Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 47 (13.6.1922)
- Date
- 1922-06-13
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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j Nr. J U E Dl SC H E RUNDSCHAU Seite 311 Die Kampagne des Vatikans j 0 n d 0 n (J• C. B). ln Beantwortung einer Anfrage . liberalen Unterhaus-Uitgliedes C, L. Malone ,11(. Unter Staatssekretär für Auswärtige Angelegen- 11;1 r in s w o r 111 im Unterhaus, der Vati- * 11' 7a Ccci. | liefe Besorgnis betreffs des Schutzes der Reclite der 1׳״!olischen und der anderen christlichen Gemeinden ’ Palästina und nehme darum gegenüber der zionisti- ,,, i'niitik eine 'mißtrauische Stellung ein. lis bestehe ", offizielle Kenntnis darüber, daß der katholische rbreh in Jerusalem, Monsignore Barlassina, eine Bot-, |,(l (|es Papstes an die englische Regierung mit sich &! Darauf fragte Malone weiter, ob die Regierung S, den Angriffen des Patriarchen gegen die englische f iiinistration Kenntnis habe und ob die Regierung Anschuldigungen widerlegen wolle, sofern sie |'sind. Hierauf erhob sich der Kolouialininister i,,;ton Churchill und gab die Erklärung ab, er l;(]c die ganze Angelegenheit des Patriarchen Barlas- 11 einer Untersuchung unterziehen. 11(0111. (J. C. B.) Die hiesigen Zeitungen ver- 1 -utJichen einen, allein Anschein nach aus offiziellen!׳;ginkriiscn, inspririerten Bericht, in welchem erzählt §?J1 d-r ״Heilige Stuhl“ sei über die zionistische |;twicklung in Palästina beunruhigt ge- |.en und habe aus diesem Grunde «Jen Patriarchen |i, |m1salem Monsignore Barlassma nach Rom ein- |i,!cn. Nun ist der Patriarch nach London abgereist, v5r der englischen Regierung den vati- .:;dien Standpunkt auschiandcmisctzen und zu ver- :;!״cii. Ferner hat der Papst den ״Beschützer des Stuhles“ Pater Ferdinande» Distalcvy einer Beratung nach R-om cingeladen. Es verlautet, Lulevy nehme gegenüber dem Zionismus einen n o c h!];verso h 111 i ch e reri S ta 11 d p u n k t ein als Bar-;ju, und der Vatikan neige seinen Anschauungen mehr denen Monsignore Ba rlassiuas zu. Offizielle Anerkennung des Sabbat B.). Da der 3. Juni, der Ge- Königs, in diesem Jahre auf .11 Sonnabend fiel, der zugleich ein Sclvowuoth-Tag :, verschob die palästincnsiscV Regierung die i.nonicllc Geburtstagsfeier auf Montag, den 5. Juni,; auch der jüdischen Gemeinde zu ermöglichen, sich film Zeremonien zu beteiligen. Der arabische Klub in Jerusalem veröffentlicht נ einen Protest gegen diese Maßnahme der Regierung, »vieltem gesagt wird, die Verschiebung der königlichen arlstagsfcier beweise den Umfang der zionistiu n M a ch t im Land*. Diese Angriffe gegen eine Maßnahme, die ein ein- (ietet des Taktes ist, beweisen, wie weit die jbhetzung der Araber sie zu einem objektiven Urteil, |jl:ig macht. ntlroi IWlinnr ZionlsU.011״ VoroinlKan*, BorUn 01», Soydelatr.B r«l»|1ho׳ 1״Zontriun «itU/15 . )*oHnchooklionto No. 12000 iWlin NW 7, K 11,-(mv«rwftIlur1K rlor B. Z. V. M ttwoch, d״f. 14 Juni »boncU 8'Uhr Gruppo Oat in •W Brimnrot Frlndriolnhidn Uamülllth('• UflaaniBifwaaltt ZiowUUaeher JawamlTt,n.ln, Hotligogottt1tr. 52 11 <1 iok 11 r n U IUpoEI-ll.