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Jüdische Rundschau · 1908-05-15 · Heft 20 (15.5.1908) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 20 (15.5.1908)
Date
1908-05-15
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No. 20 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 95 riclit de Jugendklubs (Jugendpropaganda); 5. Anträge; 6. Wahl des Vorstandes. Die Mitglieder werden dringend gebeten * *zahlreich zu erscheinen. Charlottenburg. Die Zionistische Ortsgruppe Charlottenbürg yeranstaltct am Mittwoch, dem 20. Mai. abends 8,:_* Uhr. im kleinen Saal des ״Ticrgartcnhoi" ihre diesjährige ord^ntliehe Generalversammlung. Eröffnet wird die Versammlung mit einem Vortrag des Herrn Dr. S. B c r n f c I cj über ״Die Reformbewegung im Judentum". Uästc sind herzlich willkommen. Hamburg. Am 7. d. M:s. fand die Wahl der Delegierten der hiesigen Ortsgruppe für den Delcgicrtentag in Breslau statt Gewählt w urdeu Dr. Victor. Michael. Fri. Ella Cohen. Dr. Israel Auerbach als Delegierte, Frl. L ii b k c. Rechtsanwalt David. Dr. Frank und Dr. Waschitz als Ersatzdelegierte. Der liir den Abend angckiindrgtc Vortrag Dr. Victors über die Beteiligung der Juden an der Deutschen Landespolitik konnte nicht stattfinden, l'm eine Basis für die Diskussion zu gewinnen, wurde ein im GENERALANZEIGER erschienener Artikel von Dr. Max Kollcnsclicr ..Mindest- und Meistprogramrn“ verlesen. Dr. Ha Ipern und Ester mann vertreten den Standpunkt, dass der Zionismus jede Einmischung i.nd Beteiligung an der Deutschen Landespolitik üblehnen müsse. Dr. Israel Auerbach'dagegen meinte, dass cs verhängnisvoll sei. sich mit dem Hinweis auf dem unabänderlichen Goluszirstaud sich von den Kämpfen der Gegenwart fern zu halten. Es sei Pflicht der Zionisten, die Richtlinien für ein gemeinsames Verhalten der . Juden in der Deutschen Landes- Politik zu suchen. Dessau. Einen eigenartigen Vortrag, eigenartig sowohl nach Inhalt wie. was die Person des Referenten anbetrittt, hatte am'•Sonntag dem 3. Mai. unsere Ortsgruppe. Der liberale L a n d t a g s a h g e׳o r d n e t e Rcciitsanwalt D r. Cohn. Führer der hksigcu freisinnigen Vercjnigung, sprach in dem übervoll besetzten Saale des jüdischen Gemeindehauses, der von der zionistischen Ortsgruppe zu daueriider Benutzung gemietet ist. f.ber die ..Tätigkeit des H i I is v e r e in s der deutschen J 11 d c n in Pa-!ästin a". und zwar auf Veranlassung des Unterzeichneten und des Herrn Kantor Blitz. Die Ausführungen des Referenten, nach Inhalt und Form gleichbedeutend, auf die ja bekannte Tätigkeit des Hilrsvercins,. vor allem, was das Wiederaufleben der hebr/tischcn Sprache an betrifft hinweisend gipfelten in dem für den Umschwung der Meinungen über den Zionismus innerhalb des deutsch-jüdischen Bürgertums charakteristischcn Worten, auf einer derartigen Grundlage, wie sie der Hiifsverein und auch der Zionismus schaffe, bestehe wohl dje__Möglichkeit ,nun müsse sich einmal wohl ein nationales Gefüge;!ufbaucn. Brausender Beifall lohnte diesen Ausffthrungen, die auch jeder Zionst unterschreiben konnte. In der Diskussion führte der Unterzeichnete Vorsitzende aus. man müsse in der Kritik an dem Gesagten diesmal nicht nur das Vortragende, nein auch den Vortragenden einer näheren Beachtung'Unterziehen. Denn der Vortragende repräsentiere, allerdings im besten Sinne, den Typus der von uns Zionisten früher nicht gerade allzu geliebten, deutsch-jüdischen Bourgeoisie, die. erst voll Hass gegen den blossen Namen ״Zionismus“. von nicht allzu grosser Sachkenntnis getrübt, gegen den Zionismus zu Felde zog, dann aber den Bankerott des Prinzipes der Dezentralisation zur Lösung der Judenfrage erkennend, freimütig dem Prinzip der Zentralisation der Juden-!nassen in ein e m Punkte in P a I ä s t i n a . sich anpassend, mit Umgehung des Zionismus sich dem Hilfsbereit: der deutsehen Juden schuf: ^Dieser sei ja eigentlich .,Zionismus‘‘ ohne das Wort Z i o 11 i s m 11 s. Zionismus in ein dem deutschen Juden sympathischeren Gewände, auch nach den Schluss-Ausführungen des Referenten. Das unsterbliche Verdk-nst des Hiltsvereins sei es aber als erste der grossen 0י-־ו ßanisationit, die auch mit der JCA und Alliance in engster Beziehung ständen, das Prinzip der Zentralisation der grossen, indischen Massen in einem [,unkte, in Palästina, anerkannt und so der JCA und Alliance der Übergang zum Prinzip der Zentralisation erleichtert zu haben. Die folgenden Diskussionsredner, Herr Kantor Blitz . Herr K 11 c k