Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 17 (2.3.1920)
- Date
- 1920-03-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Das traditionelle Test des Schenkens darf nicht vorübergelien, ohne daß sich Jeder insbesondere für den Landfonds des Jüdischen Nationalfonds besteuert. Der neue Landfonds, der unmittelbar zum Ankauf von Land in Frcz-Israel verwendet werden soll, bildet die Grundlage für den gesamten Aufbau Palästinas. Es besteht bereits ein von hervorragenden Fachleuten ausgearbeiteter Kolonisationsplan nach dem Prinzip der Kleinsiedlung, der für eine Ansiedlerfamilie etwa 5 Diinain, d. h. U> ha Hoden, vorsieht. Diese Fläche genügt, um eine Familie auf der Grundlage intensiven Gartenbaues, welcher dort die besten Aussichten bietet, anzusiedeln. Vor dem Kriege kostete der Dmiam durchschnittlich etwa 40 M., es würde demnach auch bei dem jetzigen Geldstände schon eine relativ geringe Sinntue ausreichen, um einer Familie in Palästina zu Grund und Boden /u verhelfen Der Jüdische Nationalfonds wird nur dann seine' Aufgabe, die Basis für das große neue AiiMcdlungswcrk in Palästina durch Hergabe des Hodens zu schaffen, gerecht werden, wenn sein Landfonds sofort von jedem Einzelnen nach Maßgäbe seiner ganzen finanziellen Kraft unterstützt wird. Der Mindestbeitrag zu diesem Landfonds ist aut 200 M. für das Jahr 1920 festgesetzt worden, die auch i n K a t e n gezahlt werden können. Es ist Ehrenpflicht aller derer, die zu größeren Leistungen in der Lage sind, entsprechend höhere Summen zur Verfügung zu stellen. Die Verantwortung, die jeder Einzelne für die Verwirklichung unseres Ideals trägt, macht cs zur Pflicht, den Aufbau Palästinas und damit den Landfonds des Jüdischen Nationalfonds mit allen Mitteln zu unterstützen. Der heutigen Nummer der ״Ji'tdisehen Rundschau“ liegt ein Postscheck des Jüdischen Nationalfonds bei, der für Landfondsbeitrage bestimmt ist. Jeder nehme daher das Purimtest zum Anlaß, um die große Sache des Wiederaufbaues in Erez-lsraei mit allen seinen materiellen Kräften zu unterstützen. Ohne Landfonds kein Boden kauf, ohne B o d e n k a u f keine Kolonisation! Verwendet den beiliegenden Postsclicck zur Besteuerung für den Landfonds! Aufforstung in Palästina durch den Jüdischen Nationalfonds Die Erwerbung des palästinensischen Bodens als twiges iinveriiullerliches Eigentum des jüdischen Volkes ist die Hauptaufgabe des Jüdischen Nationalfonds. Aller auch die Aufforstung Palästinas ist von nicht ge• ringer Bedeutung für den Wiederaufbau des Landes. Ob diese dem J. N,-F. übertragene Aufgabe von ihm allein durchgcfülirt oder ob auch Regierungs-Institutionen bis zu einem gewissen Grade sieh beteiligen werden, 'teilt noch nicht lest. In jedem Palle obliegt es dem J. N.