Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 19 (7.3.1922)
- Date
- 1922-03-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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!!! /״w JUEDISCHE RUNDSCHAU [4?«יי» ColJ?י owsici 1(x| Seite II© Die Briefmarken von Palästina Zeitvertreib timt FrüH'f 0*,י n,3ß'Kcr Zeitvertreib tmd vielfach ver. 1!r Sport, lutt das Briefmarkcnsanimeln heute eine!״ *tsscnschaftliehc Durchdringimg erfahren, deren! r׳< ־-r TSw^ j I *■ Arth־■.!״ , C3‘ tn-KönigsfjiW *H» f orihst von dem krassesten Laien nicht mehr be- L N h 0i׳־:f(Jwerden kann. Wir schon heute überall, wie f ן ״8, 1י •.;ין:n 11,1 וססיץ Staats wegen, als auch von privater Seite Fe-’.'rTi 1{i4׳*’*tw״t1tdic das größte Interesse gewidmet wird und *1 ׳•Ti? 11 ,'”riiecn Zusammenarbeiten beider Teile das Sammeln M « n• H 111' imin« 'vcitcre Spezialisierung erfährt, ftnvli-m r' 1' ן . ist infolgedessen vom zionistischen Standpunkte f ™ *־r9J n! begrüßen, wenn man sieht, daß das Interesse I *i!f pJjiatelLstcn sich jetzt auch den Briefmarken wn [i lllk-iina nnvendet, und es ist ferner zu bemerken, daß fe!'3dies Oebiet mit mindestens dein seilten Emst heran- [ wird, wie z. ö. an Alt-Deutschland, Schweiz, Pie" '• uii'äSi&ii'latr-l oder sonstige Spezialgebiete. 1 Todestage, J geitler muß jedoch festgestellt werden, daß erstens!VVeclilcr u *,״ cbcu erwähnte Kontakt zwischen Behörden und,!,י Vöns-ifmmlcrn, wenigstens was dcutsdic Sammler anbetrifft, * לבורר kC 1* gering ist, daß ferner sowohl wegen der Valuta, Udli ivlilv* JW'iVIU «VKvt» UV‘ V «1 i .,Tjich wegen der Entfernung, die Beschaffung van! 1 SdiwcsterjlLyrend Material auf große Schwierigkeiten stößt, abwenthal-leo |:^1קון davon, daß das Oebiet noch nie philatdistisch M, Lklor Ijj^hforscht worden ist und vollkommenes Neuland . . Berta f1jR!c!tt. . ridc 1׳ B. J |n England dagegen herrscht für palästinensische dankt d;|^e|marken in allen Sammierkreiscn großes Interesse, iantor Tor. aucj! dort ist bereits die Spezialisierung sehr weit L. ^;י fdiehen. Eine der bedeutendsten Briefmarkcnzxitimgen Wf 2inw!s.i>h ״f|!c Stamp Collect in g“, bringt fast in jeder Ver: Di(■׳ v,״־ — n״l:־‘: -ul *1-1--י-'- — »aum 1 R rau Hem' •den I ß bung 1׳ B“ I B.. w־y 851*1 Barllaar Zioul5t!;»oh* YaraljnlgtraA B«rl!a 013, B Talaphoni Zentroa» 801411$ * P0«t»01j»«t:kcj5ta Ha. ]£306 Barlln HW 7, KaaaonxariraHanj[ der B. Z. V. Habrllirk* Lesehalle U.-.3 S«»l.1r4c1i8m6ä» der B, t. T_ Prc!-oa*r* *trala ä'J (Hof). — Gc5£Tne* Kontos, ttlttwoob sad Doncare tag von 8—10 Uhr. — JTait *II* bebrr.boh-n Kaltau יל׳ an and Uoc*e<hefta dor Welt U0K״a au«, — Au»ko11fl<:t:lle für babrllfaoh• Angolcjjanholtan. — Itsü'paakt »ll#r Xrsaud* der hobribchan Bprnob«. Rlntfttt (r*L lüttwoch, don 8. M&r* ebenda ( Ubt Grappe Out, in den TJnlon״Mon, Greif•Trelder Str. *22, Vortrasr von Herrn ßtadtonrat De. Ulekaeltat ״Jabab Waaaaraaa&aa Weg *1* Daataefeer e*d Jada“ Vimüncr ’ Notizen über Palästina, sowohl Berichte' aus m Lande selbst, wie auch von englischen Sammlern. Iranzösisehen Philatelisten scheinen dieses Land ganz j vernachlässigen, da Schreiber dieser Zeilen in dort scheinenden Zeitungen nidits darüber gefunden iiat. Für den in Deutschland lebenden Sammler brach teils- ,vrt ist vor allem der im Februar 1922 erschieneno Siditrag des Michel-Katalogcs, der «ine ziemlich den l'ertiältnisscn cntsprediemie Liste der von der palästincn* iiidiai Postverwaitung herausgegebenen Briefmarken •ibt und auch einige Seiten weiter einen sehr kurz .;(haltaicn Abriß der Geschichte derselben hinzufügt. Kr vielen bereits existierenden Fehldrucke (ähnlicli dem stallen ״DFUTSCHES REICH“), durch die sich im |A. Abwaiftiljemcinen der Senf-Katalog so beliebt gemacht hat, enuluAiioif icißcr nicht erwähnt. Befremdend und grotesk jäume 100' pntea giA W50, I Ncflin!