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Jüdische Rundschau · 1911-11-10 · Heft 45 (10.11.1911) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 45 (10.11.1911)
Date
1911-11-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 536 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 45 Berlin. Am Sonntag, den 2Q. Oktober, veraii• staltctv der Verein jüdischer Mädchen einen S i 111• eh a s t a u r oh bn 11, an dem zahlreiche Mitglieder und Gäste leilnahnivn. Während der Kaffeepause fand ein Kahnreit stall, das mit großer Heiterkeit atifgenommen wurde. Die Ucberrauclumgeii, die HerrenspenUen und die reichhaltige Tombola bereiteten viel Vergnügen. Berlin. Montag, den 3t). Oktober 1 <111, hat sieh in Berlin nach längeren Vorarbeiten, die durch ein aus dem Rechtsanwalt Herrn Hans St ein Hz., Rechts• anwalt Herrn Fehlowicz lind vor allem dem 11:1• ermüülichcn Herrn A. Scjjall bestehenden Komitee geleitet wurden, eine Uczirksgruppe des Neuen Jii• dischen Gemeindevereins: ״Rosentlinler-Vorstadt Gesundbrunnen" gebildet. Für den einleitenden Vor• trat( war Herr Rechtsanwalt l)r. Klee gewonnen worden, der in einem einstündigen Vortrag über die Aufgaben Üer deutschen Judcnhcit in der liefen• wart sprach und eingehend sieh namentlieb über die Bedürfnisse der werktätigen Bevölkerung in der Her• liner Gemeinde verbreitete. Der Ortsgruppe traten sofort, nach einer recht lebhaften Diskussion, zu dem Bestände 30 neue Mitglieder bei. Berlin. Es wird beabsichtigt, einen jüdischen Mannerchor in Berlin zu gründen. Interessenten wollen sich an Zahnarzt Kurt Lipowski, Ghar• lottenlmrg, Kanlstr. 137, Tel, Citnrl, 8015, wenden. Berlin. Der Jüdische Frauenbund für Turnen und Sport bittet uns, unsere Leser auf sein Inserat in der vorigen Nummer der ״J. R." aufmerksam zu machen. Der Verein teilte in diesem seinen Winter• Stundenplan mit, insbesondere näheres über Turnen in den verschiedenen Damen• und Kinderahteilungeii, Fiorettfeciitkurse, bislauten usw. usw. Wir weisen aut das Inserat bin, aulierdem erteilt jede gewünschte Aus• kunfl die Schriftführerin, Frl. Lene Colin, Kurfürsten־ Straße 118, Tel. VI, 10661. *"^”Chemnitz. **Am* 2.** Nov'e11 ibeT'11 i e 11 "-ii 11 s c re “fc i onistischc Ortsgruppe ihre diesjährige General• v e r s a in m I u n g ab, die außerordentlich gut bc• sucht war. Wir können mit dem Ergebnis der Arbeit des letzten Jahres zufrieden sein, insbesondere leistete die N at io 11 alf 0 n ds■ Kmn 111 issio 11 (Leitung: Herr Dr. Sichel) gutes, indem ans Chemnitz 1111 letzten Vereinsjahre über S00 Mk. dem N. F. Zuflüssen. Dieses günstige Resultat rührt nicht zum kleinsten Teil von der Einrichtung des Spende 11 h u c h e s her, das wir zu festlichen Gelegenheiten den bc• treftenden ücmeiiidcinitgliedern ziischickcn mit einem Glückwunschschreiben und der Bitte, für den N. F. oder die Oelbaumspcnde zu gehen. Durch dieses Snendenhucli ist es uns zuerst möglich gewesen, auch Niclitzioiiistcn zur Spendung für den N. F. zu veran• lassen. Es wurde uer alte Vorstand wiedergewählt: Dr. Walter Frankel, 1. Vors., Leopold Jacohy, 2. Vors., Frau Dr. Götz, Kassiererin, Dr. Max Sichel und M. Goldniann, Beisitzer. Dessau. Am Sonntag, den 29. Oktober, hielt Herr Dr. F. T h c i l h a b c r einen äußerst interessanten und lehrreichen Vortrag über den ״U 111 e r g a 11 g d c s d c u t s c 11 e n Judentum s", zu welchem Vor* trage eine zahlreiche Zuhörerschaft