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Jüdische Rundschau · 1922-06-23 · Heft 50 (23.6.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 50 (23.6.1922)
Date
1922-06-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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e: 50 -ז ־ Irischen nui wird ilicliujij» «״־, und '<1h' die s«ek*neil, und c:11, ela II <,!). Nr.50 JUEDISCHE RUNDSCHAU unsere nalisimn, 5 j Utk')!- fl 1 an, du• im fti '11 ticist, k annteii, sh klage 11 h sit’ruiig; 't M nitk/u- »I > vor- ' stellte, ums als :taandeln. t»»« als er kam י in Jen islussion iertcutajr ft bleibe, c s e r. K-ongreß, t wurde, raasgabe i sc 11 er torischen die Entwlii «Inte euer Dec. 1. Das!e-4־»kleur Mitarbdws Kann, . a. redi- Kongreß trfcimiung ent Co. :ung der 10. wurde die die 1c 11 einem 11 Boden• fiind ge• im Werte• '1 c 11 s t c 1 ז : ve 10 p S t ä d t e äj U 111 f a n 1 Hektar) j Deutschland Wahlaufforderung die Mitglieder 11er Berliner Zionistischen Vereinigung fieniali Bekanntmachung i!1 unserem ״Nachrichten- ... und in der ״Jüdischen Rundschau“ finden die ■;]en für die Vcrtretervcrsammlung der H. Z. V. nach )proportional Wahlsystem mit gebundenen Listen statt, ',fiidc sechs Wahlvorschlägc Hegen vor: Liste I Unabhängige Zionistische Gruppe. Programm: Die l) «abhängige Zionistische‘ Gruppe ־ daß der Zionismus eine Volksbewegung sei. Sie 1' die Zusammenarbeit aller Zionisten, unbeschadet evtl, ‘oppositionellen Standpunktes; insbesondere sie die jet/t abseil »stehenden, in jahrelanger Arbeit ,ibieii Zionisten wieder zur Mitarbeit heranziclien. betrachtet diese Sammlung aller zionistischen Kräfte ftlialb der Organisation als das Gebot der Stunde, 'will praktische Arbeit innerhalb der B. Z. V. leisten i geleistet sehen. Vor allem soll eine Aktivierung Berliner Juden für praktische Palästinaarbeit erstrebt!len. Sie verlangt schließlich, daß die B. Z. V, auch sonstigen jüdischen Leben eine führende Stellung ,jnnit und insbesondere die Interessen der Ostjiiilen iH'iiin mit aller Entschiedenheit vertritt. R.-A• Dr. Max Rosen- 12. Leo Kirschenbaum 13. Adolf Sperber M. Dr. Fritz. Mayer 15. Georg Biitow , 1<>. ilieinr. Goldschmidt 17. I. Rosenberg IS. R.-A. Ph. Kozowcr 19. Leo Fördcr 20. R.-A. Dr. E. GrolSmann 21. Dr. Kurt Lipoxvski 22. Wilhelm Sand. Seite 331 berg Rcg.-Rat Hans Goslar Philipp Grünbaum CI1. üarbatzky Samuel Haarpuder Dr. Felix A. Thcilh,her Georg Freund Kicwe Groll Alfred Eisfelder Pinkus Hauser Artllur Abrahamsolin Liste II Zeire Misrachl. Der Zeire Misradu will den traditionell gerichteten. :1 der nationaljiulischcu Jugend erlassen und auf •ctzestrciier Gnmdla>c zu einem Zionismus erziehen, ז aut eine gerechte Lösung der sozialen u״e, insbesondere Erez-lsrael dringen soll. l>er Zeire -raclii tritt ein: ־,. für Ausgleich <!cr politischen Gegensätze, : für unbedingte Ihirchfühnnig der Kongreil- und Ddcgiertentags-Beschlüsse, i für Gründung von Zeire *Misrachi-Wender״ nippen,;,für Ausbau der kulturellen Arbeit, unter besonderer ßctommg der Werte des traditionellen Judentums. Gesinnungsgenossen! Frcpnde! Wenn Ihr für unsere le eiutreten wollt, dann gebt Eure Stimme der Liste Zeire Misrachi. Wählt Laste Nr. II.;Fischei Goldhammer . Max llaer i Isanc Kahn 4. Gitta Goldmann 5. Jonas Grunis 6. Erst Halitzki. inslagi “Zionifj l Olutro״״״ ende* «' waren * (CJM1 bracht |l:. Liste 111 Berliner Zionistische