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Jüdische Rundschau · 1926-08-20 · Heft 65 (20.8.1926) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 65 (20.8.1926)
Date
1926-08-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr 05 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 475 KEREN KA7EMETH LE7UTRAEL DER K.K.L. ERWIRBT BODEN IN PALÄSTINA MIT HILFE FREIWILLIGER SPENDEN BISHER HAT DER K.K.L 200000 DUNAM 40 JÜDISCHEN SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND; BERLIN W 15, MEINEKESTRASSE 10 Postscheckkonto: ל4נ8נ . Telephon; amt Bismarck 7mm Günstige Aussichten iür die Rosch Haschonah-AKtlon In einer großen Zahl von Orten wird die Rosch ffaschanah-Aktlon vorbereitet. Alle Kräfte werden aut diese Aktion konzentriert. Sie wird die erste Aufgabe der zionistisehen Ortsgruppen in der kommenden Wintersaison sein. Sämtliche Jugendverbände, Parteien und Organisationen haben sich in den Dienst der Organisation gestellt, so daß genügend Helfer für die Durchführung der Haussammlungen zur Verfügung stehen werden. Es ist als bestimmt anzunehmen, daß sich von dieser wichtigsten Aktion des Keren Kajemeth kein einziger Vertrauensmann ausschließen wird. Deswegen werden diejenigen Vertrauensleute, die es bisher immer noch nicht getan haben, gebeten, der Zentrale des Keren Kajemeth umgehend Bescheid zu geben, daß die Vorbereitungen getroffen werden, welche Unterstützung an Mitarbeitern, Propagandisten, Organisatoren sie wünschen und welche Propaganda-Materialien sie benötigen. Der neue Taschenkalender des Keren Kajemeth für das Jahr 5687 Der Taschenkalendcr des Keren Kajemeth erfreut sich bereits allgemeiner Beliebtheit. Jahr für Jahr wird er in Hunderttausenden von Exemplaren überall in der Welt zu Rosch Haschanah verbreitet. Der diesjährige Kalender zeichnet sich im Gegensatz zu den früheren durch besonders gute Ausstattung aus. Er enthält interessante Daten über die Palästina-Arbeit, über die Lage des Jischuw im vergangenen Jahr und gibt eine prägnante, fesselnd geschriebene Darstellung über die '25 jährige Tätigkeit des Keren Kajemeth. Sehr gut ausgeführte Palästinabilder erhöhen die Wirktiüg und die Angaben über Sabbatanfang und Sabbatende, über die Feiertage, werden jedem willkommen sein. Der Kalender wird allen denjenigen, die anläßlich Rosch Haschanah eine Spende für den Keren Kajemeth geben, durch das Büro bzw. die Vertrauensleute oder durch die Sammler kostenlos überreicht werden. Erhöhung der Keren Kajemeth' Eingänge im 10% Die Gesamteinnahmen des Keren’Kajemeth Leisrael im Juli beliefen sich auf 23 556 .£E., d. 11. sie waren ein wenig größer als in demselben Monat des Vorjahres, in dem sie 23 209 £E. ausmachten. Die Einnahmen der zehn Monate Oktober bis Juli betragen insgesamt 225 538 £E. oder 22 653 £E, monatlich gegenüber 205884 £E. oder 20 588 £E. monatlich in der gleichen Periode des vorigen Jahres; das ist eine Steigerung um etwa 10 0/0. Frauenversammlung des Keren Kajemeth in Berlin Am Mittwoch, den 18. d. M., fand in der Wohnung• von Frau Prof. Warburg eine Frauen Versammlung statt, die von der ״Arbeitsgemeinschaft des Keren Kajemeth im Bunde zionistischer Frauen, Berlin“ einberufen wurde. Nach einleitenden Worten von Herrn Prof. Warburg, der über die Bedeutung des Keren Kajemeth sprach, hielt Frau Dr. Grete Turnowsky ein sehr interessantes Referat über ihre Eindrücke und Erlebnisse während ihres