Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 91 (15.11.1921)
- Date
- 1921-11-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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■n;r;> 5.—: Dora )0.-: i c n •'rii'J- Zahn, ham; nani», Louis * ־-;teuer zig: lhclm!r. H. hasch ibino* Katz• mann,!uro je er, J. Ber- 3haim;uchs, mam^ lathan 20.-, agen): di, B. 20.-, Aartha hinitz, 5.—i 20.-, el, P. div. 25.—: 66ÖT5q 2&0.41) pC9I55 030.55 r־, >rt &.!־■ n*. i. Klimm* י דין-ca: VvrkTt ■* »taU .—׳,11 lauten: i. I» unter Juilrt il•». I Nr. 9t Mitteilungen des Palästina-Amtes Einwanderungsbestimmungen. Die Einwanderung ist frei für: A. Bemittelte und selbständige Personen. der freien Berufe, wie Acrzte, -JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 651 In• «nicurc *׳ C, sowie sonstige Verwandte, im Lande befindlichen An•; u n f t Land werden bei Aus- Palästina• d jetzt Die Sache B. Angehörige u sw. Frauen und Kinder, die ausschließlich von ihren cchörigen abhängig sind. . b D. Personen, für die bereits vor ihrer An Arbeit im Lande bereitgcstcllt worden ist. E. Personen, die aus religiösen Orunden ins kommen und ausreichende Mittel besitzen. Wir uns stets dieser Bezeichnung der Kategorien künften usw. bedienen. . Ad C. Die Verhandlungen wegen derjenigen . fahrer, die Verwandte in Palästina haben, sind jetzt in Erez-lsrael abgeschlossen worden, ist folgendermaßen geregelt: Eltern, Schwieger• eitern, Töchter, Schwestern und Adoptivtöchter können ohne Beschränkung einwandern, Söhne und Adoptivsöhne, sowie Brüder nur bis zu 18 Jahren. Andere Verwandte können nur dann eiinvandern, wenn sie, nachdem sie sich vorher mit der englischen lmmigratiousbchördc in 1 alästina in Verbindung gesetzt haben, imchweiscn können, daß sic auf ihre yerwandten in Palästina vollkommen angewiesen sind. , Personen, die wohlhabende Verwandte in Palästina haben, haben sich an ihr zuständiges eng• lisclies Konsulat zu wenden, um ein Vis-ttm als Angehörige der Kategorie A. (Bemittelte und selbständige Personen) zu erhalten. Sie müssen dem Konsul genau Namen und Wohnort ihrer Verwandten mitteilcn mit der Erklärung, daß diese bereit sind, sie zu unterstützen. Der Konsul wird die Angelegenheit durch das Immigrationsdepartement der palästinensischen Regierung prüfen lassen und dann das Visum erteilen. Ad D. ln der Frage der Arbeitsbeschaffung für Einwan• derer der Kategorie D. sind die Schwierigkeiten etwas leichter geworden, Die Regierung wird Zeugmssp von i'adiltuilen vei'seliiedener Berufe entgegemidimen, die bezeugen werden, daß eine bestimmte Anzahl qualifizierter und unqualifizierter Arbeiter Arbeit im Lande finden können, voraus• gesetzt, daß in diesen Zeugnissen, Art und Ort der Arbeit genau bezeichnet sind. Um solche Zeugnisse zu erhalten, werden Sitzungen von Fachleuten in Palästina einberufen, auf denen alle Möglichkeiten, die sich für die nächste Zukunft eröffnen, besprochen werden sollen. Zu diesem Zwecke sollen Zusammenkünfte von Fachfeilten, die mit den lokalen Verhältnissen vertraut sind, veranstaltet werden, die über alle Aussichten, die sich für die nächste 2ul<unft eröffnen, beraten sollen Die Ergebnisse dieser Sitzungen sind bisher noch nicht bekannt gegeben. Sobald wir näheres darüber wissen, erhalten die Ortsgruppen usw. entsprechende Mitteilunjen. Auf Grund der Entschließungen in diesen Sitzungen wird die Zahl derjenigen, die