Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1924-02-28 · Heft 17 (29.2.1924) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 17 (29.2.1924)
Date
1924-02-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652612--15566-2674876
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

f I I :1 IJ « 1 » t 1 1 f I I I I I I i I 'f i % % '1 I *I \ i % ן § u % f #. 4 | I!, % # » * I 4 * 1! I I Nummer 11 Beilage der JüdiGCliea Hmaclac!1a11 Berlin, 29.11.1924 SCIiLOIMALE brzähltmg von JVLcnäah^Mioic'hcr Sfurhn Autorisierte Uebersetzung au* dem Jiddischen von Salomo Birnbaum Cv]1fri(i«t 114 4לrf NatUrvak firlfrt#*. ״■—י ״״׳ JCdneUer Verl**, fj«tÜ» (10. Fortaetiung) ACHTES KAPITEL 1er auf dieser Erde war Schloimale ein Tor, der nichts j 1 vom Leben wußte; aber dort in jener Welt, in die er beim Lernen flog, da war er ungewöhnlich weise, da kannte er alles wie ein grober Gelehrter, selbst Dinge, die heute für andere ein Geheimnis bilden. Er war nicht von dieser Welt, sondern gehörte mit allen Eigentümlichkeiten I hinüber, mit der Art zu sprechen, mit dem Schaukeln, ganz und gar, mit Leib und Seele. Dort gab es für ihn eine unendliche Fülle von Angelegenheiten! Dort gab es einen Streit über ein Ei. das eine Henne am Jontew gelegt hatte; Leviten nahmen den Zehnten, Priester nahmen die Hebe und brachten Opfer dar, und das Volk — gab Nachlese, Erstlinge, Hebe und Zehnten und bekam die Geißelung. Schloimales Welt war bloß die Vergangenheit, in ihr lebte sein Geist, hier bloß sein Leih. Er war sehr beschäftigt. Zeit? Wo hatte er Zeit?! Zeit gab es nicht! Der Kopf war ihm wirr. Einmal, als Schloimale gerade nach einer schweren Plage wie ein Gast aus dem Jenseits in sein Elternhaus hinuntcrfiel. um schnell etwas zu essen, da hörte er gleich heim Hineinkommen 1ns Zimmer ein Klagen und Jammern, als oh man um einen Toten weinte. Die Mutter rang die Hände, und jammerte und weinte mit klingender Stimme. Duwwcdel und Ejdale, die beiden Wurmlem, standen von ferne in einem Winkel und da sie die Mutter weinen sahen, 90 brüllten sie mit offenen Mäulchen 109. Leje, die ältere Schwester, *aß auf der Milchbank und ließ traurig den Kopf hängen. Schloimale gab es einen Stich 1m Herzen, *eine Augen füllten sich mit Tränen und er begann auch gleich zu weinen. «Ach, ein Verhängnis, ein schweres Unglück, weh; hat uns getroffen!" behauptete die Mutter und löste sich in Tränen auf. ״Mu—u—tter, Mu-tter!“ brüllten die Kleinen und kratzten sich mit beiden Händchen den Kopf. ״I — ik — 11k!“ schluchzte Schloimale, der ,drüben‘ ein Weiser war. und schneuzte sich. ״Wem*, Schloimale, weine!“ sagte die Mutter im Gebetstii, als sie ihn bemerkte und legte ihm beide Hände auf den Kopf. «Allmächtiger Vater, sammle die Trinen der reinen unschuldigen Kinder in Dein Gefäß! Ach, unglückliches Kind, wind und weh nt uns! Die entsetzlichen Schulen .., jüdische Kind er werden in die Schulen genommen!" ״O weh, wehe!" zeterte Schloimale, die Hände seiner Mutter lagen noch auf seinem Kopf, und er weinte bitterlich. Schloimale von ,drüben' hatte gehört, daß auf dieser Erde .hier' die anderen Völker Schulen hätten. Was man in ihnen trieb, das wußte er nicht. Bloß das hatte er gehört, daß man dort