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Jüdische Rundschau · 1927-10-04 · Heft 79-80 (4.10.1927) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 79-80 (4.10.1927)
Date
1927-10-04
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 4 .79/80־. X. 1927 Seite 573 4 JUEDISCHE RUNDSCHAU Felix Kopfstein 3,—. Siegburg: Ergebnis der Aktion 150,—. Schivelbeln: Dr. Mayersohn כ,—. SehlUchtern: Hugo Wolf 15,—, Siegmund Sichel 10,-, M. Wolf 6,50. Stade: Adolf Heidernann 5,—. Stettin: Dr. Dresel, Dr. Blumenthal, Schwarz, Dr. Elk, Wor^czeck, Braver, Leo Bloch, Dr. Gumpert, Dr. Aronheim, Meyerhof, Zadik je 10,—, Dr. Rosenberg, w, Rosenbaum, Zimmer je 5,—, Altrtiann 3,—. Stolp: Dr. Aron, Dr. Müllerheim, Landg.-Rat Maschke, Georg Tuchler je 10,—, Adolf Brootzen, Leo Blau, Hanna Berger je 5,—. Trier: Leu u. Frau 2,50. Wanne: 1. Rate 30,—. Wiesbaden: 1. Rate 100,—. Worms: 1 Sp. 1,—. Würzburg: Louis Stern 20,—, Neuberger 10,—, Rindskopf, Frau R. Kindskopf je 5,—, 1 Sp. 2,—. Freie Stadt Danzig: Ausgewiesen in D. G.: Saul Finkelstein, Wohl & Cie je 10,—, B. Friedmann 8,—, Fam. Sambursky 6,—, Krezburg, Josef Schifmann, Wertzsmann ft Wolfsohn, B. Steinberg je 3,—, 5 Sp. unt. 3,—. Der namentliche Ausweis der allgemeinen Spenden, Büchsen und Bäume erfolgt in der nächsten Nummer der J. R. Bäume Fritz Rosenberg-Hain: Rabbiner Dr. Isaak Rosenberg 1 B. Moritz und Fanny Fasal-Hain: Adolf Fasal 2 B. Moses und Betty Nacht-Garten: Dr. Oskar Nacht anl. Rosch Haschanah 1 B. Salomon Czapskf-Garten: Dr. Walter Czapski 1 B- Karl Ettisch-Garten: Siegmund Ettisch 10,—. Paul Schindler-Garten: dem Andenken Paul Schindlers 1 B. Goldenes Buch. Frau Eva Bloch: Geschw. Bloch 5,—. Keren Kajemeth-Telegramme VerwendetnurdieGlückwunsch-Telegramme des Keren Kajemeth! Berlin: 2,40. _ Landesvorstand der l. V.!. D. Der Geschäftsführende Ausschuß der Z. V• f. D. hat in seiner Sitzung vom 3. Oktober beschlossen, den Landes- Vorstand für Sonntag, den 30. Oktober, nach Berlin einzuberufen. Tannenberg Die ״Welt am Montag“ veröffentlicht am 3. Oktober nachstehendes Gedicht: Bei Tannenberg, aus Pietät Und Quaderstein errichtet, Ein neues Siegesdenkmal steht, Enthüllt bei Tusch und Christgebet, — (Auf Juden ward verzichtet). Doch der Hebräer hielt versteckt Sich hinter Davids Schilde, Hat schnöde Tücke ausgeheckt; Die Schandtat ward zuerst entdeckt Von Ludendorffs Mathilde. Mein Erich! Sieh, was ich bemerk׳!.,. ,Schon schrei’« sie unisono; Ein Kubus! Ha! Jehovas Werk! Hier feiern sie nient Tannenberg, — Sie feiern Rauschhaschono! Herr Ludendorff schritt ab die Front Weit abseits vom Gedränge, Hat sich im eignen Ruhm gesonnt, Umrahmt vom eignen Horizont, — Und der ist man recht enge. Freimaurer nah’n — was soll das sein? — Dem General, — was tat er?! Murkst man ihn ab beim Kubusstein? — Wird er geschachtet? --Aber nein: Der Eine ist Psychiater! Jolly. Berichtigung. In unserer Besprechung des von S. Müller, Heidelberg, und Professor Dr. Eisler, Wien, herausgegebenen ״Kunstkalenders für das Jahr 5688“ ist versehentlich der Ladenpreis mit 1,60 M. angegeben. Er beträgt jedoch 2 M. Berliner Misrachigruppe. Donnerstag, den 13. Oktober, findet die Generalversammlung der Berliner Misrachigruppe statt. Nähere Einzelheiten hierüber folgen. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kasscnvmvaltung der B. Z. V. Mittwoch, den 12. Oktober abends 8l/j Uhr Gruppe Nord, 1m Gemeindehaus, Rosenstr. 2—4. Herr Walter Roth: ״Städtische Kolonisation in Palästina“. Abends 8(4 Uhr. Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Str. 222 Kongreßbericht. Referenten werden noch bekanntgegeben. Donnerstag, den 13. Oktober Berliner Misrachigruppe Generalversammlung. Die Gelälirdang des deutschen Judentums Der Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden erläßt nachstehenden Aufruf: Jüdische Männer und Frauen! Seid Ihr Euch bewußt, daß die Juden in Deutschland in ernster Gefahr stehen, an Zahl abzunehmen und an Kraft und Gesundheit zu verkümmern? Nein? Nun, dann werft einen Blick auf die einstmals blühenden jüdischen Gemeinden der Klein- Städte und seht, wie sie, selbst da, wo eine nennenswerte Abwanderung nicht stattgefunden hat, von Jahr zu Jahr mehr zusammenschrumpfen, so daß viele von ihnen Rabbiner oder Lehrer nicht mehr besolden können und ihre Gotteshäuser selbst an hohen Feiertagen geschlossen bleiben müssen. Blickt auf die Veröffentlichungen der großstädtischen jüdischen Gemeinden, und Ihr werdet erkennen, wie zahlreich die jährlichen Absplitterungen durch Austritt und Taufe sind. Unterrichtet Euch darüber, daß eine blühende und große Kinderzahl, einstmals Stolz und Stütze der jüdischen Familie, nur noch selten anzutreffen, daß die Geburtenzahl in langsamem und und stetigem Abnehmen begriffen ist. Die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Preußen zeigt nach Angabe des Preußischen Statistischen Landesamts folgende Aufstellung: eheliche Geburten in 0/nn 1875—80 im Durchschnitt 11151 31 1024 5381 12,0 1925 4792 11,8 Bevölkerungsbilanzfür Berlin für das J ahr 1926 (Nach Angabe des Statistischen Amts der Stadt Berlin). Geburten in jüd. Ehen 1581 jüd. Kinder aus Mischehen 298 üd. Sterbefälle 2389 Austritt aus dem Judentum ca. 300 2 689 Der Bevölkerungsverlust der Berliner Juden betrug für 1926 also ca. 800! Die Berliner jüdische Gemeinde, die 1914 zum Beginn des Krieges ca. 155 000 Juden zählte, hatte 1925 trotz starken Zu- Stromes aus den besetzten Gebieten, dem Reich und dem Osten 172 000 Juden, was nur aus den starken inneren Verlusten zu erklären ist. Auf 1000 Berliner Juden kommen neuerdings nur noch ca. 10 Geburten jährlich gegenüber 17 bis 18 bei den Franzosen. Ein Teil des Nachwuchses geht durch die Mischehen verloren, die an sich gering an Kinderzahl sind. Die Ehelosigkeit hindert zahlreiche jüdische Mädchen, zur Mutterschaft zu gelangen. Eine der Ursachen des Geburtenrückganges ist ferner die Spätehe; sie trägt erfahrungsgemäß auch einen großen Teil der Schuld an der traurigen Tatsache, daß Nervosität unter den deutschen Juden stärker verbreitet ist als unter anderen Bevölkerungsschichten, daß die Zahl der Selbstmorde erschreckend zugenommen hat und Mißstände auf geschlechtlichem Gebiete mit ihren schweren gesundheitlichen Folgen sich ausbreiten. Die Selbstmorde betrugen in Preußen auf 100000 Lebende der Bevölkerung im Jahre 1925 bei der evangelischen Bevölkerung 