Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 32 (18.5.1920)
- Date
- 1920-05-18
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau Nr. 32 Ausweis Nr. IS 1!!• uni; *V um krisch• m uns I Was i hat, fesent• ist in agend m es anzu- [11, 1-lHM I \J9 k Zentrale für Deutschland islsÄe Sibr. 0 Geldbeträge sind eiazisaaMea'. für Deutschland: auf das Poat1checkkc״io Jüdischer Natlonalfondg E.V. Berlin 28 247 für Groß-Berlin: auf da» PostsclietkkoDto Jüdischer Nationalfond■ E. V. SekretaHat für Groß-Berlin 65152 T*lepho.־> der Z+%tral•: L'hUnd 1534. TvUphon de• StndsbQroai Zentrum S614, S615. asm Der Jüdische Nationalfonds bezweckt den Erwerb von Grund und Boden in Palästina als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes Die Z 1' i c 11 ח u ח g c 1' für den I ״ ״ cl I o n cl s mir! .'tilidicnveise in ständigem Steigen. Leider aber Ru!u1 erfreuliche uns verliältnismäliij. nichtigste Spende daran, dal! unsere n 11■ 11 t 1 1׳ c «emg Bnrbcträgc fiir diese unsere ein: das liegl fast ausschließlich Vertrauensleute die gezeichneten Be- 1 t / 0 i t i g zu den Terminen, auf die ,ich die Spender verpflichtet haben, ein/iehen. Diese tmterlassung schädigt unsere Arbeit außerordentlich und wir bitten daher unsere Vertrauensleute auch au dieser stelle dringend, fiir das recht/.eitigs Einkassieren pimktlichst Sorge /u tragen. Zentrale des J ii d. Nation a I f o n d s. Bericht über die Reichskonferenz der J. N. F.- Kommissäre Dcutschösterreichs ln Anwesenheit von 83 N.-F.-Konuniss iren aus der Provinz. und Wien eröffnet Gg. Ludwig Bafo als Vertreter des Laiuleskomitees die Tagung mit einer kernigen hebräischen Ansprache.' Dr. Leopold Soter als Obmann der N.-F,-Kommission für DeutsckösU'rreicli begrüßt die Lrschiencnen, insbesondere Herrn Adolf Politik, den vom Haager Hauptbüro delegierten Sekretär, und gibt der Hoffnung Ausdruck, dal! die Beratungen der K011- Uten/ zu einem kräftigen Aufschwung der Sammettatigkeit für unseren Volksschntz in De.Usch- Österreich führen werden. Zum Vorsitzenden tier Konferenz wurde Dr. I.eopold Sofer, zum Vizevorsitzenden Hermann Bürger ans Graz und zum Schriftführer Rudolf t »nistein ans Salzburg gewühlt. Generalsekretär I>r. F.gon Zweig erstattet den Rechenschaftsbericht über das abgelaufciiv Jahr. Hiecauf erstattet (ig. Adolf üölini ein ausführliches Referat über .,Die bevorstehenden Aufgaben des Jüdischen Nationalfonds in Erez Israel“. Schließlieh unterbreitet Referent unter lautem Beifall der Versammlung folgenden Antrag: .,Die Rcichskonferenz spricht sielt dafür aus, dal! die zionistische Organisation mit allen ihr zu < iebotc stehenden Mittelu sich; für die Durchführung des Prinzips, dal! die jüdische Kolonisation in Palästina mir auf N.-F.-Boden stattfinden soll, .־in setzt." Sodann folgt das Referat ,,Organisation lind Propaganda“ des Herrn Sekretärs Adolf Pollak vom Haager Hauptbüro. Er gibt zunächst einen Rückblick über die Entwicklung des Jüdischen Nationalfonds in organisatorischer Beziehung seit Miner Entstehung bis jetzt. Von dem urspriiugliehen zentralistischen Prinzip ist man allmählich /u einer weitgellenden Dezentralisation übergegangen und heute unterstehen dein Hauptbüro bereits 17 L a!1 d e s s a m m'e 1 s t e 11 e n mit eigenen Puros, welche ausschließlich der Arbeit für unscreu Volksschaiz gewidmet sind. ,111 den letzten Jahren sind mehrfach Vorschläge für eine organi- *:dorische Zusammenfassung der gesamten N. I'.- Vrheit gemacht worden und verschiedene Schwierig- Leiten, die sich tier Sammeltätigkeit in vielen Laudern entgegenstcllien, veranlaIlten auch das Haupt- Iniro einzugreifen. So beabsichtigte es, eine Konditution für den Jüdischen Nationalfonds herausmgeben, die zuvor den Landessainmelstellen zur Begutachnmg vorgelegt werden soll. Die Grundgedanken der Konstitution seien erstens eine festere Verankerung des Jüdischen Nationalfonds in der Gesnnitorganisatio״, zweitens die Schaffung einer legalen Form für die Sammeltätigkeit und drittens eine stärkere Einflußnahme der Lande,ssamineistvllcn b/w. deren Leiter auf die Verwaltung des Jüdischen Nationalfonds inner- und außerhalb Palädinas. Die erste und wichtigste Voraussetzung für c>nc erfolgreiche Sammeltätigkeit in. jedem Lande SC|.. 