Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1923-06-19 · Heft 49 (19.6.1923) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 49 (19.6.1923)
Date
1923-06-19
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652547--16647-2674312
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

H הי־.Kr JIJEDISCHE RUNDSCHAU Seite 307 Nr.<ףן!>adl925 Bllr(> StOW.I^ci) ״"ßrciim; 9.5. n°rl*n1,1h ‘bei״» Landes, mic fi״. im wi(|cr. 1t?k,״!!ו,, des v e p. *H'i ih m luiie A11. cn. r Bl;i|jc 1e i’hitre 6<>0, (10, ktc Zahl Deutsch. •!ן״ 100 rten, ,jjc oder für . 'verliert (Kc. 30) ׳n!;resscs e|jcni״c1, •0״» eine 1 konnte, 5״ng 111־, die ftir che Rcjüdischer ein offider Iretan. Das ine Aai- ,ssekarte schechodie sich S Plätze icnbahn• : gegen wälirciid!des he. che <!<- um des cinzu• rellbtiria die sich wünscht hnungs• diesmal äugenlicbliclie e große cn. An rtten zu ner, die I Jahre nittlung Privat• gleich• c Vor• rmiedeti müssen ti beim!immer• Mil PC• 'ost an en 11 aus, Abreise richten lern in!dijdicli »Isd.inii egeben faclitcr ng Rt* antlich, einer teilung!nth.ilt, nn die laufen les,11111• nerika- :hcrteii bleibt Miifhin Police betrag naouu n der lungs■ r!sbad ollung ihr skr, unßcn leistet r des igrcfl- Aus* usw. g ,1 n einen, ingen Lßc־ eines K'migre‘ »ich tu»» . m bis 12 Nummern in einem IJmlange von fi bis 1״ Stilen in Aussicht genommen sind, wird (;!glich vom!! ,,jrcllhiiro direkt expediert und bietet somit (iir alle am ״ •' 'י jiileKsderleii kreise eine hervorragende Gelegenheit, 1״f srlmcllstcm Wege über den Fortgang der Verjlnnj.cn /״ unterrirliton. Das Kimgrcllbiiro nimmt bereits >171*ik'stclI11n”C11 auf die Kongrcßzcilung gegen eine Mion• tiiic 111 s g r b ii 11 r von Ke, 20 'entgegen. Die Gebühr, vor Beginn des Kongresses citigcznhlt sein muH, kann tni Kf'i'pre'ßbiiro direkt übersandt oder auf das Konto des 1>n!;1cßb״ros bei der Böhmischen Unionbank, I ilialc Karls• tjiC’ciiiScMhlt "■eitlen, , |m Hinblick auf den besonderen Anlaß 10׳t1׳ucß׳ciU״n׳ cisdieint, stellt sic zugleich ״c/clciiuetes iusertionsorgan dar, das fvacliüuig aller Kongreßteilnehmer findet, ItilHitg wild nicht nur von allen Bcsuclicr־׳ , aus dem die auch ein aus• die besondere Die Kongreßdes Kongresses in Karlsbad selbst gelesen, sondern gelangt in der ganzen Veit zur Verbreitung und darf ג's ein Propagamlamitte! ,rn seltener intcruaüoiia'cr Bedeutung angesprochen werden. Inserate in der Kongrcllzcitimg können daher mit größter Aussicht auf iimnilMbarcn Erfolg empfohlen werdet!, Die Insrrtioiisgel'iilnen betragen:. Pc; einmaliger Einschaltung V, Seite Format 28X41 cm Kc. 1 000 1/ 00!) ״ הסי■ ״ ״ ,/׳ ,A 0נצ ״ ״ Anzeigen kleineren Umfanges werden n» en (sprechende״ Yatiftn eiilcrgimgcnouime״. Bei wiederholter Inserton bleibt *י Gcwaliiuiig v11״ Preisnacltlässen Vorbehalte״. Anzeigen• lefiräge, die mit genauem Text sowie inil Angabe iiber de Art 11ml I läufigkcil des Erselieincns verbunden sein müssen, nimmt die I1!,x.rate1jabteil״״g des Kongreßbüros entgegen, Das Kongrellbiiro macht noch besonders darauf aufmerk• r,m, daß sowohl Ahonnemcnts• wie liiseraicitaulträire nur |,fi 'gleichzeitiger U c b c r w c 1 s 11 11 g der cntfnilemk 11 [XioVc entweder an das Kongrelibiiro selbst oder auf dessen K’ontö' bei der Höliinischen Union-Bank, Filiale Karlsbad, 11.it dem Vermerk ״für Abonnement bzw. Insertion1‘ entgegengcicnnncn werden. 