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Jüdische Rundschau · 1908-07-10 · Heft 28 (10.7.1908) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 28 (10.7.1908)
Date
1908-07-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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1 i i -ts .. f ו 1 No• 28_;_JÜDISCHE RUNDSCHAU _Seite 123 I '■f J i I i Frankel - München. 4. Palästinafragen. Referent: Herr Dr. Blöde (ev. Felix Theithaber). Abends 9גי Uhr: Festkommers in den Räumen der Verbindung Jordania. Alle Gcsinnungsgenossen, welche an diesem Tage München berühren, werden herzlichst gebeten, der Tagung belzüw ohhen« Wir machen darauf aufmerksam, dass an jedehi Solintag in Bayern Extra* Züge nach München zur Ausstellung verkehren! Frankfurt Q. M. It! dein bericht über die letzte Mit־ VjÜtÜSrversammluug der hiesigen zionistischen Vereinigung, in •״_1 - Ml * — * M.-mtii icme namucu atc tseuirciitungeii, die von ehitftu Diskussionsredner betrehs der Ertragnisse der ölbaumspendd ausgesprochen wurden, vollständig. Aus der Antithese in Warburgs Rede, dass nämlich die Einkünfte der Ölbaum־ spende für Schul־, Erziclutngs- und Kuiturzwecke in Palästina verwandt werden sollten, während aus den Ertrag* tiissen des Pilanzungsmeitis .,Palästina'* späterhin did auf traditionellem Standpunkte stehenden Schulen erhalten werden sollen, tniUtsc liiif N (11 W c ti d I g k c i t g e.fp t * g c H werden, dass unter den Kulturzwecken; U e it e « d i c, ö 1 h a u m s p e 11 d e dienen s o 11 e. solche ähtircligiöscr Art zu verstehen seien. Er stellte daher den Antrag, vorläufig nur dem National* f o n d Spenden zuzuführen, während die Olbatimspcndc so. lange 7. u inhibiren sei. bis der Verein ״Ulbaum־ spende" ein gesetzestreues Mitglied in seinen Anschuss wählt, damit die ErtfügniSke der ölbaiim« tüiaü/.hhgen nicht iiir antireligiöse Zwecke verwendet werden Sollen. Wegen der vorgerückten Zeit wurde Jedoch aüi Wunsch cks Antragstellers beschlossen. den Antrag einer, spüreie•:! Mitgliederversammlung zur Beschiusstassuiig '.׳''■;/.ulegeri. Königsberg I. Pr. Dienstag, deii 20. Juni referierten unsere Delegierten Dr.!1 uppc und Dr. Stein über den Deutschen Zionisteutag. Die Diskussion dvelite sieh hauptsächlich um die Frage, ob es zweckmässig sei. dass eine junge Organisation wie die zionistische, jetzt da sic joch dies schwächere sei. bcteils offiziell ihre Ucitcigtheit zii erkennen gebe, mit den älteren zurzeit noch stärkeren jürfisclicri örganisaÜoncn zusammenzugehen. Es wurde so>hnu beschlossen, in dem benachbarten Ü.stsccbadc Cranz, wo sich in iedem Sommer sehr viele russische Juden auibalter;, am Todestage Hcrzls eine Oedenkfeiet zu veranstalten. In der vergangenen Saison, deren letzte Veranstaltung diese Versammlung war, wurden folgende Vorträge gehalten: über den Frankfurter Judentaz und den Vcr־ band Deutscher Juden. Kritik der iungjftdischen Dichtung. Cher Organisation und Agitation. Ober J. L. Perz. Zur Theorie des Zionismus. Zur diesjährigen Sitzung des Grossen Aktionskomitccs. Ober Palästina. Jüdische Kultur in der Diaspora. — Ausserdem sprach in einer öffentlichen Volksversammlung Dr. Israel Auerbach über ..Das jüdische Problem*‘. St Posen. Am 23. Juni referierten in einer recht gut be־ suchten Versammlung unserer Ortsgruppe die Delegierten. Herren Moritz Krause und Simon S c h e r e k über die Brcslauer Tagung im allgemeinen und