Arbeitsgruppe. Programm: Die Berliner Zionistische Vereinigung ... als zionistische Ortsgruppe die Aufgabe, die örllidie jtetischc Arbeit zu leisten, sie Ist aber nicht dazu glimmt, den Schauplatz für die Austragung inner-;׳!nistisclier Parteikiinipfe zu bilden. Demnach muß die trtrcterversamntlung so zusammengesetzt sein, (lall sie •! Leistung sachlicher, dem Gcsamtinteresse dienender beit, garantiert und ihre Kraft nicht in Abstimmungsupfcn und leeren Demonstrationen verbraucht. Von ז Vertreterversammlung ist daher zu yerlangen, daß sie;ende Forderungen zu erfüllen gewillt und imstande!.Gewinnung neuer Menschen für den Zionismus durch unermüdliche Propaganda, die. um nachhaltig zu wirken, auf dem »lationalen Gedanken auigebaut sein ,null. Erziehung der Mitglieder zum Bewußtsein persönlieber Verantwortung für den Zionismus. Dieses Bewußtsein hat sielt zu verkörpern En der Alterkcnmmg der Beschlüsse des Kongresses und des Dclegicrtcntagcs, im aktiver Teilnahme an der Arheit und den geistigen Bestrebungen der Bewegung, tu der Erfüllung der finanziellen Pflichten, die die , Organisation ihren Mitgliedern auferlcgt. ' Weckung und Mobilisierung der im Berliner Judentum vorhandenen, für Palästina nutzbar zu!nachcndc« Kräfte. 1 Politisierung des jüdischen Lebens Berlins durch öffentliche Stellungnahme zu den Ereignissen der jüdischen Welt. *1 Oas taugliche organisatorische Mittel zur Verwirk- JMmig t!fr Aufgaben der B. Z. V. sind die Bezirksft JPp1. Sie sind zu stärken und auszubauen, fl Die Berliner Zionistische Arbeitsgruppe will dieses;],■׳־Srajum in die Tat umseizen, alle ״hohe Politik“ |;V den Berliner Vertretungskörperschaften fcrngelialten |f;<1 nur in den dazu berufenen Organen der Z. V. f. LX <J der Gesamtorgauisation bchaucfclt sehen. ״ Unsere Parole lautet: Kein Parteistreit, sondern jpdt und Pflichterfüllung! Wer diese Auffassung billigt, wähle die Liste: 16. Wolf Scheps 17. R.-A. Erich Cohn 18. Vclvcl Smil 19. Luise Ascher 20. Bertha Zamory 21. Dr. Lipnmanu Baruch 22. Walter Roth 23. Dr. Hans Bloch 24. Georg Baer 25. Dr. Hans Lippschütz 26. Kurt Hammerstein 27. Leo Rosenblüth 28. Max Sternberg 29. Dr. Leo Pcritz 30. Dr. Lk Jaiowicz D P/' Alfl־ed Schwarz ' [Ho Wolfennaim ,f; Egon Rosenberg 5 Alfred Frank Pr• Fritz Löwen stein 7־' Lf: Abraham Stcinert ■ ׳ hoobald Scholem; Jakob Haubcnstoek ״r• Henry Unna ״ ־*mer Bloch r: 31״'s Zamory ■ Dr. Moritz Landau 1, S,r•״ Ernst Wöllstein ' ׳ B°ris Bornstein 31. Kurt Jacoby 32. Max Kurz 33. I:rieh Leß 34. Dr. Moritz Bileski 35. Leo Jakobowitz 36. Bruno Perl 37. Bertram Fischer 38. Dr. Gertrud Zadik 39. Irwin Fisher 10׳. Walter Pliilippsthal 41. Felix Samucly. Liste IV Lelewer-MargullC». Programm: Wir fordern stärkste zionistische Prolaganda in dem Sinne der Sammlung der •Judenheit ur den Aufbau Palästinas. Wir fordern Beeinflussung der organisierten Zionisten in dem Sinne efuer lebendigen Anteilnahme an allen zionistischen und jüdischen Gegenwartsfragen, insbesondere öffentliche Diskussion über die Richtlinien der zionistischen Politik und Heran- Ziehung aller Kreise zur zionistischen Mitarbeit. Wir fordern Palästinaarbeit durch: a) Ausgestaltung des Paläslinaamtes, b) Schal fang oder Unterstützung von wirtschaftlichen Unternehmungen, c) Anbahnung und Förderung wirtschaftlicher Verkniipfting des F.inzelnen mit Palästina. Wir [ordern ,Fortsetzung der hebräischen Kulturarbeit, insbesondere Unterstützung der jüdischen Schulen. Wir fonlern unter Billigung der von den Vertretern der Jüdischen Volkspartei bisher geleisteten Gemeindearbeit regste Unterstützung zur Fortsetzung dieser Arbeit, 1. Dr. Hermann Leiewer 19. Dr. Fritz Mayer 2. Dir. Heinr. Margulies 20. Dr. Posner 3. Dr. Werner Bab 21. Dr. Kurt Pliilippsberg 4. R.