Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 97 (6.12.1927)
- Date
- 1927-12-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 662 J UEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 07, 6,Xn 1927 Vermischtes Berliner Zionistische Vereinigung. Wir können eine ausgezeichnete Lehrerin für rhythmische Gymnastik für Männer, Damen und Kinder nachweisen. Der Unterricht wird auch außerhalb des Hauses erteilt. Interessenten wollen sich an die B. Z. V., Meinekestr, 10, Bismarck 7165/70, wenden. Breslauer Zionistische Vereinigung. Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8,30 Uhr, hält im Gesellschaftszimmer des Kammermusiksaals, Gartenstr, 39, Herr Dr. Georg Landauer, Jerusalem, Dezernent des Arbcilsdcpartements der zionistischen Exekutive, einen Vortrag über das Thema ״Wirtschaftslage und Arbeitslosigkeit in Palästina“. Dr. Alfred Klee spricht im Erich-Rosenkranz- Bund, am Donnerstag, den 8. d. M., abends 9 Uhr, bei Dr. Stahl, Münchener Str. 42, über ״Gemeindepolitik“. Alte Herren des K. J. V. als Gäste willkommen. Jüdischer Schulverein E. V. An unseren privaten Volksschulen Fasarienstr. und R y k e s t r. in Berlin können schulpflichtige Kinder für Ostern 1928 angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt vom 1. Dezember ab bei den Schulleiterinnen in den Schullokalen, und zwar in der Schule Fasanenstr. 79/80 Montags bis Freitags van 1—2 Uhr, in der Schule Rykestr. 51 Montags bis Freitags, von 12—1 Uhr. Die Kinder müssen bei der Anmeldüng persönlich vorgestellt werden; Vorlage von Geburts- und Impfschein ist erforderlich. Hapoßl Hazalr, Breslau. Nach Reorganisierung unserer Ortsgruppe veranstalten wir am Donnerstag, den 8. Dezember, abends 8,30 Uhr, im Gesellschaftszimmer des Kammermusiksaais, Gartenstr. 39, einen Vortrag von Chawer Dr. Georg Landauer, Jerusalem, Mitglied des Hauptbüros der Hitachduth. Thema: ״Wesen und Aufgabe der Hitachduth“. Wir haben dieses Thema gewählt, um bei Beginn unserer neuen Arbeit den Breslauer Zionisten die Möglichkeit zu geben, das Wesen der Hitachduth von heute kennen zu lernen. In der Erkenntnis, daß die Geschlossenheit der zionistischen Bewegung aut dem gegenseitigen Verständnis ihrer einzelnen Organisationen beruht, laden wir alle Breslauer Zionisten zu diesem Abend ein. Vorlesungen Professor Markons. Im Winterhalbjahr 1927/28 hält Prof. Dr. Isaac Markon am Rabbinerseminar zu Beulin eine Reihe von Vorlesungen über die bedeutenden talmudischen Autoritäten in Deutschland während des Mittdlalters: 1. Rabbi Isaak ben Mose Or Sarua; 2. Rabbi Meir aus Rothenburg; 3. Rabbi Mordechai ben Hillel; 4. Rabbi Ascher ben Jechiel; 5. Jakob ben Mose ha-Levi (Maharil). Sling spricht am Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, im Bürgersaal des Berliner Rathauses auf Veranlassung der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur über ״Eid und M e i n e i d“. Clubabend des Palestine Touring Clubs. Mittwoch, den 14. Dezember, im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. Referat Sanitltsrat Dr. Lachmann, Bad Landeck, über Heilquel'en und Kurorte in Palästina. Anfang 8,30 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen. K. J. V. In größerer Stadt Mitteldeutschlands bietet sich Nlederlassungsmöglichkeit für Zahnarzt und Rechtsanwalt Jüdischer Zahnarzt nicht vorhanden. — Referendar (mehrfach vertreten), sucht Anwaltsvertretung. Außerdem mehrere Anwaltsstationen für Referendare, möglichst gegen Vergütung, fesucht. — Meldungen erbeten an K.J. V., Clharlottenburg, leibtreustr. 