im besonderen über die dort gehaltenen Referate, die sich mit der Stellungnahme des Zknisnius ir. Deutschland zur Lundespolitik, zu den grossen jüdischen Organisationen und den jüdischen Gemeindefragen beschäftigten. — ln der lebhaften Diskussion wurde von allen Rednern die Zusammenarbeit mit den übrigen jüdischen Orgnnisationen im Sinne des Breslauer Beschlusses gewünscht. Ausgeschlossen sei jedoch der Zentral verein, dessen Programm in einigen Punkten unseren Anschauungen durchaus widerstrebt. Ferner wurden die Arbeiten, und Gründungen des Paliisti.ia- Amtes einer sachlichen und durchaus freundlichen Kritik unterzogen, und ist den Gesinnungsgenossen dringend empfohlen v order!, jene Bestrebungen durch eigene Beteiligung mul auch durch Anregung in nichtzionistischen Kreisen wirksam fördern zu helfen. Wronke. Auf Einladung der Ortsgruppe Saititcr fanden sich die Ocsinungsgeimssen aus P os c 11. S a m t c r. F i I c h n c, Wronke und Obersitz ko am 5. d. Mts. im hiesigen Stadtwalde zu einem S o m m c r v c r g n ii g c 11 zusammen, an dem sich auch viele Niehtzionisten beteiligten. Der Vorsitzende der Oitsgrnppe Samter. Herr Kantor Gold. sowie der Vcrviiiigtmgsleiter. Herr J. Rosenberg, begriissten die erschienenen Festtcilnchmcr. worauf Herr Rosenthal-Wrnnkc in kurzen, launigem Worten seinen Dank aussprach. Bei Tanz und frohlicliem Spiel unter der bewährten Leitung des Herrn Leo N’athan-Samter vergnügte man sich dann bis Herr Rcchtsau« v alt Dr. Kollenschcr-Poscn das Wort zur eigentlichen Fest* »ede ergriff, in welcher er in der ihm eigenen meisterhaften Welse atisfülirtc. dass wir uns nach einer alten Vätersitte in Gottes freier Natur 7u ■einem fröhlichen Zionistcn-Volksfcstc zusammciigefundeii haben, um frische Kräfte und neue Anregung für unsere grosse Arbeit zu gewinnen. In einer später folgenden Ansprache gedachte Herr Salingcr-Filchne der Verdienste unseres Distriktsbureaus Posen, dessen Leiter Herr Dr. Kollenschcr ist. Nach cingetretcncr Dunkelheit begaben sich sämtliche Gäste in den grossen Festsaal des Hotel Gegenmantel, wo sich die Jugend beim Tanz bis über Mitternacht amüsierte. Grosse Heiterkeit erregte die Aufiiihrung einer . lustigen Parodie durch unsere Obcrsit/.koer Freunde. Dieses in vollster Harmonie verlaufene Fest wird allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben und hoffentlich für die hiesige Ortsgruppe besonders günstige Erfolge zeitigen, was hauptsächlich nur unseren Samtcrcr üesmtifigsgcno&son zu vcrdanken ist. Halle a. S, tfere iungc Ortsgruppe veranstaltete äfft 30. Juni eine — des F׳:rienheeim1cs wegen verfrühte —־ intmf und stimmungssol! vcrlaufcncHcrzPGcdenkfeicr. Herr cand. agr. Albert Strauss hielt die Gedächtnisrede. ־-־ Daran Schloss sich ein Vortrag des Herrn cand. Phil. Gerrrg Herl itzi ״ISO Jahre deutsches Judentum.‘* Die gediogemm AuSfüh׳ ruugen des Redners ininkii reichen Beifall׳ —. Unser. (Kslf'iiüfigsgeru'sse Herr Fritz, l'euchtwangcr. hat eine Oelbäjjhusammlmlg iür den Hefzl-Wald innerhalb der hiesigen, dem Z10nismus last durchwegs feindlich geKonühcrstellenden jiidischeu Bürgerschaft inszeniert. die. dank seinen־ rastlosen Bcmtihuugen, ein erfreuliches Resultat zu zeitigen verspricht. Trauten;![!. Zionistischer Volksvereh? Theodor Herzf/ Am 25. Juni d. J.!'and im ״Hotel Um m" die konstituierende Generalversammlung dieses Vereins unter dem Vorsitz• des Dr־ 111! g o Ra!