■!- plw Aiiroa i*W. Natt K*. di». IS Zloatatlaahar Jajeadvarsla, Im Horn, HatUpragolat'tr. 62, »bda.8 übt Uflmaboad untar Laltnug von Uorra Sana Donnar«♦»(׳, d*n 8.!für» ■band■ 8 Hhf Gnpp• Ch*rlotta«b«f(j, im Sltoapjsaaal dar Rynaroga, Faaaneoatr, Vortrag von Harra ür. Mala 1, Gonoralaekratlir dar Jüdlaoban äamatndai «Aaa dar Torgestblcht* daa Zloataaau“ Mtaraabl-Jagandgemetaaehart, la» Holm, Dragnnaratr 9?, abda 8>/,מז» Biagf ri ad Bppanataini ״Saefar Uaagadot raa BUlik" Grappa Kord, Konditorei Waber, Boaana'r., abanda 8 Uhr AUgaaala* Aaaapraob* 8b*r dla Vartrctar-Veraanaalaag בית־ועד עברי ברלין. ביום החמישי הבא. י למרץ. באולם הקבוע של בית־ר״יעד H&lowatraaüa 10t ()KDDITOVlK) שיחת־ חברים טוקדשה להוצאת־הספריס "דביר" את השיחה יפתח ח. נ. ביאליק. ländern, hob die jahrelangen Bestrebungen, eine Vcreinigimg aller Juden der Diaspora herixizuführen, hervor und wies nach, daß die Initiative zu allen Organa* Kationsvcrsuchcn der OcsamtjiKlcnheit wohl von Zionisten ausgegangen sei, daß aber die Zionistische Organisation es nicht verstanden habe, die geschaffenen Positionen auszunutzen, weil sie nicht den Mut hatte, die Aufgaben, die das Ooluxleben erfordert, mit der Palästina.־!rbeit zu verquicken. Redner ist der Ansicht, daß ein Zusammenschluß aller Jutien kommen muß. und daß die Zionistische Organisation bestrebt sein müsse, diesen zu fördern, selbst wenn die anderen jüdischen Organisationen nicht auf dem Boden des Nationaljudentums stellen sollten. An die Ausführungen des Vortragenden schloß sidi eine lebhafte Di.skussion, in welcbt-r Herr Benzion Fett Gelegenheit hatte, das Wirken und die Aufgaben der politischen Landesorgauisationen in den Osüämlern zu skizzieren. p, F. Sonnabend, don 11. Mur« abanda 8 Hb» M!ar*eh!-Jufcendgem«in1<ch*n, im tlnlm, Drnttonaratf. 29, »band« 8 Ohr Dt.Liabarman&i ״Baapitebaat a״»R«"»hlk«r Kapitel aaa d.Tenaab', HtyoB'Baailr, Im Holm, Llntanalrala 121, abanda 8 Uhr Trampaldar-Ged&obtnUfalar Mont•!.,!ton 18. MIVri abanda 8 Uhr Grappa dar Zloalataa aaa dam Oataa, im Lahrarvaralnahaoa, Alaxanderatr. 41, Vortrag von Harra Kurt Koaon ״anm, Laltar da* Pallatinaamta! »Die Aargtbea dai Pallatinamta“!21.46, 1! hur 26.- V>0 um« *30.-. 8. jo. .33.60. 10, Juliö. t 983.30 * frl. jfumy M 1 c h 111 rirkt auch die Notiz: ״Es sind die ersten Marken des Iraslistes.“ Weit interessanter als diese trockene Aufstellung '!jedoch eine in Nr. 5 und 6 der Zeitung des Marken* m üanzsachcnhauses, Berlin W, Friedrichstr. 162, er- ■diiencnc und von Paul P. Li!mi«11bcTg verfaßte Abhand• fdm71״n'׳i■*2 ober die paliistincnsiselben Briefmarken, die einen .. 