Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 54 (8.7.1921)
- Date
- 1921-07-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 3Q0 IUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 54 / f von Bahn- und Sclilffs-ila Platz - Karten * Be|t ־ Karten Gepäckversicherung für Reisen nach dem In- und Auslände. ן"-/ | V , | J LJ r^^״r ך**־'*“״״״״ן n- "Je!v _i V-< ח ן» I j~H« n U LJ ü lS€׳ÄQ DciSQu.?rasisporlgccciJscUsSi ra.b.M. Wien, Vr last, Krolxau.t'üarsciwu, Jaffa, Haifa Zwoigatollo für Doutschland: Goriln 14 24, Auguststr. *IS, Toi. Norden 1042G Direkte Verfrachtungen nach Palästina ab Hamburg ohne Umladung Billigste Frachtraten Güterversicherung, Lagerung, Verzollung, Dosorgung von Aus-u. Einiuttrbawiiilgungon. Juwelier Berlin C 2, KOnlgstr. 1-0, a. d. Durgstr. Fertupr.t Zentrum 3090 Silb., handbetriebene Kultupgcgenatilnd©, wie Sederschüsscln, Mazzothteller, Hawdolohu. Schabbesteller, Kidduschbecher, Thora-Bchänge U. Mögen Davids in allen Aui führungen. 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Tropcii-Ausröstungen 61t. u. nrölito» Spoisl&lhau« SoliöoobotKor Ufor 18 Für Annalm« Jodor Axt r 8יייי-ן״ r- ■ tu uw>j w״. kj y y B (—*!*”ך*ןר‘!'"!'־)ן Ll'WJ U K-'-J vj Iw jteJ sät 11 Ü wi *m1׳üohlt flieh bei bester Auafilhrim^ unter kulauUfl Bödia-guntfon OiEpfaSscliBrelJordslirs" Berlin N S», Dunkcntr.AS Karn.pr.Ha mboldt 2m 'Jeder ‘ziömsTDEon'seinen bücherbedambfj,' L1ÜFERT PROMPT, PORTO- UND SPESENFREI: ALLE ERSCHEINUNGEN DES BUCHHANDELS INSBESONDERE JUDAICA UND HEBRAICA GESELLSCHAFT FÜR BUCH■; UND KUNSTHANDEL־ M-bTh BERLIN NW 7, DORQTHEENSTR. «< FÜR BERLIN: »EWER-- RUCH. Handlung ׳׳ wh ✓ knesebeck. STR. M/SS / TEL» STEINPL-Hm für München: »ewer-.buch- HANDELN« / WAGMÜLLERSTR. ״> LITERARISCHE BERATUNG 8- UND Bl ’UiOGRArH ISCHE AUIKUNFTSSTELLE J־I *L», «trenj! mod. Herren Garderobe, SportliekleldunS u»w, BUrco t. Rat äit4׳ n. YorMhoitjt. Neueste Stoffe am Lager. Osfe&r FuHtnbftum, Berlin, Lior«Hfc)1irafrc 14 Tolophont Atox»ft<Ur V?46. : Die ncueiste CüeHclilchtc des jUil.Volkes 2 Bde. (1789-1881) brosch. 72.—, jeb. 85. —, Halbleinen 125.— Die »Theologische Literaturieitang“ schreibt: : ״Win «olton dn jüdischer Geschichtsschreiber b *itzt er : tiies (Iahe d<!r AnHchuulinhkeit; nein Buch ist gut lo/bur, \ was auch von dor UolwrseUunK gilt. Es gibt über diu : neuem jüdische (ieschichto keine andere zusammen• : (assondo Darstellung ao vielseitiger und lahrroicher Art : wio dieses Work." A iehrelber . e«b. m. 10.- gtb. M. 14.- Max lirod, Adoli Schreiber . Adolf Schreiber, Zehn Lieder . . . M. 25 — : Der ,,Börsenkurier“ schreibtt ״llio Antinomie unserer Z׳ It lies« den Dichter ltm-t!•iu Dokument sebaffun, ersctiütumd wio das Schicksal de, Freundes und reich an Erkenntnis wie keine ZcitkriUk.. Diese Seiten gehen uns alle »n. Sie symbolisieren di״: Zeit und ihr Leben.‘־ SONSTIGE NEUERSCHEINUNGEN : 6. M. Dubnow. Dio ja<H^ho Go- . RchicUt». Ein BD»chioht«1Jhil0K0ph. VuMueö. M. U — : S. R• HlrSCll• Inr-uil« Qoboto. Hit Uobarfiatzung u. Erlttatr. Geb.H.60.—; Spinoza. Brfpf >vpc>i»o], I{#rft11«gog«btm von C. U״ül)»r»1t, }!*Ibporgnmont M. 45.— Drockolmann. Q1־־ichiehto tlor nrikb. Litorfttur. Gob, M. B:3.— Wirtternltx• Literatur, Geschichte ä. ißdiaohen Bd- 1 geb. M. 60.— M. Raphael. Jdoo und 0««ult Kin Führer b. Won«n d. Kun«t. H. 8:1.-, gdb. M. 40— Brief© von Jos• Kainz, bt*rau«gc? von liftrux, B»hr. M. «15. —, gob. H. 40.— Hugo Wolf, reder. Peter Hifli». Schüler. Brief© an Rosa BJaj־• M. *iö.