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Jüdische Rundschau · 1911-08-04 · Heft 31 (4.8.1911) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 31 (4.8.1911)
Date
1911-08-04
Page
– (sequence 9)
Language
German
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31 .ז^ JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 361 V o r b e r e 11 u n g s k u r s c: Df, Haltet 11: Talmud babli, Baba Mezia, zwei nJcii, Sonntag 8—10 Uhr. pr. Barol: Pentateuch, 2 Stunden, Montag 8 bis 1n!r. ־״ Knschi zum Pentateuch, 2 Stunden, tttocli 9—11 Uhr. Mischna: Ausgewiihltc Trakjus Ordnung Mo'ed, 2 Stunden, Dienstag 0 bi!!51־ nachm., Mittwoch 8—9 Uhr. Pr. Biram: Hehr. Grammatik, 2 Stunden, -t,v׳ und Mittwoch 7—8 Uhr abends. Ausjhltc Stücke aus Josua und Richter, 2 Stunden, inerstag 7—9 Uhr abends. — Lektüre des Gebet- ,s 2 Stunden, Montag und Donnerstag 6 bis l!r n.ichiu. Dr. Elbogcn: Geiger, Lehr- und Lesebuch der iclin.t, l Stunde, Sonntag 10—11 Uhr. Pr. Yahuda: Haltarot, 1 Stunde, Sonntag I Ehr. Alle Vorlesungen und Ucbungen sind unentgelt- Die Eröffnung des Wintersemesters erfolgt nsta::, den 24. Oktober, 12 Uhr mittags. — Als ötet für die Vorlesungen sind in erster Linie rite immatrikulierten studierenden der hiesigen ver.'iiät - und zwar ohne Unterschied der uiiiii ■״• in Aussicht genommen. Auch andere iom ii können auf Grund besonderer Ermächtigung Uu Vorlesungen teltnehmeu. Die Anmeldung ert hei dem derzeitigen Vorsitzenden des Lehrertams, Herrn Dr. Bauet!!, am 24., 25. und [■Oktober, 1—2 Uhr nachmittags, im Sprechzimmer Lehranstalt. Shctlin. Auf dem jüdischen Friedhof in Weiheni״ml am 26. Juli mittags die Beisetzung des (cimen Sanitätsrats Stabsarztes a. D. Dr. Sieg- Aiarcusc statt. Der Beerdigung ging eine Trauerja der mit Blumen und Blattpflanzen geschmiick- Halle des Friedhofes voraus. Die Trauerrede Rabbiner Dr. Rosen/.weig. In weiteren An- ■dien würdigten Sanitätsrat Dr. Munter und Gelur Sanitätsrat Dr. med. Stöter die Verdienste!Verstorbenen. — Dann wurde der Sarg zur Gruft Lege«. — Geheimrat Marcuse war auch Ritter "ehernen Kreuzes, das er sich als Sanitätsoffizier Metz erworben hatte. jünllwcilcr (Kreis Gcbweiler). Seit einigen Tagen die hiesige israelitische Privatschulo geschlossen [ die dortigen i s r a c H t i s c h c n S c h u 1 k i 11 d e r en nun in die katholischen Schulen, da der bisge Privatlchrcr und Kantor Raas, der im 72. iensjahr steht, sein Amt nicdcrlegtc. Die Schule,!]vor wenigen Jahren noch die ansehnliche Schülervon 30 Kindern aufwics, hat sich so herabtizl, dali nur noch acht Kinder dieselbe besuchten,!]die meisten Familien sic in die höheren Schulen jwärts schicken. Herrn Raas, der über 24 Jahre Amt versah, sieht man nur ungern von hier eitlen. Möge derselbe seine alten Tage noch viele nrc in Freude und Ruhe genießen. Cosel (O.-S.). Wer ist der Verunglückte? Am Juli ist dem Vorstand der hiesigen jüdischen fncimle von der Polizcivcrwaltung die Mitteilung Jcgangc», daß vor einigen Tagen eine männliche, einer Badehose bekleidete Leiche in der er, in der Nähe des alten Schießhauses gefunden filcn ist. Durch eingehende Untersuchung ist fest-!teilt und bestätigt worden, daß der bereits in mg übergegangene, stark aufgedunsene Todte c ist. Er wurde daher am 14. Juli auf dem!sehen Friedhofe in Cosel (O.