Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 101 (19.12.1924)
- Date
- 1924-12-19
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652689--16264-2675645- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr 101 IUED1SCHERUNDSCHAU Seife 7.35 624 Einwanderer aa einem Tip J e r ti s a l c m. (J. T, A.) Am 10. Dezember sind 621 Einwanderer in Palästina cingdrotfeii. Jiddisditstm und Ecbraislei in Warschau Warschau. (J.T.A.) Zwischen Jiddischlsten und Hebratsten kam cs ain 13. Dezember im Lokal des jüdischen Schrlfistellcrvcreius zu einem heiligen Zusammenstoß. Die Deputierten Orünbnnm und Schipper und die zwei bekannten jüdirc'.cn Schriftsteller Schalom Asch und N. D. N o mb erg wurden in den Tumult 11inei!1gc70,:en. Als dann Polizei erschien und die Versammlung auflösen wollte, gab der Präsident des Schriftstellervcreins, der Deputierte Dr. Sclilppcr die Erklärungab, daß er die volle Verantwortung für den weiteren Verlaut übernehme. Die Polizei zog hierauf ab. Der Konflikt entstand in Verbindung mit der Ablehnung eines Antrag» des Dcpullcrtcn der jüdischen Volfcspartei, Prlliitzki, dmch den polnischen Sejm, der sich a 1f die! Unterstützung der ״Jiddischistcnsclmlcii" bezog. Der jüdische Parlnmentsklub, der seinen eigenen wcilcrgelicndcn Antrag) auf Unterstützung des gesamten ״jüdischen Schulwesens•' clngcbracht halle, stimmte gegen den Antrag Prilulzki. Das Ende war, daß beide jüdi ehen Anträge ahgelchnt Wurden. Die jlddischistisclieu MitgLeJer des jilü.'clicn Schrift* stellerverhamlcs forderten mm die Aussc' licßang der Depu- Herten Grün bau tu, Dr. Thon und Dr. Schipper als ״Verräter an der jiddischen Sprache1' aus dein Verband. Als der Dcp. Grünhaum in 41er Versammlung das Wort ergreifen wollte, hinderten ihn die Jiddi־chisten am Sprechen. Sic griffen ihn auch tätlich an. Einige anwesende Deputierte eilten Grünhaum zu liiife. Es entstand ein ungeheuerer Tumult, der in eine allgemeine Schlägerei ausartete. Schalom Asch appellierte an die Versammlung, das Ansehen des Verbandes zu wahren. Sein Ruf blieb unbeachtet. Er, sowohl wie Nürnberg, wurden in die Schlägerei hinci.!gezogen. Die Versammlung wurde schließlich abgebrochen. Die Hebraisten saugen die ״Hatikwah״, während die Jiddhch'stcn und Bundisten die revolutionäre ״Schwue“ anslimmten. /־•־•%-■*n.. •ü»• U ,1» ־׳־<-׳׳) ן"*";׳# I - •**■*1 l •Ar fei "4iz fl r ti f * (#יל> 11 11M. VL «Jk ,Ml n.lfoi Burlinor ZloiiUtUcIi« Vnrf-nlßimir. Ilsttln W 15, HnlnnViitruB• 10 Tolcplioni m»m»rk 711V, — 70 ׳» No. 1*0) IHrlla NW 7 Ko^tonTnrwoloioff *!.,ז II. Z V. Das Schicksal der aus Bayera aiisgewksenrn (blinden Ein gewisser Herr Christian Rebhnn hat, wie die J.T. A. meldet, in der New Yorker Staatszeitung einen offenar aus bayerischen Kreisen inspirierten Artikel veroffeiltlicht, in welchem der antisemitische Charakter der baycrisehen Jiideimuswcisungen bestritten wird und die diesbezüglichen Nachrichten auf ״französische Wühlarbeit“ zurückgeführt werden. Demgegenüber ist fcs zustc'lcn: Der antisemitische Charak• tcr der Ausweisungen war in München allgemein zugegeben. Die Münchener Behörden verlangten aus den Provinzsiädtcn Meldungen über die dort