״tr, ira Halm Linlomtr 121 »tiond• 8»/, Uhr 8101׳ n» d>« 1,'iWlm Waad und AB«>pr«oha בית ועד עברי׳ ברלין• מומץ את חבריו לאספה שתהיה ביום החמישי יי יוני בשעה ,v« בערב באולם* נוטמן 4, am Noll*ndorfplftfs סייאתזא* JJUI0 ,«׳1au׳0!OmUarhet» Z1hnftrz מוקדשת להרצאתו של ה׳פרופיסור פ. שניאורסון על הנו׳מא: ״התעודה בהיי היחיד והלא ם״ _ לחברים -הכניסה הפשית. לאורחים 10 טרק. לתלמידים 5 מרק Soau&bund, <17 >נ .ln׳i ahoad• bH Ulir * tUpo^i-Ilazftlr, מוי Halm. TAnien«tr. 121 CbftivertiU'VersaiumluBri Wahl eut Vortietervenammlang dtp H 55, V. ui d \1׳«spraoho MNiftchUJu^codgemcInirhaft, Ur mi<*nburgor Btr, 00 (Gartonhaui) ט o H Uh»* Edmund Lovyi B<aprrrl1un« ▼oa פרקי אבות B*d dtrao /«d1j?ea. hfclit« * Jerusa lern (J. C. su״ des englischen Moutng, doo 1», Juni nbonda 8 Uhr üeir-ntllcho JQiltaelie Vorummliiiif im grofi n -״ml dnr Pb11h»tm<m׳e, Bornburgor Btr. Kodnor! äohmt» jaho Ltwin llabriltrhor S|1lrlnarl1mltlar dor (irappe S&A, Laiaan-Ufor 8, Im Koitnurnnt. Moldungon nimmt *nBordom ©Bt|f0«on! Pu Kultardoiarnat dir B. Z V., Boydolatr. S (Zimtnim 861i 16). Berliner Zionistische Vereinigung Montag, 19. Juni, abends 8l/3 Uhr, im großen Saal der Philharmonie, Boraburger Str. ]11 ',II ilif.'ld 20, 21 —. K Jlünz 22.»'■ ־Ollt-'l־ tu: J«״'■ ,—, Cior.itl״ ut, K'arfii■ nn1״l U> - _ a״lr. 2<t •fl ״ ,—.10׳ Kf-fe üAs-Sdiüi׳!'׳• ij —, di Zionistische Bewegung Eine Konferenz für Tneorie fles Z׳onismus Die Mitglieder der Zionistischen Exekutive, Leo dzkin und M.Soloweitschik, haben auf per- 'liehe Initiative für den 30. Juli eine Konferenz Heidelberg cblverufen. Auf dieser Konferenz 1 sich ein engerer Kreis von Persönlichkeiten der!׳'tischen Welt mit dem Ideen gelt dt des Zionismus ״et. Das Programm der Konferenz, schließt auch• ,«•_■׳ ° paii'ijf"׳,rcc'״1״gcn ein über die jüdischen Rechte in Palästina, >710 « ii f ^rakC der Selbstbestimmung, das «arabische Problem, •>'•■ Ji: ",”'1; Verhältnis des Zionismus zu dem Problem der i*>ra, endlich auch gewisse praktische Fragen des Mus Palästinas mul der Kölonisationstätigkcit im Es spricht Schmarjahu Lovln über: ScIiicliNtil und Augenblick Der Kauipf nir <11«a Vcrwlrlcliclmnu: <lew ZIoiiImiiiiim Karten zum Pridso von 20.-, 10.—, 5.— n. 3•- Mk. erhältlich im 10»״ der B. Z V.,!SeydelRtr. 8, Z V. f, D., Miclmiaelio Str. 8, Bucldmndlnng ,,Ewer", Knesebeck- 8'ruße 54 uml Ferduiund Ostmtag, Augsburger Str 28, linciihfti'dluni; David Rimenberir. Grenadiers׳ raße 38 «ml Buchhandlung Qonzor, Oranienburger Straße 26. Hermann Jacob zum Gedächtnis Mit Hermann Jacob verliert die Zionistische Vereinigung für Deutschland einen treuen und bewährten Gesinnungsgenossen. Ls gibt gewiß mir wenige, die, wie er, viele Jahre hindurch — nur unterstützt von seiner Frau Charlotte Jacob -- seit den ersten Zeiten des deutschen Zionismus bis zur Jetztzeit unermüdlich für unsere Sache gekämpft haben, Hermann Jacob schloß sich der zionistischen Bewegung sofort an, als er mit ihr Jiekamit wurde. Für ihn, der aus einer gut jüdischen Familie stammte und eine gute jüdische Bildung mitbrnchte, war der Zionismus