-S.) beerdigt. Am fr der Oder, woselbst er zwei Tage vorher, ehe I Leiche gefunden worden, beobachtet wurde, als daselbst badete, fand man nichts anders als: eine Ne mit einem Spiegel, ein Paar neue Socken und LoUmterbeinklcidcr, Hemd, Hals- und Rückenöuer mit weißem Kragen, ein Schlips, ein Paar |ße Stulpen, ein alter halbseidener Schirm, ein זי schwarze Tuchhosen mit Weste, ein grauer Erzielter, ein Paar schwarzlcdernc Gamaschen. Mclien: normal; Gesicht: scheinbar normale Züge, jttes Kinn, gepflegter Schnurrbart, milteikurzes, pes Kopfhaar, ln einer Tasche der Kleidung fand ein Rezept auf den Namen Glitzcnstein, {gestellt von Dr. Görke in Breslau, Gartcnslr. 43,!1"0 eine Pulvcrdütc aus der Apotheke ״Zum J$cr von Wien“ aus Jclmarkcn aut einen pnf auch der Name l'crschrift stand. Hamburg. Auf Grund des 1י") (•»Versicherungsgesetzes, in Wien und zwei russische kleinen zerrissenen Zettel, Stefan Sczyratzki als zogen, in ein t ra d i t i o 11 e I Ige s c 17,1׳ s t re 11 e s und ein r e f o r m i e r t e s J u d c 111 u 111. Die Gegensät/.e haben sich im Laufe der Zeit derart verschärft, daß sich die beiden Bekenntnisse ferner gegenüber• stehen als Katholizismus und Protestantismus. Ich gehöre mm dein traditioncllgcscl/.cstreucii Judentum an, während die Isr. Kirehengcnieiiule Stuttgart zugestandenermaßen dem Reforiiijudentume angehört. ich trat infolgedessen der hiesigen Gemeinde unter Hinweis auf meine abweichende religiöse Gesinnung nicht bei. Unter Berufung aut ein Gesetz aus dem Jahre 1828 wurde mir von den Israel. Behörden eröffnet, jeder Israelite sei gezwungen, Mitglied der Kirchcngcmeinde Seines Wohnortes zu sein und an diese Steuer zu entrichten. Ich erklärte hierauf am 17. November 191)8 vor der hiesigen Stadtdirektion meinen Austritt aus ff er Israelitischen Landeskirche. Nun ließ die Israel. Oherkirchenhehörde, — nach berühmten Mustern aus dem Mittelalter, — l:rlicbungen über mein Privatleben niisicllcn, und stellte fest, dah ich an dem Gottesdienst des religiösen Privatvereins ״Israel. Religions g e s e 11 s c h a f t“ tiiligen Anteil nehme, mich zur Thora aufrufeil lasse usw. iisvv. Ich erhielt darauf von der genannten Behörde am 8. September 191)9 den Bescheid, meine Erklärung sei unwirksam, da ich mich als ,,Israelite“ betätigte. Ein Austritt aus der Württemberg. Landeskirelie mit dem Vorbehalt, Jude zu bleiben» sei uiizulässig. — Unter Berufung aut mein abweichendes Religionsbekenntnis, auf das I )issideiiteiigesetz vom Jahre 1872, sowie auf die durch die verfassungsurkunde gewährleistete Gewissensfreiheit reichte ich am 23. (Aktober I9i)9 eine Beschwerde heim Kultministerium ein, welches den Erlaß der Israel. Oberkirchenbehörde vom 8. September 1909 insofern aufhob, als er meine Stcuerpflicht zur Kirchcngcmeinde Stuttgart feststellt. — Die Entscheidung hierüber