Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 22 (31.3.1920)
- Date
- 1920-03-31
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zentrale für Deutschland Berlin W.15, Sächsische Str. 8 ' ' *<*«■» triT ■ Geldbeträge sind einzaxalxlen: für Deutschland: auf da« Postscheckkonto Jüdi1cherNationalfond»E.V. Berlin 28 247 für Groß-Berlin: auf das Postscheckkonto Jüdischer Nationalfonds E.V. Sekretariat für Groß-Berlin 65 152 TrUpfco■ der Zentral•: UM*nS 1SM. Tel.pho■ Sr■ SUillbOroa! Zentrum 3614, J61S. Der Jüdische Nationalfonds bezweckt den Erwerb von Grund und Boden in Palästina als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes >r i| '1 Mitteilungen des Hauptbüros des J. N. f. Größere /irvve nd un g e n. - Ausbau der Sa m m e 1 o rg a 11 i sa t i o 11. — Bcsch 1 üssc zujrunstiMi der Nationalisierung: des p a - 1 ä s t i 11 e 11 s i s c h e n Bodens. — Aktionen. —- Nordauga rtenstadt. — Palästina nachrichte 11. Dem Hauptbüro tles Jüdischen Nationalfonds ist kürzlich durch eine englische Bank ein Scheck über 10000 C von einem Spender, der nicht genannt sein will, zugekommen. Gleichzeitig wurde dem Hauptbüro mit,,׳)׳(eiit, daß bei einem Londoner Rechtsanwalt ein Testament zugunsten des Jüdischen Nationalfonds in Höhe von zirka 25 000 C fällig geworden ist. Ungeachtet der gelegentlichen größeren Zuwcndungen und Spenden erfordern <lie Aufgaben des J. N.-F. in Palästina einen tierartig planmäßigen Ausbau seiner gesamten Organisation, daß er auf regelmäßige Einnahmen zur Deckung seiner Erfordernisse rechnen muß. /.u diesem Zwecke sollen jetzt L a ת d c s k o n f e r e n z e n der N. -1•'.- Ko 111 m is sä re und Vertrauensleute einberufen werden, ln Deutschland hat im Januar eine solche Konferenz stattgefunden, auf der ein genaues Avbchsprogramin für die Aufbringung von 4 Mill. Mark ui Deutschland im Jahre 1020 aufgestellt wurde, ln Böhmen, Mähren, Schlesien, der Slowakei sind für den Monat Februar alle Vertrauensleute zu gleichem Zusammenkünften aufgefordert worden. Ebenso dürften in Deutsch- Oesterreich, Galizien und Palästina in den nächsten Monaten N.-F.-Konfcrenzen itaUfindcn. Nachdem sich bereits eine Reihe zionistischer Landeskonferenzen für die Nationalisierung des palästinensisehen Bodens ausgesprochen hat, wurde auf der Ende Dezember in Kowno abgehobenen Konferenz für ganz Li tatteil folgende Resolution gefaßt: ״Die Ziouistisdie Konferenz in Litauen wünscht die Nationalisterling des ikxlcus in Palästina als Grundlage sozialer Gerechtigkeit beim Aufbau unserer Heimat.“ Es wurde ein besonderes N.-F.-Büro für Litauen errichtet und die Vorbedingungen für eine großzügige Sammelaktion in aßen jüdischen Zentren des Landes geschaffen. Auf der Konferenz der argentinischen Zionisten in B tie 11 o s - A i r e s wurde beschlossen, dem J. N.-F. in diesem Jahre mindestens 100 000 Pesos zuzuführen. Die Sdbstbesteuerung und die Landspende sollen besonders propagiert werden. Außer der allgemeinen Palästina-Woche in ganz. Argentinien wurde jeder zionistische Verein verpflichtet, mindestens einmal jäkrlieh eine Veranstaltung zugunsten des J. N.