Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 60 (29.7.1924)
- Date
- 1924-07-29
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 IV 2 ס IS CI IE RUNDSCHAU Nr. Co £ k V k n kkk LüÖ |cAy.k»C»Aw fw*M»־U töf Ein Gespräch 111 i t Sir W y ת d h a in Dcc.dc s. Der rionlsienfeindüche ״Jewisli Guardian“ veröffentlicht in seiner Nummer vom 18. Juli ein Interview mit Sir Wymlhasu Oeedcs, «lern früheren Stellvertreter des palästinensEchcn Oberkomiiussars. De1.sks ist bekanntlich ein eifriger Anhänger der zionistischen Bewegung und betätigt sich in der Propagiert! 11g des Zionismus sowie des Keren Hajcssod. Er hat in diesem Jahre eine ganze Keilte v<n1 Vorträge« in England iiimI llollaml gehalten. I>ie Unterredung mit Dccdes scheint 1ms. \oii solchem Interesse, dal) wir sie nachstehend wörtlich wiedergebe 11: Frage; Bezeichnen Sic sich als einen englisch«! Zionisten? De cd es: Ja, ich nehme an — ich bin Engländer und bin sicherlich ein Zionist. Frage: Was führte Sic, einen Engländer, dazu, sich so entschieden •/um Zionismus zu bekennen? De cd es: Ich kam «lein Zionismus aus nationalen Cu‘finden näher. Ich bin ein An!länger des Natio• n a I i s ni u s und glaube an des Recht jeder Nation, ihr Schicksal zu erfüllen und ihre eigene Persönlichkeit so tntbchindcrt zum Amdruck m bringen, wie ein Individuum sic ziun Ausdruck bringt. Nationalität ist für eine Nation dasselbe, was Persönlichkeit für ein Individuum. Um die höchste Stufe der Zivilisation zu erreichen, ist cs notwendig, die verschiedenen nationalen K u i - t u r c tt weitestgehend zu entwickeln. Zu diesem Zwecke null) jede Nation die Möglichkeit der Selbstcntwieklimg besitzen. Jo größer die Vielfalt, umso reicher die Gesamtheit. F rage: Nehmen Sic also an, daß die Juden der gesamten!Welt eine Nation sind? De cd cs: Ich ,!;ehe von dieser Voraussetzung aus. Ich bin der Ansicht, dal) materielle Attribute nicht die alleinigen \Vesen snicrkinale der Nationalität sind. Subjektive Attribute genügen, wenn andere fehlen. Frage: Dari ich diese Annahme weiter fort führen?, Sind die subjektiven englischen Elemente in einem Teil der anierikaiuselien Nation derart, dal) sie ihre Träger zu Engländern oder Amerikanern der Nationalität nach machen? Dccdes: Darauf kann ich nur erwidern, daß in Amerika eine neue Nation entstellt, ebenso wie in Australien und Kanada neue Nationen im Werden begriffen sind. Ucberall sind Anzeichen dafür vorhanden. Frage: Wenn ein von Engländern nbstammender Amerfk.iner nach clwa liuiiderttünfzigjäliriger Loslösung von seinem Stammcsvolk und Stanuncsland Amerikaner der Nationalit.it nach wird, warum bleibt der Jude Ihrer Meinung nach trotzdem Jude nach einer noch viel längeren Loslösung? In welchem Stadium erwirbt der alte Stamm im neuen Lande •eine neue und verliert er seine alte Nationalität? Dccdes: Das Beispiel Amerikas ist sehr interessant. 'Aber ich kann die Analogie nicht anerkennen. Die Juden haben die Pflicht, die jüdische Nationalität zu pflegen. Ihre religiösen und nationalen Ideen sind miteinander untrennbar verbunden. t rage: Wenn Sie das behaupten, so müssen Sie sich darüber klar sein, dal) der Jude, der sich selbst als Nationalongch.'iriger seines Heimatlandes — z. B. Englands oder Frankreichs — betrachtet, der Hypothese einer doppelten nation,11011 Zugehörigkeit nusgesetzt ist? De cd es: Ich weiß, daß hierin eine Schwierigkeit liegt Und kl! hin mir derselben Irewußt. Doch scheint es mir hauptsächlich eine terminologische Schwierigkeit zu sein. : F rage: Sie glauben also, daß die Worte ״Nation“, ,״Nationalität“ usw. irreführend sind?