50. Zum Nachfolger des in Pension gehenden Oberrabbiners Dr. Levi in Crefe Id wurde der Absolvent der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, Dr. Arthur B1 u h m, gewählt Die Synagogen-Gemeinde Darmstadt berief Herrn Rabb. Dr. Erich Bien heim, Berlin, zur vorläufigen Verwaltung des Rabbinats, aus dem Rabb. Dr. Italiener am 1. Dezember d. J. ausscheidet, um einer Berufung an den Israelitischen Tempelverband in Hamburg Folge zu leisten. Ortsgruppen Bochum. Am 2. November, dem 10. Jahrestage der Baltour-Deklaralion, veranstalteten wir einen Vortragsabend. Herr Dr. Meyersberg, Bochum, welcher vor einiger Zeit eine Palästina־eise gemacht hat, berichtete hierüber und gab seine Eindrücke über das in Palästina Gesehene kund. — Am 8. November sprach Frau Gerda A r los or of f über die wirtschaftliche Lage in Palästina. Die sehr sachlichen Ausführungen erweckten Bei den Erschienenen großes Interesse. — Frau Arlocoroff sprach am folgenden Abend im hiesigen Jüdischen Frauenbund über Mädchenerziehung in Palästina. Auch diese Ausführungen wurden mit großem Interesse aufgenommen. — Wie in den vergangenen Jahren so veransta ten wir auch im Winter 1927/28 wieder regel־ mäßige Heimabende. Diese finden De^stag abends im Heim des Vereins Agudath Achim, Brückatr. 60, s'att. Auswärtige Gesinnungsgenossen, welche sich in Bochum aufhalten, sind hierzu herzllchst eingeladen. Am ersten dieser Heimabende sprach Frau L e v y, Duisburg, über das Thema: Galuth-Arbeit. Cottbus. In einer von der Zionistischen Ortsgruppe ver• anstalteten Versammlung sprach hier am 15. November Herr Moses Wald mann über ״Der Schwarzbart-Prozeß — eine Tragödie des jüdischen Volkes“. Die stark besu'hte Ver- Sammlung nahm den interessanten Vortrag mit größter Anteilnahme auf. An die Diskussion beteiligte sich insbesondere Herr Landgerichtsrat Dienemann. Heidelberg. Die Ortsgruppe befindet sich in einer Periode des Wiederaufbaues, der unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Dr. Stephan Krauß vor sich geht. Die Teilnehmerzahl an den Veranstaltungen nimmt sichtlich zu. In der ersten Versammlung nach dem Kongreß erstattete Dr. Krauß einen ausführlichen Kongreßbericht Unter Hinweis auf die Konsequenzen in der Galutharbeit wurden die Arbeit in der jüdischen Gemeinde, die Jugendarbeit und die persönliche Vertiefung in das Schrifttum besonders betont. Mitte November begrüßte die Ortsgruppe Herrn Dr. Georg Landauer als Vortragenden, der mit Hilfe seiner ausgezeichneten Sachkenntnis die poli ische und wirtschaftliche Lage des Zionismus treffend beleuchtete und allen Teilnehmern ein klares Bild der Lage und der Erfordernisse hinterließ. Dr. Landauer hielt auch in der Jüdischen Jugen Jgruppe eine die Aufgaben der Jugend eindringlich unterstreichende Ansprache. Die lugenagruppe, vorläufig überwiegend aus Kindern der Ostjuden bestehend, befaßt sich unter der Führung von Dr. Krauß mit Fragen der Jugendbewegung und jüdischer Geschichte. Sie eröffnet in diesen Tagen auch einen Hebräischkurs. Die Arbeit der Ortsgruppe könnte durch Errichtung einer K. J. V.-Verbindung in der gastfreundlichen Universitätsstadt wesentlich gefördert werden. An dem Empfangsahend für Prof. Welzmann in Mannheim nahm auch die Ortsgruppe Heidelberg samt angesehenen Nichtdonlitiß des Ortes teil. Dortmund. Am 24. November fand die ßalfour-Feier der Dortmunder Zionisten statt Es sprachen Herr Dr. Josef Neuberger aus Düsseldorf, Herr Schoschani aus Palästina (hebräisch) und Herr Appel. Hebräische Lieder des J. J. W. B. erhöhten die Stimmung. — Im Anschluß an die Feier wurden in einer Arbeltssitrung dringende Fragen der Dortmunder Keren Kajemeth-Arbcit besprochen und zum Teil geregelt. -- Am 7. Dezember hat die zionistische Ortsgruppe Generalversammlung. Duisburg. Ara Dienstag, den 29. November, sprach Frau Dr. Grete Turnowsky-Pinner vor zirka 50 rrauen, die der Einladung eines Komitees gefolgt waren, über ״Frauenarbeit in Palästina“. Die