Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 5 (18.1.1921)
- Date
- 1921-01-18
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, den 18. Januar 1921 Ausweis Nr. $ j ״ei!״!,. Rundschau Nr, Geldbeträge sind einzuzahlen: für Deutschland: auf das Postscheckkonto Jüdischer Nationalfonds E.V. Berlin 28 247 für Groß-Berlin: auf das Postscheckkonto Jüdischer NationalfondsE.V. Sekretariat für Groß-Berlin 65 152 Telephon der Zentrale 1 Uhland 1531. Telephon de« Stndtbüro•« Zentrum 3614, 361S. Per Jüdische Nationalfonds bezweckt den Erwerb von Grund und Boden in Palästina als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes I uuiua.3 414a ET-:' Zur Beachtung! Wir iiKichcu darauf aufmerksam, dali nach einem Beschluß der Nativmalfoiklskommission für Deutschland Spenden unter 5 Mark nicht mehr mit Text oder Namen ausgevvieseii werden. Der Preis für ein N.-F,- Mcgramni beträ״ t vom 1. Januar 1921 ah 2 Mark, der l'rcis fiir einen Baum 25 Mark, eine Eintragung im iioldi m׳ Buch 1000 Mark. Aufforstung in Er ez-Israel und Baumspenden Ueun auch der Bodenerwerb in Palästina .11s vor• nrlimstc Aufgabe des Jüdischen Nationalfonds jetzt mehr als je vorher im Vordergrund der zionistischen Arbeit stellen soll, muH in nächster Zeit doch auch der Aufforstung des 1 .amles große Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die neuen Methoden, deren man sich hei Pflanzlingen von Walvlbäiimen in den let/ten paar Jahren seit der Befreiung Palästinas bediente, werden als durchaus gelungen bezeichnet. Allein im vergangenen Jahre wurden zirka •100(KM) Hü 11 me auf dem Boden tles Jüdischen N a t i o u a 1 f o n d s angepflau/.t, und zwar: auf den Sanddünen bei Ricliou-le-Ziou, in den Siimptm von .Merchaviali und Kineretli, in Ben Schemen und Hulda, und in der Kolonie Beer Vuwiah (Kastinie). Diese Anpflanzungen sind gut aufgegaagen, und wenn mit Hilfe der Baumspemle die Möglichkeit gegeben wird, diesen fruchtbaren Arbeitszweig ent- «prcchcnd zu entwickeln, dürfte er in absehbarer Zeit vuii großem Segen für die Auflebung des Landes sein. Die Beptlanzung von Saiuidüneu, Sümpfen und l eisen lut gezeigt, daß wir die Möglichkeit haben, die aus- ׳gedehnten Oedländcreien in Leben und Fruchtbarkeit «jx'iidcnde Wälder zu verwandeln. Diese Wälder werden den Aufbau des Landes das nötige Holzmaterial In fern, dessen Mangel in Palästina auf jedem Schritt fühlbar ist und die Lntwicklung des Landes hemmt. Die Beschäftigung mit der Anpflanzung der Stöcklinge und der Pflege der Bäume selbst, ihre Abholzuug und Verarbeitung für verschiedene Industriezweige werden /u einer l:\istenzbasis für viele Hunderte I a m i I i e n , insbesondere für die Ncueimvanderer, für die die Aufforstungsarheit einen zweckmäßigen Hebergang zu anderen landwirtscltaftUchen Arbeiten bildet! Liiui. Außerdem kann die Anpflanzung von Wäldern hu Kolonien und kleinen Stadtgemeinden eine Linn.ihincquelle für die kulturellen Institutionen dieser Sied- I ngeii bilden, die sonst auf ihnen schwer lasten. Als Aequivalent für die Aufforstung von