-A. Georg Löwenberg 22. Betty Herzberg 5. Dr. Max Freundlich 6. Bruno Dobrc/ynski 7. Frau Maycr-Lübke 8. Dr. Nathan ben Nathai 9. Fritz Bernstein 10. Dr. Leo Scherek 11. Hans Bühtii 12. P. Hauser 13. R.-A. Martin Freund 14. Dr. Fritz Simon 15. Dr. Willy Schön 16. Dr Erwin Meyer 17. 1 laus Werner 18. Dr. Elias Fischer 23. Iwan Wittkowsky. 24. Dr. Schalom Hildesbeimer 25. Ernst Aber 26, Dr. Gustav Wcrmuth 27. Dr. Josef Lachmann 28. Ernst Boas 29. Red. Moses ׳Waldmann 30. Dr. Erich Sicdner 31. Nanny Margulies 32. Max Schulmann 33. Arno Wagner 31. Max Cohn ־ 35. Dr. Martin Ascher. Liste V Zionistische Arbeitsgemeinschaft Berlin. Programm: Schon der Name enthält das Programm. ״Arbeitsgemeinschaft“ der Zusammenschluß einer Gruppe bewußter, aktiver Zionisten, die sich eine Entwicklung der B. Z. V. nur durch ruhige, sachliche Arbeit denken, aufgebaut auf den Grundprinzipien der zionistischen Bewegting in Verbindung mit den von der Zionistischen Weltorganisation geschaffenen Institutionen. I>er Kampf gegen das Hineintragen persönlicher Momente in die Zionistische Organisation, die störend auf deren Ent- Wicklung wirken müßten, ist eine unserer vielen Aufgaben, und unser Bestreben wird darauf gerichtet sein, einem jeden Zionisten den Ernst der Lage und das Gebot der Stunde klar vor Augen zu führen, um eine harmoiiische Arbeit aller auf dem Boden der Kongreß־ beschlösse stellenden Zionisten zu schaffen. Nur die volle Achtung der Kongrcßbcschliisse, eine Mitarbeit mit der vom Kongreß berufenen Leitung kann eine Disziplin schaffen, die es möglich macht, unsere Aufgaben im Leben durclmisct/en und uns die Achtung 'und Sympathie der Judenheit zu erwerben. Dies bedeutet keinesfalls das kritiklose I limiehmen aller Anordnungen, es bedeutet lediglich die sachliche Behandlung aller Fragen und der sich daraus ergebenden Konsequenzen in unserer P a 1 ä s t i n a a r beit. Nicht die Sabotierung der Palüstinaarbeit kann den Erfolg bringen, nur das Ansporneu aller Kräfte'für Erez-Isracl und in Erez-lsrael durch Schaffung eines innigen wirtschaftlichen Kontaktes zwischen Galuth imci dem Laude, Hierzu halten wir die Gründung eines Palästina-Wirtschafts• rates für notwendig, der auf rein wirtschaftlicher und kommerzieller Basis aufgebaiit, durch praktische Wirtschattier und Knuflcute geleitet, dem Lande und unserer Entwicklung enormen Nutzen leisten könnte. Ein hesolideres Augenmerk werden wir der Elijah zuwcmleii, durch Mitarbeit an der Vorbereitung und Beförderung unserer Chaluzim durch Schaffen entsprechender Mittel für den Keren Hajessod und nicht zuletztfür den N a t ion a 1 f ond s. Auch in der Palästina- Arbeiterbank sehen wir, ohne Rücksicht auf die verschiedenen Anschauungen m sozialen Fragen ein Instrument der Erschließung großer Arbeitsmögitchkeiten in Erez-lsrael. N'ben der Arbeit in und für Palästina dürfen unsere besonderen Aufgaben im Galuth nicht vergessen werden. Hierzu gehört die Erziehung der Judenheit zftr nationalen Politik durch das selbständige Eingreifen in sämtliche Fragen des