11 lückenlose Ausbau der Vertrauens- ׳״annerorgan isatiou. .. ס c{Syn Vorschlägen dienen die Resolutionen, IC *c*crc״t ׳•ur Annahme vorschlägt. Was die Sammelmiftel beireffe, vertritt das ן HaiiptbüR) den Standpunkt, daß ihre Vereinfachung wärmstens zu empfehlen sei, und daß es vor allem: auf die wirksame Ausnützung einiger bewährter Saininelmitfel ankomme. Diese seien zweifellos die S e I b s t b e s' t e u e r u n g und die S a in 111 e 1 - biic hsen. Die restlose Durchführung der Selbstbcstcucrung aller organisierten Zionisten mit einem bestimmten, nicht zu kleinlich bemessenen Mindestbetrag sei nicht länger aufzuscliieben. Auch müsse sich die Laudessaminelstelle die planmäßige Heran- Ziehung aller jüdischen Gemeinden, Logen und anderen Institutionen für die Subventionierung unseres Volksschatzes dringend angelegen sein lassen. Was mm die Propaganda anbetrifft, so Ist es erforderlich, an Stelle der bisherigen gewöhnlichen Propaganda, welche bei der Popularität des Jiidischen Nationalfonds einigermaßen überholt sei, tiefgründigere schriftliche und mündliche Pnopaganda treten zu lassen. Eigene Reisesekretäre werden die größeren Orte bereisen, die Kommissäre über die Tätigkeit und die Aufgaben des Jüdischem Nationalfonds in Palästina genau informieren und sie für ihre Sammeltätigkeit auf Grund der anderwärts gemachten Erfahrungen eingehend instruicren. Sowohl die Organisation, wie auch die Propaganda muß künftighin planmäßig und nicht wie bisher zufallsweise erfolgen. Wenn heule schon über 10 000 N.-F.׳•Kommissäre installiert sind, so darf nicht geruht weiden, bis das letzte jüdische Haus für den holicn Oedanken unseres Volks- Schatzes erobert ist. Das letzte Referat hielt Sekretär Ing. Samuel Ntißbamn über ,,Kontingentierung und Budget für 1020“. Referent schlägt die Kontingentierung der erwartete״ Speiulensuinme auf die einzelnen Bezirke Wiens und die Orte der Provinz, entsprechend ihrer jüdischen Kopfzahl und ihrer bisherigen Leistungsfähigkeit vor. , Die Debatte wird über die vier am Vormittage gehaltenen Referate geschlossen durchgeführt und bringt eine Fülle wohldurchdachter Ausführungen. Nachdem über die einzelnen Anträge abgestimmt ist, gelangten die von der Zentralstelle vorgeschlagenen Thesen in folgender Fassung zur Annahme: Die Rcichskonferenz beschließt:*) A) Zu Referat III. I. An jedem Orte, wo zumindest 30 Juden wohnen, muß ein eigenes Organ mit der Arbeit für den Jüdischen Nationalfonds betraut werden. Solche lokale Organe des Jüdischen Nationalfonds sind: a) Vertrauenspersonen; b) J.N.-F.- Kommissäre; c) J. N.-F.-Kommissionen. Ada) ln Orten, wo keine zionistische Organisation besteht, bestellt die Zentrale Wien eine Vcrtraucnsperson. Ad b) In Orten, wo zionistische Organisationen bestehen, muß deren Vollversammlung ein Vorstandsmitglied als Vc r e i n s ko 111 m i ssä r ausschließlich mit den J. N.-F.-Agenden betrauen. Die Vereinsstatuten sind bei der ersten Gelegenheit in diesem Sinne zu ergänzen, ln Orten, wo um» eine zionistische Organisation besteht, ist der Vereinskominissär zugleich Ortskommissär. Ad c) ln zionistischen Organisationen mit mindestens 50 Mitgliedern wird vom Vereinsvorstand eine Vereinsk 0 in m i s s i o 11 von höchstens fünf Mitgliedern unter Vorsitz, des Vereinskommissärs gebildet. In Orten mit mehreren zionistischen Organisationen bilden die Verciiiskommissäre, evtl, nach Zuwahl weiterer Mitglieder, die Ortskonimission. In Wien hat jede zionistische Bezirkssektion durch ihre Vollversammlung einen Bezirkskommissiir zu wiih- *) Die Beschlüsse Aler österreichischen Reichskonteren/ decken sich im wesentlichen mit den Be- Schlüssen der N.