Oedluidereien dürfte es möglich sein, diese Ländereien v,n der Regierung umsonst zu erlangen. Wenn nach dem (icsagtcn jedem die Wege und /!de der Aufforstung klar sind, so muß andererseits?isigt werden, daß die Möglichkeit zur Beschaffung <hr erforderlichen Mittel durch die Baumspemle noch nullt von dien unseren Freunden voll ausgenützt wird, hu sollen wir nach dem Plane unserer Vertretung in PaListina für das Wirtschaftsjahr 5(>8t jetzt den Betrag von mindestens I0000 C überweisen, während nn vergangenen Jahre nur 8WM) X. brutto aus der Biuni'-pcmlc oingcflosseii sind. Wir können den fehlen• •ha Betrag nicht etwa aus den allgemeinen Spenden fiir Boden entnehmen. Im (icgcuteil sollte aus der Baum- '[xndc auch der für die Aufforstung erforderliche Boden gv kamt werden. Die Verwendung der allgemeinen Spen- ,*'!ו für die Pflanzung von Bäumen ist auch nach den pnn/ipiellen Beschlüssen vier londoner Jahrexk.mfervviz ־'■’1׳oliii unzulässig. Ueberdies reichen unsere verfügbaren Mittel, wie wir schon vor einiger Zeit mitteiltcn, nicht 1'™mal für die sieh bietenden Möglichkeiten des Land- '׳׳:,'A־s aus. Aus den dargclegten Tatsachen im Zusammenhänge ״|i! der in den letzten Jahren eingetretenen Entwertung d't Valuten müssen mm bestimmte Konsequenzen ge- ',gen werden. Vor zirka 17 Jahren, als mit Hilfe der damals ge- 1mundeten Hamit spende die ersten Anpflanzungen gemacht werden ■sollten, wurde bekanntlich vier Betrag von Fres. 7,50 ()Schilling •8 1.50 usw. für eine Baumspende festgesetzt. Seit jener Zeit ist der Wert des Geldes, selbst in den vom Kriege weniger betroffenen Ländern, stark herimtergegangen. Andererseits sind die Arbeitslöhne und Malerialkosteu in Palästina mindestens vervierfacht worden. Demgegenüber ist die Höhe der Baumspemle trotz, ihrer großen Popularität stationär geblieben, ln den Ländern der ungeheuren Entwertung vier Valuta, d. i. in Ost- und Mitteleuropa, haben zwar unsere Landessammelslcllcn, mitunter aus eigenem, Erhöltuugen vorgenommen, so z. B. in Polen auf 50 polnisclie Mark per Baum. Diese Erhöhungen stehen aber noch immer in einem krassen Mißverhältnis zur Höhe des ursprünglich festgesetzten Betrages zum Friedenskurs. Bei der enormen Entwertung der letzterwähnten Valuten wäre die Baumspemle nicht in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen, d. h. für jede Baumspende auch tatsächlich einen Baum in Palästina zu pflanzen. Es ist jedem klar, daß derartige Verpflichtungen durchaus erfüllt werden müssen und daß es dem Spender eines Baumes nicht genügen kann, wenn vlieser bloß in der Zeitung und nicht in Palästina selbst gepflanzt wird. Daher ergibt sieh die Notwendigkeit, daß in den Lindern mit schlechter Valuta die Spende eines Baumes zumindest auf dieselbe Höhe gebracht wird, wie sie vor 17 Jahren festgesetzt wurde. Wenn cm Uehergang tttvvermeidlich ist, so sollen die Mark, Kronen und Francs wenigstens dein jetzigen Gegenwert von 6 Schilling cotsprechen, und zwar mit Rücksicht darauf, daß die Währung in Palästina statt wie friiiier in Francs jetzt in Pfunden