Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 75 (22.9.1922)
- Date
- 1922-09-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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f;־ *k י" ^rci^, %\XT i;5״ ו1«ז יזו| 1tischt, n, s(c!e, j ichligcr, 11 n bti t|8icrut|., aferg.1ן;:״ icks- Nr. 5ל JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 511 oc wt( crjcdiivn t'Üaih(;1 Miotllck' ).iiule, i;j 0׳ndirn 1 ‘ iliKn MH [J für t1nc [ «rticbt Ls i5|| 1esc!KKSt j in ihm pe Phi.' | er ütiicij Ä41»־lUttr uii nun׳, oberen I ־füllt und] Wollt. Kapital Dickes für 4) cr'tigun״ escuni ton Hör• ige nach _ Damit zionist 11 d vor liehen (Ins erste :,׳ cs ist, wird. M 565־ entrissen an statt• em jede en sieht• rbringen es dodi hinzu■ stattliche ein, das zugleich 01 fl soll 11• ibiiotiiek, nenhang bald an assenden tnis zur Univerhat sie Bajinlntt Auch Wold null, und s o h ns tecs für eh mehr!reichen, en. V01 eniigetid 1 criver• rfnissen gemäß «fiiidieti!reis von etwas icrnd zu lalle zu• ibiiotiiek (oniinen, kala• animclfür de״ terhand• angenen dezu s° nanient- Aber Jcriiisi('. iie "ir ׳e he an den ,,Gesellnt-.tflicu. iliuthek isit-ren. nd sie en. uJ1■ ’ das Cf |t. 1> Lcitm'if ml, die für «־ hon. I" loretir die etzt י"“ Je״; Sendung von des Dr. Be■ .icvei: fmnrösisdicn Klassiker und modernen Schriftsteller, darunter: Bahne, Uarri's lk.itiddaire, Bossuct, Boutroux Claudel, Corncilh'i Diderot, Duhamel, Faguet, Fihiölon, Huysmaus, Labriiverc, L*U1, Lama ו; ine, Lern.nitre, Maetcilüick, M011taiguc, Moliöre, Maistre Müsset, Pierre, Racine, Renan, ganibattd, Rilmt, Rodm, Rollniul, Kosny, Rousseau, Sebure, stiel, 1 h.uand, Vilbers, Voltaire. Die französische Regierung jeift diiniit, daII sie versteht, wie groll der Wert dieser neuen Kulturstätte ist und da 11 jedes Volk so viel Einfluß in dem ntu entstellenden hebräischen Palästina haben wird, wie es ddt durch Fliege der eigenen Kultur in der )]ibiiotiiek und anderen Kulturinstituten daran beteiligt. Es ist die9 die erste ,,(Icnlliclie Anerkennung unseres hisutnts seitens einer ciiro* päisclien Regierung. Aber auch die deutsche Regierung hat!.diou rnelirt.idi ihrer kbiiaitcii Sympathie Ihr unsere National- und Universitätsbibliothek dnich ihre bentfeneu Organe Aus- «ruck verlieben. Aus England kam jetzt eine wunderbare ungefähr 4000 ,Bünden, darunter die Erbschaft ״ c n so n , worin die fast volistaudgc Saiuuining der deutschen tciiöncn Literatur aus der Periode 1800-1914, zum grollen Teile in wunderbaren Einbänden und Ausgaben. Weiter seiir viel chemische und musikalische Literatur, ferner 61 Bände des Jcwish Clironicle 18(19—1921 (Ücschenk A. M. Hyamson), fast die ganze Sammlung Evcrymans Library, die grolle Aristoteles-Ausgabe der!)reullisclien Akademie, Ahrkcbeih Scii'lonio von Don Jizchak Abarbanell (1550), sowie viele Erstausgaben englischer Klassiker, Auch aus Japan und