Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XX (1915)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1915)
- Date
- 1915-01-22
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 34 J U EDI SC H E RUNDSCHAU Nr. 4 Hugo Zuckermann In allgemeinen und jüdischen Zeitungen ist das Andenken unseres gefallenen Freundes I)r. Hugo Zucker mann äußerst wann geehrt worden. Vor allem natürlich in den zionistischen. Die jüdischen Organe nichtzionistisclier Tendenz verschwiegen allerdings ihren Lesern, daß der von ihnen gepriesene jüdische Dichter und Offizier nationaler Jude und Zionist gewesen ist. Ebenso erwähnte dies nicht Herr (j e 11. Justizrat Dr. Puchs, der in einem Kriegsvortrag׳ in einer Berliner Versammlung des Centralvereins Deutscher Staatsbürger jüdischen ülaubens, das ,,()esterreichische Reiterlied'‘ wegen seiner ergreifenden Einfachheit, Schönheit 11ml Kraft vortrug. Und doch ist cs nicht zufällig, daß der Dichter dieses!Jedes ein Zionist war, der sein ganzes Denken und Fühlen dem nationalen Ideal des jüdischen Volkes geweiht hat. Auf Bitten mancher unserer Leser veröffentliehen wir die schon in anderen Zeitungen, zuerst in ״Danzers österreichischer Armeezeitung“ zum Abdruck gelangte an Hugo Zuck er mann gerichtete Zuschrift des Gouverneurs von Thorri, Generalleutnant Dr. jur. von Dickhuth-Harr a c h: ״Sehr verehrter Herr Kamerad! Lassen Sie mich Ihnen herzlich die Hand drücken für Ihr herrliches Reiterlied: Drüben am Wiesenrand Hocken zwei Hohlen . . . Das ist echte Kriegspoesie! Ihre ׳Verse werden tausend Reiterherzen höher schlagen lassen und fortreißen zu unsterblichen Taten. Ich kann gar nicht sagen, wie Ihre Worte mich gepackt haben. Wie wundervoll haben Sie Ton und Klang der alten Landsknechtsgesnnge getroffen. Der Krieg läßt die Soldatenlieder hervorsprießen wie wilde Blumen. Die meisten wird der Wind bald verwehen, aber Ihr Lied wird bleiben und wird Ihnen zu dem Siegerkranze auch den Lorbeer des Dichters um die Schläfe winden. Gott sei mit Ihnen und führe Sie gnädig wieder heim. Sn treuer Waffenbrüderschaft Ihr aufrichtig ergebener Dr, jur. v. Dickhuth-Harraeh, Generali., Gouverneur von Thorn.“ Julius Jacoby 1111 hohen Alter von 91 Jahren ist in Berlin Herr Julius Jacoby, langjähriger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, gestorben. Jacoby war eine durch eiserne Arbeitskraft hervorragende, auf allen Gebieten der jüdischen Gemeindeverwaltung erfahrene Persönlichkeit; durch seinen Charakter und sein Wirken erwarb er sich die Hochachtung und Wertschätzung aller Kreise des Berliner Judentums. Hebräische Theatervorstellung zu Gunsten des Roten Halbmondes in Wien lm Wiener Lustspieltheater fand am 9. Januar eine vom Her/lklub veranstaltete Vorstellung statt, deren Erträgnis den Zwecken des Roten Halbmondes zufließt. Zur Darstellung gelangte ein historisches Drama, ״Makkabäer‘‘, von Lilnischitzky in hebräischer Sprache verfaßt. Die Träger der