> |iä f»o r t statt. — Nach Absolvierung der W»b׳cn sämfüeh.er Funktionäre hielt Dr. Rappaport einen kurze« Vortrag, in dem er gcwissefinassön in programmatischen Linien das Verhältnis der hcucii zionistischen Organisation zu den lokalen Faktoren, der! 11icl1tj:!discl1c*11 wie den jüdischen, skizzierte. — Er betonte hierbei dass der* Ziomsmtis. welcher das freimütige Bekenntnis, zu dem Volk bedeute, den! man durch Abstammung und?dilcksal angehöre, nicltf nur das Verhältnis der Judenschaft zü Bi fer Umgebung hwht stören konnte, sondern sogar geeignet ivi, es zu verbessert{» Judeni'.ass habe es immer gegeben: aber ueY Antisemitismus in seiner heutigen Gestalt sei eine Reaktion jef!t־V Jüdischer* Assimilatiousbcstrcbungcn. welche einem Sichcinufflhzeif 11 iremde Kreise ־zum Verwechseln ähnlich sehen. Das VeriiuHni? beider sei im• Laufe der Zeit ein unnatürlich schiefes und dahif beiderseitig unaufrichtiges geworden. Der Zionismus wolle es auf der Basis gegenseitiger Aufrichtigkeit zii einem ehrlichen und gesunden machen. Es sei lächerlich zu gläfibe!!. dass man auf nichtjfidischer Seite, in dem Bekenntnis zufn, jüdischen Volk einen feindseligen Akt, ein Sichlosrcissen erblicke?: würde׳' Was die luden deutscher Zunge an das deutsche Volk bmde, sei nicht die falsche, von niemandem ernstgemeinte ISlusloW/ als wären sie eines Stammes und eines Blutes, sondern die Gemeinschaft von Sprache und Kultur, ein unzcrreissbarcs psychisches Band. Dieses Veihältnis. die Liebe zur deutschen Kultur und Sprache, sei. unabhängig w io diese von den einzelncn Individuen, unabhängig von dem mehr oder minder freundlichen Verhalten der niehtjüdischcn Umgebung, während das Verhältnis des Zionisten zu den politischen Parteien allerdings durch die prinzipielle Haltung dieser den Juden gegenüber bedingt sein müsse. Fs sei daher selbstverständlich« dass die Zionisten in der Vereidigung dieser gemeinsamen Kulturgüter, in der Vereidigung aller ihnen mit ihrer Umgebting gemeinsamen Interessen um nichts hinter denen ZU״ lückstelien würden, die hierzu erst einer keineswegs erhabenen I'lusion bedürfen. Auf der anderen Seife aber w ird n an /!! dem. welcher sein eigenes Volkstum verleugnet, kaum das Vertrauen!iahen, dass er den! anderen giösscrc Treue halten wird wä'rcnd man mit dem, der auch unter Schwierigkeit und Lockungen seinem eigenen Volke die Treue hält, als einem ziiscrlässigcn Bundesgenossen icchncn wird. Und es ist ein vielversprechendes Zeichen, dass die Zionisten bei der arischen Bevölkerung überall geneigtes Verständnis iür ihre auf die Schaffung einer Heimstätte fiir alle Heimatlosen gerichtet«. 1( BaUebttiigcn finde״, und Missverständnisse, gewollte und ungewollte, nur bii Juden. Referent besprach dann noch das Verhältnis zur offiziellen Repräsentanz der Judenschalt, die zu kräftigen und mit neuem leben zu erfüllen die Zionisten iintiirlicli bestrebt sein nuissten, solange ihrerseits nicht der Versuch unternommen werde, etwa sie. die Zionisten', als Volksfeinde zu bekämpfet,, und schloss seine mit wiederholten» lebhaftem Beifall akkiamicrte Rede, mit einem Anpell י.».ו>.»לו״יו ״:י- ••״ r1» .׳> f'i- M .!! . . ,_... " ,.U. ,1,1, .«11,1 HUI II l.lliauilll l> U \V U IS gcteilt wurden, und Herr א a t sc h c r a de t z. forderte zur ,lohagaiida fiir die Idee auf. Damit scIiüks der sehr .׳nun♦- ייו״מך*יימ**יי

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