vorhandenen und auszuweis11״den ״lästigen Ostjuden“. Die Ausweisungen selbst haben eine große Anzahl der Betroffenen wirtschaftlich Völlig ruiniert. Die vorgcsch!icbenc Realisierung des Besitzes der Ausgewiesenen hat während des damaligen Höhepunktes der Inflation keinen nennenswerten Betrag ergeben; der Erlös war innerhalb weniger Tage zur völligen Wertlosigkeit hcrnhgcsunkcn. Sämtliche Ausgewiesenen oder in der Erwartung der Ausweisung aus Bayern Verzogenen, die in der denkbar ungeeignetsten Zeit sich eine neue Existenz in fremden Orlen gründen Sollten,, gingen wirtschaftlich vollrdändig zugrunde, Die Ortsgruppen Berlin. (Gruppe West-C11.1 rlottenburg der Fl Z. V.) Am Montag, den 22. Dezember, abends pünktlich SV: Uhr. spricht in den Augustc-Viktoriasälcn, Lnlhcritr. 31/32 (gegenüber der Scaia) Herr Dr. Wolfgang v. Weisl über ״Die politische Lage im V o rd e ro r f c n t“. Herr Dr. v. Weisl ist de.r Jerusalemer Berichterstatter der ״VossE sehen Zeitung“, der ״Neuen Freien Presse“ uaw,, dessen in den letzten Monaten erschienen: Berichte aus Palästina in weiten Kreisen Beachtung gefunden haben. Herr Dr, v. Weisl wird Insbesondere über die politische Lage in Palästina, Kairo und Mekka sprechen. Alle Mitglieder der B. Z. V, sind zu diesem bemerkenswerten Vortrag bestens geladen. Berlin. (Gruppe der russischen Zionisten. Donnerstag, den 11.d. M., fand in der Mcinekcstralle 10 die Generalversammlung der russischen Zionisten statt. Nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden Herrn Dr. Go■ melski referierten die Herren Dlpl.-Iug. S. Ge pst ein und Dipl.•Ing. N. Katze nek, die vor kurzem חסיי einem mclmvöclicntlichcn Aufenthalt aus Palästina zuriickgekchrt sind, über das gegenwärtige Palästina (Oepstein) und die nlte und neue Kolonisation in Palästina (Kutrcnck). Nach einer eingehenden Diskussion wurde der Gruppcnvorstnncl gewühlt, der sich zir.nmmensctzt aus: Dr. Brutzkua, Frau!:'. D a w i s k n, Dipl ■Ing. S. G c p p s t c i 11, S. G 01 d b e r g, Dr. 0 o m c I s k i, Dr. M. Hi 11 des, S. ßudart k y. Cclsenkirchen. 1111 benachbarten Wattenscheid gelangte der l’.iiastinafilm zur Aufführung. Der Besuch v»-ar zu* frlcdcnsteltcnd. Alle Behörden waren vertreten, der Bürgermcistcr persönlich anwesend. Ewald Stern hielt eine Ansprache. Die Berichte der Lokalpresse waren voller Auerkcnmmg, — In einer giitbemichtcn Gemeindeversammlung sprach Jakob Sandbank über ״Die Strömungen in de hebräischen und jiddischen Literatur im 19. Jahrhundert“. Hamburg. Am 2. Dezember fand in der Aula des Heinrich-I [ertz-Gymnasiums eine gut besuchte Versammlung statt, die sieb zu einem großen Teil aus N'ichtziomsten zusammensetzte. Es berichteten die Herren Dr. Victor und Dr. Kalmus, die einige Tage zuvor von einer gemeinsamen F.rcz-fsraicl-Rcisc zurückgckchrt waren. Dr. Victor hielt ein Referat über, die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisso in Palästina, im Anschluß daran schilderte Dr. Kalmus in begeistertem Vortrag di« Eindrücke, die unsere alt-neue Heimat־ auf ihn gemacht hatte. Au der Iiand von ausgezeichneten Lichtbildern zeigte er die Schönheit der palästinensischen Landschaft, das wechselvollc Bild der Bevölkcrung, die Stätten weihevoller Erinnerung lind — vor allem —- die Punkte, die für den Wiederaufbau von Volk und Land charakteristisch sind ■— die Kwuzoth. Starker Beifall lohnte beiden Rednern, die zweifellos in vielen Besuchern «len Wunsch haben rr.ga werden lassen, mit eigenen Auge!» das Wunder zu sehen, wie nach 20D3jähri״or _ Trennung, tmncit vermnoen. Ronn»l>9nd, d״n 2יי• Poj«reb«r. In ilen 01.