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Jüdische Rundschau · 1908-10-09 · Heft 41 (9.10.1908) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 41 (9.10.1908)
Date
1908-10-09
Page
– (sequence 13)
Language
German
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״״.«. JUEDISCHE RUNDSCHAU wo.״׳ Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Zionistischer Parteisekretär. Wir beabsichtigen für die Zionistische Vereinigung für Deutschland einen Parteisekretär anzustcllen. Dk* Tätigkc;t desselben ist als eine agitatorische gedacht, und zwar soll der Parteisekretär insbesondere die bestehenden Ortsgruppen besuchen und die Qründüng neuer Gruppen vorbereilen. Bewerber um diesen Posten sollen sich unter ausführlicher Darlegung ihres Bildungsganges und Angabe ihrer Ochaltsanspriichc bis zum 21. Oktober an unser Bureau, Berlin-Charlottenbürg 2. Blcibtreustr. 49, wenden. Ein Arzt (Zionist) in einem nahe Frankfurt a. AI. gelegenen Orte sucht für angenehme Praxis für den Monat November einen Gesinnungsgenossen zur Vertretuug. Nähere Auskunft erteilt das Zentralhure a u , ’ C h a r I o 11 c 11 b 11 r g , B 1 c i b t r e 11 ־ s t ra ss c 49. -- In c'nein Badeorte am Harz w ürde ein zionistischer Arz.t sieh eine guie Praxis gründen können. Auskunft ebenfalls durch das Zentralbureau. Gruppenverband Oberschlesien Die Hcrbstpropagaiidn wurde Mitte vor. Monats 111 Gleiwllz, Bcutlieii, Kattowitz mit Versammlungen grösseren Stils cngcleitet. in denen Davis Tri cts eh in seiner bekannt gediegenen und inte!cssanic*! Art über ..Die neue Türkei und die Juden in P j 1 .i s t i n a“ sprach. Die leitenden Gedanken der Vorträge decken sich im wesentlichen mit denjenigen des in einer der jüngsten No. der RUNDSCHAU ersclticnenen Artikels des Redners. Die Versammlungen waren gut besucht und die Ausführungen Jes Reierenten begegneten grösstem Interesse. R. Aus den Ortsgruppen Hamburg. Am 24. September sprach die auf einer Urlaubsreise begriffene, am Schaare-Zedek-Ifospital zu Jerusalem wirkende Schwester Jenn.v Stiebei über ihre 2j:ihrigen Erfaltrungeu in Palästina. Die Rednern» gii'g von einer Schilderung der modernen Einrichtungen!es genannten Krankenl.aiiscs aus und erbat das Interesse de״ Anwesenden für die Ausgestaltung dieses trefflichen Instituts. Sie gab ein aiischuuhohes Bild sowohl von der Not der rückständigen Bevölkerung wie von der Körperlich und geistig aufstrebenden, im nationalen (leiste und in hebräischer Kultur umwachsenden .lugend, wie sie in den Kindergärten des llilisvereiiis. im Bezalej, in den Kolonieschulcn etc. herangcbildet wird. Der Jugendfürsorge durch die jüdische Erau bietet sich ein weites Feld der Betätigung und deshalb sei 11. a. die allseitigc Förderung de's Verbandes iiiel. Frauen für Kulturarbeit io Palästina dringend zu empfehlen. Mit besonderem Nachdruck w ies sie auf eine der jüngsten zionistischen Einrichtungen, des Beth-nm, — das jiid. Volkshaus. - in dem mau sich nach des Tages Arbeit gesellig ziisannncnfimlet. - ־ Die schlichten und klu ,cn Atisiührungen der Rcdncriu. die von hoher Auffassung ihres Berufes und inniger Palästina-Liebe zeugten, fanden lebhaften Beifall hei den zahlreichen Zuhörern, die trotz der nahe bevorstehen- Jen Feiertage den Saal bis auf den letzten Platz füllten. Duisburg. Zionistische Vereinigung. In der gestrige:) Generalvorsammlmig der hiesigen Ortsgruppe wurde beschlossen, die JÜDISCHE RUNDSCHAU für sämtliche Mitglicdcr obligatorisch zu machen. Ferner wurde der noch ausstehende .Teil des Rechenschaftsberichts erstattet, und das Programm für den bevorstehenden Winter besprochen. hl. Strassburg I. fc\ Der Jüdisch-literarische Fraueiiverein hat im Winterhalbjahr einen Kurs über den E n t w i c k e - I u n g s g a n g der jüdischen Geschichte in Aussicht genommen. Herr stud. pl’.il. Jules S. L e v v hat in freundlicher Weise die Vorträge übernommen und sehen wir seinen Ausfiilirungcn mit Interesse entgegen. Dr. Sch. Karlsbad. Der indisch-akademische Klub In Karlsbad blickt jetzt auf das erste Jahr seines Bestandes zurück. Trotz dieser verhältnismässig kurzen Zeit und trotzdem sich bald nach seiner Gründung die