in die Kategorie D. ein• gereiht werden können, jeweilig von der Regierung fest■ gesetzt uiul unter die einzelnen Länder verteilt werden Die Zahl der Arbeitslosen in Palästina betrug Ende September etwa 150. Die Zahl vermindert sich allmählich durch die Beschaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten. Andererseits sind aber bereits einige 100 neue Ein■ Wanderer gemeldet. Obgleich die Regierung den Angehörigen der freien Berufe die Einreise ohne jede Behinderung gestattet, müssen die Emigranten dieser Gattung gewarnt werden, da die wirtschaftlichen Möglichkeiten für sie in Palästina sehr gering sind. Es herrscht bereits jetzt im Lande eine Ücbcrfüllung in den Berufen der Lehrer, Aerzte und Ingenieure. Sollte es Vorkommen, daß Konsulate solchen Per■ sonen, die zu einer der genannten Kategorien gehören, die Erteilung der Visa verweigern, so bitten wir, unter genauer Darstellung des Falles, sich an uns zu wenden Besonde rs wichtig sind Fälle, wo das Visum an Leute mit mittlerem Vermögen verweigert wird mit der Begründung, daß ihr Vermögen nicht ausreichc. Die Hadassah American Zionist Medical Unit for Palestine, Jerusalem, bittet zu verhindern, daß Leute, die auch in noch so geringem Maße an Schwindsucht leiden, ins Land kommen. Im Auslande ist die Ansicht verbreitet, daß es für Leute, die von dieser Krankheit befallen sind, förderlich ist, nach Erez-lsrael zu kommen und ein Fortschreiten des Leidens verhindert wird. In Wirklichkeit sind aber die Arbeitsbedingungen der Chaluzim so, daß sich der Zustand eines leicht au Schwindsucht Erkrankten sofort verschlimmert, so daß er arbeitsunfähig wird und der Hadassah und der Organisation große Kosten ver׳ Ursachen würde. Es ist daher* erforderlich, daß die Palästinafahrer aller Länder gründlich ärztlich untersucht werden. Kurze Nachrichten über die Einwanderung. 1. Die Frage der bemittelten Ein w an derer. Die Palästinaämter müssen darauf achten, daß die Konsulate nicht mehr solche Leute zurückweisen, die weniger als 500 Pfund besitzen, wenn sie im allgemeinen zur Gruppe der Bemittelten gehören (d. h. 100—500 Pfund besitzen). Der Konsul muß solche Fälle mit allen Einzelhcitcn an den Leiter der Immigrationsbehörde in Palästina senden. Er muß die genauen Personalien, Alter, Familienstand, angeben, außerdem die Art seiner Beschäftigung, seine Geldmittel, sein sonstiges Vermögen usw. Ucbernaupt muß cs der Immigrationsbehörde ermöglicht wertien, über den Fall zu urteilen und sich zu überzeugen, ob der Mann imstande sein wird, sich in Palästina zu erhalten, ln dringenden Fällen kann die Antwort von hier aus dem Konsulat telegraphisch geschickt werden; cs ist dann mit einer Verzögerung von höchstens 3 Wochen ^״reC-ltlCn■ ••^cr Ber ahgclehnt wird, ohne daß man sich seinetwegen nach Erez-lsrael gewandt hatte, Ü!•1** 1״n!! sof?rl .Bcmcldet werden, damit wir den Konsul mittels der hiesigen Regierung auf seinen Fehler auf- Ä1'? machen lassen können. Jede Klage über die ״il״1» ״ Konsulate muß wohl begründet sein, mit Tat- Sachen, Daten, Namen und Zahlen versehen werden, An die Zionistischen Ortsgruppen; und Vereine Wir machen hierdurch darauf aufmerksam, daß der. Abonnementsprels für dtn Bezug Im Sammtlibonmmtnt *ntsprechend der eingetretenen Ei tiShungder Druckpielse usw. auf statt bisher 10,— Maik festgesetzt v Orden ist. Wir bitten, die Schatzmeister aller Gruppen hiervon Kenntnis zu nehmen. Der Abonnementspreis im Einzclbezuge betiigt 18.