*<ül«ch»ltrBomon et, 60414-KmIho■ r,nth״r«tr. SV;21 CI1«nuM1»l.-F.I•, dt> 11. Z. V. mit *nn<1111l4IUf1<!״m Ball ßtjlir pdnliUli'lii Ariilron• Wuli«K111״*r1 Violln«. — Molntmril Maurl anntark• unU liobrliineli« UrzlUtlon. — ln Ulir |U)nk(tMu Il<>1rtnn •1«» B«U01 — Hol,!..1s 4 tU)t. — ׳Tomtml* — Kralkl״*»l|(« lullmmlh. Kurt״™ rum fri l«״ von Mb.».— 111U1. Ötonnr »n d״r A!>״n<lh«*•« rrli (Ullofc• ftnnntng, Ron VI. Imrornbor vorm. >/, 13 Uhr Im V1<rw»l'1m1»K״l1!l.1׳lf1 •W .70,1. U om״ln<1», Ttfuonttr 5/1!Zimmer 31) Sllxaag dor V0»U«t«rv»»1an»m1t1n[: ämt B. Z V. Tanasomnun«! 1. Anfoinlinug ,W K.KvUJ.iUtrll«!» für rlln Pre.1»«, Trendel* voroommlun!-. 7t UmirtiRf! ttolioii tm׳l Vordrliloätmo•, Pi»!)!)*יזיז« lat. für •11« MHDIolor drr B. Z V. «ffontlloh. Vomlntz. don '*V. T)rf,-nn!.rr »bonUa ft•' Uhr Crappo Waal-CliarloHeehmrflt, InRonAu1raaroVlVterla-B»lfln,lA1th(1retr.»l,8׳l VogonUhar זי׳ יו Nr»'»' Herr Dr. WoUtrau* T. V/4UI1 ״DU pollllaehe Lege lea VerdaretUal." ' ehan.l• m!, Uh» Crappe der ZlonUlea •ai dam Oatea, Im tmlirerrerelnaheaa, Alorarnlorfllrnilo 40. Tlmmor 1 Her» Pr. Plnr»!״w«M AUr״ll1<n d«« Zentmtralr» dn» (1»«»11«<י),»(| <Vk)1 ״Die Baue EpntUa Im Wltlauliallaleban der Jndee Oatottrnp■■•', PoDDorata». ״ ח״ ייs Do*»mb«r »brnjäg 8 Uhr Feehlolab |)4r-Clnv«, tm fl»fA T.«»n, HnllenilorfpUte OrllralllolK MahhAbSarlater SonnabonR, don ‘ 7. Po-ombrr eband• Clmaal>!<»b-FaUr dra Heren Kafamotb ln FrlrRrlobahaeon. Hnlftl BolUvii« Uorfflhrnna d»a nono»fan!0.1 Ua^attoanim•, vrrarMMan» ParhUlnneen• Ktr,trllt»Vnrf״n ■rnn l'rolan v»n MV. 1 — Inkl «fniar Im nflrn de* Keren K4.on.nlb, HoVrflarlnt f!)r H■'rlir, MelnoVeatr. 10, erhRtlllohbonnfarr. A-n °*4 P-rnmbrr eVpnda 7 übr Groppe der Zlonlcte« •ne dem Oal«n, Im •S-arllaM.nftaban« dor Fronnde, )*ntadontor Rfr. e ChnenltUnb •Foler »II neecbllelleadem Bell Nnhoroa wird nnnli hnVannifOfehen. Monnloir, Hon *.d) Poaon.bor ebenda ft Uhr Groppe Nord and Oal, Im TTe-Vpaohon Ttnf, Moaon*bal»r Btr. 40 MabbnbSer-Felar aalt eanohlUGendece Bell Nnhoroa wird nn"h b«l<ot.nl7"ef.bon. Jeden DionalAgabonA Oaljiid. Sladeeleevereln Frt»drlel.atr. US ftrmlnnr (ür ,tbliaoho GraoUIcbte 8 Uhr w׳f סיד׳ץ CP1erstr>o U*csa-C!js3!raot5tftc11JsMrf1 *סי«• B.S.V« Montag, den 23. Dez,, nhemle pltnktl. 8'/t Dhr in den AuffUBtoA iktnrln-Biilcn, I.ntherstr. 