erschienen war. Der Redner wies an der Hand reichen statistischen Materials nach, wie das deutsche Judentum numerisch und prozentual zurückgehe, und daß sein Untergang, wenn kein Einhalt geschälte, erfolgen müsse. Als Gründe hierfür kämen in Frage: die laufen, die Mischehen, die immer mehr ühcrlianduelimeiide Interesselosigkeit gegenüber dem Judentum, sowie die Gleichgültigkeit derjenigen, die als Führer berufen wären. Ferner die künstliche Beschränkung der Ge• bürten durch das Zweikindersystem (in welchem das deutsche Judentum seihst noch vor Frankreich den Rekord!sclilage), verstärkt durch die schwierigen materiellen Verhältnisse. Wirtschaftliche Probleme sind cs, die die Stellung des deutschen Juden untergraben. Hinzu käme noch die Reaktion, welche von der preußischen Regierung ausgeübt wird, der Anti* seniitisniiis und vor allem die Rückgratlosigkeit der sogenannten liberalen Führer. Während beispielsweise in Berlin die Zahl der Taufen von 1875 bis 157S nur 22 betragen habe, seien es von 1005 bis 1008 nicht weniger als 6 4 8. und mit den Kindern sogar das Doppelte. Ein Volksstamm, bei welchem 35 bis 40 Mischehen seien, müsse zugrunde gehen. Den Sabbat zu halten, sei gar nicht möglich, kaum noch Neujahr und Versöhmingstag, So drohte also der westeuropäischen Judcnhcit eine große Gefahr, auch in Amerika, England und Häncinnrk. Der Zio• nismus sei die einzige Rettung, wie Nordau sagt: ״D a s Judentum wird zionistisch sein oder cs wird nicht sein F״ Zurück zur jüdischen Kultur, zur jüdischen Hygiene, einer Hygiene des Körpers, des Geistes unu der Fruchtbarkeit. Nicht umsonst sage die Thora: ״Der uns hernusgeführt aus dem ,Lande Mizrainr, dein Hause der Sklaverei!" Und so rufe er der Judcnhcit warnend zu: ״Mene, mene, thekcl upharsinl" In der äußerst anregenden Duskussian meinte Herr Dr. Moses, daß die Üesamtlage der deutschen Juden doch wohl noch nicht so hoffnungslos sei, wie der Referent meint. Es seien doch Anzeichen, daß cs besser gehe. Das deutsche Judentum müsse >׳ur von Osten her mit frischem Blute durchsetzt werden. Durch den Antisemitismus einer-, den Zionismus andererseits seien doch schon viele zum Selbstbewußtsein erwacht. Diese Ansicht kann Herr l>r. Ascher nicht teilen. Der Macht der Tatsachen müsse inan sich beugen. Die Richtung, welche wir gehen, sei falsch. Nicht symptomatische’ Kuren dürfe man betreiben, sondern der Herd der Krankheit müsse erkannt und angegriffen werden, mul diesen habe der Referent deutlich genug gewiesen. Herr Zahnarzt Miehelsohii meint, daß das Sinken der Kiiiderzahl doch mir eine internationale Erscheinung sc׳, die dem Judentum als solchem nicht viel schaden könne. Ebenso seien weder die Mischehen noch die Taufen so verhängnisvoll. Durch die früheren Zwangntaufeii (Spanien, Portugal) sei das Judentum viel härter ge• schädigt worden, als durch die jetzigen freiwilligen Letztere seien doch nur als Fallobst zu betrachten, während der Baum kerngesund sei. Dieser Ansicht traten Herr Jacohy, Dr. Moses und Dr. Ascher, sowie der Referent in seinem vorzüglichen Schlußwort ent* gegen. Zwar ständen wir noch nicht unter dem Scliaffot: aber wo eine solche Gefahr drohe, wie die besprochene, da müsse cs heißen: alle Mann an Deck! Diese Gefahr ist da, uml der verrät unser Volk, der nicht dafür cinstcht, daß ein Platz gegründet wird, in dem es sich nuslcben und von dem aus es anregend und befruchtend wirken könne. Die Juden haben