eine Sclhstvcrstäiulliehkeit. So wurde er Leiter der Ortsgruppe in Stettin, die er begründen half, tmd war noch bis zuletzt ihr Ehrenvorsitzender. Er hat in dieser Stellung in einer Gemeinde, die gewiß ein schwieriger Boden war Vogelstein war dort Rabbiner ׳ - sein Bestes in persönlicher Arbeit gegeben. Durch keinen Angriff ließ er sich entmutigen, er wußte, daß einmal bessere Zeit kommen würden, und er hat, wie er mir oft sagte, für die Jugend die Ortsgruppe gehalten. Er sali eine Reihe von jungen Menschen aufwachsen, die auch nachher, als sie seine Gruppe verliehen, am Zionisimis aktivsten Anteil nahmen. Er erlitt den Schmerz, daß manche von ihnen, die er persönlich überaus schätzte, wie Wilhelm Greifenhagen, Hugo Ascher und Fritz Michel, im Kriege den Tod fanden. Noch bis in die fetzte Zeit hat er oft in treuem Gedenken von diesen Menschen und ihrer zionistischen Arbeit gesprochen. Mit seiner jüdischen Bildung verband er eine gcdiegene Allgemeinbildung. Seine politische Anteilnahme an deutschen Dingen, seine starken Beziehungen zur deutschen Kultur und Landschaft ließen es iJuti tmhegreiflieh, erscheinen, wie seine Gegner einen Unterschied zwischen Zionismus mul Staatsbürgcrtuin konstruieren wollten. Cs war dies eines seiner Liebliiigsthcuien, auf das er immer wieder zurückkam. Leider war er hineingestellt in einen Kreis von Menschen, die jedem idealen Streben verständnislos gegenüberstanden. Die Utimöglichkcit, sich über die Fragen, die ihn beschäftigten, auch mit Gleichaltrigen ausziisprccJicn, zwang ilm häutig zur Flucht in die Ocffcntlichkeit, und in aggressiven Artikeln in der ״Jüdischen Rundschau“ machte er häufig seinem Herzen Luft. Diese Kampfeslust, die Jugend und. schließlich auch ein reger Briefwechsel mit geistig hochstehenden Menschen außerhalb seines täglichen Kreises hielten ihn aufrecht. Seine zionistische Pflicht erfüllte er mit vorbildlicher Selbstverständlichkeit, an ihn brauchte man nicht wegen Keren Hajessod heranzutreten, er gab von selbst. Alle, die ihn gekannt haben, insbesondere diejenigen, die er hat zum Zionismus mit erziehen helfen, werden seiner nicht vergessen. Albert Bacr, Berlin. ,-■•l. A■’1' h so 50.- I l1|<״l«l׳■" I I, w .1 11 liv. II in•! m! — * K.ix■ rl׳״2 «1׳״ : Kat? ■ oHliPiG b■ , S V ־ 1י ז יי . I'r. ז(נ■ rli 0°׳׳' ajisrr; ■■יי ״1י, -.<«■ 87 -, llirr- ׳־״1:011 ׳־־ ׳״r :i■•ת» ־־.20 r׳is1• * ׳״'..<־.2ls ׳0 K r :1 in uG« '׳Kiel '1,'11 llii 1P ״H’. gemeine Wahlen für die V־׳r re erversanvnk der Berliner Ziomsti-chen Vereiniguny Die Wahlen finden in der Zeit vom 25. Juni 1922 F Juli 1922 statt. ,'*'י<1111נ rechtigt und wählbar sind alle mämilidveu ■ Wvibüchcii Mitglieder der B. Z. V., die mindestens o'lire n't sind, soweit sie bis zum 18. Juni 1922 'gc״ Beiträge bczaJilt oder gegenüber dem Haupt- Gmie der B. Z. V, evtl erklärt haben, daß sie '" nicht imstande teiai. 1S si״d 37 Vertreter zu wällten. DL' Walde״ erfolgen geheim nach dem Proportional- Ein Beanitenjubiläum ׳;1);־־־)Ilö.ij 897H9' •17 888.65 a. ׳v'al,T s.-S1«»n!i >p. '׳• *V j aiil. d■ a«5' s 10 I 7,20 s t erm rtzciclic״- ht f. ״n5 Jiend■ . v 50.