Punkten der Stadt wird gekämpft Me jüdische Kolonie Beth Alpha, eine Kwuzah an der Grenze von Galiläa, die von Chaluzim aus der Tschechoslowakei bewohnt ist, wurde von Arabern angegriffen. Der Angriff konnte zurückgeschlagen werden. Das Jerusalemer jüdische Viertel ״Nachlath Zion“ wird soeben, Montag nachmittag, von Arabern angegriffen; Panzerwagen eilen an den stark gefährdeten Punkt, um den Angriff abzuwehren. Beirut, 26. August. (J.T.A.) Der Korrespondent der Jüdischen Telegraphen-Agentur in Beirut, der Verbindung mit Haifa hat, erfährt, daß in der Nacht zu Montag und im Verlauf des Montag vormittag an verschiedenen Stellen der Stadt Haifa Juden von Arabern angegriffen worden sind. Die Zahl der Toten und Verwundeten wird nicht genau angegeben, soll aber erheblich sein. Me Lage wird in Haifa als sehr ernst empfunden, da die Araber den offenen Aufruhr gegen die Mandatarmacht proklamieren. Ein Eisenbahnzug, der englische Truppen nach Haifa bringen sollte, wurde von Arabern überfallen, ein Teil der Truppen wurde von den Angreifern entwaffnet. Der Korrespondent der Jüdischen Telegraphen-Agentur in Beirut, der von dem Londoner J. T. A.-Büro ersueht worden war, sich nach Palästina zu begeben, mußte an der Grenze unverrichteter Mnge zurückkehren, da ein Betreten Palästinas von außerhalb derzeit nicht zugelassen wird. Vernntwortlid»» Redaktrar: Dr. Siegfried Kuowitx, Berlin N. Verlag Jüöüdu Runda chau G. m. b. H., Berfia W15. Verantwortlich für den Iaaantrateil: R. Segel, Berlin•Wilmoradorf, Ana.-Verer. Jädiicfae Ruadechnu G. ra. b. H., Berlin W15, Meinekeatr. 10 Drude W1 Siegfried Scholen, Berlin-Schöneberg,

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