schrecklich prügelte. Al* er jetzt erfuhr, was das Weinen der Mutter bedeutete — daß ein Befehl da war, die jüdischen Kinder in die fremden Schulen zu bringen, da war er außer sieb. Es seinen ihm, daß die Soldaten schon dastönden, die ihn nahmen und wegführteu und prügelten ,.. Und darum schrie der Arme Zeter und Mordio. Die Mutter wieder, die weinte nicht so •ehr darum, daß man prügelte — was Prügel betraf, so gab es die ja auch im Chcjd er — als einfach darum, weil Schulen eine schlimme Sache waren. Schon der bloße Name war furchtbar häßlich. Die Welt ging ja unter, aus war* mit dem Judentum, was sollte aus den Juden werden?! Die Leute in der Stadt gingen wie vernichtet umher, seufzten, stöhnten und sprachen von den Schulen. Sie munkelten dabei von einem gewissen ״Daatsch", einem Liliental, von dem, sowie andern ,.Berlinern" seinesgleichen, das ganze Spiel stamme. Man veranstaltete Versammlungen und überlegte, was zu tun wäre. Schließlich wurde beschlossen, einen Fasttag anzusetzen. Psalmen zu sagen, am Friedhof zu beten Und das Äußerste zu versuchen. Die armen Melamdim waren wie vernichtet, sie bangten um ihren Unterricht. Die Schulen ■wurden ihnen ja doch das Leben sauer, nein zur Hölle machen, wenn sich nicht Gott seihst cinmcngen und ein Wunder tun wurde, dann mußte es ihnen schlecht gehen. Es war darum selbstverständlich, daß die Armen lauten Lärm »chlugen und die Leute aufhetzten. Jeden Morgen und Abend ■waren die Synagogen gefüllt. Die Melamdim führten die Kinder aus dem Chcjdcr heim. Man sagte Psalmen, weirstz und fastete. Das war der erste Fasttag Schloimales, wegen der Schulen. Die f *rauen gingen auf die Gräber der Eltern beten, ״maßen Feld und vergossen Strome von 1 ränen. — Das war cm verweinter Sommer! Sogar die paar Christen in der Stadt waren auch erschüttert. Christen und Juden der Stadt lebten m *ehr gutem Verhältnis, sie hatten ihr bißchen Lebensunterhalt voneinander, wußten einer vom andern, was bei ihm vorging, und nahmen in Leid und Freud aneinander Anteil. Gab es bei einem Juden Hochzeit, dann ^ehickten ihm bekannte Christen Hocbzeitsgeschenket Der eine ein Huhn, der andere ein paar Mandeln Eier, der ein Brot und jener ein Striezel, jeder nach •einem Stand, und umgekehrt •war e» ebenso. Darum etimmte der Jammer und Lärm, der damals bei den Juden herrschte, die Christen traurig und •1e wunderten eich, wae dae zu bedeuten hätte. ״Oj, Rizko, kashi, achtscho nasi Shidki tamitschki platschutj, kntschatj gwald, jak budto ich rjeschutj?“ ״Ewto Chapuna wini pugajetsja, achtschobi Cbapun tcL m chwataje." " ״O-nji! Do Chapuna schtscha chaljeko. Moshe misjaii dwa aljbo tri bude do ich •udnowo dnja. Treba pitati, schtsebo ze takiej? Batschisch ot ChajkaP ״Stop Chajka! Kaslu-no, achtscho ewto t> taki bigaje 1 girko platscbesch, — a?