Titelrollen waren Studenten aus Jaffa, die infolge des Krieges ihre Heimat nicht mehr erreichen konnten; die anderen Darsteller, darunter auch Damen, Waren durchwegs Flüchtlinge aus Gali/ien. Als Regisseur fand Herr Egon Brecher von den Jarnoschen Bühnen viele Anerkennung. Der Vorstellung wohnten u. a. bei: in Vertretung des türkischen Botschafters der Botschaftsrat Blacque- Bei und der Sekretär Tewfik-Bci, ferner als Vertreter der sephardischen Gemeinde die Herren Leon ’Hain! und Rabbiner Ovadio, der Präsident des zionistischen Zentralverbandes für Westösterreich, Dr. Karl Pollak, und Vertreter der zionistischen Verbände aus Galizien und der Bukowina. Eingeleitet wurde die Aufführung mit der österreichischen, dann der deutschen und der türkischen Hymne, die vom Publikum stehend angehört wurden. Es folgte hierauf die Hatikwah. Dem Drama, das die Befreiungskämpfe unter den Hasinoiiäern zum Inhalt hat, folgte das überaus zahlreiche Publikum mit großem Interesse und zeichnete die Darsteller, die ihre Rollen mit Würde und künstlerischem Geschicke absolvierten, wiederholt mit starkem Beifall aus. An unsere Abonnenten Wir machen hierdurch bekannt, daß wir nicht mehr in der Lage sind, neu hinzutretenden Abonnenten Nr. 1 der ״Jüdischen Rundschau'' nachzuliefern, da dieselbe infolge der außerordentlich starken Nachfrage bereits vergriffen ist. Wir bitten unsere geeinten Leser, die noch im Besitz der Zeitung sind, dieselbe an unseren Verlag zu senden. ״J ü d i s c 11 e R u 11 d s c 11 a u", G. m. 11. H., Berlin W. 15, Sächsische Str. S. Richtigstellung 111 dem seinerzeit veröffentlichten Testament des in Serbien gefallenen Leutnants Alfred Kraus war eine Oelbanmstiftung von 700 K. für einen Oelbaumgarten im Hain des Prager Bar Kochba im Herzlvvalde walde enthalten. Wie uns nun der Bruder des Verblichenen mitteilt, erfolgte die Stiftung nicht auf den Namen lies Gefallenen, sondern auf den Namen seines verstorbenen Vaters Alois Kraus. Nachrichten Berlin. Unser Gesinnungsgenosse Herr Julius Paradies hat das Eiserne Kreuz bekommen. Das Mitglied des K.J.V., Fritz Baruch-Charlottenburg ist am 14. Januar seinen Verwundungen erlegen. _ Berlin. (Z i o n i s t i s c 11 er J u g e 11 dverei n, ׳ Am Donnerstag, den 28. er., abends י ß Uhr, findet im Nollendörf-Casino, Kleiststr. 41, eine gescliäftliche Sitzung statt, in der der weitere Ausbau des Vereins während der Kriegszeit besprochen werden soll. Es ist unbedingt notwendig, daß s ä m t - liehe Mitglieder zu dieser Aussprache erscheinen. Schriftliche Anträge, die weitere Tätigkeit des Vereins betreffend, sind an Frl. Anna Salz, Berlin S. 61, Piattufer 63, zu senden. Wir richten gleichzeitig an die nicht in anderen Vereinen organisierten oder dort nicht beamteten jüngeren Gesinnungsgenossen die Bitte, ihre Arbeitskraft zum mindesten während der Kriegszeit dem Z. J. V. zur Verfügung zu stellen und zu der oben angegebenen Sitzung zu erscheinen. Frankfurt