— Msrk. Verlag ,»Jüdische Rundschau“ O. m. b. H.׳ Berlin W 15, Sächsische Straße 8. damit wir unsere Beschwerde überzeugend begründen können. 2. In der letzten Zeit ist cs öfters vorgekommen, daß Arbeitgeber aus Palästina, die im Auslände sich aufhielten, Leute mit sich nach Palästina nehmen wollten und ihnen Arbcitsmögliclikcit zusicherten. Die Konsulate erkannten diese Engagements nicht an, sondern verlangten eine Anforderung aus Palästina. Die Regierung gibt jetzt bekannt, daß Personen, die ins Ausland" fahren, um Arbeiter oder Beamte zu engagieren, einen Brief des Immigrations-Departrnents mitnehmen müssen, in dem bescheinigt ist, daß der betreffende Arbeitgeber berechtigt ist, sich an das Konsulat zu wenden und von ihm die Einreiseerlaubnis für eine Anzahl Personen zu erbitten. 3. Jedes Palästinaarnt, an das sich Palästinafahrcr wenden, die Verwandte in Palästina haben und noch alte Zertifikate besitzen, die vor dem 1. Juli ausgegeben wurden (cs handelt sich hier nur uin nahe Verwandte, die unter Kategorie 3 Rillen), kann da** Visum für diese Personell erlangen. Der einfachste Weg ist, an die Verwandten in Erez-lsrael zu telegraphieren, daß sie neue Zertifikate ausstcllen lassen, oder uns die alten zu übersenden, die wir dann in neue Umtauschen lassen werden. Es besteht aber keine Möglichkeit, Zertifikate für entfernte Verwandte zu erhalten, auch wenn die Palästinafahrcr alte Zertifikate besitzen. 4. Arbeitszertifikate werden für einige hundert Baufachlcute ausgeschrieben werden, und wir hoffen, daß in kurzem die Zahl nach London berichtet werden wird, von wo aus sie unter die einzelnen Länder verteilt werden. Bis auf weiteres ist das Zentral-lmmigrations- Büro noch in London. 5. Es macht sich zurzeit ein großes Bedürfnis nach tüchtigen Zimmerleuten (Bautischlern) geltend, und es wäre nötig, solche vorzubereiten, damit sie sofort nach Empfang der Arbeitsbescheinigung abfahren können. 6. Das Palästinaamt Konstantinopcl erbittet eine Erklärung für die Kategorie: Fachleute. Unter dieser Kategoric sind nur freie Berufe zu verstellen, für die äugenbückiich allerdings keine Beschäftigung im Lande ist Handwerker brauchen Arbeitsbescheinigungen. Alle diejenigen, die als Touristen ins Land kommen, dürfen sich nicht länger als drei Monate aufhaltcn und müssen dem Konsul beweisen, daß sie in diese Kategorie gehören, Diese Entscheidung hängt ausschließlich vom Konsul ab; ein vernünftiger Konsul wird einen Chaluz nicht als Touristen ansehen, andererseits wird er einen wirklichen Touristen nicht hindern, nach Erez-lsrael zu reisen. Im allgemeinen wird als Tourist derjenige betrachtet, der soviel Mittel besitzt daß er beinahe als zur Klasse der Bemittelten bezeichnet werden kann. Elektro-Ingenieur In der technischen Abteilung einer großen Firma Berlins wird ein Elektro-Ingenieur bzw, Elektrotechniker mit etwas kaufmännischen Erfahrungen gesucht Meldungen an das Palästinaamt, Berlin W 8, Sächsische Straße 8. Technischer Sekretär für folgende Aufgaben gesucht: 1, Berufsberatung, 2. Stellenvermittlung, 3. Organisierung von Lehrwerkstätten, 4. Propaganda für Ergreifung technische Bcufe, 5. Führung der Geschäfte des Verbandes jüdischer Ingenieure. Gehalt nach Tarif. Meldung bis spätestens den 1. Dezeinbcr 1921 bei Palästinaarnt, Berlin W 15, Sächsische Straße 8. Philatelie-Abteilung des J. N.