10, K ii n s t Ic r e 111 w ü r fe. Hie iüdindicii Künstler werden noch einmal daran er• jmicri, daß das K״i1״reßbftro bis spätestens 25. Juni um Einsciidiuig künstlerischer Entwürfe erstens für ein Delcricrtenabzcicheii, zweitens für eine oder mehrere Kongreßp.-slkartcii gebeten hat. Das Dclcgiertenabzcichen soll die Form einer Ab/ciclicnnadcl haben und außer dem zu verwendenden Svmbol in geeignfc'r Form einen Hinweis auf den XIII. ZioiiistcnkongreH, möglichst unter Berücksichtigung hebräischer Zeichen, cn (halten. Büro der Mil. Zionisten kongrosses Karlsbad 1023. Anfang Juli erscheint! AHOI P R, n H M DER JÜDISCHE MÄTIONALFONDS Dritte vollkommen neu bearbeitete Auflage (nach dem Stau׳'׳' vom 30. April 1923) Mit einer Karte Preis für Deutschland und Österreich 5000.— 6. K. Bestellungen nimmt entgegen: Sammclslcllc des J. N F., Wien II, Zir1׳»׳sjasf« 33. U e b ersieht des Besitzstandes der Wolffsohn!Stiftung per 31. Dezember 1022. A, Wertpapiere deponiert bei Baiikicrsknntoor van Lissa ßt Kann, Haag ...... B, klein beim Jcwish Colonial Trust Ltd, LonrFn C, Om haben In London. D, Aktien in Palästina . .. E, Grundstücke in Palästina. E. (iriinds iick In Köln. Die Tätiykcil der Woliisohn * Slilfung im Jahre 1922 lm abgelanfrncn Jahre wurde eine Biographie David Wo I f I s o h 11 s vom Jüdischen Verlag in einer Auflage von 3000 Txrniplarcn hcrnusgcgcbcn. Das Material in dieser Biographie stammte nnn größten Teil aus den!unterlassenen Briden lind Dokumenten unseres Wolffsolm-Arcliivs. Es wurde von dem ehemaligen Sekretär W01 ff sab ns, Dr. Robinsohn, bearbcilct und nach dessen Tode von Dr. Klatzkin einer Durchsicht unterzogen. Mit dem Jüdischen Verlag ist als Gegenleistung für die Uchcrlassung des Materials vereaibarf, daß diese Biographie zu einem mäßigen Preise verkauft wird. Außerdem ist eine nicht im Buchhandel erschienene Luxusausgabe hcrgeslclit worden, die größtenteils den Freunden Wolftsolms zugcstcllt wurde. Hiervon sind noch ungefähr 70 Exemplare vorhanden, die wir gerne den Freunden und Gönnern der WoKfsolin-Siiftiiiig zur Verfügung stellen. Das Buch hat allgemein eine günstige Aufnahme ׳gefunden und hat die Würdigung Wolffsolins und seiner Leistungen in einen weiteren Kreis getragen. In der Sitzung des Komitees der Wolffsohn-Stiftung zu Berlin am 16. Februar 1922 ist beschlossen worden, aus den Mitteln der WoHfsolm-Stiltiifig das dringend notwendig ge• wordene Bibliofbeksgcbäudc der Nationalbibliothek in Jerusalem zu errichten. Daraufhin ist am 19. Februar 1922 zwischen der Exekutive der Zionistischen Organisation einerseits und dem Komitee der Wolllsoliii-Stiftung andererseits ein Vertrag geschlossen worden, auf Grund dessen die Woltfsoliu-Sliflung es übernimmt, das Bibliotl1ek«gebäude in Jerusalem zu errichten und die Verwaltung der Bibliothek einem ״Kuratorium des Wolffsohnhauscs“, bestehend aus den Mitgliedern der Wolffsohn• Stiftung und drei von der Exekutive vorgcsclilagcncn Ge lehrten, unterstehen soll. Das Kuratorium soll seinen Sitz, in Jerusalem haben. Zu seiner Zuständigkeit sollen ge 115am: 1. Ansid'img und Entlassung der Beamten auf