anderen Völkern ihre Freiheit gründen helfen, so sollten sie sich mm endlich selbst frei• machen. Nicht wollen wir mit Sehnsucht auf einen zukünftigen Erlöser hoffen, sondern jeder von uns müsse seinem Volke ein Messias sein! ־ ■״־ Dieser Vortrag wird noch lange nncltwlrkcn und vielleicht manchen, auch in Dessau, zum jüdischen Seihst• Bewußtsein zurückrufen, H. J. Duisburg. Am 31. Oktober sprach im Verein für jüdische Geschichte und Literatur Rabbiner I )r. S a m u e l aus Essen über die jüdische Rasse in modernen Hypothesen und historischer Wirklich• keit. Der Redner meinte, den religiösen Antisemitis• nius habe der wirtschaftliche, den wirtschaftlichen der Rassenantisemitisimis a b g c 1 ö s t. Den wissen• schaftliehen Antisemitismus habe aber die jüdische Uassenforsclmng, deren Ergebnissen sich Dr. Samuel anschloß, erfolgreich bekämpft. Auch dieses jüdische Problem wird in diesen Kreisen rein apologetisch betrachtet. Die starke Spannung zwischen luden und Deutschen führte Samuel auf eine Wahivcrwandt• Schaft zwischen beiden Völkern zurück, deren Rassen־ psyche eine große Aclmlichkeit aufweise. — Dr. G rü 11 e h e rg aus Elberfeld vertrat in sehr wirkungs־ voller Weise den rein wissenschaftlichen und zionisti• scl.cn Standpunkt. Er wies darauf hin, daß Samuel die Feststellungen Zollschans angenommen, aber die Folgerungen, die Zollschnn daraus gezogen, zu ziehen unterlassen liahe, daß nämlich, sofern man nicht die Verewigung des Gliettodrucks erstrebe, nur die Auf־ liebimg der Diaspora den Fortbestand des Judentums gewährleiste. Der Vortrag Samuels war ein Beweis für die Wandlung, die die zionistische Idee in den Anschauungen unserer Gegner hervorgerufen hat. Vor 0 Jahren erklärte liier Dr. Samuel, unser alter Wider* sacher, in einem Vortrage gegen den Zionismus, es gehe nur einen religiösen Zusammenhang im Juden• tum, eine jüdische Rasse existiere nicht. Heute erkennt er neben den religiösen die nationalen Werte im Judentum an, und überhaupt mit Loh die groß• artige erfolgreiche zionistische Bewegung, die uns der Erkenntnis näher gebracht habe, und ilire Anhänger, ״diese luden sans phrase", die kein lüde bekämpfen dürfe. l)r. Grünebcrg wird demnächst in der Zionistischcn Vereinigung Duisburg über die jüdische Rassenfrage sprechen. Essen. Im überfüllten Saale des Hotel Union fand am 30. Oktober in der Zionistischen Ortsgruppe der zweite Vortrag des Flerrn Dr. Jul. R o senfe! d mit dem Thema: ״D i e heutige Lage der Juden" statt. Das steigende Interesse an den Vorträgen des Herrn Dr. Rosenfeld zeigte sich in dem ungewöhnlich starken Besuche, vorwiegend aus den Kreisen der Intelligenz und speziell der hiesigen Akademiker. Der Erfolg waren Beitritts• crklärtmgen neuer, teilweise sehr wertvoller Mitglieder, doch wird sich zweifellos der Haupterfolg des Vor• tragszyklus erst nach dem 3. Referate, das am Montag, den 13. d. M., im Hotel Union mit dem Thema: ״Religiöses und nationales Judentum" stattfindet, zeigen. Frankfurt a. M. Die Zionistische Jußcndgruppo eröffuctc iiire Werbearbeit mit einem Vortragsabend, in dem Herr Nnhuin Sold mann ein Referat über ״D i e t ii e o r c t i s c h c n Grundlagen des Zio• n i s in u s" hielt. Escliwcilcr. In unserer Zionistischen Orts• grupuc sprach am 1. November Herr Dr. Rosen• f e I d Essen über ״Die deutschen Juden". Der Red• uer, der während seiner kurzen Tätigkeit In Essen be• reits so erfolgreich für unsere Sache