a. M. Aus dem Bureau der ״Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums“ wird uns geschrieben: Wir haben eine Konimission zur Prüfung der Frage eingesetzt, in welcher Weise die Versorgung der im Felde stehenden gesetzestreuen jüdischen Soldaten mit erlaubten Nahrungsmittein am bevorstehenden Passahfeste, insbesondere der Ersatz des Brotes, bewerkstelligt werden könne. Die Kommission bittet schon jetzt um Angäbe der Adressen derjenigen Soldaten, denen die möglichste Vermeidung des Issur Chomez Gewissenssuche ist. Alle Zuschriften, auch etwaige Anregungen, wolle inan an das Bureau der ״Freien Vereinigung“, Schützenstr. 14, richten. Schluß des redaktionellen Teils. gdjiÜJt tmt golfiattn im ^eliie! Di ad) öem ßuitigen Staube bei2 ׳Biffe1tfcf)aft ijt eö ber ärjtlidieu Stimft nuiglid), fnft alle fflunbeit ju heilen, inn'außgejcßt, baß biefefbeit nid)t, une״bci £>ersucrleßm'1cje!1, bei! fofortigen Tob jur golge haben. ®ad Dlugeiitnet'f eined 3eoett muf! beößalb in erfter Vinte gerichtet fein, ]eine Sieben im jj-clbe tun־ .fterjucrlcßtnigeii, Die Den fofortigen Tob herbeifrthreit, ja jd)üj;n1. ®ic0 famt matt am heften burd) nufere fiigcijidycre gegWüt^dUftylattt bie unt gegen DJoreinfenbunq 001t fDlt. 8.— portofrei jufenbeii. (DJadpialjmc 30 'JJg. mehr.) ffiir liefern 3I)11en unfere fßaitjcrplalte in einer ©tofftnfehe, bie ber Solöat mit Sidierhettö« nabeln au feiner Uniform befeftig*. 3m©d)nfte»־ graben üegeitb, ift bie jJanjerplatte alö Stopf» fd)11ß ju oermenbert. fBefleÜen Sie heute nod). ®ann Dürfen @ie beruhigt fagen, bnf) ©ie allrd, roab in 3f)rer 2Kad)t ftnnb, für Die ©efunbl)eit gtjrer Singe־ hörigen im g-elbe getan 511 haben. Dentfde 61|11Jpan}cr=3Blajlfie, SBctUn SB. 35 x 5ßot§bmnetfirofje 48 «011111(1! äüir Barnen oor «nfauf tmntomertifler j5ers(<5!i!(5er Ifidische Gemeinde, Berlin {Gottesdienst) F reit a g, 22. J a n u ar, abends: in allen Synagogen 4:1! Uhr. P r c d i g t: S y 11 a g o g e F a - s a n e 11 s t r a ß e: Rabbiner I )r. Hochfeld. Sonnabend, 23. Januar, vormittags: in der Alten, Kaiserstr.- und Rykestr.-Svnagoge 0 Uhr, in den anderen Synagogen Frühgottesdienst 7m. Uhr, H a 11 p t g ottesdienst H) Uhr. P r e d i g - teil: Alte Synagoge: Rabb. Dr. Eschelbacher. S y 11 a g o g e R y k e st r a ß e: Rabb. I)r. Petuchowski. Neue Synagoge: Rabb, Dr. Weiße. Synagoge L i!1 d e 11 s t r a ß e: Rabb. Dr. Binmenthal. Synagoge Levetz o w str.: Rabb. Dr. Lewkowitz. j u g e 11 d g o 11 1׳ s d i e!1 s t: nachmittags 31 - Uhr. Synagoge Kaisers t r a ß e: Rabb. Dr. Warschauer. Ab e 11 d - g o 11 e s d i e 11 s t (Sabbatausgang 5 Uhr 21 Min., Mincha in allen Synagogen 1Stunde vor Sabbatausgang. Gottesdienst a!1 d e 11 W o e 11 e 11 t a g e 11: Morgens: in der Alten, Kaiserstr.- u. Rykestr.