1:■!icn Beitrag nicht nur zur Geschichte des Postwesens fei Landes während der letzten vier Jahre, sondern des Landes selbst darstcllt. Durch gut gelungene Ab- ־;«Jungen unterstützt, vermag der Leser der Entwicklung Äser Briefmarken wie auch der Abarten in den LieberliuAcn zu folgen. Wir erfahren liier, daß die erste in Palästina von ta Engländern herausgegebene Marke am 18. Februar 1918 im Werte von 1 Piaster erschien und fast gleich- *itijf auch mit einem Ucbcrdruck 5״ Millienics“ zum Verkauf gdangle. Vom 16. Juli ab gab die Post die i» London gedruckten Marken im Werte von 1 2, 3, * und 5 Miliiemes und 1, 2, 5, 9, 10 und 20 Piaster a das Publikum ab, deren Farben denen Aegyptens *tnliclt genau angcpnßt sind. Auch die Grupcpienmg Jw Schriftsätze erinnert an die ägyptischen Briefmarken, ״׳eh dem Regierungsantritt Sir Herbert Samuels wurden «5c Postwertzeichen mit dem bekannten, in arabisch, englisch und hebräisch abgefaßten Ucbcrdruck versehen, jw dem bereits heute vier ganz von einander vcr- «Mene Typen bekannt sind, während an Fchki rucken, ^gelassenen oder doppelten Zeichen, zerbioclienai, «iefen oder umgekehrten Buchstaben schon über *®dort bekannt sind. Ferner werden die wichtigsten *״Stempelungen ,an Hand einer Lüste der palästinensischen ׳vstanstalten erwähnt. Es wäre zu wünschen^ wenn neben anderem auch das "Kresse für dieses Gebiet in zionistischen Kreisen gewgt wurde und die Briefmarkensammler unter unseren {«mnungsgenossen sich gegenseitig Anregungen geben »unten, P. P. L. «lb •ja. 10. ja. Cohn |3C, }vgjcL firo 20.--, |t7, 20. , brf: Dr. Suvlh־imnr |t5. K«J1J- I« h t ז* ו 11<* r I« ü - | .25.30 ־*! a o ü 8 jn »fu 30.״ , |K 1ö r «* 6k 40,Hä. fj jOroftgtfttid f. Kupfitr (1 ©be n: Wolfir Um 20.-. S Korn Wim H 364.60 |j Id U»v r Carl b 76. . a 3.3. Otto V e i» s - v Mt’i«x jr. Gold- W 26.״-. a 21.— I 21.-. ilater Büoi1M>n 108.20. rrr (Al- , G r u - Dnutoch Bhnmior B6 Dr. I 20.-. boia: »rucblmr!0 v c r: 4.87 * Iburf , 20 - , Ol««■ 92.— * Lni P- 1H 23.30, 1 <1 0 r - (.35 9 •- di», oyer & IM»«״ 20. . türn- H M• ״, Tr. ’( m a r •«.•11;! ü Jbwuor 87.-. naß *uiaton U«:->״r l*nbaw to t1 ־׳ | Mcior | Le«p. ' H.u *!.״8 iobiaik; J u - ksfc.״»:*'! n, b » Mitteilungen des technischen Chaluzsckrctarlats jP'F Geschäfte des Zionistischen Arbeiter* und I Iand- Jarerbundcs sind numnehr von dem Sekretariat überuomworden. Es erscheint zweckmäßig, den Bund insofern amigcsUIfcn, daß er als technischer Praktikantenbund d >}lh wirklichen handwerklichen Chaiuzim umfaßt ■ 'f. Wten. diejenigen unserer Freunde, die dem Ziosusaicn Arbeiter- und Handwerker-Bunde angehört JtM״ einem in obigem Sinne ungestalteten Bunde "Gehören wollen, sowie diejenigen, die diesem Bunde «iw w0^'cn> s'ch bei uns mündlich oder schriftlich Buna Voraussetzung für die Aufnahme in den 0״ ist nicht bloß zionistische und Palnstinaeinstellung, ein uW‘r vcr*anfren von den Mitgliedern des Bundes weben nach qualifizierter technischer Ausbildung. (u W1r ®iDd imstande, einige Stellen für Bautechntker k)ntälref| Zcmcn^״r«. Eisenbetonarbeiter) auch als Voj *uchzuweisen. Dieselben müssen Reichsdeutsche andrreef״ s‘^ um *n Bayern handelt. — Für bitt״» i,‘c'‘lm&sud1ende bemühen wir uns laufend und Pb« Unscrc FreuGdt sokhc Stellen bekannt zu Dienatng, don 14. Müra Parin-«ad dablllunabaU nnlSBHoli dn« 20)&hrlgen Bnawlion« de* Jadlaobcn Hationalfond*. Varanatallot von aümtl. Berliner Zion. Orlagruppen und Organl«»• tionen, iad. Uftnmen dea Brddorveroinahaaaoa, Knrlllratanatr. 