-, gob. M, 24 — Briefe an Klso Lasker♦ H. b. geh. M. 11.- :(i ss es»» סיץ/ ^י*״ך ן ן• ך ץ* ין* •j Glaubensgenossen! Die Geschichte der Juden im Laufe der Jahrtausende ist furchtbar, ist qualvoll, ist blutig. Wir Juden sind daran gewöhnt, daß denen, die zu uns gehören, selbst in unserer lichteren Gegenwart die Schrecken des Mittelalters nicht vollkommen erspart bleiben. Auch in der letzten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts und im Beginn dieses Jahrhunderts hat es im Osten von Zeit zu Zeit, hat es stets und ständig Juden- Verfolgungen und Judenpogrome gegeben; Plünderung, Schändung,׳ Verstümmelung, Mord und Brand. Solche Ereignisse haben uns bis auf den heutigen Tag begleitet. Niemals, auch nicht in den entsetzensvollen Tagen des Mittelalters, ist aber über Juden eine Katastrophe hereingebrochen von so unvorstellbarer Furchtbarkeit, wie sie sich jetzt am Rande des zivilisierten Europas, in der Ukraine, abgespielt hat. Es ist im Augenblick noch nicht möglich, völlig klar den ganzen Umfang dieser Tragödie zu überblicken. Sicher ist nur, daß Hunderte von Ortschaften, die von Juden bewohnt sind, niedergebrannt wurden; daß Zehntausende von Menschen, weil sie Juden sind, ihrer Habe beraubt, verstümmelt, verwundet, vergewaltigt, getötet worden sind. Es gibt Tausende und Tausende von jüdischen Vollwaisen, die während der Massakers in der Ukraine ihre Heimstätten, ihre Geschwister, ihre Mütter und Väter verloren haben. Diese Waisen irren wie gehetztes Wild umher, ohne gesicherte Unterkunftsstätte, und lausende von Erwachsenen, die nur ihr nacktes Leben retteten, stürmen gegen die westlichen Grenzen vergeblich an, um der östlichen Hölle zu entfliehen. Die gesperrten Grenze;, verhindern, daß sie sich in gesichertere Gegenden zu retten vermögen. Das furchtbare Elend, das über die Juden der Ukraine gekommen ist, kann nur gemildert werden, wenn die Gesamtheit der Juden in der zivilisierten Welt sich zusammentut, um entsprechend dem entsetzlichen Elend, sich zu einer gewaltigen HllfstStigkcit aufzuraffen. Wie ernst die Lage der deutschen Juden ist, — wir müssen in diesem Augenblick uns auch unserer Pflicht gegen die gehetzten Brüder in der Ukraine bewußt bleiben; wir müssen einen Hilfsfonds von einer Größe, die der Größe des Unglücks entspricht, schaffen. Wir fordern Euch auf, zu spenden, reichlich zu spenden für die unglücklichen Juden der Ukraine. Und spendet nicht nur selbst, sondern sammelt zugleich bei Euren Verwandten, Euren Freunden, bei jedem, der es vermag, das schreckliche Unglück zu lindern. Hilfsverein der Deutschen Juden Großloge für Deutschland VIIIU. 0. B.B. Hilfskomitee für die notleidenden osteuropäischen Juden Dr. James Simon. Qeli. Justizrat Timendorfer. Justizrat Dr. Biau, Frankfurt a. M. Verband der russischen Jaden in Deutschland Zentralrat der Jüdischen Welthilfs-Organisation. Vertretung in Deutschlaud Staatsrat Teitel. Dr.Kiee, Verband der Ostjuden in Deutschland Max Lew it. Oütäge Spenden bitten wir mit der Bezeichnung ״Für den Vfcralnefonds“ zu senden an die Commerz- und Privatbank, Depositenkasse C, Berlin, Charlottenstr, 47, Postscheck- Konto!303 und an das Bankhaus Lincoln Menny Oppenheimer, Frankfurt a.M., Postscheckkonto 127b. , i f 1:1 1 t I V*MMW«rtUcfc*r K»a^»««»! ttoh.n w.u... 117n:"'i1-* ——*****—'1 ״ ׳—■״—־ - -. ■ - .-.- - .. . ' 441 ““4,0**י״ t•״ fa.«r.t.auU» Oobn. Varia* Alwin Utweathal, Biriia KW, 7, D.wihaaw«.! vtmk von «!«efrlad •eholm, DtrUa-ftoUUwban.