Vorschlag des Bibiioihcksdircklors; 2. Beschaffung der Einrichtung und der nicht zu dem laulenden Bedarf gehörenden Materialien ן 3. Einrichtung von Vortragdiursen 11ml Vorlesungen; 4. Herausgabe wissenschaftlicher Werke und Schriften; 5. Genehmigung des Austauschverkehrs; 6. Kasscnvcrwallung. Um die Grundlagen der Ausführung des Gebäudes zu Didierin, ist Herr Professor Dr. Heinrich Locwe itn März 1922 beauftragt worden, nach Palästina zu reisen. Er bat von der Reise einen Plan über das zu wühlende Grund- 9tick milgebracht. Es besteht die Absicht demnächst einen ^elibcwcrb für das Gebäude auszuschreiben, Die nächs'e Aufgabe des Komitees ist, das in der Anhgc nufgeführie Vermögen soweit zu vergrößern, daß der Ankauf des Grundstückes und die Baukosten gedeckt werden können. Das Komitee der Wolfisohn Stiftung spricht die Hoffnung und die Erwartung aus, daß cs in kurzer Zeit gelingen n!öge, den noch fehlenden Betrag durch freiwillige (iahen ,dziibringcn und appelliert diecrrhslb an alle Freunde und Gönner jüdischer Wissenschaft und Kultur, Das Vermögen äst im a!)gelaufenen Jahre durch Beiträge »it fl. 13.160,54 vergrößert und beträgt per 31. Dezember 1922 9. 170.000,—. Der seitdem verstorbene Herr Boris Goldberg tat seinerzeit 10000 Bausteine vom Silicate für die Herdtllimg der Bibliothek zugesagt. Um das Budget der Bibliothek für die Dauer zu sichern, im abgclaulcncn Geschäftsjahre damit begonnen worden, '״ verschiedenen Ländern Gesellschaften der Freunde der i'nisalem-Bibliothck unabhängig von der Stiftung ins Lehen rufen. fl. 128X106,11׳ 11.000,40 ״ 4.704,21 ״ —,4.000 ״ -,8.183 ״ 12.615,95 ״ NB. Die Posten D. 11ml C. sind England beschlagnahmt, werden 111 der Wollfsolm-Stiftung werden. fl. 170.000,- von dem Public Trustee jedoch für die Zwecke wahrscheinlich wieder freigegeben Derkhl über die Vcrlrdcrversammbing der B. L V. Am Dienstag, den 12. Juni, fand die konstituierende Sitzung der VuirelerversaiiniiUmg statt. Ais Vorsitzender der V. V, wurde Herr Dr. Schwarz, als 2. Vorsitze ml er Herr Dr. Schön, als Stellvertreter Herr Dr, Unna, als Schriftführer die 1 krau Max Bacr und Znmory gewählt. Als 1. Vorsil/cmler der B. Z. V. wurde Herr Dr. H autkc einstimmig gewählt und die nachstehende von ihm vorgeschlagenc Vorsuiuldistc ebenfalls einstimmig angenommen: l>r. Bloch Vorsitzender, Dr. Bah, Frank, Hauser, Horn, Dr. Wolf, Joachim Meyer, Rothenberg, Dr. Steincrt, Wolfcrm.mn, Frau >r. Zadik. Von der Wahl von Kommissionen der V. V. wurde zuiräiiist abgesehen.' Der Vorstand wird• beauftragt, der nächsten Sitzung der V. V, detaillierte Vorschläge für die Zusammensetzung der Kommissionen zu machen. Herr Frank gibt alsdann einen Bericht über die Finanzen der B. Z. V. Nach längerer Debatte werden auf Vorschlag des Vorstandes folgende Beitragssätze für das 3. Quartal angenommen: Stufe I . Stufe If. Slufe III . Stute IV. Beitrag für Jugendliche Der Vorstand wird wird fortgerissen von dieser wundervollen DarsMInngskimsf, Wann cii'llirli wird Giollhailli sich enlschließen, der Schar seiner Freunde in Berlin einen eigenen Abend zu widmen? Sein Organ, das :null im leisesten Hiisfern weithin trägt, reicht s׳!bst für größere Raume als den Blnthnersaal. Der 111 clit emlenwollcmle Applaus muß