Amerika sind wcitvollc Büeiiersendungeu eiiigcgangen. Hierzu kommen außer ihren Käufen die Geschenke, welche jn die Hauptsammelstelle in Berlin gekommen sind. Und rwar gingen Büdicr u. a. ein von: Buchhändler Josef Altnaim, Rechtsanwalt Dr, Albert Uaer, Raitel Bln-Oorion (Schriften ihres Mannes Micha Joseph Uin-Gorrion), Ccntralvercin Deutscher Staatsbürger Jüdischen Olaubens, Dipl. Landw. cand. dtcin, Rcinhold Colin, Eugen Uoctor, Breslau (die von «einem im Kriege gefallenen Sehne cand. ined. Ernst Doctor!unterlassenen Bücher). Prof. i)r, Albert Einstein, Prof. Dr. Isinar E1 b o g c n, Prof. Dr. Aron Ember aus Baltimore, zurzeit in Deutschland, Prof. Dr. A, Fodor, Halle (sehr wertvolle chemische Literahirund andere Werke), Debora Fraenkcl (Schriften ilircs Vaters Nachman Frankel), Gesellschaft für Palästinaforschling, Rcgicrungsrat Hans Goslar, Verlagsbuchhändler Oskar K1 e b i 11 g c r, V. J. St, Kadi m a 11 - Fricdberg (i!n K.I.V.) durdi Bruno Rosenberg, Neuwedcll, und durch ißieiinsfcy, Friedberg, Frau ueheimrat Jolianna Land'au (die von öclieimrat Prof. Dr, Leopold Landau hinterlassenen medizinischen Büdicr), Dr. Julius Lewy. stud, pbil. Hans Lcvy, Dr. Richard Locwe, V.J.St, Maccabäa• Berlin (K.J.V.), Louis Marcus, Rees ant Rhein, Direktor Heinrich M a r g u 11 e s, Verlag Mcyerö Jessen, München, Frau Geheimrat Minden, Frau Prof. Dr. Ida philippson, Philo-Verlag, Karl Plotkc, Köln, und Frilz l. Plotke (Büdicr ilircs Bruders Dr, Hanns Gotthilf Plotke, gcb. 4. 12. 1800, gest. 23. 4. 1922), cand. jur, Franz Pollack, Zahnarzt Dr. Hugo Schachtel, Breslau (jüdische Zeitschriften, allgemeine Journale, Dissertationen), Prof. Dr. Jdwschua Fis'clil Schncerson, Dr. Schwarzschild in Firma Max Ziegert, Kunstäntiquariat, Frankfurt am Main, Dr, jur. I. Silbcrgleit, stud. Paul Silberstein, Köln a. klt., zurzeit Greifswald, Dir, Moritz Simon, Kegierungsrat Prof, Dr. Moritz Sobernheim, Prof. Dr. Ludwig Stein, Zahnarzt Dr. Louis Stern berg, Prof, Dr, Otto War bürg und Dr. Dir, Wilinski, Pankow. Wo keine Ortsangabe, wohnt der Spender irt Berlin oder Chariottcnburg, Von sehr großer Widrigkeit ist es auch, daß die Hauptummclstcllc Geldspenden bekommt, die ihr die Möglichkeit geben, die in Jerusalem besonders notwendigen Büdicr selbst zu kaufen und das notwendige Material zu erwerben. Es ist erfreulich, daß sich immer Freunde finden, die dazu batragen, wenn audi der Sommer naturgemäß weniger ergiebig ist. Aber jetzt beginnt wieder die Zeit für die Freunde der Bibliothek, ihre Arbeit auFzunehmcn, auch nach dieser sehr . sichtigen Riditung. An Jahresbettrigen gingen in der letzten Zeit folrende Beträge ein: Heinridi Auerbach, Essen, 2000 Mark, Bmno Bendel, Köln, 200, H, Bodzanowsky 100, N. Britzman 11, Plauen i. V., 500, D. Kaplan, Falken stein, M, Dr. Rudolf Leszynsky, Dcrlin-Gruncwald (II. R.tc), IW, Rechtsanwalt Max Löffler, Plauen