-l., die sie hbieteuden Gelegenheiten schon jetzt auszimutzeii und mit der Bewaldung dort zu beginnen, wo dies im kolonisatorischen und auch sanitären Interesse notwendig ist. Schon vor dem Kriege wurde bekanntlich bcschlossen, daß sich die ״Baumspende“ künftig nicht mehr auf die Pflanzung von Fruchtbaumen beschränken, sondern daß man vielmehr Nutzbäume aller Art, also Waldbaume, anpflanzen möge. Durch die praktischen Erfahrungen in Palästina war man zu der Ucberzeugung «dangt, daß die Anpflanzung von Fruchtbäumen, die einer individuellen Pflege bedürfen, zweckmäßigerweise 1 Pf'vah״*hahvo zu überlasse 11 ist. Andererseits ergab sich immer mehr die Notwendigkeit, Sümpfe, Sanddüuen und sonstige Ocdlämlercicn mit Waldbauineu, besonders mit dem schnell wachsenden Eukalyptus zu bepflanzen. Die Aufforstung solcher Gebiete erschließt der Kolonisation weite Strecken Landes, bildet eine wichtige Voraussetzung für die Sanierung des Landes!11111 bietet die Möglichkeit, dringend uotweii- <ligcs 11 o 1 z m a t e r i a 1 für Bauzwecke usw. im Laude selbst zu beschaffen. Es war indessen nicht möglich, solange die türkische Herrschaft währte, die Aufforstungsarbeit ernstlich in Angriff zu nehmen. Es fehlte auch an den nötigen Erfahrungen bezüglich der Auswahl von geeigneten Bamugattimgen und der riclitigen Pflanzungsmethoden. Die Mittel der Baumspende wurden daher vornehmlich in die Pflanzungen von Benscheinen und Huldah investiert, die unter den vorhandenen Umständen keinen befriedigenden Erfolg aufwiesen. Neben den Schwierigkeiten, die die Anfänge jeder Kolonisntionsnrbcit ,begleiten, kamen Elementarereignisse hinzu, wie die Heuschreckenplage, die in den Pflanzungen schweren Schaden aurichtetc. Zuletzt wurden die Pflanzungen in Bcnschemen zum Kriegs- Schauplatz, wo das, was die Heuschrecken übrig ließen, durch die Kümpfefast vollständig zerstört wurde. 111,der Kricgszcit wurden durch die Arbeitergenossensehaft in Ber-Tobinh versuchsweise 100 Dunam mit Eukalyptusbäumcu auf N.-F.-Boden angepflanzt. Dieser Versuch ist in jeder Weise geglückt. Im vergangenen Jahre ließ auch die Anglo PaiestineCompany und die Iminobiliengesellsdiaft ״Palästina“ 200 Dunam auf den Abhängen des Karmel in Haifa mit Fe!scnfichten durch eine Arbeitergenossenschaft bepflanzen. Auch diese Anläge verspricht nach den Gutachten von Fachleuten einen guten Ertolg. Diese Versuche haben der ״Baumspende“ einen neuen Weg zur Verwirklichung ihres Programms gewiesen: die Aufforstung durch Vermittlung von Arbeitergenossenschaften. Diese .Methode ist nach dem Urteil der Fachleute von großer Wichtigkeit für den Wiederaufbau Palästinas, die Sanierung des Landes und auch für die Lösung des Arbeiterproblems. Die Verwaltung des J. N.