stehe den Verwaltuiigsgcrichten zu, die gleichzeitig über meine Zugehörigkeit zur Kirclicngemeiiide zu entscheiden hätten. — Seit meiner Austrittscrkliiruiig vom 17. November 1908 habe ich keine Institution der hiesigen Kircliengcmeiude benutzt. — Die K. Kreisregierung in Ludwigsburg, als erste Instanz, wies die Klage der Kirchcngeineinde ab und bezeichnete es als unzulässigen Gewissenszwang, jemanden, der seinen Austritt aus der Landeskirche erklärt habe, weil er sich in seinem Privatleben als Jude betätige, nun svider seinen Willen als Mitglied der Landeskirche zu behandeln. ln der Landtagsvorhandlung vom 19. Januar 1911 stellte sicli der Ktiltminister voll und ganz auf den im Urteil der Kreisregierung vertretenen Standpunkt und auch sämtliche Redner tfes Hauses erklärten, daß ein Austritt aus der Landeskirche ohne Aufgabe der jüdischen Konfession unbedingt gestattet sei; einen Ikkeniitnis/.wniig gäbe es nicht. — Dessenungeachtet legte die Kirchenbehörde Berufung gegen das Urteil erster Instanz ein. Nunmehr hat auch der Oberverwaltungsgericlitshaf als letzte Instanz zu meinen Gunsten entschieden. — Die Israelitischen Kirchenbehürden haben mich, weil ich meine religiöse lieber- Zeugung nicht nreisgeben wollte, vor die öffentlichen Gerichte geschleppt. Ich bin für diesen unerquick* liehen Streit unu seine eventuellen Folgen daher in keiner Weise verantwortlich. Paul M. Aron. AUS HA Die Quartalsverlosung der Gesellschaft zer Verbreitung jüdischer Literaturwerke, E. V., in Hamburg, findet am Sonnabend, dem 5. August, abends 10ג/י Uhr, im Logen heim, Hartuugstraßc 9—11, statt. D a 111 p f e r a u s f 111 g nach Ziegen hals. Wir bitten unsere Freu neu׳, sich schon jetzt Teilnehmerkarten zu lösen, die nur in beschränkter Zaid zur Ausgabe gelangen. Jede Auskunft erteilt hereitswilligst Zahnarzt Henry U 1111 a , W. 13, Körnerstr. 18, II. Berlin, Leipzig, hi der Wahlversammlung der Zionlstischeii Ortsgruppe wurde I lerr J a c o b y Clteinnitz als Delegierter und Herr S. P r e c z e p Leipzig als Ersat/.delegierter gewählt. Die Versammlung nahm folgende Resolution mit großer Mehrheit an, ״Die Leipziger Zionistische Vereinigung ist der Ansicht, daß für die gedeihliche Entwicklung der Finanzen der Organisation eine Besteuerung der zioiiistiselien Institutionen nötig ist und bittet, den von ihr gewählten Delegierten hei der Beratung über diesen Gegenstand energisch in diesem Sinne zu wirken. Nürnberg-Fürth. Am K>. Juli laml im kleinen Saale des Künstlcrhauses eine sehr stimmungsvoll׳ verlaufene II er zl fei er statt, die von der neugegründeten, schon sehr tätigen zionistischen Jugendgruppe veranstaltet war. Herr llcinrich Maier hielt die Gedenkrede, die einen tiefgehenden Eindruck auf die Zuhörer machte, Alsdann rezitierte Fräulein Feil c!11 e n f e | d ein auf I lcr/1 bezügliches Gedicht. Zum Schluß laß I ferr Gorsky die herrliche Eröftnungsrede llcrzls zum I. Kongreß vor. Eine am Ende cingcleitete Sammlung erbrachte einen Betrag von 16 M a r k. Leider hatte die Veranstaltung sehr unter der herrschenden Hitze zu leiden, so daß nur ca. 30 Personen anwesend waren. In der Versammlung der zionistischen Jugendgruppe am 27. Juli wurde folgende Resolution gelaßt: ״Die zionistische Jugendgruppe Nürnberg-Fürth begrüßt die Schaffung einer allgemeinen zionistischen fugend-Organisation.