Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 71 (5.9.1924)
- Date
- 1924-09-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kummer 17 Berlin, 5. IX 1921 13Ü '€• » kj) tnjJ 1 0fי״ 0 0 ' י«*!״־';«■,V »־..״' Stel /4>‘\ ■* «4; .<4> 3* ,it 0^*י?ןי) ix llk O f? Eine Skizze von I)r. Krönst ein Die nachstehenden beiden Artikel sind zwei weitere Beiträge zur Diskussion di'r ImJiistridinanzierunp in Palästina, die wir mit den Ausführungen von Herrn Dr. Ficlii begannen. — Die Redaktion. Die jüdischen Betriebe in Erez-Isrncl müssen mit Ertrag wirtschaften und infolgedessen kreditfähig sein, da sonst das ganze Koliuiisationswerk auch bei einer Verdopplung der Spenden in Kinderschuhen stecken bleibt: nuf diesem Gesiclitspunkt beruhen die nachstehenden Ausführungen. 111 bewegiiehem Rnhmcn sind frier einige Lösungsgcdaiikcn «nein• amlergercihf. Ein endgültiger Entwurf erfordert die Mit• nrbeit verschiedener beteiligter und fachmännischer Kreise, kamt also nicht das Werk eines Einzelnen sein. 1. Zweck Darlegung. — Das Tätigkeitsgebiet der Bank ist die Gewährung langjähriger hypothekarisch gesicherter Kredite an die jüdischen industriellen mul landwirtschaftlichen Erwerbs• iiiilcriirhmiingcn in Ercz-Israel. Die Voraussetzungen der Kreditfähigkeit sind demnach: a) Immonilicnbesiiz. b) Seine Ausnutzung zu industriellen oder landwirtschaftlichen Zwecken; Wohnhäuser und brachliegender Boden sind von der Beleihung ausgeschlossen. c) Ertrngsfähigkeit des bcliehencrt Unternehmens. d) Verwendung jüdischer Arbeiter. Begründung. — Die langfristigen Wirfschaftskrcditc sind fin ganz eigenartiges Gebiet, so daß eine ausschlicßlieh diesen gewidmete Organisation besonders mit Rücksieht auf die Kapitalbeschaffung unumgänglich notwendig ist. Dies um so mehr, als andere Kreditbedürfnisse bereits befriedigt werden. Durch die Beschränkung des Geschäfts־ gebiete» dürften auch die Vc r w a 11 u ti'gs kos t c 11 ermäßigt werden, da die langfristigen Kredite (anders als die kurzfristigen) sich in einer verhältnismäßig geringen Anzahl Von Oesehäftsvorfällen nlnvickeln. Ist also insofern eine Aussonderung der fraglichen Kreditc empfehlenswert, so würde die Trennung der industriellen Von den landwirtschaftlichen Krediten nicht angebracht sein. Für eine so weitgehende Spezialisierung sind die palästinensischcn Verhältnisse zu klein. 2. Kapitalbeschaffung Darlegung. — Die Kapitalbeschaffung vollzieht sich auf drei Stuten. a) Aktienkapital. Die Bank ist formal eine 'Aktiengesellschaft, ihrem Wesen nach aber eine Kreditgenossenschaft. Demnach kommen als Aktioiiärc nur diejenigen Kauflcutc und Landwirte in Frage, die in Ercz-Isracl bereits Unternehmungen besitzen oder solche in absehbarer Zeit zu gründen beabsichtigen. Jeder Aktionär soll einen Betrag zeichnen, der mindestens ein Zehntel der Summe dnrsiciit, die er als Kredit zu nehmen rechnet. l>ic Aktien lauten auf Namen, sind ohne Genehmigung der Bank nicht übertragbar; jeder Aktionär übernimmt ferner eine durch einen Solawechsel sichcrgcstclllc Haftung für die Verbindlichkeiten Mer Batik, und zwar bis zur Höhe seines Aktienbesitzes. . Bei einer Zeichnung von £ 500.— würde also das Höchst risiko £ tOOiT.— aiismaclien. Die Zeichnung wird hinfällig, falls die Bank binnen einer bestimmten Frist das Recht zur Ausgabe von Pfandbriefen nicht bekommt; die Zciclmungssumme ist gleichfalls erst naclt Erlangung dieses Rechtes zu entrichten. Jedoch sind bei der Zeichnung 5 bis 10 0',״ des gezeichneten Betrages als ein Organisationsbeitrag a fonds perdu einzuzalilcn. b) Bürgschnftsrcscrvc. Im Falle eines heb ledigen den Verlaufs der Zeichnung setzt sich 'der Organisationsaus schuß in Verbindung mit den am Aufbau Err/.