*)’ Dccdes: Wenn der Gebrauch derartiger Ausdrücke IiinskTillidj der Juden Zweifel bezüglich der Zugehörigkeit ider Juden entstellen läßt, namentlich betreffs ihrer Pflichten gegenüber den Ländern, deren Untertanen sic sind, dann sind diese Ausdrücke meiner Meinung nach zweifellos geeignet, mißverstanden zu werden. Ich z. B. anerkenne keinen Unterschied zwischen der Loyalität eines englischen Juden und Nichtjuden gegenüber meiner Heimat. Der ״Nationalismus“ eines Juden, wenn ich dieses Wort gebrauchen darf, erhöht seinen Beitrag zum Staate und entfremdet ihn demselben im keiner Weise. Frage: Wenn also Sir Dccdes das Wort ״Nation“ in Bezug auf die Juden in einer öffentlichen Versammlung gebraucht, müßte er sozusagen an dieses Wort eine Fußnote hangen mit der Bemerkung, daß er es in einem etwas vornchmlciien Senn gebraucht, als es gewöhnlich verstanden wird. Dcccfcs: Ja, vidlekht in Anbetracht dessen, was ich soeben gesagt halte. Frage: Haben Sie nie daran gedacht, daß Sie durch die . Emphase, mit der Sie die Behauptung einer jüdischen Nationalität aufstellcn, die Erreichung von Staatsbii rger־ Rcc ht e n (״national rights!" — Red.) in rück- Rtä n d igen Ländern des Kontinents verzögern? Könnte das nicht eine grausame Folge sein? Dccdes: Wenn ma,11 mich überzeugen wird, daß meine ,Tätigkeit in irgend welcher Hinsicht den Interessen der Juden, vor welchen ich die größte Achtung habe, und denen ich die grollte Zuneigung entgegenbringe, abträglich ist, so würde ich meine Tätigkeit sofort cinstcllen. Frage: Ich bm sicher, daß meine Glaubensgenossen Ihre Gefühle schätzen und erwidern. Aber darf ich weiter fragen. Wen nennen Sie eigentlich einen Juden? Würden Sie noch einen Menschen einen Juden nennen, der den jüdischen Glauben verlassen hat und seine Kinder taufen ließ? Dccdes: Ich bin der Ansicht, daß ein derartiger Mann tls. assimilierter Jude zu betrachten ist, der seine ״nationaljüdische“ Anschauung verlassen hat. Frage: Seine Kinder können Ihrer Meinung nach Vollenglä iicfer werden? De «des: Ja, ich glaube es. Frage: Ist also Ihrer Meinung nach für die Bezeichnung Engländer ׳siillscfiwcigcnd «Las religiöse Merkmal notwendig? Dccdes: Sicherlich nicht. Zwischen englischen Juden Wnd englischen Nichtjuden besteht mehr als ein religiöscr Unterschied. Die Differenz ist natio- ת a I c r Art. Frage: Beachten Sie doch die Etappen im Kampfe für die jüdische Emanzipation, die int Gesetz von 1858 gipfelte, der den bürgerlichen Status des Engländers jüdischer Religion feststelltc. Möchten Sie diesen Akt amfbcbcn? Dccdes: Nein. Frage: In materieller Hinsicht? Dccdes: Nein. Frage: In mo1.>!l־.d1cr Hinsicht? Dccdes: Vielleicht. Frage: ln der Terminologie? De cd es: Ja. Aber in diesem Sinne kann Ich, obwohl der Status eines englischen Juden der gleiche geblieben ist, wie er vor der B.a 1 f on r-D c k I a r a t ion war, die Bederntmg dieser Deklaration, wie ich sie verstehe, nicht übciselien. Frage: Darf ich frei erklären, daß ich das als eine utifreundliche Feststellung für die englischen Juden betrachte und al.s eine Feststellung, die für den Kampf der Juden «11 rückschrittlichen Ländern von uiuuigciichmen Folge« begleitet sein könnte? Dccdes: Aber ist denn dar, Judentum nicht in Wort und Tat mit der Idee der Rückkehr ins Heilige Land verknüpft? Frage: Aus'׳־׳׳-ielinet. Aber cs ist eine nicesiaui sclte Idee. Ic will Sie nicht mit