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Jüdische Rundschau · 1924-07-25 · Heft 59 (25.7.1924) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 59 (25.7.1924)
Date
1924-07-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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.1 Mummes• וך 0 י ־דקי (?# *r w wisck&axtsic 1 pif» «*1 n «fl! 1*'< '׳! **>~J!L ** רדח׳^ ן •וי לדק י | «rf *׳׳'־'׳■«*! jm, ן 11 ß Von Dr. jur. Heinrich Fleiß, Chemnitz Wir blinden diesen Artikel als Einleitung zur K t ־t׳״ * n «> £ * < kussum eines w,einigen Problems. — Oie!11 einem sehr niifschlnlh'ciehen Artikel im Dis- Redaktion. Heit des P r c u 11 die Ursachen der get;cn- Wirtschaftslage in Palästina, die der Arbeitslosigkeit und begründet sie damit, daß von ״Jeden“ nntorsucht Walter w.irtigcii unbefriedigenden beschämenden Tatsachen R ii c k w .ר n d c 1־ u n g und den 30006 Einwanderern, die ־Palästina seit Kriegsende aufgenommen hat, nur ein geringer Bruchteil , zirka 3000 in der 1. a n d w i r t s c h n f t haben festen Full fassen können, wahrend 2303 in F a 11 r i k e n und gröberen Werk- Stätten feste Anstellung gefunden haben. Ucbcr $000 sind Ta garbeit er in wechselnden Besch äftig u!1 g s t w e ig c 11, will 1 rentl 00 <■׳., als I lamlwakcr, Lehrer, Beamte ibw. imter/ukoiiiineii trachteten. Diese?030 Arbeiter sind in der Bauindustrie sowie bei öffentlichen Arbeiten beschäftigt, und da diese beiden Ai beilszwcige einen ausgesprochen provisorisehen Ctia-akler tragen (beide sind Saisonarbeiten), ist ohne weiteres klar, daß nicht mir die 2000 Arbeitslosen, sondern auch die $000 Arbeiter und ein sehr großer Teil der 60״% Niehtarbeiter in einer prekären und unsicheren Situation sind, daß von einer gesicherten Existenz dieser Hauptmassen der neuen Alijah noch nicht gesprochen werden kann. Es ist ein stetes Jonglieren mit den öfi'enilieheii Arbeiten, um die Ch.iUizirii in einer anderen unter/.ubrmgen, wem! die eine beendet ist. Halt dadurch die Vor w e n d 11 n g der gesammelten Geld er nachteilig beeinflußt wird und diese häufig für N o t s t a n d s a r b c i t c n verwendet werden müssen, statt produktiven Anlagen zugcfülirt zu werden, ist ebenfalls einleuchtend. Diese Labilität, mit ihren ungünstigen psychologischen und politischen Auswirkungen ist auf eine einzige Ursache ziirück/iifuiin'11, über deren Vorhandensein, deren prinzipielle Bedeutung wir uns in vollem Umfange klar sein müssen. Die außerordentlich hohen Kosten einer landwirts c 11 a f 11 i c 11 c 11 Aiisicdlung der Einwanderer, die bei den jetzigen Kolouisicrungsmcthoden ertorilcrlich sind, können wir durch die auf Snendcnfonds beruhenden Einnahmen nicht aufbriiinen. Der Versuch einer Besteuerung mißlang zum größten Teil. -So klafft eine ungeheuere Diskrepanz zwischen den v 0 r 11 a 1! d c 11 c 11 und erforderlichen Mitteln. Und da die heroischen Anstrengungen unserer Führer während der letzten vier Jahre, liier einen Ausgleich zu schaffen, nicht gelangen, vielleicht auch nicht gelingen konnten, ist die Frage der Aeiulerung der Taktik in der Geldbeschaffung von prinzipieller Bedeutung. Zwcg Antworten sind "aus dieser Einstellung aut die veränderte Situation gegeben worden. Die eine heißt Natio• na In 111 eilte, die andere Industrialisierung Pa• liistinas, Wer der Nation,il.inleilie skeptisch gegenübersteht, muß die Industrialisierung Palästinas als die für unsere Generation letzte Möglichkeit betrachten, in raschem