-Liracis iuteressierfnt Vertretern der Hochfinanz und mit kapitalkräftigen Vorhänden, um sie zur Zeichnung der Biirgseliaftsschi'iiic zu veranlassen. Der Biirgschaflssdicin ist die Ucberuahnie der Bürgschaft für alle Verbindlichkeiten der Bank bis zu dein Nennbetrag des Scheines. Die E i n z a h lungen auf die Bürgerschaftsscheine erfolgen nicht, so lange keine Verluste entstanden sind. Jedoch muß gleidj hei der Zeichnung die Biirgsdiaftsvcrpflichtung so sichergestellt werden, daß die Bank rechtlich lind t a t s ä c h - lieh in der Enge ist, ihre Realisierung nötigenfalls in kürzester Frist zu erzwingen. (Hinterlegung von notierten Wertpapieren oder Prima-Bankakzepten usw.). Pie Aussteller der Bürgschaftsseheine (weiter kurz ״Bürgen") gehen in ihren Rechten auf das Vermögen der Bank den Aktionären voran, sieben nlicr hinler allen anderen Gläubigem zurück. Der Rück griff der Bürgen auf das Bankvermögen erfordert einen Beschluß des An f s i eil t S r a ts. Nach Ablauf der ersten zwei Jahre seit dem Zcichmmgstagc bekommen die Bürgen eine jährliche Vergütung (die’Bürgschaftsprämie) in Hohe von 2 bis 3 ״/# der Zciciinungsstmime. Der Oesamtbetrag der Bürgschaft müßte dem Aktienkapital gleich sein. c) Pfandbriefe. Die Bank wird als eine eng- Tische oder amerikanische Gesellschaft ciriclitet und hat demgemäß liehen ihrer Hauptgcscliäftsuicdcrlassung in Ercz-Isracl einen rechtsformnlen Sitz in London oder in New York. Die dortige Leitung versucht, eine Genehmigung zur Ausgabe der Pfandbriefe bis zur fünf- bis zehnfachen Holm der Summe des Aktienkapitals lind der Bürgschaft zu erlangen. Die Pfandbriefe tragen einen festen Zins, dessen Salz etwa um 10 ״/» höher als die landesübliche Verzinsung ähnlicher Papiere ist (wenn also die zu pari stellenden Piand- Briefe mit 7 «/o verzinst werden, so lauten die Pfandbriefe der Ercz-fsrael-Bank auf 7*4/י' «/ob Außerdem sind die Pfandbriefe mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die entweder gleichmäßig oder aber in Form von Prüiniengewiiiricn verteilt wird. Begründung. — Die erste Voraussetzung des Erfolges einer geschäftlichen Gründung ist das Bedürfnis. Dieses würde nnd1gevvier.cn sein, falls eine genügende Anzahl von Knutlailen und Landwirten sich berat erklärt, bei der Bank aut Grund der ihnen vorher bckaiuitgegehenen Bedingungen Kredite aiifziinchmen, wobei diese Bereitschaft durch die Aktien Zeichnung, durch die Uebernahme der 11 n f - t u n g und die Einzahlung des Organisation 9b cltra־ gc s gewährleistet wird. Die weiteren Vorteile der g n - uossenschaftltchen Organisation sind eine sparsame Verwaltung und eine Behandlung der Kreditnehmer, die ihr Binzelintcrcftse mit dem Interesse der Bank (d. 11. der Genbsseiigesnmtlicit) richtig aiisglcicht. Als Aktien gesellschaft muß die Bank aber deshalb eingetragen werden, damit den Genossen die Möglichkeit gen :»turnen wird, durch ihren Austritt Und Kündigung ihres Anteils die Grundlage der Bank zu erschüttern. Neben dein künftigen Kunden der Bank müssen aber auch diejenigen Kapitalisten hcrangczögcit werden; die zwar ihre wirtschaftliche Existenz nicht in Eiez-IsrncI zu begründen gedenken, die filier nicht nbgciicigt iml, den Auih.ut