i..V, 500, A. Utzki, Plauen I.V 300, Louis Marcus, Rees a. Nieder-, rhein, 350, Leo Reichenbach. Thalc a. Harz, 500, S. Sch wimmer, Plauen i. V., 300, S c e I i g e r, Zeuthen, 3000, "0n Simon Strauß, Cassel, Beitrag für 1922, 1000, ferner durch denselben für 1921 von Dr. Kugel mann, Cassel, KJO M, Herr Simon Strauß, Cassel, sandte ferner von Cassctcr Freunden für 5682 ein: Rechtsanwalt Alfred Lewin soll n 100 Mark, Dr. Kugel mann 100, Dr. Leo Oppenheim 400, Zahnarzt Dr. Spier 100, Hermann Blume n th a l 100, Jul. Schartenberg 100, Hermann Kogan 300, Dr. med. Salomon 100, Jakob Heinemann 100, Rechtsanwalt J. Dahl berg 100, Max Archenhold 100, Rechtsanwalt Dr. Weißbecker 100, Heinrich Kugel 300, K. Trcyscr 100, Salomon Soko.100. Fcrdi- »and Josephs 100, Elias Baruch 100, S. Feldstein IW, Leopold Strauß 200, Adolf Amster 10, Alexander »iorini 10, ferner Julius Wertheim, München-Gladbach, 200, Johann Simon, Dinslaken, 1O0, Dr. Elias 100, Frau Jetti liaumann 250, Frau Dr. Baumina 250, Dr. Lewin 1» Mark.! ״ Ferner erhielten wir an Einzelbcitrigcn: stud. ״״chholz (K.J.V.), Hamburg, 50, Jonathan Eyben- *chütz, Antwerpen, 1000, Gcörüder Grünthal, Berlin, WO, Gebrüder Fciwcl und Jakob Jawscliitz, Memel, ׳OüOO; durch cand. jur, J u 11 usbu r g c r, Breslau, 450, M Strauß (K.J. V.), Hamburg, 50 Mark. ln Deutschland hat die Iholiothek cm Bankkonto *ul.den Namen des Bevollmächtigten der Bibliothek, Prof. Dr. Heinrich Locwe, Separatkonto ״Jerusalem-Ui b 110• ihck“ bei der Filiale ehemals Meyer Cohn der Diskonto- Ecstllschaft, Berlin W, Unter den Linden 11, und ein Post-!»heckkonto unter dem Namen Prof. Dr. Heinrich k®*we, ״Jerusalem-Bibliothek", Berlin NW] 52, nemingstr. 12, unter der Nummer 35 002. Jako״ ,tms <!•' uif «I1ft :nheäcl! in P•1, rusak’U' bcii dcf ßcvUncr Kalender Düroi Jtnrllnor ZlonUtlaeh« Vorotiiignnu, Jlerlln O 18, 8«y4«titr*•• B Talopboni Zentrum IV1H/I5 » roataohaokkonlo Ko. 154)00 Unrlln NW 7, K»«18t1Y״״»*ltnrig der U, K, V, hl«r»tb ff. ׳' 1-J •Htida 8 Ubr 4e,e«flgea1«l»icl>»r1, bet Aftlmr BelireRenbetm, I^rcteaweW, 18• lllbelliee^reelien, •ad i1״,ruk• Hleriehl Of»1- »■« Je?»«d1rn1ppe, Im MUrteM-ZentrHlbttra, Uonb!|oaplata 1 Berich» Iber de• Ke.ieltr Ueletlert•■»•( im;leim lTeUlrecelebeir. «9 he■ Joac 0« •«f dl« lllhtll Zlealatlieher JafeedTerrl■ Iferr br. Xliiillmbor 1 ״Iler kUflnU der drettrhe■ Kults( •ad V!tr»el1>tt>dr»e)1lekteu, ltluwooh.'dnn 87. September »beade I Uhr Grupp■ 0,1, In den Union!Men, Oreltiwolder ptr/J/U Bertckt Ober den Delrglertentef. H«l1־.re11t1 Herr Jln(0 Woitemum. n»p8et-n»«*rr, tm Hetm7iänl~n»tr. 191, •bttida H« Uh* ' Mltiuaf de» lokale■ Weed AaieprsnUe Ober dl» WinterarWt. Uonneretn«, den tfi Neptember •h»nd1 8>/( Uhr ■Urscht-Jueadneaielaithaft, In» Helm, Drscoaemr, ICd Edmund tewyi חד,לים Die Arbeit für die Bibliothek dürfte auch jeden inter* cssicrcn, der den materiellen Aufbau