Tempo und größerem Umfange Palästina jüdisch zu machen. Und tatsächlich bilden auch in dem Artikel von Wal;er P r e u ß die Erwartungen größerer Industrie• Gründungen die einzigen Hoffnungen auf eine vierte Alij.111. Die Möglichkeiten, Palästina auf diese Weise rascher zu besiedeln, liegen auf der Hand, Die Industrie verzinst (las in ihr investierte Kapital rasch und ziemlich hoch ini Gegensatz zur Landwirtschaft. Damit ist die Möglichkeit einer raschen Erweiterung und Ausd e 11111111 g der Produktiousbasis gegeben. Welche Wege sollen aber bcschrittcn werden, um 111dustrien in Palästina ins Leben zu rufen? Soll die Initiative ei nzclncr Unternehmer ausschließlich sich ein Betntigungsfeld suchen, oder Ist cs möglich, systematisch und mit zusammen gefaßten’ Mit Tg I n Untcrnehmungeii zu gründen. Die bisherigen Ergebnisse der industriellen Entwicklung Palästinas zeigen, daß mir ganz wenige der von Einzelpersonen ins Leben gerufenen Unternelmningcu eine gesunde und vielversprechende Entwicklung genommen haben. Die meisten leiden unter Kapitalmangel und sind unvorhergesehenen aber nie vermeidlichen Zwischenfällen, Krisen, Absatzstockungen gegenttho.r empfindlicher als cs sein sollte. Viele Gründungen, die vielversprechend aiigefaugen haben, sind mangels ausreichcnder finanzieller Ausrüstung und geeigneter Mitarbeiter über die ersten Anfänge nicht lierausgekonimen und diskreditierten dadurch die Sache selbst. Da für Palästina neben der menschlichen und fachlichen Qualifikation auch eine sehr gute finanzielle Fundierung Voraussetzung des Erfolges eines industriellen Unternehmens ist, da unmöglich alle wid’rigen, hindernden Zwischenfälle vorlicrgcschcn werden können, die Mehrzahl der Gründungen aber weniger von einzelnen besonders kapitalkräftigen Unternehmen erwartet werden darf, als vielmehr von einem nur wohlhabenden Mittelstand, erscheint folgender Weg als der gecignetste: ln allen Städten industriell entwickelter Länder, in denen sich bereits ein stärkeres zionistisches Leben zeigt, und in denen best im litte ג n d tt s t r i c 11 zu Hause sind, an denen Juden direkt oder indirekt tcilnchmcn, ist durch geeignete Personen aus den Ortsgruppen die Möglichkeit der Rentabilität und Verpflanzung der betreftenden lokalen Industrien fcstzustcllen. Durch S tud ic tt ko m missionen, Fühlungnahme mit den hierfür berittenen Zentralstellen usw. sollen die gegebenen Verhältnisse aufs genaueste testgestellt werden. Ls wird sielt zweifellos dabei zeigen, daß außer den bekannten Möglichkeiten für Textilindustrie, Konserven-, Oel-, Seifen-, Zucker-, Tabakfabrikatiou auch andere Produktionszweige zu erschließen sind. Aktiengesellschaften, die aus den der betreffenden Industrie aiigehörigen Personen mit um!;• liehst großer Mitglieder/,ahl zu bilden sind, haben die so erworbenen Kenntnisse und Unterlagen praktiscli zu verwirkliehen. Die durch diese Aktiengesellschaften in Pa/äst i na ins Leben zu rufenden Unternehmungen sollen für den Anfang möglichst klein aufgebaut werden, um Erfahrungen zu sammeln und Verluste zu vermeiden. Dadurch, daß sich die finanzielle Belastung auf möglichst viele Personen erstreckt, Ist sie pro Kopf geringer und tragbarer, wahrend die Höhe der Gi'sdiattsnnleile, da es sich um aussichtsreiche Invcstitionen handelt, weit über das hinausgehen dürfte, was sonst an Beträgen dem Keren Hajessod zufließt. Diese Feststellung industrieller Möglichkeiten und Mobilisicrung der geeigneten