־' , 1 ‘Art ״יי/ jj, U**\ •n ^רי1׳ל18ו fmon '.vsteni und dem Prinzip der gcbundeiicu Listen. & Wthlrorschlägc sind spätestens am 20. Juni 1922 ״n0 der B. Z. V. einzureiclusi. Der Wabhorschlag G>1,,mindestens 30 Wählern cigcnlwmtig (mit Rufamiliinnamen) unterzeich.net sein, von denen einer ן ® wiiterc Vcrhandlimgen bevolimädi.igier Vertreter '7•dehnen ist. Kein Wälder darf mehr als einen "orsdiiag unteizeiduien. Von jedem Vorgesdila- 11 muß die schrift'>kf1c Zustimmung zur Aufnalmie wah.lvorsd1.bg mul ein schriftliches Versprechen 1 Pmclitgeiiiäfkn Ausübung des Amtes beige fügt 7,"!.. ^CWcrber dürfen auf mehr .als einem Wahlvar- 2 kandidieren, jwloch nur auf einem an erster Steile, ™״b״ sind mit Ruf* und Familiennamen uml in JIi'r Reihenfolge aufzuführen. Ein Wahlvorsddag iiah°'V01'* m1^lr ais auch weniger als 37 Bewerber : >• irere Wahivorschläge können miteinander ver- I n Wcr<ien. Die Verbindung muß von• da» Vertretern der betreffenden Wahlvorsddäge spätestens am 21, Juni 1922 dem Büro der B. Z. V. gegenüber überein stimmend schriftlich erklärt werden. Die Wahlordnung kann itn Büro der B. •Z. V. in den Geschäftsstunden cingcsdien wmlcmi. Wir fordern hierdurch zur Einreichung dnr Wahl- Vorschläge auf. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung gez, l>. Max Rosenberg. Büro: Berlin C 19, Scydclstr. 3. Teleph.: Zentrum 3614/15. Aus der Wahlordnung für die Wahlen zur Vertreter- Versammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung. Der diesbezügliche Teil der Wahlordnung lautet: § 10 ... . Wähler, die innerhalb der Wahlfrist von Berlin abwesend sind, dürfen ihrer Wahlpflicht schriftlich genügen. Hierzu Sind 2 Briefumschläge zu verwenden. I>r äußere Umschlag, der an die Berliner Zionistische Ver-! cinigimg zu adressieren ist, hat auf der Rückseite Vor- und Zuname und genaue Berliner Adresse zu enthalten. Auf dem inneren Briefumschlag, in welchem sielt der Walilzetlel befindet, der geschlossen sein muß, ist der Vermerk anzubringen ״Wahtzettel“. § 11. Auf dem Stimmzettel darf der Wähler nur die Ordmmgsmimmer und de!» •Namen! des an erster Stelle stehenden Bewerbers eines gemäß § 9 bekanntgemachten Wahhorschlagcs vermerken. Stimmzettel, die dieser Bestimmung nicht entsprechen, sind ungültig. Mitteilungen des Techn. Chaluzsekretariats I Dringend gesucht werden zu Ausbildungszweckcn zivei tüditige Maurermeister oder Maurerpoliere •für Dortmund bei sehr guter Bezahlung. Gesucht ferner: Ein Elektroingenieur mit umfangreicher praktischer Erfahrung, der als Instruktor an eine Kooperative nach Litauen gehen will (Chaluz). Offene Stellen: Eine Müllerlehrlingsstcllc, zwei Tischlerlehrstellen, eine Zimmcrlchrstcllc, eine Elektrotechnikersieile (für Praktikanten geeignet),, eine Bauarbeiterstelle. Gesuchte Stellen: Schlosser, Maurer, Tischler. Wegen Versendung des Juni-Rundschreibens ersuchen wir um Angabe aller ’ Atlrcssen-Veränderungen. T c c 1111. C11 a 1 u 1.8 c k r c t u r i n t, Berlin W 15, Sächsische Str. 8. Am 13. Juni sind es 25 Jahre, seit Adolt P o 11 a k in den Dienst der Zionistischen