-F. hat nun auf dieser Grundlage die Ausführung eines großzügigen Planes für die Aufforstung Palästinas in Angriff genommen. Nach diesem Plan, der sich auf drei Jahre verteilt, sollen angcpflanzt werden: 1 700 000 Eukalyptus- und Waldbäume anderer Art auf einem Komplex von 2125 Dunam. Hiervon entfallen: 1. auf Mefehaviah im Zusammenbang mit der Sanierung der Siedlung 20000 Eukalyptushäume auf 200 Dunam, 2. auf Kinercth und Dag aniah an den Abhängen des Berges neben der Farm Kiiiereih und au den Ufern des Jordan und des Kincrcthsces •12 000 Eukalyptus- und Waldbäume anderer Art auf 175 Dunam, 3. auf Ben sch einen zirka 700 000 Bäume auf 230 Dunam, •1. auf Hulda 425000 Bäume auf 110 Dunam, 5. auf lier-T o b 1 a h (Kastanie) 27 000 Bäume auf 380 Dunam mit Ausnahme der bereits obenerwähnten, 6. in der Umgebung der Kolonie Chcdcrah hauptsächlich Eukalyptusbäume auf 1000 Dunam, insgesamt 500000 Bäume. Hinzu kommen letztens die Aufforstungsarbeitei) in R i s c 11 o n 1 e - Z i o 11. In der Generalversammlung dieser Kolonie ist beschlossen worden, dem J. N.-F. zum ewigen Eigentum 500׳Dunam von den angrenzenden Sanddünen zu überlassen. An die Schenkung ist die Bedingung geknüpft, daß der J. N.-F. im Laufe von drei Jahren dieses Land bewalden läßt. — Diese Tatsache zeigt, welche Wichtigkeit die Bevölkerung der jüdischen Kolonlen Palästinas dem J. N.-F. beimißt. — Die Verwaltung des J. N.-F. bat bereits die Aufforstung der Dünen von Rischon!e-Zion einer Arbeitergruppe von IS Mann aus den Arbeitern Nachlath-Jehudas übergeben. Die Arbcitergcnosscnschaft hat mit den Pflanzungsarbciten sofort begonnen, und cs wurden ungefähr 35 000 Bäume angepflanzt. Jn den ersten zwei Monaten werden außer dieser Genossenschaft noch 25 Arbeiter besclüiftigt werden, die zusammen unter Leitung des Landwirtschaftliehen Departements* des Pnlästiuaamtes die Arbeiten ausführen werden. Diese Aulforstungsarbeiten dürften dem Anspruch des J. N.-F., ihm alles Oedland in Palästina kostenlos zu überlassen, erhöhte Berechtigung geben. Sie werden auch dem J. N.-F. die Möglichkeit geben, in kurzer Zeit seinen Verpflichtungen nachzukommen und alle gespendeten Bäume zu pflanzen, deren Zahl sieh zurzeit auf e t w a 400 000 beläuft. Landfonds B o c 11 u m: A n R a t e 11: L. Spotheim.100.— Bremerhaven: An Raten: S. Sainitowsky 5.-• Buer 1. W.: Z.-A. Leo Landau u. Fr. 250. Darm st.ר dt: Leon Marscliaüik, BerthoUl Bodenheimer je 500.-■-, Herbert Markowicz, Max Boden• lieimcr, Fr. Carl Lehmann je 100.—; an Raten: Dipl.-Ing. E. F. Frank 00.-, Jul. Michels 25.— 1385. - Nord hausen: Oscar Blumeuthal.100. Zusammen IS 10. Allgemeine Spenden Alsbach: l>ch. Fr. David, Frankfurt a. M., gcs. a. e. Abendges.. . ..50, - Berlin: H. Sch. 20.—, R.-A. Dr. Gronemann u. Fr. grat. Dr. E. Auerbach 11. Reg.-Rat Dr. Badt 5.— , S. Rabinowitsch z. Ehren v. Hr. M. Wcinthal, Leipzig, 100.—, Betty Fraiikenstcin kond. d. Farn. Auerbach з. —, Dr. Martin Ascher grat. Dr. Bruno Kirsclmer и. Fr., Dr. Adolf Levy u. Fr., Dr. Leo Cohn u. 11., Pr. Herrn. Lelcwer 11' Braut 10.—, Sch. 20.—, gcs. dch. Manja Taube a. d. Verlob. Frl. Grünbaum- Kormio 11)0.—, R.-A. Dr. Jnknvicz a. e. Prozess- Sache i. Auttr. v. SaIly Heilbrunn, Mailand, 15:1. , Dr. Baumgardt, Lichtenberg, 36.—, Georg Baer 30.—, Marasse, Charlottenburg, 20.—, Dr. Ernst Brühl u. Fr. Hede gcb. Wasser an!, d. Geb. i. Tochter Rose Beate 20.