-F. zu organisiereti und letzterem 10 °/0 seiner Einnahmen zuzuführen. Die Konferenz der Zionisten aus der Bukowina, die vor einiger Zeit in Czcrnowitz tagte, faßte folgende Resolution: ״Die Bukowinaer Zionistische Landeskonferenz anerkennt die Arbeit für den J. N.-F. als die einzige Möglichkeit, den Grund und Boden in Palästiiia als unveräußerliches. Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben.“ Die A m sterdamer Tagung der Federntion ״Misrachi“ verpflichtete in einer Resolution alle Mitglieder des ״Misrachi“, in ausgedehnter encrgischer Tätigkeit für den Jüdischen Nationalfonds die Gelder zum Erwerb des Landes aufzubriugen. Anläßlich der Chanukahtage fanden in einer Reihe A111 Ländern besondere Veranstaltungen zugunsten des J. N.-F. statt. In allen Städten 1*0 lens wurden große Sammelaktionen unternommen. In Palästina wurden iu Stadt und Land Sammlungen für die Nordaugartenstadt cingelcitct. ln Smyrna wurde beschlossen, 10000!•'res. für die Nordaugartenstadt aufzuhringen. Die Aktion für die Durchführung der Selbsthe steifer ung zugunsten des J. N.-F. in Palästina macht weitere Fortschritte. Es haben sich nunmehr auch die Kolonicbcwohner von C11 e d e ra 11 und N a c 111 a 111 Jehuda zu regelmäßigen Beiträgen verpflichtet. Die l jüdischen M a g i st r a t s bea m ten und Poli- ן Gsten in Tibcrias zahlen monatlich von ihrem | Qdialt einen festen Beitrag für den J. N.-F. Die ameri- 1 ״*nisch-m cdizi nische Gese 1 lschaft ״Ha-! dassa“ Rat die N.-F.-Marke als Stempelmarke für ihre; K״'>kcnkarten eingefülirt. In Damaskus wurde eine größere Aktion für die Nordau-Gaitenstadt unternommen und iu einer sehr stark besuchten Volksversammlung die Ziele des Jüdischen Nationalfonds und seine Bedeutung für die Kolonisation Palästinas erörtert. Sammelt Briefmarken! Leider ist bei den Freunden des Nationalfonds während des Krieges ein Zweig unserer Sammeltätigkeit in Vergessenheit geraten, der dem N. F. früher immerhin nennenswerte Summen einbrachte und keinerlei bcsomlcre Aktionen erfordert. Es handelt sich um das Sammeln von Briefmarken. U ngc tiihr 1000 Mark konnten aus dem Erlös solcher Marken vor dem Kriege an. den Nationalfonds abgeführt werden. Das Sammeln der Marken ist gerade jetzt um so wertvoller, als in den zahlreichen neu gegründeten Staaten ebenso wie in den bisher ׳kriegführenden dauernd neue Marken herausgegeben wurden und infolge der politischen Wechselfälie immer wieder neu gedruckt werden. Denn cs ist klar, daß alle diese nach kurzer Zeit wieder dem Verkehr entzogenen Stücke einen besonderen Seltenheitswert erhalten. Wer also Gelegenheit hat, Marken irgendwelcher Art zu sarnmein, den bitten wir dringend, sic an die untenstehende Adresse von Fall zu Fall einzusenden, und zwar nicht nur Briefmarken, sondern auch Ganzsachen, d. 11. Postkarten. Kartenbricfe, Kuverts und Streifbänder mit eingedruckten