ihm den Mut geben, seinen Kreis wieder 11m sieb zu sammeln. Der zweite Teil des Abends bl.idlie den 3. und 4. Akt des ״Dybuk“ von Auski unter der Regie von Morcwski, der auch die Hauptrolle, dm Wiimlerrabhi Reh Asrielke, darstellte. Der ״Dybuk1‘ ist von den Aufluliningcn des ״ludrsrhen Kfii's'lerlhraters“ iin Vorjahre in Berlin bekannt. Morew.sk 1 hat sieb mit einem Teile der Seli.impieler von der .,Wilnai r Truppe“ gelrennt. Aber mich dieses Fnsemble bot eine ausgezeichnete Leistung. Das Zitsjinmtnspiel, das hervorragend üiklmäßige, die Sprechkunst, die oft rein musikalisch gewertet nein will, und die ergreifende Handlung vereinten sich zu einer wundervollen Gesamlwirkuiig, deren Echtheit unübertrefflich ist. Auch die« ist als ein ganz großer Erfolg des Abendi zu vemichneti. Die eigene Note und! Größe, dir In der von Morcwski gebotenen Auflassung des Heb Asriebkc lag, kann hin• nicht »n kurzen Worten erschöpft werden; dies sei einer besonderen Betrnchhmg vorirehalten. Einige Bemerkungen noch: man Rollte sich daran ge• wohnen, ohne Rücksicht atd die unverbesserlichen Zuspät• komrncr pünktlich anzufangen (kein Theater beginnt eine halbe Stunde später, als feügeselrt ist). Das Publikum muß sich ruhiger verhalten; Kunst verlangt eine weihevolle 6ti!11mung. Und zuletzt: man sah sehr wenig!* Zionisten, für die doch in erster Linie der Abend berechnet war. Hier wird ein gutes Stück jüdischer ׳ Kulturarbeit geleistet, und man muß es bedauern, wenn die‘ Rufer im Streife der Gelegeiiheit, die sich bietet, fernbleihcn. Es ist zu ihrem eigenen Nichtci!. Wir können nur wünschen, daß solche Darbietungen sieh oft wiederholen und daß das nationale Judentum von den nicht zu reichlich sich bietenden Möglichkeiten der Pflege jüdischer Kunst (die mit jeder Kunst!ich messen darf,! mehr Notiz nimmt. Keiner wird es zu bereuen haben. ,Werner Hab. . 100090 M . 50000 ״ . 20000 ״ . .. 6000 ״ ohne eigenes Ein kommen 2000 ״ ermächtigt, falls Infolge weiteret Geldentwert!mg die festgesetzten Beiträge zur Deckung des Etats nicht aiKreiebcn sollten, in der zweiten Hälfte des Quartals eine Naelizaliltmg von 50 ״;« des Beitrages von den Mitgliedern zu ei liehen. Bczirksvcrbandsifag Am Sonntag, den 10. Jim(, fand in Ascliersf*benl der 6. Bezirkstag des Dczirksvcrbandcs Sachsen-Anhalt der Z. V. f. D. unter Teilnahme von etwa 70 Vertretern aus Asclicrslchcn, Bcrnburg, Cöflien, Dessau, Ilalbcrstadt, Hai!« mul Magdeburg statt. Herr Fritz Loewcnstein vom t-andes- Vorstand referierte über die zionistische Lage, insbesondere über die Probleme des bevorstehenden Kongresses. Eine lebhafte Aussprache trug zur Klärung der Mci• nungeii in Fragen der Organisation bei. Bezüglich des Keren Hajcssod wurde ein euigebrachtcr Antrag: ,,Der Bezirkstag betont die Notwendigkeit der Vor• rinbeilliehiing der deutschen Keren 1 IajcssocKOrganisnlioitcn“, mit gi.