c u s t c i n wie der Referent in seinem Schlusswort, hoben das Einigende zwischen Zionismus und Hiifsverein hervor, mit dem Ausblick. ■ dass, wenn erst alle Organisationen, auch die JCA und Alliance, an einem Strange ziehen würden, der lag der Lösung der Judent'rage in zionistischem Sinne nicht mehr! fern sei. Mit diesem erhebende- Gedanken schloss diese denkwürdige Ver- Sammlung, denkwürdig deswegen vor allem, weil ein freisinniger Landtagsibgeordncter und Führer einer freisinnigen Vereinigung ein früherer Assimilationsjudc in» guten Sinne des Wortes, als Referent in einer zionistischen Versammlung, die Möglichkeit der F. r f ii 11 u n g des z i o n i s t i - sehen Programms zugegeben hat. '• D r. M u s e s. Australien. Den rastlosen Bemühungen unseres bewährten Gesitmungsgenossen, des Rechtsanwalts Mr. Percy J. Marks in Sydney, ist es gelungen, dort einui zionistischen Verein ins Leben zu rufen, der bereits eine energische Tätigkeit entfaltet. Der Vorsitzende der Vereinigung ist Herr Percv J. Marks; dem Vorstände gehören noch an die Herren David Blashki. Charles S. Browne. Flias Green. M. B. Michclson. Alfred Shcckcl. J. P. und S. Pechter. Auch in Wellington entfaltet die Wellington Zionist Leagtte eine erfreuliche Tätigkeit. Unter der geschickten Leitung des Präsidenten J. Nathan ist sie besonders eifrig für den Nationalfonds tätig. tEEi . Sprechsaal r~־£ P*r Sh Mittellnn*eh an dieser Stelle übernimmt die . Redaktion nur die pressgeseullche Verantwortlichkeit. Zum deutschen Delcgiertcntag. Letzten Sonntag waren die badischen Zionisten in Baden- Baden zu einer gemeinsamen Beratung zusammen. Ucher die Resultate wird jedenfalls von anderer Seite berichtet werden. U. a. wurde von Dr. J onas S inion, Heidelberg die Fordertmg aufgestelH - die auch von mir schon vor drei Jahren auf dem Mannheimer Delcgiertcntag eingehend begründet und dem Zeutralbureau zur Kenntnisnahme überwiesen wurde —. dass mau ein Pressbureau schaffen, evtl, mit einem N a c h r i c b t c n b u r e a u in Verbindung treten müsse, welches so oft als möglich die deutschen Zeitungen mit zionistisclien Mitteilungen versehen solle. Ich hoffe gerne, dass auch diese Anregung den Delcgiertcntag mit günstigem Resultate beschäftigen wird. Mannhci m. den 12. Mai 1WS. Jul. Wc r111 c im. L Nationalfond ESC Sammlungen für den Nationalfond und andere zionistische Zwecke sind ausschliesslich zu senden an dcnSchatzmeistcrdes Zentralbureaus, Herrn Max WotUtelner, Berlin NW. 33. ■-■״-״ >.Holsteiner Ufer!0• י.. Der Jüdische S'ationalfond ist dazu bestimmt, palästinischen Boden als Gevamtelseutuui des J tiülschen Volkes za erwerben und auf ewige Zeiten zu erhalten. Vom S. Zionistenkongress 1901 gegründet, besitzt er heute bereits ein Vermögen von über Millionen Mark. J. Pie ssn er, Breslau, aus einem Spielgewinn . . 1,50 Mk• Ueberscbuss von Nation alfond-Telegrammen v. Kontor Joseph Kober. Breslau.1,50 ״ cand. xned. dent \V o 1 f f, Würzburg, grüsst Lazar Dünner, Berlin, und wünscht frohes Semester . 0.50 , Sarah Wolff, Würzburg, gr&sst ihre Freundin in Pe-kelsheim.. 0,50 ״ Serafine und Hermann Goldschmidt, Hamburg, gratulieren zur Hochzeit Michael-Perle (verspatet) 1, , Rechtsanwalt Dr. Dobrzynski, Beutben O.-S,, gratuliert Rechtsanwalt Dr. Victor und Frau, Wands* beck, zum Erstgeborenen.0,50 , Derselbe gratuliert Adolf Graupe und Frau, Berlin, zur Hochzeit.. 0,50 , Derselbe dankt Dr. Bloede für seine Grüsse aus Jerusalem und bittet um Angabe seiner Adresse . . 0,60 , Der Stammtisch ,Hütte“, Berlin.11,— , (E. F.) Gesammelt durch Frl, Adele Gross am Geburtstage von Frl. Bertha Hecht, Berlin . . . 2,75 , (E. F.) Gesammelt bei der Verlobung von Frl. Frieda So bei, Berlin. 2,55 , (E. F.) Frl. Sulamith Nisnewitsch, verlorene Wette an E. F., Berlin. .... I,— , Emanucl Fischei, Berlin, gratuliert Fri. Sulamith Nisnewitsch, Cbarlottenburg, zum Geburtstage 0,50 , Derselbe gratuliert Frl. S. Psacb in, Cbarlottenburg, *um Geburtstage. 0,50 ״ M. S. in F., vergangener unvergesslich schöner Stunden sich erinnernd ..0,50 ., Urbin’s Sühne.. 1,— m Joseph Rosenblüth, Messingwerk, gratuliert s.T. Bruder Felix zum Geburtstag•. 0,50 ״ Referendar Hamburger, Königshütte O.-S., anlässlich des Geburtstages von Frau Hede Sch w e ־ rin I, ן Dr. J. A.t Hamburg. 3,— , Jac. Frankel und Familie, München, gratulieren zur Verlobung Jul. St tau 8s, Regensburg, mit Frl. Rosa Kat r , Bamberg . .. 0,50 ״ \ \ *P"!''* 11AfB

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