“ Ach. Mekita, nescbtschenstje! Nl’ma tjchesi. Ot Berka! Pitaj u Berko, nicht; kashi Berka, o weh, — wehF* antwortete Chaje-Gricne und lief atemlos bergab zum Friedhof. ״Oj, Berko! Tscbnjescl), a — a, •chtecho tak Shidki chnikajutj, ha?" ״Eto oj. zelowizi dobrie, oj licho .., Budutj chapatj chlepzcw naiclucli uw *chkolt! ‘ blieb Berko stehen, um den Christen, so gut er konnte, die ganze Schulsache klar zu machen. Und den armen Schulen ging‘* jämmerlich, als aie in den M und Berko* kamen. Was für *in Aussehen sie I annahmen! Aber die Christen verstanden ihn, bekreuzten sich und spuckten dreimal aus, gleichsam um zu bestätigen, daß es ■wirklich ein Unglück wäre. Aber vorläufig, bevor ihnen der Verdienst der Väter helfen, vor Gottes Thron Fürsprache einlegen und er ein I Wund er tun würde, griffen die Juden zu dem alten Mittel: I sie vetheirateten die kleinen Kinder. Dae war eine Panik. Die Heiratsvermittler, die guten, die feinen Leute, acheuten keine Mühe und arbeiteten aus Liehe zum Volke Israel mit allen I Kräften: man stellte kleine Buben und junge Mädel eiligst unter die Chuppe. Da* hieß!, wenn behüte Schulen kämen, | dann hätte man'( ihnen, hebe, nett eingebrockti Kinder? Ja freilich, was denn! Lauter Erwachsene, lauter kleine Bürgerlein! . ,, Und damit die Vater der kleinen Mädel nicht eigensinnig würden und mit ihrer W»r1 nicht zu groß täten, kam ein Gerücht, daß man die Mädel irgendwo zur Arbeit in die Kolonien nehmen würde, 'Wenn Schloimale damals davonkam. ohue in der Panik verheiratet zu werden, 10 war das sicherlich Bestimmung —־ dio ihm von Gott bescherte war nicht in der Stadt; und gegen Gott kann man nicht angehn, da helfen keine Klügeleien. Wie hatte es *ich denn anders erklären lassen?... Die Mutter hatte Lust, der Vater verzog allerdings die Nase, als oh er sagte! ״Pfui, Unsinn! Aber in solchen Dingen ist der Will« der Frauen schrecklich stark und bricht seihst Eisen. Und von Seiten Schloimales wäre nicht bloß kein Hindernis gekommen, es hatte ihm vielmehr gar eehr gefreut. Erstensmal, warum sollte er schlechter dran sein als die andern Buhen, warum sollten die andern Buhen eine Braut haben und er nicht? — Ach, wie er solch einen Bräutigam beneidete! So einer hatte ja ein Ansehen! Er hatte ja allerdings noch keinen Bart und im Chcjd er legte man ihn ja auch noch über, aber er war trotzdem schon ein Stück Großer; Er ,wurde Mensch' und blickte hochmütig auf seine Mitschüler hinab 1 Jeden Augenblick — wie lange dauerte es noch — würde er selbst Vater sein .,, Und zweiten* batte Schloimale ganz einfach auch ohne das alles Lust, eine Braut zu haben. Das war ja was — ,ich, Jüngling, habe eine Braut, ich sitze und denke hei nur — Braut — die gehört mirl' Man vergesse nicht, dzß Schloimale ,drüben* weilte und ein vollständiger Jerusalemer war; kleine Brautpaare waren ja drüben ganz gewöhnlich. Nun. und dann hatte er doch im Talmud von den Ehedingen gelernt, außerdem besaß er eine glühende Phantasie und den Funken Poesie, der manchmal plötzlich und unerwarteter Diuge aufflackert .,. Aber wie dem auch sein mochte, eo heiratete Schloimale doch nicht in der Panik und blieb wie früher ein Kind• ,Auch das war zum Guten*, denn wie eich hernach herausstellte, war die Panik umsonst gewesen. Die Buhen wurden nicht gewaltsam 1'n die fremden Schulen und die Mädchen auch nicht in die Kolonien geschleppt. Das Chejder blieb Chejder, der Melammed aueb weiter Melnmmed und alles war wie vorher. In manchen großen Städten wurden zwar jüdische Schulen errichtet, aber die Sache war nicht ■o scbllmm ... Es waren nicht viel Kinder in ihnen und noch gar was