Fachleute und Kapitalien soll aber nicht nur der Initiative der einzelnen Ortsgruppen überlassen werden, sondern als programmatische Aufgabe auch von den Landesverbänden übernommen werden, die die Aufgabe haben, dort, wo cs an örtlicher Initiative mangelt, cinzugrciten, bet der Organisation und Zusammenfass tut g der lokalen Kräfte mitzuwirken und gleichzeitig planmäßig und ordnend zu wirken. N a c 11 b a r s t ä d t c, die sich keiner speziellen Heimindustrie erfreuen, können zur Verstärkung herangezogen w׳erden. Dort, wo größere Unternehmungen (Spinnerei, Färbereien usw!) als Vormissct/img für die Verpflanzung bestimmter lokaler Industrien notwendig sind, kann durch die Landesverbände Unterstützung durch Interessengemeinschaft mit auswärtigem Kapital ,(arac* rikaniseiicni Investement Fonds) vermittelt werden. Die Vorteile, die sich aus einer solchen Organisation ergeben, liegen auf der Hand. Schon die Gründung der einzelnen lmfustric-Unlcrnchmiuigcu wird, da ihr kompetente fachmännische und solidarische Untersuchungen voraus)■;■!',׳■;,■ iiigen sind, mir in den Fällen erfolgen, wo nach nienscliliiTicm Ermessen die M ö g 11 c 11 k e i t d c s Erfolges gegeben ist. Die t i 11 a 11 z i e 11 c Dotierung, die Auswähl der ungelernten und gelernten Arbeiter wird sorgfältig vor sich gehen und eine genügende Zahl erfassen. Die weitere Entwicklung des neuen UiiiermTmiens vollzieht sich unter den Augen sachlich kompetenter und erfahrener Aktionäre, deren Interesse cs ist, die gebührende Sorgfalt eines ordentlichen Kauliiiaiins walten zu lassen. Unvoriiergesehene Störungen und Hindernisse sind nicht mehr der K11 i 11 des auf sich allein angewiesenen Einzeliintcrnehmcrs, sondern werden mit vereinten Kräften ab gewehrt. Hat aber das Unternehme» sich günstig zu entwickeln bcgönnen, dann sind auch genügend Reserven an Kapifal und Mcii'-clie» vorhanden, um es weiter auszubailcn. Die Durchliihrimg dieser Vorschläge würde cs also ertnögliehen, den Ortsgruppen neben ihrer propagandistischen und Sammeltätigkeit die Bereitstellung Mtul Ausnützung alter in ihrem Umkreis vorhandenen wirtschaftlichen Möglichkeiten, Kapitalien und Menschen zuzuweisen und ihnen so neue, belcbeutle Aufgaben zu stellen. Wenn man bedenkt, daß selbst die Einbürgerung des Keren H a j cs sod-G cd 3.11 k c n s nach mehrjähriger schwieriger Arbeit innerhalb bestimmter Kreise möglich war und dessen Inkasso sich heute vielfach schon bürokratisch ohne besondere Krattanstrengung ahspielt, dann dart man wohl amielimeu, daß bei dieser neuen Tätigkeit der Ortsgruppen, die mehr tlic Dirigicriuig des Einzclintercsscs nach einer bestimmten Richtung, als ein Verzicht aut den L g o i s m 1׳ s erlordert, bei systematischer und atisdauernder Arbeit gute Erfolge erzielt und latente Möglichkeiten verwertet werden können. Bei jeder Aufgabe ist es wichtig, wann sic unternommen wird. Ich glaube, daß kein günstigerer Zeitpunkt für die VerwirklicUung der genannten Gedankengänge gefunden werden könnte, als der jetzige. Jeder, der den Orient kennt, weiß, daß er nach einer eigenen Industrie förmlich schreit. Die s c 111 c c 111 c!1 E r fahr 11 n g e 11 mit vielen europäischen Fabrikanten, das lange Warte» bis zur Ankunft der bcstclhcn Ware, die Kursverluste aus Anzahlungen usw., die hohen Transport- und Versicherungskosten, die steigenden Bedürfnisse der einzelnen Märkte begründen dies Interesse genügend. Mau kann ohne Ucbertreilnmg sagen, daß