der Heini,1i In kauft״,'iiiul-.clicr Weise zu un terst ü t z. e n. Dient! Schicht gehört teilweise d er Hocht Ina 11z, teilweise dem M 11111« ta nd au. Die Mitwirkung der ersten-11 erfolgt durch B(irg«chaft, also eine Form, die mit Kajiil,daiilvvcmliiug nicht verbunden Ist. Die Leistung besteht vielmehr >n einer 11 a f t u ח g s ii h c r n a h in c , deren ׳ko nicht als übermänig angesehen zu werden braucht, in Anbetracht der Tatsache, dalt die Bank mir vorsichtig Und gedeckte Kredite gibt und daß den Bürgen ein weit- ׳!:ehender Einfluß auf die Geschäfts! ü 11 r 1111 g zugesichert i«t; aullerilem stell! ihnen da« durch reichliche RcvcrvcMelhing allmäldicli .tngewachr.eiic Oesamtver־ m ö g c n der Bank sowie die Haftung«!*, ti in m e der Aktionäre zur Verfügung. Schließlich bekomm1!*׳ die Bürgen noch die 3"'.>igc Jlft r irsch «f t sp rfntt ic, die nie, falls sie ca wimsrhen, zur Bildung einer So n d c r r c 8 e r v e bcmitzcn können. Unler diesen Bedingiingeil muß der Erwerbssinn vielleicht nicht für, jedenfalls aber auch nicht gegen die Siclu'iheitsübrrnnhmc sein, so daß ihm nationale Gefühl den Ausschlag gibt. Nimmt man an, daß das Aktienkapital, folglich ,״mch die Bürgschaft, zunächst 30 000 Pfund hetragen würde, die in Abschnitten von 100, 500 und 1000 Pfund cingeteitt werden können, so dürfte die Unterbringung dieser Scheine in der ganzen jüdischen Welt möglich «ein. Was aber die Pfandbriefe nnhetrifft, so genügt die Neutralität des Erwerbssinn's liier nicht. Dieser muß vielmehr als Bundesgenosse des Nationalgetülils zum Erwerb der Pfandbriefe an reizen. Und noch mehr: die Pfandbriefe müssen so beschaffen sein, daß sie spaler nucli von der nicht jüdischen Bevölkerung gekauft werden. Deshalb muß mau sowohl für die E r t r a gs f ii h i gk e i t wie für die Sicherheit der Pfandbriefe eine möglichst weitgehende Vorsorge treffen. Die höhere Ertragsfähigkeit wird durch einen festen Zuschlag zur 1 a r! d e s fi b 1 i c h e 11 Verzinsung und außerdem durch die Aussicht auf Ext rn gewinne erreicht. Die Sicherheit aber wird durch niedrige Be- 'cilittng, durch Verteilung des Risikos nuf eine große Anzahl von Objekten, durch laufende Kontrolle der Kreditnehmer, schließlich durch das eigene Interesse der Genossen und Bürgen an vorsichtiger Geschäftsführiing gewährleistet. Werden trotzdem Rückschläge cintrelen, so sleiien der Bank ihr Aktienkapital, die Reserven und die Bürgschaft als sofort flüssige Mittel zur Vertilgung, und zwar in Höhe von 10 bis 20 ׳יי« (mit Reserven noch darüber) des Pfaiulbricfumlnufs. Das dürfte doch genügen, um ein .schlechtes Wetter zu überstellen und die Verzinsung der Pfandbriefe auch für den Fall der schwersten Wirtschaftskrisen sieherzusteilen. Nimmt man als durchschnittliche Be- Iciliungsnorm 50 ״> des PfnnciwcrtcS (vgl. unten) und setzt man den Pfnndhriefumiauf nls das Fünffache der Summe von*. A k t i c 11 k a p i t n I u n d I! ü r g s c h a f t, so bedeutet dies, daß 'der gesamte Dnrlchcnsbotrag nur 40 "/# des Pfandwertes ausmacht: hierbei sind weder die Haftsumme der Aktionäre noch die etwaigen Reserven mitgcrcchnct. Sollte auch dieser Sicherhcitsgrad nicht genügen, so kann er durch Ermäßigung der Bclcihiuigsqiioicn bzw. die Erhöhung des Aktienkapitals und der Bürgschaft vergrößert werden. (Fortsetzung folgt.) Von Max Cohft, Jaffa. Die Entgegnung auf den Artikel des Herrn Dr. Fleiß ln Nr. 14 des Wirtsclia-ftshtattcs enthält viel Beachtenswertes. Die