Organisation getreten ist. Als 1897 ״Die Welt“ als Organ der jungen Bewegung gegründet wurde, nahm Theodor Hcrzl den jungen Burschen, der damals aus der stidmührisdien Provinz nach Wien gekommen war, als Praktikanten auf. Durch seine treuergebeneu Dienste erwarb er sich bald Plcr/Is volles Vertrauen und stieg zum leitenden Verwaltmigsbeamten der ״Welt“ auf. Mit ihr ging er nach Her/Is Tod, 1905, nach Köln. Hier schuf er durch geschickte Ausnützung der über die ganze Welt gespannten zionistischen Beziehungen dem Blatt eine gediegene Basis und sicherte ihm stetig wachsende Verbreitung. Bei Kriegsausbruch wurde ״Die Welt“ eingestellt. Pollak rückte ein und blich bis zum Kriegsende irn Felde. Nach der Abrüstung trat er zun! Hauptbüro des Keren Kajemeth über, für den er werbend und organisierend die Länder Zentral- und Süllosteuropas mit trefflichem Frfolg bereiste. Seit Jahresfrist setzte er diese seine Arbeit im Haag, dem Sitze des Hauptbüros, fort. Nach dessen unmittelbar bevorstehender Uebcrsicdltuig nach Jerusalem wird Pollak als Beamter des I lauptbiiros von Berlin her die Verbindung mit den vorgenannten Ländern aufrecht erhalten und weiter ausgestalten. Po(lak ist der Senior der zionistischen Beamtensehaft. Wo ׳so viele andere 11,11:11׳ einigen J:1l1n11׳ Dienst enttäuscht, verbittert, verbraucht, aus der Reihe fielen, setzte er seine Arbeit mit gutem Mute und verdoppeltem Liier fort. Aus Männern solchen Schlages, welche ihr Beamtentum als höchste Ehre schätzen und sich weder durch Sucht nach Geld und Gut, noch durch politischen Ehrgeiz beiseite locken lassen, ganz dem Dienste des Volkes geweiht, wird sich jene Beamtenschaft aufbaucn. auf deren Treue nicht zuletzt die glückliche Zukunft unseres Volkes und Landes beruht. Adolf Pollak, der sich in der Bewegung nicht mir seiner Verdienste wegen der größten Ächtung, sondern wegen seines gewinnenden Wesens auch warmer Zuneigung erfreut, kann an seinem Ehrentage der herzlichen Glückwünsche aller Zionisten, die ihn kennen, gewiß sein. Z. Vom Palästinaamt Lin Paliistinafahrer, der zu einer melirmonatliclien Unterbrechung seiner Reise in Berlin gezwungen ist, sucht in Berlin als Fleischhauer, bzw. Klempner unterzukommcii. Er. kann auch als ungelernter Arbeiter jede Verwendung finden. Die Gesinnungsgenossen in Berlin werden dringend gebeten, dem Maiui bei Beschaffung einer Arbcitsmöglichkeit behilflich zu sein. Mitteilungen an das Palästina-Amt, Berlin W 15, Sächsische Str. 8. ׳ Die Fahrt des Sonderdampfers ״Tiver“, die vor einiger Zeit für den 13. Juni angekündigt war, findet gemäß telegraphischer Meldung des Lloyd Tricstino nicht statt. Für zwei junge Mädchen, die sich wirtschaftlich ausbilden wollen, besteht eine Ausbildungsmüglichkeit im Jüdischen Krankenheim Ln München, Es besteht dort die Möglichkeit, die Wirtschaftsführung 111 voller Grundlichkcit zu erlernen, jedoch ist die Verpflichtung vorharnten, ein halbes Jahr־ dort zu bleiben und sich jeder Arbeit zu 11ntcr.׳.k־he11. Jüdische junge Mädchen, in erster Reihe Reiehsangchörige, wollen sich beim Palästina-Amt meiden. /