jüdischen Lebens und eine selbständige Ge 111 c i 11 d c po - litik der B, Z. B. mellt unter fremder Flagge, sondern mit einem zionistischen Programm. Dies bedingt auch eine intensivere Arbeit unter den in Berlin lebenden, Ostjuden, wodurch die Ostjiideu uns gewonnen werden können. . Oer Schutz der Ostjuden darf nicht Sache unberufener Einzelpersonen oder institutionell, sondern der Zionistischen Organisation sein. Der Aufbau eines jüdischen Schulwesens vom Kindergarten bis zur Hochschule, eines gewerblichen und Hamleissdmlvvesens muß uns die Jugend gewinnen, während wir bemüht sein müssen, durch Schäftung einer großen Kreditinstitution (Volksbank) auch auf das wirtschaftliche Leben der Juden ln Berlin cntscheidemien Einfluß zu nehmen. Was ein solches Instrument in unseren Händen bedeuten würde, timli nicht besonders hervorgehoben weiden. Bibliotheken und Lesehalle '11 müssen für geistige Entwicklung sorgen. Vor allem aber muß das gesamte zionistische Leben in einem Punkt zusaminenlaufcn, in einem Punkt, wo alle zionistisehen Institutionen zu finden wären, Die Gründung eines jüdischen Volksheims ist Voraussetzung und Lebensuotweiidigkert der Entwicklung ' zionistischen Lebens und zionistischer Arbeit in Berlin. 1. Benzion Fett 6. Mosze Kaniuk 2. Chajim Brunner 7, Moses Waldmann 3. Dr. Ernst Bernhard 8. R.-A. Felix Auerbach 4. Noc Horn 9. Leo Karfunkel 5. Josef Münz 10. Mendel Engelberg 11. Martin Fricdländcr 12. Paul Diamant 13. Pcssadi Feiwel 14. Lotte l.ichtenstein 15. Joset Blimiberg 16. Leo Bienstock 17. David Rosenberg 18. Sani Ochs 19. Jakob Josefsberg 20. Max Uavr 21. Chajim Gottschalk 22. M. Gim/cr 23. 24. 25. 26. 27. Jacob Haubcnstoek Velvcl Smil Georg Lachmann . Martin Lippschütz Dr. Leo Sborowitz 28. G. Kiriasefcr 29. Tilla Ritter 30. Ch. Widerspiel 31. Isaac Schärfstem 32. Wißt Jiiriiianji 33. Jacob Pauker. Liste Vf Berliner Misrachi-Gruppe. 1. Leo Barth 4. Max Engelberg 2. Beruh,11־ dt Schragcnliciru 5. Samuel Haarpuder 3. Dr. Hermann Rom (1. Georg Freund. Es bestellt eine Listenverbindung zwischen,' Liste 1 (Dr. Max Rosenberg) mul Liste IV (l)r. Leiewer). Ebenso sind Liste 111 (Dr. Schwarz) und Liste V (Benzton Fett) verbunden. Die Wahlen finden statt: Sonntag, den 15. Juni: 1111 Büro der Z. V. f. D. (Archiv), Sächsische Str. 8, von 9 -I Uhr vorm. Mionrag, den 26. Juni: Gruppe Ost und Gruppe der Zionisten aus dem Osten, im Lchrervereinsltsaus, Alexaralerstr. 41, von 1/aO—1/all Uhr abends. Dienstag, den 27. Juni: Gruppe West im K. I.V. (Cliargiirteiizimmer), Kurfürstenstr. 150, von VA>-*/!B Uhr abends, Grup1>e West und Charlottcnburg im Sitzuiigszinimcr der Synagoge, Fasaneustraße, von Va9—,/all' Uhr abends. Mittwoch, den 28. Juni: Gruppe Nordwest im Büno der B. Z. V., Scydolstr. 3, von 12—4 Uhr nachm., Flensburger Str. 30 (in der noch nidit eröffnet«! Bücherstube der Ewcrbuchhandlnng) von ■/21)—1/211 Uhr abends. f Donnerstag, den 29. Juni: Gruppe Nord im Verwaltungsgehäude der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, von 1,'!!9-Vsll Uhr abends. Freitag, den 30, Juni: Gruppe Südwestliche Vororte, in der Wohnung von Herrn San.-Rat Dr. Laserstein, Friedenau, Kai-serallee 114, von 1/a6- 1;j>8 Uhr abends. Sonntag, den 2. Juli: Im Büro der B. Z. V., Seydelstr. 