Palästinas zum Ziele hat, Denn sic ist ein wertvolles Fricücnsmstrumcnt des Aufbaues und der friedlichen Verständigung mit der arabischen Utngcbung. Aber jeder Jude, ja auch jeder Nichtude, der Verständnis bat für die ncucrstelicnde Kulturstätte in Palästina, Sollte dazu beitragen, dem Orient zu helfen durch jüdlsdie Vermittlung jene nbcntlläiidlidicn Kulturscliätze In *Ich aufziuicltmcfi, die ihn nicht unbedingt dazu führen müssen, seine Eigenkultur aufzugeben. Im Gegenteil wird der Okzident das Morgenland auf diese Weise derartig befruchten, daß die alte eingeborene orientalische Kultur zu neuem Leben erwacht und Länder und Völker wieder fruchtbar werden, die nicht durch eigene Schuld, sondern durch die Ungunst der Verhältnissc vx>n ihrer alten Höhe herabgcsiinkcu sind. Wer dazu beitragen will, daß die Menschheit für Ihre Kultur den verfallenen Orient wieder erwirbt, wer die ältesten Kulturstätten der Menschheit wieder beleben will, der muß das wichtigste Werkzeug dazu schaffen lielfcn, die hebräische Universität zu Jerusalem und •ihre Vorbedingung und ständige Notwendigkeit, die große wissenschaftliche Bücherei, d. n. die National- und Univcrsilätsbibliothck zu Jerusalem. . (Alle Zuschriften sind zu richten an Prof, Dr. Heinrich Locwe, Berlin NW. 52, llcmingslr, 12.) Presscstimmen Interessant sind folgende Ausführungen de9 Frankfurter ״Israelit“, des Zcmralorgans der ״Agudas Isroel“ zur Frage des jüdischen Weltkongresses: ״Wir haben unsere Stellung zu der Frage eines jüdischen Weltkongresses überhaupt in den letzten Jahren wiederholt ausführlich dargelcgt. wir lehnen einen solchen allgemein• jüdischen Weltkongreß auch heute noch aus religiösen und politischen Gründen mit aller Entschic* den 11 eit ab und haben zu dom gesunden Instinkte der jüdischen Politiker in allen niehtziomstischcn Lagern das Zutrauen, daß sie die Icbcnhcdrohcndcn Gefahren eines solchen, an sich zwecklosen Unternehmens uin 80 ernsten würdigen werden, je mehr sie sieh damit beschäftigen. üaüs ein auf die Fragen des wirtschaftlichen Aufbaus Ercz-Isracls beschränkter Kongreß an sich wesentlich weniger Bedenken begegnen würde, geben wir gerne zu. Allein auch ein solcher Faclikongrcß liir Palästinafragen müßte vor allem vor dem dreifachen Mißbrauch geschützt sein: ei» propagandistisches Instrument in der Hand der zionistischnationalistischen Parteipolitiker oder die Keimzelle eines allweltlichen jüdischen Parlaments oder auch nur eine religiöskulturelle Oberbehörde für einen solchen FachkongrcD wären aber unseres Erachtens sehr wohl geeignet, diese drei Gcfahren aut einmal licraufzubcschwören, Gefahren, die nicht einmal von dem Vorteil einer allgemein-jüdischen Jcwisli Agency aufgewogen würden. Wir türchtcn daher, »laa soll schon heute ausgesprochen werden, daß eine ehrliche Zusammenarbeit aller jüdischen Kräfte für den wirtschaftlichen Aufbau des