*F. Das Hauptbüro des Jüdischen Nationalfonds hat kürzlieh beschlossen, eine Briefmarkensammclstelle einzurichten, in der die Marken sämtlicher Länder gesammelt und zugunsten des N.-F. verkauft werden. Zum Sitz dieser Institution wurde Berlin bestimmt und die Leitung wurde Herrn Dr. J. Löwen- 1t c i m übertragen, der in langjähriger, bewährter Arbeit den Grund zu einem großzügigen Ausbau dieses Sammclmittels gelegt hat. Es braucht kaum betont zu werden, wie wichtig gerade heute die Verwertung der Briefmarken ist, wo in fast allen Staaten dauernd neue Sujets herauskommen und der Wert der älteren daher beständig steigt. In dieser Erkenntnis hat das Hauptbiiro an seine sämtlichen Sammclstellen die dringende Mahnung gerichtet, der Berliner Markenzentralc, die jetzt neu organisiert ist, nicht nur alle Briefmarken ihrer Korrespondenz einzusenden, sondern auch die Vertrauensmänner ihres Landes zu besonderen Markensammlungen zu veranlassen. Eine ausgezeichnete Gelegenheit hierzu bieten die Bü ch s e n 1 e e r un ge n. Es Ist für jeden Leerer leicht, den Biichscninhabcr auf den großen Wert der Briefmarken hinzuweisen und ihn zu Markenspenden zu veranlassen. Zur Erleichterung dieser Arbeit *teilt die Markenzentrale Kuverts mit ihrer Adresse zur Verfügung, in denen die jeweils gesammelte» Marken aufbewahrt und die dann direkt oder auf dem Wege über die betreffende Landcssammelstelle an dio Markenzentrale geschickt werden. Aus den Marken lassen sich große Summen für den Nationalfonds erzielen, vorausgesetzt, daß alle unsere Freunde dieser mit keinerlei Mühe verbundenen zionistischen Pflicht nachkoinmen. Der Leiter der Markenzentrale, Herr D r. J. Löwen he im, Berlin W, Kaiser-Allee 211, ist stets bereit, Anfragen schnellstens zu beantworten; alle diesbezüglichen Korrcspondenzen bitten wir an ihn zu richten. Deutschland m Tagung der israelitischen Landessynode in Baden Karlsruhe, 9. Nov. Am Sonntag mittag begann Karlsruhe die Tagung der israelitischen Landessynode. Zu der im Sitzungssaale des Landtages gtattfimlcnden Versammlung waren erschienen 26 Abgeordnete und am Rcgicrungstisch die Mitglieder des Öberrates und die Hilfsarbeiter. Eröffnet wurde die Sitzung mit einer Anspräche des Vorsitzenden des Oberrates, Dr. M0rit2 S t r a u s - Karlsruhe, wobei er nach einigen Mitteilungen über die noch in Vorbereitung befindlichen Arbeiten des Verfassungsausschusses auf die Notwendigkeit den Erledigung der Vorlagen (Budget 1921—1923, Besoldung*- Vorlagen für Rabbiner sowie Lehrer und Kantoren und Ruhegchaltsfrage) hinwies. Die Vorlagen machen eine Erhöhung des Steuerfußes um beinahe das Doppelte nötig. Die Wahl des Präsidiums erfolgte durch Zuruf, Zum Präsidenten wurde, wie bei der letzten Synode, Dr. Nathan S t e i n - Karlsruhe (11b.) gewählt, zum Vize- Präsidenten Eduard Ba u e r-Mannheim (kotis.) und zu Schriftführern Dr. Bio « 11 ■ Konstanz und Dr, Darms t ä d t c r ■ Ladenhiirg. Vorsitzender Dr. Stein wie» auf die Wirkungen des Maditspruches bezüglich Ober- Schlesien bin, trat für einen Ausgleich zwischen Stadt und Land ein und wünschte rasche Erledigung der Vorlagen bei ernster und würdiger Verhandlungsweise. Nach Bildung der Ausschüsse vertagte sich die Synode auf Montag Nachmittag. Nach Eröffnung der am Montag stattgefundenen Schlußsitzung durch den Präsidenten Dr. Nathan Stein gab zunächst Synodalmitgüed S c h 1 o ß b e r g