Gründe des Mißlingens der Versuche auf dein Gebiete der Industrie sind in ״rollern Ganzen richtig gesehen. Es lassen sich noch verschiedene andere Griimle anführen, aber ich will hier nicht darauf eingchcn, weil diese Frage nicht zur Diskussou stellt. Diejenigen aber, die hier im Lande sich industriell betätigen wollen, werden sich sehr ernst mit diesen Dingen beschäftigen müssen, wenn sie nicht die Fehler wiederholen wollen. Ich gehe — aus dom gleichen Grunde — nicht auf die Frage ein. welche Industrien hier nnt leichtesten ins l eben gerufen werden können, obwohl diese ebenfalls von größter Bedeiiimig für das Gelingen einer Industriellen Kolonisation ist, mul folge dem Wunsche der Redaktion, lediglich die Frage der Finanzierung zu daku'tcre«. Wenn naclt dem Vorschlag des Herrn Dr. Fleiß gehandelt werden soll, so wird es vielleicht zu recht interessanten theoretischen Erörterungen in den Ortsgruppen kommen, die Stmlienkommissioncu werden gewissenhaft reiches statistisches Material zns.imincnfragen —- aber eine Industrie wird nuf diese Weise hier nicht entstehen. Der Einsender des letz.teil Artikels hat den Kernpunkt der ganzen Frage bereit.‘» bezeichnet. Die Industrie braucht in jedem Laude die verständige und liebevolle Unter- Stützung wirtschaftspoiitisch weitblickender Fbinnzkiitc. In gulcn und in sclih-dilen Zeiten, hi Industriell hochentwickelten Ländern 11 ״ml 1:1 solchen, die in eleu Anfaugsslndien Indiistridler Entwicklung stellen, tausendmal mehr, Wer sich heute hier iiiduslricll betätigen will, der steht mu 11 c f s c c! e n - allein. Es gibt hier keine Menschensccle, die ihm auch nur über eine kurze Krisis hinwcgliilft. Die Direktoren un* sercr Banken wurden vielleicht gern helfen, wenn die Struidur dieser Insiitute cs gestailcii würde. Wenn die A. P. C. nennenswerte Beträge für langfristfge 1 ndtts t rickrcdl tc o<k*r gar Beteiligungen zur Verfügung stellen wollte, so könnte sie die Ansprüche des Handels bezüglich kurzfristiger Kredite nicht befriedigen, was ihr schon heute nur in recht unvollkommenem Malle möglich Ist. Ich habe aber auch den gleichen Eindruck wie der Einsender, daß die Organisation der Bank zu bürokratisch und zu schwerfällig ist, um ihren Direktoren midi nur die Möglichkeit zu I11dnstriefir1־״nzk-rungcn zu gelten. Ohne ״f 11 d u s t r i e ha 11 k e 11" aber kann hier nie eine Industrialisierung vorgciiommcu werden. Ich sage nusdriieklieh ״IndiBtriebanke 11“ und nicht ״eine Imlusfriclnnk", denn ich hin der Ansicht, »laß eine größere Anzahl kielncrer Insfiiuie für »len Aufbau von Industrien vorteilhafter Ist, als ein großes. Der Industriefinanz.ier muß, abgesehen von mnfnsseiKicu Kenntnissen, Schwung »ml Pliautasie hesil/on, und je mehr solcher Kräfte wir an leitend(-״ Sleiien hier im Lande haben werden, desto besser. Eine Bank mit einem Kapilnl von 25 000 Jig, Pfund kann heim Aufbau unserer imlustric, die zum großen Teil mm kleinsten Anfängen hervorgi-hen wird, schon gute Dienste leisten. Diese Banken sollen natürlich nicht reine Imlustricbanken sein, sondern and» alle übrigen bankmäßigen Geschäfte betreiben, soweit ihre Mittel »lies zulasscn. lieber־ Weisungen zwischen liier und dort, Inkassos usw, würden sehr gilt in »len Rahmen des Geschäftes passen. Die Spesen solcher Banken stelle man sielt nicht m hoch vor: gut gerechnet, höHis1,(-׳!