27,9, der katholischen 13,5, der jüdischen 53,2! Sterblichkeit ca. 6000 5685 5554 Wollt Ihr solchem Niedergang mit verschränkten Armen zuschauen? Nein und abermals nein! Der Bestand des Judentums muß gesichert werden, und er kann gesichert werden, wenn man die drohenden Gefahren erkennt und ihnen zu begegnen sucht. Was aber kann geschehen? Wirksame Maßnahmen müssen einsetzen. Von diesen sind zunächst ins Auge zu fassen: die Ermöglichung der Frühehe durch Ausgestaltung der Ehekassen von seiten der jüdischen Gemeinden, die Einrichtung von Eheberatungsstellen, Wochenhilfe, Förderung der Stillpropaganda durch Wort und Tat, die Unterstützung aller Bewegungen, die auf körperliche Kräftigung unserer Jugend abzielen. Daneben muß an einer Berufsumleitung gearbeitet werden, die allen äußeren Schwierigkeiten zum Trotz berufstätige Juden da einreiht wohin sie nach Anlagen und Neigungen gehören, und sie nicht sinnlos in wenigen Berufen anhäuft, weit man sie bisher nur in diesen dulden wollte. Ebenso müssen die Siedlungsbestrebungen mit allen Kräften gefördert werden. So muß endlich eine vernünftige Verteilung von Juden auf Stadt und Land Zustandekommen und nicht allmählich die licht- und luftlose Großstadt zum einzigen Asyl eines verkümmernden Geschlechts werden. Und vor allem: Mütter! An Euch ist es, in Euren Kindern das Verantwortungsgefühl für das eigene Geschlecht und für die künftigen jüdischen Generationen zu erwecken und zu stärken. Der Wohlfahrts-Ausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden geht in Gemeinschaft mit gleichstrebenden großen Organisationen voll Ernst an die Bearbeitung dieser Aufgaben. Er ist sich bewußt, daß ihre Lösung noch viel Zeit und Arbeit erfordern wird. Unlösbar aber müssen sie bleiben, wenn die Juden Deutschlands ihnen nicht das nötige Verstandnis entgegenbringen. Darum, Glaubensgenossen, achtet von nun an mit erhöhter Aufmerksamkeit auf alle Fragen der jüdischen Bevölkerungspolitik, arbeitet in Euren Gemeinden an ihnen mit und benutzt im Kreise Eurer Familien und Eurer Bekannt- Schaft jede Gelegenheit, um Gleichgültige und Ununterrichtete mit Hilfe des von uns zur Verfügung gestellten Materials darüber aufzuklären, daß es augenblicklich keine wichtigere Frage für uns geben kann, als einen ausreichenden Nachwuchs in körperlicher Kraft und geistiger Frische heranzuziehen! An die Rabbiner und Lehrer ergeht der Ruf, in gottesdienstlichen Veranstaltungen und öffentlichen Versammlungen im Sinne unseres Aufrufes zu wirken, den Gemeindevorständen erwächst die Pflicht, ihre Kraft einzusetzen für die Erneuerung eines gesunden Familienlebens. Der Maccabi-Boxclub und Heros, die sich iq den Kampfen um den Bruno Goldstein-Pokal durchgerungen haben, kämpfen am Donnerstag, den 13. Oktober, abends 8 Uhr in den Germaniasälen, Chausseestr. 110. Synagoge ״Adaß Jeschurun“, Clausewrtzstr. 4, am Kurfürstendamm. Plätze daselbst von 5 bis 7 Uhr nachmittags noch zu haben. Gottesdienst am Jom-Kippur: Mittwoch, den 5. Oktober, abends 5י/* Uhr; Donnerstag, de« 6. Oktober, morgens 7% Uhr. Predigt und Seelenfeier. Festausgang: 61/4 Uhr. Gottesdienst am Schabboß ״Haslnu“: Freitag, abends 51/1 Uhr; Sonnabend, morgens 91/8 Uhr: Sonnabend, abends 5*4' Uhr (Minche); Sabbatausgang: 6.11 Uhr. Gottesdienst am Sukkoth: Montag, den 10״ und Dienstag, den 11. Oktober, abends 5!