- Synagoge 7 Uhr, in den anderen Synagogen 7m. Uhr. Abends: in allen Synagogen: bis 28. Jan. lm. Uhr, vom 31. Januar ab 5 Uhr, * Jüdischer Nationalfonds Zentrale für Deutschland Geldsendungen lind »ustchlieulich zu richten *u Hem Max Vollitalnar Cherlottaabarg■ Rouiwt-StraS• S. Alexander Walk, z. Zt. im Felde, dankt M. s. I. Kameraden Vif e y I f. s. Zeichnung . . 1, Feldunterarzt Dr. L o e b e 11 s t e i n dankt d. Z. V. f. I). i. tl. Uchersendung d. Rundschau u. f. d. liebenswürdige Chanukahsendung . . 10, Martin G o e t z dankt d. Hauptbureau im Haag 3, Dora Stern u. Selma Kahn, Straliburg, grat. Herrn u. Frau Fleischer, Göppingen, lierzl. z. Jungen.2, Zivilarzt Dr. L o e w e n s t e i 11, z. Zt. Hohensalza, dankt d. Z. V. f. I>. f. d. Liebesgaben- Sendung.10. Erna Ehrl i c h, Kattowitz, grat. Martin Koch man 11 herzl. z. Geburtstag . . . . 1, Else u. Max K 0 b e r Breslau, beglückwünschen Isidor Pinczower Ratibor, z. Eisernen Kreuz.1, Dr. T11. Z 1 o c i s t i n. Frau kond, Dr. B i r a m -,50 Dr. S. Weiß, Hamburg, grat. z. Vermählung H e cker-Adler ti. Herrn Apothek. Bose hw i t z z. Sohne 2 — Frieda Scheie r, München.5,- Geschw. Wtlscbinsky, München . . 10, Feklunterarzi Fritz Peyser, z. Zt. Mailbeuge, auf d. Namen s. I. Bbr. Bendix Cohn, 10, , ders. dankt d. Organisation f. d. Chanukah-Paket 5, .15, Max H u r w i t z, Cötlien, grat. Apotheker Bosch w i t z 11. Frau herzl.1, Ger.-Assessor Dr. L a s k e r, Breslau ... 20, Dr, Hugo M e y e r, Hamburg, grat. Dr. Martin Fr. Rothschild, Frankfurt a. M. z. Verlobung —,50 Flans Werner dankt d. Z. V. f. I). herzl. f. d. schöne Chanukah-Liebesgabenpaket . . 1, Dr. Löbl u. Frau, Leipzig, grat. Farn. Dr. L o e w e z. Hochzeit A u e r b a c h ־ M a r g u - lies. 1. Justizrat l)r. B 0 d e 1111 e i m e r kond, Leo Herrmann. . 1. Kate u. Walter Weigert, Hamburg, grat. z. Hochzeit Adler-Becker . . . 6 - 1>1־. Jacob, Kiel, auf d. Namen Ilse Ja cob 2, Feldunterarzt Karl B e 11 j a m i 11 mit Grüßen an Bundesbrüder u. Freunde ... ... 20,—׳ Lamhvehrmann Willy Meyer, Schwelm, z. Zt. im Felde, dankt Mirjam Epstein, z, Zt. Bremen, Dr. Jul. 14 o s e 11 f e 1 d Berlin, Dr. H e i m a n n , Elberfeld, R.-A. Dr. A;1 1 o 11, Elberfeld, f. Chanukah-Liebesgaben .... 4, Vizefeldwebel Dr. Nordmunn aus Mülhausen, z. Zt. Herrenalb dankt (I. Z. V. f. D. bestens f, d. Chanukah-Paket.3, Rosa H o 1 d e , Berlin, grat. Alex A d 1 e r u. Frau, Lübeck, z. Hochzeit 1, Wehrmann Alfred Weil auf d. Namen d. Z. V. f. D. f. frdl. Zusendung d. Rundschau u. d. Chamikah-Paketes.1, - Feldunterarzt K a t z e 11 s t e i 11 dankt d. Z. V. f. D. f. d, Chanukah-Liebesgaben 10,--, grat. s. I. Freund 11. Bbr. Willy S c 11 ö n z. Eiseinen Kreuz 5, , grüßt alle in! Felde stehenden Bbr, Bbr. 5, 20. Unteroffizier J a k u b o w s k i als Dank i. d. Chanukah-Licbesgabe. 5,. Herta Kall mann, Kattowitz, grat. Lola u. Leo Ernst herzl. z. Verlobung. ,50 Max W o 11 s t e i 11 e r grat. I )r. Hugo Herr- 111 a n 11 z. Kriegstrauung• I, Leo Barth, z. Zt. Nordfrankreich, wiederhalten Dank an R.-A. (irontinanii ,50, derselbe grüßt Bekannte 11. Freunde ,50 . . 1,-״