gilt. Aus diesen zwingenden Gründen hat die Nationalfonviskommissioii für Deutschland den bereits mitgeteilten Beschluß gefaßt, den Preis für einen Baum vom 1. Januar 1021 ah auf 25 Mark zu erhöhen. Audi in den Ländern mif besseren Währungen, insbesondere in den überseeischen Lindern, soll nunmehr die Baumspemle auf das I kippelte des bisherigen Wertes, d, i. auf 12 Schilling, 3 Dollars usw. erhöht werden. Wenn bcfürelUet werden sollte, daß dadurch die Zahl der Baumspenden zurückgehen könnte, so halten wir dies für unbegründet, Selbst wenn die Zahl der Baumspenden zurückgiiige, so würde nach unserer lieberzeugmig dies durch den Gesamtbetrag wcttgcmacht werden. Sodann aber glauben wir bestimmt, daß ein Rückgang der Baumspenden angesichts dieser wahrhaft Volkstünilichen Einrichtung mir von kurzer Dauer wäre. Wir gestatten uns, bei dieser Gelegenheit hervorzuheben, daß Aufforstung von OedLändcreicn fast nirgenvls eine Aufgabe von Unternehmern ist, sondern entweder durch den Staat oder durch gemeinnützige Vereinigungen geschieht. In Holland z. B,, das weite Strecken von Oedländcreien (Heide, Sumpfland und Sanddunen) besitzt, hat wir ein paar Jahrzehnten eine private Vereinigung■ die Initiative' ergriffen und mit Hilfe einer der unseren ähnlichen Baumspende eine Aufforstung großen Stiles begonnen. Nachdem diese gelungen war, hat vier Staat die Institution zu fördern begonnen, und mm wirken Staat, Gemeinde und Baumspende zusammen zum Segen des Landes und seiner Bewohner. Wir hoffen, daß dies auch in unserem Lande Erez- Israel in absehbarer Zeit der Fall sein wird, wenn sich unsere Freunde in allen jüdischen Kreisen für die Unter- Stützung unserer Baiimspende cinsetzen werden. Eine besondere Gelegenheit hierzu bietet das bevorstehende ״N e 11 j a h r d e r Bä u m e“, Chamiseha assar b’schwath, auf dessen Bedeutung bereits ausführlich hingewiesen wurde. Jeder stifte zum 24. Januar Räume für die Aufforstung Palästinas! Preiserhöhung einzelner Spendenzweige Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß vom 1, Januar 1921 ab die Eintragung ins Goldene Buch auf 1000 Mark erhöht wird. Der einzelne Baum kostet von diesem Zeitpunkt ab 25 Mark — nicht, wie irrtümlich angegeben, 20 Mark —, eine Summe, die im Verhältnis zu den gesteigerten Unkosten und Löhnen ki Palästina recht gering bemessen ist. n Ausweis der bis zum 12. 1. 21 eißgegangenen Spenden: Landfonds (. Berlin: Dr. Moses, Friedenau, Erich Gross je 150,— , Ahr. Grünberg 110.--, Siegfr. Tictz 100. . Alice Jacobsolm 70.— , Dr. D. Guttmann, Dr. Bergmann je 50.- , Spisbach, Walter Braun je 10.—, M. Strassberg ־JO.--, Nussbaum 25. , Dawido witsch, J. Bieder, Abrahamsohn, J. Rosenthal je 20. , Harry Kochmann 15.— , A. Kolm 12.50, H. Balm, A. Kupferberg je 10. , A. Ginsberg 7.50 050. - Frankfurt a. M.: (Rate) M. Teplitzky 5 — H i l d e s h e i m : (Raten): Willi Moses 700.--, Hugo Haas Mt.—, Dr. Schonbach 50.-־, Käte Rosenstcm 10.--, Arthur Plaut 10. -, Fritz Rosenblatt 30. . 8(10. ד Leipzig: Paul Wasserstrom 200. , W. Gildengorin 100.---, J. BLanar 30.