für Kind er? Von Hungerl eidern, vom gewöhnlichen Volk — na, grad* der Rede wert! Auch Liliental war wie verschwunden. Von seinen Leuten blieb in Armlcuten ebenso wenig eine Spur wie von den Schulen. S;e gerieten vollständig in Vergessenheit. Schloimale hätte keine hiasse Ahnung gehabt, daß es überhaupt so was gab, wenn sich nicht später folgendes zugetragen hatte. Eines schönen Sommertages kam ein grauhaariger, kleiner Mann, mit einem Bäuchlein und mit einem freundlichen Gesicht in die Stadt. Es hieß hei jedermann 1 ״Ein Gast ist da - Rcbb Nuchem Roisewer ist gekommen, um Abschied zu nehmen!... Und alle verstanden sehr gut, wa* da* ,Abschiednehmen* bedeutete. Als Rebb Nuchem aus dem Städtlein Roisew «eine jüngste Tochter verheiratet hatte und im Alter als Witwer zurückhlieh, da beschäftigte er *ich damit, *um Sterben nach dem Lande Israel zu fahren. Aber da der Menacb bis zum Sterben zu leben haben und als Jude aueb noch heiraten muß. so heißt da* ja wohl, daß er Geld haben muß? Wa# war also zu tun? So tat Rebb Nuchem nun da*, wa* andere in gleichen Fällen tun — er reiste einige Jahre von Stadt zu Stadt umher, um sich zu verabschieden, das heißt ansehnliche milde Gaben zu sammeln und wenn es nur ging, auch für weiterhin Bestellungen zu machen. Ein Beruf wie das Abscbiedncbmen' zählt bei den Juden zu den ziemlich guten; wer zum Sterben nach Palästina fahrt, ist angesehener als alle andern Arten von ,Empfängern*• Luftmenschen und sogar auch als Abbrändler, er ist schon ein Jerusalemskandidat!... Rebb Nuchem reiste auf diese Weise einige Jahre umher und setzte bei den Leuten kein Geld zu. Er wurde vom einen rum Abendbrot, vom andern zum Mittag geladen und bekam auch wa» in die Hand. Rebb Nucl 1cm seinerseits versprach ihnen dafür «ehr viel. Dem einem die», dem andern das, dem einen irde aus dem Lande Israel, dem andern, daß er für ihn auf dem Grab des Mejer Bal-Nes# beten werde .. . Rebb Slucbem wollte der Stadt Armleuten, in der er Bekannte und mehrere entfernte Verwandte besaß, keine Beschämung antun und kam eines schonen Sommertages zum Absch 1ed Km. Gewöhnlich aß man im Sommer im Städtlein da* Abendbrot beim Schein des Monde», wenn er da war, sonst bei Unschlittkcrzen für einen Pfennig. Man tat es rasch ab, sagte Gutnacht und ins Bett ging*«, entweder eofort oder nachdem man sich draußen ein wenig gelüftet hatte. In einer Sommernacht aber — es war so hell, daß man hätte Perlen lesen können — gab es im Hause Rebb Chajems eine Anderungt Der Tisch wurde schön gedeckt und in Messingleuchtern brannten Kerzen, als wäre es Festtag. Rebb Cbajem hatte nämlich Rebb Nuchem Roisewer zum Abendbrot ein— geladen. Bei Tische gab es eine lange und weitläufige Unterhaltung über die Tempelwand und di« Doppelhöble, über den ölberg und das Grab der Mutter RabeL über Ruinen und Gräber, und mittendurch tat man sich an einem Gespräch über Feigen, Datteln, Granaten und Johannisbrot gütlich. Alle* leckte sich die Lippen und die Augen glühten und glänzten vor großem Vergnügen. Rebb Nuchem war sehr beredt■ und sprach unaufhörlich, 80 ftlft ob er schon dort gewesen wäre und alles mit eigenen Augen gesehen hätte, und alle hingen an *einem Munde, sahen ihn liebevoll und