die jahrzehntelange Propaganda nicht ohne Wirkmig geblieben und effektiv viel Kapital bereit ist, sich in Palästina zu betätigen. Aber es fehlten bisher die Voraus- Setzungen für Menschen, die keine Chalttz-Naturcn sind und die sicher gehen wollen. , Baut man all diesen eine Brücke, dann wird sich die Ent• wickhmg Palästinas rapid vollziehen. Haifas Marlitiagc Im Mal Das Geschäft war wäiirend des Berichtsmonat» sehr ruhig. Der Gctrcidccxport hat sich gegenüber dem Vormonat gebessert. Es gelangten 3(16 700 kg im Werte von .CE 61(10 gegenüber 103 975 kg im Werte von .CE 2013 im April zur Ausfuhr. Das bedeutet eine Steigerung von 261 123 kg im Werte von CE •1117. Die Getreide p r e i s e zeigen nach wie vor eine aufwärts gerichtete Tendenz. Dagegen liegen die Preise für liaiimwollwarcn auf dem inländischen Markte 5—lO*/o unter den curonäischeu. Die Ursache dafür ist die äußerst beschrankte Umsatztätigkeit. Ebenso wird ein Fallen der Fleisch• preise gemeldet. F r a n zö s i s c h c s Mehl wurde zu 110—120 1 res. (zirka 137—150 Piaster) per 100 kg angcbotcil und stellte sicli damit billiger als das Inlands me hl. Der Außenhandel Haifas Der Import belief sieh während des Mai auf ins• gesamt 5270 Tonnen im Werte von CE 102 884 gegenüber 5103 Tonnen im Werte von £E 116 822 im Vormonat, wies also einen leichten Rückgang auf. Der Export erreichte eine Menge von 2501 Tonnen iin Gesamtwerte von CE 20 511 gegenüber 235 Tonnen im Werte von £E 35,130, einschließlich den Reexport von Gold im Werte von CE 21 375 im Vormonat. (Darnach ist offenbar der reine Warenexport in der Berichtsperiode gegenüber dem April um ein Vielfaclics gestiegen, da sich das Gewicht der aufgeführten Exportgüicr von 235 auf 2501 Tonnen erhöhte. Wenn sich der Wert des Ges nmtex portes trotzdem ver m i n derte, so liegt das offenbar daran, daß der Goldexport ganz erheblich gegenüber der Warcnausf u h r zurückgegangen ist. Red.) Der gesamte Transit! in port über Haifa erreichte im Mai einen Wert von CE SS64 gegen CE 13 997 im Vormonat, nahm also um CE 5143 ab. Dagegen nahm der Transit ex port Haifas um einen beachtenswerten Prozentsatz zu: Er stieg von CE 2989 im April auf CE 2391 und vergrößerte sicli damit um CE 302. Die Preisbewegung und die Lebensk'osten. Der Stand der Großhandelspreise für Nahrungs- und Heizmittel im Mai geht aus nachstehender Tabelle hervor, die erst jetzt zur Veröffentlichung gelaugt: I. Getreide u. Fleisch II. Andere Lebensmittel und Obst III. Heizmittel und Verscliicdeiies Zahl rlor!)*oHnchtot. Wftroa Aprilindox MM- Index Zanthm* 13 99,6 102,3 2,7 34 93,3 98,4 1.1 11 80,5 92,7 3,2 Gesamtindex 58 »)3,5 97,7 2,2 Das Niveau der Großhandelspreise hat sich Im Durchschnitt wiederum 11m 2,2 0/0 in einem Monat gehoben und ist letzt nur noch 2,3 ״/« niedriger als vor zwei Jahren. Im Beriditsmonat waren vcrschicdentlichc Schwankungen zu verzeichnen; von den 58 herausgegriffenen Warengattungen haben sieh 25 aufwärts bewegt, 12 leicht gesenkt, wahrend der Rest sich nicht veränderte. Die Oruppc der landwirtschaftlichen Produkte ist ln den ersten vierzehn Tagen um 5 % gestiegen, gab aber in der zweiten Monatshälfte überall um 10 bis 20 0/0 nach, trotz der O c• trclde Importverbote Syriens. In Gaza und Jeru* salcm war Fleisch viel billiger; in Jaffa bheb cs aber unverändert. Eier sind mehr oder minder stabil, am •billigsten waren sie in Haifa mit PT. 19 und am teuersten in Jaffa mit PT. 30 per ICK) Stck. — Die