—, S. Strykofsky 30. . Frau N. Spindler 23. , M. Grenit/er 30. , ges. d. Herrn Frankel b. Vortr. v. Prot. H. Loewe: Max Keller 200.-■-, Herrn. Altberg, N. Frankel je 100. -, P. Hübner, H. B. Gottfried, I). Donnann, A. Torten, l). Jamnvitsch, A. Rzcpkowsky je 50.—, L. Sklmevvitz 36.— , S. Nusscnbaum, G. M. (jiklingorin je 25.—, B. Nussbaum, Schönwalter, Bravmann, Reinsch, Jos. Schächter, B. Chasirt, S. Körhcr, S. Weintraub je 20.—, M. Meiseis, M. Sklanewitz je 18.—, Pfifferling, E. Tänzcrt N. N. je 10.—, Sprung, W. Sprung je 5.— 1157.- München: Jac. Reich 1000.—, Nathan Kurzmantel 100,־- , Dr. Ph. Goldstern 500.—, Frau Mahler 25.- 1625.— Nürnberg: S.-R. Dr. Reizenstein.50. - Plauen: Majer Reifen .100 — Wiesbaden: Lehrer S. Jakob Rosenberg, Bierstadt .... 600. - IE Berlin: Dr. Wöllstein 200. , Mendclsohn, Hern! Finn je 120.— , Emil Wechsler 100.— , Hans Böhm 10.- , Selma Hurwitz 15.— , A. Schnitzer 12.— , J. Trakatsch 10.— .. 617,-- Cassel: Simon Strauss 1500.—, Salzer 50.- . 1550.-- Cöthcn: (Raten): M. Tokayer 50.—, M.Selmanowitz 40.—, S. Dzialoszynski 50.- -.140. - Erfurt: R.-A. Dr. Max Rudnieki 200.--, Paul Silberstein anl. d. Barmizwah s. Sohnes Heinz 100.—.. 300.. Frankfurt a. M.: (Raten): Meer Teplitzky 5. - Fulda: (Raten): Justin Nussbaum 60.-, Jos. Stichel 50.— . . ...110. - Leipzig: (Raten): G. Kwcstel 250. -, Marmcrstein 700.— ... 950.- Memel: Schane Joffe .. 500.— Nord hausen: St. Pinthus 20.-; (Rate): Otto Löser 10.— . ....... 30. ~ Nürnberg: Herrn. Brande, Fürth ....,150 ״.— St Wendel: Frau Else Daniel (Rate) . . 10. - Zusammen 0409. Allgemeine Spenden A 11 e 11 s t e i »: Ges. deh. Rosa Alexander u. Martin llorwilz a. vl. Ilviehzt. Schneivler-Ilorwitz a. 2. Januar 1021 ..... 125.- Berlin: Kurt u. Jenny Blumcnfeld grat. Bcrthold Cohn u. Fr. z. Tochter 10.-, Wette Lippmann- Wulff-Herzog 10. , Willy I löse a. Dr. Ernst Kalmus, Hamburg, nachtr. z. 1. Jan. 21 herzl Glückvv. u. Grüsse 5. , Eug. Friedmann 6 - , Willy Prcfss dankt Fam. Cohn, Bochum, f. Gastfrdseh. 10.- , Sally Salo- ׳ mon grab Max Wollstciner z. Gebtg. 20. , Chain! Btichsbauni 5.---, Stegmann 5. , N. N. a. d. N. v. Dr. Hans Nathan, Lübeck, f. gute Behdlg. 20.--, dch. Kaufmann 45.50, Sammlg. b. Vortrag Dr. Heinrieh Loewe 29.85, ges. v. Dr. Hans Falk u. Jcdlicki 20.—, Ueberschuss d. Bamnsammlg. f. d. Jabotinskyhoin 17.50, N. N. dch. stuvL Oskar Gottesmann 150.—, Rcl. Grünberg an Fam. Dr. Fröhlich f. frdL Bewirtung 10.- ־־וברו,• פט־רת אבי היקר טוהר״ר יעקב בן שמואל חיים אשכנזי הנני מנדב י״ח מי־ק -•״.331.85 Breslau: Sammlg. Hecht 6.— , Dr. Hugo Schutz, a. c. Heizungsprozess Brinnitzer gegen Schutz, lt Vergleich 350.— .356. _ Cassel: B. d. Blau-Weiss-Feier, Ueberschuss 500.—, i. Schreiberschen Mimen ges 30.—, Dr F. lias f. Tochter Ruth 100.-, Dr. Prager f. Tochter Dorothea 100.-, dankt f. alle Glückw z. Geb s fffliiiiimiiliiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiliiiiiiiiiiittiiiiiiliifc Spendet Baume zu Chamischah assar b’schwat! 1:!׳ ׳־«llllia11ililIp1lllIIIIIUIljilPI!il!ilililjilil!lllililll!i!i1;!iir