sehr ehrerbietig an und beneideten ihn 1m Herzen, daß es ihm beschert war, dort zu sein. Man sagte es ja so leichthin! ״Land Israels“, ״Jerusalem“! Auf den ersten Blick schien es ein Land wie jedes Land und eine Stadt wie jede Stadt zu »ein: Hauser, Boden, Staub, Mist, Morast... Aber nein, es war doch irgendwas anderes. Was und wie anders? Das ließ sich gar nicht sagen. Ei war nicht so derb materiell, sondern etwas Geistiges. Man mußte es fühl ca. Und nun gar die Namen: ln der heiligen Sprache, Städte und Orte, die in der Thora stehen! Das Gespräch kam spater auf andere gewöhnliche Dinge. Rebb Nachum war ja überall in der Welt herumgewesen, hatte von unberufen so viel Leuten Abschied genommen und dabei eine unendliche Menge von Dingen gesehen und gehört! Wilna spielte in diesem Gespräch die Hauptrolle, und für diese Stadt interessierte man sich mehr als für andere. Rebb Nuchem erzählte Wunder von ihren ungewöhnlich herühmten Rabbinern, von ihren ungeheuer reichen Männern und schrecklich reichen und mächtigen Leuten, von Klausen, Jeschiwes und armen Schülern — ״o, o!“ — und endete mit Halbweltdamen m einem gefährlichen Gaßlein irgendwo, in dem man sich nachts zu gehen scheut, mit leiser und trauriger Stimme! ״Ach, Ach! Und ganz zum Schluß ging er »ehr aufgeregt auf irgendwelche ״Berliner 10». JDie Leute von den Schulen, von Lilienthal» Bande", sagte er, verzog die Nee. und begann Geschichten zu erzählen und sie zu verhöhnen! Das wäre ganz wildes Volk, sie saßen hei »ich, wenn es niemand «ehe, ohne Hut und äßen ohne Waschung! Ihr* Thora bestände in Worten, in kurzen Zeilen mit schönen Ausdrücken und immer; ״O, o. ach!* ... Einer, ihr Führer, aße, *age man. die abgebrannten Dochtspitzen auf Brot! Man sage, daß er eine Unscblittkerze in den Grützbrei stecke und da* äße.Schöne Kerle, ein Jammer, wahrhaftig... oh — ho--1101“ schloß Rebb Nuchem ächzend. Halbweltdamen — nun meinetwegen! Das ging Schloimale noch in den Kopf. Halbweltdamen, da* waren vermutlich Teufelinncn, 10 die gewissen Weiber, wie Lilith etwa oder die Hexen, über die er genug schreckliche Geschichten gehört hatte, wie sie die Menschen mit ihren Bewegungen verführten und hundertmal schlimmer als der Satan, als Asmodai selber wären. Darum war es richtig, daß sich die Leute ua Wilna scheuten, nacht* in diese öden Gassen zu gehe*. ....— (Foriaetaun( 101(1.) Chajdcr: j'üdischa Elementarschule. — Deatscht moderner Jude. — Berliner: Anhänger der ״Berliner" Aufklirungsideen. — Ach. Risk», sage, warum weinen, untere Jüdlein •o und schreien Zeter, »1» oh tnsn sis ebtchlechtete? — Ewto usw. 1 Vor dem Chepun (einem Dämon) heben eie Aagit, dtff er sie erwischt. — Aber nein! Bis sur Chspunisit ist’* noch weit. Vielleicht 1wei oder drei Monats bis sts ihrem Gerichtet*(. Man muff fragte, wes dt 10* ist. Schsu, da komm* Chtj'el — Stopp, Chsjel S»g doch, warum jagst du so und weinst io bitterlich, wie? — Ach, Mikitt, ein Unglück 1 Ich heb keine Zeitl D» komm» Bear! Frag Barr, Beer mag• «rr'ihlan, o wähl — Ach. Beert Hör mal, warum jammern di* Juden eo, wia? — O, gute Leute, aeh, was für •in Unglück ... Su werde« unsere Buhen in dia Schulen nehmet! 1-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.