einjährigen Aufenthalts in Palästina. Sie gab eine lebendige Schilderung der Eigenarten der palästinensischen Landschaft, sprach dann ausführlich über das Leben in den Städten, insbesondere Jerusalem, über die Fragen, die die Frauen im täglichen Leben beschäftigen, über die Probleme der Erziehung in Palästina. Aufschlußreich waren ihre Ausführungen über die Stellung der deutschen Frauen im palästinensischen Gemeinschaftsieben. Zum Schluß wies Frau Dr. Turnowsky eindringlich darauf hin, wie dringend notwendig es ist, daß sich hier im Galuth die Frauen zu der Arbeit zusammenfinden, die im Augenblick von entscheidender Bedeutung ist, nämlich der Geldaufbringung. Anschließend an das Referat gab die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Fräulein Dr, Radt, einen kurzen Bericht über die Arbeit, die bisher die zionistisehen Frauen für den K. K. L. geleistet haben. Sie forderte die anwesenden Damen auf, sich ebenfalls in den Dienst des Keren Kajemeth zu stellen, sich insbesondere an der bevorstehenden Rosch Haschanah-Sanuulung zu beteiligen und ferner je fünf Büchsen bei bekannten Familien aufzustellen. Die Arbeitsgemeinschaft plane, Kurse einzurichten, bei denen die Frauen die Möglichkeit haben werden, sich über das gesamte Gebiet der Palästina-Arbeit und des Zionismus zu informieren, damit sie für ihre praktische Arbeit geschult werden. Es folgte sodann eine sehr rege Diskussion, an der auch eine der ältesten palästinensischen Arbeiterinnen, Frau Baratz-Daganiah, teilnahm. Wir werden noch einen ausführlichen Bericht über diese sehr interessante Veranstaltung folgen lassen. Sicherlich hat der Keren Kajemeth an diesem Abend unter den zahlreichen Besucherinnen — es waren zirka 100 Frauen erschienen — viele neue Mitarbeiterinnen gewonnen. In Berlin werden in der nächsten Zeit drei ähnliche Veranstaltungen stattfinden. Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich auch in den anderen Orten Deutschlands baldigst Keren Kajemeth-Arbeitsgemeinschaffen der Frauen bilden würden. 1Oer KEREN KAJEMETH veröffentlicht Zu ROSCH HASCHANAH folgenden Ausweis בית מדרש לעברית של קהילת היהודים בברליו* "ומו" ששה עשר. Hebräische LehraasMIt der Jflilsehen Gemclide zi Berlla XVII. Semester. Im Wintersemester 1926/27 werden neue Anfängerklasse« für Erwachsene eröffnet. Auch für Schüler im Alter von 11—14 Jahren ist die Einrichtung von Klassen im Zentrum und Westen geplant. Anmeldungen unter Angabe der Vor- Kenntnisse im Hebräischen sind an den Leiter der Anstalt, Herrn N. Berggrün, Prinzregentenstraße 94, (Uhl. 6985, nachmittags 2—3 Uhr), zu richten. Ein hebräisches Lehrbuch. Demnächst erscheint das seit längerer Zeit mit Spannung erwartete Buch von David Josef Bornstein: ״Einführung in das Hebräische der Gegenwart“. Dadurch wird die Lücke ausgefüllt werden, die besonders der Zionist empfindet, der seine geistige Pflicht erfüllen und sich der Quelle des Judentums nähern will. Es bestellt in verschiedener Hinsicht die Gewähr, daß dieses Werk ernst zu nehmen ist. Der Autor gilt als maßgebender Hebraist, der auch von Bialik besonders geschätzt wird. Niederlassungsmöglichkeit. Internistisch gut vorgebildefern Arzt wird aussichtsreiche Niederlassungsmöglichkeit in einer mittleren Stadt des Saargebiets angeboten. Sofortige Meldungen sind an das Präsidium des K. J. V., Berlin W 35, Kurfürstenstraße 150, zu richten. Für die Waren und die Besucher der