Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 15 (10.4.1908)
- Date
- 1908-04-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 78 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 15 Aas Hamburg: Mk. Mk. Zionist. Stammtisch A Isterpa villo n Emil H. Lipstadt G. Bletweiss,!0,- gi-atu’ic.'t dem preisgekrönten Schriftsie.ler Dr. II. Rate .... Dr. Victor und Frau, Wandibccit, 1,30 Huldschiner 5,- anlässlich der Ge- Josef Oettinger 5,- butt ihres Sohnes Frl. Johanna Cha - Curt Moritz . . 1.- vei. Blumentbat, aus 5,- Aas Zabrze: Mk. Apotheker Löwen- Mk. Zaborze II. Rate f. Frl. Betty Glaser, 2,- stamm, II. Rate Jakob Vebel, 11. 2,- ebenda II Rate . Rate « 1 2,- Wwi. F r i e d 1 8 n - Frl. Olga Riesender, 11. Rate . . 2,- f e 1 d , Zaborze, 11. Frau Rabbiner Dr. 2,50 K a a t z, 11. Rate Frl. Dora k a t z , 4,- Frl. Marie Riesenfe 1 d, Zaborze, II. Zibo»z*, II. Rate Max Schönfeld, 2,50 Rate. Erwin Schüller, 2,60 11. Rate . * . . 0 «״ li. Rate .... 2.— ״ 25,60 Aas Kaiserslautern: Dr. D r e y f u s .5,— Mk. Joseph Falk ... Aus Olelwltz: 10,- 9 Apotheker Karliמ c r IV. Rate .... 1,— Mk. ״ Gabriel Günther! Notbmann, Gr. Stieblitz. 4.— .. Fritz Bial ..5,־— Mk. Curt Cohn, IV. Rate. I.— , Aus Magdeburg: Mk. Mk. Löwenberg . . 5— M. Rothschild . 10,-r Klausner. . . 2,— H. Apfelbau rn , 6,— Dr. Op et, Kiel, Div. Scheine No. 1, 2 und 3 . . . Anläßlich der Purimfiier veranstaltet vom Fürsorgek komitce der Zionistischen Ortsgruppe, tfaanov*•*. Verein Dorsche Seblom Zton, erzielter Uebercchuss von 20 %.. Aas Lübeck: Bei verschiedenen Gelegenheilen gt sammelt . . . . 5,- 6,- 22,— 1,55 86,76 13,- V n t» Aus Lübeck: Dr. med. Adler und Freu, Nordrach 30,— Dr. med Joel 20.—, Frau Margarete J0SI 10,—, Adotf Goldachmidl 10,—. Rechtsanwalt Meyer 30,—, Hermann Frenzlau 10,—, Rechtsanwalt Dr. Landau 10,—, Charlotte Mühsam 10, ־, Z.hnarzt Rothschild 10—, Rechtsanwalt Jacobsohn 20,—, Frau Vally Jacobsobn 10,—, Iwan Meyer 30.—, Frau Anna Meyer 10,—, Hermann Me eklen bürg 5,—, Hugo Meyer 10,—, Julius Mecklenburgs,—, Frau Regina Meck lenbürg 5,—, Willy Mecklenburg 5.—, Natan Bl u m e n t h a I &,—, Frau Natan Blumen thal 5,—, FrauJu'ius Lissiuer 5,—, Betty Mendelsohn 3,—, Kesten 4,—, Mk. Mk. Frau H Po Hack 2,- Frau Hammer- Frau• Dr. D. E. Schmidt. . 6,— Jo«l . . . . IO,- Moses Cohn . 10,— Hans Pren zlau 2.~ N. N.8 J,— Alexander Carlew N. N .... 20,- bacb . . . 30,- N. א.6,— Frau SonjiCarle- N. א.2,— bach.... 10,- zusammen 388,— Mk. abz. 0,50 Mk. Purio 387,50 Mk. י י,* * Verschiedene Orte: Isidor U n g e r, Krutchwitt gesammelt beim Verlobungsteste unserer Genossin Selma Le wi a s oh n mit Aron Witkowaky.. 12,50 ״ Verschiedene Sammlungen in Karlsruhe .... 22,— ״ I Sammlung der sionistiseben Ortsgruppe Mains, I- Rsto.. 74,—; Machizith haschekel M e 8 s i n g w e r k.12,— י Dr. M. Lö wy, J;ver . ... . 9,— ״ Kleine Sammlungen in der Ortsgruppe Halber- Stadt.. . . 7,05 ״ SamuelGo Idreich, Köln. 5;— ״ Aua Hamburg: Herrn. Gold Schmidt & Albert d e H aa 8 , Skatgewinn.2,50 Mk. W. van Ciee f, II. Rate.W.— .. 12,50 Aus Strassburg: Mk. Mk. Achilles Ruff, Dr. R. Dreyfua . 10,— B18cbweiler. . . 