jüdischen Hochsclmlcr assimilatorischer Tendenz organisierten, hat er bald die Sympathien der jüdischen Bevölkerung Karlsbads erworben. Herr Rabbiner Dr. Ziegler ist Ehrenmitglied, der Kultusvor- Steher und mehrere Mitglieder der Kultiisrcpräsentanz zählen zu seinen Fördere ווי. Der offizielle Grilndungskonuncrs וזזו Dezember vorigen Jahres, der nach allen Richtungen hin ghinzend verlief, zeigte am besten die Sympathien und die Not* wendigkeit einer jüdisch-nationalen Studcntcnkorporation. Der Klub war immer am Platze, wenn es galt, jüdische Interessen zu i'irdcrn und zu wecken, wobei er seine Tätigkeit natürlich nicht allein aut Karlsbad beschränkte.?ס ermöglichte er im Verein mit seinem Ehrenmitglied Rabbiner Dr. Ziegler tutscrcm bedeutendsten jüdischen Jargotidichtcr Morris Rosenfehl einet! grösseren Vortrag im Kurhausc, der die gesamte jüdische Bevölkerung Karlsbads vc-eiuigtc und für den Dichter einen namhaiten Reinertrag ergab. Bei allen grösseren Veranstaltungen tmJ Atkioncit i!! Böhmen m!d auch ausserhalb war der Klub teils korporativ, teils depntativ vertreten, so im Streikkomitee, im vorbereitenden Komitee der Fese- und Redehalle iiidisclier H« chschüie in Prag. der der Klub korporativ l*tigcUetci» ist. usv.. *Seine Bibliothek, teils durch Käufe, teils durch freiwillig:־ Spenden bereichert, hat bereits eine stattliehe Anzahl Bücher aufzuweisen. Die Hauptarbeit Konzen• tnerte sich natürlich auf die Hauptferien. In den beiden letzten Hauptferien wurden Seminare ihr die Mitglieder veranstaltet, in denen alle Ff« gen des jüdischen Lebens zur Erörterung' kamen. Um den gesellschaftlichen Pflichten zu genügen, wurden zu Ostern und in den Hauptferien einige kleinere Tanz- Unterhaltungen und Ausflüge veranstaltet, die lebhaften Anklang fanden. Mitteilungen des Hauptbureaus des jüdischen Nationalfonds in Köln. *u1i>1.׳n1t.T1un1g zur Maitaiiscncn 1 anciic aer ן tember 190S ln der WELT ausgewiesenen Nationalfondsspcndcn Mär fieuen uns. einen kleinen Fortschritt gegenübci unserer lcztert Statistik fcststcHen zu können. Die Beteiligung der in Betracht kommenden Ländeist von V» aut' V: ge• stiegen. Dieser Fortschritt ist allerdings bloss dem zufälliger Umstande zu verdanken dass Frankreich und Italien in de! 1.!belle mit geringe:־. Beträgen — Gliickw unscliablösungen veremzeltcrGesinnungsgenossen zu Rosch-Haschotioli — figurieren Immerhin erinnert uns dieses ..Vorkommnis“ doch daran, das? es »11 den genannten Lände n Zionisten und Freunde dc^ Natmiialfonds gibt, dass als!» bei geeigneter Agitationstätigkeii <!»1e Zw eii'cl bessere und daucnide Erfolge zu erzielen sind ' . Nvujahrsablosimgemi. welche in der vorigen Nummci der M ELI ausgewiesen wurden, haben leider nur den geringen Betrog von .70.רי Mark ergehen. Selbst wenn mai hierzu die in d,:r vorliegenden Nummer der WELT ausgew kseiten Glückwunschenthebuiigen und die Summen der 11! 1׳ei! einzelnen Landcsorganen zum Ausweis gelangten Ab• I! sangen hiu/urechnet. ist der Ertrag noch immer ausser■ 1!deutlich gering. f Ausnahmsweise stellt Russland diesmal nicht an erster Stille. Da der Leiter der russischen Sammclstellc durch eine längere Auslandsreise abwesend war. erlitt die Ablieferung der eiiigegaitgciien Beträge eine kleine Verzögerung, Diese Summen werde״ nm! in der heutigen und den folgende״ Nummern dr M’Ei.T ausgew ieseit werden, so dass Russland voraussichtlich schon in der nächsten Zusammenstellung w ieder an erster Stelle figurieren wird. Der Vorrang Österreichs ist aber nicht nur aus diesen .Ansfall Russlands zurüekzuführcu. sondern Oesterreich hat in der vorliegenden Aufstellung' tatsächlich eine bedeutende Höhe erreicht - zweifellos die Folge eiur riiliri reu Tätigkeit der Laiulessammelstelle und der Distriktskommissäre, sowie der lokalen Vertrauensmänner. An zweiter und dritter Steife folgen Südafrika und Nordamerika. In Südafrika bestehen 7 des Ausweises in Goldenbuelicintragtmgcn. Es ist sehr erfreulich, dass unsere stidafrikanischen Freunde ihre verdienten Männer auf solche Meise ehren. Hoffentlich werden recht viele ande׳e Gebiete diesem Beispiele folgen.

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