Wertzeichen. Wir erhalten dauernd Anfragen von Sammlern, die iu der Annahme, wir hätten große Sammlungen vorrätig, solche bei uns kaufen wollen. Leider aber können wir ihre Wünsche aus Mangel an Material nicht befriedigen, da wir während des Krieges nur ganz vereinzelte kleinere Sendungen von einigen Freunden erhielten. Wir bitten daher nochmals alle unsere Freunde, besonders aber unsere Vcrtrauenslcutc, sich die Sammlung von Briefmarken aller Gattungen angelegen sein zu lassen und sic an di« Unterzeichnete Sammdstcüe einzusenden. Sam me!stelle des Jüd. N a t io na 1 f o nds für Postwertzeichen: Dr. ined. Julius Löwen 11 eim, Berlin W.15, Kaiscrallee 211. Nationalfonds־ Vertrauensleute der Berliner Vereine Alle Nutioualfonds-Aiigclegcnhciten (auch Spenden- Annahme und Auskünfte) werden erledigt: in B. Z. V. Gruppe Norden durch Frl. Ascher, C.2, Breitestraße 5; in B. Z. V. Gruppe Süden durch Frau Etta Schuck, Kommaudantenstr. 34; in B.Z. V.Gruppe West durch Georg Byk, W. 51), Prager Str. 31; in B. Z.V. Gruppe Charlottenburg durch Apotheker Siegt». Wolff, Kurfürstcndamm 217; in B. Z. V. Gruppe Ost durch Georg Lach mar.(», NO. 55, Prenzlauer Allee 4ü; B. Z, V. G ruppe Nord -West durch Martin Goklberg, NW., Schlcswiger Ufer 0; in Cöpenick durch Frl. Grete Cohn, Schloßstr. 25; in Neukölln durch Kurt Kramarsky, Kaiscr-Friedrich-Stral\e 230/231; in Spandau durch Rudi Zysmnnn, BreiteAr. 33; im Zionistischen J 11 g e n d v e r e i n durch Martin üoldberg, NW., Schlcswiger Ufer 0; im Herzlclub durch Louis üuttmaun, NO., Inunanuclkirchstr. 9; im Jüdischen Turnverein BarKochba durch Manfred Lewy, Poststr. 10/11; im Jüdischen Frauenbund für Turnen und Sport durch Frl. Käthe Jacob, Schöneberg, Mcraner Straße 11; im B1 a u - W e i li (Bun d e s 1 e i t u!1 g, Wa 11 derbund) durch Franz Lichtenstein, Pankow, Mendelstraße 3(»; im Zionistischen Mädchen bund Jehudith durch Gertrud. Levy, Geisbergstr. 34; im Jüdische» S t ude 111 i n nen vere i n durch Frl. Ajuii Eiigelmann, Orolmamistr. 0; itn Ost jüdischen J u g c 11 el v e re i 11 1 b r i a h durch David Rosenberg, C. 54, Lottumstr. 6; im Tifereth Zion durch David Rosonbcrg, Lottumstr. 6; Ln Loge Degel Jehuda durch L. Hermer, Charlottenburg, Windscheidstr. 32; im Verein Jüdischer Studenten (Berlin) durch Hans Becker, Eckartstr. 2; im V. J.St. Hasmonäa durch Walter Czapski, Oranienburger Str, 16; tm Sport-V. J.St.-Berlin durch Bcrtlwkl Levy,!\-stalozzistr, 53; im R ud c r - V. J. St. durch Walter Erhard, Togostr. 77, Nicht auffindbare Friedensscheckzeichner Im Anschluss an unseren letzten Aufruf sind ubs ein Teil Adressen angegeben worden. Leider fehle■ immer noch eine ganze Reihe, und wir bitten nochmals alle die Gesinnungsgenossen, die uns Auskunft gebet! können, um umgehende Mitteilung. Unbekannt ist uns noch der Aufenthalt folgender Zeichner der Fiicdensschecks: Berlin: Gregor Aronowitz, Säch'ischestr. Ros» Liiski, Flabsburgcrslr. 13; Alice Camincr; Isidor Cohn, Lcipzigerstr. 