31-32 (gegenllher der Sen'n) Sferr Bv. IVolfaarea wa UfQlal Jcnualomer Berichterntitter dor Vom. Zeitung, Neuen freien 1’renso etc. fpricht tlhor: a«S>£0 |SCSlStlS<S!3G K.CISQ Een VovcSciFoi'Setnt** All# Mitglieder der B. Z.V, Rind beiten» gelpden ,jV ö I k e r b u ח d , Antisemitismus und Zum erstenmal In unserer Gemeinde br.irhte Mannheim. (Mis raeh I •O r18gruppe.) Die Mann■ heimer Misrachi-Onippe entfaltet In letzter Zeit eine tnten׳ sive Tätigkeit und steht im Mittelpunkt des Interesses der hiesigen religiös-nationalen Kreise, besonders der Qsljuden. Am 15. November 1021 fand eine Mitgliederversammlung der Mannheimer Mlsrachi-Ornppc unter starker Beteiligung der Mitglieder statt, in welcher Herr stud. phil. Gabor Unna,!Mannheim, über die Aufgaben des hiesigen Misrachi referierte. Er sprach über Hacluch.trali und Chaluziti'h fm Sinne des gesetzestreuen Judentums. Ergab auch einen Ucherblick über den Werdegang des ״Mlsrachi" und behandelte seine Stellung zur Agudas-Jisroel. In der Diikussimt sprachen die Herren: Bornfreund, Janctz und Großer-Ludwigshafen. Als Erfolg dieses Abends, sind zahlreiche Ncuannicldungen von Mitgliedern zu verzeichnen. — Am 20. November 1021־ snrach Erl. Ro«e Born freund über die Entwicklung des Zionismus bis Herz.I vOf einer Ober hunderlköpfigen Zuhflref- Schaft. Der Vortrag war sehr sachlich gehalten un-d fand reichen Beifall. Weitere Vorträge über das gleiche Thema finden statt: Sonnabend, den 20. Dezember 1021, 8 Uhr abends, Im Lokal F. 7, 16. ״Die Herrische Periode des Zionismus“, Referent: Tunk Kosenberg. Sonnabend, den 27. Dezember 1021, 8 Uhr abends, Im Lokal F. 7, 16 ״Die Entwicklung des Zionismus seit Herzl", Ref.: Dr, Otto Blum, Mannheim. Sonnabend, den 10. Januar 1025, 8 Uhr abends, im Lokal F. 7, 16, f>art., ״Rabbi faakow Jizehok Reines s. A,t der Begründer des MIsraeli!'״, Ref.: Herr Mrir J a w c t z. Zur Ucbcrnalinie weiterer Referate haben sieh bereit erklärt: Herr Lazarus Barth, Berlin, vom Ber• liiicr Misrachi-Zentralbüro, Herr Rabbiner Dr. Isak Unna, Mannheim. Nähere Mitteilungen über Thema, Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben. Nordhaur.cn. Dle.nslag, den 2. Dezember, fand ein Vortrag des Herrn Dr. Go melski aus Berlin filier ״Jüdische und zionistische Pflichten׳‘ statt. Die Ausführungen des Herrn Gonulski!unterließen einen liefen und nachhaltigen Eindruck, besonders bei den ostjfidi'ehcn Gesinnungsgenossen. Der erste Erfolg Ist, daß ein Mitglied der Ortsgruppe einen Versammlungsraum zur Verfügung gestellt hat, wodurch reget■ mäßige Zusammenkünfte ermöglicht sind, die die Arbeit wesentlich fördern. Zunächst soll der hebräische Unterricht wieder!)!!?genommen werden. Stargard I. Pomm. Am Mittwoch, den 10. November 1021,!lieft Herr Dr, Dresel, Siedln, einen Vortrag über seine Rekccindrückc von Palärliiia, zu dein die ganze Ge• nteimlc cinge'nclcn war. Dr. Dresel gab in seinen eineinhalbständigen außerordentlich interessanten Ausführungen, denen die zahlreich Erschienenen mit gespannter Aufmerksamkeit folgten, ein *nnschau'ichcä Bild vom heutigen Palästina. Der Vortrag löste allseilige Befriedigung, nllgemciii herzlichste Dankesworte gegenüber dem Redner lind bei vielen den Wunsch ans, dieser ersten Veranstaltung von zionistischer Seite bald wieder eine zweite folgen zu lassen. Bedenkt man, daß die Stargarder Juden mir zu einem ,geringen “eil in jüdischen Dingen indifferent, zum größten Teil durch■ aus aiitizionistisch eingestellt sind, so bedeutet diese Veranst.iitung einen ungeahnten Erfolg. Trier. Am 2. Dezember sprach in einer von der Motelbge, dem_ |;i<iis<11־fn