heiligen Landes durch die Verquickung der Agcncy-Fragc mit dem Weltkongreß keine Förderung er* fahren hat“ ״Jewish Chroniclc" veröffentlicht onliißlich der Proklamicrung der palästinensischen Verfassung zwei lange Leitartikel, deren erster ,,Die Zukunft Palästinas“, der zweite ״Die Zukunft des Zionismus“ übcrschricbcn ist. Beide Artikel beschäftigen sich in erster Linie mit dem Chur־ chill-Staiement, das der ״Jcwisli Cliroiiiclc“ bekanntlich scharf ablchnt, und mit dem Verhalten der Exekutive bei der Karlsbader Jahreskonferenz. Bei Besprechung der jetzt auch in die Verfassung aufgcnomincnen lmmigrationsbcstiininuiigcii weist das Blatt darauf hin, daß der High Commissioner angewiesen ist, die jüdische Einwanderung nur unter der Bcdingung zu ״erleichtern“, daß dadurch den Rechten und der Stellung anderer Teile der Bevölkerung nicht nräjudiziert wird. Die Bedeutung dieser Bestimmung 1!1 der Praxis wird sein, daß keine Inden die Erlaubnis erhalten, das Land zu betreten, wenn ihre Anwesen heit für eine Beeinträchtigung irgendeines Teiles der Bevölkerung gehalten wird. Auf diese Weise hat zum erstenmal in der modernen englischen Gcschichte Großbritannien gegen Juden eine Schranke errichtet, und die bittere Ironie der Sache liegt darin, daß das Land, das wir Juden 2000 Jahre lang zärtlich geliebt Haben als das Land Israel, der einzige Ort im ganzen britischen Reiche ist, der für eine antijüdischc Gesetzgebung ausgcwählt ist. Denn keinerlei Beschränkung wurde dem Obcrkonmtissär auferlegt in bezug auf irgendwelche andere Einwanderer . . . Wie soll eine jüdische Einwanderung vor sich gehen, die nicht ״die Rechte und die Stellung irgendwelcher jetziger Bewohner beeinträchtigt?“ Nehmen wir z» B. die Araber. Sic sind entschlossen, Palästina als ein vorwiegend arabisches Land zu erhalten. Sie widersetzen sich daher jeder jüdischen Immigration aus dem einfachen Grunde, daß sie sie für eine Beeinträchtigung Ihrer Rechte und ihrer Stellung halten, ist es also nicht klar, dal! die erwähnte Bestimmung bcdeutet, daß Juden nur durch die Gnade und das Entgegenkommen der Araber die Erlaubnis erhalten, Palästina zu betreten 1׳ Wenn darüber noch irgendein Zweifel bestehen kc-nritf. so wird er zerstreut durch die Feststellung, daß alle Maßnahmen bezüglich der Imimnigratioii dem Gesetzgebenden Rate unterworfen sind, welcher, da er durch freie Wahlen aller männlichen Palästinenser über 25 Jahre gewählt' Wird, unter den gegenwärtigen Verhältnissen notwendig eine!" überwältigende arabische Majorität haben muß. Und wenn' man schließlich darüber naclidcnkt, ist es nur folgerichtig. Denn da die ganze britische Politik, soweit sic sich auf Juden1 bezieht, auf das Churchill-Statement gegründet wird, so ist• alles, was die Regierung gemäß diesem Statement unter-, nimmt, eine ״jüdische Gemeinde“ zu gestatten, und es kann nach den Absichten der Regierung