Versammlung wurde geleitet von Frau Dr. Epstein. In wannen Worten schilderte Frau Dr. Turnowsky die Notwendigkeit der sozialen Frauenarbeit in Palästina,_ die nicht nur von den palästinensischen Frauen selbst geleistet werden könnte, sondern an der alle jüdischen Frauen teimebmm müßten. Sie wies besonders auf das Kinderhilfswerk hin, und fand mit ihren Ausführungen reichen Beifall. Der Vortrag hatte den Erfolg, daß zirka 30 Damen sich dem Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina anschlossen und virie sich bereit erklärten, durch einen bestimmten monatlichen Beitrag das Kinderhilfswerk zu unterstützen. Auch der Frauenverein als solcher beschloß, in einer Vorstandssitzung anzuregen, zu dem Kinderhilfswerk beizutragen. Es wurde ein Komitee gebildet, das es übernahm, die notwendigen Arbeiten für den Kulturverband durchzuführen und dafür zu sorgen, daß regelmäßige Zusammenkünfte stattfinden. Frankfurt a. M. Am Dienstag, den 8. November, sprach Dr. Fritz Goitein in der Frankfurter Zionistischen Vereinigung über das Thema: ״Palästina, gesehen von ei :e־n Palästinenser“. An diesem überaus gut besuchten Abend behaudelte Dr. Fritz Goitein in lebendiger Weise eine Fülle von Erscheinungen des palästinensischen Lebens, verknüpft durch die Persönlichkeit des Betrachters. An einzelnen Fakten und Geschehnissen zeigte er das Wesen und Werden eines sich entwickelnden Lebens und Lebensgefühles. — In gewisser Hinsicht bildete der am 15. November veranstaltete Vortrag über ״Die gesellschaftliche Struktur und soziale Fragen in Pa’ästina“ eine Ergänzung und Fortsetzung des eben genannten Themas. Herr Dr. Georg Landauer erörterte in systematischer Weise die Grundfragen der palästinensischen Wirtschaft und Gesellschaft. Selbstverständlich bildete das Problem der Arbeitslosigkeit, eine eminente wirtschaftliche, soziale und Gesellschaft־ liehe Frage, einen Hauptpunkt der Ausführungen, die im übrigen auch dem, der sich mit Palästina noch weniger beschäftigt hat, einen klaren Einblick verschaffen konnten. fn Königsberg hielt Rabbiner Dr. Perles im Rahmen eines von der Königsberger Jüdischen Gemeinde veranstalteten Vortragsabends ein Referat über das jüdische geistige Leben in Palästina. Er schilderte seine Eindrücke während seiner Lehrzeit an der Universität Jerusalem und sprach mit großer Bewunderung über die intensive kulturelle Entwicklung des palästinensischen Judentums. GeschlitUche Mitteilungen Unseren Lesern wird das CafeKutscfiera, Charlottenbürg, Btsmarckstr. 109, am Schillertheater, bestens empfohlen. Wir verweisen unsere Leser auf den der heutigen Nummer j beigefügten Proijgefct dw iachhandl^ag Ktaem, Berlin. Chariöttenburg, DaMmannstr. 8. ■ ■ 2 Soeben erschienen: 2 : Ksiische JugeidheiiiegDüB : Von Dr. SlegfriedKanowtiz (Broschiert 80 Seiten) Zu beziehen da roh die Zionist |«eho Vereinigung für Deutschland. Berlin W 15, Meinekestr. 10. ■ Einzelpreis Mk. 0,40, bei größeren Bestei- ■ 2 lnngen durch Jugendorganisationen Mk.0,30 m B ■ ■ ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ Eine Beteiligung an in Palästina (Jaffa - Orangen) (gegründet durch Dr.W. Brünn) bittet eowoht taburend« und sichere Kapitals**!*(«, ,1! auch gute EalateaaaiSgllcfckelt bei evtl, spaterer lieber 1i«dlung nach dort — Interessenieo erhalten Auskunft durch die Zionist, vereinig, für nenteohifl., Benin tu 1 s, MslneKnstr.10 «der direkt durch or. w. ■mim, Berlin tu 62, KMUtstraBe II. M Wir haben die EinzahlernB»frist t&r di® Abonnement*, gebühr bis »um 10. Oezemüer verlängert. Dieser Termin muö inneeehalten werden, um überflüssige Belastung unserer fioonnentsn mit flaennatimegeiianren zu vermelden 1 — Dt® Werbeaktion wird fortgesetzt! 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