Jiirreit ibnnd, dem Jüdischen Frauenbund und der Zionistischen Ortsgruppe einberufenen Versammlung Herr Dr. Alfi cd Apfel aus Berlin über ״Meine Reise nach und in Palästina", Die Versammlung war sehr stark besucht. Dr. Apfel verstand es, die Zuhörer durch seine außerordentlich anschaulichen Berichte zu fesseln und wie* darauf hin, daß die großen Schwierigkeiten und die vielen Probleme, die »Ich beim Aufbau gezeigt haben, mir nb.:rwunden werden könnten, wenn alle Juden sich ihrer Pflicht gegen Palästina bewußt werden. Durch den Einfluß de» neuen Palästina wird auch im Gabi!11 ein neuer jüdischer Menschentypns entstehen. — Am 3. Dezember sprach Dr. Apfel in einer Zirkelvertammhmg im Hause des Herrn Franz Lo e s tr über Palästina' man führende Schichten aus allen Parteien zu einer Aut• spräche zusammen und die mehrstündige Debatte, die «ich an die Ausführungen des Herrn Dr. Apfel n!!schloß, hinferließ clniti außerordentlich guten Eindruck. Süint'Ehc Anwesende erklärten, daß es Pflicht aller Juden le), den Aufbau Palädlna* zu fördern und siel! an dem Keren Ilajmod m bcteiligen. Zwickau t. Sa. Unsere Ortsgruppe hat vor fünf Wochen ihre Winterarbeit aitfgcnonimen. Es finden regelmäßig Sonn• .abend abend•! Zusaimncnkünltc statt, die besomL-ra auch von der Jugend br.ucht werde». Einleitend spnrrii Herr Dr, Noßb.autn über ״Unsere Winternrbeit“, in der folgenden Versammlung Herr M. Erledmann über ,,Einwendungen gegen den /.biikmiis“, hieran *chloß sich eine kurze Ausspräche. Am 10. November sprach vor einem rein ostjüdischen Puhlikum Herr Redakteur Joseph I i o 11 ä n d c r - Leipzig übet ״Die osteiiropiilnchcn Juden hei len und dor Zionismus“ und nahm dabei Gelegenheit, sich besonders mit dem ״Bund“ und den jüdischen’ Kommunisten auseinander 7.11 setzen. An einem der folgenden Sonnabenden sprach dann Herr Hollinder übir’ein rein literarisches Thema: ״Dar Dreibund in der jiddischen Literatur". Die sehr gut besuchte Versamm- 11mg zollte dem Redner für seine Ausführungen reichen Beifall, lind wir sprechen mich an dieser Siebe Herrn Holländer unseren Dank aus. Am 6.12. hielt Herr S. Schocken Ir. ein Referat über ״Unsere Probleme", an das sich ebenfalls eine Aussprache anschloß. Vortrag David Bcrrfclsohn. Am Dienstag, den 23, Dezember, 8 Uhr abends, wird der kürzlich aus Rumänien znirixk• gekehrte Schriftsteller David Bergeisohn im Nallendorfkasino, Klciststr. 4t, einen Vortrag über das Thema: ״Lieht und Schatten in der wirtschaftlichen Lage der Juden 1:1 ßeßarabien" halten. Dieser Vortrag wird vom Komitee der Go Seilschaft ״ORT", Abteilung Deutschland, veranstaltet. Eintritt frei. Jüdischer Schulvercin E. V., Berlin. (Chanukka 11• fetcr.) Die Jüdische Schule West, Synagoge Fasanen• Straße 70/80, veranstaltet am Sonntag, den 21. d. M., 5Vj Uhr präzise; im großen Saale daseihst eine Chanukkahfeier zum Besten des Jüdischen Kinderheims der Ahawah. Auguststr. Zur Aufführung gelangen musikalische, hebräische und deutsche Darbietungen der Schüler und Schülerinnen, und das von Frau Lina Wagner-Tauber verfaßte Theaterstück ״Ein Chanukkahtraum"._ Der Jüdische Studcntcnvercln E. V. veranstaltet am 23. Dezember in den Kolibrishlen. Gartenstr. 