eine relativ kleine sein, die nicht notwendig größer sein muß als die jetzige, —1 und dazu bedarf cs keiner Immigration größeren Umfangs, Warum sollen die Araber belästigt, Sir lierbert Samuel infolgcdcsscn beunruhig(, die britische Verwaltung in Palästina behelligt und die britische Staatsrcgicrung geplagt werden wegen Scharen von fremden Juden, die in das Land kommen,1 wenn nichts anderes beabsichtigt ist als die Schäftung einer jüdischen Gemeinde, die schon existiert? Wenn die nationale Heimstätte für das jüdische Volk, wie sie in der Baliour- Deklaration gedacht war und wie sic das Streben des Zio-1 nismns seit Begründung der Bewegung war, — wenn etwas Derartiges beabsichtigt wäre, dann wäre die Beschränkung, die die Regierung über die jüdische Einwanderung vertilgt hat. eine ganz lächerliche Inkonsequenz, dcrenglcichen nierna a gewagt worden wäre, nicht einmal in einem offiziellen Dokument.“ — Im weiteren Verlauf des Artikels bezeichnet das Blatt diese Verfügung als ein Zeichen dafür, daß England seine Verträge — denn die Baltour-Deklaration war ein Vertrag mit dem jüdischen Volk — als Fetzen Papier betrachtet und daß niemand verstehen wird, warum England mit solcher moralischen Entrüstung in den Krieg gezogen ist, als seine damaligen Feinde Verträge als Fetzen Papier bczeiclinetcn. ln den ״Soz. Al ona t s h e f t en" (Herausgeber Dr.׳ Joseph Bloch) bespricht Dr. Herbert Künnert das Buch Max Brods ״Heidentum, Christentum, Judentum" (Verlag Kurt Wolff, München), das auch in der J. R,“ wiederholt besprochen wurde. Am Ende der zehn Spalten langen ein» gehenden Rezension heißt es: ״Das Werk Brods gehört zu denjenigen, die von der ■zünftigen Wissenschaft hochmütig als Laienbücher ignoriert zu werden pflegen. Das hindert aber nicht, daß cs em bedeutendes Buch ist und als solches die Wissenschaft auch da, wo von ilun nicht ausdrücklich geredet wird, genügsam beschäftigen, d. 11, zu positiver oder negativer Stellungnahme zwingen wird. Denn Brod sieht Probleme, Alternativen, Werte, Schönheiten und Gedanken auch da, wo der geistlose Pedant nichts dergleichen zu sehen pflegt. Brods Buch ist ein Bc« kenitlnisbiich und will es sein. Und doch ist cs zugleich ein eminent religionswisscnschaftlichcs Buch, denn es hat einen klaren Wcrtstaiiilpimkt, von dem aus die Fülle der wesent« liehen rcliRionsgesdiiditlidien und zeitgenössischen Ersehe!« nimgcn gleichmäßig bestrahlt wird. Wenn cs nämlich eine protestantische, d. h. vom Protestantismus als lebendiger, Ülauhcnskraft durchdrungene Rel.gionswisscnsciialt gibt, daun ist nicht cinzuscltcn, warum es nicht auch eine jüdische Religionswissenschaft im seihen Sinne geben sollte. Freilich muß dann die Bedingung, die hier gegeben ist, erfüllt sein} daß das Judentum nicht unter dem Gesichtspunkt ״Vorstufe des Christentums“ angesehen werde, sondern als geschieht» liehe Macht, die in enger