116-110. Mittwcoh, den 15 Mürz abanda 8 Dhr Grappa N6rd1reat, Im Haatanrant Krank*, BrüokanaUa* Glata-Abead Vortra* von Herrn Dr. Kelix A, Thailhaberi «Dl* feräbrdet* Zakaaft dar deataehaa Jaden“ 80nntag. Aon 18 MAra IlTlaa-Haekenball, Im Flaprvorbnndahan• Dlamaakol Kilhoro* wird noch bekanntROgabon Babrtiachar Kia£crgui3s Hegt, Hoüoaataatentt« 42, bei Esdak Montag—Preltsj von 10—1 Uhr. tlcidanpea tu frao Dr. Boa anbarg, An*«btttger BtraSa 17 (Dtolapt tC3,־l) 049r an da• Kaltardaaarnal dar B. C V« Ravdnlft»»®» * 0814051. Die Bibel Im Film■ f>er große ״Bibel-Film“, in dem die Vorgänge des Alten Testaments von der Schöpfung an bis zur Geschichte König Salomons auf dem Filmband festgelullten worden sind, wurde von der Sphinx-Film A-G. für Deutschland und Ost-Europa, erworben. Es ist bcabsiclitigt, diesen großen Kunstfilm, gemäß der Würde und dem Ernst des Vorwurfs, in ganz hervorragender Weise herauszubringen, wofür die Vorarbeiten bereitä in An■ griff genommen sind. Der ״Bibel-Film“ ist bereits in Nord-Amerika, England, Frankreich, Italien und Skandi navien mit großem Erfolg gelaufen. Berliner Zionistische Vereinigung» Am Donnerstag, den 23. Februar, fand im Sitzungssaai des Zionistischen ZcntraJbüros, Sächsische Str. 8, der 1. Informationsabend aller zionistischen Funktionäre statt. Es referierten die Herren Dr. Hantkc und R.-A. Rosen bl ü 111. Herr Dr. Hantke berichtete vertraulich über die allgemeine politische Lage in Palästina und in der Zionistischen Organisation. Herr R.-A. Roscnblüth sprach ausführlich über die Keren Hajessod-Aktion und über die Begründung des neufraieri Keren Hajessod-Vereins. Die beiden Referate wurden von den Rednern durch Antworten auf Anfragen aus der Versammlung ergänzt. Im Anschluß hieran fand eine Aussprache Uber die zionistische Propaganda in Berlin statt. Es ist in Aussicht genommen, diese Infomiationsabende allmonatlich zu wiederholen und außer der cigentliehen Tagesordnung ein vorher bestimmtes Thema durch Referat und Diskussion im Kreise der zionistischen Funktionäre zu erörtern, ln der nächsten Sitzung wird Herr Dr. Sandler, Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde, einen Bericht über ״Die Arbeit in der Jüdischen Gemeinde“ geben. Die Funktionäre werden von der nächsten Sitzung durch persönliche Einladungen verständigt werden. Ostjüdische Gruppe der B. Z. V. Am Montag, den 26. Februar, sprach in unserer Gruppe, die gut besucht war, Herr Dr. H indes über ״Golus und Zionismus“. Der Referent schilderte die politische Lage der Juden in den Ost- und West- Gruppe West der B. Z- V. Am Mittwoch, den 22. Februar, veranstaltete die OrtipjK.• West im Zalinärztchaus einen Vortragsabend, der sich eines außerordentlichen Besuches von Mitgiicdem und Gästen erfreute. Herr Julius Kaliski sprach über das Thema: ״Palästina in der Weitpolitik"; der Redner entwarf, aus der Fidle seiner historischen und politischen Kenntnisse schöpfend, ein fesselndes Bild von den staatlichen Konstellationen vor und nach dem Weltkriege, von den Ursachen, die zu ihnen führten, von der Steilung des jüdischen Volkes und insbesondere von den Möglichkeiten, die sidi daraus zur Erlangung Palästinas als jüdisch-nationale Heimstätte ergaben. Wenn die großen Erwartungen, die die Juden nach der Balfour- Deklaration hegten, sich bisher so wenig erfüllt hätten, so seien zwei Kardinalfehler daran schuld, für die der Referent die zionistische Leitung verantwortlich machte: Erstens die ausgesprochene engtandfreundlichc, antifranzösisdic Politik und zweitens das völlige Versagen der Kolonisation. Die anglophile Politik sei eine Folge der politischen Irrlehre, sich gleich wie die Deutschen, deren