6, eine Chanukkahfeier für Mitglieder des Vereins und cingeführte Gäste. Konzernen, unter Mitwirkung des Herrn Alexander Otanach, anschließend Tanz und geselliges Beisammensein. Karten sind im Sekretariat, Fricdrichstr. 115, von l'/j—3 und 7-r8>/t Uhr zum Preise von 0,50 resp. 1 M. erhältlich. Anfang 8V't, Ende 4 Uhr. Verbindungen: Stadtbahn (Balmhf. Friedrich• straßc), Untergrundbahn (Oranienburger Tor), Straßenbahn: 1, 25, 123, 87, 66. _ Berlin. (Ecchtklub Bar Oiora.) Am Donnerstag, den 25. Dezember, veranstaltet der Fechtklub Bar Gion In den Ocsellschaftsräumcn des Cali Le0u, Büknvstr. 1 (Nollcndorfplalz) eine offizielle Makkabäerfeier. Aus dem Programm »ei erwähnt! Lichtaiuündcn und Moaus-zur: Herr Levva ndoW'S ki! Rezitatleuen: Herr Gad Schclaso wm Palästinensischen Theater; Fe.tredc: Neue Makkabäer; Fccht* Vorführungen und anderes mehr. Auch der gesellige Teil bringt eine Anzahl erstklassiger Darbietungen. Der Verein der Leiter und Leiterinnen jüdischer Er• ziehungsanstaltcn Deutschlands hält ain 3 und 4. Januar 1925 seine zweite Vereinstagung ln Berlin im Rcichcnhcimschcn Wahenhause ab. Beginn der Tagung: am 3. Januar, nachm. 5 Uhr, imd am 4. Januar, vorm. 10 Uhr. Tagesordnung: Oe• schäftsbcrlcht vom Vorsitzenden, Direktor Peritz-Königsherg, ״Prohclm» der Anstaltserziehung", Ref. Direktor Dr. Feist• Berlin. ״Die Merkmale der psychopathischen Kinder“, Ref, Dr. metf. Götz-Bcrlin. ״Die Erziehung anormaler Kinder“, Ret. Direktor Bein-Beelitz. ״Das Rcichs-Ju״endwohlfahrt»• gesetz", Ref. Direktor Baronowitz-Repzin und öbermapistrats• rat Ollendorf-Berlin. ״Der wirtschaftliche Aufhau Leiserer Anstalten“, Ref. Direktor Plaut-Berlin. Interne Vereinsangc» Icgcnhcitcn. Gäste sind zur Versammlung willkommen. Stcrbefnll. In Frankfurt a. M. starb am 5. Dezember unser Gesinnungsgenosse, der Ocheimc Postrat Joseph. Der Verblichene dürfte wohl der einzige Jude PeuGeh• lands sein, der cs in dieser Latifbahn zu hoher Stellung brachte. Er war rin Mann von stillem, gütigem, bescheidenen und doch energischem Wesen, der Jn *ich seltene Pflichten mit größter Eachkcnntnli lind beruillchcr Tüchtigkeit vereinte und sich des größten Vertrauens und Ansehens sowohl hei Kollegen und Untergebenen wie auch bei seinen Ge• sinnnngsgciiofsen erfreute. Er ist ein Beispiel dafür, daß unsere konsequente jüdische Gesinnung nicht nur kein lEud.-r• ais in der öffentlichen Laufbahn sein muß -־ wie es d׳e assimilatorischen Propagandisten uns Immer wieder weiß• machen wollen — sondern daß sie im Oer׳e!'tc!l gerade dadurch, daß sie nichts ist wie der natürliche Austiuß der echten Selbstverständlichkeit unseres jüdischen und ווו misch• liehen Wesens, ganz dazu angetan ist durch die Wurde, Selbstverständlichkeit und Sklieihctt, zu der sic unser Wesen erzieht — erst das rückhaltlose Vertrauen unserer christlichen Milbürger zu gewinnen. — Oeh. Postrat Joseph war lange Zeit Ehrenvorsitzender des hiesigen Btau-Wäß. Er trug sich lebhaft mit dem Gedanken, nach Paläslina ühemisicdchi. Leider hat man «6 verabsäumt, ihn als Spezialisten auf verkchrslcchnischem Gebiete schier hohen Stellung entsprechend für Aufbauzweck« zu gewinnen. Wo.