geschichtlicher Kontinuität auf der antiken jüdischen Religion tußend, in der Gegenwart genau $0 lebendige, cigenwertigc und eigenkräftige Realität von allgemeiner Bedeutung sein kann, wie sie es in der Antike war. Gerade von einem seiner Rasse, seiner Geschichte und seiner religiösen Art so stark bewußten Judentum, wie cs dein nichtjüdischcn Leser bei Brod entgegentritt, sollte auch die niclitjiidische Welt sorgfältigste und ernsteste Aufmerk« samkeit schenken; denn hier geht es tatsächlich um die Frage nach letzter Vollendung und höchstem Niveau jüdischer oder christlicher oder heidnischer Religiosität, um einen edle» geistigen Kampf, der über den Wcltenthron des Geistes entscheidet ... Es ist daher nur zu wünschet! daß das Buch recht viele ernste Leser finden und daß doch endlich einmal wieder ein geistiger Frühling kommen möchte, in dem Bücher von solchem Rang in der Fülle dessen, was sich zeitgenössische religionswisscnscnaftliche Literatur nennt, nicht vereinzelt bleiben." * >; ln der gleichen Nummer der ״Soz. Moa" berichtet Hermann Kranoid in der Rubrik ״Kolonisation" über die Palästinadebatte im englischen Unterhaus vom März 1922 und die Alandatsbcstätigung an der Hand der Berichte der ״Jüd, Rundschau“. Die UnterhatisdcbaUe vom 3. Juli, das Ruten• bergprojekt, die Ansicdlung in Nuris, das Buch Höllischer! seien für die nächste Umschau zur Beachtung empfohlen. Rosch-Haschanah-Spcnden! Wir bitten unsere Freunde, die dieser Nummer beL liegende Zahllcarie für ihre Rosch-Haschanalt-Spende zu Gunsten des N.-F. zu benutzen! '3 ff fl t.i V WAJ I (•׳'''* D' c0j«Atorcinee־Paracf1cr n!>•«•1• öt״» Rr(««n'0r*m1fK4v*<t »d< mtbl« SehMlti«!«• «94 »«1b1*du«f Nwd i»Mt» 41» U t <I «, NwddtKb — Nero» •.H»l|*'ih4 ffMf v«»w»n«*j| Schluß 'des redaktionellen Teils. ’,üigfm.?w• lud Ir. IJnlrrrü.t 11n!t kZm MerztlSchos iÖnelesitQicsi 'MgcSiagidorf b, iBertin» Ba». 0r. Lcvy. Arzt ( Lucle Walter &*c)1i1*awaU Dr. faal ChoB« ״ V r 1 o b t __ ״Cm»*L B»rtln 8־W11, *oltkeitr.1 KOnlgKrSUar hk». Ti Ro«oh-H»»ebM1»l1 6<W1 f ״ Tunl• taUberg Heinrich TobIa«ch Vorlobta, Btatigarl. Rosa Chwolle» Dr. Immanuel Esiermsnn Verlobte. V Ervrta L«e«rcmo• Alk« Lecweaio«, g*b. Z»oob V r m i b 11 •, B»tlin-Sob0a»b»r». M«rM»«r»tr. 11, d. 14.8«pt.I8» V V-- - r ץ ApolHeV«( itfrei Schindler Toni SUilndlcr, tob. lluoUouhul» Vartn&hita. B*rUn-Wilm«rsdorf,I״ttub»ch«rBtit.8l, SopUW«. V. . ...._- - Junges ׳{. .otiulljüiVui'B) natlankl •rollRlOtnin •ur KrlBNiunt dar mtil י10ו H.MiulinlU-n, nmor C, <40 •n die l'.i'imd Jor JUitlsohen Itundtrlun f Dia Oeburt einer ץ Tochter!eigen hl««- I mit in I )oh» Wlgdcrowlltdi ן u. Fr. Faul•, gcb. Joel | Hamburg, 23■ Elul 5687■ J Lern־ tum baldigen Eintritt gesucht, Iluchhindlg. F«rd. 0!t»rU|r Berlin W bu. AugsburatrSlr.lS. Oegon ■obr bnh« ijfttirlgan, nSr.tumnicn ICn b.n KO'nohl. 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