wirkte, verstand es auch hier, die zahlreich erschienenen Zuhörer durch seinen meisterhaften Vortrag zu fesseln, und reicher Beifall dankte ihm für seine hocblntcrcssmiten Aus• fiilmmgen, an die sich eine lebhafte Diskussion an• schloß. Einige Neuamneldungen waren der positive Erfolg des Abends. Glciwitz. Am 12. Oktober fand die diesjährige Generalversammlung unserer Zionistischen Ortsgruppe statt. Nach Erstattung des Geschäfts- und Kassenberichts wurde der Vorstand entlastet und die Wintcrnrhcit eingehend besprochen. Die Neu• wähl des Vorstandes ergab, die Wiederwahl der Flcrren Dipi.־l״g. Hecker, Fördcr und Fc ebner, sowie die Neuwahl der Herren Feig und Lcscli• nitzer. Am 24. Oktober folgte die erste öffentliche Versammlung, in welcher Herr Arnold Wiener über den ״z c I» 111 e n Kong r e ß" referierte. Seine Aus• führimgen beschränkten sich nicht aut eine bloße Wiedergabe der Geschehnisse und Ergebnisse des Kongresses, sondern vertieften sich ln die Behandlung seiner wichtigsten Momente, die .eingehend geschildert und in ihrer Bedeutung für die Bewegung charakterisiert wurden. An beiden Abenden wurde Ihr den N. F. gesammelt lind Oelbäume ,auf den Namen des Herrn Wiener und des früheren Schriftführers der Ortsgruppe, Herrn Referendar Jacohsolm, jrt.. pflanzt. Königsberg i. Pr. Am 31. Oktober fand 1|je statutenmäßige (i e 11 e r a I v e r s a 111 in 11111 g der Zionistischen Vereinigung statt. Aus den Berichten des Vorstandes sei folgendes erwähnt: Wahrend dcS Berichtsjahres fanden 15 Verunstaltungen statt. Fniic Oktober: Liehtbilder-Vortrag Alexander Fried, in a n 11 s über ״C 11 eder und J e s c 11 i b a 11". Am 5. November: Mitgliederversammlung; Referate von Dr. Stein und Jakobi II über 1)״ e in e i 1! d c tragen". Am 28. November: Oeflentliche Vcr• Sammlung; Vortrag Kurt Blumen fehl, über d,1S ״Jüdische W i r t s e 11 a 11 s p r o b I e in". Am 20. November: Mitgliederversammlung; Referat Mlu. m e 111 e 1 d s über ״<)rg a 11 i sa t i o 11 s me t h0• den". Am 10. Dezember: Oeffentlichcr Vortrag l>r. F ra 111 O יןpen 11 eime rs über ״Sicdl 1׳ngs. g e 11 o s s e 11 s c 11 a f t e 11 in Palästina". Atn!!. Januar: Mitgliederversammlung; Referat Dr. Stein! über die Zentralkomitee-Sitzung vom 26. Dezember. Am 7. März: Referat Dr. J. Rosen leid« über ragen des X. Kongresse s". Am 5. April: Vortrag von Dr. J. Jakobi II über seine ״Rein nach Palästina". Am 7. Mai: Oeffentlichcr Vortrag Dr. B. M o s s i n s o 1111 s über die ״J ü. dis che Renaissance in Palästina". Am 8. Juli: Wahlversammlung zum X. Kangreli. Am 12. September: Oeffentlichcr Vortrag Kurt B I u in c n felds über den ״X. Kongreß". Am 14. Septem• her: Scltekei/ahlerversammlmig; Referat Blumen• felds über die ״N euc Lag e". — Das Makkabäer• fest!and am 11. Dezember in dem üblichen großen Rahmen statt; Reingewinn 1200 Mk. — Das Purim• fest wurde am 10. März veranstaltet und war von 300 Kindern aus allen jüdischen Kreisen besucht. — Am 7. Mai tagte in Königsberg i. Pr. eine von der Ortsgruppe einberufene ״V crsammlung z. i 0• n i s t i s c h e r Vertrauensmänner aus Ost• und W e s t p r c u ß e n". Diese Tagung gewann bc• solideres Interesse durch die Tatsache, daß zum ersten Mal in den östlichen Provinzen Schritte unternommen wurden, die aut eine systematische Provinzagitation hinzicltcti. Anwesend waren 16 Vertreter. Am Vcr• mittag referierte Parteisekretär Blume 11 fcid über ,Ag i t a t ion smc t h od c n", Dr. J. Rosenfeld über ״Agitation in Ostunu Wcstprcu• ß e 11". Am Nachmittag sprachen: B I u m c n f c Id über die ״A 11 g e m e i 11 e L a g e" und l)r. M ns s i1׳ solin über ״Die Türkei und das jüdische K u 1111 rpr ob lein". Greifbare Beschlüsse zeitigte diese Zusammenkunft nicht; stc sollte auch nur einer ersten Aussprache dienen. — Eine Agitationstoumcc in die Provinz unternahm Dr. J. R o s e n f e 1 d , der ta Osterode, Insterburg, Tilsit mul Memel Vortrag׳.