Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 32 (7.8.1908)
- Date
- 1908-08-07
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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b«..,. JUEDISCHE RUNDSCHAUjgx»1.32 0״ ׳ ■ Aus der zionistischen Bewegung An die zionistischen Studenten( Die zionistischen Studenten aus Obcrschlcs i c 11. die die Herbstferien in der Heimat zu verbringen gedenken, werden uni baldgctl. Angabe ihrer Adresse frcundlichst gebeten. Audi an ausserhalb Obcrschlcsiens wohnende Studenten, welche sich im September einige Tage für die persönliche Propaganda in kleinen oberschlcsiscbcn Stadt- und Landgemeinden zur Verfügung stellen wollen, richten wir die Bitte, sich mit uns zwecks näherer Information in Verbindung zu setzen. Ersatz der Reise- und aller sonstigen Spesen (auch für grössere E n t f c r n u n g e n) wird bereitwilligst gewahr t. Gruppen verband Oberschlesleri. I. A.: I)r. 11. S t a h I ־ T a r n 0 w i 11. A us den Ortsgruppen Berlin. Am 8. Juli sprach Pr. Schcmarjali Lewin über ..I oge und Zcntralvcrein“ in einer Gruppenvcrsainnilung, welche die Diskussion liber die Stellung des Zionismus in den Organisationen fortsetzte. In der Debatte sprachen u. a. Dr. Hcvinann. Pr. Hantkc. B. Fciwcl. Dr. Locwc. Das gleiche Thema beschäftigte eine Gruppen Versammlung der 13ne Zion am 9., in der Dr.'Heymami die Rede zum Schekeltag hielt. An der Debatte nahmen u. a. die Herren Engländer und Lin teil. •- Am 19. Juli hielt Dr. Wittkowskv die Gedenkrede auf Theodor Herz! bei einer von sämtlichen jüdisch-nationalen Vereinen Berlins veranstalteten Gedächtnisfeier. Kinder-Nachmittage der National- Jüdischen Frauenvereinigung in Posen Zum ersten Male seit ihrem Bestehen hat unsere junge Vereinigung es unternommen, in diesem Jahre von den Ffingstferien ab regelmässige Spiel-Nachmittage für die heranwachsende, jüdische Jugend zu veranstalten, die sich, trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens schon grosser Beliebtheit in allen Schichten unserer Bevölkerung erfreuen. A11 jedem Dienstag der Woche, nachmittags 3 Uhr. versammeln siel: eine immer grösser werdende Zahl — jetzt schon etwa 60 — Kinder im Alter von 5—15 Jahren in einen! schönen, schattigen Garten der Vorstadt J er sitz, um unter Aufsicht Erwachseuer. Damen und Herren der Zionistischen Ortsgruppe, aber auch anderer Damen, Nicht/.ionistinncn. einen Nachmittag in Gottes freier Natur bei Spiel und Sang fröhlich zu verbringen. Nach der Vesper werden die Tnrnspielgcrätc. die uns der Nene Turnverein Posen (im Verbände Jiid. Turnerschaft) in dankeusw erter Weise zur Verfügung gestellt, abgeholt, und nun geht cs gewöhnlich mit dem Marsch ״Allmüclitig durch die Herzen ruft . . . .“ hinaus auf die grossen, freien Spielplätze. Bald beginnt ein lustiges Treiben. Hier pflanzen grössere Knaben die Schlagbäume für ihre Ballspiele auf. dort spielt eine Dame mit den grosseren Mädchen und Knaben Reifenwerfen, da ist eine Gruppe Tambourinspielerinnen, während sich die Kleinen und Kleinsten bei ihren Kreisspielen amüsieren. Die Ruhepausen werden durch gemeinschaftliche Gesänge und Gesellschaftsspiele ausgefüllt, die den Kleinen die Erinnerung an ihr Judentum wachhalten, aber prinzipiell nur soweit man den Kindern dies ..spielend“ beibringen kann. — Nur zu schnell vergeht die Zeit, cs wird zum Sammeln geblasen, und unter einem fröhlichen Marsch aus ״Jung-Juda" gelit's im Polonaisenschritt zum gemeinschaftlichen Abendbrot. Gewöhnlich folgt die Ansprache einer Vorstandsdame mit einem Aufruf an die Kinder, ihren Sammeleifer für die Zionistischen Institutionen zu betätigen. Gute Dienste leisten Sanunelkartons, blauweiss beklebt und