« IW•- ii״, Pfund pro fahr. Kleine Spesen sind das Geheimnis der Rentabilität jedes Unternehmen?! in Palästina. Ich hin ein r.o grolk-r Optimist, «laß Ich der festen liehet- /etigiing hin. »laß in D 0 u t s c lt I a 11 »I für mell re re solcher Banken Kapital aufzubringeil ist, mindestens aber für eine. Wenn aller nicht — daun soll man sich drüben lieber nicht erst den Kopf über Finanzierung unserer ludustriit ztrbtcchen. ״Die In&llfafe der Brandelsgruppe“ Wir erhalten von der ,J'alcstine Coopc f ati ve Company Ine." folgende Ztuehrift; ״In Ihrer Nr. 5 13 הזס׳י. Juni werfen Sie verschiedene Fragen in bezug auf unsere letzte Bilanz auf. Wir geben Ihnen mit Vergnügen die dort gewünschten Aufklärungen: 1, Der Fonds von zirka 121000 Dollars, den wir für die hebräische Universität verwalten, Ist nicht In amerikanischen Werten angelegt, sondern wird, wie alle anderen Gelder, «He wir durch Snbscription aufgebracht haben, für Investititloncn in Palästina verwendet. Es ist ein bloßer Zufall, «lnfl der Betrag der angewiesenen Wellpapiere (am 31. 12. 125.685.91 9) fast identisch mit den Summen der. Universitätsfonds 125,180 $) war. l>m Gelder, welche wir in Palästina Investieren, schließen dzt. jene 123.000 $ und außerdem Teile der Zeichnungen, die am 31. 12. 23 nochausständig waren, ein. Die Gründe, warum diese Summen Ende!923 noch nicht investiert gewesen sind, waren a) in bezug auf die B and a r 1 e h e 11: daß nicht alle Bauten, denen wir Darlehen zugesagt hatten, vollendet warnt, b) in bezug auf die Cooperatlvbank: daß es die Absiciit »icr Leitung ist. deren Tätigkeit schrittweise und —נ nach ihrem Urteil darüber — tu UeherdiKtlnummg mit einer gesunden Entwicklung der kooperativen Institutionen in Palästina nuszudclmcti. c) der Saldo (Hie Balance of cur committment) Ist für das Ruthenbergprojekt bestimmt, 2. Der im Gewinn- und Verlustkonto ausgewle• st״e Gewinn cntliiilt hl der Tat den Oewinnvortrag von 1922. Der Grund für die relative und absolute Abnahme des Gewinns pro 1921 liegt darin, daß ein Teil der in Palästina investierten Gelder — nämlich »las Kapital der Cooperativ• bank — keine Dividende trägt. 3. Es ist nicht üblich, zur Bilanz einer Gesellschaft auch noch jene der Unternehmungen, in welchen sic Teile ihres Kapitals investiert hat, mit zu veröffentlichen. Unser Bericht enthält daher nur solche DmnUs über die Ccntraibank; ehe nötig sind, um ein klares Bild unserer eigenen Investitionen zu gehen. Er gab aber nicht einen Ucbcrblick über die finan- zicllc Stellung jener nmlcrcn Institutionen, Welche mit uns gemeinsam die Centratbank gründeten. Wir sind aber in de! Lage mitzutcilcn, daß die Darlehen von Joint und I C A in dein Verhältnis unserer eigenen Investitionen abgerufen und erteilt worden sind. d. h. Ende 1923 50 «/o und jetzt 75 «/» indes die Beteiligung des London Economic Board von 5000 8 bei Beginn der Tätigkeit der Bank nahezu voll Ungezählt wurde.! 4. Sic sind im Irrtum, wenn Sie angtben, daß wir letztes Jahr Vorschlägen, eine Dividende niHZurehülteit. Es ißt die Ansicht des Board, daß eine Dividende nicht erklärt werden soll, bis eine wesentliche Reserve aiigesammelt worden ist, die groß genug wäre, um für Rückstclkmgen (setbacks) zu genügen, mit denen eine Gesellschaft immer rechnen muß, die auswärtige Anlagen vornimmt und ausschließlich m einem ökonomisch 90 unentwickelten Lande, wie cs Palästina Ist, An nt. d. Red.’, ,Wir sind dem Board sehr dankbitf für diese Aufklärungen, 1; ad 1. ändert sich an unserer Berechnung über die Höhe der Investitionen in