den Lehrsätzen des jiidKelten Glaubens mul der jüdisch«! Propheten belästigen. Sicherlich steckt darin kein politischer Zionismus. De cd es: Wenn die Anhänglichkeit an Erez Israel!cdigüch religiöser Art Ft, was ist der Inhalt des Nationalheim cs in Palästina? Frage: Im Namen liegt ein Zauber, Wahrscheinlich wird von den Menschen, die nach Palästina als P a 1 ä 81 i u c 11 s er zuriiekkohren, die jüdische Kultur zu einer inten- Mvcron Entwicklung geführt werden. Ich bin aber nicht hierher gekommen, uni Antworten zu geben, sondern um Fragen zu , stellen. Wenn Sie gestatten, werde ich Sic mit Männern in Verbindung bringen, wie Mr. Claude Montcfiore, die besser geeignet sind als ich, die Ansichten, die ich habe, zu vertreten. Dccdes sagte zum Schluß: ״Ich bin der Ansicht, daß die nationalen und religiösen Momente dieser Frage miteinander so innig verwoben sind, daß inan kein guter Zionist sein kann, ohne im vollen Sinne dieses Wortes ein religiöser Jude zu sein.“ Die Gesamt * F,innige leint Londoner nsoptbOro des Keren IIr1jc.\sotl von seiner Begründung bis zum 30. Jan( 1924 Wir veröffentlichen unten eine Aulstcllung der Gesamteingäuge des Keren I lajessod bis zum 30. Juni 1021־, und /war die Summe der Gcsamtciiigänge bis zum 1, April laut den ,abgeschlossenen und von den Revisoren geprüften Biidlern, die bei einigen Ländern kleinere Abweichungen von den vorher zusamnieiistelltcn monatlichen Statistiken enthalten, sodann die Eingänge der Monate April, Mai und Juni, wie auch das mit dem 30. Juni abgeschlossene Endresultat. Die Summen der einzelnen Länder sind abgegrundet, ohne Berücksichtigung der Schilling und Pence, die jedoch in der, Endsummen wieder mitberücksichtigt sind. Der Ciesamteingang des Keren Hajcssod beträgt somit per 30. Juni 1021־: .C 139S 286. ״) Es muß bemerkt werden, daß im Englischen das Wort ״national" auch die Bedeutung von staatlich hat. ״National Executive of tiic English Zionist Organization“ z. B. heißt »Landescomitö usw.“, nicht nationale Exekutive.!—■ Red. Tn*?«ftAtnfc per ai. 3.34 April M»i Jon) Vcr. Staaten von £ £ £ £ £ Amerika 807 OS-I 20 583 27 778 20 855 886100 Kann da 60 135 3 380 — 72 515 Südafrika 47151 2000 8 500 57 654 Einzelne Beiträge 34 40S 2055 3033 1610 41 115 Polen Mavon £ 2246 ans Wilna) 36 6S7 1 160 1 405 1 781 41 042 Tschechoslowakei 20 32S 1 503 316 1 052 31 205 England 2$ 0-11 70S 660 — 30 300 Rumänien 22 850 1094 2041 1 488 27 474 Argentinien inkl. Uruguay 26 361 — 26 361 Holland 24 514 — 24 514 Litauen 14 064 — 570 678!6 213 R>ms. Emigranten 14 250 — 200 H 450 Beßarabicn 12 523 75 — 3 12 601 Bulgarien 7 391 805 — 593 8 870 Brasilien 5*125 045 — 6 870 Belgien 5030 — 800 6 759 Oesterreich 5 OSO 205 332 408 6 725 Ostgalizien 4 634 170 635 312 5 150 Jugoslawien 4031 4 051 Finnland 4 267 — — 183 4 450 Mesopotamien 3753 — — — 3 753 Lettland 3302 63 60 257 3682 Chile 3 370 — — 3370 Bukowina 2 SST 24 37 218 3 163 Elsaß - Lothringen 476 78 105 31 2480 Estland 2610 36 2646 Tunis 2642 _ ... 2612 Frankreich 2573 w_ 10 2588 Danzig 2087 325 124 45 2581 Dänemark 2 506 — 17 2521 Griechenland 228-3 — 228S Schweiz 2 014 — 109 4 2 247 Marokko 1 8)3 4 21 55 1 013 Italien 1 m — — 1 881 Schweden 1 523 41 117 HO 1 821 Palästina 1 318 . 