4,— Paula Hammel . 6,— Kantor Jakob Lucien Dreyfus . 5,— Mut zig , . . 5.— Ein Nicbtzionist. . 3,— stud. E. Strauss 4,— Ungenannt . . . 3,— Charles Meyer . 6,— A. W. . . . . 3,— Oscar Ldvi. . . 4,— Jules L<vy . . . 5,— Sylvain Bauer. . 4,— Samuel WelII . . 5,— Josef Sing er . . 10,— ,L^on Wolff . . 5,— A. Bronner . . 5,— Felix May . . . 4,— Ernst W e r t h c i - m er. . . . 5,*— zusammen 1108,66 Alk. Aus den Ortsgruppen r Berlin. Soeben erhalten wir unter dem Titel ״Das Judentum am Scheidewege“, ein Wort zur Schicksalsfrage an die Starken und Edlen des jüdischen Volkes, von Dr. Mal Joseph, ein aus tiefem Ocniüte und mit ausserordentlicher Geistesschärfe und umfangreichem Wissen geschriebenes Werk, das dazu angetan ist, unsere Gebildeten aller Anschauungen zu ernsten Nachdenken über Juden und Judentum zu zwingen. Wir weisen schon jetzt unsere Freunde nachdrücklichst auf dieses hervorragende Werk eines jüdischen Denkers hin- Es Ist ein Werk, das mindestens Jeder Zionist studieren sollte. München. Am 3. April Abends hielt in der hiesigen Ortsgruppe vor einem zahlreichen Auditorium, worunter viele Nichtzionisten, ein konservatives Mitglied unserer Ortsgruppe. Herr Jac. F״änkel, einen Vortrag über: ״Zionismus und Gesetzestreue.“ Nachdem der Redner einleitend einen kurzen Abriss der Verhältnisse im Zionismus seit dessen Begründung durch Herzt gegeben hatte, ging er zum Kern seines Vortrags, das Verhältnis des Zionismus zur Orthodoxie, über, wobei er eingehend seine Anschauungen dahin begründete, dass die Orthodoxie naturgeniäss zum Zionismus gehöre. An der Hand der RotH’schen Broschüre sowie zahlreicher Ausspriiehe unserer Weisen versuchte er nachzuweisen, dass von keiner Seite gegen den Gedanken einer Besicde'ung Palästinas und Errichtung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte sich etwas einwenden Hess. Weder der Bau des Tempels noch ähnliches sei im Programm des Zionismus zu finden, das einen Orthodoxen Skrupel machen konnte. Durch eine Anzahl Beispiele zeigte er. wie oit in der letzten Zeit Zionisten mit den Orthodoxen für unsere alten Institutionen und gegen reformatorisclie Neuerungen kämpften und so den Beweis erbracht hätten, wo die Orthodoxie Unterstützung fände. Ganz besonders die letzten Synodalwahlen in Baden haben dargetan, dass ohne Untc'stiitzung der Zionisten, die da in der Agitation Grosses leisteten, das alte Gebetbuch nicht zu retten gewesen wäre- Es ist hier nicht der Raum, auf die einstilndigen Ausführungen noch näher einzugehen und sei hier mir noch hervorgehoben, dass aulehuend an den Satz unserer Weisen ..wer eine Seele dem Judentum erhält, dem wird dies so hoch ungerechnet, als hätte er eine ganze Welt vom Untergange gerettet“ betont wurde, wie vorzüglich der Zionismus auf einen grossen Teil unserer Jugend, die dem Judentum sich immer mehr entfremdeten, wirkte und wirkt. Mit den. Sätzen: ..Wir Zionisten sind uns bewusst, wie schwierig die Arbeit ist. welche unsere Organisation zu vollbringen hat. Wenn der Zionismus bisher weiter nichts geleistet hätte als dem jüdischen Volke und ganz besonders unsern bedrückten