3, von 9—1 Uhr vorm. Die Wahl ist geheim. Jeder Wähler muß persönlich im Wahllokal erscheinen. Er nennt dem Wahlvorstand seinen Namen und seine Adresse und empfängt sodam! nach Feststellung seiner Wahlberechtigung einen Stimmzettel, den er in ein Kuvert steckt und dein Wahlvorstand1 überreicht, der dieses im Beisein des Wählers in die Urne legt. Auf Verlange« des Wahlvorstandes ist der Wähler verpflichtet, die Identität seiner Person und seines Alters nachzuweise». Mitglieder unter 18 Jahre« haben kein Stimmrecht, Wähler, die innerhalb der Wahlfrist von Berlin abwesend sind, dürfen schriftlich, ihrer Wahlpflicht genügen. Hierzu sind zwei Briefumschläge zu verwenden. Der äußere Umschlag, der an die B. Z. V. zu adressieren ist, hat auf der Rückseite Vor- und Zuinainc und genaue Berliner Adresse zu enthalten. Auf dem inneren geschlossene« Bricfuinsdihg, in welchem sich der Waliizettcl befindet, ist der Vermerk anzubringen , ״Walil/cttel“. Der Stimmzettel muß spätestens am Sonntag, den 2. Juli, mittags 12 Uhr, im Büro der B. Z. V. sein. Der Stimmzettel ist lediglich mit der Nummer dir gewählten Liste und mit dein Ruf- und Familiennamen des au erster Stelle stehende« Bewerbers auszufüUea Stimmzettel, die Zusätze enthalten und dieser Bestimmung nicht entsprechen, sind ungültig. Mitglieder, die mit mehr als einem ihrer Quartalsbeitrage im Rückstände sind, haben nur dann das Wahlrecht, .wenn sie die rückständigen Beiträge vor der Wahl bezahlen. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung gez, Dr. Max Rosenberg. Ueber die Tätigkeit der ״Ha&wodah“ Der zu Beginn dieses Jahres in Berlin gegründete!? Gesellschaft zur Förderung der landwirtschaftlichen und industriellen Arbeit in Palästina, ״Haawodah“, gelang es in 'verhältnismäßig kurzer Zeit, wichtige praktische Arbeit zu leisten. Die Chaluzim der von der ״Haawodah“ in Dortmund und Essen gegründeten Baukurse haben nach Vollendung eines vor einiger Zeit übernommenen Akkordbaucs den Bau eines neuen begonnen. Sämtliche Chaluzim arbeiten unter Anleitung eines erfahrenen Poliers, eine Anzahl von ihnen werden als Bau-Vorarbeiter für Palästina herangebildet. Die ״Haawodnh“ bemüht sieh nun, eine Anzahl ausgebildeter Arbeiter auf dem Laude unterzubringen, Arbeiter lieraiizubüdcn und im Ridirgebiet neue Gruppen zu bilden. In Anbetracht der in Palästina herrschenden Wohnungsnot und der wachsenden Einwanderung wird der billige und schnell herstellbare Bau zu einem unerläßliehen Erfordernis. Dahei lenkte die ״Haawodah“ ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Praktik des Sicdlungsbaucs in Deutschland, wo bekanntlich auf diesem Gebiete in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte‘erzielt wurden. Zwecks Heranbildung einer Anzahl von Arbeitern für diese Bauart hat sidi die ״Haawodah“ mit der ״Lehr- und Versuchsstelle ttir Naturbauweisen“ ii! Sorau (N.-L.) in Verbindung gesetzt. Die Gesellschaft steht i!1 Verbindung mit Litauen, Rumänien und Bulgarien. ' Die jüdischen Hilfsorganisationen, die sieh in konsthiktiver Hilfe betätigen, verfolgen wohlwollend die Tätigkeit der ״Haawodah“; einige Von ihnen erklärten sich bereit, der ״Haawodah“ mit finanzieller Hilfe entgegenzukoimnen. Dr. Leo Sußmann. Der Hilfsverein der Deutschen Juden teilt uns mit, daß er bereit ist, Geldspenden für die notleidenden Glaubensgenossen in der Ukraine in Empfang zu nehmen und seiner Sammlung beizufügen, welche bisher die Hühy von ungefähr 3 Millionen Mark erreicht hat.

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