“ Als Vertreter 7.11 der gelcgentlieh des Kongresses stattfindenden Besprechung wurden Herr Rechtsanwalt M ü n z und Herr carnl, med. Lcwin gewühlt. Die regelmäßigen Versammlungen fallen bis aut weiteres aus. An ihrer Stelle werden an jedem Donuerstag Di sk uss i on sa b e nd e im Ludwigst o r l. w i n g e r (Üastai) abgehalten werden. NUrnbcrg-FUrth. Am 20. Juni 1911 wurde in Nürnberg die Gründung einer zionistischen Jugendvereinigung in die Wege geleitet: von ca. 3t) traten der größte Teil der Neuein Referat über ״Aufgaben r zionistischen Jugendsich eine ziemlich angeregte 6. Juli 1911 wurde die Vorstandzwar als 1. Vorstand Herr cand. 11, 2. Vorstand Herr cand. med. L c v i n, 3. Vorstand Bildhauer^ R o s c n t h a 1, zugl. Schriftführer und Kassierer. Sodann legte man die Statuten des unter dem Namen ״Zionistische lugendgruppe Nürnberg-Fürth“ gegründeten Vereins fest, der seine Tätigkeit gewissermaßen als Jugend in a 11 n - Schaft der zionistischen Ortsgruppe Nürnberg-Fürth eröffnen soll. Ständiges Lokal mit Bricfablagc: Cafe II a bsb urg , Königsstr. Durch Referate, die jedesmal einen Abschnitt des Zionismus bchandeln werden, mit daranscliließender Diskussion, soll einerseits die zionistische Gesinnung der Mitglieder vertieft werden, andererseits die nichtzionistische Jugend unserer Bewegung gewonnen werden. In der Gründungsvcrsainmhmg wurde es abgclchnt, Aufgaben, welche dem schon bestehenden allgcmcln-jüdischcn Jugcndvercin Zufällen, zu übernehmen.' Als N.-F.-Kommissär wurde Herr Heinrich Maier bestimmt. 75 a Absatz 4 des der Fassung des Hi/cs vom 10. 'April 1892 (R.-O.-Bl. S. 37$ und /)bänderungsgesetzes vom 25. Mai 1903 (R.-O.-Bl.?1*)• ist der Krankenkasse, genannt: ״Verein >>cher Schlüchtcrßcscllcn", die Bescheinigung cili worden, daß sic auch mit der unter dem J:r«i d. J. ztigelasscncn Aenderung des Kassen- 1'utr,, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, Anforderungen des § 75 des Krankcnvcrsichc- Gesetzes genügt. Stuttgart. Zum ״Fall Aron", der die Juden ,ntembergs seit einiger Zeit beschäftigt, gibt der rolleiic nunmehr die folgende Erklärung: Durch den in diesen Blättern erschienenen Bc* " ',her die Verhandlung vor dem Obcr-Vcrwal- Gerichtshof in Sachen israelitische Kirchen- 'uande Stuttgart gegen meine Person wird beim str der Eindruck erweckt, als ob es sich für mich um Mchtleistung der Kultstcucr gehandelt habe. Dem Jücnt so. — Es hat sich vielmehr für mich um |n׳s mehr und nichts weniger als um das Prinzip [ז Gewissensfreiheit gehandelt. d*c1t Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich int atmum eine tiefgehende, religiöse Spaltung voll• erschienenen Gästen griiiidung bei. An und Ziele eine gruppe“ schloß Diskussion an. Am scliaft gewählt, und iur. Dr. W o 11 s t e i SPR6CHSAAL VeRCHNS-RUNDSCMAU