/* Uhr; Dienstag, den 11., und Mittwoch* den 12. Oktober, morgens 9 Uhr (Predigt). Festausgang 6.02 Uhr. Geschäftliche Mitteilungen Unseren Lesern wird das Cafe Kutschers, Charlotten•^ bürg, Bismarckstr. 109, am Schillertheater, besten» empfohlen. Ihre Krawalle Ist Ihre Visitenkartei ts Verbindung׳ mit Ihrem Hemd schafft sie das Bild vornehmer Eleganz. 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Rundschau Noüendorf 7360 VARIETE- NEUHEITEN Beginn: 8 Uhr Sonnabend und Sonntag 2 Vor- Stellung«■ 3־** tu 8 Uhr. 3*־’ zu ermäßigten Pressen d. ganzen Progr. vom 4, bis 10. Oktober 1927 Staatsoper 4. Okt. Dar Schatugrkbar 5. Okt. Bohime 6. Okt. Der Rocaakaraller 7. Okt. Die Macht dcc Schicksale 8. Okt. Boris Godaaoii 9. Okt Dl• Frau ahn• Schatten IQ. Okt Der Waiianachmlad Staat!. Schauspielhaus 4. Okt. Florian Gay« 5. Okt. Florian Gey.r 6. Okt Fiat von dar Jaisband 7. Okt. Florian Gayar 8. Okt. Paar Gynt 9. Okt Ela haaaarar Barr 10. Okt Florian Gayar Schiller-Theater 4. Okt Mnailt 5. Okt. Im waiflan RBfl'l 6. Okt. Prins Friadrich von Homburg 7. Okt Maalk 8. Okt Mnalk 9. Okt Im waiflan RSfl'l 10. Okt Im waiflan RSfl’l Städtische Oper 4. Okt Di» EnUflhrnoc ub dem Serail 5. Okt. Margarete 6. Okt. TUiUnd 7. Okt Carmen 8. Okt Jeaa▼ eplell eil 9. Okt DfaanUeb Cavalleria malicaaa 10. Okt Bau Glöckchen de• Eremiten Deutsches Theater TroUaa und Crocilda Kammerspiele Ihr Mann Komödie Zinsen N«dhtvor»t«tlun Die Lichtar voa Barlln Theater ln der KflalMrltter (tr. Dia Schwoatar Komödienhaus Hokuspoka« Tribüne Spiel Im Scklofl Theater an noiienöortpi. Hoppla, wir!eben 7., 8., 9. Okt. Nachtvorstellung Blaae Blae# Lessing-Theater Kflatg Halarich IV. Deaix&ei Hnnstiertbenier bis 6b Oktober Die Dam• ▼oa Mantm 8h 7. Oktober Jaells Ihetter am KurtOrstend bi» 6. Okt Da• Mat da ab 7. Okt Hflhaaaaaaa 8,9. Okt. NachtvwsteHunsr Daa Mat da fteniissaneemealer 4. Okt Traum «inaa FtflhUagamargaaa Dia Moaalll• dar alias Dam• 5. Okt Heimat 6. Okt Traum •Inaa FrflhUngamargaaa Dia Medaille dar altoa Dam• 7. Okt. Dia Kamolloadama 8. Okt. Traam •Inaa Prflhllagamargoac Dia MalaUlo dar altan Dam• 9. Okt Die KamaUandama 10. Okt Dia Iota Stadl Kleines Theater MarahaU.Nial.Raaaa Lustspielhaus FUnuonaaatlk Kahala and Mahn neaier am idüitn&uerflaitun Georgs Dsadla Dar gamfltucko Kommlaalr Theater des Uiesieis Eine Fraa voa Format Dar Mikado Theater im Admiraispalest Waaa and wo? Thalia-Theater Dar rote Hahn Reets Theater 8m Zoo Ach wie ■o trflgcrUch Dauerndes inserieren Dtinot dauernd gewinn SPIELPLAN der Dfa-neater voa 4,-6. Oktober 1927 Ufa-Palast am Zoo Der Kamp( da• Deaald Wccthoi Gloria - Palast Uob Immer Tran and Redlichkeit Ufa-Pavillon Chang Kurfürstendamm Stacheldraht Mozartsaal Dia Fraa im Schrank Friedrichstraße Svangalt Alexanderplatz Spuk Im Schiel Königstadt Svaagall Weinbergsweg Di• Fm« im Schrnmk Sftl• SBadm Friedrichshain Dar Malctar rea Nflrnharg Turmstraß« Dia Varhaatraftan Weißensee Dia «allgo Encallana Emelka-Palast 01• Gelang•■• 1. Shaagha ,

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