•׳Iler Mehrheit abgclchnt. In der Jugciidfrage fand folgende Resolution einstimmige Annahme; ,,I kr Bezirkstag erklärt die Förderung bestehender und die Schaffung neuer landwirtschaftlicher untl gewerblicher Aus• hil!l111!gsslattcn in Deutschland für in- und ausiiindisdic Clialuziin als wichtige Sonderaufgabc des deutschen Zionismus“. Line Ausspraihe über Antisemitismus ergab Einhelligkeit in allen wesentlichen Punkten. Abends rclcrierlc Dr. Löwenstein in öjfcntlidicr jüdischer Versammlung noch über ״Antisemiti ums und Palästina-Aufbau“, Von befreundeter nicht• zionistischer Seite erhobene Bedenken landen ausführliche Behandlung seitens des Referenten, Jüdischer Kunslabcnd in Berlin Der 13. Juni war ein Festtag für die Freunde jüdischer Kirnst in Berlin. Die B. Z. V. hatte eine über tatiscndküpfigc Gemeinde im Bliitlincrsaal versammelt. Das Arrangement ist der Gruppe Ost, besonders dem verdienten Vorsitzenden derselben, Hugo Wolfermann, zu verdanken. Das reiche Prograniiu lüfte fast für zwei Abende genügt, Die Herren Josef Acliron (Violine), Prof. Emil Bay (Klavier) lind Prof. Dav. Sissermann (Cello) spielten ein Trio: ״Phantastischer Tanz“ von Rosowskv. Herr Achron ließ eigene Komposttionen hören. Frl. Swertlin sang jiddische Heiler, denen sie zwei Beigaben liinz.ufügen mußte. Der Beifall, init dem diese jüdische Musik aufgcnonimen wurde, läßt darauf schließen, daß ninii eine glückliche Auswahl getroffen hatte. Die Innigkeit des Vortrags unterstreicht das eigenartig teniperainciitvolle dieser Musik und gibt eine besondere Note, die eben das Jüdische ausinacht. Es wäre nur wünschenswert, daß die jiddischen Lieder endlich In echteren Bearbeitungen, die weniger Aufmachung haben und schlichter sind, vorgetragen werden. Eine ganz hervorragende Leistung bot Herz Oroßbarlh mit der Rezitation einer dramatischen Szene und des ״Schabbcsgoj“ von Pcrcz (und einer kleinen humorislisclicn Zugabe). Dieser große Schauspieler und Rezitator, der sich getrost mit Berliner Bühnengrclßen messen darf, hat mit seiner Kunst längst eine treue Anhängerschaft. Wer die jiddische Kunst wirklich kennen lernen will, der muH Gioßharlh hören. Seine Interpretation zeigt das allgemein Menschliche des jüdischen Seelenlebens auf, ohne darauf zu ve 1 richten, das spezifisch Jüdische deutlich werden zu lassen. Hier spricht das jüdische Herz zum jüdischen Herzen. Auch der, dem diese Kunst Neuland ist und der mit der jiddischen Sprache Schwierigkeiten hat, auch der Voreingenommene, Jeder Jude betrachte es als seine Ehren• Pflicht, zu Ehren von Theodor Herzls Todestag einen bäum zu spenden. Frankfurt a. M. De Zionistische Ortsgruppe vcianstaltcte am 3. Juni eine Mitgliedervcr;aniiiihing, 111 der Herr Jakob Wolff über die wirtschafthdie Lage des Zionismu‘1 sprach. Herr Jakob Herzberg, der über die ״politische Siiuation“ rclcrierlc, ho!» vor allem die Notwendigkeit einer iwinogcncn Leitung hervor. Die Versammlung war sich darin einig, daß die F;a״en der jewish Agency und de?׳ Weltk*mgreises von persönlichen Differenzen losgelöst werden miisw. Anschließend erfolgten die Wahlen zum Dilegiertenta”•, wobei inan sich auf eine gemeinsame Liste geeinigt habe. Stundenplan der Abendkurse des Verbandes der Ostjuden Montag und Mittwoch 7 bis 813 Uhr Englisch für Anfüll cor, 8'/a bis 10 Uhr Englisch fiir Fortgeschrittene. Montag ,und Mittwoch 8'/* bi« 9'י׳ Uhr Hebräisch. Dienstag und Donnerstag 7 bis 9 Uhr Deutsch, 9 bis 19 Uhr Rechnen, Den Unlcrricht im Englischen erteilt Herr Dr. I'inkcr, im Hebräisdicu Herr Zarfin, kn Deutschen und Rechnen der Kirrskitcr. Anmeldungen Junger Fcidr, andi junge• Mädchen, erfolgen in dci Schule, Große Hamburger Straffe 27, abend■. 