Zusammenbruch Kailski daraus heridtete, als Objekt der Weltpolitik zu betrachten. England befolge bei seiner Palästinapolitik rein egoistische Interessen. Es brauche Palästina, um über Afrika und iniien (Kap-Kairo, Kalkutta) juch auf dem Landwege seine Weltnerrschaft m befestigen. An einer Verständigung zwischen Juden und Arabern hätte England ebensowenig Interesse, wie an der zwischen den europäischen Völkern. ־ An dem Versagen der Kolonisation trügen die Juden selbst die Hauptschuld, die nicht Geld und Menschenmassen für Palästina bereit gehabt hätten. Einem solchen Zustrom hätte England nie die Grenzen Palästinas zu versperren gewagt Welche neuen Wege die zionistische Politik einzuschlagen habe, ergebe sich aus der Mächte-Konstcllation der Zukunft. Auf der einen Seite stände die englüsdi-amcrikanLsche Entente, die letzten Endes in ihrem Gegensatz zu Asien begründet liege und eine Gefahr für Europa wie für die Juden bilde. Auf der anderen Seite Japan und Rußland, welch letzteres immer vergebens Anschluß an Deutsehlajul und Frankreich erstrebt habe. Nur ein erwachendes Rußland sei im Stande, die Erneuerung Europas zu bringen. Hieran lütten die Juden ein vitales Interesse, denn Europa sei nur ein Ajihängsd dieser asiatischen Mächte-Konstcllation Japan-Rußland, und die Juden seien diejenigen, ״die Europa kennen und Asien im Blute führen“. — Zum Schluß wies der Redner noch einmal dairauf hin, daß nur die Juden im Stande seien, Palästina zu kolonisieren. Kolonisation bedeutet Schaffung neuer Kulturen. Palästina kultivieren könnten nur die Juden. In der recht lebhaften Diskussion rechtfertigte Dr. Egon Rosenberg die cnglandfreundlidu: Polittk der Leitung, indem er darauf hinwies, daß bei kontincntal-curopäisaicm Zusammenschluß der Kampf um Palästina viel heftiger entbrennen würde, als bei angeisächsischer Herrschaft Arlosoroff stimmte dem Referenten in seiner Kritik über das Versagen der Kolonisation zu und wies insbesondere auf die Leistungen der jüdisehen Arbeiterschaft in Palästina hin. In seinem Schlußwort hob Herr Kaliski nochmals die wesentlichen Gründe seiner Ansicht über die cinzuschlagende Palästinapolitik hervor. Wenn auch sachlich gegen diese sicherlich viel zu sagen ist, so bot sein fesselnder Vortrag, gestützt auf umfassende historische Kenntnisse, sehr via intercssante und neue Gesichtspunkte, die den Zuhörem sehr viel Anregung boten. Der Vortragsabend war Dank dem Referenten als durchaus gelungen zu bezeichnen. J. L. Hamburger Zionistische Vereinigung. Am 27. Februar fand eine neue außerordentliche Generalversammlung statt, in welcher der neue Vorstand definitiv gewählt wurde, und zwar Herr Dr. Felix Danziger zum Vorsitzenden, die Herren San.-Rat Dr. Frank- AHona, A Adler, R.-A. David, Dr. Goldborg, B. Leibowitsch, Leopold Landau, E. Roth, cand. phil. Mark ei als Mitglieder des Vor- Standes. Das Institut der Vertrcterversammlung, welches sich nicht bewährt hat, war in der letzten General- Versammlung aufgehoben worden, so daß die H. Z. V. wieder in ihrem Vorstand ihr alleiniges Ausführung«- organ besitzt. Duisburg. In der Zionistischen Vereinigung sprach Rabb. Dr. Meyer, Leipzig. — De Generalversammlung wählte einen stebengiiearigen Vorstand. — Bei den Gcmeindcwahkm wurden durch Kompromiß von 5 Repräsentanten 2 Zionisten und ein zionistischer Stellvertreter neu in die Rcpräscntantcnversammlung gewählt י *t 1, I