Milchprodukte sind nur in Jerusalem gestiegen, während sie in den anderen Städten weiter zum Aprilpreis verkauft wurden. Kartoffeln fluktuieren recht stark; zu Anfang des Monats waren sie ziemlich teuer, später jedoch, als frische Loco• Vorräte cltitrafcii, kamen sie auf ihren Märzstand zurück. Frisches Gemüse und Obst ist mmmclir reichlich und billig zu haben. Tomaten sind im ganzen Land im Preis zurückgegangen und werden mit nur PT. 35 per 100 kg gegenüber CE 6 im Vormonat in Jaffa verkauft. Die Preise für’ Dörrobst,,Wein und Tabak blieben durchschläft• lieh unverändert. Brennholz und Steinkohle sind sehr wenig gesunken und kosten fast immer noch so viel wie im Februar, trotzdem die Nachfrage bedeutend nach• gelassen hat. Die 'Entwicklung der Lebenshaltungskosten gibt die folgende Tabelle wieder: Montti. At5*c»b» Beobftehinog•• perioa* ein.'r ftral.Uchnn 5 kOpfig. Kamiil• Ind»x-ZiSora FT. Januar 635 76,8 Februar 615 75,7 März 638 74,8 April 655 76,8 Mai 650 76,2 (Basis: Januar 1922 100.) Der leichte Preisrückgang von Weizen, Butter, Kaffee sowie der starke Prcisfill von Fleisch, Olivenöl, Zucker und Eiern ist durch (las Anziehen der Preise für Milch, Reis, Kartoffeln und Steinkohle etwas ausgeglichen worden, so daß der Index im Monat Mai nur um 0,0 0,0 zurückging. Neue finanzielle und Industrielle Unternehmungen in Palästina. Die ״O f f i c i n 1 G a z c 11 e“ veröffentlicht folgendes Verzeichnis der kürzlich in Palästina eingetragenen Oe- Seilschaften. National bank für Industrie. A.-G., (Nationalbank for Industry, Ltd.). Direktoren: Joslma S uprasky, A. Podlishevsky H. Wicdcnfcld, Z. G 111 s k i n , A. K r c 11 i z i, D. N. D i a m a 111, Z. D. Weiler, N. ü. Shapiro und E. Dänin; alle in Tel-Aviv. Gegenstand: Entwicklung und Förderung der palästinensischen lndustric. Sitz: Tel-Aviv. Kapital: C 20.00t), cingcteilt in: 2.000 gewöhnliche Aktien zu je £ 5.— und in 2.000 Vorzugsaktien zu je £ 5.—. Natio nal-Tabak A.-G., (National Tobacco Company, Ltd ). Gegenstand: Verkauf, Verarbeitung und Anpflanzung aller Arten Tabake und Schnupftabake. Süz: Nablus. Kapital: £6000, cingcteilt in 80 Aktien zu je £75.—. Begründer: All-Ila; Abdel Rahim Eff. Kamal, Tnhir Eff. Arafst, SaJck Eff. Kanaan und Othman Eff. Kiiavat. Alles Kaufleute aus Nablus. ״Meshck“ palästinensische Bau-A.-G. (״Mcsliek“ Palesiine Building Company, Ltd,). Direktoren: Nalium Paper und Joshtis Hank in. Gegenstand: Etablierung, Erbauung, Leitung, Verwaltung und Beaufsichtigung von Städten, Garten- Städten und Stadtvierteln. Gcschäitssitz in Jerusalem. Kapital: C 10.000, cingcteilt in: 50 Stammaktien zu je £ 100,— und 500 gewöhnliche Aktien zu je £10.—. (Siche auch bcsondere Notiz.) Nord-Versichcrungs A.-G., (Northern Assurancc Company, Ltd.), Britische Herkunft, Gegenstand: Betreibung des Feuerversicherung» *Geschäfts. Kapital: 6 502500.— Pfund. Sitz: London. AfricanandEastern (Ecar East), Ltd. Gegenstand: Handel, Export, Import, Scehandel, Assekuranz. Kapital: £ 200.000. Sitz: London. Motor-Union Vcrsicherungs*A.