׳ hielt. - Die Bibliothek hat im letzten ialirc einen Zuwachs von 36 Werken (darunter 10 hebräischen) erhalten. Ausgeliehen waren im Durchschnitt wüehcnt• lieh 31 Bücher. — Durch die Bemühungen einiger Gesinnungsgenossen ist es gelungen, eine Ver• k a u I s s t c 11 e vo 11 B e za I c I ־G cg e 11 s t ii n d en am Orte zu errichten. — Die gesunde Entwicklung des jüdischen ״T tt r n * u n d S ין o r t v e r e i n s K 6 » i g s borg i. Pr.", der jüngst seinen Mnunerricgen eine Frauenriege von 30 Turnerinnen anglicdern konnte, ist aut die intensive Arbeit unserer üesinnmigs• genossen zuriiekzufiilireii. Die zionistischen Vcrtmcr in der Repräsentanz machten ihren Einfluß mehrt ich mit Erfolg geltend. Auch in dem 1111 vorigen Jahre gegründeten Gcmeindevcrciu sind mehrere Gcsimi• mingsgeiiossen in unserem Sinne tätige Mitarbeiter. — Die von Gesinnungsgenossen geleitete hebräische Snrachvercinigting ״Ihrin 11" veranstaltete ntehurc öl!entliehe und eine Reihe kleinerer Versammlung« n, die sich guten Besuches erfreuten. — Aus dein Kan*•.־!!• bericht seien folgende Ziffern hervorgehaben: An Nationalfonds-Spcnden wurden abgvführt 4176,1•"־ '\k. (gegen 2330,05 Mk. im Vorjahre). Diese Steigern״ ist zum nicht geringen Teil auf das ״Silber n e B '״ י h‘ zurückz.ufiinren, in welches Spenden in Mi1ule:!׳.:>he von 30 Mk., die anläßlich festlicher Gclcgcuh.heit einkoimucit, eingetragen werden. Das Buch v.ird jedesmal durch einen Vertrauensmann vorgezeig: and hat durch seine 18 Eintragungen mit insgesamt M. seinen hohen Propagnmhnvert hinreichend bey.'scn. — Für die Siedlungsgenossenschaft gingen 68׳'• Mk• ein. (Insgesamt sind in Königsberg für den <!,nen* heimer־Fomls 8737,50 Mk. aufgebracht wurden.) Schekclgelder gingen ein 315 Mk. Bücher und Bro* schüren (durch den Jiid. Verlag bezogen) wurden tur 657,50 Mk. abgesetzt. — Durch den Verlag ..Jü* d i s c 11 e R u 11 d s c h a u" wurden — b c s o n d 0 r s n i c 111 j ii d i s c h c — B ii c 11 e r im Werte von 330 Mark umgesetzt. — Aus den Erträgnissen der \vöch׳־nt• liehen fakultativen 20 Pt.-Parteistcuer wurden 475 Alk. an das Kölner Zentraibiireau abgeliefert. — Besondere Sorgfalt wtirde wiederum der E v i d e n z halt u n g und L e c r u n g der N. F. Büchsen gewidmet. (I >cr Ertrag der Büchsen im• Berichtsjahre belief sich aal 1036 Mk.). -- Dem Vorstand wurde Decliarge erteilt• -- An die Berichte schloß sich eine Diskussion, die •״ der Hauptsache eine Aussprache über das Verhältnis der zionistischen Repräsentanten zur Ortsgruppe bi* dete. — Ein Antrag, ״von dem U e bcrsc 11 יי וו jedes M a k k a b ä e r f c s t e s 150 M k. zur Be• s t r e i t u 11 g der D e i c g i e r t c n k o s t e n * u in Kongreß fest zu deponieren" wurde nach längerer Debatte angenommen. — Die Vörstandswahl ergab W i e d e r w a 111 des gesamten Vorstandes. (Dr. Hoppe, Dr. Pelz, Dr. Stein, Samburski, Salzmann.) t

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