Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1908)
- Date
- 1908-11-20
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 208 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 47 ders die jüngste Entwicklung der politischen Verhältnisse in der Türkei betonend. Der Schluss seiner Ausführungen gipfelte in dem Wunsche dass die verschiedenen Institutionen sich auch in unserem Kreise grosser Unterstützung erfreuen mögen. An dem mit grossem Beifall aufgcnommcneti Vortrag schloss sich eine Diskussion, in welcher wiederholt auf die Wichtigkeit des Ausbaues der wirtschaftlichen Institutionen hingewiesen wurde. Wiesbaden. Am 7. d. M. hielt die neugegründete Zionistische Ortsgruppe Wiesbaden ihre erste Versanunhing unter dem Vorsitz des Herrn 0. Stern ab. Herr Dr. Mayer referierte in einem sehr ausführlichen, mit lebhaftem Beifall aufgenom.nenen Referat über ״Der Zionismus und seine (Jenner“. Au der sich anschliessenden, mitunter sehr stürmischen Debatte beteiligten sich die Herren Glimmer. Wrcsehncr, Wald' und Stern. Nach einem Schlusswort des Herrn Dr. Mavcr schritt man zur Beratung der Statuten. Die vom Vorstand verfassten Statuten wurden von der Generalversammlung einstimmig angenommen. Kiir den Nationalfoiid wurde gesammelt. Der Vorstand unserer Ortsgruppe besteht nunmehr aus den Herren: Dr. Mavcr (I. Vors.). Bertram Stern (2. Vors, und I. Schrift!'.). Ludwig Lewin (2. Sclirifti.), Kr!. Kar p in (Kassierer). Diplom-Ingenieur Kirschen (Beisitzer). frankfurt a. M. Die hiesige zionistische Ortsgruppe - - Referent: Herr Martin Levigard von hier — bcschaitigte sich in ihrer heutigen stark besuchten üiicntlichcn Versammlung mit dem Thema: ״Aktuelle Kragen aus dem jüdischen G c 111 c i 11 d c 1 c b c 11". In früheren Jahren hatte die Ortsgruppe bei den Waiden in den Kultus- Vorstand eifrig initgearbeitet, heute galt es. den prinzipiellen Standpunkt klarzulegen. Nicht denen gilt eigentlich unser Kampf, meinte der Referent, welche die Indifferenten im Judentum apfrüttoin wollen, wenn, wir auch mit ihren Mitteln nicht immer einverstanden sind, sondern denjenigen inneren feinden, welche unter dem Namen einer Reform des Judentunts demselben mehr schaden als etwa der Antisemitismus mit seinen Angriffen von aussen. Allerdings habe man hei Gründung der Liberalen Vereinigung im Mai d. J. in Berlin gehört, dass man nicht einreissen, sondern aufbauen wolle, dass man an der schriftlichen und mündlichen Lehre unverbrüchltch fcsthalten wolle. Derselbe Herr aber, der diese Worte in Berlin sprach, der Frankfurter Gemcinderabbiner Dr. Selig mann, habe aber ganz kurz darauf in einer Vcr- Sammlung des liberalen Vereins seiner eigenen Gemeinde ganz anders gesprochen. Dort plaidicrte er dafür, dass man z. B. das Verbot des Tragens am Sabbath in der Schule nicht mehr lehren solle, da sonst die Kinder im Widerspruch mit den Eltern erzogen würden. Mit Rücksicht auf die Speisegesetze nannte er das Judentum eine ״Küchenrcligion“ u. dergl. mehr. Den Worten dar! man also nicht zu sehr trauen. Die Folgen dieses Verhaltens zeigten sich dann auch schon bei manchen Angelegenheiten. Die Bauarbeiten an der neuen Gemeinde- Synagoge und am Neubau der Realschule der Gemeinde (Philantropin) sollten nach Beschluss des Gemeindevorstandes auch am Sabbath nicht ruhen. Erst auf heftige Proteste hin. insbesondere aut einen solchen der zionistischen Ortsgruppe, hat der Vorstand bezüglich der Synagoge Konzessionen gemacht. Die Schule aber, die doch mit Mitteln aller Gemeindeangehörigen unterhalten wird, wurde weiter am Sabbath gebaut. Entrüstung hat es auch hervorgeruten, dass der Schulrat dieser Schule, also eine Gemeindebehörde, zur Einweihung dieses Neubaues ein nicht rituelles Festessen gab und hierzu noch Konservative einlud. Bel dem Einweihung*• äkt erklärte der Vorsitzende des Schulrats offen, aus dieser Schule müsse das alte vermoderte Judentum entfernt werden. Demgegenüber müssten sich nun alle Elemente, denen es ernst um das Judentum zu tun sei. zusammcnschliessen. Im Zionismus, auf dem Boden des nationalen und historischen Judentums, könnten Konservative und Liberale Zusammenarbeiten, sowohl in einer plan massigen sozialen Tätigkeit, als auch in der ideellen Tätigkeit der Stärkung des jüdischen Selbsthcwusstscins. — Der starke Beifall, der dem Redner wurde, bezeugte, dass er den richtigen Ton getroffen hatte. Zu einer Diskussion zeigten die Gegner keine Lust. ׳יי * Kt• % ■ *% » “ ׳ , \ . י <L י~ j «% ♦ ״■* — %f •t* * 3״ ..