zweckentsprechend beschrieben zum Sammeln von Staniol etc., das jetzt allwöchentlich pfundweise eingeht, noch wertvoller ist aber die P f c n n i g s a tu m 111 n g der Kinder. Die Büchse der Frauen- Vereinigung zum Einwerfen umliertragen zu dürfen. Ist $ine besondere Auszeichnung für die Kleinen und diese Pfennigsanimlungcn haben es zu Wege gebracht, dass davon am Todestage Herzcls zwei Bäume auf seinen Namen gestiftet werden können. Auf den Jahrzeitstag Herzls. sein Leben und Wirken, sind die Kinder natürlich aufmerksam gemacht worden. Pfändcrauslosungen durch Bibelsprüche etc., kleine Vorlesungen, bilden gewöhnlich den Schluss eines solchen Nachmittags. — Wenn man’ die angeregten, fröhlichen Gesichter der Kinder sicht, ihre Begeisterung für Spiel und Sang, ihren Sammeleifer, dann muss inan wohl zu denf Schluss kommen: Bel den Kindern muss man a!1 f a n g c n. wenn man b e ־ geisterte Zionisten erziehen will. Darum gibt cs für die jüdische Frau kein dankbareres Feld der Tätigkeit im öffentlichen Leben, als das der Jug'endpropaganda. Und mit welch kleinen Mitteln kann sie erreicht werden! Es gehört dazu nur wenig Zeit und Geld, aber viele Begeisterung und guter Wille, vor allem aber Liebe für unser Volk und Vertrauen in seine Zukunft! — R. L. Persönliches Unser Gesinnungsgenosse, der prakt. Arzt Dr. Isidor 1) r c y f u s s in K a i s c r s I a 111 c r 11 wurde als Stellvertreter mit bczirksärztlichcr Kompetenz für den König!. Landgerichtsarzt Dr. Zahn aufgestelit, mit der Aufgabe, den Landgerichtsarzt in Behinderungsfalle zu vertreten. Unsere Gesinnungsgenossen Dr. Aron Sandler und Frau Adele, gcb. Strauss, Breslau, zeigen die Geburt eines Sohnes an. Die Redaktion der J. R. gratuliert herzlich. י ׳ Nationalfond <־־־= Sammlungen tür den NationaUond und andere zionistische Zwecke sind ausschliesslich zu senden an den Schatzmeister des Zentralburcaus, Herrn Max Wollstelner, Charlottenburg ....bmm bei Berlin, Sybolotrasso 50• •—יי»«־—« Der Jüdische Sationalfond Ist dazu bestimmt, palästinischen Boden »1* Gcsamtelgentatn des Jüdischen Volkes zu enterben und auf ewige Zeiten zu erhalten. Vom 5. Zionistenkongress 190! gegründet, besitzt er heute bereits ein Vermögen ton über /׳;» Millionen Mark. Achtung! Zionisten! Was danket Eueh u m M« O. G•? ..... 1(—— Mk. Fräulein stud. phil. R. Dukas, Freiburg i. Br., ▼erlorsne Wette an stud. tned. Etnlfer.—,50 . Frau Eveline Traub, Mannheim zur Ablösung des Telegramms zur Hochzeit Strauss —Katz in Bamberg ••«•«•. •«•«•••• 0,80 , Referendar Dr. Berschak und Braut, Berlin gratulieren Rechtsanwalt Dr. Littmann, Breslau zur Geburt des jüngsten VJ.St.er-Sprossss . . . Dieselben gratulieren Else Da n z iger, Zabrze und Referendar S c b i a d 1 e r , Breslau xur Verlobung . W. C. 19, Charlottenburg 2. M. Barbascb & Frau, Königsberg i. Pr. danken für die ihnen anlässlich ihrer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit. 3׳. In Cranz am 1. August nach dem Diskutierabend über ,Ost und West* von Frau Dr. Wolter osr, Frl. stud. med. Lifschitz, Frl. stud. phil. Mo- 0,50 0,50 1,- ros, stud. jur. Goldstein, Salzmann und Srünthal zu Bhren des Herrn S.. Emanuel Fischei, Berlin gratuliert Hermann F ischel und Frau, Schöneberg zur Geburt eines strammen Zionisten. Joseph Fischei, Berlin aus derselben Veranlaa- 8un^ ****•**••••• I». Eichenstein, Berlin aus derselben Veranlas- Samuel Schwarz, Rixdorf aus derselben Veranlasaung , Achtung! Zionisten! Was danket Euch um M. O. G.?. Martin Rosen bl 1ith, Messingwerk dankt Dr. Alfred Vf oif •••••••••••,,.. Rechtsanwalt Dr. Hantke, Berlin gratuliert zur Verlobung Adolf Bo eh m. 5,20 -,נ 0,50 0,60 0,50 U- 0,60 1,- n * ti ipyugB»״׳, ־־־־■״*