Palästinim ziffernmäßig nichts, wenn die ausgewiesenen Wertpapiere für einen anderen Zweck, als den Universitätsfonds reserviert wurden. Oh es zweckmäßig war, die Gelder für diesen, die jetzt wahrscheinlich bald har gebraucht werden dürften, in Palästina zu investieren, wollen wir nicht entscheiden, für die palästinensische Wirtschaft selbst war das gewiß zweckmäßig, weniger für die Liquidität des Fonds. nd 3. mag es ja nicht üblich sein, daß Bilanzen »kr Ge־ Seilschaften, tut denen eine Institution gemeinsam mit nn־ deren Fomfs beteiligt ist, mit tler eigenen zu veröffentlichen, das hindert aber nicht, daß »lie jüdische Oeffenllldikcit ein Interesse an ihm־u hat. Die P, C. C. als Mitbeteiligte wäre ln der Lage, die Bilanz der Centralhank uiitzuli-ilet!, »Ile hulie•; nicht bekannt geworden Ist. Jcdcutalls geht au* der Mitteilung llerv<1r, »laß die von Joint und 1. C. A, zugesagten Kredite nur int Verhältnis jener gegeben werden, weiche die P. C. G, erteilt. Atich aus »liesem Grunde wäre cs zu wünschen, dal) diese ihre restlichen shares bald absetzt. ad 4) Die Mitteilung, daß der Board im vorigen Jahre eine Dividende zu erklären gedachte, stand in einem Comniuniquf, dessen Ursprung wir nicht festsicüen können. Jedenfalls Ist cs sicher richtig, wenn eine Solche nicht vor Ansammlung einer genügenden Rücklage für etwaige Vcf* laste ausgeschüttet wird. Drelschlclitcii-Arbcit In der Haifacr Mühle. Das von den Grande Moiißns de Palest ine in Haifa produzierte Mehl hat nicht nur in Palästina große Verbreitung gefunden, sondern wird in letzter Zeit in beträchtlichen Mengen auch nach Beirut 11ml Tripolis exportiert, so daß die Miilde jetzt in drei Schichten zu je acht Stunden arbeitet und somit ohne Unterbrechung in Betrieb ist. Die Arbeiterbank im ersten Halbjahr 1924. Im Laufe des ersten Halbjahres 1931 vom 1. Januar bis 1. Juli erreichte die Uesamtsutnnu' der Aktiva eine Höhe von •CE 165,311.—. Der Wert der voll bezahlten Aktien beträgt £E 63,760. Davon gingen im Laufe (Ick letzten halben Jahres £E 9,300 eia. Äußer» dem verfügt die Bank über einen Darlchcnsfoiids der Zionistl» sehen Organisation auf Rechnung von Vorzugsaktien über £E 16,860 und einen Reservefonds von £E 2,106. An De« positcil flössen nett ein CE 9,000, sie erreichten eine Ge־ sanithöhc von £E 20,160, Es wurden Darlehen i!1 der Höhe von E 59,000 zurückgczahlt und neue Darlehen ln Höhe von XE 10,700 gewährt. Davon an die Landwirt־ sc-haft £E 27,OCX), für öffentliche Arbeiten £E 18,500, atl Genossenschaften XE 18,M», verschiedene Darlehen £E 7,000. Der Staad des Dehitoreukoutos ist am I. Juli W'24 £E 91,730. Die Einkassierung von Zahlungen aut Redmunß der ver־ kauften Aktien und der Vertrieb von neuen Aktien in Europa und Amerika erfolgt in allen Ländern unter Mithilfe de» Komitees für das arbeitende Erez-Israel. Elrt neues Hotel In Safed. Wie der ״Doar Hajom" hfc־ richtet, ist ent Herr Jacob Ri eh man an die Errichtung eines größeren, europäisch eingerichteten Höfels in Sätea hcrangcirctcn, das etwa 20 Zimmer enthalten soll. ExportrÜckßartg der Wasscrmcloncil* Der Export voll Wassermelonen Hat gegenüber dem Vorjahr bedeutend nach gelassen, da sowohl die jüdischen . wie die 813• bischen Farmer jetzt ihre ganze Energie der Tabak»■ kultur zuwtndcn. Der enorme Preisrückgang von EE 2,5 bis 3,5 powie auch die Konkurrenz der ägyptischen Wassermelcine haben das palästinensische Erzeugnis allmählich vom Markt verschwinden lassen.