6; Erna Falkenstein, Gervinusstr. 21; Walter Garten; Margot liamniet, Lindenstr. 101/162; M. Hofimaun, Eveke v. Repkowpl. 4; Clara Locvy; Erwin Lubinski, Wallnertheaterstr. 45; Dr. Luhowski, Weissensee, Berlinerstr. 214; A. Meyer; Walter Rehfeld; Ida Spiro, Freisingersfr. 17; Grete Sussmnun; Oscar Unikower, Joachimsthalcrstr. 5; Fr. Tülv Westphaien, Sihulnnamistr, 17; Fl. Wolff Brandenburg: Martin Wolff. Cölit: Herbert Marx; Heinr, Simon. Fulda: Winitzki; David Rabiuowitz, Esther Rahinowitz. uollub: Leimnef Hirsch. Hannover: Stoloff; Ing. Kuhinstein; Lina Steinfcld. Herl fei den: R. Wolff. Königsberg: Isaak Parctzkin. Neu- 11 of: Nathan Gotilieb. Nürnberg: Fr. Dr. Hirsch. O be r s c 11 a f f o 1 s 11 e i m: Weiß. Posen: Willy Dünger; Hermann Meyer. Ra witsch: Leopold Tran-laieur. Saarlouis: Felix Hanau. Strümpfelbrunn: D. Israel. Spandau: Otto Glühmanu. Wismar: Fräukcl. Aus dem Felde: Hermann Apt, Osk. Bettauer, Wilhelm Bcyth, Hans BhunenthaS Fr. Blumentlial, Bruno Cohen, Paul Cohn, Max W. Dan/iger, B. D. Ehrlich, Hirsch, Georg Joseph, Oscar Kühlmann, Julius Levy, Jacob .,Lorsch, Manassc, Nobody. Willi Oppenheimer, Emil 1‘os.ner, E. Wcrllieimer. Wir bitten diejenigen Gesinnungsgenossen, die in der Lage sind, die Nationc1Ifoc1dsarbe.it durch Presse- Propaganda zu unterstützen, sich mit 1ms in Verbindung zu setzen. In erster Reihe sind Verbindungen zu Ze»- tungen — vor allem jüdischen, insbesondere Lokalblättern, aber auch nichtjüdisdien — zur Aufnahme von Artikeln* über die Arbeit des Nationaifonds auszunutzeti. Ferner” bitten wir Gesinnungsgenossen, die selbst Aufsätze über diese Gebiete schreiben wollen, um ihre Unterstützung. Da sich infolge der erheblich gestiegenen Druckkosteo der Preis jeder Zeile des Ausweises ganz außerordentlich hoch stellt, sehen wir uns gezwungen, Spenden unter 3 Mark nicht mehr mit Text, sondern nur noch summarisch auszuweisen. Außerdem muß bei Spenden unter 5 Mark der begleitende Text auf höchstens eine Druckzeile beschränkt werden. Im Interesse einer schnelleren Erledigung der für uns bestimmten Korrespondenz, die einen immer größeren Umfang annimmt, bitten wir von jetzt ab sämtliche Briefe, Wert- und Einschreibsendungen nicht mehr an die Privatadresse des Herrn Wollsteiner, sondern ausschließlich an unser Büro zu schicken. Geldsendungen zahle man nur auf unser Postscheckkonto Berlin 28 247 (Groß-Berlin: 65152) ein. Das Konto Berlin 3S47 ist für N.-F.-Eingänge nicht mehr vorhanden Die bisher von uns herausgegebenen ״Mitteilungen“ werden bis auf weiteres nicht mehr erscheinen, da wir alle dafür bestimmten Aufsätze, Anregungen usw. künftig an dieser Stelle veröffentlichen werden. Wir bitten unsere Vertrauensleute dringend, uns durch eifrige Mitarbeit bei dieser schriftlichen Aussprache zu unterstützen. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß Telegrammformulare jetzt das Stück 1 Mark kosten, und daß eine Eintragung ins Goldene Buch vom 1. Januar 1920 ab 600 Mark beträgt pt 1r | ZS3 0 F U Gz