7 Uhr, Jeden Sonnabend von 3 bis 5 Uhr unter! ■I!let Herr Dr. Kahane Im Hause der Talmud Tliora Linien. 1. 11 Talmud. Letzi genannter Unterricht ist unentgeltlich. ■. . t Verein Ißr Arbeitsnachweis E. V. (L e h r * t c 11 c n v c r m i 111 u n g u n d B c r u f s b e. r ו t u n g) AT'ir suchen für einen jungen Palästinenser, der für 1 Jahr nach Deutschland gekommen ist, landwirtscliahliche Lehrstelle. Der Junge ist 17 Jahre alt, macht besonders netten Eindruck, Wir suchen möglichst in einer Siedlung junger Menschen. Renaissance-Theater, bi* Montag, den 25. Juni der üeschlcchtc r“. Spiclplan von Montag, den 18. Juni 1923 täglich 8 Uhr ״K a m p f WochenKalcnder. Chukath, Nacht 9,33, Sonnabend, 23. Juni, 9. TUamtis 5683, Schluß des redaktionellen Teils. 1/ (Jüdischer Nationalionds) Zantralc für Deutschland, Berlin, Sächsische Sir, 8 Postscheckkonto Berlin 28 247 Wegen Raummangel konnten die Einzelspenden ßber 20000 M, des Ausweis 10 In der letzten Nummer nicht veröffentlicht werden. Einzebpenden der Spendeneinofinge vom 30. Mal bis 11. Juni Berlin: Dr. John f.ocwcnthal 10170׳D, Dr. W. F, Mcvcr .374000, lkirh/t. T1m!l>0wski-G05ss 335 (MIO, Ot!<5 Olm i. Fa. Flicbilor ö Co. TüOOUO, Paul Mcntlcleolui '2.-'•() 20. Lutz Engel 2-U <M)0, Miodoivnitz 237<700, Dr. M. UuKtcin 21 Ml 000, Ukrai■ nisehc Zionist, i. Berlin d. Finkclmanii 170000, Ptsskin, Israclcki Pi Ri'hinoiliii, Erich Mosen, Pufoles je IjOOOO, koitnlhnl 143 DO, Ehli-ml, R. Lcveizow, Ikinrieh Licmanu, Roicnfeld N 0>., Otto Roseiithai, Stnil, Siegr. Tis47, Nathan Pre<eh je 100 900, Hugo Sin(׳ermann 8913)0, (iinsberg, van Raaltc je 77 300, Busse 73 00.1, Qi. Ben Osclitr Lnbiscii 71390, Arthur Abrahamsjlin, leniis Cohn je 70 00(1, I ewi!!-;k1 (10 000, Harueli Krupnik, Hans Botlilzer, (iross, Prof. Carl Lcwiit, 1 k-lier, Wollherg je 50 000, I. Judcl, A. Bein an!, i. Veriohg. 31500, Rud, Mayer, Dr. M. Ruscubcrg, Salz je 30000, I)r. Liesel Levy anl. i. Veriohg, 30 000, Beruh. Fiiss, Willi Neisser 11. Frau je 23000, Bvk, Ad. Ehrmaiin, Fcllcs-Üudapcst 1־riihlicli, Dr. Ernst (}o0׳;chalk, Werner Jakobsolln, Erich kiufmanu, L(׳f1p. Klein, IL inr. Kornfeld, I'סי I •minier, Leser, 1, Reis■־, Wasser je 20 000, Dr. Jlantke u, Frau grai. Dr. Erhard 11. Frau r. Vcrm. 20 000 * Bamberg: Ereunde u. Verwandle erat. Alfr. 11. Anna Katz z. (ich. d. Slanimh. 390 000 * Bclgard: Heyin.inu 10 000 * Bielefeld; Jus. Silber 50 900, Lach000 25 *׳, II. Marcliks 20 000 * Breslau: Iluchzt. Pick- Sus'.mann 422000 dreh. Dr. H, Schachtel 10 983 * Cassel: Simon Strauss 210 000, Baumami ft Katzenstein, Roseimveig k Bauinann je 100 090, Herrn. Kogan 60 000, 1.!,opiicr 36 000, R.-A. Dalberg, S. Heincmann, Kurt Kaufmann, H. Kugel[ Oppenheim, S.ipliar-Mcyer, I. Syrkin, liaiis Wertheim je 30 000' Dr. Salomon, Dr. Spier je 35ÖOO, Daniel Katz, B. Moshachtr' Uankdir. Plaut, üeison, Wciswicr je '30000, Dr. Brauer, (>!’ Elias, FreiHlciisttin, S. I leinemann, Max Israel, Jos. Katz Sally Kaufmann, Markus Klapp, Dr. Kugclniann, Linschiii/’ Salom Sokol, Wcissbeckcr je 23 600, F, Brink, Osk Ehr! 1 ׳’ Grünspan, uebr. Kaiser, Fritz Katzenstcm, Marks, Me־n eia•

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.