Berlin. Der Jüdische Diskuticr-Club (Gruppe des J. J. ß., E. V.) feiert am Sonntag, den 3. September d. J,, sein 1. Stiftungsfest durch eine Motorbootfahrt nach Rauchfangswcrder (Restaurant ״Zum Waldhaus“). Aus dem reichhaltigen Programm seien nur erwähnt: Wettspiele, Preiskegeln, Tombola, Fackelpolonaise, Tanz usw. Teilnehmerkarten zu 1,50 Mk. zugunsten der Bibliothek des J. J. B. sind zu haben: In der Buchhandlung des Herrn Louis Lamm, Neue Friedrichstr. 61, im Kaufhaus des Westens, jeden Montag, Donnerstag und Sonnabend abends in den Klubräumen des J. J. B., Bürgst!•. 20, sowie bei Herrn Pli. Lichtenstcin, SchiHingstr. 14 (auch gegen Voreinsendung des Betrages). Wegen der beschränkten Raumverhältnisse kann nur eine begrenzte Anzahl Teilnehmerkarten ausgegeben werden. Charlottcnburg. Der Jüdische Turnverein Charlottcnburg (im Verbände der Jüdischen Turnerscliaft) erzieht seine Mitglieder zu aufrechten Nationaljuden und weckt in ihnen durch Vorträge und Diskussioneii lebhaftes Interesse für die jüdischen Probleme der Gegenwart, Durch Turnen. Turnfahrten, Turnspiele usw. nimmt er tatkräftig Anteil an ,der Arbeit für die Regeneration unserer Jugend. Junge Leute sind uns als Gäste stets herzlich willkommen, Turnabcndc: Jeden Montag und Mittwoch 8'/* Uhr, Joachimsthaicrstr, 32 (Bhf, Zoo). Der Jüdische Turnverein Charlottcnburg vor• anstaltet am Sonntag, den 10, September, einen Geehrter Herr Nürnberg, Redakteur! 31. .Juli 1911. ״Ihr sollt vermehren Eure Trauer im Monat Ab*‘, und wahrlich, es paßt zur Tischoabh-Stimmung, in den Streit hie Mossinsolui — hie Misrachi cinzugreifen. Wollen Sic mm giitigst auch mir, einem Mitglicdc der zionistischen Ortsgruppe und der;Misrachi-Ortsgruppe Nürnberg-Fürth, aber nicht zu den Ausgetretenen gehörend — ich war damals verreist, konnte also nicht persönlich eingreilcn — einige Worte zu dieser so bedauerlichen Sache gestatten. Die zionistische Ortsgruppe,Nürnberg-Fürth war bis vor wenigen Wochen, eine Vereinigung von Zionisten, in welcher die verschiedensten religiösen Richtungen in Eintracht und Friede zusammen arbeiteten, an der Erreichung des großen gemeinschaftlichen Zieles. Die Gesetzestreuen bildeten, wenn nicht die mimerische Mehrheit, so doch sicher einen sehr integrierenden Bestandteil derselben, sie hatten Jahre hindurch ,Plätze in der Vorstandschaft, von welchen inan sic ungern scheiden sah, und niemals gab es irgend welche ernst zu nehmende Unzutriiglichkeiten. Da kam der verhängnisvollc Abend ues Vortrages des Herrn Dr. Mossinsohn. Es mag dahingestellt bleiben, ob die Opposition der Vorstandsmitglieder der Misrachi-Ortsgruppe rechtzeitig und eindringlich genug cinsetzte, ob andererseits die Vorstamlschaft der zionistischen Ortsgruppe auch alles getan hatte, um In letzter Stunde noch den Stein des Anstoßes aus dem Wege zu räumen, darüber ist heute jeder Streit zwecklos. Jedenfalls aber gab cs für die Misrachisten Wege genug, ihre Rechte und ihre Prinzipien zur Geltung zu bringen, sie konnten und mußten Dr

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