e r - Bruchsal den Bericht des Haushaltsausschusses über den Voranschlag 1921—1923, der mit 2325000 M. pro lahr abschließt. Ais notwendig erweist sich die Anstellung eines besoldeten Obcrratsmitgliedes. Als Steuerfuß ergibt sich von den Vermögenssteueranschlägen 4,5 PL von 100 AL, von den Einkormnenstcueransätzen 31,5 Pf., von 1 M. Namens der Gehaltsregelungskommission berichtete Synodalmitgüed M ü 11 e r - Heidelberg über die durch die Teuerung notwendig gewordenen Vorlagen Knui'i/rli/'U «Ine F'!aLnlfm311 «■-!.. a k ,t »« r ..am TD״F״נ.. . «n• » *-mv 11u1*rvnu1jj B*-** viuutv,!» v *1 י ע a v. 11 bezüglich der Gchaltsverhältnissc der Rabbiner, Reiigianslehrcr und Kantoren und deren Ruhegehalte. Ein sozial gesicherter Religionslehrerstand wurde als notwendig bezeichnet. Die Vorlagen wurden einstimmig angenommen. Zur Frage der Einsparung von freiweruenden Lehrerstellen äußerten sich mehrere Abgeordnete. Der Gesamt- Voranschlag und die Vorlagen wurden einstimmig genehmigt; ebenso die Festsetzung der Teuerungs- Zulage für Rabbiner, Lehrcr, Kantoren auf 25»/• de* Grundgehalts. Zur Besteucrungsordnung wurde einstimmig beschlossen, den Oberrat zu ermächtigen, bei besonderen Umständen an Stelle der dreijährigen Steuerliehen Einschätzungsdauer eine jährliche Einschätzung vorzunchmen. Die neue Kirchen Verfassung soll im Januar von der Synode beraten werden. Am Schluß der Tagung wurde dem Oberrat und den Hilfsarbeitern sowie dem Präsidenten Dr. Stein für ihre Geschäftsführung Dank gesagt. 1m ״Der Orient im Weltkriege.*‘ Am 7. November sprach Herr Dr. Schmarja Lewin 'Oberlichtsaal der Philharmonie über das Thema ״Der Orient im Weltkriege", ln der ihm eigenen, geistvollen Weise zeigte der Redner den Drang aller großen Völicer nach dem Orient auf. Dieser sei nicht nur durch ökonomische Ursachen zu erklären, cs handle sich vielmehr um eine geheimnisvolle, magnetische Wirkung, die alle Völker zum Orient ziehe. Man versuchte aus verscliiedenen Gründen, den Schwerpunkt der Bedeutung de* Orients von Palästina nach Mesopotamien zu verlegen; cs gelinge aber nicht. Das jüdische Volk sei dasjenige, das den schwerwiegendsten Anspruch auf den vorderen Orient besitze, und indem die Völker diesen Anspruch! rechtlich anerkannt haben, erwachse dem jüdischen Volk die Mission, durch die friedliche Besitznahme Palästina* die Koinzidenz der Orientintcressen der Mächte auszugleichen und zu seinem Teil am Wiederenvachen de* Orients beizutragen. Die Ausführungen wurden von dem mit Interesse und Verständnis folgenden Publikum mit dankbarem Beifall aufgenommen, leider war der Besuch nicht *ehr zahlreich. Zentraibiiro für jüdische Auswanderung»- angelegenheiten. (Hilfsvtrein der Deutschen Juden.) Der vom Hilfsvcrc in der Deutschen Juden vor einiger Zeit übernommene jüdische Bahnhofsdienst am Schlesischen Bahnhof in Berlin wird entsprechend der dauernd steigenden Zahl von Emigranten weiter ausgestaltet. Die technische Arbeit liegt in den Händen eines besonderen Ausschusses. Der Bahnhofsdienst ist in den letzten Wochen namentlich stark von größeren geschlossenen Transporten und solchen Auswanderern in Anspruch genom* men worden, die über Nacht in Berlin Rast halten müssen. Die Zahl der Emigranten hat die monatliche Durchschnittshohe von 5000 Personen erreicht. in O.nah^n^i■ besond,er־l der iüdtsche Bahnhofsdienst in Osnabrück vor schwere Aufgaben gestellt Trotz 1:׳