—, A. Landes grat. Dita Schwarz- Siegfried Norden r. Verlob. 5.—, Louis Gutmami u. Jos. Wald grat. Hr. u. Fr, Goldstanb z. Silberhoch/t. 5.—, Selma Goldstern L 1b. Neffen Bertliold Goldstein z. Geburtstg. 3.—, Rose Friede i. lb. Vetter Berth. Goldstern z. Geb. 3.—, Rosa Ascher grat. Dr. Elias Auerbach, koml. Fam. Auerbach u. Löwe מאיר דייבערג אמכטרראס ע׳יי יד יד ד לאד,ן —.3 ליבלי גלאסב לרגלי דבריה מירד •.-.50 סכסוך .763. ...... -.100 יוהנן דרסב ־־ לוסטיג.-,20 Beuel: A. Salomon grat. Walter Silberbach z. Verl. 5. Beuthcn: Jul. Nothmann, Mehrerlös b. Geldeinwcchslg. 10.—, J״|. Nothniann u. Fr. grat. Herbert Nothmann u. Fr. anl. i. Vernv. 6.—, Friede, Svnagogenspende 5.—.21. Dortmund: Ges. dch. Friedmann a. d. Brismiiah Kupfcrstein ....90.־■׳ Duisburg: R.-A. Dr. Epstein u. Fr. grat. A. Hofmann u. Fr., Cöln, 3.—, Hannnh Hcimann, Trude Loewcnthal grat. Alice Loewe, üir.sburg, 3.— ft. Düsseldorf: Jul. Je!in• anl. d. 3. Todestages s. lb. Bruders Mosche her» Ahron Elieser s. A. z. (1. Adar.. . . 10. Essen Helene u. Sophie Weinberg grat. hcrzl. z. Hoch/t. Aucrbach-Hcilborn. 5. Frankfurt a. M.: Manfred S. Goldschmidt 11. Fr. z. 10. Februar ... 100. Göttingen: Leo Lew in st. Blumen f. F r. Stern 5. Hamburg: Dr. S. Levy u. Fr.,grat. Dr. Möller 11. Fr. z. Tochter 5.-, N. N. 5.—, ges. dch. H. Rogers h. Weinstein z. ßrismitah 2(1.—.3(1. Köln: Sara Todfeld grat. Carl Dülken, Köln, z. s. Verl.. . 5, Limburg: Gcs. dch. Fr. Luise Sternberg b. e. frohen Fanuienfest.127. Magdeburg: Z.O,G. kond. Paul Crohn z. Hinseit cid. s. Vaters Dr. Crohn, Halberstadt, 10.—, a. gl. Anl.: Snlly Hops 3.—,' Minna HilsenrntJi 3.--, Sally Hops anl. s. Geschäftseröffn. 30.—, Georg Karfiol grat. Fr. Kesten bäum, Leipzig, z. Geb. 10.— 56.- Mannheim: Fam. Sam. Brym grat. Fam. Sam. Wüsdünsky, München, z. Siluerhoehzt. 20.—, A. Fiattau, Mannheim-Neckarau, Markus Weisberg, Herbst je 5.—, ges. deJi. Elias Urbach a. d. Brismilah b. Elieser I lochmann 31. div. Thoraspenden 1׳.- 70.־ - Memel: Gcbr. Karlinski, z. Zt. Memel, a. Freude üb. d. Geb. i. Neffen.20. - Nord hausen: N .Hartmann anl. s. Hodizt. vn. Frl. Jotiemann.20.— Speicher: Rud. Kahn a. Gratul.■■ . 5 - S t a 11 ti p ön e n: Fr. Sara Lewin Wwe. f. Erfüll. e. rclig. Verpflichtg. . . .20.— Stuttgart: Jer. Horn grat. z. Verl. Horn-Singer, Sonuner-Buch, llaiil'lick-l!echter, /. Venn, i riedmanii-Fiidis 10.—, A\. Pariser u. Fr. z. Verlob. Sommer-Buch, Horn-Singer, z, Vcrm. Friedman״- Fuchs 6.— , Thorasrenden: M. Schlüsselberg 83.—, Abr. Bcraud 50.—, El. Schlüsselberg 10.— . . . . 156. - Thorn: stud. med. Wiener als Restzahlg. v. s. diem. Praktik, i. Frankft. a. M. 6-60 Aus dem Fulda er Spenden buch: Anl. d. Verlob. Hedwig Goldschmidt, Frankfurt a. M., m. Heini Freirich, Berlin, d. Verlobungsgescllscbaft . 600.- Aus dem Mannheimer Sj> endenbuch: Moritz Schott u. Fr. anl. d. Geb. i. Tochter Hannlore 20.—, J. Lassmann anl. d. Verlob, s. Tochter Anne r <״*־״•! feyi 4!ן ii 1;״ j i| ü w4 Pf k'4!