-O., (Motor Union Insurance Company, Ltd.), Britische Herkunft. Gegen• stand: Feuer• Versicherung. Kapital: £ 300.000. Sitz: London. S i e m e ns-Sc huc k c rt we rk c, G. m, b. H., Deutsche Herkunft. Gegenstand: Fabrikation aller Aoparatc, Maschinen und elcktro-technischer Waren. Kapital :90.030.000 M. Sitz: Siemensstadt bei Berlin. Die int Namen der Gesellschaft zur Gcschäf.sführung ermächtigten Personen sind: Ober-lngcniaur Franz Pohl und Johann Eckstein, beide in Jaffa. Die Investitionen des Keren Kajcmeth ln Palästina. Der Keren Kajcmeth hat, einschließlich der von ihm eingegangenen juristischen Verpflichtungen, an Grundbesitz und A in c 1 i o r a t i o 11 e 11 in Palästina bisher rund £ 800 000 investiert. Hiervon wurden £ 693030 bar bezahlt. Die Investitionen gliedern sich folgendermaßen: Erwerb ländlichen Bodens 49,6 ״>, Anpflanzungen 13,5״•, A in e 1 i o r a t i o 11 läiidlirlicr Böden 12,3 £6, Erwerb s t ä d 11 scher Böden 8,8״%, Wirtschaftsgebäude und Arbeiterhäuser 5,5 ״'«, Darlehen 3.8״/״, Wirtschafts• inventar 2,9 ״/o, Gebäude in den Städten 1,6״%, zusnmmcn 100 ״/״. BodcnUbcrwefsungcn an den Keren Kajcmeth. Bei Einzelpersonen und Gesellschaften, welche in Palästina Boden besitzen oder erwerben, ist eine wachsende Tendenz bemerkbar, ihr Eigentumsrecht an den Jüdischen Nationalfonds zu iihertragen. Schon während der erfolgreichen, nach Kriegsende durchgeführten Propaganda für den Keren Hageula würden in Erez-Jisrael eine große Anzahl von Parzellen gespendet. Nunmehr hat der Keren Hajessod an den Jüdischen Nationalfonds die Aufforderung gerichtet, diese Parzellen im Werte von £ 2000 zu übernehmen. Ferner hat kürzlich Frau Peter Schweitzer, die Witwe des bekannten amerikanischen Zionisten, das 15 Dunam große Grundstück des zum Andenken an ihren Gemahl errichteten Spitals in Tibcrias dem Jüdischen Nationalfonds geschenkt. Audi die Gesellschaft ״H 11 d a r - H a k a r* tn c 1“ in Haifa hat dem Fonds eine Parzelle für ein Volkshaus am Berge Karmel übergeben. In der letzten Zeit haben des weiteren verschiedene Einzelpersonen an den jüdischen Nationalfonds Angebote gerichtet, ihm ihnen gehörige Grundstücke ganz oder teilweise, sei cs sofort oder durch letzwilligc Verfügung, zu übertragen. Insbesondere setzen Grundeigentümer, eile keine Erben haben, den Jüdischen Nationalfonds als ihren Rechtsnachfolger ein. In der Tschechoslowakei, wo eine Bodenreform in Durchführung ist, zeigte sich während der Anwesenheit Ussischkins allgemeines Interesse für die Grundsätze der Bodenpolitik des Jüdischen Nationalfonds und eine große Zahl Journalisten zog bei ihm über das in Palästina beobachtete System der Nationalisierung Erkundigung ein. Erweiterung der Bodcnfliichc von Kfar Saba. Infolge der Tätigkeit der P a 1 c s t i 11 e Land Development Company entwickelt sich auf immer größeren Landstreekcn bei Klar Saba ein rühriges landwirtschaftliches Leben. Die von der Gesellschaft erworbenen Parzellen werden gleich nach Erwerb au den Keren Kajcmeth und andere Institutionen weiterverkauft. So befinden sich heute dort 22 000 Dunam in jüdischem Besitz. Darunter auch der Komplex der von dem American Zion Commonwealth ge• gründeten Siedlung ״H e r 11 i a“. Im letzten Monat wurde eine Fläche von 1842 Dunam dem Keren Kajcmeth über• tragen und hierdurch der Ausbau der bisher bloß 424 Dunam umfassenden Arbeitersiedlung von A in Chaj er• möglicht. Vor einigen Jahren noch betrug in dieser Gegend die Gesamtfläche an jüdischen Böden bloß 7200 Dunam. Im Hinblick auf die jüngst von der P. L. D. C. bei Ain Chaj gekauften 4500 Dunam und weitere 10000, die nächst der Grenze für die amerikanische Gruppe ״Ranaana" und andere Qnippen aus Amerika und Polen erworben wurden, kann das Gebiet von Kfar Saba heute schon als fast durchwegs jüdisch bezeichnet werden.

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