104 267 1 480 Norwegen 1338 101 222 1 660 Aden «00 — - . — 800 Sibirien 13־7 — — — 743 Transsylvanien 576 — 138 — 714 Algier 664 — — — 661 Indien 420 100 — 128 61a Türkei MX) — — 600 Portugal 540 ■— — —- 540 Spanien 353 ■— — •— 353 China 284 — — 254 Gibraltar 27t ■— •M — 271 Luxemburg 201 — — 44 245 Ae^yptcri -י — 160 160 Verschiedene Länder 225 ' — — 10 235 £ 1253 424 43612 38970 38832 1 374 839 Ferner: Sonderheit rag f. Vcrwaltungs ׳zwecke 16 (XX) — — 16000 Keren Hogculah, Pa- ]ästin .1 4 5S0 — 30 200 4819 Juweienfnnds d. Zion. Fraucnorg. 2553 —- —־' 75 2628 £ 1 276558 43612 39009 39108 1398286 OlisrraWiLier Clisjcs soll nach FslSslini Ibersieida Wie cs licißl, wird der Oberrabbiner von Wien, Pro Ir. Chajcs, der Vorsitzende des Zionistische« Aktions-Conm; nach Palästina gehen, um die Stellung eines Dekans df judaistischcn Fakultät an der hebräisch, Universität in Jerusalem a n z!11 r c t o n. Wie,; J. T. A.-Vertreter erfahrt, hat Dr. Cliajcs vorläufig um t•!;, einjährigen Urlaub bei der Israelitischen Kuh gemeinde angcsucht. Das schließt aber nicht aus, daß [, Chajcs dauernd in Jerusalem bleibt. Die iraWsdic Exekutive jjegen den Aaglo - Iledjas -Verl- König Hussein von Hcdjas hat von M11 s ג Kai!. Pascha, dem Präsidenten der palästinensischen arabisch-י Exekutive, ein Schreiben erhalten, in welchem die Op!, sition der palästinensischen Bevölkerung gegen die Rat; fizicrung des A 11 g 1 o - H c d j a $ - V c r t r a gs ang, kündigt wird. Die Bevölkeiurig Palästinas verlangt . so heißt cs in dem Schreiben -- die Zurückzicung d, britischen Mandats und die vollkommene tj, Abhängigkeit Palästinas. Die Bevölkerung i’E stinas hall an dem von der britischen Regierung an Kör. Hussein im Jahre 1915 gegebenen Versprechen fest, ),־. der die U 11 a b lj ä n g i g k c i t d c r j c n i g c ri a r a b i s c 111 Staaten, die früher zur Türkei gehörten, anerkannt wir. Diese Erklärung sei noch vor der Balfour-Deklaration gegety worden. Es bestehe kein Zweifel darüber, daß Palast!; in diesen Staaten inbegriffen ist. (Es ist von englisch Seite schon oft genug erklärt worden, daß diese Aunassy! nicht stimmt. Palästina (das ganze Vilajet von Bcyrutbj! vielmehr von Mac Malion in seinem Schreiben an Husse ausdrücklich ausgenommen worden. — Red. ״J. R.“) F.lae bulgarische Kolonie Das Bodendepartment des Keren Kajcmcth hat Verhaut langen cingcleitct, um eine speziell für die geplante Kol•: bulgarischer Juden geeignete Bodenfläche zu erwerbe- Die Kampagne zur Aufbringung der für den Bodcnkai nötigen Gelder macht erfreuliche F o r t s c h r i 11 e und wir; einen mächtigen Ansporn erfahren, sobald Einzelheiten üb« die zu erwerbenden Böden verlautbart werden. Kcrea Hajcssod la Cb ins Rabindranatli Tagores Interesse für den P a I ii s t i n a A u f b a u Wie aus Schanghai berichtet wird, wird dort i. Keren Hajessod-Arbeit unter Leitung von Dr. Be ns io■' energisch fortgesetzt. Zahlreiche Versammlungen fanden!• den Synagogen und in großen Sälen statt, in denen Dr. Bcinir: über die Bedeutung des Keren Hajcssod für den Wiederauibi.: Palästinas Aufklärung gab. Besonders zu vermerken 1; das lebhafte Interesse, das auch Nichtjuden der Palästina! arbeit entgegenbringen. Einige dieser Nichtjuden haben sog,!! zum Keren Hajcssod bcigestciierl, so 11. a. ein japanische Arzt Dr. Tonga, der dem Keren Hujcssod-Komitce in Schangiu £ 500 überwies, und eine christliche Dame, Frau Wizcn/i nowitsch, die 100 Dollar für den Keren Hajcssod ix; steuerte. Der weltbekannte indische Dichter und Nobelpreisträger Rabindranatli Ta göre, der schon häufig sein Inte: esse für den Wiederaufbau Palästinas bekundet hat, unc der jetzt auf dem Rückwege von Japan nach Indien r Schanghai weilt, hat die Einladung Dr. Kadoorics, des Vor