-F.-Konfcrenz in Deutschland vom 4. jarruar 1920. len, welchem vom Vorstand eine Beziikskoinmissioa zu unterstellen ist. Die Vereinskommissäre der Studenten-, Sport-, Turn- und sonstiger Jugendvereine unterstehen der Zentrale und werden von ihr im Einvernehmen mit den genannten Vereinen, bzw. dem Hochschulaussehuß, nach Bedarf den einzelnen Bezirkskommissionen in J. N.-F>Sachcn zugewiesen. Die Zentrale beruft alle Bezirkskemnnissäre Wiens zumindest allmonatlich zu einer Ortskonferenz, ein. : 2. Alle Vertraueiispersoncn, J. N.-F.-Kominissäre und Mitglieder einer J, N.-F.-Koniinission müssen dem Verein ״Keren Kajemcth Lejisrael“ in Wien angeboren. , 3. Jede J. N.-F.-Kommission gliedert sich in folgende Ressorts; a) Vorsitz. (Organisation und! Propaganda); b) Kassa (Geldvcrwaltung), Abredimtng mit der Zentrale, Statistik; c) Sclbstbc- Steuerung; d) Büchsen; e) sonstige Samnielmittel; Vertrieb der J. N.-F.-Materialien und -Literatur. Jeder Ressortleiter kann und soll nach Bedarf ständige Mitarbeiter herauziehen. B) Zu Referat IV. 4. Die vom Hauptbüro von P)20 als Beitrag zur Jahrcsspendcusiuninc von 1000000 Pfund Sterling, aus Oesterreich erwarteteu 2 500 000 Kronen können bei Ausnützung aller vorhandenen Möglichkeiten aufgebracht werden. Darum ist es Ehrenpflicht -sämtlicher J.N.-F.- Organe, für die Erreichung dieses Zieles -- ge-!näß de! auf die einzelnen Orte, bzw. Bezirks- Sektionen, von der Rcichskonferenz. vorgenommeuen Aufteilung alle Kraft einz.usetzcii, 5. Zur Erreichung dieses Zieles ist die restlose Durchführung der Selbstbesteuerung auch hierzulande dringend notwendig. Jeder organisierte Zionist, und womöglich jeder an der Entwickluug Palästinas interessierte Jude, hat sich demnach unverzüglich mit einem festen Jahresbeitrag zugunsten des Jüdischen Nationalfonds zu besteuern, der auf mindestens 200 Kronen festgesetzt wird. Wer außerstande ist, dies aus Eigenem voll zu leisten, hat seinen Jkitrag durch Sainiii* lungen im Laufe des Jahres auf diese Mindestsumme zu ergänzen. 0. Die J. N.-F.-Büchsc hat sich als das volkstümlichste Sammeliiiittel des Jüdischen Nationalfonds erwiesen. Es muß daher die Aufgabe aller N.-F.-Organe sein, die Zahl der in Oesterreich ausgegebenen Büchsen noch heuer um ein Vielfaches zu steigern und unbedingt darauf zu halten, dali ihre Leerung mindestens dreimal im Jahre (zu Pessach, Sukoth und Clianuka) restlos durchgeführt wird.“ Ebenso wurde der Budgetvorschlag zum Be- Schluß erhoben. Die Reichskonferenz, welche zweifellos den Auftakt zu einer erneuten Sainmel- und Aufklärungsarbeit für unseren Volksschatz gegeben hat, bedeutet einen vollen Erfolg. Bericht über die Nationalfondsarbeit in Palästina I. 8 t a 11 d d er F a r m e 11 d e s J. N.-F. in P a I ä s 1 i 11 a. a) B e 11 sc h c 111 0 11. Die Farm (2293 Dimam) wird gegenwärtig von einer aus 18 ständigen Arbeitern bcstellenden Kwu/a (Arbeitergruppe) bearbeitet. Benscheinen hat bekanntlich von allen Farmen während des Krieges am meisten gelitten. Schon durch die Heuschreckenplage wurden große Teile der Pflanzungen vernichtet. Beim Finmarsch der Engländer wurde es zuni direkten Kriegsschauplatz, da sieh eine Zeitlang die türkische Linie bei der deutschen Kolonie Wilhclma, also in direkter Nähe Benschemens, befand. Der Betrieb der Wirtschaft konnte in dieser Zeit nur ganz provisoriseh aufrcchtcrhalten werden. Ein Teil des lebenden Inventars mußte fortgeführt werden und nur eine geringe Anzahl Arbeiter blieb zurück. Durch die rüekflutcnden türkischen Truppen und durch die Kämpfe selbs! wurden nunmehr große Teile der Oliven- und linderer Pflanzungen zerstört. Die jetzige Genossenschaft beschäftigt sich neben der Pflege der alten Bäume in der Haupt- ׳ ״־! ך־ r ד״יי* ו.*? ר-"*! ך jn 11 : t * J; ’ t (t« Ü .1 h I i ”nnn y#*4a 44 ii * / m