Ausstellung des nahen Ostens, die am 23. September in Tel-Awiw er- Öffnet wird, sind eine Anzahl Erleichterungen in den Tarifen von den Schiffsgesellschaften gewährt worden. Der Lloyd Triest in o gewährt auf seine Preise 25״/« Ermäßigung, die Gesellschaft ״Serviciul Maritim Roman“ 30״/«. Weitere Auskünfte erteilt das Palästinaamt Berlin, W 15, Meinekestraße 10. Druckfehlerberichtigung. In dem Artikel ״Die Dogmatik des Weges“ von Arthur Köstler, Haifa, in Nr. 57 der ״Jüd Rundschau“, soll es aui Seite 418, Spalte 2, Zeile 22 von oben anstatt ..die palästinensische Regierung in ihrer Not . . richtig heißen: ״. . , die palästinensische Industrie in ihrer Not . . FROSCH HASCHANAH GRATUL16R6M FRGUND6M viimd BGKAMNLT6NL Sorgen Sie durch schnellste Überweisung\ Ihrer Spende für rechtzeitige Aufnahme Ihres Namenst, CH Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassen Verwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 24. August abends 8Va Uhr. Zionistischer Jugendbund, in den City-Sälen, Dresdener Straße 52. Diskussionsabend über ״Kindererziehuug in Palästina“. Referent wird noch bekanntgegeben. Montag, den 30. August abends 8</s Uhr Arbeitsgemeinschaft des Keren Kajemeth Lejisraei, im Schubert-Saal des Zahnärztehauscs, Bülowstraße 104. Herr Kurt Blumenfeld: ״Unser Bodenproblem“. Mittwoch, den 25. August. Sommerfest der Jüdischen Volkspartei, im Park und in den Sälen des Ulap am Lehrter Bahnhof, mit Kinderfest, Schokoladenregen vom Trumpf-Flugzeug aus, Vorführungen des Bar Kochba, Ball im Freien und in den Sälen, Fackelzug, vielen Ueberraschungen und Tombola mit über 2000 Gewinnen. Eintrittspreis für Erwachsene M. 1,—, für Kinder M. 0,50. Karten sind zu haben irn Büro der Jüdischen Volkspartei, Monbijouplatz 1, in der B. Z. V., Meinekestr. 10, und in den jüdischen Buchhandlungen. Berliner Zionist. Vereinigung und de» MItrachl zu den Hohen Feieringen in den Sitzungssälen der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Karten *um Preise von Mk. 15.— und 10•— (für Jugendl Mk. 5.—) erhältlich: im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10, Bismarck 7165—70 und im Misraehi, Monbijouplatz 1, Norden 1159. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Berlin-Halensee, Markgraf-Albrecht-Straße 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag abends 7 Uhr (Predigt). Sonnabend vormittags 10 Uhr (Schrifterklärung); Mincha 7,35 Uhr; Sabbat-Ausgang 8,06 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7 Uhr; abends Synagoge ״Adass Jeschurun", Clausewitzstr. 4 (am Kurfürstendamm). Gottesdienst am Schabboß ״Ki-Sezeh“ Freitag abends: 7y» Uhr, Sonnabend morgens: 9Vs Uhr; Sonnabend (Minche) 1% Uhr. Schabboßausgang: 8,10 Uhr. Plätzevermietung täglich nachmittags: 5—7 Uhr, Sonntag vormittags: 11—1 Uhr dortselbst. ״Kurfürstenpark“, Kurfürstendamm 119, an der Halensee-Brücke, zu Rosch Haschanah, Jom-Kippur: Festgottesdienst mit Orgel und Predigt unter Mitwirkung her• vorragender Kantoren. Plätze zu 5 M. täglich nachmittags 5—7 Uhr, Sonntag vormittags 11—1 Uhr dortselbst. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 20. August, abends in allen Synagogen mit altem RitUK 7y* Uhr, in allen Syn. mit neuem Ritus: 7 Uhr. jugendansprache: Syn. Lützowstr.: Dr. Wiener. Sonnabend, den 21. Aug., morgens: Alte Syn.: 81/a Uhr; übrige Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst 71/3 Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigten: Syn. Kaiserstr.: Dr. Weyl; Syn. Pestalozzistr.: Dr. Emil Levy; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy (Schrift); Neue Syn.: Dr. Blumenthal; Syn. Lindenstr,: Dr. Warschauer; Syn. Lützowstr.: Dr. Wiener; Syn. Fasanens.tr.: Dr. Galliner. Jugendgottesdienst: 4 Uhr Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; 41/2 Uhr Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbat- Ausgang: 8,06 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn. bis 26. August: 7 Uhr; vom 29. August ab: 61/2 Uhr; morgens: Syn. mit altem Ritus außer Syn. Pestalozzistraße: 6% Ohr; Syn. Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Rite: 7 Uhr. Gesehäitliehe Mitteilungen Herr Dr. R. Pretzel, vereidigter Dolmetscher der polnischen Sprache, ist von seiner Reise zurückgekehrt und hält wie gewöhnlich seine Sprechstunden ab. Näheres s. Inserat. Binz a. Rügen. Die Pension ״Haus Putbus“ hat am 15. Mai ihren Besitzer gewechselt und ist nicht mehr als judenfeindliches Haus anzusehen. Näheres ». Inserat. Brissago. Wenn man von Locarno den See entlang fährt, erreicht man am Südende der Schweiz das malerisch gelegene Brissago. Terrassenförmig aufgebaut, sind die typischen Tessiner Häuser vom See weithin sichtbar, umgeben von den prächtigen Kastanienwäldern und Weinbergen. Inmitten aus dem Dorfe, direkt am See gelegen, erhebt sich der stolze Bau des Grand Hotel, welches ruhig als das bevorzugte Haus am Lago Maggiore betrachtet werden darf. Hier finden die Ruhebedürftigen alles, was sie suchen: ein bestgeführtes, behagliches Familienhotel inmitten des großen eigenen Parkes, Gelegenheit für Bäder. Ruder- und Angel- Sport, sowie Tennis. Dem Hause ist eine Elektro- und Therapie-Anlage mit fachkundiger Bedienung angeschlossen. Für die ebenfalls notwendige Unterhaltung sorgt das Haus- Orchester, sei es im mit Palmen geschmückten Vestibül, oder der neu eingerichteten Tessiner Weinstube. Paiastina-Grundionds (Kinn Haiessod) 111. Berlin W 15, Meinekestr&Be 10. Bankkonto: Darmstädter und National bank, Depos.-Kasse 69, Kurfürstendamm 52. Postscheckkonto: Berlin Nr. 104961. Polnische flechisangeiegenheiten tAusküaite, Kechtsgutachteo, Ehficheldungipro*««!©, St*at**ntf»kdrigk*itafraßen, Beschaiiaag von Doku, menten. Vertre*a«g b. d. poln. Behörden u. Gerichten durch Dr. für. Roman Preizel, poixt.Adv. and vereidigter Dolmetscher der poln. Sprache Berlin W10» Geatbiner Str. 39. ־ Tel. Kaffftrst 3908. Leipzig» Gohllser Str. 1. mm₪mmmmmm₪rn₪₪m₪₪mHm FESTDICHTUNGEN Toaste / Tafellieder / Vorträge Festzettungen / Aufführungen Aktuell! Individuell! verfaßt £. Sandak, Berlin -Charloftenburg 4 WaitatraB» 20. Telephon! Stemplet! S81S IIIHUiMWIlIlUUlHlllUniWIlülMffllfllUBIIIMiiriHiilMlIifl Akademiker mit vollkomm. Beherraohuag dor hebr., jldd, ruaaiachan, dsntaehen ti. freu» Spreche, gut. Kenntai» der hebr. und jidd. Utaretar uaw., •uchf Arbeit sie Sekretär, Sprachlehrer (Standen) oder aonatig« peaaende Beaohaftl- StuHK, Zneohritt. erbeten unt. C.204S and.Jäd Band aehaa. Berlin W15, Melnekeatr. 10. WM MMMM Schweizer Schoholaüenlahrih 25 Jahre bestehend, sucht zur Entlastung des Chef» geeignete PersQnUdikett zur Geschäftsführung. Da Fabrik ausbaufähig, ist größere Kapitaleinlage erforderlich. Angebote sind zu richten וזnt. C. 2000 an die Jüd. Rundschau, Berlin W16, Meinekestr, 10. mmt

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