sitzenden des Keren 1 lajessod-Komitces, angenommen, ah Ehrengast an einem ihm zu Ehren gegebenen Keren Hajcssod- Bankett teiizunehnieii. - Von Schanghai begibt sich l>r. Bcnsion nach Charhin. — Der Vizepräsident des Kerrs Hajessod-Komitees 111 Schanghai, Dr. Reiß, der selb!! £ 500 zum Keren Hajcssod beigesteuert hat, ist unLmjy von einer Agitatiousrcise nach Tientsin zurückgekehr, wo er gute Keren 1 lajessod-Arbcit geleistet hat. Oie jödische Welthillskonterenn Bis jetzt haben -13 Organisationen der Exekutiv! der Wclthilfskonfercnz ihre 1 e i I n a h m c an der vom 2! i bis 27. August in Karlsbad stattfindcudeu 2. Jüdischer/ Weltiülfskonfcrenz angekündigt. Diese Organisationen vetteilen sich auf die folgenden 1(> Länder: Italien, Ameriks, Argentinien, Palästina, Deutschland, Dänemark, Holland Tschechoslowakei, Litauen, England, Estland, Oesterreich, Polen, Frankreich, Kanada und Rumänien. Außer diesen Organisationen werden an der Konferenz tcilnchmcn: Der jüdischamerikanische Kongreß, die B n e i Britlt-Logen der verschiedenen Länder, die jüdischen Nationa iräte in Palästina, der Tschechoslowakei, Litauen und Polen, endlich verschiedene jüdische Gemeinde« und Gemein dc*V erbände. Ein Cbalaz 1111 Z!15snr.x1!:־r.:13 clt äcra Merl sa de Sr!:a vcrfuKet . Jerusalem. (J.T.A.) An» 24. Juli wurde hier in Verbindung mit dem Mord an Dr. de Haan ein Chahiz verhaftet. Nähere Nachrichten liegen noch nicht vor. 61•»! - I»1׳»«l Aas der indischen Welt Die jüdische orthodoxe Gemeinschaft (') Palästinas hat, wie die Pal. Tcl.-Agcntur erfährt, den palästinensische״ Advokaten Herrn Horacc Samuel, be־ auftragt, nach London zu reisen und dort als ihr legale! V c r t re t e r zu handeln. Er soll im Kolonialamt gegen die Ratifizierung der palästinensischen jüdischen Gcmcindcordnun; Einspruch erheben. — Eine merkwürdige J. T. A.-Nachricht. Die ״jüdische orthodoxe Gemeinschaft“ ist wohl die Aguda5 Der Bauarbeiterstreik in Tel-Awiw ist am 22.Juli bcigelcgt worden, nachdem die Forderungen der Ar■ heiter bewilligt worden sind. Der Streik der Zimmcrleutc dauert noclt fort, ebenso der Streik de! in der Fabrik des Herrn Krinizi beschäftigten Arbeiter Sieben Arbeiter, der extremen Linken *יהי gehörend, wurden am 12. Juli in Haifa einem Verhör unterzogen, weil sic trotz polizeilichen Verlxds eine Vcr• Sammlung abhieltcn. Sie wurden vom Gerichtshof zu einen» Monat Gefängnis und zur Landes vc r w c i s u ת f verurteilt. Gegen dieses Urteil ist Berufung eingelegt worden. Wie die J.T. A. erfährt, hat die Rabbiner-Delegation Ulf Amerika, die aus Oberrabbiner Kook (Jerusalem), Rabbi Schapiro (Kowno) und Rabbi Epstein (Slobodka) be• stellt, ihre Mission in Amerika beendet und tritt demnächst die Rückreise an. Der Kowitocr Rabbiner Schapiro begleitet Obcrrabhincr Kook nach Palästina, um eine׳■ neuerlichen Versuch zu machen, die gespaltene jj/ dische Orthodoxie Palästinas zu einigen. Die Aussichten für eine solche Einigung sollen sich in der lclz|c״ Zeit stark gebessert haben. Mit den Rabbinern reist eine Gruppe amerikanischer Geschäftsleute nach Palastia•! um dort Handelsverbindungen aimtknüpfe». Die Aktion, die durch den Landes׳,erband der Hit.ich׳ dut in den Vereinigten Staaten für den Keren Hechaluz durchgcfiihrt wurde, sowie die Durchführung des Beschlusses, daß jeder Chawer der Partei einen Tage־ lohn für die Arbeitslosen in Palästina abzufiihf־|' hätte, sind erfolgreich gewesen. Das Ergebnis beider Aktionen betrug über 6000 $. Hiervon wurden 2100 *