**־*•.״*. Jk 4* Nationalfond Der Jüdische Nctional/ond ist dazu bestimmt, palästinischen Soden •1• GesamleiRentnmdc» Jlidlschon Volkes zu erwerben und auf ewige Zeiten zu erhalten. Vom S. Zionistenkongress 1901 gegründet, be.־ i zt er heute bereits ein Vermögen von über I1/2 Millionen Mark. Dr. Hans M ü h s a n und Frau, Berlin, gratulieren Dr. Julius Becker und Frau zum Töchterchen . . . Adolf Graupe und Frau, Berlin, aus derselben Veranlaasung... Geschwister Grodzin, Berlin, aus derselben Voranlarsung. Dr. Albert Gold berg, Berlin, aus derselben Veraniassung. Rechts«v,־fclt Gronemann u.Frau, Berlin,gratulieren Dr. G. Simon son u. Frau zur Geburt ihres Sohnes Dieselben gratulieren Jakob Schnelling, Hannover, zur Verlobung. Bei der Brith-Milah Zederbaum, gesammelt . . . Dorsche Schlom Zion, Hannover, Billetsteuer .... Rabbiner Dr. Max Joseph, Stolp i. Pom., anlässlich der .2ר מצוד Feier seines Neffen Meinhard A n 8 c h e 1, Filehnc. Auf der Hochzeit Dannenberg-Meyer, Köln Rheinlaodioge gesammelt. Georg Herzbcrg bei einer freudigen Familiennach rieht durch Elise Markus, Cöthen. Elise Markus, Cö'.hen i. Anb, statt Geburtstags blumen für Liüi Krön he im . .. Zionistische Jungmannschaft in Posen M. Paradies, Erk»! für ein Liederbuch ״Jung-Juda“ von Oskar Schwär z 0,60, Der selbe für eine Zionsradel von Oskar Sch war? 0,75, Sammlung bei der Sitzung der Jungmann Schaft 5,02, M. Paradies anlässlich des Ab lebena s. 1,' Onkels Nathan Wreschncr Pudewitz 2,— . . ׳ « , , GratuUtionrablüsung zur Geburt des Sohnes von Rechts anwalt Dr‘ J. Münz, Nürnberg, bei der Misrachl Versammlung in Nürnberg gesammelt: Dr. J. bas b erg er 1,—־, Ellern und Frau 1,—, Menki Zimm er 3,—. R. Faust 1,—, alle in Nürnberg Eva Nelken, Stralkowo, als Honorar an E. H. in Sf. Königsberger Zionistische VerelnigUDg: Sammlung Marte Bukofzcr, ■ Sammelbogcn 0.008 auf eJner Gesellschaft bei Juwelier H. Studmann 2,60, Am Vortragsabend 11 .2י. (Referent atud. Michaelis) Mk. 4,— . . . Geschwis'er Brenner, Charlottenburg, gratulieren Frl. Rose Moses, Holsteiner Ufer, zur Verlobung Arthur H irsc h, Berlin, gratuliert zur Verlobung J. Schnelling. Derselbe gratuliert Resi Fischer zur Hochzeit. . . 1,— ״ David Rnsenberg, Berlin, wundert sieb, warum ]32' ציו nichts von sLh hören lässt. 1,— ״ Pastor Eberhard bei seinem Aufenthalt in Hamburg 1,— ״ Dr. W. Z e i 11 i n , Leipzig, gratuliert Dr. J. Becker und Frau zur Geburt des Töchtcrcbens. 0,50 . Familie Dr. Chamizcr, Leipzig, aus derselben Veranlasaung. 0,50 B Dr. E. L ö b 1 und Frau, Leipzig, aus derselben Veran- Iassung. 0,50 » Rechtsanwalt Gronemann und Frau, Berlin, aus derselben Veranlassung.. 1,— ״ Dr. E. L ö b 1 und Frau, Leipzig, gratulieren J. S c h n e l ling, Hannover, zur Verlobung ....... 0,50 , E. Cham izer, Leipzig, aus derselben Veranlassung 0,50 a Königsberger Zionistische Verein!- guog: Dr. Scbereschcwski, Königsberg, dankt Sambursky und Towbin für die Glückwünsche zur Geburt des Söhnchens. . . . , 2,-- ״ Else, Käthe und Jenny Deutsch, Berlin, gratulieren Ludwig Deutsch tum Geburtstage. 1,- ״ Frau Natalie Hesse, Dessau, spendet zur Jabrzeit Ihrer sei. Mutter. 2,— ״ Josef Dobmke, Dessau, anlisshch seine» 80. Geburtstagea. 3,— , Arthur Lewinsohn, Dessau, spendet beim מי שברך für leine kranke Schwägerin ....... 5,~ ״ N. N., Kattowitz, als Sühne . 0,50 . Frau Dr. Coioasn, Nora Coimio, Berlin, gratu• lieren Hanna Rahel Lamm tum .1. Geburtstage . 1,— , zusammen 84,87 Mk. 0,50 Mk. ״ 0,50 , 0,50 . ־־,1 . ־, 1 . -,1 ״ 2,20 ״ -,5 . -,5 , 20,20 _(׳ 9 I״ . ־, 1 8,37 , 6, ., ״ ־־,1 6,60 . 0,50 . \ .י¬י¬¬ ן